Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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trommeln agfreiburg Phänomenologie der trommelnden FrauSie sind überall, wo Wutbürger sich erregen, wo sie als Menschenkette Händchenhalten, wo es heißt „laut sein gegen“: Neonaziaufmärsche, Castortransporte, Banken, Bahnhöfe, Baumfäller. Wir sehen sie in den Nachrichten, auf Videos im Netz, auf illustrierenden Pressephotos: trommelnde Frauen.

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Ellen Kositza auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Alltag, Heute
Schlagwörter: , ,
686 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Phänomenologie der trommelnden Frau

6 Antworten auf Phänomenologie der trommelnden Frau

  • Gott, wenn ich das so lese kriege ich ja geradezu Angst. Woher der Alarmismus?

    Wenn sich reifere Frauen selbst materiell definieren, so ist das natürlich nicht geradezu schön, aber bei all den Neurosen, zu welchen die moderne Gesellschaft die Menschen zwingt, ist es auch nicht weiter bemerkenswert. Ist der gemeine Kegelclub etwa weniger Ort des Grauens?

    Und was die jüngeren angeht, nun, natürlich sind sie aggressiver, weil jünger. Daß sie dabei kiffen, naja, macht die Sache doch jedenfalls in der Hinsicht nicht schlimmer.

    • Alarmismus? Naja, davon abgesehen, daß der Artikel sehr komisch ist, war der Grund für denselben doch eher das – sehr berechtigte – Genervt- und Angewidertsein angesichts solchen Verhaltens an einem Gedenktag. Irgendwann kommen diese überflüssigen Gestalten noch auf Beerdigungen von ihnen nicht genehmen Leuten dahergetrommelt.

      • Ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen, daß das im Mittelpunkt stand. Und darüber hätte man viel schreiben können. Kositzas Text endete doch mit dem weiblichen Führungsanspruch in der Fankurve, sozusagen, und beschwor die Gefahren des Cheerleadertums für allzu leicht verführte Männer: „Ja, ich weiß, daß das falsch war, aber meine Freundin hat mich angefeuert.“

        Trommeln ist Vernunftunterdrückung. Und die mag nicht überall angbracht sein. Insbesondere auch bei einem Gedenken nicht. Darüber kann man leicht eine Seite vollschreiben.

  • Bei Männern würde so etwas „Aufmarsch“ heißen und an finstere Zeiten gemahnen. An Zeiten, die wir nie wieder haben möchten. Vielleicht vermissen sie aber auch nur die Fanfarenzüge der Freien Deutschen Jugend und das Trommeln und Trillern ist mehr ein Hilferuf nach einem starken Führer, der gerne auch Führerin sein darf.

  • Ich denke, das Getrommel ist doch nur ein versteckter Schrei nach Liebe 😆

  • Mir scheint, der einfache Hintergrund ist die Szene der trommelnden Kattrin am Ende von Brechts „Mutter Courage“. Das ist der Mythos, den wohl viele der trommelnden Frauen bewusst oder unbewusst nachspielen.

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