Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Kaum jemand dürfte sich Illusionen darüber machen, dass die wenigen Konservativen (Jürgen Liminski, Michael Klonovsky, Matthias Mattussek) und eigenwilligen Rechtsliberalen (Jan Fleischauer, Henryk M. Broder) unter den deutschen Journalisten, denen gestattet wird, in den Massenmedien die herrschende Ideologie zu kritisieren, damit eine ganz bestimmte Funktion erfüllen: nämlich die Ausnahme zu sein, die die Regel bestätigt, und einen „Pluralismus“ zu fingieren, dessen tatsächliche Absenz dem Publikum sonst allzu schmerzlich auffiele. Das wissen sie, und sie hüten sich daher, ihre Rolle als die von Türöffnern misszuverstehen, die wichtigen Themen, Personen und Ideen den Weg in die vielzitierte „Mitte der Gesellschaft“ ebnen. Sie übernehmen innerhalb des Mediensystems eine Funktion, die sonst aus besagtem System auswandern würde, und üben eine Art virtueller Opposition, damit es nicht zur Entstehung einer realen kommt. Sie sind so etwas wie das moderne Äquivalent des mittelalterlichen Hofnarren, dessen Funktion und Privileg es war, dem Herrscher als Einziger die Wahrheit sagen zu dürfen.

Lorenz Jäger, der sich zehn Jahre lang als „Rechtsaußen“ der FAZ profilieren durfte und sich nun in deren Mittwochsausgabe spektakulär von der Rechten – oder dem, was er dafür hält – losgesagt hat, ist kein solcher Hofnarr.

Der Figur des Hofnarren kommt nämlich eine gewisse Dignität zu: Wenn er sich auch hütet, der Herrschaft, die er kritisiert, wirklich gefährlich zu werden, so ist er doch persönlich aufrichtig. Wenn er auch weiß, dass er ein Privileg ausübt, indem er die Wahrheit sagt, und darüber wacht, dass dieses Privileg als solches erhalten bleibt, so versucht er doch, dieser Wahrheit wenigstens ein Nischenplätzchen in der veröffentlichten Meinung zu sichern; er weiß, wovon er redet, er schreibt gemäß seinen Überzeugungen, und vor allem hat er überhaupt welche – Überzeugungen nämlich. Alles Eigenschaften, die wir Herrn Jäger schon deshalb nicht mehr zugestehen können, weil er selbst ihr Vorhandensein mit eigener Feder dementiert hat.

Er gibt uns ja offenherzig Auskunft darüber, was ihn bewogen hat, zehn Jahre lang den „Rechtsaußen“ zu spielen:

Es war eine schöne Zeit, diese vergangenen zehn Jahre unter Rechten, ich gestehe es. Vor allem aber war sie bequem. Allein schon gegen den Stachel der „Political Correctness“ zu löcken konnte für einen Journalisten die halbe Miete bedeuten. … Aus diesem Biotop gab es ja fast an jedem Tag etwas anderes zu glossieren, ob staatliches Gender-Training auf dem Programm stand oder das offiziöse Herunterreden von Migranten-Kriminalität – lachen konnte man immer.

Fassen wir zusammen: Er hat aus Bequemlichkeit, und weil es „die halbe Miete“ war, und weil die Linken es einem so schön leicht machen, ihre Marotten durch den Kakao zu ziehen, und damit die Leser etwas zu lachen haben (d.h. zu ihrer Unterhaltung, nicht etwa Information), also aus Beweggründen, die mit journalistischem Ethos denkbar wenig zu tun haben, eine Rolle gespielt, die man – eben dieser Beweggründe wegen – nicht mit der ehrwürdigen des Hofnarren verwechseln darf. Er hat den rechten Pausenclown gemacht.

Aber nicht nur, dass solche Pointen irgendwann schal werden:

… was aus der Sicht eines professionellen Pausenclowns zweifellos eine Katastrophe ist…

Mir leuchtet die ganze Richtung nicht mehr ein:

Ich verstehe nicht, warum der Konservative, zum Beispiel, den menschengemachten Klimawandel für Panikmache von Gutmenschen und die Umweltauflagen gegenüber der Industrie für eine sozialistische Erfindung halten muss.

Das könnte zum Beispiel damit zusammenhängen, dass es Menschen gibt, die über „staatliches Gender-Training … oder das offiziöse Herunterreden von Migranten-Kriminalität“ durchaus nicht „immer lachen“ können, weil sie dergleichen eben nicht als unfreiwillige Vorlagen für gehobene Gagschreiber missverstehen, sondern sie als das durchschauen, was sie sind: als Teil einer ideologischen Agenda, die die Grundlagen der Gesellschaft zu zerstören sucht, weil sie der Verwirklichung einer Utopie im Wege stehen. Genau in diese Agenda passt auch die Legende vom „menschengemachten Klimawandel“. Herr Jäger versteht das nicht? Nun, vielleicht hätte er jemanden fragen sollen, der etwas davon versteht.

Dass eine bestimmte Behauptung, etwa die vom „menschengemachten Klimawandel“ zu einer bestimmten Agenda passt, heißt freilich noch nicht, dass sie deshalb schon falsch sein muss. Bestimmt hätte Herr Jäger, wenn er sich in die Materie vertieft hätte – was er vermutlich nicht getan hat -, eine solche These mit Argumenten stützen können, und dann eben eine Ansicht vertreten, die von den meisten Menschen rechts der Mitte abgelehnt wird. Wie auch im folgenden Punkt:

[Ich verstehe nicht,] warum das Bekenntnis zu Atomkraftwerken den rechten Rechten ausmachen soll.

Dies, Herr Jäger, muss sich schon deshalb Ihrem Verständnis entziehen, weil es nicht so ist. Ich selbst bekenne mich keineswegs zu Atomkraftwerken und verstehe mich dennoch als rechter Rechter. Man muss, um konservativ zu sein, weder den „menschengemachten Klimawandel“ anzweifeln noch für Atomkraftwerke sein; man muss nicht einmal Islamkritiker sein (dazu kommen wir gleich). Wohl aber muss man ernsthaft und aufrichtig sein und Wahrheit nicht für eine Frage der Opportunität halten. Was unter anderem bedeutet, dass man sich einen Dreck darum schert, ob Andere einen für einen „rechten Rechten“ halten. Mich hat man auch schon einen Linken und sogar einen Kommunisten genannt. Na und? Ein Konservatismus, der nicht eine Frage der Überzeugung, sondern der Pose ist, ist keiner.

Zum zweiten muss man, wenn überhaupt irgendetwas, von der Bewahrung der Grundlagen der Zivilisation her denken und nicht von einer Utopie her – ganz gleich, ob diese Utopie nun darin besteht, den Sozialismus zu verwirklichen, oder darin, die Welt, ohne sie zu fragen, „safe for democracy“ zu machen. Wer Letzteres anstrebt, kann ein Liberaler, gerne auch ein Rechtsliberaler sein, aber gewiss kein Konservativer oder Rechter.

Es muss ja auch keiner ein Konservativer oder Rechter sein. Wer aber darüber schreibt, und das noch dazu in der FAZ, sollte wenigstens den Unterschied kennen.

Vor allem will …

will!

… ich nicht verstehen, dass „Islamkritik“ in allen Spielarten, bis hinunter zur offenen Demagogie, fast das einzige Prunk- und Ehrenzeichen konservativer Politik geworden ist.

Dass die von ihm in diesem Zusammenhang ausdrücklich genannten Instanzen, „Die Freiheit“ und PI, liberal sind, entgeht ihm ebenso wie die Tatsache, dass es Konservative gibt, die keine Islamkritiker sind, weil sie den Islam als erfrischenden Kontrapunkt zur westlichen Dekadenz betrachten.

Natürlich verstehe ich es doch.

Natürlich versteht er es eben nicht:

Denn es scheint die einzige Chance neuer rechter, populistischer Parteien und Bewegungen in Europa zu sein, mit diesem Thema einen Wahlerfolg zu landen.

Islamkritik ist also ein taktisches Mittel? Wenn Jäger nicht versteht, warum der Islam kritisiert wird, hätte er vielleicht ein gutes Buch lesen sollen. Zum Beispiel mein „Dschihadsystem“ oder Rainer Glagows „Allahs Weltordnung“ oder Robert Spencers „Religion of Peace“. Oder die gesammelten Werke von Bernard Lewis oder Tilman Nagel. (Im Grunde reicht aber schon der Koran. Wer den liest und nicht zum Islamkritiker wird, dem ist nicht zu helfen.) Wer es freilich nicht verstehen „will“, wird sich der Mühe solcher Lektüre entziehen.

Wer sich mit dem Thema, um das es geht, nicht beschäftigen will, dem bleibt nur: zu schweigen (wenn er redlich ist), oder anderer Leute Redlichkeit anzuzweifeln, wenn er selbst unredlich ist. Lorenz Jäger hat sich für Letzteres entschieden. Wie könnte er auch anders? Einem Herrn Jäger, der sein eigenes instrumentelles Verhältnis zur Wahrheit in so dankenswerter, wenn auch unfreiwilliger Offenheit kundtut, muss es geradezu unvorstellbar sein, dass es Menschen geben könnte, die das, was sie sagen, tatsächlich glauben, weil sie auf dem betreffenden Gebiet kompetent sind.

Im Folgenden, das ich nicht mehr ausführlich zu zitieren brauche, wirft Jäger den Neokonservatismus amerikanischer Prägung (FrontPage Magazine, Fox News), dem in Deutschland die liberale Islamkritik entspricht (PI, Achse des Guten), mit dem Konservatismus und sogar der Rechten in einen Topf und unterstellt dem Konservatismus, der damit gar nichts zu tun hat, kriegstreiberisch zu sein, weil er proisraelisch sei. (Den Nachweis, dass es um seine Kompetenz beim Thema „Israel“ ungefähr so bestellt ist wie um seine Islam-, Klima-, Atom- und politischen Theoriekenntnisse, spare ich mir an dieser Stelle.)

Die Verwechslung von Liberalismus und Konservatismus gehört zu der Sorte Dummheit, die ich einem Linken, der es nicht besser weiß und deshalb die CDU für konservativ hält, ohne Weiteres nachsehe. Ich kann sie aber nicht einem Journalisten nachsehen, der die Junge Freiheit schon deshalb gelesen haben muss, weil er sich ausführlich auf ihre Inhalte bezieht (und weil einer, der die JF nicht kennt, wie besagte Linke, über Konservatismus in Deutschland nichts Sinnvolles aussagen kann), und der sie trotzdem mit dem globalistischen amerikanischen Neo-„konservatismus“ oder der Achse des Guten in einen Topf wirft, und dies unter anderem, weil sie auch René Stadtkewitz interviewt und damit das getan hat, was die etablierten Medien einschließlich der FAZ ängstlich unterlassen: darüber zu berichten, dass es politische Kräfte außerhalb des autistischen etablierten Politzirkus‘ gibt. Um zu sehen, dass dies guter Journalismus ist, müsste man allerdings einen Begriff davon haben, was guter Journalismus eigentlich ist.

Man wird mir gewiss nicht nachsagen, den etablierten Medien unkritisch gegenüberzustehen. Trotzdem kann ich mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen Artikel von solch peinlicher Dummheit gelesen habe. Vielleicht hätte irgendein Freund dem Verfasser den Tipp geben sollen, dass der Selbstentblößung tunlichst ein kritischer Blick in den Spiegel vorausgehen sollte.

57 Antworten auf Lorenz Jägers Selbstentblößung

  • Klasse!

    Erstens deshalb, weil sich nur wenige in dieser Weise mit der FAZ anzulegen trauen.

    Zweitens ob der schonungslos klaren Analyse bezüglich der noch nicht einmal echten Hofnarren.

    Drittens weil (nicht nur) ein Lorenz Jäger dies hier zweifellos lesen wird. (Wenn nicht heute, dann spätestens, wenn er mal wieder die Suchmaschine anschmeißt.)

    Zum konsequenten Nichtlesen wird ihm dieser Blog schon nicht mehr klein genug sein.

    Solche Leute brauchen solche Artikel jeden Tag.

    Und wenn es ihnen, aus welcherlei Gründen auch immer, selber zunächst nichts ausmacht, derart kompetent zerlegt zu werden, dann kratzt sich doch wenigstens ein Teil ihrer Entourage schonmal am Kopfe.

    Das dringt irgendwann auch durch.

    Steter Tropfen höhlt den Stein.

  • Treffer versenkt! Unter den vielen guten Artikeln hier sticht dieser nochmals besonders hervor.

  • Martin Lichtmesz weist mich gerade darauf hin, dass er keinen Beweis finden konnte, dass Jäger selbst für die JF geschrieben hat. Ich hatte es irgendwo gelesen, weiß aber nicht mehr, wo. Das spielt allerdings auch keine Rolle: Selsbt wenn es so sein sollte, ändert es nichts an dem Argument, dass er sie gelesen haben muss (Er selbst bezieht sich auf Inhalte der JF), und dass er sie, da er ihre politische Ausrichtung trotzdem falsch darstellt, entweder nicht verstanden oder böswillig entstellt hat.

  • Ein interessanter, mit „spitzer Feder“ geschriebener Beitrag.

    Tatsache ist doch, die 10 Jahre, die sich Lorenz Jäger als vermeintlicher „Rechtsaußen“ der FAZ profilieren konnte, haben unsere Sache keinen Millimeter vorangebracht. Wenn er nun mit etwas offiziellem Getöse die Seiten gewechselt hat, oder in den wärmenden Schoß seiner wahren Überzeugungen zurückgekehrt ist, ich jedenfalls werde ihn nicht vermissen. Ich kannte diesen Mann bis heute nicht einmal vom Namen her, geschweige denn habe ich etwas von ihm gelesen.
    Möglicherweise soll dieser „Seitenwechsel“ ein weiterer Baustein in der um die politische Rechte herum aufgerichteten Mauer sein. Als ob es auf den noch ankommen würde, doch immerhin mag es unter den Lesern der FAZ noch einige echte Konservative geben, die es „weichzukochen“ gilt, nach dem Motto „der Großmeister der rechten Intelligenz wechselt die Seiten, tun wir es ihm nach“.
    Ein Wahlerfolg der politischen Rechten ist für den (nunmehr ehemaligen) „Rechtsaußen“ Lorenz Jäger offenbar das Allerletzte, was er sich wünschen würde. Solche „Fake-Rechten“ wie Lorenz Jäger braucht die Rechte in etwa so dringend, wie ein ausgewachsenes Furunkel am Hintern.

  • A propos „bei der JF geschrieben“.

    Diese „Sünde“ habe ich vor wohl bald 20 Jahren auch einmal begangen.

    Damit, dies irgendwo aus dem Netz gefischt habend, trieb mich ein Linker, ein Profi, als ich beim „Freitag“ bis zu meinem Rausschmiss (dresdenhalber) eifrig kommentarisch mit denen redete (die sind noch nichtmal alle verkehrt; manches fällt selbst manchen von denen schon auf), ständig übers Feld, indem er immerzu von der „neonaziverdächtigen“ JF einherfaselte, wo ich zu Gange sei.

    Kürzlich meinte einer im Ernst zu mir, ich könne ja ruhig mal „bei den Rechten“ (in dem Falle war nicht die JF gemeint) publizieren, wenn ich das vorher ordentlich sichtbar bei einer richtig anerkannt erzlinken Zeitung getan hätte.

    Dann könne man mir nicht mehr so einfach den Nazi an die Backe kleben.

    Gut für Herrn Jäger (vielleicht noch besser für die JF!), sollte er wirklich nie daselbst an die Öffentlichkeit gegangen sein.

    Denn damit kann er jetzt im Zweifel behaupten, dass er noch nie und nimmer ein neonaziverdächtiger Schakal gewesen sei.

  • Es lohnt sich, Jägers Artikel einmal ganz zu lesen. Danach erscheint Manfreds bissige Kritik sogar moderat. Weniger intellektuelle Geistesgrößen so wie ich, kommen da noch auf ganz andere Ideen.

    Warum verabschiedet sich ein Mensch von jeglicher Überzeugung, verzichtet auf Analyse und Bewertung, um mit journalistischer Routine alberne Flachheiten aneinander zu reihen: Krankenversicherung ist gut, Krieg ist schlecht, Mäßigung ist gut, Wilders ist blond und doof. Läuft man lange genug nach rechts, kommt man links außen an. Die Wahrheit liegt in der Mitte… Aha, alles klar.

    Warum hat er diesen Käse geschrieben und veröffentlicht? Auffällig in Jägers Abrechnung ist seine Wut auf PI und JF. Den längsten Absatz widmet er dem Versuch, Leser und Autoren von PI zu absolut Unberührbaren zu erklären. Ein Mensch mit Kultur und Bildung darf dort weder lesen noch schreiben! Ich frage mich, ob es wirklich Zufall ist, dass Jägers hektische Generaldistanzierung acht Tage nach Manfreds PI-Artikel erschienen ist.

    Auffällig auch, was er nicht schreibt: Nichts und niemand ist ihm der positiven Erwähnung wert. Außer Obama kann einem Lorenz Jäger halt niemand das Wasser reichen. Oder mangelte es etwa an Bewunderung? (Auch ich kannte ihn eigentlich gar nicht).

    Ich glaube, Herrn Jäger ist der Boden zu heiß geworden. Der Spaß für ihn war wirklich vorbei. Wettbewerb und harte Arbeit sind seine Sache nicht. Mit Ende 50 hat er die Chance gesehen und ergriffen. Als kurioser Ex-Rechter kann er die nächsten Jahre bequem absitzen: Aufmerksamkeit, Anerkennung und materieller Wohlstand sind nun wieder gesichert.

  • Was mich an Jägers Artikel am meisten verblüfft, ist seine Unwissenheit, was amerikanische Blogs angeht, die Unfähigkeit zu unterscheiden. Wie kann man die Neokonservativen, die in Wirklichkeit gewendete Trotzkisten sind, mit Paleokonservativen wie Paul Gottfried oder Patrick Buchanan (beide schreiben auch manchmal für die „Junge Freiheit“) in einen Topf werfen? Beide sind auch gegen die Kriege, die die USA zur Zeit führen, und sind gegen den militärisch-industriellen Komplex, und beide stehen der tea-party-Bewegung nahe. Und warum konzentriert sich Jäger, wenn es um anti-islamische Blogs geht, auf den wirklich etwas primitiven Daniel Pipes und vergisst darüber wesentlich intelligentere Blogs wie den von Lawrence Auster? Sind ihm dessen Gedankengänge zu hoch? Oder hat er überhaupt Schwierigkeiten mit dem Internet, mit der englischen Sprache oder mit der amerikanischen Mentalität?

  • Noch zur FAZ, da diese ja immerhin anteilig auch Thema ist.

    Unter all den – wie ich sie zu nennen pflege – Schafsmedien sitzen da doch noch die intelligentesten und bestausgebildeten Leute. (Über die Welt, die sich von dort ein paar „Edelfedern“ weggekauft hat, breite ich jetzt mal jenen Mantel des…)

    Ich betrachte diese Zeitung immer noch als „konservative Chance“.

    In dem Sinne, dass man daselbst wenigstens teilweise noch auf offenere Ohren trifft, als anderwo.

    Das sind „auch nur Menschen“.

    Und einige von denen (Steltzner z.B.) wissen sehr wohl, auf welchem Vulkan sie irgendwie geregelte Normalität spielen.

    Von daher bin ich zur FAZ in der Regel halbnett.

    (Ob das richtig ist, weiß ich nicht.)

  • Man kann es vielleicht auch etwas anders sehen.

    Lorenz Jäger hat lange Zeit die rechtskonservative Szene wohlwollend, wenn nicht sympathisierend begleitet. Es gibt von ihm sogar recht vorteilhafte Besprechungen der „Staatsbriefe“ (ein geradezu nationalrevolutionäres Organ, 1990-2001 von Hans-Dieter Sander herausgegeben). Und dann schaue man sich mal seine Bücher an. Mag sein, daß ihm eine Rolle zugedacht war, wie Manfred sie beschreibt, aber der Mann hat nicht nur den Hofnarren gegeben – er ist wirklich konservativ.

    Daß der so Knall auf Fall ohne erkennbaren Anlaß seine Meinung ändert, halte ich für unwahrscheinlich. Und das Mißtrauen wird beinahe zur Gewißheit, wenn man sieht, wie unglaubwürdig seine Verabschiedung sich ausnimmt.

    Das fängt an mit der schnodderige Einleitung, die doch nicht seine bisherigen Aussagen desavouiert, sondern diesen Abschiedsartikel. Und geht weiter mit der grandiosen Begriffsverwirrung, die Neo-Liberalen von Broder bis PI in Konservative/Rechte/Nationale umzutaufen, und die richtigen Rechten unter jene zu subsumieren. Niemand kann glauben, daß ausgerechnet Lorenz Jäger diese linksbornierte Dummheit ernst meint.

    Auch die geradezu überzogen niederträchtig Behandlung der Jungen Freiheit – jeder, wirklich jeder weiß, daß Jäger es besser weiß!

    Und zuletzt macht er sich sogar den Spaß, diese “Rechten“ (vulgo “Liberalen“) entlang authentisch rechter Positionen zu kritisieren.

    Diese Passage beispielsweise:

    „Wenn sie [PI usw.] sich schon im Titel „proisraelisch“ und „proamerikanisch“ nennen, dann bedeutet das nur: Sie klinken sich in Strategien ein, an deren Planung und Formulierung sie keinen Anteil haben. Sie sind so etwas wie eingeborene Hilfstrupen […]. Sie beziehen ihre Ideologie aus zweiter Hand – und setzen ihren ganzen Stolz darein. […] Der eigentliche Witz dabei ist, daß „PI“ vorgibt, eine Haltung jenseits des Mainstreams einzunehmen – just in dem Augenblick, da ein ehemaliger Verteidigungsminister der Bundesrepublik beim „Center for Strategic and International Studies“ in Washington anheuert“

    oder diese hier:

    „Und es sind die schärfsten Islamkritiker, die meistens auch einer Nebenbeschäftigung als Kriegsverkäufer nachgehen. Wenn es gute konservative Tradition ist, auf Wehrfähigkeit zu halten, so ist es doch vermessen, nach Art solcher Abenteurer die ganze Welt beglücken zu wollen.“

    könnten doch beinahe von Manfred sein.

    Ein Freund, mit dem ich kürzlich darüber sprach, konnte sich den Fall nur so erklären, daß Jäger gezwungen wurde seine konservative pièce de résistance zu räumen – und zwar von außerhalb der FAZ-Redaktion – wobei die FAZ so anständig war, ihn das auf eine zumindest für Kenner durchsichtige Weise tun zu lassen.

    Das wäre dann ein Anzeichen, daß bei einigen Leuten die Nerven wirklich blank liegen.

    • Pardon, ich hätte Deinen Kommentar lesen sollen, bevor ich meinen geschrieben habe.
      Aber ich sehe die Sache auch so.

    • Ihr Kommentar lässt die ganze Angelegenheit in einem völlig neuen Licht erscheinen und scheint mir der Wahrheit am nächsten zu kommen. Vielen Dank dafür! Spannend bleibt die Frage nach den Drahtziehern und Hintermännern(-frauen?):-)

  • Wahrscheinlich trifft Horst mit seiner Interpretation den Nagel auf den Kopf.

    „Das wäre dann ein Anzeichen, daß bei einigen Leuten die Nerven wirklich blank liegen.“

    Denn es ist äußerst unwahrscheinlich (wenn auch nicht ausgeschlossen), dass sich einer in dem Alter auf einmal in solcher Weise freiwillig dreht.

    Jede menschliche Erfahrung spricht dawider.

    Müssen wir mit Jäger deshalb schon Mitleiden haben?

    Nein, nicht a priori.

    Aber wir wissen nicht, was ihm womöglich angedroht wurde.

    Wer ganze Länder zerbombt, hat auch Mittel gegen Journalisten.

  • Jäger schreibt abschließend im inkriminierten Artikel:
    „Genuin konservativ zu sein würde vor allem zweierlei bedeuten: ein Gefühl für die Wirklichkeit zu haben; daraus folgt von selbst eine Mäßigung. Und -nicht weniger wichtig- jedenfalls die Sehnsucht nach Maßstäben, die von oben kommen, vielleicht von Gott. Aber das ist eine Sache von Einzelnen, keine Partei und kein Volkstribun wird`s richten. Das war`s Kamaraden.“

    Ich verstehe nach Lektüre des gesamten Artikels „Adieu Kameraden,ich bin Gutmensch“ die Aufregung nicht so ganz. Der Blog „Politically Incorrect“ liegt zurecht im Spektrum Jägerscher Kritik. Seine Vordenker gerieren sich stolz als „eingeborene Hilfstruppen“, wenn sie sich schon im Titel „proisraelisch“ und proamerikanisch“ nennen, wie Jäger meint. Was ist daran falsch? Eine gewisse Unappetitlichkeit und das -ob beabsichtigt oder nicht, sei dahingestellt- Wecken pöbelhafter Attitüden ist bei „PI“ doch unverkennbar. Über die Wortwahl und Aussage Jägers im Rückblick auf die „schöne Zeit dieser vergangenen zehn Jahre unter Rechten“ läßt sich sicher streiten. Zunächst einmal aber formuliert er hier ausgesprochen provokant, eher jäger-untypisch, so daß er wohl beabsichtigt den Exegeten ein Feld bietet.
    Seine Anmerkung zum „Friedensprozeß im Nahen Osten“, daß es genuin konservativ wäre, Israel in den Grenzen von 1967 „ernster zu nehmen, als die expansiven Anliegen der israelischen Siedler“, mit denen sich die FPÖ und andere „konservative“ Gruppierungen offiziell verbünden, ist doch zustimmungsfähig. Unverständlich bleibt hier allerdings, was Jäger damit meint, antideutsch und überdeutsch spielten uns einen Streit vor, aber wir sähen sie Arm in Arm.
    Ein wenig erhellend für den Charakter Jägers ist es, das Vorwort zu lesen, das Martin Mosebach zu dem Jägerschen Buch: „Hauptsachen – Gedanken und Einsichten über den Glauben und die Kirche“ (2010) schrieb:
    „Jägers Stil kommt aus seinem Charakter. Höflichkeit ist das erste Abzeichen dieses Schreibens, eine zartfühlende Neugier, die das entdeckte Neue nicht verletzen möchte, das Rechnen mit der Intelligenz seiner Leser, die immer nur bis zu einem bestimmten Punkt geführt werden müssen, weil sie sich den Rest selber denken können, überhaupt eine Abneigung dagegen, alles auszusprechen – seine Argumentation geht immer nur bis zur Grenze der Geheimnisse, niemals darüber hinaus; was wären das auch für Geheimnisse, deren Grenzen sich verletzen ließen.“

    • Das Problem ist doch nicht, dass er PI kritisiert, sondern, dass er alles in einen Topf wirft, Pi mit der Rechten, die rechte Islamkritik mit der Islamkritik schlechthin usw. und dass er der Rechten Dinge zuschreibt, für die sie nicht im Mindesten verantwortlich ist. Und dass er vermutlich so saudumm ist, dass er das nicht einmal weiß.

      • Mit Verlaub, Manfred, Du vergaloppierst Dich.

        Jäger ist nicht „saudumm“, sondern intelligent, gebildet und sachkundig.

        Es ist unmöglich, daß er „Liberale“ mit „Rechten“ verwechselt. Es ist unmöglich, daß er die JF für das Zentralorgan ersterer hält. Es ist unmöglich, daß er ein Interview mit Stadtkewitz für vorwerfbar hält. Es ist unmöglich, daß er Islamkritik für einen Gag hält.

        Es ist unmöglich, daß er diesen Unfug ernst gemeint hat. Niemand, der seine Artikel und Bücher kennt, nimmt ihm das ab. Und er weiß, daß niemand ihm das abnimmt.

        Und er kritisiert die vorgeblichen „Rechten“ mit knallhart rechten Argumenten.

        Das ist eine Posse.

        Lies bitte noch einmal meinen Kommentar von 8. October 2011 at 21:30.

    • Höflichkeit ist das erste Abzeichen dieses Schreibens, eine zartfühlende Neugier, die das entdeckte Neue nicht verletzen möchte, das Rechnen mit der Intelligenz seiner Leser,

      Komisch, davon merkt man aber auch wirklich gar nichts in dem Artikel…

  • Merkwürdig, ich fühlte mich beim Lesen der Jägerschen Selbstentblößung in der FAZ an einschlägig bekannte Schauprozesse erinnert.

    Versuchte der Angeklagte dort durch Selbstbezichtigungen seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, so zog er sie durch eben diesen vermeintlichen Rettungsanker nur umso fester zu.

    Dank an Manfred für diese gelungene Replik auf Jägers Pamphlet.

  • @ Manfred

    Ich denke nicht, dass Jäger so „saudumm“ ist, nicht zu wissen, dass er schonungslos in einen Topf wirft, was nicht zusammengehört.

    So leicht passiert das einem alten Profi wie dem nicht aus Versehen.

    Zumal er sich ja über Jahre eingehend und intensiv mit all den Bösen beschäftigt hat.

    Genuin linke Blödmänner schäumen da gern mal pauschal (naja, sogar nicht selten).

    Aber das ist m. E. doch anders zu rechnen.

    • Als Verrat. Alle Versuche, irgendeine geheime Botschaft hineinzulesen, gleichen dem Versuch zu beweisen, dass der Kaiser nicht nackt ist und der Regen von unten nach oben fällt. Pardon.

      • Wie auch immer. Woher die aus (Mainstreamsicht) plötzliche Wandlung vom Saulus zum Paulus?
        Was war sein Damaskus-Erlebnis?

        • Was war sein Damaskus-Erlebnis?

          Vielleicht hatte er ein Vier-Augen-Gespräch mit Bundesinnenminister Friedrich (CSU), wobei der ihm erklärt hat, was er jetzt (laut JF) in einem Interview auch der ‚Leipziger Volkszeitung‘ erklärt hat:

          Gleichzeitig unterstrich Friedrich, es sei die dauerhafte Aufgabe der CSU, Konservativen und Rechten deutschlandweit eine politische Heimat zu bieten. „Die CSU sorgt dafür, daß die anderen konservativen und auch rechten politischen Kräfte ihren Widerhall in Bonn und in Berlin gefunden haben“, sagte der Innenminister. Dies solle so bleiben.

          Daraufhin ist ihm dann wohl ein Licht aufgegangen … 😆

        • … oooder … er hat vielleicht erfahren, daß es für die von ihm repräsentierte Funktion in der Feuilleton-Abteilung eigentlich viel geeignetere Leute gibt, wie ich heute morgen (amüsiert! 😆 ) einem Kommentar in der JF entnehme…

          Lutz aus D aus .
          Dienstag, 11-10-11 18:20

          „…übrigens ein Gruß des NPD-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Michael Andrejewski, an Bahner, der ihn aus früheren Zeiten noch persönlich kennt. Damals nahm Bahner häufig an den NPD-Kreisverbandversammlungen in Züssow teil, die rein politischen Charakter hatten, Vorstandswahlen inklusive. Von Freizeitgestaltung war da keine Rede.“
          Der junge Sünder könnte sein Gedächtnis mal auffrischen und dies unter http://www.npd-mv.de nachlesen!

  • Verehrter Manfred,

    ich verstehe es vollkommen, daß Jägers Artikel auf jemanden, der sich existenziell auf rechte Positionen eingelassen und damit exponiert hat, wie ein Tiefschlag wirken muß. Das ging mir im ersten Augenblick genauso (und es IST auch ein Tiefschlag). In der ersten Aufwallung wollte ich einen empörten Leserbrief an die FAZ schicken, der so ähnlich ausgefallen wäre, wie Dein Artikel (nur sprachlich natürlich nicht so brillant).

    Aber wenn die Wut sich ein wenig abgekühlt hat, muß doch klar sein, daß Jäger in seinem Artikel sein Niveau auf so unterirdische Weise unterschreitet, daß dergleichen nicht ernst gemeint sein kann. Da tut ein Mathematikprofessor, als ob er nicht bis drei zählen könnte. Es ist eine Nonsens-Distanzierung, die zumindest den kundigen Leser verstehen lassen soll, was er davon zu halten hätte. (Und bitte, die Trottel von der taz dürfen sich gerne als solche decouvrieren.)

    Ich habe nichts von „Trick“ und „Taktik“ gesagt. Die BEWERTUNG des Vorgangs hängt von den GRÜNDEN ab, und über die kann ich natürlich nur spekulieren:

    Vielleicht wurde er existenziell unter Druck gesetzt. Dann hätte er ein kleines subversives Kabinettstückchen hingelegt (die Geschichte der Tyranneien bietet Beispiele dafür).

    Vielleicht will er aber auch nur Bahners Nachfolger als Feuilleton-Chef werden, oder irgend so was (um ehrlich zu sein: langsam neige ich dieser Möglichkeit zu). Dann allerdings hätte er sich nicht mit Ruhm bekleckert. Dann ginge ihm offensichtlich das Verständnis dafür ab, daß die Männer an der Front, Leute wie Manfred, Götz Kubitschek oder Dieter Stein, solche Spielchen wohlbestallter FAZ-Redakteure nur mäßig amüsant finden können. Und da er einige von diesen Leuten persönlich kennt, wäre es menschlich illoyal.

    Gut, was ich schreibe ist nur eine HYPOTHESE. Vielleicht liege ich komplett daneben. Aber a priori abwegig scheint mir die Überlegung auch nicht zu sein.

    Ich schlage jedenfalls vor, wir prügeln uns deswegen nicht.

    ***

    Werter ML,

    sind Sätze wie diese, etwa kein „rechtes“ Argument? (Na schön, das „knallhart“ schenken Sie mir.)

    „Wenn sie [PI usw.] sich schon im Titel „proisraelisch“ und „proamerikanisch“ nennen, dann bedeutet das nur: Sie klinken sich in Strategien ein, an deren Planung und Formulierung sie keinen Anteil haben. SIE SIND SO ETWAS WIE EINGEBORENE HILFSTRUPPEN, ASKARIS, FREMDENLEGIONÄRE. Sie beziehen ihre Ideologie aus zweiter Hand – und setzen ihren ganzen Stolz darein. […] Der eigentliche Witz dabei ist, daß „PI“ vorgibt, eine Haltung jenseits des Mainstreams einzunehmen – just in dem Augenblick, da ein ehemaliger Verteidigungsminister der Bundesrepublik beim „Center for Strategic and International Studies“ in Washington anheuert.“

    • Zu PI und ähnlichen Israel-US-Deutschheulsusen hat Jäger gemäß Deinem Zitat geredet, als habe der Stein der Weisen sprechen gelernt.

      Nein: Ich übertreibe.

      Aber dazu er hat das offenkundig Richtige gesagt.

      Eine merkwürdige Mischung.

      Man sollte ihn ziehen lassen.

    • Nein, das ist kein genuin „rechtes“ Argument. So argumentieren auch viele Anti-Imp-Linke. Und das war die einzige Stelle, die Sie für Ihre Behauptung finden konnten?

    • Möglicherweise ist der Mann auf der Suche, frei nach Karl Valentin: „Wissen Sie vielleicht, wohin ich will?“ Ich habe mich noch einmal geprüft – wegweisende Dinge hatte ich bislang offensichtlich noch nicht von diesem Journalisten gelesen. So geschieht es vielleicht jenen, die sich zuwenig mit der Ismen-Schublade des Konservativismus beschäftigen, der von manchem Konservativisten gar als „Szene“ bezeichnet wird. Eine „Szene“ freilich hat nicht nur Perverse und Abgeglittene, sondern auch „Aussteiger“. Im Übrigen darf man nie vergessen, daß Journalisten nur Prostituierte sind, die für ihr Geschreibsel bezahlt werden und im Endeffekt die Meinung ihrer Luden und Freier wiedergeben.

      Mit derartigen Fahnenwechseln sägt ein Autor und Literat an seiner Integrität und Glaubwürdigkeit und – wollte er einst zu den Großen zählen – an seiner Unsterblichkeit. Also ist es zunächst seine eigene Niederlage, um die man sich nicht bekümmern muß. Selbstverstümmelung!

      Setzt dem Mann ein Holzkreuz, schenkt ihm eine kleine Gedenkrede und sagt nur Gutes dabei und Amen – und zieht weiter!

  • Guter Artikel mit schöner Zitatesammlung.

  • Narr in Verzweiflung

    Ach! Was ich schrieb auf Tisch und Wand
    Mit Narrenherz und Narrenhand,
    Das sollte Tisch und Wand mir zieren?…

    Doch ihr sagt: „Narrenhände schmieren,-
    Und Tisch und Wände soll man purgieren,
    Bis auch die letzte Spur verschwand!“

    Erlaubt! Ich lege Hand mit an-,
    Ich lernte Schwamm und Besen führen,
    Als Kritiker, als Wassermann.

    Doch, wenn die Arbeit abgetan,
    Säh gern ich euch, ihr Überweisen,
    Mit Weisheit Tisch und Wand besch…

    Friedrich Nietzsche
    (Lieder des Prinzen Vogelfrei)

  • Man sollte Jäger immerhin zugute halten, daß es sich durchaus um keine plötzliche Kehrtwende handelt. Man schaue sich nur diesen Artikel aus dem Jahr 2009 an, insbesondere die beiden letzten Absätze.
    http://www.faz.net/aktuell/wissen/klima/klimaskeptiker-die-letzten-fortschrittsglaeubigen-1901995.html

  • Klasse Artikel. Das Journalisten so lange mit eine Maske arbeiten und leben können überrascht mich. Hoffe das es eine Ausnahme ist. Sonst ist von dem Berufszweig ja nicht viel zu halten.

  • Ich kann übrigens mit den Begriffen „links oder rechts“ überhaupt nichts anfangen. Deshalb finde ich auch diesen Artikel von Manfred ganz hervorragend. Wer den Afghanistankrieg ablehnt, der muß eben nicht links sein, ebenso wie ein „Rechter“, hier Manfred, für das Abschalten von Atomkraftwerken sein kann. Beurteilen wir jedes Geschehen nur unter dem Aspekt „richtig oder falsch“, dann sind wir einen erheblichen Schritt weiter. Dieser FAZ Jäger mag zwar eine fixe Feder sein, aber diese Regel scheint er nicht begriffen zu haben. Unser niederbayerischer „Runde Tisch“ versucht das nun mit immer unterschiedlichen Gesprächsteilnehmern seit 10 Jahren, Monat für Monat die Fragen zu beantworten, was ist „richtig oder falsch“? Und seit 10 Jahren wird auch behauptet wir verteidigen unsere Sicherheit am Hindukusch. Richtig oder falsch? Versuchen wir doch schlicht einfach mal nur Patrioten zu sein. http://rundertischdgf.wordpress.com/2011/10/11/krieg-in-afghanistan-lugen-uber-lugen/

  • Es ist zwar sehr löblich von Horst, anzunehmen, daß Lorenz Jäger irgendwie unter Druck gesetzt wurde. Aber ich glaube, Herr Jäger braucht nicht auf diese Art entschuldigt zu werden. Herr Jäger hat ganz einfach herausgefunden, daß „die Rechte“ den ganzen Streß nicht wert ist, den es heute braucht, sich öffentlich zu ihr zu bekennen. Lorenz Jäger wurde auch schon, bevor er diesen Artikel geschrieben hat, auf der Achse der Guten angegiftet. Bei der zentralen Frage: „wie hältst du es mit Israel“ war er noch nie ein zuverlässiger Parteigänger. Und komisch, bei dieser Frage herrscht auch zwischen „liberalen“ und „konservativen Islamkritikern“ weitestgehender Konsens. Wer da abweicht, bekommt schnell Broders Rute zu spüren, mit nachfolgender interessanter Transformation in den mehr konservativeren Foren. Ich habe hier ja schon mal erwähnt, wie merkwürdig ich die Mitgliedschaft des Massenmörders Brevik bei den norwegischen Freimauren fand. Und wie noch merkwürdiger das diesbezügliche Desinteresse bei den liberalen und konservativen Islamkritikern und bei den Kritikern der Islamkritiker. Vor kurzem wurde mir zur Kenntnis gebracht, das der Vater von Caspar von Schrenk-Notzing einer der hochrangigsten Freimaurer in Deutschland war. Caspar von Schrenk-Notzing könnte man wiederum den Vater der Neuen Rechten in der Bundesrepublik nennen. Ohne seine Hilfe und Unterstützung gäbe es die JF heute sicherlich nicht mehr. Oder sollte man besser sagen, ohne seine und die Hilfe seiner „Brüder“? Lorenz Jäger ist jedenfalls der Autor von „Hinter dem großen Orient – Freimaurerei und Revolutionsbewegungen“. Ihm ist also bewußt, daß das Projekt der Moderne ein Projekt der Maurerei im weitesten (gnostischen und messianischen) Sinne ist. Und ihm ist wohl auch langsam aufgegangen, daß die Rechte, auf jeden Fall das was sich so nennt, nur die andere Seite der modernen Medaille ist. Eine zugegebenermaßen momentan etwas verfemte Seite, aber eine Option, welche notwendig ist im Sinne der Dialektik von These – Antithese – Synthese – und auch ein As, daß die Baumeister der neuen Weltordnung im Ärmel haben wollten, sollten die Moslem auch ihnen gegenüber mal zu frech werden.

    • Selbstverständlich deckt die Freimaurerei die Neue Rechte.

      Na und?

      Keine öffentliche Gruppe kann sich dagegen zur Wehr setzen, daß die Freimaurerei auf die eine oder andere Weise auf sie einwirkt.

      Was ist das für eine Logik?

      Zu fragen wäre, ob Breivik im Auftrag gehandelt hat. Das glaube ich nicht, er hat die Freimaurer gesucht, nicht sie ihn. Aber da mag ich mich natürlich, wie bei jeder Annahme, irren. Solange man nichts auf eine Annahme baut, ist das aber selbstverständlich auch völlig egal.

  • Lieber Manfred!

    Völlig ohne Bezug zum obigen Thema möchte ich Dir und Martin Lichtmesz herzlich zur gemeinsamen Herausgeberschaft des Fjordman-Buches gratulieren!

    Viel Erfolg,
    Meyer

  • Hier passender und noch einmal überarbeitet:

    Was Lorenz Jäger hätte schreiben sollen:

    Liebe Konservative:
    Wie oft hörte ich von Ihnen: man müsste… Man sollte… Wenn endlich…
    Die größten Hoffnungen legen Sie man wieder und wieder in „Wahlen“; „Hoffnungsträger“ und „den Zusammenschluss aller konservativen Kräfte“. Sie träumen von „friedlichen Revolutionen“ und scheinen recht gern Spengler zu lesen. Ich habe zugehört, lange gewartet, aber inzwischen habe ich ziemlich die Schnauze voll von Ihnen.

    Ich habe ehrlich gesagt kurz überlegt, ob ich zur anderen Feldpostnummer (wie Sie das so schön mit Altherrenwitz zu sagen pflegen) wechseln soll. Denn von Ihnen kommt wohl nichts mehr und langsam wird mir der Boden heiss unter den Füßen.

    Ich will Ihnen mal was sagen: in 20 Jahren ist hier Schluss. Demographisch Schluss. Schluss – Aus – Mickymaus. Und daran werden irgendwelche konservativen Gesprächskreisle, Verschwörungspamphlete im Selbstverlag und verkniffene Trudchen im geblümten Kleid nichts ändern. Genausowenig wie die x-te achsoliberale Kleinstpartei! Wenn man dem Bürger sagt, dass die „Freiheit“ Nazis sind, dann glaubt der das auch. Punkt. Da kann sich das Stadtkewitz weinerlich distanzieren, soviel er will.

    Wenn 5000 Ein-Themen-Fetischisten sich gegenseitig zehnmal am Tag versichern, wie recht sie doch haben, dann ergibt das 50.000 Zugriffe am Tag bei PI – aber keine Hoffnung für eine neue Partei, keine neue Bewegung, denn den Bürger interessiert dies alles einen Dreck.

    Sie fragen sich nach der Legalität der Meinungsäußerung? Nach der Legitimität, doch schließlich nur die Wahrheit zu sagen? Nach der Richtigkeit eines Sachverhaltes, nämlich dass Mohammed bei Neugeborenen der häufigste deutsche Vorname ist? Schließlich und zum Erbrechen immer wieder der Ruf nach der endlich perfekten konservativen Kleinstpartei? Die endlich nichts mit Nazis zu tun hat? Und nichts mit Reichsflugscheibentheoretikern und anderen verkrachten Gestalten? Und wenn dann noch endlich der richtige Anführer käme… der März, der Sarazin, der Henkel? Wie brav! Die Deutschen Konservativen kaufen wohl noch zur Revolution eine
    Bahnsteigkarte.

    Wissen Sie eigentlich, wie die Zukunft aussieht? Ihre Altersversorgung? Einen Schlauch in jede Öffnung, ans Bett fesseln und alle drei Tage Waschlappen von der Billigpflegekraft! Und haben sie es alle nicht verdient?
    Die Konservativrentner, die wirklich nichts mehr zu verlieren hätten und nur labern, labern, labern…; die Elterngeneration, die unendlich verspießerten arrivierte; die jung hip dynamisch erfolgreichen Eppendorfer Grünenwähler; die engagiert hysterische Klassensprecherantifatusse bei Amnesty, Greenpeace und im Sportverein?

    Betteln sie nicht beide in Wahrheit nach der harten Hand, das feministische Grünweibchen und der neoliberale Siegertyp?
    Und gerade Sie? Selbst der rechtskonservative Verächter, der soldatische…
    Für das Weibchen gibt es in der Zukunft wahrhaft virile Liebhaber und das Männchen kann in der Hölle, die die Zukunft sein wird, endlich beweisen, dass es zu Recht zu den Alphatieren gehört…

    Keine Revolution hat jemals ohne Gewaltpotential funktioniert. Selbst die friedliche „Revolution“ von 1989, die eben keine war, hatte durch die Weltöffentlichkeit und die Masse so ein Potential. Es gälte eben, diesen Schritt zu gehen, den Point of no return zu überschreiten.
    Andernfalls landet man bei Professorenparlament (1848) und dem Merkel.
    Den Adel entrübt zu haben ist die größte Errungenschaft der Franzosen, selbst wenn die französische Revolution seltsame Züge von Jakobinertum und Großem Orient trug. Selbst wenn ein Großteil des heutigen Dilemmas damals von genau diesen Erwähnten ideologisch seine Grundlagen gefunden hat.
    Natürlich könnten Sie einwerfen, dass nach Umwälzungen sich noch stets neue Opportunisten gefunden haben, das immer wieder orwellsche „Schweine“ nachwachsen und sich voll stiller Größe in Ihre Diskussionsrunden zurückziehen.

    Sie hätten recht. Aber wenigstens wurden die alten entfernt. Dass die Natur des Menschen, die natürliche Korruption in Bahnen gelenkt wird, ihr Grenzen gesetzt werden, denn mehr ist gar nicht möglich, dass ist die einzige Aufgabe einer Verfassung. Danach. Aber der erste Schritt muss gegangen werden. Alles andere bleibt Laberei.

    Ist die Lage Hoffnungslos?
    Die Geistvollen unter Ihnen handeln nicht, die kleinstkriminellen Handelnden sind brav nach Weisung kriminell, die Narren freuen sich über Zugriffszahlen, Israel und Claudia Roth, die Verkrachten über Kraftstrahlkanonen und die Grausamen am Neumanchester…
    Ist es nicht besser für mich Sie alle, die versagt haben in einen Topf zu werfen, Deckel drauf und endlich wieder zur Gesellschaft zu gehören? Schließlich: Ich bin dank Gnade der frühen Geburt alt genug und nach mir die Sintflut?

    NEIN!
    Nur Schluss mit den Illusionen! Schluss mit den Illusionen, mit den Hoffnungen, die wir ganz bewusst solange nähren sollen bis es zu spät ist.

    Aufklärung? Schwachsinn!
    Die Menschen wollen es nicht glauben, sie werden nicht zuhören. Esoterisch-Hysterischer Hitlerismus, Genderblödsinn und Multikultivölkermord sind die Staatsreligion dieser BRD!
    Eine Religion stirbt aber nicht durch den Gegenbeweis.

    Wahlen? Unfug!
    Es wird keinen Erlöser geben, keinen Statdtke-Witz, keinen Henkel, keinen März und keinen Sarazin. Es wird sich nichts ändern, auch nicht durch einen deutschen Strache oder Wilders.
    Wenn Wahlen in diesem System noch etwas ändern könnten, wären sie verboten.

    Keine Gewalt? Rübe ab!
    Keine Revolution ohne Zusammenbruch; kein Zusammenbruch ohne Gewalt. Es wird innerhalb dieses Systems keinen Generalstreik geben, keine friedlichen Massenversammlungen, keinen Zusammenhalt und keinen Ghandi. Gewaltloser Widerstand funktioniert nur solange, wie das System für alle Teilnehmer ohne Ausschluss vom Diskurs demokratisch ist und die Presse wohlwollend.
    Beide Bedingungen sind nicht mehr gegeben.

    Heißt das, man sollte zur Gewalt aufrufen?
    Aber nein, wie dumm wäre das. Mit kleckerlichen und lächerlichen Gewalttaten anzufangen, wäre das dümmste, was eine Kleinstminderheit tun könnte. Das brauchen Sie auch gar nicht. Das besorgen andere.

    Das System bröckelt gerade und hält nicht inne. Treiben wir ihm, dem Tiger, im Gegenteil die Sporen in die Flanke! Wählen wir die Grünen. Hoch mit jedem Rettungsschirm! Hurrah für die Gleichstellungsbeauftrage und das zehnte Umweltverträglichkeitsgutachten. Machen wir es dämlicher! Machen wir es teurer!

    Deswegen bin ich auch in weisester Voraussicht in den Schoss des Systems scheinbar zurückgekehrt! Zur Gewalt werden andere greifen. Das geschieht bereits. In Berlin, in Stuttgart, in den Ghettos. Was wird erst geschehen, wenn das System fällt?

    Dann aber werden die gleichen, die jetzt nicht zuhören wollen, die verfluchten Spießer, deren Tarnkappe ich nur trage, nach der Ordnung rufen! Dann gilt es, eine Verfassung zu erarbeiten, die die natürliche Korruption etwas mehr in Fesseln schlägt.

    JETZT aber kann es für jeden Deutschen nur einen Gedanken geben:

    „Wie kann ich Öl ins Feuer gießen?“

    • Man muß nicht in jedem Punkt zustimmen, aber im Großen und Ganzen: Spitze!

    • Das nenne ich eine mit heißer Feder erstellte Kampfschrift.
      “ …keine Hoffnung für eine neue Partei, keine neue Bewegung, denn den Bürger interessiert dies alles einen Dreck. …“ (Petrus Urinus Minor)

      Günter Maschke (1997) in der JF:
      “ … die Rechte glaubt heute an die Volkssouveränität und sie ist sogar vulgär-rousseauistisch: das Volk ist gut. Bei ihr ist aber nicht der Kapitalismus schuld, sondern die Vergangenheitsbewältigungsindustrie oder die Alliierten oder das korrupte Fernsehen. Doch muß man wohl zugeben, daß das deutsche Volk seelisch und intellektuell völlig verkrüppelt und heruntergekommen ist; es ist um keinen Deut in einem besseren Zustand als die politische Klasse. Das wagt die Rechte auch nicht zu sagen. …“
      http://www.jf-archiv.de/archiv/45aa5.htm

      Ist das so, hat Günter Maschke recht mit seiner Behauptung?
      Wenn ja, würde das für uns bedeuten, mit einem seelisch und intellektuell völlig verkrüppelten deutschen Volk läßt sich kein Staat machen.
      Doch möglicherweise ändert sich die Lage, wenn es dem deutschen Volk an die Besitzstände geht, wenn sich diese vor seinen Augen in Luft auflösen.

      Es gibt andererseits noch die Option, die „Verkrüppelungen“ des deutschen Volkes „aufzulösen“, „zu kurieren“, doch angesichts der gegenwärtigen Machtverhältnisse fehlt das Instrumentarium (Stichwort: Massenmedien) für diese wahrhaft gewaltige und mit Sicherheit zeitaufwändige Aufgabe.

    • Das hier könnte das Öl sein:

      Von Srdja Trifkovic auf EuropeNews vom 14.09.2011:

      „Was kann uns retten? Ein Wunder! Oder aber, wie ich vor acht Jahren auf der Versammlung des Joh Randolph Clubs in New Orleans sagte, was uns retten kann ist eine jähe, drastische ökonomische Krise, die jegliche Legitimität von der regierenden Elite entfernen würde und jede Glaubwürdigkeit in sie die Krise zu managen. Zur Zeit schauen die Menschen eher auf ihre Regierungen und fragen nach Lösungen, als dass sie sie als Teil des Problems erkennen.

      Was uns helfen kann ist die Tatsache, dass die Muslime nicht dazu in der Lage sind kreativ zu denken und eine harmonische und erfolgreiche Politik aufzubauen. Wenn es eine verspätete Erholung des Westens gibt als Folge eines weltweiten ökonomischen Zusammenbruchs, und wenn die muslimische Welt daraufhin sich selbst überlassen wird, dann wird das Endresultat die Wiederentdeckung von Bedeutung und Glauben im Westen sein – und wieder ein neuer Kreis des Niedergangs in eine moralische Verderbtheit, intellektuelle Hinfälligkeit und materielle Armut in der muslimischen Welt.“

      Vielleicht kann uns die Euro-Krise mehr nützen, als schaden.

    • Super!

  • @ Kurzinfo

    Jägers Artikel steht heute bei der FAZ im Netz.

    Witzig, dass, wenn man auf „Kommentieren“ drückt, folgendes erscheint:

    „Lesermeinungen (0)“

    Und direkt darunter:

    „Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden“

    (Stand 13.12 Uhr)

  • ..die Neufassung durch Petrus Urinus Minor!

  • Ich habe meine Beurteilung der Lage auf verschiedenen Blog veröffentlicht.
    Wie man sich vorstellen kann, waren die Reaktionen, insbesondere von „PI-Ein-Themen-Fetischisten“ und „Konservativrentnern“ durchwachsen.

    Die wichtigste inhaltliche Kritik war jedoch folgender Vergleich:

    Mein Vorschlag wäre wie der Versuch, auf der Titanic, nachdem man verstanden hat, dass es nichts bringt, weiter mit einem Zahnputzbecher Wasser aus dem Schiff zu schöpfen, nunmehr mit dem Putzeimer mehr Wasser hereinzuschütten.

    Das ist vollkommen korrekt.

    Je schneller das Schiff am Sinken ist, desto scfhneller hört die Scheisskapelle auf zu spielen und desto schneller werden wenigstens einige der Passagiere ihren Hintern in die Rettungsbote bewegen.

    Und vielleicht bekommt der Kapitän noch ein Seegerichtsverfahren vor seinem Ruhestand.

    Mehr ist nicht möglich.

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