Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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ausverkauf 84x130 Schluß mit dem Ausverkauf! ...… lautet der Titel eines im Berliner Landt-Verlag erschienenen Büchleins, in dem Arnulf Baring, Josef Kraus, Mechthild Löhr und Jörg Schönbohm „den traurigen Niedergang der Union, ihre bedingungslose Kapitulation vor dem Zeitgeits und den allgemeinen Verfall unserer Parteiendemokratie erörtern, obwohl sie niemand darum gebeten hat.“  Das Vorwort schrieb Alexander Kissler, aber auch er konnte nicht verhindern, daß auf 120 Seiten vor allem heiße Luft gepumpt wird – vertah ist die Chance harter, konservativer CDU-Kritik.

[weiter, noch 1,359 Wörter]

Martin Lichtmesz auf Sezession im Netz
Kategorie(n): Heute, Krise
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1,431 Wörter | Keine Kommentare

Zum Originalartikel: Schluß mit dem Ausverkauf! …

10 Antworten auf Schluß mit dem Ausverkauf! …

  • Ausgezeichnet!

    Und mein besonderer Respekt dafür, dass ein „kleiner Lichtmesz“ sich verwagt, wohl wissend, was er sich, die beschriebenen Gestalten an Eloquenz locker überragend, damit potentiell verbaut, bei einer solchen Gelegenheit an solchem Orte dergestalt eine freche Lippe zu riskieren und anschließend wie oben darüber zu schreiben.

    Auch Dank dafür, dass ich, dem Artikelautor dahingehend vollauf vertrauend, jetzt schon weiß, welches Buch ich definitiv nicht kaufen muss.

    • Naja – „live“ sind die beschriebenen Herrschaften natürlich Eloquenzprofis, und nicht so leicht zu „überragen“. 😉

      • Mag wohl sein, dass die „live“ ganz gut aussehen.

        Das liegt aber in der Regel zu 80% daran, dass das Publikum, zumindest wenn solche Profis nicht die allerdümmsten Fehler machen, diesen statusbedingt a priori einen gewaltigen Vorteil einräumt.

        Ich kenne solche Veranstaltungen sehr gut, habe mein „Glück“ dorten auch nicht selten versucht und weiß von daher, wie schwer es ist, egal wie zwingend die Frage oder das Argument, dieses gesetzte morphische Feld aufzubrechen.

        Schnell reißt da einer einen nicht sonderlich guten Witz, das stringent Gesagte gar nicht wirklich aufnehmend, und der Saal lacht einen aus.

        Das wissen solche Leute natürlich ganz genau.

        Auch dass sie beliebig viel Redezeit, oder sagen wir mal Zerquatschzeit haben, der aus dem Publikum aber nicht.

        Gleichwohl denke ich, dass die ML-Fragen einigermaßen gesessen haben dürften.

        Es gibt fast immer wenigstens ein paar Leute, die merken, wenn einer die Granden souverän stellt.

        Mehr aber ist in der Tat vorort zunächst oft nicht zu erreichen.

  • Alles, was die Schweigespirale durchbricht, ist unterstützenswert, und sei es noch so wankelmütig und inkonsequent. Es hat keinen Zweck, Baring & Co für ihre Unvollkommenheiten zu kritisieren. Das erinnert mich an eine ehemalige Mit-Autorin von Korrektheiten, die über Sarrazin aus ähnlichen Gründen herzog. Das zeigt nur von einer Verzweiflung, die in Selbstzerfleischung umgeschlagen ist. Kein Zeichen der Stärke. Viel schwächer als alle inkonsequenten Umfaller, die das Rampenlicht nutzen, um irgendwo eine Bresche zu schlagen. Und die CDU ist derzeit wahrlich eines der lohnendsten Objekte.

  • @ bonifaz

    Ihre Sichtweise ist durchaus nachzuvollziehen.

    Aber, um ein hier jetzt nicht direkt angesprochenes Beispiel von nicht zu unterschätzendem Gewicht zu nehmen: Soll ich Gruppierungen – man wird hier wohl wissen, wen ich da alles meine – , die auf Proisraelfahrkarte Patrioten spielen, nicht mehr dafür kritisieren?

    Nur weil die kräftig „antimusel“ sind und das mit solch sakrosankter Rückendeckung dann auch als beinahe einzige sein dürfen? (Jedenfalls in dem Sinne, dass sie teils als respektabel gehandelt werden und keck in den Schafsmedien auftreten dürfen.)

    Ich denke, man sollte schon genau aufpassen, wen man einfach widerspruchslos gewähren lässt und damit zuwenigst indirekt unterstützt.

  • Tut mir leid,
    aber Barrikaden-Baring
    halte ich inzwischen doch mehr
    für eine lächerliche
    Figur. Außer paar
    Ausfällen in
    Torkshows
    hat der noch
    nie etwas riskiert.

  • Magnus, wenn ein paar Pro-Israel-Patrioten in den Schafsmedien das Verständnis dafür verbreiten helfen, dass der Islam ein Dschihad-System ist, würde ich das nur willkommen heißen. Dünnbrettbohrer kommen leichter ins Rampenlicht, aber wer sich über so etwas grämt, ist vielleicht selber nicht abgeklärt genug.

  • @ bonifaz

    Ob „grämen“ meinen Empfindungen demgegenüber der richtige Ausdruck ist, lasse ich mal dahingestellt.

    Vielleicht bin ich auch tatsächlich nicht „abgeklärt genug“.

    Was allerdings „Pro-Israel-Patrioten“ sein möchten, ist mir völlig schleierhaft.

    • Es sollte ein Kürzel für das sein, was du oben beschriebst, Leute, die einen für Deutschland verbotenen Patriotismus ersatzweise auf Israel projizieren.
      Die Polemik enttäuschter Konservativer gegen Baring, Sarrazin u.a. scheint oft mit Rampenlichtneid zu tun zu haben. Die Leute, denen das Rampenlicht nicht vergönnt ist, ärgern sich, dass die, denen es vergönnt ist, es nicht optimal nutzen. Ein weiterer verbreiteter Denkfehler scheint die Sehnsucht nach dem großen perfekten Helden zu sein, der alles für uns erledigt, so dass wir weiter in Ruhe unserer Arbeit nachgehen können.

  • @ bonifaz

    Du beschreibst die Sache mit dem ersatzweisen Patriotismus in einem Teilaspekt sicherlich richtig.

    Einen – von mindestens zweien weiteren – will ich aber doch noch anführen.

    Viele meinen nämlich offenkundig, sich in bewusster, strategemischer Absicht (die ich für sehr kurzsichtig halte), hinter einer jubili-jubila-proisreaelischen Haltung sehr geschickt verstecken zu können, vermeintlich erkannt habend, dass man so nun selbst als nichtjüdischer Deutscher auf der moslemkritischen Geige mitfideln könne, ohne in den Karzer zu kommen oder die gesellschaftliche Acht.

    Andere handeln aus feigem Instinkte heraus so, sich letztlich, ohne viel zu denken, dasselbe versprechend.

    Im Grunde unterscheiden sich diese beiden Gruppen von daher nicht sonderlich.

    Die dritte, da die ersten beiden ja recht eigentlich nur eine bilden, also tatsächlich zweite, nenne ich jetzt nicht.

    Denn ich gehe davon aus, dass hiesige Leser lesen und selber denken können.

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