Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
Get Adobe Flash player

Mitunter stößt man beim Surfen im Internet auf Informationen, die keinem Leser dieses Blogs vorbehalten werden sollten.

Angesichts der dramatischen Finanzlage in Griechenland fragen sich sicherlich viele deutsche Bürger: Was ist dort los? Wie konnten die Griechen in dieses Desaster geraten?

In seinem Kommentar zu dem Handelsblatt-Artikel „Politiker fordern Marshall-Plan für Griechenland“(http://www.handelsblatt.com/politik/international/politiker-fordern-marshall-plan-fuer-griechenland/4172046.html) bringt ein offensichtlich höchst informierter Zeitgenosse interessante Fakten ans Licht:

13.05.2011, 16:15 Uhr
Anonymer Benutzer: EUDDR
Kennen Sie ein Land, in dem 22 Jahre lang Rente an einen Toten bezahlt wird und es keiner merkt? Richtig! Griechenland!

Mitarbeiter von Präsident Papandreou bekommen weiterhin 16 Monatsgehälter.

Angestellte in Staatsbetrieben erhalten u. a. einen Bonus für Pünktlichkeit, Händewaschen und fürs Arbeiten bei Temperaturen zwischen 0 und 8 Grad. Sogar für das Bedienen eines Kopierers gab es extra Geld. Ein Staatsangestellter konnte sein Grundgehalt von 3908 Euro so auf 8675 Euro steigern.

Busfahrer beginnen ihre offizielle Arbeitszeit laut Vertrag bereits mit dem Weg zur Arbeit, selbst für das Warm­­laufen des Busmotors gibt es eine Prämie.

Freie Tage der Lokführer werden mit 28 statt mit 24 Stunden abgerechnet.

Priester bekommen für jeden Gottesdienst eine Zulage.

Bei bestimmten Staatsbetrieben wie dem Mineralölkonzern „Hellenic Petroleum“ gibt es 18 Monatslöhne im Jahr. Ein Nachtwächter erhält bis zu 72?000 Euro. Und jeder Angestellte bekommt pro Jahr fünf Tage Luxus-Urlaub in einem Hotel seiner Wahl. Die Mitarbeiter des Konzerns verdienen im Vergleich zu deutschen Kollegen 50 Prozent mehr.

Langjährige hochrangige Politiker sollen laut griechischen Medien mit einem „goldenen Handschlag“ von bis zu 250?000 Euro in den Ruhestand verabschiedet worden sein. Parlamentarier, die seit 1993 dabei sind, bekommen doppelte Pensionen.

Jeder vierte griechische Arbeitnehmer ist beim Staat angestellt. Die Staatsbetriebe machen aber alle Verluste, die Staatsbahn OSE hat rund 11 Milliarden Euro Schulden

Mehr als 200?000 illegale Häuser sind in Griechenland nicht erfasst, bis heute. Steuereinnahmen? Null!

Der Staat garantiert den Apothekern noch immer eine Gewinnspanne von mindestens 35 Prozent. Mit einer Apotheke pro 1200 Einwohner liegt Griechenland in der EU an der Spitze.

Gerade wurde im Athener Nobel-Viertel ein Arzt erwischt, der zehn Millionen Euro auf dem Konto hat aber bei der Steuer nur 30?000 Euro geltend machte.“

(http://www.handelsblatt.com/politik/international/politiker-fordern-marshall-plan-fuer-griechenland/v_detail_tab_comments,4172046.html)

Das nennt man wohl „spätrömische Dekadenz auf Griechisch“.

Weitere Rettungsschirme sind dennoch – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – „alternativlos“.

Wir müssen uns solidarisch mit unseren griechischen Freunden zeigen.

14 Antworten auf Die Akropolis bröckelt – was sind die Gründe?

  • Nun, fragen wir uns doch noch einmal, welche EU-Staaten besonders schlecht dastehen.

    *Griechenland
    *Italien
    *Spanien
    *Portugal
    *Rumänien
    *Bulgarien

    Welche Länder in Europa hatten besonders unter jahrhundertelanger Fremdherrschaft durch den Islam gelitten?

    *Griechenland
    *Italien
    *Spanien
    *Portugal
    *Rumänien
    *Bulgarien

    Besonders erschreckend im Hinblick auf die einstmals führende Kulturnation Griechenland.

    • Da hab ich in Bezug auf Griechenland schön öfter drauf hingewiesen. Selbst der FOCUS schrieb nach dem ersten Rettungsschirm sinngemäß, man könne von einem Volk, das genetisch nichts mehr mit Sokrates und co gemein habe, eben nicht die gleichen Leistungen erwarten.

      Es ist nämlich nicht das „Leiden unter der Fremdherrschaft“, das ist ja nur ein Umgekehrter Narrativ zur Schuld an der Kolonialisierung. Die Vermischung der Eroberten mit den Eroberern, durch Vergewaltigung, das Schwängern von Sklaven und mehr oder weniger freiwillig eingegangene Verbindungen hat den europäischen Charakter dieser Völker verwässert. Deshalb regiert die Korruption in Griechenland (usf.).

      Kultur und Genetik sind nicht voneinander trennbar!

      • @Kairos:

        Die heutigen Griechen haben wenig (genetische) Gemeinsamkeiten mit dem antiken Griechentum, einem Quell europäischer Kultur. Der in München lehrende Orientalist Jakob Philipp Fallmerayer (1790-1861) hat diese These bereits Mitte des 19. Jahrhunderts vertreten („Die Geschichte der Halbinsel Morea“), er hat sich damit wenig Freunde gemacht. Das war damals schon -und heute erst recht und aus anderen Gründen- „Autobahn“.
        Seine Ansicht paßte so gar nicht zu dem in dieser Zeit grassierenden, modischen Philhellenismus, vor allem der regierenden Wittelsbacher in Baiern, für die die rezenten Griechen romantisch idealisierte Nachkommen von Sokrates, Aristoteles, Platon et al. waren. Die Griechen des 19. Jahrhunderts haben Otto Wittelsbach aber gezeigt, aus welchem Holze sie sind und haben den bairischen Usurpator auf dem Königsthron heftig diskriminiert und 1862 gar unehrenhaft wieder nach Baiern zurückgeschickt.
        Daß „Kultur und Genetik nicht voneinander trennbar sind“, wie Sie schreiben, ist nach verordneter Denkart zwar übelster Rassismus aber hierzulande die gewöhnliche Alltagserfahrung Autochthoner.

        • Nun, ich würde sogar soweit gehen, zu sagen:
          (im Übertragenen, nicht im genetischen Sinne)
          Die Deutschen sind die antiken Griechen von heute.
          Die USA sind ja auch die Römer von heute.

          * nahezu die gesamte Kultur der Römer stammt aus dem Hellenismus
          * Wissenschaft und Technik wurden von den Römern zu Mitteln zum (Herrschafts)Zweck entfremdet
          * ohne die Griechischen Lehrer-Sklaven hätten die Römer weitaus weniger zustande gebracht

          Geschichte wiederholt sich eben…ich hoffe wir können dem Schicksal der Griechen entgehen.

  • Das ist unser Geld! Den Gierchen will ich es nichtmal verdenken, wenn das Geld vom Himmel regnet, warum nein sagen?

    Aber die Merkelbande gehört vor ein Gericht. Anklage: Hochverrat!

  • Deutscher Leistungswille
    Die Griechen- „Hilfe“ soll um weitere 60 Milliarden € (+ von 55 %) erhöht werden.
    Wir haben eine eingestandene Inflationsrate von 7 % bei Lebensmitteln und unsere Rentner sollen 1 % (!) mehr bekommen. Deutschland verkommt, auf das die Griechen u.a. in orientalischer Prachtentfaltung weitermachen können und betrügerische, gierige Banken (den weitaus größten Anteil halten die Franzosen) und die EZB (was ohnedies wieder die Deutschen bezahlen müssen), nicht auf ihren wertlosen griechischen Staatsanleihen sitzenbleiben („zu groß um zu scheitern“). Vertragliche Vereinbarungen wie das „No bail out“ gelten nur so lange, wie sie mächtigen Interessen nicht im Wege stehen. Was sind die Deutschen, die sich Jahr um Jahr mit immer „weniger vom Brutto“ abspeisen lassen, damit in den GIPS-Staaten der Wohlstand wächst, dumm und geduldig. Nicht nur, daß wir halb Europa finanzieren, es werden auch noch unproduktive Kostgänger ohne Ende in die „bunte Republik“ gedrückt und dem Steuerzahler hierzulande mit immer neuen schwachsinnigen „EU-Regelungen“ die Beutel geschnitten. Wie lange soll das so weitergehen ? Ohnmächtige Wut…

  • Griechenland ist am Ende ohne jede Hoffnung, diesen Zustand zu ändern!

    Hinsichtlich der eingeräumten Gesamtverschuldung von 353 Mrd. € ist je nach Definition höchste Skepsis angebracht.

    Will man eine annähernde Realbetrachtung vornehmen addieren sich zu den Staatsschulden von 353 Mrd € etwa weitere 420 Mrd. € Verpflichtungen aus griechischen Kranken- und Rentenversicherungen, sowie etwa 170 Mrd. € Schulden, die von privat, Unternehmen und öffentlichen Organsiationen griechischen Banken geschuldet werden.

    Möchte man den Augias-Stall gründlich ausmisten, sind ebenfalls Konzepte vorzulegen, wie erschlichene EU-Subventionen zurückzuzahlen sind!

    Quellen:
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-duldet-griechenlands-betrug-seit-jahren/3381312.html?p3381312=all

    http://www.fortunanetz.de/dev/kbeobacht/2011/Mai/Mai06.php

    Darin u.a. auch enthalten das ganz spannende das FAKT-Video vom 27.02.2010

    http://www.youtube.com/watch?v=crJeuOqKaD4&feature=player_embedded

    Jochen Sanio [Präs. der Bafin] ist bereits am 5.Mai 2010 als Sachverständiger während einer öffentlichen Anhörung

    zum Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/CSU und FDP
    “Entwurf eines Gesetzes zur Übernahme von Gewährleistungen zum Erhalt der für die Finanzstabilität in der Währungsunion erforderlichen Zahlungsfähigkeit der Hellenischen Republik (Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetz, WFStG)”

    in einem längeren Kontext zu dem Schluss gekommen:
    “Wir alle sind uns einig:
    Der Staat hat das einmal getan und soll das nicht ein zweites Mal tun.
    Sonst kommen die Steuerzahler und hängen uns alle auf.
    Das möchten wir nicht. Wir müssen nach Lösungswegen suchen, um das zu vermeiden. Wir brauchen – das alles ist auf dem Weg – ein neues Restrukturierungs- und Abwicklungsrecht anstelle eines Insolvenzrechts, das nicht passt.”

    Vollzitat und Quellen:
    http://www.fortunanetz.de/kbeobacht/2011/Mai/Mai12.php

    • Fehler:
      Hier der Text aus der „Jungen Freiheit“:

      Türkische Flaggen in der Würzburger Innenstadt

      Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) Fotos: JF; Stadt Würzburg

      WÜRZBURG. Nach heftiger Kritik hat die Stadt Würzburg die Zahl der türkischen Fahnen in ihrer Innenstadt deutlich verringert. „Diese feierliche Symbolik ist gehörig schiefgegangen. Natürlich ist die Ankunft der ersten Arbeitsmigranten aus der Türkei in der Bundesrepublik, die sich nun zum 50. Mal jährt ein sehr freudiger Anlaß, doch die äußere Geste hierzu ist leider in mehrerlei Hinsicht unverhältnismäßig“, distanzierte sich Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) am Freitag von der Flaggen-Aktion, von der er nach eigenen Angaben „erst zeitgleich mit vielen verwunderten Reaktionen aus der Bevölkerung“ erfahren habe.

      Mit dem „überschwenglichen Fahnenaufgebot“ sei der deutsch-türkischen Freundschaft nicht gedient, sagte Rosenthal. „Im Gegenteil: Leider kamen prompt auch Reaktionen aus einem fremdenfeindlichen und rechten Milieu, die mit Blick auf das Fahnenmeer diffuse Ängste schüren wollen.“

      „Harmonischer Ausdruck von Brüderlichkeit“

      Der SPD-Politiker veranlaßte nun, daß die Zahl der Flaggen auf ein überschaubares Maß – ausschließlich in der Schönbornstraße – reduziert wurde. Dort hängen nun im Wechsel jeweils fünf türkische und fünf deutsche Fahnen. Dies sei ein harmonischer Ausdruck von Brüderlichkeit und gleichzeitig eine gute Werbung für den Festakt zum Jubiläum am Sonnabend.

      Wie die JUNGE FREIHEIT am Donnerstag berichtete, hatte die Stadt Würzburg eine umfangreiche Beflaggung der Stadt mit türkischen Fahnen durch die türkische Religionsbehörde Ditib und den Ausländerbeirat der Stadt genehmigt. Diese Fahnen sollten an den ersten türkischen Gastarbeiter erinnern, der vor fünfzig Jahren in die bayerische Stadt gekommen war.

      Kritik hatte es unter anderem auch deshalb gegeben, weil ausschließlich der türkischen Gastarbeiter gedacht wird, obwohl der Anteil der Türken an der Würzburger Stadtbevölkerung bei nur gut einem Prozent liegt. (rg/krk)

  • Also ich finde ehrlich gesagt die gestrigen Vorfälle in Athen noch relevanter…

    http://www.newsvine.com/_news/2011/05/13/6637921-greek-officials-urge-calm-after-racist-attacks

    Interessanterweise hört fast nichts davon. Ich meine, wo man sich so über die Dänen echauffiert, da ist es doch verwunderlich „Reichskristallnacht“ bisher nirgendwo gelesen zu haben.

  • … obwohl der Anteil der Türken an der Würzburger Stadtbevölkerung bei nur gut einem Prozent liegt.

    Ich bin guter Hoffnung, die ‚älteste, deutsche, demokratische Partei‘ wird diesem ausgesprochen mißlichen Umstand Abhilfe zu schaffen wissen. Ich nehme an, die Wunschvorstellung des Bürgermeisters liegt in der Nähe der exakt umgekehrten Proportionen. :-(

  • Es bröckelt auch in Berlin in der Storkower Straße.

    „Es weht eben leider kein großer Wind durch die derzeitige Führungsmannschaft der FREIHEIT sondern eher der provinzielle Kleingeist und die Kreativlosigkeit eines beliebigen CDU-Ortsverbandes. Einen Einzug in das Berliner Abgeordnetenhaus halte ich in Anbetracht dieser Situation für völlig illusorisch. Zu viele Amateure bekleiden Schlüsselpositionen und blockieren eine erfolgreiche Skalierung unserer Partei. Eine seriöse Presse- und Öffentlichkeitsarbeit findet faktisch nicht statt, die Buchführung und Mitgliederverwaltung sind ein einziges Chaos. Korrespondenz wird nur in ungenügender Weise beantwortet, gute Leute werden oftmals ohne Not verprellt, Eigenengagement wird ausgebremst und folgerichtig stagniert unsere Mitgliederzahl seit Monaten …“

  • Ohne Worte, die Zahlen sprechen für sich allein:

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/michael-grandt/der-pleitegeier-kreist.html

    Der Euro spaltet Europa. Die Bankster freuen sich und das Volk soll zahlen.
    Wieso nur denke ich in letzter Zeit so oft an die franz. Revolution?

    • Und die nächste Phase besteht aus fremdenfeindlichen Übergriffen.

      Alles geradezu zwingend logisch.

      Es fängt am Rand an, Griechenland, Portugal, Irland und breitet sich dann zur Mitte hin aus.

      Dänemark macht schon mal die Grenzen dicht, und die Linken hier keifen was von Visumspflicht für Dänen. Heute lobt die FAZ die Verdienste des IWF gerade auch in Griechenland, und zeitgleich bezichtigt ein NEW YORKER Zimmermädchen Strauss-Kahn der versuchten Vergewaltigung.

      Ich denke, an dieser Stelle sollte man sich nicht mehr darüber unterhalten, daß die Massenmedien gelenkt werden, sondern lieber darüber, was man tun kann, um Menschen, die an jedweder Bevormundung kein Interesse haben, zu ermöglichen, ihre Interessen zu wahren.

Schreib einen Kommentar

Buchladen
 Meine Bücher können in meinem Netzladen bestellt werden, auch mit persönlicher Widmung:
NEU: Die Besichtigung des Schlachtfelds
manfred-kleine-hartlage_besichtigung-des-schlachtfelds_720x600
Die Sprache der BRD. 131 Unwörter und ihre politische Bedeutung
Die Sprache der BRD
Die liberale Gesellschaft und ihr Ende. Über den Selbstmord eines Systems
Die liberale Gesellschaft
Dschihadsystem kleine-hartlage 30_neue-weltordnung_285x255
 Außerdem verfügbar
kurtagic warum konservative immer verlieren Kurtagic: Warum Konservative immer verlieren
Neueste Kommentare
Kommentatorenregistrierung
Wer sich registrieren möchte, um kommentieren zu können, schicke mir bitte unter Kontakt eine kurze Mitteilung mit dem gewünschten Benutzernamen. Das Benutzerkonto wird dann so schnell wie möglich eingerichtet. Dieses Verfahren ist aus Sicherheitsgründen erforderlich.