Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Im Oktober 2006 veröffentlichte die Jüdische Zeitung einen Artikel über die linksextreme Fraktion der sogenannten Antideutschen:

Sie sind auf allen Pro-Israel-Kundgebungen, sie waren da, als der iranische Präsident Ahmadinedschad angeblich das WM-Spiel Iran-Mexiko besuchen sollte und es doch nicht tat, sie passen immer gut auf – auf Israel, aber in Deutschland.

Dass diese Israelfreunde ihr buchstäblich nicht ganz koscher erschienen, machte die Autorin Valeria von Machlevski bereits im Titel deutlich:

Bessere Israelis oder falsche Freunde?

Nicht nur wegen der Doppelbödigkeit ihres Engagements für Israel, das eine abhängige Variable ihrer „eigenen Identitätspolitik“ zu sein scheint, sondern auch und vor allem wegen des höchst eigenartigen Gebarens dieser Leute:

Sie sind kaum greifbar, meiden mehrheitlich die Öffentlichkeit, fühlen sich unverstanden, haben keine Namen. (…) Selbst Justus Wertmüller, Herausgeber des seit 1992 dreimal jährlich erscheinenden Magazins «Bahamas – Berliner Zeitung für das antideutsche Spektrum», kann das eigene Anliegen nicht in kurze Worte fassen. (…)Vorwürfe von extremem Rassismus redet Justus Wertmüller herunter, er redet viel, redet ohne Pause, redet, als müsse er sich ins Recht reden. (…)

Aufgrund des Libanon-Konfliktes habe man plötzlich wieder viel Beachtung, Justus Wertmüller nervt das. Warum, wenn er doch die Welt ändern will? Doch die Antideutschen suchen die Öffentlichkeit nicht. Sie sind bundesweit nicht fest organisiert, lediglich verbunden in Gesinnung. Die Auflage des Bahamas-Magazins ist klein … . Die Antideutschen ändern die Welt lieber aus dem Hintergrund heraus. Sie publizieren in «Konkret», in «Jungle World», oder «T-34», … . Impressi sind zuweilen nicht leicht zu finden, Kontakt-Emails unverbindlich allgemein und Gesichter selten. Justus Wertmüller ist einer der wenigen, der sich äußert, auch nur am Telefon, eigentlich spricht auch er nicht mit Zeitungen. Wie man dazu kommt, sich ziemlich verbissen einem Kampf zu verschreiben, bei dem einen die halbe Welt für verrückt hält, was die Antideutschen persönlich treibt, alle Energie in ihren ungebetenen Kampf für Israel … zu stecken, darüber halten sie sich bedeckt.

Man kann diesem Verhalten, wenn man durchaus will, eine so harmlose Deutung geben wie die Jüdische Zeitung:

 „Für das antideutsche Sektenbewusstsein scheint der eigene Bauchnabel die Welt“, sagt Autor Robert Kurz. (…) „… sie wollen gar nicht … auf die Gesellschaft einwirken, sondern in ziemlich deutscher Manier nur 150-prozentige Anhänger sammeln und sich als heroische, einsame Instanz imaginieren.

Harmlose Spinner? Das scheint mir doch ein wenig zu menschenfreundlich gedacht. Zu oft bin ich in den vergangenen Jahren bei Leuten, die keine Linksextremisten sein wollen, sondern zum Beispiel als Liberale, CSU-Mitglieder oder Islamkritiker firmieren, auf einen ganz bestimmten Argumentationsstil gestoßen, der auf einen gemeinsamen Hintergrund hinweist:

Dazu gehört, dass diese scheinbar unverdächtigen Zeitgenossen patriotische Positionen als rechtsextrem diffamieren und dabei entweder überhaupt keine Argumente verwenden oder spitzfindige Scheinargumente der Sorte, wie sie bei innermarxistischen Fraktionskämpfen üblich sind und eine entsprechende Sozialisation verraten; dazu gehören ausgesprochen primitive Beschimpfungen der Betroffenen; und dazu gehört ein militant deutschfeindlicher Ton. Insbesondere bei PI, aber durchaus nicht nur dort, tummelt sich diese Art von Kommentatoren.

Seit Anfang August ein Artikel in der Jungle World erschien, der, obschon etwas vornehmer im Ton, die diffamierende Absicht kaum verbarg und sich gegen PI, die Korrektheiten und As der Schwerter richtete, die zusammen als eine Art Achse des Bösen gezeichnet wurden, bekamen mehrere Menschen, die mit mir in Verbindung stehen, E-Mails, in denen ich zum Teil auf der Basis glatter Lügen als angeblicher Rechtsextremist angeschwärzt und die Adressaten aufgefordert wurden, sich von mir zu distanzieren. Im Falle Bat Ye’ors hatte diese Taktik der Verleumdung aus dem Hinterhalt sogar Erfolg, und hier ließ sich auch nachvollziehen, dass diese Kampagne über mehrere Stationen lief, sodass die Primärurheber praktisch nicht zu identifizieren sind. Rechnet man alle bekannten Faktoren zusammen, ist es freilich unabweisbar, sie im antideutschen Spektrum zu vermuten.

Bisweilen allerdings fühlen sich die U-Boote zum Auftauchen genötigt und legen dann ebenso aufschlussreiche wie unfreiwillige Selbstzeugnisse ab. So geschehen im Kommentarstrang meiner israelischen Bloggerkollegin Ruth, die seit Jahren auf die Korrektheiten verlinkt und in einem Artikel die Marktwirtschaft gegen meine Konservative Kapitalismuskritik in Schutz genommen hatte. Ein Teil der darauf sich entspinnenden Debatte bezog sich aufs Thema und ist ebenso wie der ursprüngliche Artikel durchaus lesenswert (hier klicken).

An dieser Stelle geht es mir allerdings darum, nur den Teil der Kommentare zu dokumentieren, bei denen Antideutsche eine Rolle spielten; ich halte diese „Debatte“ für ausgesprochen lehrreich und und habe selbst dort einiges geschrieben, was auch für die Leser meines Blogs von Interesse sein dürfte. Vor allem aber die Kommentare der Antideutschen sind ein Lehrstück, wie linke – und hier speziell antideutsche – Ideologie ihre Anhänger (auch Menschen, die persönlich durchaus nicht dumm sind) in ein Gedankenkorsett von unfassbarer Primitivität zwingt, und sie nötigt, sich in aller Öffentlichkeit als hysterische Affen zu präsentieren – und diese Selbsterniedrigung nicht einmal zu bemerken. Daher stelle ich sie hier ein. (Kommentare bzw. Kommentarteile, die in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen, sind dabei weggelassen, die entsprechenden Stellen durch Auslassungen „(…)“  kenntlich gemacht):

  1. Mr. Moe, am Februar 2, 2012 um 8:00 am sagte:
    Blut-und-Boden-Manni ist, mit Verlaub, nicht konservativ. Der verbreitet dunkelbraunen Dreck, sonst nichts. Dass so jemand hier immer noch verlinkt ist, ist ein Armutszeugnis.
  2. Mr. Moe,

    tatsaechlich gehen mir Texte von und bei Manfred immer wieder an die Schmerzgrenze. Soweit meine Zeit es zuleasst, reagiere ich in Kommentaren oder Mails.
    Beschimpfungen statt Argumenten finde ich jedoch keine passende Reaktion.
    Wenn das ein Armutszeugnis ist, verzichte ich auf Reichtum.

  3. Mr. Moe, am Februar 2, 2012 um 9:21 pm sagte:

    Schwache Antwort. Erstens beschimpfe ich nicht, sondern stelle fest. Zweitens, wenn Manfred lediglich “immer wieder an [Deine] Schmerzgrenze” geht, dann ist Dir wohl leider nicht zu helfen.
  4. Ein Armutszeugnis ist, wenn Mr. Moe, an dessen Intelligenz kein Zweifel besteht, sich offenbar außerstande sieht, meine Thesen mit Argumenten zu kritisieren, wie es überhaupt für deutsche Linke, einschließlich des antideutschen Spektrums, charakteristisch ist, die Rechte niemals mit Argumenten anzugreifen, sondern stets mit Verdächtigungen, Beleidigungen und Verunglimpfungen. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass es um die Überzeugungskraft denkbarer Argumente nicht allzu gut bestellt sein kann. Dass Mr. Moe dies genausowenig zugibt wie seine Genossen, sondern sich in Diffamierungen flüchtet, lässt Rückschlüsse auf seinen (und ihren) Charakter zu.

    Ruth, dass meine Texte bisweilen an Deine Schmerzgrenze gehen, kann ich mir vorstellen, und es tut mir auch aufrichtig leid. Du weißt aber, dass ich solche Texte nicht aus Spaß schreibe, sondern weil die Wirklichkeit, soweit ich sie erkennen kann, und die nun wiederum meine Schmerzgrenze bei weitem überschreitet, mir keine andere Wahl lässt. Ich wäre glücklich, wenn die Wirklichkeit eine andere wäre und mir mehr Anlass zum Optimismus gäbe.

    (…)

 

  1. gegenkritik, am Februar 2, 2012 um 10:29 pm sagte:
    Der braune Manni, der sich für Gaddafi stark machte und sein deutsches Volk arisch-reinrassig bewahren möchte, freut sich übrigens auch darüber, wenn die israelische Fahne in den Dreck geworfen wird:

    http://korrektheiten.com/2011/04/05/linke-unter-sich/

    Ernsthaft: Diese völkische Dumpfbacke zu verlinken, ist ein Armutszeugnis.

  2. Danke, dass Du meine obigen Aussagen über die Linke so eindrucksvoll bestätigt hast, und danke auch für den Link. Da ihm nicht jeder folgen wird und es womöglich Einfaltspinsel gibt, die nicht wissen, dass Linke lügen, wenn sie den Mund aufmachen, erlaube ich mir, die einschlägigen Passagen aus dem Artikel zu zitieren. Du behauptest also, ich hätte mich darüber gefreut, dass die israelische Fahne in den Dreck gezogen wurde? Wie Jeder nachlesen kann, habe ich mich über etwas ganz anderes gefreut:

    Wie der antideutsche Blogger Liza unter dem idiotischen Titel “Volksgemeinschaft gegen Rechts” berichtet, sind während der gewalttätigen linken Demonstration gegen den Trauermarsch von Dresden im Februar auch einige seiner antideutschen Gesinnungsgenossen von ihren antifaschistischen Verbündeten verprügelt worden (…) [weil sie nämlich eine israelische Fahne mit sich führten und damit die Dogmen des linken Mainstreams herausforderten]

    Es liegt in der Natur der Sache, dass einem Antideutschen dazu nichts Besseres einfällt als die alberne Denunziation, dieser Mob habe eben aus “Antisemiten” bestanden, und mal eben zu vergessen, dass das Ergebnisdasselbe gewesen wäre, wenn sich jemand als Freund der Kernenergie, als Islamkritiker oder als Anhänger der Marktwirtschaft geoutet hätte; so zu tun, als wüsste man nicht, dass jede Abweichung von dem dumpfen Dogmensystem in den Spatzenhirnen des Schwarzen Blocks von diesem mit Gewalt beantwortet wird.

    Tja, Liza, so geht einem das das halt, wenn man sich dem Mob einlässt.

    So geht es einem, wenn man gemeinsam mit dem Mob nicht etwa gegen den “Faschismus” demonstriert (was immer das sein mag), sonderndagegen, dass die als “Faschisten” Denunzierten so etwas wie Bürgerrechte haben sollen.

    So geht es einem, wenn man propagiert, dass es Bürger mit und solche ohne Grundrechte geben soll.

    So geht es einem, wenn man glaubt, Gewalt gegen Andersdenkende sei ein legitimes Mittel der Politik, solange es nur “die Richtigen” trifft; und damit in Kauf nimmt, dass über die Frage, wer “die Richtigen” sind, diejenigenentscheiden, die die größte Gewaltbereitschaft mitbringen.

    Wer das tut, sollte sich nicht wundern und darf sich nicht beschweren, wenn er plötzlich selber der “Richtige” ist, der vom roten Mob gelyncht wird. Irgendwann, Liza, trifft es einen unweigerlich selbst; und dass das jetzt schon der Fall war, kann ich nur als pädagogisch wertvoll ansehen.

    Danke, Liza! You made my day!

  3. gegenkritik, am Februar 3, 2012 um 12:17 am sagte:

    @Beer7

    Blut-und-Boden-Manni hat seine Freude darüber, daß Freunde Israels niedergeschlagen und die israelische Fahne in den Dreck geworfen wurde, noch einmal ausführlich dargelegt. Daß dieser Halbnazi ein schlechter Bündnispartner ist, dürfte damit offenkundig sein.

  4. Sag mal, bist Du eigentlich wirklich so unfassbar blöde, oder machst Du Dich nur deshalb zum Hanswurst, damit die Leser hier etwas zu lachen haben?
  5. Mr. Moe, am Februar 3, 2012 um 8:03 am sagte:

    @Ruth:

    Ein letzter Versuch, aber nur, weil Du’s bist. Lediglich ein neueres Beispiel (mir ist die Zeit zu schade, z.B. die Texte herauszusuchen, in denen Manfred Polen eine (Mit-)Schuld am Zweiten Weltkrieg zuspricht.):

    http://korrektheiten.com/2012/01/31/pfarrer-kauder-martin-machowecz-und-der-katholik-holger-apfel/

    Da wird ein führender deutscher Nazis als “Nazi” – in Anführungszeichen – bezeichnet. Urteile selbst, ob Du den Bundesvorsitzenden der NPD, der sich wie folgt über Juden und Israel äußert:

    http://www.stern.de/politik/deutschland/eklat-in-sachsen-npd-fraktionschef-apfel-fliegt-aus-landtagssitzung-1574795.html

    als Nazi oder – wie Manfred offenbar – als “Nazi” ansiehst.

    Für was Manfred steht, ist offensichtlich, da macht er keinen Hehl draus. Ich jedenfalls werde keine weitere Zeit mehr damit verbringen, Dich darauf hinzuweisen. Wenn das lediglich an Deine “Schmerzgrenze” reicht, dann ist Dir nicht mehr zu helfen. Jeder wählt sich seine Freunde selbst.

  6. Mr. Moe,

    ich weiss es zu schaetzen, dass Du fuer mich noch einmal Deine Position verdeutlichst. Als Argumente gegen Manfred kann ich das jedoch nicht akzeptieren.

    Der Text wurde zwar automatisch auch auf Manfreds Blog veroeffentlicht, er stammt aber von Ellen Kositza und der Sezession.

    Meiner Meinung nach kann kein Zweifel daran bestehen, dass Holger Apfel Nazi ist, ganz ohne Anfuehrungszeichen. Aber Anfuehrungszeichen in einem nicht selbst verfassten Text, der automatisch uebernommen wird, reichen nicht aus, dass ich mich von jemandem distanziere.

    (…)
  7. @ Mr. Moe:

    Was mich an Euch Antideutschen und sonstigen Linken immer wieder fasziniert, ist die völlige Abwesenheit jeglicher Angst vor der Blamage. Im vorliegenden Zusammenhang einen Satz niederzuschreiben wie

    Für was Manfred steht, ist offensichtlich, da macht er keinen Hehl draus

    und damit in aller Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, man sei selber entweder mit dem Charakter eines berufsmäßigen Falschspielers oder dem IQ einer Salatgurke geschlagen, kann nur jemandem einfallen, dem buchstäblich überhaupt nichts peinlich ist.

    @ Ruth:

    Es ist zutreffend, dass jeder Artikel auf sezession.de automatisch auch auf den Korrektheiten verlinkt wird. Ich möchte aber doch klarstellen, dass ich jedes Wort, das Ellen Kositza hier geschrieben hat, unterschreibe. Es geht nicht darum, ob Holger Apfel ein Nazi ist oder nicht, und das interessiert mich auch nicht; ich weise allerdings darauf hin, dass Nazis, die zugleich bekennende Katholiken sind, doch sehr unorthodoxe Nazis sind, findest Du nicht? Im Neonazimilieu gilt dergleichen durchaus als anrüchig; praktizierender Katholik zu sein ist nichts, womit man sich dort Freunde macht.

    Die Anführungszeichen sind aber nicht nur relativierende, sondern auch zitierende Anführungszeichen und beziehen sich darauf, dass das Wort “Nazi” längst zum pejorativen Totschlagwort gegen alles und Jeden geworden ist, der den Linken nicht in den Kram passt – wofür Mr.Moe und Gegenkritik hier ja eindrucksvolle Beipiele geliefert haben -, bestenfalls zufällig mal jemanden trifft, der das wirklich ist, aber selbst dann nicht die Hysterie rechtfertigt, mit der diesen Leuten nachgestellt wird, und die praktisch auf ihren Ausschluss aus der Gesellschaft hinausläuft – dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren, ihre Bankkonten gekündigt werden, ihnen die Mitgliedschaft in Sportvereinen untersagt wird und sie aus der Kirche geworfen werden (in der evangelischen Kirche wird dies tatsächlich bereits praktiziert, und wahrscheinlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ihnen auch die Benutzung von Badeanstalten, Parkbänken und öffentlichen Verkehrsmitteln untersagt wird).

    Es geht darum, dass die Mitgliedschaft in einer verfassungsfeindlichen Organisation allenfalls den Staat etwas angeht, weil dieser – im Gegensatz zu Privaten – der rechtlichen Kontrolle unterworfen ist, sofern er Rechtsfolgen daran knüpfen will. Die Kirche – noch dazu eine Kirche, die sich nicht einmal darum schert, dass es in ihren Reihen von Häretikern im Bischofsornat nur so wimmelt, die sich also nicht einmal um die Art von Abweichung kümmert, um die sie sich von Rechts wegen kümmern darf und auch sollte – die Kirche also geht es überhaupt nichts an, genausowenig, wie es Sportvereine, Banken, Zeitungsvertriebe, Hotels etc. angeht.

    Ich habe in meinem Blog weiß Gott bis zum Erbrechen durchgekaut, dass und warum eine Gesellschaft, in der das Private politisch ist, und das Religiöse politisch ist, und das Sportliche politisch ist, und das Wirtschaftliche politisch ist, in der es also keine politikfreie Zone mehr gibt und in der die Hexenjagd als Bürgertugend gilt, das genaue Gegenteil einer freien Gesellschaft ist, nämlich eine Gesellschaft der panischen Konformisten. Und dies gerade dann, wenn die totalitäre Durchseuchung nicht vom Staat ausgeht und damit wenigstens einem Minimum an rechtlicher Kontrolle unterliegt (wie schwach dieser Schutz in der real existierenden BRD auch immer sein mag), sondern vom mobartigen Zusammenwirken Privater, die einem linken McCarthyismus huldigen.

    Wir leben in einer Gesellschaft, in der man sich bereits durch das Beharren auf selbstverständlichen liberalen und rechtsstaatlichen Standards in den Verdacht bringt, ein “Nazi” zu sein (siehe die obigen Kommentare), ohne dass noch irgendeinem auffiele, was für eine paranoide und perverse Weltanschauung jemand haben muss, dem die Absurdität einer solch orwellschen Begriffsverwirrung nicht auffällt. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich daran gewöhnt hat, dass die Bürgerrechte eines Teils ihrer Bürger nur auf geduldigem Papier stehen. In einer solchen Gesellschaft hat in Wirklichkeit niemand irgendwelche Bürgerrechte, weil Rechte, die von der Gnade des Mobs abhängen, keine sind.

    (Dass Antideutsche diesen logischen Zusammenhang nicht einmal dann erkennen, wenn sie selbst von ihren eigenen linken Genossen verprügelt werden, und zwar aufgrund desselben totalitären Politikverständnisses, dem sie selber anhängen, ist an sich zum Totlachen, gehört aber zu den Konstanten linker Mentalität. Ein Liza, der darüber jammert, dass Antideutsche von Antifas verprügelt werden, offenbart genau dieselbe Mentalität wie sowjetische Trotzkisten, die es völlig in Ordnung fanden, dass “Konterrevolutionäre” erschossen wurden; als aber sie selber die “Konterrevolutionäre” waren, die erschossen wurden, fanden sie, so gehe es aber nicht.)

    (…)

  8. Manfred,

    wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, dann ist Frau Apfel praktizierende Katholikin und wie in so vielen Familien zieht sie die Kinder und den Mann mit. Ob Frau Apfel alle Ansichten ihres Mannes teilt, erschliesst sich aus dem Text nicht, wird aber anscheinend stillschweigend vorausgesetzt.

    (…)

  9. Ob Frau Apfel alle Ansichten ihres Mannes teilt, erschliesst sich aus dem Text nicht, wird aber anscheinend stillschweigend vorausgesetzt.

    Das ist durchaus möglich, interessiert mich aber aus den genannten Gründen nicht.

     

  10. (…)
    Mr. Moe und Gegenkritik: “Blut-und-Boden-Manni” “Dreck”, “braun” etc. sind beleidigend. Ueberhaupt sind alle Nazi-Assoziationen schon derart missbraucht, dass sie eigentlich in den Giftschrank der Apotheke gehoeren und nur in absoluten Notfaellen und sorgfaeltig abgewogen und erklaert verwendet werden sollten. Diese Inflation findet uebrigens auch in Israel statt, wo sich verschiedene, juedische Fraktionen als Nazis, Kapos usw. beschimpfen.

    Meines Wisssens hat es in Israel damit angefangen, dass ein Agent Provocateur des Innengeheimdienstes, Rabin in SS-Uniform darstellte. Als Rabin ermordert wurde, wurde dann die Hexenjagd auf Gegner seiner Politik eroeffnet, wobei genau dieses Photo den Beweis liefern sollte.

    Manfred, ich weiss Deinen klaren und manchmal polemisch zuspitzenden Stil zu schaetzen. Trotzdem wuerde ich Dich gern bitten, ein bisschen zu zuegeln. Beispiel: “Linke lügen, wenn sie den Mund aufmachen” Es geht sicher auch etwas diplomatischer, oder?

  11. Mr. Moe, am Februar 7, 2012 um 10:15 am sagte:

    @Ruth:

    Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts mehr schreiben, aber da ich von Dir direkt angesprochen werde und mir der Punkt wichtig ist, erlaube ich mir noch eine Anmerkung: Manfred und ich haben keine von Dir beschworene “gemeinsame Basis”. Es geht nicht um Umgangsformen, schon gar nicht um “polemisch zuspitzenden Stil” oder “diplomatische” Formulierungen. Es geht, mir jedenfalls, um Inhalte. Und der Verweis auf eine vermeintliche “gemeinsame Basis” mit Manfred weist darauf hin, dass Du wahlweise Manfreds oder meine Texte missverstehst.

    (Ich könnte übrigens auch noch fragen, warum mir und Gegenkritik Beleidigungen – die ich im Übrigen als rein faktizierende Aussagen ansehe, die ich hiermit wiederhole und bekräftige – vorgeworfen werden, während Manfreds Rundumschläge unkommentiert bleiben (“unfassbar blöde, “Hanswurst”, “IQ einer Salatgurke”, etc. pp.).

  12. Mr. Moe,

    nun, wenn Du keine gemeinsame Basis siehst, dann hat es natuerlich wenig Sinn. Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Textverstaendnis gut genug ist und weder Deine noch Manfreds Texte meine Fassungsvermoegen uebersteigen. Bist Du sicher, dass Du nicht vorschnell auf Reizwoerter oder Muster reagierst und Deinerseits sorgfaeltig liest?

    Zu meinem doppelten Masstab: Manfred hat reagiert, Du hast agiert. Manfred begruendet seine polemischen Aussagen, waehrend Du immer noch der Meinung zu sein scheinst, dass Deine “faktizierende Aussagen” von eigentlich von Jedem eingesehen werden muessen. Diejenigen, die es nicht einsehen, sind dann entweder dumm (geistig arm) oder boeswillig. Im uebrigen hast Du ja auch mich angegriffen.

  13. (…)
    [Dem Kommentator CK, der sich in einem anderen Zusammenhang geäußert hatte,  empfahl ich]

    (Antideutsche aufgepasst: Der Zeichner Hergé, von dem diese Sequenz stammt, hat während des Krieges mit den Achsenmächten sympathisiert. Dass ich ihn zitiere, ist zweifellos ein schlagender Beweis für die faschistische Verworfenheit meiner Gesinnung. Ich erwähne dies nur, weil ich mich als guter Christ moralisch verpflichtet fühle, die Hungernden zu speisen, die Trauernden zu trösten, die Nackten zu kleiden und insbesondere die ohne Hemd und Hosen dastehenden Antideutschen mit Argumenten zu versorgen.)

    @ Ruth:

    „Linke lügen, wenn sie den Mund aufmachen“ Es geht sicher auch etwas diplomatischer, oder?

    Nun, gewiss handelt es sich um ein Pauschalurteil in dem Sinne, dass es auch Ausnahmen gibt, aber die Äußerungen von Mr. Moe und Gegenkritik in diesem Kommentarstrang gehören sicherlich nicht zu den Ausnahmen. Ganz allgemein stehe ich aber zu der Aussage, dass man eine hohe Trefferquote erzielen wird, wenn man generell von der Erwartung ausgeht, dass Linke, die sich über Rechte äußern, dabei zu unredlichen und unlauteren rhetorischen Mitteln greifen werden – wenn Dir das Wort “Lüge” nun einmal nicht diplomatisch genug ist.

    Die Aussage bedarf aber noch in anderer Hinsicht der Präzisierung: Es gibt nämlich einen signifikanten Unterschied zwischen der Rhetorik “normaler” Linker und der von Antideutschen. Normale Linke, die die Nazikeule auspacken, benutzen dabei Worte, die Differenzierung vortäuschen sollen, also zum Beispiel “faschistoid” statt “faschistisch”, “rechtspopulistisch” statt “rechtsradikal” usw., oder sie fingieren Präzision, indem sie Begriffe wie “rassistisch” oder “homophob” verwenden, und wenn sie merken, dass ihre Terminologie allzu haarsträubend ist, erfinden sie neue “Phobien” und “-ismen”, zum Beispiel den “Kulturalismus”, den sie eingeführt haben, als sie merkten, dass man Islamfeindlichkeit nicht sinnvoll “rassistisch” nennen kann. Diese Pseudodifferenzierung verfolgt den doppelten Zweck, einen Rest an Scheinintellektualität zu wahren und zugleich das Tal der Aussätzigen –http://korrektheiten.com/2010/10/26/das-tal-der-aussatzigen/ – auszuweiten, also immer mehr politische Positionen im Nirwana des Unsagbaren verschwinden zu lassen. Das Risiko, das sie dabei eingehen, ist, dass sie womöglich zur Diskussion genötigt werden, wenn sie nicht aufpassen oder ihnen die Kontrolle über den “öffentlichen Diskurs” entgleitet, wie im Fall Sarrazin geschehen.

    Die Antideutschen umgehen dieses Risiko, indem sie den Holzhammer auspacken und jeden Patrioten von vornherein als “Nazi” abstempeln. Ist doch klar: Ein “Rechtspopulist” kann womöglich verlangen, gehört zu werden, ein “Nazi” ist der absolute Feind. Mit “Nazis” diskutiert man nicht.

    Es gibt das Spiel “Schwarzer Adolf”, bei dem man dem jeweiligen politischen Gegner den Schwarzen Peter namens Hitler zusteckt, überall in der westlichen Welt, offenbar auch in Israel. Der Schwarze Adolf gehört zum politischen Kleinkaliber, das meist willkürlich und eklektisch mal hierhin, mal dorthin geschossen wird. Eine andere Qualität hat es, wenn das Spiel systematisch und kampagnenartig nach dem Muster “Aliquid semper haeret” gegen ganz bestimmte Gruppen und Einzelpersonen gespielt wird. Es zielt nicht auf den kleinen taktischen Vorteil ab, sondern darauf, die Betroffenen aus der Gesellschaft auszugrenzen, damit niemand es wagt, ihre Argumente zur Kenntnis zu nehmen. Eine darauf gerichtete Strategie, egal ob sie in der allgemein linken oder in der antideutschen Variante verfolgt wird, ist nur für solche politischen Gruppierungen sinnvoll, die wissen, dass sie in offener Feldschlacht unterliegen würden, weil ihre Argumente schlecht sind bzw. sie es sich nicht leisten können, zur Offenlegung ihrer Ziele gezwungen zu werden. Sie ist also für Lügner und Verbrecher, und nur für sie, eine Option.

    Wenn Du nun einschlägige Äußerungen verschiedener Leute, deren Weltbild erkennbar von den Ideologemen der antideutschen Szene geprägt ist (um das mal diplomatisch zu formulieren), nebeneinander legst, also zum Beispiel die obigen Kommentare mit einem Text von Bernd Dahlenburg, den ich vor einigen Jahren kritisert habe – http://korrektheiten.com/2009/03/15/linker-mccarthyismus/ -, oder Kommentare Anderer aus derselben Ecke (“PI ist ein Naziladen”), die ich jetzt keine Lust habe nachzugugeln, dann erkennst Du ungeachtet der angeblich verschiedenen politischen Standorte dieser Leute die frappierende Gleichförmigkeit der rhetorischen Muster: die Nazikeule, die Tatsache, dass sie sich selbst auf Nachfrage niemals darauf einlassen, ihre Behauptungen mit Zitaten zu untermauern, das dogmatische, papageienartige Wiederholen dieser Behauptungen selbst dann, wenn sie offenbar widerlegt sind, die Plumpheit, mit der man versucht, den Angegriffenen lächerlich zu machen (“Blut-und-Boden-Manni”), und der frappierende Mangel an Gespür für die Unglaubwürdigkeit und Peinlichkeit des eigenen Auftretens: Wer einen wie mich allen Ernstes “Dumpfbacke” nennt, anscheinend ohne zu wissen, dass er sich damit in den dringenden Verdacht bringt, selber eine zu sein, ist wohl wirklich eine oder hat zumindest kein Problem damit, diesen Eindruck zu erwecken.

    Wenn wir das alles zusammennehmen: die stereotypen Argumentationsmuster, die wüste Verleumdung Andersdenkender, deren Verketzerung als totalen Feind, der völlige Mangel an Flexibilität der Argumentation und die Bereitschaft, lieber als Idiot dazustehen als nur einen Millimeter von dieser Linie abzuweichen: Wo finden wir dieses rhetorische Muster? Das ist die Rhetorik von Sektenmitgliedern. Es ist genau die Art, wie sich zum Beispiel auch Scientology-Leute äußern, wenn sie über ihre Gegner sprechen.

    Was nun die “gemeinsame Basis” angeht, so gibt es die in der Tat nicht. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten, aber sie sind so geartet, dass sie unweigerlich die schroffste Feindschaft nach sich ziehen: Zwar sind sowohl die Antideutschen als auch ich für Israel, aber aus entgegengesetzten Gründen. Während ich den Zionismus als nationalistische – d.h. am Nationalstaat und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker orientierte – Ideologie und den Staat Israel als deren Verwirklichung ansehe und genau deshalb damit sympathisiere, ist dies ein Aspekt, den die Antideutschen bestenfalls tolerieren. Die antideutsche Ideologie ist im Kern eine antinationaleIdeologie, die außer der Nation auch alle anderen vorgefundenen Bindungen des Menschen als angeblich repressiv ablehnt – völlig konsequent und ohne die üblichen linken Nebelkerzen und Sentimentalitäten aus den Prämissen linker Ideologie abgeleitet. In den Worten eines Ideologen:

    Der antideutsche Kritiker lehnt es aus all diesen Gründen ab, konstruktiv zu sein; er will entschieden das Gegenteil, er zielt auf die Destruktion der tief in Kopf und Gefühl verankerten Fetische von Staat, Geld, Nation und Kultur…

    (Quelle dieses und alle weiteren Zitate: Manfred Dahlmann, antideutsch,http://www.isf-freiburg.org/isf/beitraege/dahlmann-antideutsch.html )

    Das ist genau das, was ich als archimedischen Punkt linker Ideologie identifiziert und in seinen Konsequenzen unter anderem hier beschrieben habe:http://korrektheiten.com/2010/10/16/mein-neues-buch-die-liquidierung-der-zivilisation/

    Dabei gilt die Ablehnung von Volk und Nation nur

    unter pragmatischer Berücksichtigung der historisch bedingten Unterschiede und Machtverschiebungen.

    Insbesondere sollte man sich hüten zu vergessen,

    daß es Unterschiede gibt im Begriff der Nation, aufgrund derer eine gleichrangige Behandlung aller Nationen in der Kritik theoretisch und praktisch völlig fehl am Platze ist.

    Was unter anderem impliziert, dass Nationalismus bei Israelis nur ein bedauerlicher Irrtum ist, den sie schon noch korrigieren werden, wenn die Weltrevolution alle Völker einschließlich des jüdischen obsolet gemacht haben wird, bei Deutschen aber ein Verbrechen, weil deutscher Nationalismus darauf abzielt, eben diese Weltrevolution zu verhindern.

    Man muss dies vor dem Hintergrund der marxistischen Geschichtsauffassung sehen, wonach der Kapitalismus die “objektiv fortschrittliche” Funktion habe, hergebrachte Bindungen (Volk, Familie, Religion, aber auch Staat und jede Form traditioneller Autorität) zu vernichten, weil nur dadurch die Voraussetzung für die freie Assoziation Aller geschaffen werden könne. Die Vernichtung der hergebrachten Bindungen muss und wird nach marxistischer Lehre im Weltmaßstab erfolgen, sofern der Kapitalismus sich frei entfalten kann.

    Nun ist aber etwas Unfahrplanmäßiges dazwischengekommen, nämlich Deutschland, genauer gesagt ein politisch-soziales Paradigma, das Kapitalismus ermöglicht und ihn sogar erfolgreich wirtschaften lässt, zugleich aber hochkonservativ ist, indem es, z.B. in Gestalt der Sozialstaatlichkeit, nationale Solidarität stärkt und nicht schwächt; ein Kapitalismus, der nicht auf der Selbstauflösung des Nationalstaates aufbaut und, gerade weil er nicht imperialistisch ist, auch nicht das Potenzial hat, den ganzen Planeten einzubeziehen, wohl aber der von den angelsächsischen Ländern ausgehenden Globalisierung Einhalt zu gebieten. (Dies ist übrigens auch der Grund dafür, warum es ein Missverständnis ist, mir zu unterstellen, ich wollte den Kapitalismus schlechthin verteufeln; Kapitalismus lässt unterschiedliche Wege offen: einen entgrenzten und entorteten, letztlich destruktiven; und einen in Strukturen eingebundenen. Antideutsche verstehen den Unterschied sehr genau; ob zu denen, die ihn verstehen, auch die Kommentatoren in diesem Kommentarstrang gehören, entzieht sich freilich meiner Kenntnis.) Deutschland stand dem “Fortschritt”, also dem ungehmmten Wuchern der kapitalistischen Globalisierung und zugleich der Auflösung von “Fetischen” wie Nation und Kultur im Weg und ist auch heute noch eine Gefahr dafür: Dieses Projekt Globalisierung ruht politisch auf den beiden Säulen USA und EU, und wenn Deutschland aussteigt, bricht die zweite der beiden Säulen zusammen.

    Vom Standpunkt der marxistischen Geschichtsauffassung ist der “Fortschritt” gerade in seinen destruktiven Aspekten das Heilsnotwendige, gleichsam der normale Gang der Geschichte, der nicht weiter erklärungs- oder gar rechtfertigungsbedürftig ist. Der Widerstand dagegen, das Stehenbleiben oder das Abweichen vom Wege dagegen ist eine aktive Handlung; dies entspricht etwa der Perspektive eines Zugreisenden, aus dessen Sicht derjenige, der am Bahnsteig steht, derjenige ist, der sich bewegt, und zwar in die falsche Richtung. Auf der Basis dieses Axioms ist den Antideutschen denn auch ein Kunststück möglich, das zunächst wie ein typisches linkesdoublethink aussieht: nämlich gleichzeitig zu wissen und nicht zu wissen, dass der “dreißigjährige Krieg gegen Deutschland 1914-1945″ (Churchill) ein Krieg zur Durchsetzung des kapitalistischen Globalismus war, dessen Widersacher eliminiert werden musste; gleichzeitig zu wissen und nicht zu wissen, dass der Nationalsozialismus Ergebnis einer fast 20jährigen Gesellschaftskrise seit 1914 war, die letztlich auf den Versuch zurückging, dieses Land von innen und außen zu zerstören; und demgemäß gleichzeitig zu wissen, dass Deutschland sich dreißig Jahre lang gegen den Versuch seiner Zerstörung gewehrt hat, und dennoch den Nationalsozialismus mitsamt Auschwitz als gleichsam autochthones Ergebnis spezifisch “deutscher Ideologie” darzustellen. In der verkehrten Welt der Marxisten muss jede Abweichung vom a priori vorausgesetzten Heilsweg geradewegs in die Hölle führen, der Nationalsozialismus darf daher auf keinen Fall eine Konsequenz dieses Heilswegs bzw. des durch ihn selbst induzierten Widerstandes sein, nicht einmal unter anderem.

    Womit wir wieder bei den Gemeinsamkeiten und damit einer delikaten Pointe wären: Es hat seinen Grund, warum die Antideutschen mir gerade meinen Geschichtsrevisionismus übelnehmen, also mein Bestreiten der deutschen Schuld am Ersten und der deutschen Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg. Sie lehnen das nicht, wie andere Linke, deswegen ab, weil sie es für unwahr halten, sondern weil sie im Gegensatz zu anderen Linken genau wissen, dass es die Wahrheit ist! Sie wissen, dass der Kern dieses dreißigjährigen Konflikts die Selbstverteidigung Deutschlands war, und sehen genau darin, nämlich das es sich verteidigt hat, statt sich vom “Fortschritt” überrollen zu lassen, das “Unrecht” und die “Schuld”.

    Die neurotische Vorstellung, dass die Abweichung vom Heilsweg in die Hölle führt, ist übrigens die ideologische Rechtfertigung dafür, warum sie mich einen “Nazi” nennen: weil aus ihrer Sicht Jeder, der vom Heilsweg abweicht oder eine solche Abweichung propagiert, ein “Nazi” ist, nur eben der eine mehr und der andere weniger. Aber einDeutscher, noch dazu einer, der ihren ganzen Heilsweg verwirft, und dies nicht nur theoretisch, sondern mit der Verteidigung des Volkes, des Nationalstaates, des Christentums, der Familie und der historischen Wahrheit höchst praktisch und an allen Fronten, der ist ganz bestimmt einer. Mit irgendeiner herkömmlichen Definition von “Nazi” hat das nichts zu tun, sie spekulieren höchtens darauf, dass es von Naivlingen so verstanden wird. Der “Nazi” in der Definition der Antideutschen ist vielmehr das, zu was jede utopistisch-apokalyptische Ideologie, die ihre Wahnideen für das schlechthin “Gute” hält, denjenigen erklärt, der dieses ach so Gute ablehnt: das absolut Böse, der totale Feind. Er ist der Schatten jeder Ideologie dieser Art.

    Warum aber schießen sie sich ausgerechnet auf mich ein? (Was sich hier in diesem Kommentarstrang abspielt, ist ja nur ein Teil einer ganzen Reihe von Bemühungen, die alle aus dieser Ecke kommen, mich zu diffamieren und zu isolieren. Nur versuchen sie es diesmal auf einem Schlachtfeld, wo sie hätten wissen müssen, dass sie mir dort ins offene Messer laufen. Einer Bat Ye’or, die kein Deutsch kann, kann man vielleicht etwas vom Pferd erzählen. Aber nicht Ruth.) Warum haben sie sich unter allen Rechten ausgerechnet einen der wenigen ausgesucht, die für Israel sind?

    Nun, zum einen vermutlich genau deshalb.

    In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und empirisch. Die Haltung diesem Staat gegenüber gibt demnach das entscheidende Kriterium dafür ab, wo genau die Grenzlinie zwischen deutsch [also böse] und antideutsch [also gut] zu ziehen ist.

    Wer so denkt, kann nicht zugeben, dass es keineswegs ein Widerspruch ist, deutscher Patriot (in der Terminologie der Antideutschen also ein “Nazi”) und proisraelisch zu sein; es würde seine ganze Ideologie über den Haufen werfen. Das ist aber nur der eine, ein minderer Punkt.

    Der Hauptgrund ist, und da sind wir wieder bei den Gemeinsamkeiten, dass wir uns über die Natur des Konflikts weitgehend einig sind: nämlich dass sie, in Manfred Dahlmanns dankenswert offenen Worten

    auf die Destruktion

    zielen und dabei mächtige Trends und mächtige Verbündete auf ihrer Seite haben.

    (Die heroische Pose könnten sie sich allerdings sparen:

    Der Antideutsche ist per definitionem im kulturellen und akademischen Betrieb ebensowenig anschlußfähig wie im politischen – worauf er sich keinesfalls etwas einbildet, sondern was er zutiefst bedauert. Aber er besteht darauf, daß Kritik nur dann etwas gilt, wenn sie nichts weiterem verpflichtet ist als der Vernunft. (…) Er ist von Natur aus negativ – was in einer Gesellschaft, die auf positives Denken geeicht ist, kaum auf Gegenliebe stoßen kann.

    Wer so perfekt wie die Antideutschen die Ideologie der globalen Eliten verbreitet und ihre Interessen vertritt, und uns dann erzählen will, er hätte keine großzügigen Sponsoren, muss seine Leser schon sehr verachten.)

    Diesen Leuten, zumindest den helleren Köpfen unter ihnen, ist durchaus klar, dass die Destruktion, die Strukturzersetzung und -auflösung (in ihrer perversen Marxistensprache also der “Fortschritt”) auf vielen Ebenen stattfindet, und dass jede erfolgreiche Destruktion auf der einen Ebene die auf den anderen erleichtert. Weswegen sie auch kein Problem damit haben, sich zum Beipiel ein “liberales” oder “protestantisches” oder sonstwie nichtkommunistisches Mäntelchen überzustreifen. Sie wissen ja, in welchen Kontext das, was sie tun, gehört, während umgekehrt die meisten Rechten sich darüber nicht im Klaren sind und es vorziehen, sich einen Stein des Anstoßes herauszupicken, etwa den Islam oder den Euro, und andere Ebenen zu vernachlässigen. Sie wissen, dass die Völker Europas (und überhaupt alle von ihnen gehassten Strukturen und Gemeinschaften) nur dann eine Überlebenschance haben, wenn sie das globalistische Gesamtprojekt als solches und als Feind identifizieren und bekämpfen. Und weil sie wissen, dass ich das weiß: deswegen haben sie es gerade auf mich abgesehen.

  14. gegenkritik, am Februar 8, 2012 um 5:10 pm sagte:
    @beer7

    Meinethalben brauchst du den braunen Manni nicht zu maßregeln; von einem solchen Meisterdenker der Lüge geziehen zu werden, ist mir keine Beleidigung.
    Ganz anders sieht es mit deiner Behauptung aus, ich hätte mit diesem Kretin politisch auch nur die geringste Schnittmenge – das ist in der Tat herabsetzend.
    Dein Lamento über die Verwendung des Begriffs »Nazi« in der politischen Debatte in Israel mag berechtigt sein (gleichwohl ist es eine innerisraelische Angelegenheit), es ändert indes nichts an der Existenz tatsächlicher Nazis, die so auch zu benennen ein Gebot der Wahrheit ist.
    Was du an diesem Dorftrottel als »polemische Zuspitzung« wertschätzt, ist das übliche illiterate Gestammel aus der braunen Ecke: Sinistre Kräfte betrieben zwecks Durchsetzung ihres kapitalistischen Masterplans Deutschland Zersetzung, förderten Entwurzelung und »Rassendurchmischung«, wogegen die dergestalt Angegriffenen sich nicht anders als durch Auschwitz zu helfen gewusst hätten, was von Manni wahlweise als in Details etwas übertriebene Reaktion dargestellt oder, analog zur deutschen Kriegsschuld, wohl gleich ganz geleugnet wird (er verweist ja, siehe fruehstueckslektueres Hinweis, auch fröhlich auf offene Holocaustleugner wie diesen hxxp://schwertasblog.wordpress.com).

    Die Tatsache, daß der antizionistische Mainstream in Deutschland zweifellos ein linker ist, sollte, bei aller berechtigten Verzweiflung, nicht dazu verleiten, sich mit einem Irren einzulassen, der wie jeder ordinäre Nazi überall die Weisen von Zion am Werk sieht:

    »Wer so perfekt wie die Antideutschen die Ideologie der globalen Eliten verbreitet und ihre Interessen vertritt, und uns dann erzählen will, er hätte keine großzügigen Sponsoren, muss seine Leser schon sehr verachten«

    – und der, narzisstischer Antisemit, seine Person über alle Maßen wichtig nimmt und verfolgt wähnt:

    »Und weil sie wissen, dass ich das weiß: deswegen haben sie es gerade auf mich abgesehen.«

    Lass’ diese braune Witzfigur rechts liegen. Er ist kein Freund Israels.

  15. @ obige antideutsche Kommentatorenmischpoke:

    Es ist mein gutes Recht, nur an dem gemessen zu werden, was ich selbst sage, nicht an dem, was meine Kommentatoren schreiben oder was in verlinkten Blogs steht. Aus deren Inhalten auf meine Gesinnung zu schließen ist ebenso absurd und unfair, wie es absurd und unfair wäre, wenn ich Ruth unterstellen würde, sie sei deutschfeindlich, nur weil sie auf antideutsche Blogs verlinkt und antideutsche Kommentatoren zu Wort kommen lässt.

    Das Komischste an Euch ist, dass Euch jedes Empfinden dafür fehlt, wir Ihr wirkt; dass Ihr insbesondere mit jedem Wort, das Ihr schreibt, das Klima von ubiquitärer Lüge, von Meinungsterror und Hexenjagd illustriert, das in Deutschland herrscht; und dass es gegenüber Typen wie Euch nicht erst eine Frage des politischen Kalküls, sondern bereits des Anstands und der Selbstachtung ist, das genaue Gegenteil von dem zu tun, was Ihr fordert.

(…)

Gegenkritik,

Tut mir leid, wenn ich Sie faelschlicherweise ebenfalls als einen Menschen guten Willens eingeschaetzt habe, der in der Lage waere, auch mit Andersdenkenden zu argumentieren.
Nachdem wir das nun geklaert haben, moechte ich Sie bitten, von weiteren Tiraden Abstand zu nehmen.

(…)

27 Antworten auf „Debatte“ mit Antideutschen

  • Sie sind auf ihre Weise schon ein faszinierendes Völkchen, die Antideutschen, zumindest die Intellektuelleren unter ihnen. Und der Treppenwitz ist, daß sie auf ihre Weise kerndeutsch sind. Ich frage mich allerdings, Manfred, ob Du ihnen nicht mehr Schlauheit und ideologische Komplexität zusprichst, als sie tatsächlich besitzen (zumindest auf das oben zitierte Fußvolk wird das kaum zutreffen. Die sind vermutlich tatsächlich so gnadenlos betondumm, wie sie ihre Gegner beschimpfen.)

    >In der Existenz des Staates Israel manifestiert sich der Einspruch gegen den >historisch bewiesenen Vernichtungswahn Deutscher Ideologie praktisch und >empirisch. Die Haltung diesem Staat gegenüber gibt demnach das entscheidende >Kriterium dafür ab, wo genau die Grenzlinie zwischen deutsch [also böse] und >antideutsch [also gut] zu ziehen ist.

    Israel wird also nicht als konkretes Land, als konkrete Kultur, als konkretes Volk (also „patriotisch“) verteidigt (das heißt auch, daß es nicht „geliebt“ wird), sondern als bloße Idee, die nur in Relation zu Deutschland/zum Deutschen/zur „deutschen Ideologie“ besteht und Gültigkeit hat. Solche Bündnisgenossen sollten den Israelis zu Recht verdächtig sein: es sind im Grunde nur identitätsneurotische Deutsche, die nach Kompensationen gieren.

    Mir hat ein Antideutscher meine Kritik der Sakralisierung des „Holocaust“ und ihrer unterschiedlichen Folgen für Juden und Deutsche einmal so ausgelegt: Ich sehe „Juden, die zu einem ‚Shoah-Gott‘ beten, der ihre ‚Kampfschmieden‘ anheize und die Deutschen von innen aushöhle.“ Damit vertrete ich „den alten deutschen Wahn vom Jüdischen, das das Deutsche von innen zersetzt…“

    Ich hatte wohlgemerkt nirgends davon gesprochen, daß „das Jüdische“ die Deutschen (nicht: „das Deutsche“) von innen aushöhle, sondern die Setzung des „Holocaust“ als quasi-sakrales Zentrum einer politisch camouflierten Heilslehre (und im weiteren frei nach Joschka Fischer einer Staatsräson). Es ist bezeichnend, daß diese beiden Dinge für den Antideutschen offenbar identisch sind. Das Lustige ist, daß für die Antideutschen das solchermaßen verstanden Jüdische(resp. Israelische)ja nur deshalb von so großem Interesse ist, eben weil es sie wähnen, daß es „das Deutsche von innen zersetzt“, bzw. wie sie selber sagen, „zerstört“. Ich sehe also „das Jüdische“ keineswegs so generell, pauschal und absolut in der Frontstellung gegen „das Deutsche“ wie sie es selber tun. Aber weil sie das positiv bewerten, ist es „empirische“ Tatsache, wenn ich daselbe negativ bewerte, ist es ein „Wahn“. Israel ist am Ende nur ein Vehikel ihres deutschen Selbsthasses, ihr Israelfanatismus durchaus etwas Sekundäres.

    http://www.scilogs.de/chrono/blog/un-zugeh-ouml-rig/gastautoren/2010-09-01/die-sezession-verteidigt-sich_ein-leserbrief

    • Ich frage mich allerdings, Manfred, ob Du ihnen nicht mehr Schlauheit und ideologische Komplexität zusprichst, als sie tatsächlich besitzen (zumindest auf das oben zitierte Fußvolk wird das kaum zutreffen. Die sind vermutlich tatsächlich so gnadenlos betondumm, wie sie ihre Gegner beschimpfen.)

      Da stimme ich Dir ohne weiteres zu. Ihre Ideologen sind allerdings tatsächlich so komplex, wie man an dem Artikel des zitierten Manfred Dahlmann ablesen kann. Wobei die ideologische Komplexität im Wesentlichen darin besteht, die allgemeinwestliche Geschichtsideologie schnörkellos und mit dem marxistischen Unterfutter, das sie tatsächlich hat, auf den Punkt zu bringen. Deswegen eignet sich deren Ideologie auch so schön als Gegenbild zur eigenen.

      Israel wird also nicht als konkretes Land, als konkrete Kultur, als konkretes Volk (also “patriotisch”) verteidigt (das heißt auch, daß es nicht “geliebt” wird), sondern als bloße Idee, die nur in Relation zu Deutschland/zum Deutschen/zur “deutschen Ideologie” besteht und Gültigkeit hat.

      Man kann den Unterschied daran festmachen, dass ein Mr. Moe nicht versteht, warum Ruth auf meinen Blog verlinkt, während ich nie ein Problem gehabt habe zu verstehen, warum sie außerdem auch auf antideutsche Blogs verlinkt; von einem israelischen Standpunkt ist es naturgemäß wichtig, Sympathisanten in verschiedenen politischen Lagern zu haben – warum sollte sie die Antideutschen vor den Kopf stoßen? Während es diesen wiederum völlig egal ist, dass es für Israel wichtig sein könnte, Sympathien auch auf der Rechten zu haben.

      Das Lustige ist, daß für die Antideutschen das solchermaßen verstanden Jüdische(resp. Israelische)ja nur deshalb von so großem Interesse ist, eben weil es sie wähnen, daß es “das Deutsche von innen zersetzt”, bzw. wie sie selber sagen, “zerstört”. Ich sehe also “das Jüdische” keineswegs so generell, pauschal und absolut in der Frontstellung gegen “das Deutsche” wie sie es selber tun.

      So einen ähnlichen Gedanken hatte ich vor drei Jahren einmal formuliert in meinem Artikel „Viele Arten zu töten“ (dessentwegen ich das erstemal mit diesem Mr.Moe über Kreuz geraten bin:

      Es wäre jedenfalls intelligent, wenn sie diejenigen ihrer Anliegen, die per se nicht verwerflich sind (insbesondere ihre Solidarität mit dem Judentum im Allgemeinen und dem Staat Israel im Besonderen), nicht dadurch kompromittieren würden, dass sie den Eindruck erwecken, es gebe einen notwendigen inneren Zusammenhang zwischen einer projüdischen und einer antideutschen Einstellung, und wer mit dem Judentum sympathisiere, müsse zwangsläufig ein Feind Deutschlands sein. Diese Denkfigur nämlich war und ist die Grundlage von deutschvölkischem Antisemitismus.

  • Es gibt diesen Typus, nicht nur unter Antideutschen, der alles, was er an Gegenargumenten hört, automatisch in seinem Kopf in holzschnittartige Schwarzweißmuster umrechnet, um dann dem Gegner holzschnittartiges Schwarzweißmusterdenken vorzuwerfen und sich darob als ihm überlegen hinzustellen (Manfred sagt: „globalistische Eliten“, Antideutscher macht daraus „die Weisen von Zion“). Das muß wirklich eine hirnstrukturelle Sache sein, eine pure Kapazitäten- und Limitfrage. Da ist alles rationale Argumentieren ausichtslos, rein physiologisch. Diese Leute sind dadurch fast wasserdicht autoimmunisiert, das heißt, ihnen bleibt gnädig die Einsicht erspart, daß in Wirklichkeit sie selber die „Trottel“ sind.

  • Und wenn die „Streetfighters“ kommen, dann rufen sie die Polizei. (Alte Naziweisheit: Wer nicht hören will muß fühlen.)

    Wie soll man Menschen nennen, die nicht einmal das bestehende Richtige, Gute, Schöne erhalten, sondern alles vernichten wollen (für ein postuliertes Traumland danach)? In jüngeren Jahren kann man sie noch naiv oder kindisch nennen. Aber mit zunehmendem Alter sind sie in stetig anwachsendem Maß dumm oder bösartig (s.o.). Und ihre begriffliche Fassade und Maskerade, ihre Betonsprache muß entsprechend verstärkt werden. Wenn jemand ihnen zum Beweis, daß die Erde keine Scheibe ist, einen Raketenflug ins All anbietet, dann plärren sie laut und für alle vernehmbar und mit dem Finger auf den Anbietenden zeigend, „Nazi, Nazi!“ und versuchen die Rakete zu zerstören.

    Als letztes „argumentative Mittel“ kommen dann die hämisch-überlegen scheinen sollenden Beleidigungen. Sie merken nicht, daß sie sich dabei ganz ähnlich peinlich und lächerlich verhalten, wie der schwarze Ritter in der bekannten Szene aus Monty Python’s „Ritter der Kokonsnuss“. Da bleibt dann wie für Ritter Artus nur noch der schulterzuckende, kopfschüttelnde Abgang.

  • „…nicht dadurch kompromittieren würden, dass sie den Eindruck erwecken, es gebe einen notwendigen inneren Zusammenhang zwischen einer projüdischen und einer antideutschen Einstellung, und wer mit dem Judentum sympathisiere, müsse zwangsläufig ein Feind Deutschlands sein. Diese Denkfigur nämlich war und ist die Grundlage von deutschvölkischem Antisemitismus.“

    Exakt, die Antideutschen sind beinah wirklich schon seitenverkehrte „Nazis“, diesmal im Wortsinne. Sie sind aber radikaler als die deutschvölkischen Antisemiten von Anno Schnee, denn die wären schon damit zufrieden gewesen, wenn der Zionismus die Juden nach Palästina oder sonstwohin abgezogen hätte…

  • Im Siegerland gibt es den Ausdruck:

    „Es jepte se von alle Sotte“

    Ich muss gestehen, dass ich, bis vor wenigen Jahren die sog. Antideutschen einfach als Linke einsortiert hätte. Bis ich zum ersten mal auf solche Menschen traf die Israel-Fähnchen schwenkten.

    Nun, so Gruppen wie Israel-freunde sind im Siegerland häufig, hier gibt es viele Freikirchen und bei denen ist der Staat Israel sozusagen eine erfüllte Prophezeiung aus der Bibel, ihr Israel-Freundschaft ist theologisch begründet und nachvollziehbar. In der Fußgängerzone machen sie Werbung für Israel-Reisen und hin und wieder ist auch eine Israelische Folklore-Truppe zugegen die schöne Musik macht.

    Das hatte ich im Hinterkopf als ich zum ersten mal dann auf die Antideutschen traf. Ich muss ehrlich gestehen, als ich mit denen sprach, dachte ich tatsächlich die haben einen gewaltigen Sprung in der Schüssel, die sind schizophren und haben Freigang aus der Psychiatrie.

    Ich habe mir nun den Mailverkehr von Manfred und den Antideutschen durchgelesen. Also sich mit Antideutschen argumentativ so auseinanderzusetzen das ist schon eine Leistung, da müsste ich passen, so ein krankes Denkschema ist Zuviel für mich. Ich bin beruflich in der Messtechnik tätig, ich danke dem lieben Gott inständig dafür. Mich mit einem solchen Denken argumentativ auseinandersetzen zu müssen, ich könnte das nicht.

  • Tja, du brauner ‚Blut & Boden-Manni, da hat dir aber mal einer (Mr. Moe) gezeigt, wo der argumentative Hammer hängt 😆 – gegen diese geistige Kraft bist du halt chancenlos. 😆 😆

  • Ganz eindeutig finden wir diese Zeitgenossen, die Antideutschen, im linksgrünen Milieu. Zu differenzieren gibt es da nichts, denn diese präsentieren sich auch so ganz offen, wie zum Beispiel die Grünen. Mit drei Klicks ist man nicht nur im antideutschen Sunpf, sondern auch in der Gesellschaft aktiver Verfassungsfeinde.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/02/11/das-grune-doppelgesicht/

  • Als erstes riete ich doch diesen Antideutschen mal, konsequenterweise ihre deutschen Pässe loszuwerden. Den Gefallen werden sie uns aber wohl leider nicht tun. Selbst auf die Gefahr hin, heimzuland oder anderwo als Deutsche beschimpft zu werden und links- oder moslemweis verprügelt. Das Teutonenhemd ist ihnen halt doch näher als ein proletarisch-progressiver Lendenschurz im subsaharischen Afrika.

  • Der Hass auf sein Deutschsein äußert sich auch so, wenn ein Grüner offen im Netz erklärt, daß die verbrannten Kinder und Frauen von Dresden Täter waren.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/02/13/grune-meinung-die-verbrannten-bombenopfer-waren-tater/

  • Dahlmann: „die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind.“

    Und sonst? Ich meine, sonst auch verteidigen? Geht das überhaupt in einem Krieg, daß man eine Stellung nur gegen ganz bestimmte Divisionen verteidigt und gegen andere nicht? Was wäre, wenn, nachdem man die Stellung gegen einen Dritten nicht verteidigt hätte, plötzlich wieder der auf der Bildfläche erscheint, gegen den man sie verteidigen wollte?

    Ich meine, es geht nicht. Was Dahlmann also praktisch sagt ist:

    „die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, unbedingt zu verteidigen.“

    Und das heißt nichts anderes als dafür zu sorgen, daß altruistisch gesinnte Menschen systematisch von produktiven Prozessen ferngehalten werden.

    Die Folge davon wird langfristig darin bestehen, das Bedürfnis nach Uneigennützigkeit selbst auszurotten.

  • Ich hielt die Antideutschen bis vor einigen Wochen für abgedrehte Spinner (hatte sie erstmals vor ein paar Jahren im Zusammenhang mit ihrem berüchtigten „Bomber Harris – Do it again!“-Auftritt in Dresden bemerkt). Vor ein paar Wochen habe ich mich noch einmal mit dieser komischen Truppe beschäftigt und bin auf erstaunliche Zusammenhänge gestoßen.

    Die Antideutschen haben ihre Wurzeln in einigen deutschen K-Gruppen, insbesondere im KB-Nord („Arbeiterkampf“), sowie bei den Trotzkisten vom „Sozialistischen Büro“ (SB) in Freiburg. Man muss wohl leider feststellen, dass diese Gruppe trotz der scheinbar bizarren Programmatik viel einflussreicher ist, als man zunächst denkt (oder sich das wünscht). Dem Umfeld der Antideutschen und ihren Vorgängerorganisationen entstammen so prominente Figuren wie Jürgen Trittin, Reiner Trampert, Thomas Ebermann oder Jutta Dithfurth – alles zum Teil ehemalige Bigshots bei den Grünen.

    Etwas weitergehende Recherchen in diesem Sumpf könnten lohnend sein, vor allem wenn man bedenkt, dass Leute aus dieser Ecke in früheren und (Gott bewahre!) zukünftigen Bundes- und Landesregierungen saßen und sitzen. Wenn man die Naivität besitzt zu meinen, die „Staatsschutz“-Organe (Polizei und Staatsanwaltschaften) trügen ihre Dienstbezeichnungen zurecht, so müßte man sich eigentlich wundern, warum bisher keine Ermittlungen wegen Landesverrat eingeleitet wurden (zumal ja konkrete Taten vorliegen (Stichwort „Visaaffäre“), die dadurch in einem „etwas grelleren“ Licht erscheinen).

    Ich habe den Eindruck, die Antideutschen pflegen Organisationsstrukturen, die zu einem Geheimbund passen. Im Zentrum sitzen ideologische Schwergewichte mit nicht unerheblichem publizistischen Einfluss (z.B. „konkret“), die keineswegs als durchgeknallte Dummköpfe betrachtet werden dürfen. Der ideologische Einfluss, den diese Leute ausüben, scheint ziemlich weitreichend zu sein und vergiftet das Denken einer großen Zahl unbedarfter, gutwilliger Helfer.

    Interessant zu lesen: http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/11/09/wie-ich-antideutsch-wurde/ (überhaupt Jürgen Elsässers Auseinandersetzung mit den Antideutschen) und der erstaunlich umfangreiche Wikipedia Eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche.

    • Hildegard Hamm-Brücher, in my humble opinion.

      • Außerdem noch Eusebia Krampfader-Doppelname, Judith Nagelbett-Wadenbeißer und Susanne Sumpfdotterfut-Kropfknacker vermutlich… die Häufigkeit von exquisit nervigen Doppelnamen in der Mischpoke ist schon frappierend.

        • Kleine-Hartlage ist natürlich voll OK! :-) :-)

          • „Kleine-Hartlage“ ist, und zwar als Doppelname, ein alter westfälischer Bauernname, der seit rund 400 Jahren Familienname ist und zuvor ein Hofname war. „Hart“ ist das alte deutsche Wort für „Wald“, und eine „kleine Hartlage“ ein an oder im Wald gelegenes kleines Gehöft. Der Hof existiert übrigens noch; er liegt heute innerhalb der Stadtgrenzen von Bad Iburg.

      • Ich verstehe das nicht ganz … ist Hildegard Hamm-Brücher eine Antideutsche?

        • Nochmal Dahlmanns Definition: “die politischen Vermittlungs- und Repräsentationsformen in Gesellschaft und Staat, die auf der Trennung von freien und gleichen Warenbesitzern einerseits und am Allgemeinwohl orientierten Staatsbürgern andererseits beruht, gegen die zu verteidigen, die diese Teilung zugunsten eines autoritären Volksstaates überwinden wollen, dessen Subjekte von nichts anderem als von seinen Wohlfahrtsleistungen abhängig sind.”

          Sind das Hamm-Brüchers Gedanken und ihre Überzeugung oder nicht?

          Bei ihr muß man ja kein Telepath sein. Sie hat das sehr deutlich ausgesprochen. Zu deutlich fast und nach dem Fall. Riecht nach schlechtem Gewissen und Beteiligung. Mag sein, daß man sie zu Rate zog, um den Ernst der Lage abzuschätzen und sie meinte, die Lage könnte nicht ernster sein.

          • Ehrlich gesagt … ich wußte nicht mal, daß die noch lebt. Will die jetzt etwa den vorläufigen Rekord von Jopi einstellen? Und so mit 105 als FDP-Parteivorsitzende kandidieren?? Oh Gott … ich könnte mir vorstellen … sie will. 😥

  • Irgendwie pflegen die Antideutschen das Doppeldenk in besonderer Weise. Eine zeitlang hielt ich sie mal für relativ vernunftbegabt, da mir die Abspaltung der Jungle World vom DDR-Blatt Junge Welt durchaus sympathisch vorkam. Vielleicht projezieren die Antis ihre verkrampft unterdrückten völkischen Sehnsüchte auf Israel (wo niemand danach fragt!). Manche Menschen empfinden eine Befriedigung darin, ihre Triebe von anderen ausgelebt zu sehen. Aber es bringt nix, sich allzu viele Gedanken zu machen, jede Form des marxistischen Denkens ist wirr und kostet unser Geld.

    • … und langweilt irgendwann zu Tode, sagte schon Spengler.

      Gundula Negerkuß-Backenzahn, Irmhild Schmidt-Frotznudeldrucker, Marion-Chantal Kotzim-Eimer…

  • „Rechnet man alle bekannten Faktoren zusammen, ist es freilich unabweisbar, sie im antideutschen Spektrum zu vermuten.“

    Es könnte sich durchaus auch um Zionisten handeln, die für ihre Hasstiraden bekannt sind und an Deutschen kein gutes Haar lassen. In antideutschen Deutschen finden sie die idealen Verbündeten, um gegen Deutsche zu wettern, die noch für ihr Land eintreten.

  • Mr. Moe, was bist du denn für ein armseliger, zionistischer Hetzer?

    Das gerade war übrigens keine Beschimpfung, sondern eine Feststellung.

  • Was ist denn „gegenkritik“ für ein hirnamputierter Spacken? Unfassbar, wie ungebildet diese Leute sind. Warum spielen diese Idioten nicht ihre Ego-Shooter weiter und müssen ihre grenzenlose Dummheit zur Schau stellen?

    Früher war im landläufigen Verständnis Blut nichts anderes als ein Synonym für Abstammung und Boden gleichbedeutend mit Heimat. Persönlichkeiten wie Martin Buber und Hermann Heller gehörten zu den eifrigsten Propagandisten solcher „Blut-und-Boden“-Lehre. In seinen „Drei Reden über das Judentum“ (1911) beschwor Buber, einer der größten jüdischen Theologen und Philosophen des 20. Jahrhunderts, den „Sphärenreigen der Gemeinschaft des Blutes“ und lehrte, „dass die tiefsten Schichten unseres Wesens vom Blute bestimmt“ seien; gemeinsames Blut aber verlange nach gemeinsamem Boden (Zionismus), Hermann Heller (1891-1933), bedeutendster sozialdemokratischer Staatsrechtler der Weimarer Zeit und jüdischer Abstammung, bekannte sich in seinem wichtigsten Buch („Sozialismus und Nation“, 1925) zu „Blut und Boden“ als „natürlichen Grundlagen der Nation“. Er wollte – wie übrigens auch das SPD-Programm und der Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold – die „wahre Volksgemeinschaft“; Kosmopolitismus aber wünschte er, so wörtlich, „zum Teufel“.

  • Was ist denn “gegenkritik” für ein hirnamputierter Spacken? Unfassbar, wie ungebildet diese Leute sind. Warum spielen diese Idioten nicht ihre Ego-Shooter weiter und müssen ihre grenzenlose Dummheit zur Schau stellen?

    Ego-Shooter sind nicht für hirnamputierte Spacken geeignet, auch wenn Politzombies in ihrer Infantilität behaupten würden. 😉

  • Sehr spannender Artikel!

    Mich jedoch verwundern die „Antideutschen“ und ihre Motive nicht. Nach Lektüre von z.B. Arthur Trebitschs (vorsicht: deutschenfreundlicher Jude!) Aufklärungbuch „Deutscher Geist oder Judentum“, wo er genau DIESE uns verwirrende Argumentationstechnik – dieses klandestine Arbeiten, diese unbegreifliche Verleumdungsenergie, dieses hemmungslose Lügen, diese Hartnäckigkeit, dieses ermüdende Anwenden der immer gleichen Methoden etc. – bestens beschreibt, uns inständig warnt und lehrt, an den SYMPTOMEN die versteckten Geister zu erkennen. Doch leider wird er kaum gelesen und der blauäugige, oft gelahrte, Deutsche WILL sich einfach nicht vorstellen, daß es so abgrundtief verderbte Menschen geben könnte. Das ist seine Schuld an seinem Untergang. Hier irtt nach Trebitsch auch Spengler (widerlegt China ihn nicht?), weil er nur quasi „Naturkräfte“ doch nie bestimmte Minderheiten am Zersetzungswerk sieht.

    Deutsche haben tatsächlich die skurille Eigenschaft, die Worte von Deutschenfeinden bußfertig aufzusaugen, die Worte erklärter Deutschenfreunde jedoch mit größtem Mißtrauen links liegen zu lassen. Das muß am perversen deutschen „Objektivitätsfimmel“ liegen, wie ER es bereits recht zutreffend erkannt hatte.

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