Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Seit Donnerstag Mittag war ich unterwegs, um Autoren zu besuchen – ohne Internet, ohne Mobiltelefon, und ausgerechnet in diesen anderthalb Tagen mußte die „Sezession im Netz“ ihr Gesellenstück in der Disziplin „Binnenpluralismus“ einreichen. Nun denn:

[weiter, noch 407 Wörter]

Götz Kubitschek auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Nicht kategorisiert
Schlagwörter:
442 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Binnenpluralismus und Sezession

20 Antworten auf Binnenpluralismus und Sezession

  • sezession.de ist nicht mehr erreichbar, weiß da jemand mehr?

  • Diese Präsenz ist leider nicht verfügbar. – Weiß jemand vielleicht etwas genaueres? Rechnung nicht bezahlt, oder vom Inlandsgeheimdienst abgeschaltet??

  • Vom Inlandsgeheimdienst abgeschaltet???
    Der Kindergarten zerlegt sich mal wieder selbst, und es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass diese Leute ein Institut für Staatspolitik (sic) glauben betreiben zu konnen…

  • Naja, es gibt eben Leute, die verbeamtet sind und demnach zur politischen Mäßigung aufgerufen sind, was sich nur schwer mit überaus lesenswerten Ausfällen eines ML in Einklang bringen läßt. Ich fand es ohnehin stets bemerkenswert, wie weit das Spektrum bei der Sezession war und wielange das gut ging.

  • Ist wieder erreichbar.

    zum eigentlichen Thema:

    Das ist KEINE Binnenplualität! Wenn Herr Weißmann sagt, ich zitiere:“ Dies ist kein Gesprächsangebot!“, so weiß ich nicht, was daran falsch zu verstehen oder positiv im Sinne von Pluralität auszulegen ist.

    Ja, glaubt den nur einer, daß die Zukunft nett wird? Daß es selbst im besten Falle ohne (metaphorische?) Guilliotine abgehen kann? Voller Rücksichtnahme, ach so fein abgestimmt in Gesittung und Ton?

    In unserer konservativen Szene sprechen wir doch so gern vom „Untergang“ vom „Stärkerenrecht“ und lesen recht gern „Spengler“ und „Nietzsche“ im Ohrensessel.

    Nun denn…

    Der Edelkonservative weiß also ganz genau, was kommt.

    Ich bin geneigt, es ihm zu gönnen.

  • @ Petrus Urinus Minor
    Glauben Sie, das ist Binnenpluralismus, weil Weißmann strategisch und nicht inhaltlich widerspricht. Deshalb bedarf es auch keiner weiteren Ausführungen seinerseits, weil dies seine Strategie offen legen würde.

  • Na, eine funtionierende Strategie kennen wir. So, wie es die Linke geschafft hat. Ganz einfach. Und nun die Frage: hat sich EIN Linker schon einmal derartig weinerlich distanziert? Na?

    • Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber die Linke bezieht ihre Kraft natürlich aus einem positiven Glauben, welcher im Zweifelsfalle individuelles Fehlverhalten überstrahlen kann, nach dem Motto: Er hat es aber gut gemeint.

      Ich denke nicht, daß man ihre Methoden ohne einen solchen Glauben im Rücken imitieren kann. (Wieder so ein Fall, in dem ich mit Hitler übereinstimme, gänzlich blöd war er nicht.)

      Sicher, als Nietzscheaner stünde man auf dem Standpunkt, daß Glauben keine Rolle spielt, daß man beliebigen Glaubenssysteme aus dem Nichts schöpfen kann. Aber wie gesagt, meiner Meinung nach ist der nihilistische Ansatz stets zum Scheitern verurteilt.

  • Ich hatte bei Sezession einen Kommentar eingestellt,der offenbar verschwunden ist.

    Kubitschek hat alles gesagt, was gesagt werden muß. Lichtmesz hat sich deutlich formuliert, Weißmann auf seine Art. Nun kann sich doch jeder Leser seinen eigenen Reim darauf machen.
    Es gibt wahrlich wichtigere Dinge die besprochen werden müssen. Deckel drauf und Schluß mit dem Thema.

    • Dein Kommentar ist bei sezession.de in der Moderation, zusammen mit anderen, aber ich kann ihn nicht freischalten, weil meine Zugriffsrechte dazu nicht ausreichen. Ob er noch freigeschaltet wird, weiß ich nicht, ich bin noch nicht so firm in der dortigen Moderationspolitik.

  • Mir wurden dort drüben zwei Kommentare, Lichtmesz unterstützend, wegzensiert, die sicherlich keinen übertriebenen Kommentverstoß enthielten, einer sogar einige Stunden nach erstweiliger Freischaltung.

    Den ersten – zunächst freigeschalteten – habe ich glücklicherweise noch auf der Platte und stelle ihn deshalb hier nochmal ein:

    „2. der Ausdrucks-Typ, expressiv, künstlerisch, im Kern undiszipliniert, pendelnd zwischen uninspiriertem Geblätter im großen Buch des Lebens – und jähem intensivem Ausbruch.“

    Nun, ich habe mich ja schon auf Martin Lichtmesz‘ Seite gestellt: will dies aber anhand des obigen Zitats noch einmal tun.

    „im Kern undiszipliniert“: Man kann ohne große Disziplin und jahrelanges, hartes an sich Arbeiten gar keine solchen Texte verfassen, wie sie ML nicht selten gelingen. Ausgeschlossen.

    „uninspiriertes Geblätter“: Das Adjektiv suggeriert einen mitteltumben, zufälligen Toren, das Substantiv einen, der nicht zu lesen und nicht zu scheiden weiß. ML unangemessen, um es milde zu sagen.

    „jähem intensivem Ausbruch“: Irgendwann hat er dann also doch etwas gefunden, und bricht jäh intensiv aus. Ein Mensch also, der sich nicht unter Kontrolle hat, an der Grenze mindestens zum Choleriker.

    Da muss ich dann schon einwenden: Hatten wir nicht einen Luther, einen Schiller, einen Kleist, einen Nietzsche gar, auf die man all diese Abqualifikationen anzuwenden hätte?

    Und, wenn Sie, Herr Kubitschek, Herrn Lichtmesz schon so rannehmen, ihn dann, unerklärlicherweise, doch wieder auf eine Ebene mit Herrn Weißmann heben: Weshalb erfährt letzterer denn keine annähernd vergleichbar kritische Würdigung?

    Es fiele mir leicht, diese nachzuliefern; ich werde das aber jetzt an dieser Stelle nicht tun.

    Erinnern werden sich künftige Generationen jedenfalls wohl an wen?

  • Sehr geehrter Herr Göller – Ihre Kommentare (und auch meine Antwort darauf) wurden nicht „wegzensiert“, sondern einfach deswegen gelöscht, weil sie obsolet waren – Kubitschek hat seinen im Internetcafé hingefetzten Text noch präzisiert und mißverständliche Formulierungen getilgt. (Auf unserem Blog wird generell mehr gejätet als auf anderen.)

  • Und ich bitte nachdrücklich, auf dem Boden bleiben: es ist völlig abwegig, anzunehmen, daß sich irgendwelche „künftige Generationen“ an mich und mein Geblogsel erinnern werden oder müßten. Und man muß ja nicht gleich einen ganzen Genie-Olymp herbeizitieren, um meinen dahingerotzten Ausfall zu verteidigen. Sid Vicious oder meinethalber Klaus Kinski hätten es auch getan. Um die Sezession und die Weißmann-Lichtmesz-Lappalie dreht sich ja nicht die Weltkugel. Also, mal kurz das Internet ausschalten, Luftholen und ruhig Blut bewahren, bitte! 😉

  • Sehr geehrter Herr Lichtmesz – schön, dass Herr Kubitschek sich korrigiert hat und Sie sich wieder gut vertragen. Ich bezog mich auf das, was er zunächst schrieb. Auf was auch sonst. Den Vergleich mit unseren Großen habe ich im Zusammenhange mit der aus meiner Sicht unfüglichen Psychologisierung angestellt und nicht, weil ich Sie für einen neuen Nietzsche hielte. Sie sind aber noch relativ jung, und da kann noch vieles wachsen. Und ich bleibe dabei, dass ich Sie für einen der besten deutschsprachigen Essayisten halte. Wenn ich mich damit lächerlich mache oder auch an verschiedenen Stellen unmöglich (damit ist jetzt nicht die Sezession gemeint), ist mir das schnurz.

    Ihre „Uneinsichtigkeit“ scheint immerhin gefruchtet zu haben. Das ist gut. Beste Wünsche von einem gleichfalls „Oberdeutschen“ (das ist jetzt rein sprachwissenschaftlich gemeint, da ich als Schwabe dieser Dialektgruppe angehöre).

    Oder, anders ausgedrückt, wir speiben manchmal auch.

  • Ich musste gerade feststellen, dass mein obiger letzter Text hier – wie als ob ein sinniger Link vorläge, und oben gibt es noch andere entsprechend hinterlegte Beispiele, die weiterer Kommentatoren Beiträge dergestalt herannehmen – , in dem Falle das Wort „Vergleich“ grün hinterlegend, ungefragt, nicht genehmigt, zu Werbezwecken vernutzt wird.

    Das geht so nicht.

    Ich könnte dessenthalben jetzt eine Abmahnung schicken.

    Was ich aber nicht tun werde. Mir zu öd, langweilig und leer.

    Sollte dieser berechtigte Protest nicht genügen, weiß ich ganz einfach, wo ich nichts mehr zu suchen habe.

    • Vielleicht sollte ich diesen Blog ganz einfach schließen, wenn man mir nicht einmal die Centbeträge gönnt, die durch das bisschen Werbung reinkommen. Jedenfalls sind Leser, die solche Kommentare hinterlassen, in der Tat die, die hier nichts zu suchen haben.

      • Oder ich nehme einfach in Zukunft einen Euro pro Seitenaufruf. Oder mache es wie Andreas Unterberger: zehn Euro im Monat pauschal. Dann hätte ich weniger Leser, aber mehr Geld. Auch nicht schlecht.

  • Nach Nachtschicht und Schlaf kriege jedenfalls ich (Sonntag, 15 Uhr 13) immer noch ‚Diese Präsenz ist leider nicht verfügbar‘.

  • @ Manfred

    Es geht nicht ums Gönnen, es geht um die Vorgehensweise.

    Aber gut, damit ist die Sache ja geklärt.

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