Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Es wäre falsch, diesen Artikel eine Rezension zu nennen, weil Lissons Buch zu denen gehört, aus denen man nur zu zitieren braucht. Eine Rezension erübrigt sich dann.

Wenn man allerdings Zitate aus einem Buch auswählt, in dem kein einziges überflüssiges Wort steht, steht man vor der Frage, ob man sich lieber die linke Hand oder den rechten Fuß abhackt. Es gibt keine wichtigeren oder weniger wichtigen, keine besseren oder schlechteren Passagen. Ich zitiere einfach ein paar Kostproben:

Totalitäre Strukturen: Sie wirken bis heute fort. Die sogenannten 68er, die wie alle „Revolutionäre“ als „Befreier“ kamen und als Unterdrücker endeten, sind die geistig-ideologischen Ausläufer des 20. Jahrhunderts. Sie bilden heute den Link zwischen der alten, offenen, plump naiven Totalität und der neuen, verdeckten, geschmeidigen und raffinierten des 21. Jahrhunderts. Doch ist die innere Verwandtschaft beider Formen evident. Wer das verkennt, ignoriert die politische Realität, die zwar jeden umfängt, aber mit ihrer ganzen Gewalt eben nur zu spüren bekommt, wer sie herausfordert.

Das Neue, sagen sie, wächst an den Rändern, wie die Bedrohung. Also müssen sie die Ränder überwachen und damit auch das Neue. Denn die Fähigkeit zum eigenen Urteil wollen sie einfach nicht dulden, obwohl sie gerade diese Forderung ständig im Mund führen. Das ist der große Widerspruch, ist die Bigotterie, die uns zu ihren Gegnern macht. Wo sie sind, ist die Freiheit gemordet und hängt nun als aufgeputzter Kadaver in den Bäumen ihrer Gärten. Die Lüge kommt täglich, bürstet die Leiche und spricht: „Ach Freiheit, wie schön du bist.“

Euer zur Schau gestelltes, aufdringliches Gutmenschentum war von Beginn an komplett erlogen – und ist es bis heute. Früher habt ihr verbrecherische Systeme und Massenmörder unterstützt, ohne daß ihr – im Gegensatz zu euren Eltern – in irgendeiner Weise dazu genötigt wurdet.

Fragt ihr uns nach den Gründen unseres Zorns – hier die Antwort: weil wir es satt haben, uns ausgerechnet ausgerechnet von euch permanent moralisch bevormunden zu lassen! weil euer Lügen bis heute dieses Land beherrschen und es weiterhin innerlich zerstören! weil ihr nicht besser seid als die Nazis, deren Methoden ihr nur perfektioniert habt. Denn eure Gleichschaltung kommt ohne offiziellen Presseanweisungen aus, da sie sich nicht nur gegen die politische Auffassung der Menschen richtet, sondern gleich auf die Psyche zielt. Ihr wollt den Hitler im Deutschen ausmerzen, wie die Nazis einst den Juden im Deutschen, nur verläuft euer Unternehmen deutlich erfolgreicher, de ihr noch raffinierter vorgeht als die Nazis: ihr betreibt eine Schuldindoktrination und bedient euch damit des vielleicht sichersten Mittels, Menschen moralisch zu brechen. Schon die Jüngsten werden traumatisiert, noch bevor sie sich überhaupt ein Bild von den Zusammenhängen machen können. Der Schaden, den ihr damit anrichtet, ist gewollt. Und genau das macht euch zu Verbrechern. „Und du wirst nicht mehr frei dein Leben lang.“ Wie die Nazis und die Kommunisten wollt auch ihr die totale Kontrolle über die Köpfe. Das Ergebnis können wir jeden Tag den Medien entnehmen.

Ihr sagt, ihr glaubt uns nicht, wir übertrieben – und wiegelt ab. Machen wir also die Probe mit vertauschten Größen und fragen euch: Wie würdet ihr einen Staat nennen, in dem links-alternativen Zeitungen die Druckereien angezündet und Kioske, die solche Zeitungen verkaufen wollen, mit Boykott bedroht werden? Wie einen Staat, in dem jeder, der solche Zeitungen liest und womöglich sogar darin schreibt, existenzbedrohende Repressalien fürchten muß? Wie würdet ihr einen Staat nennen, in dem Läden, die T-Shirts mit Cannabis-Motiv anbieten, die Fensterscheiben eingeschmissen werden? Und alle sagen: „Richtig so! Linke haben in unserer Stadt nichts zu suchen, denn es darf nur einen rechten Lebensstil geben, alle anderen gehören verboten!“ Wie einen Staat, in dem eigentlich nur mehr oder weniger konservative Parteien zugelassen sind, die außerdem darüber entscheiden, wo die „Mitte“ verläuft, und die alle anderen Meinungen und Milieus, die sich nicht eindeutig zum christlich-konservativen Weltbild bekennen, als „linksextremistisch“ kriminalisieren? Wie also würdet ihr einen Staat nennen, in dem es ausreicht, jemandem eine „linke“ Gesinnung nachzuweisen, um ihn von allen Ämtern und akademischen Karrieren auszuschließen? Wie einen Staat, in dem der Steuerzahler allerorts für „Initiativen gegen Links“ aufkommen muß? Es jedes Jahr offizielle Rockkonzerte gegen „Links“ gibt, in denen wie selbstverständlich zu Gewalt aufgerufen wird, und wer da nicht mitmacht, selbst unter „Verdacht“ gerät?

Da rüstet die politische Klasse zur gutgemeinten Generalkontrolle, und konsequenterweise koalieren Sozialdemokraten vorsorglich mit Kommunisten, Christdemokraten mit Grünen. Vereint und Hand in Hand scheuen sie sich derzeit noch, das, was sie bilden, „Volkskammer“ zu nennen. – Blicken wir denn so viel weiter als andere, die wir wenigstens erwägen, über Maßnahmen und Formen des zivilen Widerstandes nachzudenken? Damit die nächsten Generationen uns nicht mit den alten Vorwürfen konfrontieren: „Warum habt ihr damals Politiker gewählt, die euch schamlos belogen aus reiner Machtgier, und sogar solche, die offen vor der Kamera erklärten, die Stasi wiedereinführen zu wollen?“ Was werdet ihr dann sagen: „Ja, wir konnten doch nicht wissen, daß…“ – Doch, ihr konntet!

29 Antworten auf Frank Lisson: „Widerstand. Lage – Traum – Tat“

  • Einfach großartig. Jedes Wort spricht mir aus der Seele. Lisson gebührt großer Dank dafür, dass er diese Wahrheiten unverschnörkelt ausspricht. Und die Wut wird immer größer.

    Jeden Tag arbeiten Medien, Schulen, Parteien und Universitäten daran, die Deutschen noch ein bisschen mehr zu demütigen und zu indoktrinieren. Und das Schlimmste ist, dass viele Deutsche schon so blendend „vorkonditioniert“ wurden, dass bei ihnen der Schuldkomplex bei Bedarf anspringt wie ein Pawlowscher Reflex. Wenn es etwas zum Schämen gibt – dann ist der Deutsche sofort zur Stelle. Oder wenn es „gegen Rechts“ geht.
    Beim „Saufen gegen Rechts“ (schon allein dieser Ausdruck dokumentiert ein geistiges Tieffliegertum, das seinesgleichen sucht) kann man sich schließlich wie ein echter Widerstandskämpfer fühlen. Nein, wie gut das doch tut. Sich als antifaschistischer Vorzeigedemokrat zu präsentieren, dem jede „Deutschtümelei“ widerlich ist.

    Bei uns im Uni-Seminar wurde neulich über die vergangene Werbekampagne „Raus mit der Sprache“ diskutiert, bei der Prominente „mit Migrationshintergrund“ eine schwarz-rot-gold eingefärbte Zunge herausstreckten, um bei Migranten für das Lernen der deutschen Sprache zu werben. (Traurig, dass überhaupt und dann auch noch auf solch vulgäre Weise für das Deutsch-Lernen geworben wird.)

    Die Kampagne wurde im Seminar von Studenten kritisiert, weil sie „Assimilations- und Integrationsdruck“ auf die armen Migranten ausüben würde.

    Und als ich in Bezug auf „muttersprachlichen Unterricht für Migranten“ bemerkte, dass es etwa für türkische Kinder eine absolute Katastrophe wäre, wenn sie auch noch auf Türkisch unterrichtet würden, weil sie dann nur noch Türkisch sprächen, kreischte das gesamte Seminar auf.

    Was kann man daraus und aus vielen anderen kleinen Mosaiksteinchen folgern?

    Deutschland hat sich als geistiges Prinzip (in Anlehnung an Ernest Renans Rede an der Sorbonne „Was ist eine Nation?“) schon längst abgeschafft. Es muss nur noch die „physische“ Abschaffung nachgeliefert werden.

    Besonders bitter und eine Ironie der Geschichte ist hierbei, dass die Deutschen auf dem besten Wege sind, Hitlers letzten Willen zu erfüllen. Er wünschte Deutschland den Untergang, als er einsehen musste, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen war. Posthum (in wenigen Jahrzehnten) wird er triumphieren: Die Deutschen sind erst an der Verwirklichung seiner Idee gescheitert und haben sich in der Folge freiwillig als Volk aus der Geschichte verabschiedet. Ohne Onkel Adi ging dann halt irgendwann nix mehr.

    Damit schließt sich der Kreis deutschen Versagens. Anstatt sich und der Welt zu beweisen, dass man sehr wohl zu einer besseren Zukunft ohne Hitler fähig ist, haben Feigheit, Bequemlichkeit und die Unfähigkeit, Indoktrination als solche zu erkennen und dagegen anzugehen, schließlich gesiegt. Zum zweiten Male in der deutschen Geschichte.

    Hitler zu einem posthumen Sieg verholfen zu haben – das wird der absolute Super-Gau deutscher Geschichte sein. Die Deutschen werden als das dümmste Volk aller Zeiten in die Weltgeschichte eingehen. Während die amerikanischen Ureinwohner wenigstens noch kämpfen, halfen die Deutschen eifrig bei ihrer eigenen Abschaffung mit und konnten gar nicht genug von der damit verbundenen Selbsterniedrigung bekommen.

    An alle, die so denken, wie Lisson: Auch wenn unsere Ausgangsposition mehr als schlecht ist, sollten wir wenigstens im Alltag danach streben, so viele Menschen wie möglich über die gegenwärtige Lage aufzuklären. Und Folgen gegenwärtiger Fehlentwicklungen aufzeigen. Außerdem sollte niemand mehr die Parteien wählen, die sich der Abschaffung Deutschlands verschrieben haben.
    Dann müssen wir uns später wenigstens nicht vorwerfen, dass wir diesen Irrsinn mitgetragen haben. Unsere Nachkommen werden dann zu uns nicht sagen können: „Warum habt ihr dabei mitgeholfen? Warum habt ihr nichts getan?“ Wir können dann wenigstens sagen, dass wir versucht haben, dagegen anzugehen.
    Auch wenn wir genauso wenig Erfolg haben sollten, wie diejenigen, die fassungslos den Aufstieg der Nazis beobachteten.

  • Aus der Kaplaken-Reihe der Edition ANTAIOS ist ebenso zur Lektüre anzuempfehlen wie Frank Lissons, „Widerstand“ (Bd.11), Thorsten Hinz`s, „Zurüstung zum Bürgerkrieg“ (Bd.9).
    Es sei hier noch an Goethes FAUST I (1220-1237) erinnert:

    Mich drängt`s den Grundtext aufzuschlagen,
    Mit redlichem Gefühl einmal
    Das heilige Original
    In mein geliebtes DEUTSCH zu übertragen.
    Geschrieben steht: „Im Anfang war das WORT!“
    Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
    Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
    Ich muß es anders übersetzen,
    Wenn ich vom Geist recht erleuchtet bin.
    Geschrieben steht: Im Anfang war der SINN.
    Bedenke wohl die erste Zeile,
    Daß deine Feder sich nicht übereile!
    Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
    Es sollte stehn: Im Anfang war die KRAFT!
    Doch auch indem ich dieses niederschreibe,
    Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe,
    Mir hilft der Geist! auf einmal seh ich Rat
    Und schreibe getrost: IM ANFANG WAR DIE TAT!
    T

  • Ein guter Text. Ist er durchweg als eine Ansprache an die Gutmenschen gehalten. Dann sind sie ja die eigentliche Zielgruppe des Textes und das Büchlein eignet sich dann vor allem als kleines (Geburtstags)geschenk an linke (oder „eher links stehende“) Freunde.

  • „Es ist möglich, daß der Deutsche noch einmal von der Weltbühne verschwindet, denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben, aber keine einzige, sich auf Erden zu behaupten, und alle Nationen hassen ihn wie die Bösen den Guten. Wenn es ihnen aber wirklich einmal gelingt, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand entstehen, in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe kratzen möchten.“

    Friedrich Hebbel

    • Das Zitat spricht mir absolut aus der Seele.

      Wenn man bedenkt, was alles in Deutschland erfunden wurde und wie wichtig die deutsche Industrie auch heute noch für die Weltwirtschaft ist (ohne unseren Maschinenbau läuft in China und Indien nichts!).
      Vielleicht gewähren die Asiaten einigen unserer Nachfahren Asyl? Unsere Musik lebt schon in Asien.

  • Die Zitate zeigen doch sehr schön, was Ernst Jandl schrieb: „Manche meinen, lechts und rinks kann man leicht velwechsern – werch ein Illtum!“

    Die Spaltung der Gesellschaft in „links“ und „rechts“ ist nichts als ein Herrschaftsinstrument, damit diejenigen, die mit ihrer zum reinen Mittel zum Zweck verkommenen Vernunft ungehindert zu ihrem Vorteile handeln können. (Sehr schön bei Adorno/Horkheimer, den „Linken“, die nie welche waren)

    Ich rufe (wie sicher schon 1000 Mal geschehen) zu einer Neuen Aufklärung!
    Wo echte Vernunft waltet, gibt es keinen Streit, sondern nur Wahrheitsfindung in der Synthese.
    Ich möchte in einem freien Land leben, indem jeder alles zur Diskussion stellen darf. Die Vernunft steht über der Moral, denn echte (!) Vernunft schafft moralisches Handeln. (Hatten wir auch schon bei Kant…)
    Ich wünsche mir ein Land, in dem konservative Menschen wie revolutionäre Geister im vernünftigen (!) Wettstreit der Ideen etwas Höheres schaffen. Ich möchte, dass der Hippie friedlich seinen Joint rauchen kann, Arbeiter respektiert werden, der ehrliche Unternehmer zum Wohle der Gesellschaft beiträgt, und Künstler und Geistesarbeiter frei sind, ihre Gedanken und Werke zu entwickeln.

    Diese Neue Aufklärung kann nur aus Deutschland kommen.

    • Ich bezeichne mich eher als Linken. Ich wurde links erzogen und sozialisiert, aber ich kann jedes Wort von Ihnen unterschreiben (und von Lisson ebenfalls). Mir wurde mal beigebracht, dass Linkssein nicht bedeutet, sich über Marx einen von der Palme zu schütteln oder in bakuninschen Vernichtungsphantasien zu schwelgen, sondern die Realität analytisch und unvoreingenommen anzusehen und ausserdem, sich von seinem Gerechtigkeitsempfinden leiten zu lassen. Ich kann beim besten Willen keinen dieser Imperative mehr erkennen bei Grünen, Sozis oder vermummten pseudo-autonomen Arschlöchern, die als Sturmtruppen eines neuen Totalitarismus dienen.

  • Bran, Sie sind noch (eher) links ? Ich war es, habe die „Seiten gewechselt“, wie man so sagt. Und das nach reiflicher Überlegung, denn ich denke, daß ich als Linker in erster Linie ideologiegesteuert war, einem Utopismus anhing.

    Schlußendlich war es mit Bismarck ein Konservativer, der die Sozialgesetzgebung in Deutschland begründete, erweitert und ergänzt wurde diese durch konservative Regierungen in der Weimarer Republik und der frühen Bundesrepublik (Stichwort: soziale Marktwirtschaft). Konservative wollen allerdings keinen Umverteilungsstaat und kein Weltsozialamt.

    Ich persönlich habe mich vom Begriff Gerechtigkeit entfernt (ich halte ihn für etwas diffus), bevorzuge die Maxime „Verantwortung im Rahmen des konkret Machbaren“ (also in erster Linie für mich und die Meinen, für meine Mitmenschen, für meinen Staat/meine Nation/mein Volk).

    • Lassen Sie doch den „Seitenwechsel“! Für die Machthaber im Hintergrund gibt es keine Seiten, nur Gruppen, die jeweils passend gesteuert werden können.

      Bismarck war kein Konservativer – er war ein Mann der praktischen Vernunft!
      Die Vernunft erhält, was noch gebraucht wird, und erneuert ebenso das obsolet Gewordene.

      Vernunft stellt sich auch über die eigene Person und stellt diese in Frage. Es gibt viele Dinge, die für eine funktionierende Gesellschaft absolut nicht ins Gewicht fallen.
      Wer Dinge tut, die niemandem schaden, hat die Freiheit sie zu tun.
      Mein gerne verwendetes Beispiel: Drogenpolitik. Diese ist absolut unvernünftig, denn einerseits fördert sie die schädliche Droge Alkohol, an der Tausende sterben, und verbietet die „Droge“ Hanf, an der noch niemand gestorben ist. Auch an reinem Heroin stirbt man nicht. (90% der Konsumenten sind voll in die Gesellschaft integriert, von den übrigen 10%, denen am Rand der Gesellschaft, sind 90% Opfer sexuellen Missbrauchs!).
      Die Kriminalisierung schafft zusätzliche Probleme wie Organisierte Kriminalität, Verpanschung von in reinem Zustand unschädlichen Wirkstoffen und kostet den Staat Milliarden an Gerichts-, Polizei-, Sozialkosten, und stigmatisiert die Nutzer.
      Gäbe man alles (unter bestimmten Bedingungen) frei, so könnte die Gesellschaft SELBST einwirken auf Menschen, die Drogen missbrauchen. Wer offen koksen darf, der wird auch gesehen – und schief angesehen, spätestens wenn er egoman durch die Gegend rennt.

      Gleichfalls unvernünftig ist der Zins. Denn Zinsen bewirken, dass die Geldmenge nie ausreicht, um alle Kredite zurückzuzahlen. Daher muss ein zinsloses Staatsbankensystem her. Ein echter freier Markt aber ist vernünftig! Er erfordert nur gleichberechtigte Teilnehmer. Was die Neoliberalen fordern ist aber kein freier Markt. Der IWF versklavt ganze Staaten für eine kleine Elite.

      Ebenso unvernünftig ist die Zusammenwürfelung von Völkern. Aber auch unvernünftig ist die Feindschaft der Völker! Nur durch Vorbild kann man andere Völker entwickeln.
      Dass der Moslem die verkommene westliche Gesellschaft nicht akzeptieren kann, ist nicht seine Schuld! Mir hängt diese Dekadenz auch zum Halse heraus. Der durchschnittliche Moslem kann halt (da per Religion zur Unvernunft verdammt) nicht differenzieren.

      Es gibt noch viele Beispiele.

      • Zins worauf? Zins überhaupt?

        Ich bin ja der Meinung, daß man Auszahlungsverpflichtungen als Währungen benutzen sollte, also beispielsweise 10% Anteil an der kommenden Ernte von Bauer XY. Das ist einerseits natürlich ziemlich kompliziert in der Praxis, andererseits aber systemisch stimmig.

        Daneben kann man auch gerne Edelmetalle benutzen.

        Wer Edelmetalle hat, kann sie natürlich auch zu einem gewissen Zinssatz verleihen, läßt sich ja auch schlecht verbieten. In einem freien Markt käme es wohl auch dazu, wenngleich die von mir eingangs vorgeschlagene Lösung den Bedarf an Krediten sehr mindern würde, und in einem freien Markt würde auch von ihr Gebrauch gemacht werden.

        Das Problem heute ist in erster Linie, daß eine Gruppe von Bänkern Wert aus Nichts schafft und dadurch das Machtgefälle der betroffenen Gesellschaften aus dem Gleichgewicht bringt. Und es würde auch nicht besser, wenn es statt einer Gruppe von Bänkern eine einzelne Nation täte.

        Die Verträge, welche diese Rechte einräumen, im Klartext einem Markt vorschreiben, er habe seine Geschäfte mit Papier und nur dieser einen Sorte Papier abzuwickeln, dessen Besitz durch Zinsen erkauft werden muß, versklaven den passiven Vertragspartner.

        Der konzeptuelle Fehler ist ganz eindeutig die Creatio ex Nihilo.

        • Zins IST Creatio ex Nihilo. Der Zins fließt nie in die Geldmenge! Daher können nie alle den Zins bezahlen. Es geht auch anders und besser.

          • Nein, also das kann man so allgemein nicht sagen.

            Ich kann Ihnen ja 100 Euro für ein Jahr leihen und verlangen, daß sie mir dafür eine Weihnachtsgans schenken. Das vergrößert die Geldmenge nicht. Und es vergrößert sie auch nicht, wenn ich verlange, daß sie mir statt der Weihnachtsgans das Geld für sie geben.

            Ich meine, derjenige, welcher Zinsen einnimmt, gibt sein Geld ja auch wieder aus. Es ist ja nicht einfach weg, sondern fließt zurück in den Markt. Es gibt verschiedene Gründe aus denen die Geldmenge beim jetzigen System wächst und einer davon ist auch, daß aufgrund der zentralen Geldausgabe gegen Zahlung von Zinsen Banken, welche dieses Geld annehmen, um damit zu arbeiten, tendentiell weitere Schulden zur Zahlung der fälligen Zinsen aufnehmen, schon alleine deswegen, weil das im Interesse der FED Banken ist und sie selbst dieses Verhalten dadurch, was sie mit ihrem Münzgewinn anstellen, erzwingen können, sie müssen ihn ja nur zurückhalten und nicht ausgeben und ihren Partnerbanken wird gar nichts anderes übrig bleiben.

            Das Problem ist, daß die FED Banken aus Luft Geld schaffen. Wenn sie nett sind, würden sie es nur dafür verwenden, um selbst in Luxus zu leben, das wäre dann nicht weiter schlimm. Sind sie nicht so nett, verwenden sie es, um sämtliches anderes Kapital an sich zu reißen. Wenn Sie sich mal so anschauen, welche Anteile Banken an den führenden Industrieunternehmen halten… dann wissen Sie auch, wie nett sie sind.

            Angenommen die Banken könnten nur etwaiges Gold welches sie besäßen verzinsen. Nun, dann brächte ihnen das einen begrenzten Gewinn, welcher auch mit der generellen Profitabilität von Investitionen zusammenhinge. Weder könnte noch müßte man das verteufeln. Aber die FED Banken sitzen auf einer unendlichen Geldquelle, und das führt zwangsläufig zu Problemen, und wenn ich unendlich sage, dann meine ich nicht, daß mit unendlich viel Zeit auch unendlich viele Zinsen anfallen, sondern daß die FED mehr oder weniger unabhängig vom Wirtschaftsleben ihre Zinseinnahmen in beliebige Höhen schrauben kann.

      • „Bismarck war kein Konservativer – er war ein Mann der praktischen Vernunft!“
        Ich denke sowohl, als auch.
        Sein Gespür für das Mach- bzw. Realisierbare, sein Augenmaß, sein Fingerspitzengefühl, sein Sinn für das Soziale, sein Patriotismus, seine Bereitschaft zur sinnmachenden Innovation, seine sich selbst gestellte (gewaltige) Aufgabe bewältigt zu haben und das ohne ein „Blutsäufer“ geworden zu sein, sind für mich Eckpfeiler einer konservativen Gesinnung.

        • Vernunft ist Vernunft.

          „Konservativ“ ist nur ein Etikett. Wörtlich: „bewahrend“. Bewahrt werden soll aber alleine die Vernunft. Alles andere ist dynamisch.
          Die Etiketten sind schon vergeben. Vernunft lässt sich nicht verdinglichen.

          • Gibt es eine Art universaler Vernunft, wenn ja, was beinhaltet diese konkret? Schauen wir einmal auf die politische Vernunft, ist denn das, was z.B. die politische Linke unter Vernunft versteht deckungsgleich mit dem, was die politische Rechte darunter versteht ?
            Was ist z.B. mit den Flüchtlingsströmen aus der 3. Welt ? Aus unserer Perspektive ist es vernünftig, diese Massenzuwanderung nicht zuzulassen, aus der Perspektive der Flüchtlinge ist es dagegen vernünftig, zumindestens zu versuchen, nach Europa hineinzukommen.
            Ich könnte weitere Beispiele in dieser Art anführen, doch die genannten Beispiele mögen hinreichen, um die Problematik des Begriffs Vernunft zu beleuchten, wenn er sich sozusagen im „luftleeren Raum“ befindet, ohne in einen Zusammenhang eingebunden zu sein.

    • Die „Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein Gott sei“,
      endet mit dem Satz:
      „Meine Seele weinte vor Glück, daß sie wieder Gott anbeten konnte.“

      s. Jean Paul Friedr. Richter

  • @ Tristan 19.39 h: ..Der IWF versklavt ganze Staaten für eine kleine Elite.

    Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir verheißen hat; so wirst du vielen Völkern leihen, und du wirst von niemanden borgen; du wirst über viele Völker herrschen, und über dich wird niemand herrschen.

    5. Mose 15.6

    • Da steht aber nicht, daß der Segen in korrupten Gesetzen besteht, er könnte ja auch schlicht in Besitz bestehen, in welchem Falle nichts dagegen zu sagen wäre.

      Bei den heutigen Besitzverhältnissen ist der Einwand allerdings müßig… und genau deswegen ist das auch alles närrisch und spielt nur anderen in die Arme.

      Was nützt es schon zu besitzen, wenn alle Welt denkt, aller Besitz sei erschwindelt?

    • Was wollen Sie damit sagen? Dass die Juden unser Unglück sind? Wachen Sie auf. Bis auf Goldman Sachs hat doch keiner mehr ernsthaft was zu sagen! Haben Sie nicht mitbekommen, dass der Rockefeller-Kreis seit langem die Fäden zieht?
      Jüdische Weltverschwörung, so ein Quatsch! Sie glauben wohl auch, dass alle Italiener für die Mafia arbeiten?

  • Erschreckend, wie wenig selbst hier nachgedacht wird! Ich lasse mich ja gerne eines Besseren belehren, aber bitte, BITTE hinterfragt Euch doch erst einmal.

    1. „Gibt es eine Art universaler Vernunft, wenn ja, was beinhaltet diese konkret? Schauen wir einmal auf die politische Vernunft, ist denn das, was z.B. die politische Linke unter Vernunft versteht deckungsgleich mit dem, was die politische Rechte darunter versteht ?
    Was ist z.B. mit den Flüchtlingsströmen aus der 3. Welt ? Aus unserer Perspektive ist es vernünftig, diese Massenzuwanderung nicht zuzulassen, aus der Perspektive der Flüchtlinge ist es dagegen vernünftig, zumindestens zu versuchen, nach Europa hineinzukommen.“

    Antwort: Wie wäre es, dafür zu sorgen, dass diese Menschen erst gar nicht zu uns kommen wollen, weil es ihnen in ihrer Heimat gut geht? Weil sie dort frei und souverän leben können? Dies muss oberste Direktive einer vernünftigen Weltpolitik sein.
    Wer sich nicht weiterentwickeln WILL (das ist das gute Recht!), soll sein Heil nicht in der Fremde suchen. Wer in einem Land lebt, das sich nicht ändern WILL, persönlich sich aber verändern will, der soll auch das Recht haben, in ein Land seiner Wahl, das seiner gewünschten Kultur entspricht, einzuwandern. Mit solchen Menschen hat die Aufnahmegesellschaft dann auch kein Problem! (Vorausgesetzt, dass weiter oben genannte Politik Konsens der Mehrheit aller Länder der Welt ist)

    Viele Anregungen findet Ihr außerdem in Kants Völkerrechtsentwurf „Zum Ewigen Frieden“.

    2. „Ich kann Ihnen ja 100 Euro für ein Jahr leihen und verlangen, daß sie mir dafür eine Weihnachtsgans schenken. Das vergrößert die Geldmenge nicht. Und es vergrößert sie auch nicht, wenn ich verlange, daß sie mir statt der Weihnachtsgans das Geld für sie geben.“

    Antwort: es geht nicht um Privatzins. Der ist im Übrigen in einer zinslosen Gesellschaft schlicht Abzocke. Nein, es geht darum, dass jede Bank, die das Geld emittiert (wie die FED), eben das Zinsgeld NICHT ausgibt. Der Zins schafft zudem IMMER einen Sog, der *mathematisch unausweichlich* ist! Entweder wird das Geld entwertet, oder es steht, falls die Geldmenge gleich bleibt, nie genug Geld zur Verfügung, damit ALLE ihre Zinsen bezahlen können. Es gibt *rein rechnerisch* immer Verlierer, die sich dann (!) weiteres Geld leihen müssen, zu weiteren Zinsen usw. usf.
    Es hat seinen Grund, warum alle Religionen den Zins verdammen. Es ist schlicht vernünftig.

    Alternativ kann man zum Beispiel für einen Kredit von 10000 Euro verlangen, dass 10% davon *erst gar nicht ausgezahlt* werden. Dadurch entfällt die Sogwirkung.
    Und im Übrigen benötigt man den Zins garnicht, wenn alle Banken staatlich arbeiten und die Mitarbeiter (bzw. Rechner) von Steuergeldern bezahlt werden.

    Zum Verständnis dieser Film:
    http://www.youtube.com/watch?v=70VPBU11U-E

    Die Ursache allen übels ist nicht der freie Markt, sondern die Tatsache, dass einzelne Menschen LANDeigentümer sein dürfen, sowie dass währungsemittierende Banken privat betrieben werden dürfen. Dazu kommt der Derivatehandel. Schaffen wir Zins, Landeigentum und Derivatehandel ab, dürfte das Problem schon gelöst sein.
    Demnächst werde ich mich mit einem alternativen Wirtschaftssystem melden. Bis dahin:
    SAPERE AUDE!

    • So, so, ein Zeitgeist Kommunist.

      Sie müssen alle Formen des Eigentums abschaffen.

      Ich kann eine Wohnung vermieten. Ich kann einen Rolls-Royce für Hochzeiten vermieten. Ich kann einen Bagger für Bauarbeiten vermieten. Ich kann schlicht alles, was auch nur irgendwie nützlich ist, vermieten.

      Und wenn jemand Edelmetalle vermietet ist das nichts – überhaupt rein gar nichts – anderes.

      Und Sie haben Unrecht! Die Geldmenge muß sich nicht vergrößern. Die FED kann allerdings durch ihr eigenes Verhalten erzwingen, daß das geschieht.

      Ich sagte es schon. Bittesehr: Die FED verlangt 110 Dollar zurück nachdem sie 100 ausgegeben hat. Nun denn, es sind ja nur 100 da. Die kriegt sie zurück und kauft dann vom Schuldner für 10 Dollar was ein. Danach gibt der Schuldner auch noch diese 10 Dollar zurück.

      Capiche?

      Wenn die FED allerdings nicht beim Schuldner einkauft, dann erzeugt sie dadurch bei ihm einen Bedarf an weiteren Krediten. Und natürlich läuft der Hase so. Das alles sind aber keine Probleme, wenn man nicht einer Gruppe das alleinige Recht gibt, eine Währung auszugeben.

      • Da schlägt auch schon die Schublade zu. Bitte unterlassen Sie solche Einordnungen.
        Ich bitte auch darum, dass Sie meinen Text genau lesen.

        Prinzipiell haben Sie damit recht, dass eine einzelne Gruppe nicht das Recht haben sollte, eine Währung herauszugeben. Diese Aufgabe kann alleine einem Staat zukommen, der wiederum vom gesamten Volk kontrolliert wird.
        Dennoch verstehen Sie immer noch nicht, was durch den Zins passiert. 100 Dollar raus, 110 zurück – wo kommen die her? Sie sagten schon, die Bank kauft dann vom Schuldner was ein (warum eigentlich??). Klasse! Das heißt, der Schuldner hat dann am Ende weniger!
        Das wollen Sie doch nicht, oder? Im Klartext heißt das, dass sich das System Eigentum einverleiben kann.

        Apropos Eigentum!
        Ich weiß nicht, wo Sie lesen, ich sei für die Abschaffung von Privateigentum!

        Ich sagte lediglich, dass Land unveräußerlich sein sollte. Stellen Sie sich vor, das Land wäre auf die Bevölkerung verteilt (nicht als Eigentum, sondern als Nutzungsrecht). Natürlich braucht nicht jeder gleich viel Land, weswegen man seine Nutzungsrechte auch abgeben kann. Dies kann über einen freien Markt geschehen. Jedoch kann jeder sein Nutzungsrecht auch wieder entziehen. Dies kann völlig abstrakt geschehen.
        Ansonsten ist es völlig egal, wieviele Rolls jemand sein Eigentum nennt.

        Oder wie haben Sie Ihre Aussage gemeint? Bitte formulieren Sie klar.

        • Na, wenn ein Staat die Währung der ganzen Welt herausgeben darf (und das besagen die Regeln des IWF ja), dann bin ich auch nicht gerade von der Lösung begeistert. Ich habe mich absichtlich abstrakt gefaßt, als ich „Gruppe“ schrieb.

          Sicher, Eigentum geht auf den Leihenden über – deswegen leiht er auch oder glauben Sie er tut’s aus Menschenliebe?

          Land ist eines der wichtigsten Besitztümer überhaupt, daß es einerseits künstlich verbilligt und dann andererseits in Form von Bauland künstlich verteuert wird, ist ein schwerer Fehler, das nur am Rande. Ich wäre auch dafür jedem eine Lebensgrundlage in Form von Land zu gewähren, allerdings muß es einen Anreiz geben, nicht zehn Kinder in die Welt zu setzen und die Notwendigkeit Land zu erwerben und es nicht einfach hinterher geschmissen zu bekommen ist ein solcher.

          Ich dachte, Sie wollten darauf hinaus, daß sich Land nicht abnutzt. Aber andere Güter nutzen sich auch unterschiedlich stark ab. Oder daß Sie Vermietung generell anrüchig finden. Aber natürlich… wenn Sie einen Baggerverleih haben, mit dem Sie Geld verdienen können, dann hat ein anderer einen Anreiz sich Geld zu leihen, um sich einen Bagger kaufen zu können, um den dann wieder verleihen zu können.

          Genau dazu leiht man sich Geld, um es zu investieren. Und deswegen können Sie eben auch Zinsen dafür verlangen.

          Ich halte es für närrisch diese Dinge zu trennen, den Verleih des Baggers und den des Geldes.

          Natürlich gibt es Alternativen. Man kann sich auch gleich genossenschaftlich einen Bagger zulegen. Und das würde ich auch bevorzugen. Warum soll jemand sein Leben als Baggerverleiher bestreiten. Das ist auch irgendwo entwürdigend.

          • „Na, wenn ein Staat die Währung der ganzen Welt herausgeben darf (und das besagen die Regeln des IWF ja), dann bin ich auch nicht gerade von der Lösung begeistert. Ich habe mich absichtlich abstrakt gefaßt, als ich “Gruppe” schrieb.“

            Ich vergaß zu erwähnen, dass das natürlich nicht so sein soll. Ich bin ja für frei von den Völkern bestimmte Staaten. Selbst im Sudan hat das dann noch geklappt. Allerdings sollte wirklich das Volk abstimmen können.
            Die StaatsBank gilt natürlich für das jeweilige Land, damit dann je nach Wirtschaftsleistung auf- und abgewertet werden kann.

            Und natürlich bin ich für Völkerfreundschaft und einen Rat der Völker.

            „Genau dazu leiht man sich Geld, um es zu investieren. Und deswegen können Sie eben auch Zinsen dafür verlangen.“

            Ich kann den Sinn von Zinsen in diesem Zusammenhang immer noch nicht nachvollziehen…

            „Ich wäre auch dafür jedem eine Lebensgrundlage in Form von Land zu gewähren, allerdings muß es einen Anreiz geben, nicht zehn Kinder in die Welt zu setzen und die Notwendigkeit Land zu erwerben und es nicht einfach hinterher geschmissen zu bekommen ist ein solcher.“

            Wenn es mehr Menschen gibt, sinkt die Landfläche pro Kopf und dementsprechend muss man sich neu einigen. Nennen Sie es Genossenschaft, es sollte so am besten funktionieren.
            Wichtig ist nur, dass Landeigentum nicht als Eigenkapital gerechnet werden kann.

            Anregung: Denken Sie einmal darüber nach, was sich ändern würde, würde man Sparguthaben (Lagerung, nicht verzinst!), Liquiditätsguthaben und Wirtschaftsaufkommen kontingentieren (untrennbar mit jedem Menschen verknüpft, als Bürgerrecht), und diese Kontingente dann auf einem freien Markt interagieren.
            Denken Sie einfach mal nach. Wenn etwas unklar ist, fragen Sie einfach.

          • „Wenn es mehr Menschen gibt, sinkt die Landfläche pro Kopf und dementsprechend muss man sich neu einigen.“

            Um Gottes Willen: Nein!

            Das soll der Verursacher schön selbst ausbaden. Anders kann es auch nicht funktionieren. Ganz im Gegenteil, Ihre Lösung zöge ein Wettrennen nach sich, wer sich durch maximale Sippenstärke die meisten Vorteile sichern könnte. So lange Land da ist, kann es natürlich vergeben werden, in Rußland etwa. Wenn keines da ist, dann muß der soziale Frieden durch Tauschgeschäfte der Art Kinder gegen Dienstleistungen gewahrt werden, also daß sich jemand das Recht auf mehr Kinder erkauft. Das ist nicht so ganz nett, wenn man jeden Menschen als von seinen Verwandten losgelöstes Individuum versteht, aber es ist schlicht die beste mögliche Lösung.

            Ich würde ja gern über den anderen Punkt nachdenken, aber mir erschließt sich die Bedeutung nicht. Meine Arbeitsleistung ist variabel, mein (sonstiges) Vermögen auch. Wie kann das in irgendeiner Weise festgeschrieben werden?

  • Fremder:

    Sie können doch nachdenken – nur müssen Sie auch richtig lesen. Kontingentierung bedeutet doch nicht, dass man das Kontingent ausschöpfen muss! Es ist eine DECKELUNG. Wer mehr Wirtschaftsleistung hat (weil Unternehmer) muss sich Kontingente hinzuholen! Wer mehr Geld sparen will, muss das Geld auf das Kontingent anderer Menschen verteilen. Da ist natürlich die Familie zuerst dran (ist ja normal). Aber nach einer Weile müssen Fremde ran oder das Geld muss ausgegeben werden. So wird ein ständiger Umlauf gesichert.
    Gleichzeitig können bei Firmen natürlich die Kontingenthalter mitbestimmen. Die Firma kann nur wachsen, wenn Menschen auch bereit sind, ihr Kontingent zur Verfügung zu stellen.
    Dieses ist aber Bürgerrecht und lebenslang unveräußerlich. Ist doch toll.

    Ich vergaß zu erwähnen, dass es natürlich keine Juristischen Personen mehr geben darf. Damit auch jeder PERSÖNLICH HAFTBAR und VERANTWORTLICH ist.

    So regelt sich alles von selbst.

    • Was Sie vorschlagen mag eine Lösung sein. Ich denke da grundsätzlicher, nicht in Form immer neuer Regeln, welche nur allzu oft zu Korruption führen, sondern in Form neuer Kanäle für die menschlichen Motivationen.

      • Genau darum geht’s ja – man muss die menschliche Natur einkalkulieren, denn es gibt immer Menschen, die den Hals nicht vollkriegen. Daher ja die Kontingentierung. Das Tolle ist, dass sich dann alles von selbst regelt. Die Motivation, mehr zu haben, führt zur Beteiligung anderer! Und wer mit weniger zufrieden ist, muss auch nichts teilen :)
        Sorum wird ein Schuh draus. Dabei kann man ja trotzdem reich sein. Das ist nicht schlimm. Nur arm ist dann keiner mehr.

        Sie brauchen immer mindestens eine Regel, sonst entsteht nichts.

        • Sie brauchen keine neuen Regeln, Sie brauchen neue Instinkte, Einsichten oder Techniken.

          Das mit den Instinkten sollte man nicht ganz vernachlässigen, aber nicht aktiv, sondern passiv, also aufpassen, daß sich an der Instinktfront nichts verschlechtert. Die Evolution von Instinkten braucht tausende von Jahren, da kann man nichts erzeugen, aber wenigstens verhindern, daß was kaputt geht.

          Einsichten hingegen stellen einen durchaus wichtigen und auch durchaus formbaren Unterschied zwischen verschiedenen Kulturen dar, wobei ich damit in erster Linie die Prinzipien meine, deren Wirkungsweise die Bevölkerung versteht und denen sie vertraut.

          Mit Technik meine ich schließlich auch Bildungsprogramme und ähnliches. Ihre Kontingentierung wäre eine administrative Technik. Ob die in der Praxis wirklich was taugt, oder ob sich da unschöne Metastasen um sie herum bilden werden, kann man vorher immer schlecht wissen.

          Mein Einsatz ist, wie gesagt, ein anderer. Um es noch einmal deutlich zu sagen: Die Sphären des Notwendigen und des Ersprießlichen müssen von einander getrennt werden, nicht dogmatisch, ich sprach das ja auch schon bei der Kinderfrage an, sondern lediglich zu einem solchen Grad, daß Grenzüberschreitungen von der einen in die andere Sphäre im Rahmen eines Tauschgeschäftes klar überblickt werden können und dadurch keine schleichende Versklavung vollzogen wird. Wenn also jeder hätte, was er braucht, und das auch ein wichtiger und klarer Bereich in seinem Bewußtsein wäre, könnte er sich aus reiner Freude am Leben den übrigen Dingen zuwenden, und zwar unter anderen wirtschaftlichen Vorzeichen als sie heute existieren. Ich denke da an private oder kommunale Kooperativen, je nach Art des Projekts.

          Das läuft heute anders: 1. weil die wirtschaftliche Freiheit fehlt, 2. weil zentrale Technologien noch nicht oder erst teilweise entwickelt sind (das Internet ist indessen für diese Dinge von unschätzbarer Nützlichkeit), 3. weil an wenigen Orten der Welt das Prinzipienverständnis und -vertrauen mit dieser Lebensweise vereinbar ist und an einigen Orten der Welt auch 4. die Instinktausrichtung der Menschen unpassend ist.

          Das läßt sich indes an vielen Orten der Welt langfristig gesehen ändern.

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