Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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von Clio

Nachdem aufgrund von Sarrazins Verbleib in der SPD beim linken Flügel der Partei zunehmend Unmut aufkam und einzelne Mitglieder „mit Migrationshintergrund“ sogar ihren Austritt erklärten, fühlt sich die Partei-Führung (hier ist insbesondere Generalsekretärin Andrea Nahles zu nennen) offenbar zum Handeln genötigt:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13320414/SPD-will-sich-eine-Migrantenquote-verordnen.html

Wie die “Welt Online” berichtet, möchte sich die Partei nun eine Migrantenquote (“Migranten” sind nach Definition der SPD alle Zuwanderer von der ersten bis zur dritten Generation) von mindestens (!) 15% für sämtliche Gremien verordnen. Diese Quotenregelung soll möglichst auch in den Landesverbänden umgesetzt werden.

 Mit einer Quote für Parteigremien will die SPD die Position der Migranten in den eigenen Reihen stärken. Die Bundespartei solle sich verpflichten, „mindestens 15 Prozent Migrantenanteil in allen Gremien“ zu vereinbaren, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles nach einer Präsidiumssitzung in Berlin. Dies wolle sie gemeinsam mit Parteichef Sigmar Gabriel dem Vorstand vorschlagen.

 Die Landesverbände sollen gebeten werden, eine solche Regelung auch in ihren Gremien umzusetzen. Migranten sollen zudem verstärkt als Kandidaten für Wahlen aufgestellt werden.

Bei der Definition, wer überhaupt als Migrant einzustufen sei, wolle sich die SPD an die Vorgaben des Statistischen Bundesamts halten, sagte Gabriel. Dieses stufe Menschen bis in die dritte Generation als Migranten ein. (…)“ 

Dies ist ein logischer Schritt, um die Umgestaltung Deutschlands in einen Vielvölkerstaat zügig voranzutreiben  und Tatsachen zu schaffen:

Führt die SPD tatsächlich solch eine Quote ein, werden andere Parteien (mit den Grünen an der Spitze) natürlich nachziehen müssen, da alle wissen: Menschen “mit Migrationshintergrund” stellen einen Großteil der zukünftigen Wähler dar. Niemand will es sich mit diesem Klientel ernsthaft verscherzen. Mit dem Anteil der Migranten in Deutschland werden auch die Quoten steigen, bis irgendwann eigentlich eine Quote für die autochthonen Deutschen angezeigt wäre. Darauf wird dann allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit verzichtet werden (warum sollten “Alteingesessene” denn “Sonder”- oder gar “Etabliertenrechte” erhalten?). Die Quoten-Migranten werden die deutsche Gesellschaft zu ihren Gunsten umzugestalten wissen und sicherlich entzückt über den vergrößerten Einfluss sein.

Die neue Entwicklung der SPD bestärkt mich in meiner Interpretation des Ausgangs der “Sarrazin-Affäre” und meiner Einschätzung Sarrazins, die ich vor einigen Tagen an dieser Stelle veröffentlichte. Sarrazin hat der autochthonen Bevölkerung einen Bärendienst erwiesen, indem er nicht frühzeitig freiwillig aus der Partei austrat. Um sich bei den vergrätzten Migranten aufgrund des nicht erfolgten Parteiausschlusses anzubiedern, fährt die SPD nun schwerste Geschütze auf. (So kann sie die Menschen „mit Migrationshintergrund“ umschmeicheln, muss sich aber nicht dem Vorwurf fehlender Meinungsfreiheit in der SPD aussetzen.)

Gleichzeitig steht Sarrazin wegen seiner leichtfertig abgegebenen Erklärung bei allen öffentlichen Äußerungen nun unter peinlichster Beobachtung durch die Partei (von wegen, Sarrazin könne jetzt die Thesen seines Buches viel besser „unter die Leute bringen“, als nach einem Austritt):

(…) Gabriel sagte, man müsse jetzt abwarten, ob sich Sarrazin an seine schriftliche Erklärung zu seinem künftigen Verhalten gegenüber der SPD hält. „Ob diese Brücke trägt, wird die Zeit zeigen“, betonte er. Der Parteichef ließ offen, wie die SPD reagieren wird, wenn Sarrazin seine umstrittenen Thesen zu Einwanderern wiederholen sollte. (…)“

Am Ende des Artikels wiederholte die „Welt Online“ übrigens noch einmal eine häufige mediale Falschbehauptung:

(…) Sarrazin hatte in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ die angeblich fehlende Integrationsbereitschaft von Muslimen beklagt und dies auch auf genetische Eigenschaften zurückgeführt.“

Danke, Thilo Sarrazin! Deutschland schafft sich ab und Du hast nicht nur kräftig daran verdient, sondern diesen Prozess durch Dein charakterloses Handeln auch enorm beschleunigt!

Langsam könnte man wirklich den Eindruck bekommen, dass Sarrazin sein Buch in Wahrheit im Auftrag des politischen Establishments schrieb und es sich bei der medialen Schlammschlacht um ihn um eine meisterhafte Täuschung der Bevölkerung handelte (Sarrazins Hineintappen in sämtliche Fettnäpfchen inklusive „Juden-Gen“, erscheint im Nachhinein doch ein wenig sehr platt…). Hier spielten offensichtlich alle Beteiligten genau aufeinander abgestimmte Rollen. Nun hat die SPD (genau wie alle anderen, sicherlich „nachziehenden“, Parteien in Deutschland) einen Vorwand dafür, den Einfluss der Migranten in Deutschland drastisch zu vergrößern. Zudem wird durch diese Quote auch die peinlich genaue Trennung zwischen „autochthonen Deutschen“ und „Menschen mit Migrationshintergrund“  von der Politik weiter zementiert. So etwas tut niemand, der „integrieren“ möchte.

10 Antworten auf Danke, Thilo Sarrazin: Migrantenquote für die SPD!

  • Schade Clio, du hast aus den Kommentaren zu deinem vorigen Artikel offenbar nichts gelernt. Offenbar brennen dir die Nerven durch und du prügelst auf den nächstbesten Helden ein, der die Welt nicht für dich gerettet hat.
    Wenn Gabriel jetzt ankündigt, Sarrazin mit Argusaugen beobachten zu wollen, können wir uns auf das Spektakel freuen und die Chancen nutzen. Alles ist in so weit optimal gelaufen. Der Rest liegt an uns.
    Meine Kinder haben auch einen Migrationshintergrund. Hier schreiben Leute aus Russland, Ukraine etc mit, die patriotischer als die meisten Deutschen sind. Die 15% kommen schnell zusammen und müssen keineswegs Deutschlandabschaffer sein.

    • Sorry, aber kannst du mir bitte sagen, welche Chancen hier genutzt werden sollen? Du glaubst, dass „patriotische Deutsche mit Migrationshintergrund“ in Führungspositionen gehoben werden? Von denen es ja auch tausende und abertausende gibt? Dream on.

      Und noch einmal sorry, aber unser Grundgesetz verbietet die Bevorzugung von Menschen aufgrund ihres Geschlechtes, ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer Weltanschauung ausdrücklich. Quoten sind grundgesetzwidrig. Und das Grundgesetz ist nicht nur zum Ansehen da. Migrantenquote bedeutet Inländerdiskriminierung (denn eine Quote von mindestens 15% bedeutet nicht, dass 85% keinen „Migrationshintergrund“ haben, sondern nur, dass 15% den Posten aufgrund ihrer Herkunft zugeschachert bekommen).

      Weil deine Kinder „Migrationshintergrund“ haben, bist du jetzt ganz begeistert davon, weil deine Kinder jetzt davon Vorteile hätten. Wie schön. Ich hätte aber Nachteile dadurch und fühle mich diskriminiert. Siehst du, wie toll Quoten sind? Aber die, die von Diskriminierung profitieren, jubeln ja immer darüber. Nimm bitte zur Kenntnis, dass nicht wenige „Biodeutsche“ mittlerweile die Schnauze voll davon haben, in ihrem eigenen Land immer mehr zu Menschen zweiter Klasse degradiert zu werden. Ich bin eine davon.

      Wenn du Sarrazin toll finden willst und ich hier auf jemanden einprügle „der die Welt nicht für mich gerettet hat“ (nein, ich prügle auf jemanden ein, der nicht zu seiner Überzeugung steht und nur Mist bewirkt hat), dann tu es. Es ist aber völliger Schwachsinn, so zu tun, als ob Sarrazins Verbleiben in der SPD jetzt riesige Vorteile für dieses Land hätte. Entweder, er hält den Mund oder er fliegt alsbald doch noch aus der SPD. Und gründet ganz sicher keine neue Partei. Und tritt ganz sicher keiner anderen Partei bei. Die Quoten-Migranten werden genau diejenigen sein, die die „richtigen“ Ziele vertreten. Hier ist nichts Zufall.

      Unterlasse bitte außerdem deine herablassenden Belehrungen. Keiner zwingt dich, meine Artikel zu lesen oder meiner Meinung zu sein. Mich zwingt aber auch keiner, die Meinungen meiner Kommentatoren zu übernehmen und daraus „zu lernen“. Mich kotzt der ganze Hype um „Migrationshintergrund“ einfach nur noch an. Im Ausland interessiert sich kein Mensch für meinen „Migrationshintergrund“. Nur in Deutschland ist das wichtig. Vielleicht gibt es ja bald auch eine öffentliche Kennzeichnung – für die, die einen „Migrationshintergrund“ haben oder die, die keinen haben. Gibt es eigentlich auch einen „Migrationsvordergrund“?

      Aber was soll das Gestreite – die Zukunft wird zeigen wer Recht hat. Sie wird auch zeigen, wieso die DVA, die mit der Bertelsmann-Stiftung assoziiert ist, Sarrazins Buch verlegte.

      • Wenn demnächst aufgrund einer EU-Antidiskriminierungsrichtlinie in allen privaten Unternehmen, Verbänden und Parteien Moslemquoten eingeführt werden, ist die Dystopie perfekt. Aber im Moment tut dies nur eine Partei für sich selbst, sozusagen im Rahmen ihres eigenen „Projekt 15“.
        Ich sehe in deinem Artikel eine ganze Reihe von Fehlschlüssen. Insbesondere ist es m.E. absurd, ausgerechnet Sarrazin für das Projekt 15 verantwortlich zu machen. Derartiges Rotsehen und Losprügeln können wir uns aufgrund des Ernstes der Lage nicht leisten. Umgekehrt zeigt Sarrazin, wie man kühle Nerven behält und gut kalkuliert.
        Dass er so ein offenes Buch geschrieben hat, verdanken wir gerade dem Umstand, dass er seine Parteipolitiker-Karriere hinter sich hat. Wenn er als Parteipolitiker (offenbar die einzige Rolle, die sich viele vorstellen können) Deutschland retten wollte, hätte er das Buch nicht geschrieben.

      • Zu nutzende Chancen: weitere endlose aufmerksamkeitsträchtige Debatten darüber, ob Sarrazin nun seine 3-Punkte-Zusage eingehalten hat oder nicht. Es ist offenbar Gabriel, der diese Zusage missinterpretiert, und wenn er sich mit dieser Missinterpretation an ein Parteigericht wendet, wird es erneut spannend. Gabriel ist es zu verdanken, wenn Sarrazins Auftritte auch weiterhin brisant bleiben. In der Sache, um die es hier geht, hat Gabriel ohnehin schlechte Karten, und auch politisch können diese zunehmend schlecht werden, wenn wir weiter auf die Achillesferse der Diskursbeherrscher zielen, wie Manfred es kürzlich formulierte, und dabei dem Wind helfen, sich zu drehen. Auch sonst lassen ein paar objektive Faktoren lassen dieses Unterfangen aussichtsreich erscheinen.

      • Ideologisch verfolgt die SPD hier eine nationalistische Linie, welche formal durchaus im Einklang zu Sarrazins Position steht.

        Nur daß es ein formales Kartenhaus ist.

        15% Immigranten mehr in einer Partei, welche Stimmen verliert, wird auch innerhalb dieser Partei zu großen Belastungen führen.

        Und ja, sicher, die SPD wird die Immigranten, welche sie gerne hätte, gar nicht kriegen. Oder wenn sie sie wider Erwarten doch kriegen sollte, so veränderte sich dadurch ihr Charakter in weit größerem Umfang, als sie es verkraften kann.

        Nur schelten würde ich die SPD nicht. Das Problem dieser Leute ist ihre Dummheit. Ich finde es durchaus begrüßenswert, daß sie jetzt einmal einen klaren Schritt getan haben, welcher sie selbst die Konsequenzen ihrer Dummheit spüren lassen wird.

        • Die SPD verdient jede Menge Schelte. Möge ihre Quotenregelung zu ihrem Projekt 15 werden!
          Vielleicht können wir auch dazu beitragen. Aber Sarrazin schelten? Wir sind doch nicht blöd.

  • Schlechte Chancen erhöhen die Risikobereitschaft.

    Wenn’s glückt, steht die SPD entschlossen und der Zukunft zugewandt da.

    Es ist aber leicht für ihre linken Konkurrenten ihr das Wasser abzugraben.

    Die Grünen werden sagen, daß die SPD die Immigranten assimilieren will, ihre Eigenständigkeit nicht respektiert und die Linke wird sagen, daß Sozialismus nicht aus Posieren besteht.

    Dann, wenn die SPD anfängt schlecht dazustehen, ist der richtige Moment auch von rechter Seite auf sie einzuschlagen.

    Ich denke, es ist durchaus wichtig bis dahin zu warten, weil sie sonst Sympathien für ihre Kämpferischkeit gewinnt.

  • Mir scheint es auch, das hier jemand einen Helden aufbauen wollte, der sich gar nicht dafür geeignet hat. Für mich war die Person von Anfang an, eher uninteressant, wichtig war nur sein Buch und die mediale Kampagne dazu. Sarrazin hatte schon mit Wulff die Gelegenheit gehabt, mal richtig auf den Putz zu hahen. Hat er aber nicht gemacht. Weil er zu alt und zu müde dazu war? Oder einfach aus falsch verstandener Staatsräson? Mann konnte nichts anderes von ihm erwarten, als das was er gemacht hat. Die SPD oder die anderen Blockparteien brauchen keinen Sarazzin um eine Ausländerquote einzuführen. Das ist lediglich konsequent von ihnen, und eigentlich schon überfällig aus deren Logik heraus.
    Wenn die Restdeutschen nicht dazu in der Lage sind, das zu unterbinden, dann müssen sie sich eben damit abfinden, das bald Ausländer über sie bestimmen werden.

  • Depero,

    ich glaube, Sie haben den entscheidenden Satz am Ende ihres Beitrages gesagt:

    „Die SPD oder die anderen Blockparteien brauchen keinen Sarazzin um eine Ausländerquote einzuführen. ……….
    Wenn die Restdeutschen nicht dazu in der Lage sind, das zu unterbinden, dann müssen sie sich eben damit abfinden, das bald Ausländer über sie bestimmen werden.“

    Mir scheint, daß dies der Wirklichkeit am nächsten kommt und alles auf eine unerfreuliche Auseinandersetzung mit den unerwünschten Eingewanderten hinausläuft. Diese Auseinandersetzung darf aber nicht in Deutschland beginnen, sondern muß irgendwo anders in Europa ihren Anfang nehmen, vorzugsweise in Frankreich oder England.

  • Alkibiades

    In England sicher nicht. Die Englaender sind eigentlich genauso lenkbar und leichtglaeubig wie die Deutschen. Man wird, wenn es zum Schlimmsten kommt, die europaeischen Brudervoelker wieder aufeinander hetzen, genau wie 1914 und 1939. Und dabei wird man wieder frohlocken, wie wir weissen Europaeer uns erneut gegenseitig dezimieren. Gruende gibt es doch genug: Wer hat mehr Schulden, wer will wen in der EU knechten? Und auch olle Kamellen kann man wieder rausholen. Der Deutsche hat immer noch nicht ausreichend fuer den letzten Weltkrieg bezahlt? Zeit, wieder mal die Pistole auf den Tisch zu bringen. Und Friedensangebote werden auch diesmal nicht akzeptiert.

    Wenn wir nur einen Intensivtaeter aufknuepfen, wird Deutschland wieder zur Achse des Boesen.

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