Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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DickundDoofsindganzerschüttert 150x130 Die SchweigeminuteDeutschland, 23. Februar 2012, Punkt 12 Uhr. Während die Kirchenglocken die Mittagsstunde einschlagen, erheben sich die Menschen in Deutschland, von der Waterkant bis zu den Alpen, vom Rhein bis an die Oder von ihren Sitz- und Stehplätzen, halten inne in ihrem Tun und Werken, in ihren Gedanken, Worten und Taten, schließen sich besinnend die Augen oder wenden sie gen Himmel.[weiter, noch 688 Wörter]

Martin Lichtmesz auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Ereignis, Heute
Schlagwörter: , , , ,
748 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Die Schweigeminute

12 Antworten auf Die Schweigeminute

  • Das Bild und der letzte Satz sind überflüssig. Zum einen sind da natürlich handfeste Widersprüche aufgezählt, zum anderen lediglich Heucheleien, aber mit großer Menschenliebe kann man letzteren einen schönen Moment lang Glauben schenken, nur dann erinnere ich mich wieder, daß diese Art der universellen Zuneigung doch nur das Resultat eines guten und reichlichen Mahles ist.

    Tut mir leid, liebe Mitdeutsche, aber man kann sich keinen Sündenerlaß kaufen.

  • 1981 lebten im westlichen Teil Deutschlands 4,6 Millionen Ausländer (7,5 Prozent der Bevölkerung).
    Im deutschen Volk regte sich Widerstand. Herbert Wehner, damals Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, sagte am 15. Februar 1982 in einer Sitzung des Parteivorstandes:

    „Wenn wir uns weiterhin einer Steuerung des Asylproblems versagen, dann werden wir eines Tages von den Wählern, auch unseren eigenen, weggefegt. Dann werden wir zu Prügelknaben gemacht werden. Ich sage Euch – wir sind am Ende mitschuldig, wenn faschistische Organisationen aktiv werden. Es ist nicht genug, vor Ausländerfeindlichkeit zu warnen – wir müssen die Ursachen angehen, weil uns sonst die Bevölkerung die Absicht, den Willen und die Kraft abspricht, das Problem in den Griff zu bekommen.“

  • Heute 12:00 Uhr im Supermarkt: Durchsage und Aufforderung zum Gedenken an die Opfer rechten Terrors und 1 Minute Schweigen!
    Ich mußte an die 350 Spezialisten der Sonderkommission und deren bisher so dürftiges Ermittlungsergebnis denken. Ich verstand nicht, wie sich Politiker über das Recht erheben, eine ideologisch motivierte Vorverurteilung ohne Beweise verkünden und unserem Land daraus Schande zuordnen können, nur um allen Deutschen wieder einmal schuldbewußte Zerknirschung abzuverlangen. Mit einer solchen Nötigung wird inzwischen jedem vorgeschrieben, was er zu empfinden hat, egal wo er sich gerade befindet und was er denkt.

  • @Fremder

    Das stimmt. Ich hatte auch einige Probleme damit dass die Gefühle der Opfer der Mordserie etwas ins Lächerliche gezogen werden (im letzten Absatz).
    Die Hinterbliebenen können schließlich nichts für ihren Schmerz, von wem er auch immer („NSU“ oder türkische Mafia oder VS+Drogenmafia etc.) er verursacht wurde.

    Obwohl ich die ganze Inszenierung für extrem übertrieben halte.

    http://www.sezession.de/30276/und-i-muas-jetzt-glei-speibn.html

  • Tut mir leid, aber mir geht es ebenso wie Martin Lichtmesz.

    Was müssen die Eltern heute empfinden, deren Kinder durch Ausländer gemordet wurden, oder deren Töchter durch „Bereicherer“ mehrfach vergewaltigt worden sind? Fragt jemand danach? Haben sie keine Schmerzen über ihren Verlust? Hat das offizielle Deutschland ihrer Kinder gedacht? Und wir kritisieren ML ob seines ohnmächtigen Zorns gegenüber dieser politischen Inszenierung !

    Wahrscheinlich wird in Kassel jetzt eine Straße umbenannt. Das können wir dann in ganz Deutschland einführen – Stolpersteine sind ja bereits vergeben.

    • Bei dem Thema der politischen Inszenierung bin ich ganz bei Lichtmesz und seinem Zorn.
      Aber er hätte den leichten Hohn über die Gesten der Hinterbliebenden weglassen sollen.

      • Der Hohn bezieht sich nach meiner Auffassung auf die „erschütterte Runde“ und damit sind keineswegs die Angehörigen gemeint. Deshalb sehe ich nach wie vor keinen Grund, ML zu kritisieren.

        • Manfred hat schon recht, KHW ist aufgefordert zu präzisieren was genau ihn an dem Artikel stört. Meine Kritik bezieht sich nur am vorletzten Absatz und auf den Schlusssatz.
          Das dieser politische Flohzirkus mit seinen hochgerüsteten Empörungsbatterien eine konstante Übelkeit verursacht steht hier glaube ich nicht zur Diskussion.

          Andererseits: Hat irgendjemand etwas davon heute in der Öffentlichkeit mitbekommen? Gab es irgendwo Lichterketten oder brennende Kerzen?
          Den Leuten ist es egal.
          Die gehen auf die Straße wenn hier z.B. in Marburg der 25jährige Samuel umgebracht wird oder der André in Dessau niedergestochen wird.

          Die Latte ist hoch gelegt. Nur noch Staatsakte

  • Wünschte mir ein Schweigejahr, dem sich bitte alle Volksvertreter hingeben wollen.

  • Wenn es um die Durchsetzung oder die Verteidigung kultureller Vorränge, um die Ausrichtung oder die Umerziehung der Menschen geht, hat die Heuchelei ihre große Stunde. Sie ist dann doppelt gefragt: als Mittel des individuellen Überlebens und als Mittel der konfessionellen Propaganda. Es ist die Doppelrolle der Heuchelei, indem sie mit der Anpassung an die sozialen Zwänge zugleich deren Begrenzung ermöglicht und andererseits als ein Mittel der sozialen Kontrolle fungiert, das die vorbeugende Weitergabe des Konformitätsdruckes bewirkt und damit die Grenze des Sozialen immer weiter in die Individuen hineintreibt. Gefällig schwarz orchestrierte Groß-Heuchelei von Staatsschauspielern, bekränzt von Laien mit Opfernähe wurde dargeboten und wegen des ersichtlich maßlosen Mißverhältnisses ungewollt rasch zu einem (noch von Wulff initiierten) trivialen öffentlichen Bußritual profanisiert. Seit fast 40 Jahren werden in diesem Land jährlich 150.000 gesunde Kinder abgetrieben, das Schweigen über diesen Massenmord dröhnt in den Ohren. Was ist das nur für eine verlogene, dem Abgrund entgegentaumelnde verkommene Gesellschaft ?

    • @Georg Mogel
      Zu Ihrer abschließenden Frage:
      Die Heuchelei des Individuums als zweckmäßige Selbstverteidigung gegen gesellschaftliche Zwänge existiert vermutlich schon sehr lange. Die ewige Balance des Einzelnen zwischen Heldentum und Opportunismus ist wohl so alt wie die Menschheit. Sie entspricht mit dem Eingehen überlebensnotwendiger Kompromisse der Suche nach dem richtigen Weg, dem Gleichgewicht zwischen Edelmut und Gier, zwischen Sein und Haben. Deshalb per se die ganze Gesellschaft als verloren anzusehen, halte ich für zu pessimistisch. Das ist einfach – das Leben.

      Etwas völlig anderes ist die zur ideologischen Indoktrination angewandte Heuchelei der Mächtigen, hinter der sich in der Regel ein eiskaltes Kalkül verbirgt. Im vorliegenden Fall beanspruchen sie die Deutungshoheit indem sie vorschreiben, wie die Geschehnisse politisch korrekt gesehen werden sollen. Dass sie Trauer und Betroffenheit ebensowenig befehlen können, wie sich Freude und Glück anordnen lassen, ist ihnen schon klar. So verkündet das postnationale, geschichtstheologische Ideologiegebäude, das an die Stelle des Staates getreten ist, seine Dogmen. Treffend beschrieben von Thorsten Hinz in seinem Aufsatz „Die Pflicht zum Staat“, Junge Freiheit, Archiv, Heft vom 5. März 2010.

      • „Dass sie Trauer und Betroffenheit ebensowenig befehlen können, wie sich Freude und Glück anordnen lassen, ist ihnen schon klar.“

        Nein, die Politik kann sehr wohl maßgeblichen Einfluß auf das emotionale Befinden der Bevölkerung nehmen. Und das ist ihr klar. Man kann es nicht „befehlen“ nennen, aber welchen Unterschied macht es schon, wenn es statt dessen, nun, sagen wir, „induziert“ wird?

        Die Frage ist, welchen Kurs die Politik verfolgt. Ob er auch nur in irgendeiner Hinsicht gut genannt werden kann. Ob er taugt, ob er irgendetwas Gutes begünstigt, solche Fragen sollte man schon stellen.

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