Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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von Clio

Die “Integrationspolitik” in Deutschland trägt ungeahnte Früchte: Nachdem das Dogma, wonach Menschen “mit Migrationshintergrund” bis in alle Ewigkeit Menschen „mit Migrationshintergrund” bleiben sollen (ja geradezu müssen), stetig fester zementiert wird, entdecken die Angesprochenen zunehmend ihre Partikularidentitäten:

Meistens sind es ja muslimische – sehr häufig türkische – Migranten, die Sonderrechte für die eigene Gruppe fordern. Derartige Bestrebungen kommen nun jedoch auch aus einer völlig unerwarteten Ecke:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13316448/Berliner-will-Partei-fuer-Polen-in-Deutschland-gruenden.html

Wie die „Welt“ berichtet, möchte der Berliner Anwalt Stefan Hambura, selbst zugewanderter Pole, eine Partei gründen, die die Rechte von “Deutschpolen” vertreten soll:

(…) Sie alle fallen – theoretisch – unter Artikel 20 des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags von 1991. Darin verpflichtet sich Deutschland, Bürgern, „die polnischer Abstammung sind oder die sich zur polnischen Sprache, Kultur und Tradition bekennen“, die Entfaltung „ihrer ethnischen, kulturellen, sprachlichen und religiösen Identität“ zu gestatten, frei vom Druck, „assimiliert zu werden“.

Auch von „öffentlicher Unterstützung“, also staatlicher Hilfe für polnische Kultur- und Bildungsarbeit und Pflege der Muttersprache in Deutschland ist im Vertrag die Rede. Warschau verpflichtete sich umgekehrt dazu, mit den Deutschen in Polen genauso zu verfahren. (…)

(…) Der Berliner Rechtsanwalt Stefan Hambura, auch er ein Zuwanderer mit polnischen Wurzeln, kritisiert im Gespräch mit „Welt Online“ einen „regelrechten Wettlauf der Freundlichkeiten zum Jubiläum“. Hambura gilt vielen als Störenfried in den deutsch-polnischen Beziehungen. Er hat in heiklen Fällen polnische Kläger gegen die Bundesrepublik Deutschland vertreten, etwa als ehemalige NS-Zwangsarbeiter zusätzliche finanzielle Leistungen erstreiten wollten (die Klage blieb erfolglos).

Jetzt sorgt Hambura wieder für Aufsehen: Er will in Deutschland eine polnische Partei gründen, die etwa bei den Wahlen in Berlin im Herbst antreten könnte. Dass die Deutschen in Polen von der Fünf-Prozent-Hürde befreit sind, womit seine Partei nicht rechnen könne, hält er für eine „krasse Asymmetrie“. Eine Interessenvertretung der Polen müsse vor allem dafür sorgen, dass auf deutscher Seite der Vertrag eingehalten werde.

Allerdings will Hambura auf Nachfrage nicht verraten, wann denn nun die Partei ins Leben gerufen wird. Auch ihre Chancen, bei Wahlen erfolgreich zu sein, erscheinen unklar. Der Politologe Dieter Bingen, Leiter des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt, hält es für „fraglich, dass sie unter den Polen in Deutschland viele Wähler finden würde. Aber bei Kommunalwahlen könnte es hier und da vielleicht Überraschungen geben.“ Bei Kommunalwahlen dürfen auch polnische Staatsbürger wählen, da sie EU-Ausländer sind. (…)

(…) Die Deutschen in Polen gelten als nationale Minderheit, die Polen in Deutschland – anders als etwa die Sorben – nicht. Hinter vorgehaltener Hand sagen deutsche Politiker und Diplomaten: „Wenn wir die Polen als Minderheit anerkennen, kommen als Nächstes die Türken und alle weiteren, wollen den Status und halten die Hand auf.“

Die Argumente lauten, eine Minderheit müsse lange in einem „angestammten Siedlungsgebiet“ ansässig gewesen sein. Das lässt jedoch Hambura nicht gelten: „Die Sinti und Roma sind über das ganze Bundesgebiet verstreut, und dennoch wurden sie in den 90er-Jahren als Minderheit anerkannt. (…)“

Natürlich ist völlig unklar, ob Hambura die Partei tatsächlich gründen und ob diese, einmal ins Leben gerufen, von Erfolg gekrönt sein wird. Seine öffentliche Artikulation der Absicht, eine Partei für „Deutschpolen“ gründen zu wollen, zeigt jedoch, wohin Deutschlands „Integrationspolitik“ in der Zukunft führen könnte:

Die Identitätsschwäche der autochthonen Deutschen wird – wie man an den Verlautbarungen von deutschen Politikern sowie jenen der Massenmedien ablesen kann – immer größer. Zunehmend proklamiert man eine „bunte Republik“ und damit gleichzeitig einen Vielvölkerstaat auf deutschem Boden. Die Migranten beobachten diese Entwicklung sehr genau. Je schwächer die deutsche Identität wird, desto mehr verliert sie naturgemäß an Integrations- bzw. Anziehungskraft auf Menschen „mit Migrationshintergrund“. Menschen sehnen sich stets nach Zugehörigkeit und wenn diese in Deutschland im Rahmen eines kollektiven Deutschseins nicht mehr möglich ist (weil sich die Deutschen ihrer selbst nicht mehr bewusst sind und jede deutsche Identität abstreifen wollen) besinnen sich diejenigen, welche noch andere Zugehörigkeiten in petto haben, eben auf diese.

Je virulenter die Ich-Schwäche der Deutschen von diesen zur Schau gestellt wird, desto offensichtlicher könnte die Transformation Deutschlands in eine multinationale Gesellschaft werden: Eine Zuwanderergruppe nach der anderen würde in diesem Falle auf ihre „Rechte“ pochen und diese auf allen gesellschaftlichen Ebenen verankern wollen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt mag man dies für eine unrealistische Dystopie halten.

Doch eines darf nicht vergessen werden: Die Zahl der Menschen „mit Migrationshintergrund“ in Deutschland ist im Anstieg begriffen. Zwar kann die BRD – wenn man die reinen Zu- und Abwanderungsquoten betrachtet – als Auswanderungsland bezeichnet werden, aber die Migranten, welche bereits hier sind (und teilweise auch deutsche Pässe besitzen, ohne sich im Geringsten mit Deutschland, seiner Geschichte, seiner Sprache oder deutschen Traditionen zu identifizieren) vermehren sich stetig weiter. Je mehr Menschen „mit Migrationshintergrund“ es in diesem Lande gibt, desto stärker wächst auch deren Anteil an der Gestaltung des politischen und gesellschaftlichen Lebens. Sie drängen in wichtige Positionen, die dafür genutzt werden können, der eigenen Ethnie bzw. den Mitgliedern ihrer jeweiligen Ursprungsgesellschaft Ressourcen und Rechte auf Kosten der autochthonen deutschen Bevölkerung zu sichern.

Deutschland ist nicht für die Umwandlung in einen Vielvölkerstaat geeignet, weil das Land durch seine NS-Vergangenheit völlig neurotisiert ist, eine kapitale Ich-Schwäche aufweist und damit keine übergeordnete Identität für alle in Deutschland lebenden Menschen geschaffen werden kann. Dies ist hier – anders als in den Vereinigten Staaten – einfach nicht möglich. Deswegen läuft Deutschland Gefahr, letztlich zu einem Land zu werden, in dem sich unzählige Minoritäten um die „Fleischtöpfe“ der Macht und des Wohlstands streiten, bis die BRD schließlich daran zerbrechen könnte.

Hätte dieses Land verantwortungsvolle Politiker, hätten sie auf die Worte des Alt-Bundeskanzlers Helmut Schmidt gehört, der schon vor Jahren bekundete, dass Deutschland zur Umwandlung in „einen Schmelztiegel“ ungeeignet sei. Doch die heutigen „Eliten“ kümmert dies wenig. Schließlich muss die „deutsche Schuld“ durch die Vernichtung deutscher Identität abgetragen und die eigenen Pfründe gesichert werden.

Das 21. Jahrhundert scheint eine Zeit des totalen Krieges zu werden – gegen das Konzept der „Identität“. Jede Identität beinhaltet Ab- und damit natürlich auch Ausgrenzung. Anders ist Identität nicht denkbar. Wer alles ist, ist gleichzeitig nichts mehr, denn er verliert sämtliche spezifischen Charakteristika. Viele Identitäten, die auf einem kleinen Raum zusammengepfercht werden, mögen sich zunächst ihrer selbst bewusst werden, verlöschen jedoch mit der Zeit durch gegenseitige Erstickung. Jede Kultur, jede Identität braucht Luft zum Atmen und Platz zur Entfaltung. Wenn aber bereits ein kleines Fest im Kindergarten zu einem riesigen Problem wird, weil zunächst geklärt werden muss, in welcher Sprache bzw. welchen Sprachen die Lieder gesungen werden dürfen, welche Ausdrücke „rassistisch“ und damit tabu sind oder wie religiöse Elemente verwässert werden können, damit sich niemand angegriffen fühlt – dann ist „bunt“ auf dem besten Wege, „braun“ zu werden.

Hieraus ergibt sich ein Paradox, das die Multi-Kulti-Fanatiker in ihrer Kleingeistigkeit nicht zu erkennen vermögen: Wer für „Multi-Kulti“ ist, muss gegen „Multi-Kulti“ sein – in den einzelnen Ländern. Denn „Multi-Kulti“ tötet „Multi-Kulti“ und wird zu einem grauen Brei von „Mono-Kulti“.  Es bleibt zu hoffen, dass diese Erkenntnis bei den Massen nicht erst dann zu dämmern beginnt, wenn „Kultur“ nur noch eine „McDonald’s Gesellschaft mit Halal-Burger“ bezeichnet.

15 Antworten auf Früchte deutscher „Integrationspolitik“

  • Zu diesem Thema heute in der FAZ Ruprecht Polenz (CDU):

    „Unsere Werte sind mit dem Islam kompatibel“

    http://www.faz.net/s/Rub99C3EECA60D84C08AD6B3E60C4EA807F/Doc~E75E24518DAFF4221B7C47B6A32714FAF~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Wie durchgeknallt kann man als Christdemokrat eigentlich sein?

  • Danke für den Beitrag. Ein realistischer Blick auf eine selbstzersörerische Entwicklung. Was wurde denn aus den Vielvölkerstaaten, wenn sie nicht auf eine autoritäre und oftmals totalitäre Art und Weise zusammengehalten wurden? Sie lösten sich auf. Ausnahme: Amerika (Süd-, Mittel-, Nord-), feilich, nur Nordamerika mag für einen Abendländer eine annehmbare Option darstellen, doch bereits die Entwicklung in den USA ist bedenklich, deren Zukunft kann mit gutem Grund kritisch gesehen werden. Außerdem sind die (einstmals eroberten) Einwanderungsländer nicht mit den gewachsenen Staaten in Europa vergleichbar.

  • Die Eichen

    Schönes Bild von alter deutscher Treue,

    Wie sie bess’re Zeiten angeschaut,

    Wo in freudig kühner Todesweihe

    Bürger ihre Staaten festgebaut!

    Ach was hilft’s, daß ich den Schmerz erneue?

    Sind doch alle diesem Schmerz vertraut!

    Deutsches Volk, du herrlichstes vor allen,

    Deine Eichen stehn – du bist gefallen!

    Theodor Körner
    1791-1813

  • „Zwar kann die BRD – wenn man die reinen Zu- und Abwanderungsquoten betrachtet – als Auswanderungsland bezeichnet werden, aber die Migranten, welche bereits hier sind (und teilweise auch deutsche Pässe besitzen, ohne sich im Geringsten mit Deutschland, seiner Geschichte, seiner Sprache oder deutschen Traditionen zu identifizieren) vermehren sich stetig weiter.“

    Betrachtet man das in der Medienpropaganda so gern zitierte „Auswanderungsland Deutschland“ am Beispiel des Jahres 2009 genauer, so hat sich auch durch Wanderungsbewegungen die Bevölkerungszusammensetzung um 64 000 zu ungunsten der passdeutschen Bevölkerung verändert:

    Einwanderung: 721 000, davon 606 000 ausländische Personen, 115 000 deutsche Personen
    Auswanderung: 734 000, davon 579 000 ausländische Parsonen, 155 000 deutsche Personen
    Summe: -13 000, davon +27 000 ausländische Personen, -40 000 deutsche Personen

    Quelle: Statistisches Bundesamt, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/05/PD10__185__12711.psml

    Die deutlich größere Gefahr der Änderung der Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerungszusammensetzung scheint jedoch in der Tat von den extrem unterschiedlichen Geburtenraten zwischen Autochtonen und „südländischen“ Zugewanderten auszugehen.

  • Betrachte ich mir die Wahlumfragen für Bremen,

    http://www.medrum.de/content/politische-stimmung-bremen-cdu-nur-noch-drittstaerkste-partei

    dann muss ich konstatieren, der Mehrheit der Deutschen ist es scheissegal wenn sie als Volk in den Orkus der Geschichte verschwinden.

    Bremen ist in Punkto wirtschaftlicher Entwicklung, Bildung, Kriminalitätsbekämpfung, etc. Schlusslicht der Bunten Republik.
    In Bremen gibt es eine durchaus wählbare Alternative (BIW). Doch der Michel wählt links-grün etappliert. Würde mich nicht wundern, dass in 4 Jahren der Miri-clan in Bremen eine Partei gründet, die dann locker die 5% übersteigt.

    In einem Land in dem die Dekadenz, per Gleichstellung, besser gesagt Bevorzugung von Homogemeinschaften, vor Ehen, locker und ohne Proteste durchgepeitscht werden kann, Kinder wenn sie denn zur Welt kommen, immer weniger in gesunden stabilen Ehen und Familien aufwachsen, ist mir die Gründung einer Polenpartei ja fast geradzu sympatisch, sofern sie einen gesunden konservativen Katholizismus zumindest in Familienfragen begründen würde.

    • Interessanter Gedanke: So gesehen würde ich diese Polen-Partei dann auch gern wählen. Denn die „Deutschen“ „C“-Parteien werkeln mehr am Untergang denn am Aufbau eines familienfreudlichen Klimas.

  • Man muss auch mal sehen, wer zu den Wahlen kommt. Bei den Landtagswahlen in Rheinlandpfalz war ich Beisitzer. Die Wähler, die jünger als 40 Jahre alt waren, konnte man fast an einer Hand zählen.
    Aber die Alten kamen fast vollständig, und haben wie immer ihr Kreuz an der „richtigen“ Stelle gemacht.
    Unabhängig davon habe ich bei vielen Gesprächen mit älteren Menschen immer wieder erlebt, dass den Meisten alles egal ist. Man hofft und geht auch davon aus, dass die Rentenzahlungen noch bis zum Lebensende fortsetzt werden. Was danach kommt, sagen viele, ist nicht mehr ihr Problem.

  • Die Zukunft der BRD (nicht Deutschlands!) ist vorgezeichnet: Es wird zunehmend eine Abschottung der Ethnien geben, mit dem „Vorteil“, dass die Reibungsflächen im Alltag geringer werden. Deutsche, türkische und polnische Stadtviertel, Kindergärten, Schulen, Vereine und Religionsstätten mit deutscher, türkischer und polnischer Sprachigkeit, Kultur sowie Justiz verhindern, dass eine Seite sich über die andere echauffiert. Die ethnischen Stammesgebiete werden den ursprünglichen staatlichen Zugehörigkeiten überlagert sein un diese zunehmend bedeutungslos machen. Lediglich der industrielle Prozess zwingt alle gemeinsam ans Band. Nach Feierabend geht jeder seinen Weg. Zwischen den Ethnien werden sich die Bevölkerungszahlen verschieben, die Deutschen werden am stärksten schrumpfen. Und irgendwann wird der Verband der Ursprungsdeutschen in der BRD bei den türkischen Behörden um Genehmigung für ein Treffen der Volksdeutschen im Treuhandgebiet Türkei bitten.

    • Es ist traurig genug, aber ich denke, dass Sie Recht haben könnten. Tribalisierung unter der Decke des ehemaligen Nationalstaates. Vermutlich wird es so kommen. Und leider ist dies – wie Ihr Vorkommentator Mike ja sehr treffend bemerkte – den meisten Deutschen (vermutlich nicht nur den älteren, die jungen und insbesondere die sehr jungen kennen ja nur „Multi-Kulti“) herzlich egal. Alles was über den eigenen Wohlstand, den eigenen Spaß und die eigene Befindlichkeit hinausgeht, interessiert heute die Mehrzahl der Menschen einfach nicht. Kaum jemand denkt in größeren Dimensionen bzw. größeren Zeiträumen und fühlt sich für die Zukunft noch verantwortlich. Vermutlich ist das Aussterben solcher Menschen im Grunde kein wirklicher Verlust.

  • Die Pläne des polnischen Rechtsanwalts lassen einem Nachkommen ostpreußischer Flüchtlinge das Hütchen hochgehen. Die Gleichsetzung der Reste ostdeutscher Bevölkerung in Polen (mutmaßlich seit 700 Jahren dort ansässig)als Minderheit mit der Minderheit von Polen, die nach dem Krieg (!) nach Deutschland eingewandert sind, ist eine Chuzpe ersten Ranges. Offenbar sind auch die Verträge zwischen beiden Staaten so gestaltet worden, daß sie (wie üblich) zu ungunsten der Deutschen ausgelegt werden können. Es war vor einigen Monaten schon einmal zu lesen, daß polnische Verbände wieder die Rechte haben wollen, die der polnischen Minderheit schon im Kaiserreich zustanden. Dabei läßt man völlig unter den Tisch fallen, daß zwar(abgesehen von den Ruhrgebietspolen) die Polen tatsächlich auch eine autochthone Minderheit in ostdeutschen Gebieten waren, diese Gebiete heute aber ALLE zu Polen gehören. Insofern ist es eine kaum zu überbietende Dreistigkeit, daß erst (fast) alle Deutschen aus ihren angestammten Gebieten vertrieben werden, man ihnen dann in den ihnen verbliebenen Reststaat hinterherfährt (warum eigentlich, wo man doch im Osten mit ihnen nicht zusammenleben konnte) und dann auf ureigenem deutschem Territorium ihnen dieses gewissermaßen auch noch streitig machen möchte. Angesichts dieser Forderungen verschlägt es einem gerecht denkenden Menschen die Sprache. Die Polen mögen sich auch bitte nicht mit den Sorben gleichsetzen. Dieses kleine slawische Volk sitzt wahrscheinlich schon seit der Völkerwanderung in seinem heutigen Gebiet und hat seinen Minderheitenstatus völlig zu Recht.

  • Kann einer der Leser Auskunft darüber geben, wie viele türkisch- bzw. arabischstämmige „Migrationshintergründe“ inzwischen Mandate im Bundestag und den Landtagen innehaben?
    In absoluten Zahlen und prozentual?

  • Clio: „Alles was über den eigenen Wohlstand, den eigenen Spaß und die eigene Befindlichkeit hinausgeht, interessiert heute die Mehrzahl der Menschen einfach nicht. Kaum jemand denkt in größeren Dimensionen bzw. größeren Zeiträumen und fühlt sich für die Zukunft noch verantwortlich. Vermutlich ist das Aussterben solcher Menschen im Grunde kein wirklicher Verlust.“

    Ich denke, dass die Diskussion über Verlust oder Gewinn in dem Sinne keine Rolle spielen sollte und will das etwas weiter ausführen:

    Dass sich „kaum einer“ für größere Dimensionen und Zusammenhänge interessiert, ist meiner Meinung nach natürlich bedingt[mangelnde Intelligenz, egal, ob geburtsbedingt oder anerzogen(aberzogen?)]. Das, was als Desinteresse oder Interesse der Masse[derjenigen im Tiefschlaf?] an größeren Zusammenhängen interpretiert wird ist doch immer nur die Reflektion dessen, was dieser Masse beigebracht wird. Man interpretiert also Selbstsucht und Habgier = Desinteresse, Zusammenhalt und Opferbereitschaft = Interesse. Sofern es nur gelernt, aber nicht gefühlt ist, durchgesetzt von Autorität, Propaganda und Gruppenzwang, sind diese Werte aber austauschbar.
    Und vielleicht hat dieser Austausch der Werte ja auch einen Sinn?! *[ich bin allerdings kein Christ ;-)]

    Dementsprechend ist das wenig verlustreiche Hinsterben der Massen dann auch in einer Gesellschaft, die edle und gerechte Werte hochhält, noch zutreffend- denn sie würden auch dann nicht aus eigenem Antrieb erkennen, dass die von ihnen vertretenen Werte richtig sind und könnten nach einem Machtwechsel wieder in andere Richtungen gelenkt werden. Sie sind dann, so nüchtern betrachtet, lediglich temporär keine Belastung, sondern ein Gewinn[eine Betrachtungsweise, die doch wohl eher egoistisch und materiell motiviert ist].

    Der Unterschied muss doch sein, dass diejenigen, welche die edlen und gerechten Werte durchsetzen, ein Motiv haben, das eben diesen Menschen zum Glück verhelfen will, wenn Liebe vielleicht zu hoch gestochen ist, dann doch immerhin Fürsorglichkeit und Anteilnahme. Dass sie ihnen helfen wollen, Höheres zu erreichen[was wiederum _allen_ helfen würde, in gewisser Weise sogar *besonders* denen, die diese Werte fühlen(was aber eine andere Art von Egoismus darstellt, glaube ich. Nach diesem Bild eine im Sinne von Über-Ich anstatt von „Es“ http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber-Ich)]. Während diejenigen, welche momentan die Autoritätspositionen und Propagandakanäle innehaben und somit auch die Gruppenzwänge steuern, von Eigennutz, Machtgier und Materialismus motiviert sind und den Rest möglichst weit zu sich hinabziehen will- meiner Meinung nach, damit man dann einen Selbstsüchtigen nach dem anderen ausnehmen und versklaven kann, ohne jemals auf mehr Widerstand zu stoßen außer eben dem, der gerade dran ist.
    Nun muss man aber noch anmerken, dass sich selbst diese lügende, stehlende Verräterbande genötigt fühlt, trotz des fortschreitenden Werteverfalls regelmäßig an das Gute und Gerechte zu appelieren und Gegensätzliches als Böse zu definieren oder einen Buhmann in den Raum zu stellen[Drittes Reich! Viertes Reich! Holocaust! Nazi! BUH!]- ein Lichtblick in dem Sinne, dass die Masse gut und gerecht sein will und nur durch Angst im Zaum gehalten werden kann?
    Oder nur eine Umdeutung von Begriffen im Sinne von „social engineering“? Keine Ahnung, mein Kopf schwirrt grade etwas. Kein Wunder bei so einem Thema [und 3 Tannenzäpfle intus ;-)]

    Naja, ich drücke jetzt mal auf Submit Comment… mal sehen, was ich morgen von meinem Geschreibsel denke.

    *
    Und Jesus erzählte ihnen noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune

  • Hallo,
    Sehr interessanter Artikel. Ich möchte meine Meinung zu Integration teilen. Meine Familie ist 1991 nach Frankreich ausgewandert. Man könnte meinen, ins Nachbarland zu gehen, würde keine großen Probleme darstellen. Wir hatten uns in dieser Hinsicht uns geirrt. Wir mussten auch Ausländerfeindlichkeit und Isolation erleiden, aufgrund der Kulturunterschiede und der Sprachbarrieren am Anfang. Auch unsre Offenheit und unsere Versuche uns zu integrieren, haben nicht gelangt. Es doch Jahre gebraucht um Akzeptanz zu erlangen. Heute noch, obwohl ich ein besseres Französisch kann, und besser ausgebildet bin, mehr Verdiene als der „durchschnittliche Franzose“ und mich wie ein Franzose verhalte, muss ich noch immer das Etikett „Ausländer“ tragen. Ich liebe dieses Land und könnte wo anders nicht leben. Daher verstehe ich den Anwalt, indem er Akzeptanz auf rechtliche Wege erhalten möchte.

    Reifi

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