Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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von Clio

Nun sind die Grünen im Ländle an der Macht: Die Schulbücher werden umgeschrieben, das Bildungssystem umgestaltet. Was könnte dies im Einzelnen bedeuten? Hier eine Vision.

Mathe-Aufgabe im Jahr 2016 (Ländle – Abschluss Einheitsschule):

Bitte beachtet: Übersetzungen der Aufgabe in 180 Sprachen halten eure Lehrer_innen bereit. Die Prüfung kann in jeder dieser Sprachen abgelegt werden.
Hinweis für die, die nicht lesen und schreiben können: Eure Lehrer_innen helfen euch! Dafür sind sie da! Hinweis für diejenigen, die diesen Hinweis auch nicht lesen können: Lasst ihn euch vorlesen!

Viola und Aisha sind mit ihren Kindern Dennis und Beyza eine progressive multikulturelle Regenbogenfamilie. Da sie aufgrund der homophoben Beschaffenheit der Natur auf konventionellem Wege keine Kinder zeugen konnten, mussten sie zweimal die anonyme Samenspende in Anspruch nehmen. Diese schlug einmal mit 150 und das zweite Mal mit 240 Euro zu Buche, weil es sich bei letzterer Spende um besonders hochwertiges Sperma eines staatlich geprüften, intersexuellen Nicht-Faschisten handelte. Bitte berechnet, was evolutionär bedingte Homophobie und Sexismus die beiden Mensch_innen insgesamt gekostet haben. Wenn euch die Aufgabe zu schwer ist, fragt einfach eure Lehrer_innen! Die schreiben euch dann die Lösung auf und ihr kuschelt eine Runde zusammen, um eure erfolgreiche Prüfung zu feiern. Viel Glück!

Deutsch im Jahr 2016 (Aufsatzthemen Ländle – Abschluss Einheitsschule):

Bitte beachtet: Übersetzungen der Aufgaben in 180 Sprachen halten eure Lehrer_innen bereit. Die Prüfung kann in jeder dieser Sprachen abgelegt werden.
Hinweis für die, die nicht lesen und schreiben können: Eure Lehrer_innen helfen euch! Dafür sind sie da! Hinweis für diejenigen, die diesen Hinweis auch nicht lesen können: Lasst ihn euch vorlesen!

Liebe jugendliche Mensch_innen, schreibt bitte einen Aufsatz über eines der folgenden Themen (lasst euch ruhig von euren Lehrer_innen helfen):

1.
a) Wenn ihr schwul/lesbisch/transsexuell wärt, wie würdet ihr es Elter 1 (und Elter 2?) sagen?
b) Wie meint ihr, würde(n) euer/eure Elter reagieren?
c) Wenn ihr denkt, dass sie/er/_ negativ reagieren würde(n): Könnte dies mit einer mangelnden Aufarbeitung des Nationalsozialismus in eurer Familie zusammenhängen?
(Schüler_innen mit Migrationshintergrund müssen Teil c dieser Aufgabe nicht beantworten.)

2. Daniela und Surai leben in einer Beziehung.
a) Bitte überlegt euch, wie sich Mensch_innen mit weiblichen Genitalien (mit oder ohne Hilfsmittel) angemessen sexuell befriedigen können.
b) Seht ihr diesbezüglich Nachteile gegenüber heterosexuellen Partnerschaften oder sind solche „vermeintlichen Nachteile“ homophobe Konstrukte der postfaschistischen bzw. postkolonialen heterosexuellen deutschen Dominanzgesellschaft?
c) Wie kann kulturelle „Diversity“ sinnvoll in ein befriedigendes Sexualleben integriert werden?

3. Setze dich kritisch mit deinem Weißsein auseinander!
a) Welche Privilegien genießt du innerhalb eines Systems, in dem „Rassifizierungen“ Geanderter strukturell verankert sind?
b) Wie wirst du in Zukunft damit umgehen?

Wenn du nicht “weiß“ bist, sondern z. B. schwarz, asiatisch aussehend oder biracial:

a) In welchen Situationen bist du von der postkolonialen postfaschistischen rassistischen weißen deutschen Dominanzgesellschaft bisher diskriminiert worden?
b) Was möchtest du denjenigen sagen, die dich zum „kolonialen Objekt“ gemacht und damit bewusst „geandert“ haben?

4. Lasse deinen Gedanken freien Lauf.
a) Beschreibe deine Vorstellung einer multikulturellen, gendermaingestreamten Weltgesellschaft, in der sämtliche Nationalstaaten (vielleicht sogar der Kapitalismus?) abgeschafft wurden.
b) Wie könnte eine Welt aussehen, die von einem neuen globalen Multi-Kulti-Einheitsgender-Menschen bevölkert würde?
c) Was wären die Vorteile?
d) Was möchtest du persönlich zur Verwirklichung des globalen, gesellschaftlichen (vielleicht sogar ökonomischen?) Internationalsozialismus beitragen?

5.
a) Welche Gründe gibt es, “Deutschland“ als „National“staat abzuschaffen? Bitte nenne mindestens 20.
b) Überlege dir einen neuen Namen für das Land und schlage die Sprachen vor, die du gern als Amtssprachen hättest.
c) Hast du auch Ideen für eine neue Internationalhymne? Bitte bedenke: Es geht hierbei lediglich um eine Übergangszeit! Nach dem Endsieg des globalen Internationalsozialismus wird es eine (sogar klassenlose?) Weltgesellschaft der Freien und Gleichen geben.

! Hinweis für “autochthone deutsche“ Schüler_innen“ ! : Vorschläge der Beibehaltung des Wortes “Deutschland“ als Name für unser aller Land sowie des “Deutschen“ als Amtssprache stellen KEINE legitimen Lösungen dieser Aufgabe dar. Sie sind vielmehr Ausdruck einer reaktionären ultrarechtsextremistischen faschistischen Gesinnung und stellen einen Grund für das Nichtbestehen dieser Prüfung dar.
Ferner: Autochthone deutsche Schüler_innen, sicher immer noch nicht ganz frei vom Faschismus ihrer Vorfahr_innen, sollen mindestens 60 Gründe für die Abschaffung Deutschlands als “National“staat nennen. Sonst gilt diese Prüfung als nicht bestanden.

6.
a) Inwiefern stellt Israel (da das Land ausdrücklich als „Juden_innenstaat“ konzipiert wurde) ein Hindernis auf dem Weg zur Verwirklichung des globalen Internationalsozialismus dar?
b) Was schlägst du vor, um die Juden_innenfrage zu lösen (schließlich sind die Juden_innen als die verstocktesten “völkisch denkenden“ Kollektividentitätsbewahrer_innen unter allen Völkern der Weltgeschichte bekannt)? Gibt es hier Vorbilder in der Geschichte?

7. Wir, die Anständig_innen, wissen, dass der Islam die größte Kultur aller Zeiten hervorgebracht hat. Leider gibt es weiterhin (noch) islamophobe ultrarechtsextremistische “autochthone deutsche“ Faschist_innen, die Muslim_innen und ihre beispiellose Hochkultur ablehnen.
a) Was hältst du ihnen entgegen? Berücksichtige bei deiner Antwort auch historische Bindungen: Es gab Zeiten, in denen “Deutsch_innen“ mit Muslim_innen eng zusammenarbeiteten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. –
b) Heute ist dies erneut der Fall. Weshalb? Analysiere.

23 Antworten auf Nach der Machtergreifung der Grünen im Ländle: Wenn Schule „grün“ wird – eine satirische Dystopie

  • Ganz nett, aber hier wird es verlogen:

    „a) Inwiefern stellt Israel (da das Land ausdrücklich als “Juden_innenstaat” konzipiert wurde) ein Hindernis auf dem Weg zur Verwirklichung des globalen Internationalsozialismus dar?
    b) Was schlägst du vor, um die Juden_innenfrage zu lösen (schließlich sind die Juden_innen als die verstocktesten “völkisch denkenden“ Kollektividentitätsbewahrer_innen unter allen Völkern der Weltgeschichte bekannt)? Gibt es hier Vorbilder in der Geschichte?“

    Kein Linker/Grüner denkt oder argumentiert so. Das ist eine theoretische Projektion der rechten Israel-Fans und ihrer unerwiderten Liebe. Bei Israel wird fast überall mit einem Extra-Maß gemessen.

  • Natürlich argumentieren die Grünen im „normalen Leben“ nicht offen so. Hier soll im Rahmen einer satirischen Dystopie – Fiktion also – illustriert werden, dass Grüne und Muslime nicht umsonst eine unglaubliche Liebe zueinander haben. Grüne und Muslime teilen nämlich Ziele, die eine Verbindung zwischen ihnen schaffen: Die Muslime wollen möglichst die ganze Welt ins Dar-al-Islam „heimführen“. Die Multikultis wollen eine „multikulturelle“ Globalgesellschaft, der letztlich Israel im Weg stehen wird, weil Israel sich niemals seine Identität als „Judenstaat“ nehmen lassen wird.

    Was die „rechten“ Israelfans angeht: Ich z. B. sehe Israels Nahostpolitik durchaus nicht unkritisch. An solchen Konflikten sind immer beide Seiten schuldig. (Wobei ich aber viel zu wenig Durchblick in Sachen Nahost-Konflikt habe, um mir da ein differnziertes Urteil erlauben zu können.)

    Viele „Rechte“ haben aber deswegen Sympathien für Israel, weil sie – selbst wenn es ihnen vielleicht gar nicht so bewusst sein mag – instinktiv spüren, das Israel in ferner Zukunft der einzige verbliebene Staat sein könnte, der sowohl der Islamisierung der Welt als auch dem globalen „Multi-Kulti-Theater“ noch etwas entgegensetzen wird.

    Beide Strömungen gefährden nämlich die Existenz Israels als Israel aufs Äußerste und die Juden in Israel werden sich diesen Staat nach der Erfahrung des Nationalsozialismus niemals nehmen lassen.

  • „Die Multikultis wollen eine “multikulturelle” Globalgesellschaft, der letztlich Israel im Weg stehen wird, weil Israel sich niemals seine Identität als “Judenstaat” nehmen lassen wird.“

    Das stimmt einfach nicht. Kein „Multikulturalist“ argumentiert so. Vielleicht ein paar jüdische/israelische Linke. Aber die Mehrheit der Multikulturalisten hat Israel nicht im Visier. Europäische Linke, die Anti-Israel orientiert sind (wie etwa in Skandinavien) tun es weniger aus Feindschaft gegen die Idee eines Judenstaates, als aus der typisch linken Neigung zu unterdrückten Minderheiten.

    Umgekehrt ist es so, daß Pro-Israel-Partisanen (Broder ist dafür ein Beispiel) meistens zugleich Anhänger des Multikulturalismus (für andere Länder) sind – zumindest jene, auf die es öffentlich ankommt und die Einfluß haben, nicht jene Splittergruppen, die sich verzweifelt an den Israel-Rockzipfel klammern.

    „…instinktiv spüren, das Israel in ferner Zukunft der einzige verbliebene Staat sein könnte, der sowohl der Islamisierung der Welt als auch dem globalen “Multi-Kulti-Theater” noch etwas entgegensetzen wird.“

    Dann würde ich mal die „Instinkte“ überprüfen, denn das ist eine durch nichts gerechtfertigte Annahme. Israel zeigt nicht das geringste Interesse daran, dem „globalen Multikulti“ etwas entgegenzusetzen, und, wie gesagt, der Großteil seiner Anhänger und Lobbyisten in westlichen Ländern auch nicht, im Gegenteil. Diese Leute vertreten eher selten die Auffassung, daß „Multikulti“ in Europa oder den USA Israel gefährden könne. Das gilt besonders für die amerikanischen Pro-Israel-Juden, die in der Regel gleichzeitig für eine fortschreitende Heterogenisierung der USA eintreten.

  • Man sollte sich mal Gedanken machen, was die deutsche Kollektivseelepartie Grünen von den Nazis alles übernommen haben. Als erstes fällt mir natürlich deren Naturromantik ein, die noch für manche verheerende Hungersnot gut sein dürfte (z.B. die rigorose Ablehnung von Gentechnik trotz höherer Getreideerträge). Wir sollten da noch mehr Gemeinsamkeiten herausarbeiten – wenn man sich mal das S21-„Gelöbnis“ anschaut, fällt das vielleicht nicht so schwer!

  • ML, hast du schon mal was von der Kampagne gehört, die versucht, Israel als „Apartheits-Staat“ darzustellen?
    Die ist schon einige Jahre alt und dominiert den Israel-Diskurs der hiesigen Linken.
    Erst dieser Diskurs hat vielen der ehemals iraelhassenden Rechten die Augen geöffnet.
    Das einzige, was an obiger Dystopie überzogen sein dürfte, ist die Suggestion einer Endlösung nach NS-Vorbild.

  • „ML, hast du schon mal was von der Kampagne gehört, die versucht, Israel als “Apartheits-Staat” darzustellen?“

    Ja, aber das wird nicht in der Weise begründet, wie die Satire oben behauptet. Es gibt kein linkes Theorem, Israel sei ein „Hindernis auf dem Weg zur Verwirklichung des globalen Internationalsozialismus“, nicht einmal implizit. Das ist eine rechte Phantasie. Vor allem ändert das nichts an der Feststellung, daß es weit und breit kaum einen Israellobbyisten gibt, der irgendjemand anders als den Juden eine „völkisch denkenden Kollektividentitätsbewahrung“ zugesteht. Diese Tendenz den Juden zuzuschreiben gilt übrigens auch unter großen Teilen der Linken als „No-Go“ und als „antisemitisch“, weil Juden eben nicht mit Deutschen gleichgesetzt werden dürfen. Wenn, dann sind es vor allem die Rechten, die es wagen, dieses „völkische“ Element hervorzuheben. Der Part hinkt also an allen Enden; es ist die übliche P.I.-Verblendung.

    Davon abgesehen: Israel IST ein Apartheids- und Kolonialistenstaat, von da her kann man seine Lage kaum mit den europäischen Ländern vergleichen.

    • ML, bei aller Wertschätzung, aber Du kennst die Linken nicht. Deren Israelhass kann es mit dem der NPD ohne weiteres aufnehmen. Ob das antisemitisch ist, steht auf einem anderen Blatt. Antisemitismus ist schließlich nur, wenn man Juden anders behandelt als andere Völker, und diese Leute würden nicht zögern, auch das eigene Land einen Apartheidstaat zu nennen, wenn es sich auf dem Weg in die Selbstzerstörung auch nur das geringste Zögern leisten würde.

      Im übrigen ist Deine Einschätzung Israels einfach nicht richtig: „Kolonistenstaat“ – meinetwegen, wenn man es denn so sehen will; das gilt dann allerdings auch für die USA, Kanada und Australien. „Apartheidstaat“? Das ist absurd. Wer soll denn in diesem „Apartheidstaat“ die Rolle der Schwarzen spielen? Etwa die israelischen Araber? Oder die Palästinenser, die weder israelische Staatsbürger sind noch auf israelischem Territorium leben (und jeden Rückzug Israels aus den 1967 besetzten Gebieten dadurch beantworten, dass sie aus eben den geräumten Gebieten Raketen abfeuern)? Also bitte nicht diese gedankenlose Gleichsetzung von Äpfeln mit Birnen.

    • Apropos „Kolonistenstaat“: Frag mal einen Griechen, als was er die Türkei sieht. Es ist doch weltfremd, darauf herumzureiten, dieser oder jener Staat sei mit Gewalt gegründet worden, und ihm das vorzuwerfen.

      • Genau! Welcher Staat ist denn ohne Gewalt gegründet worden? Die Gewalt ist definitorischer Bestandteil des Staates (Jellink’sche Drei-Elemente-Lehre).

        Aber darauf kommt es gar nicht an. Ein „Vorwurf“ ist die sinnlose Vermischung von Moral und Macht. Unklares denken folgt daraus. Man kann nur eine Perspektive einnehmen und die andere Kategorie aus dieser einen dann bewerten.

        Wer eine Machtdiskussion mit moralischen Pseudoargumenten führt, will etwas erreichen, was er nicht ausdrücklich benennt. Oder er kann schlicht nicht in politischen Kategorien denken. Das kann man Naivität nennen. Das ist übrigens gerade bei der extremen Rechten ein häufig anzutreffendes Phänomen. Letztlich mündet das in ein jämmerliches Mitleidserheischen über die böse, böse Welt und danach in lächerlichen Machtphantasien: „Wenn wir mal dran sind …“. Das folgt dem Motto, warum der „Verfassungsschutz“ denn nicht gleiche Maßstäbe an links und rechts anlege. Vor soviel Naivität kann man nur noch den Kopf schütteln. Begreifen kann man es nicht.

        Wer die Welt von einem Soll-Zustand aus betrachtet, wird immer daneben liegen.

      • Warum ist das überhaupt ein Thema?

        Wenn sich die Juden selbst einig wären in diesem Punkt, dann wäre es keines, da bin ich mir ziemlich sicher. Die Juden haben den ersten Krieg doch noch nicht einmal angefangen. Was gibt es da zu diskutieren?

        Was allerdings diskussionswürdig ist, ist ob Hertzl nicht einen kapitalen Bock geschossen hat.

        Er war ja areligiös und sein Ziel war eine Normalisierung der Juden als Volk.

        Das hat nicht wirklich geklappt. Es ist auch nicht ganz abwegig, daß der Zionismus jüdische Partikularinteressen überhaupt erst erzeugt hat, welche gegen eine Normalisierung wirken. Und in einem solchen Klima gewinnt notwendig Religion an Bedeutung.

      • Ja, aber dann bitte kein Schöngetue der Landnahme, und keine Rumgeflenne, warum die bösen Palästinenser denn so sehr Israel hassen. Sie haben allen verständlichen Grund dazu.

  • Die Bedingungen der Möglichkeit kulturmarxistischer Utopien.
    Zunächst einmal muss ein Staat, eine Gesellschaft einen materiellen Überschuss erwirtschaften, mit dem die Angehörigen der Klasse (oder Schicht) der „Weltverbesserer“ in Lohn und Brot gebracht werden können. Im Grunde ist dieser Überschuss bereits nicht mehr vorhanden, so bedient man sich derweil bereits seit geraumer Zeit an einem in die Zukunft hineinimaginierten Überschuss, der allerdings von unseren Nachkommen erst noch erwirtschaftet werden muss (es stellt sich die Frage, ob er das noch kann). Wir sehen gegenwärtig einen aufgeblasenen akademischen Bereich von „Utopia-Wissenschaften“, auch „Blümchen-Wissenschaften“ genannt, der seine Klientel (zumeist ebenfalls Akademiker) in den Migrations-, Integrations-, Umverteilungs-, Umerziehungs-, Sozialarbeiter- und Sozialtherapieindustrien mit Theorien, Konzepten und ähnlichem mehr versorgt. Es ist dürften wohl mehrere Millionen Menschen sein, die in diesem Bereich arbeiten. Im Grunde genommen ein Dienstleistunggewerbe, fantasiert sich dieser Komplex weitere „Dienstleistungen“ herbei, indem man scheinbar (bis zu einem gewissen Punkt auch real) die Interessen gewisser gesellschaftlicher Gruppen wahrnimmt und sie sich zu eigen macht. Kern des Ganzen sind meines Erachtens jedoch die eigenen ökonomischen Interessen, a) Arbeitsplatzerhalt und b) Ausweitung der Tätigkeitsfelder (Schaffung neuer Arbeitsplätze), indem ein Bedarf herbeiimaginiert wird.
    Es wird nicht oder nicht ausreichend darüber nachgedacht, daß es Bedingungen gibt, die gegeben sein müssen, um das Projekt „Utopia“ finanzieren zu können. Doch dazu bedarf es Kenntnisse in Betriebswirtschaft/Volkswirtschaft, die in diesen Kreisen offenbar nicht oder kaum vorhanden sind.
    So beobachten wir das Phänomen, daß der kulturmarxistische Hegemon hier im Land die Bedingungen der Möglichkeit seiner Existenz selbst „abschafft“ (um mit Sarrazin zu sprechen).
    Indem sie das alte, ökonomisch und technologisch starke Deutschland abschaffen, schaffen sie sich selbst (d.h. ihre Tätigkeiten) ab. Vielen dürfte dies kaum bewusst sein (obgleich sie Akademiker sind), weil ihr Horizont das einfach nicht hergibt. Den helleren Köpfen unter diesen Menschen dürfte es allerdings klar sein, was in den Köpfen dieser Menschen vor sich geht, das erschließt sich mir nicht. Doch es ist ja so, daß es auch in den 3.Welt Staaten noch einen gewissen Bedarf an Akademikern gibt. Diese hellen Köpfe rechnen wohl damit, daß sie auch in einem „abgeschafften“, alten Deutschland noch gebraucht werden (in welcher Position auch immer).

  • @Konservativer:

    Vielen Dank, eine Top-Analyse.

  • Flash, ich freue mich darüber, daß Sie meiner Skizze etwas anfangen können.
    Sie, die anderen Kommentatoren, so auch ich legen unsere Beiträge vor, um sowohl das Terrain zu erkunden, auf dem wir uns bewegen, als auch um Handlungsoptionen ausfindig zu machen.

    • Ihre Beschreibung des linken Wirtschafts“kreislaufes“ erinnert mich an kleine Kinder, die im Chor nach Süßwaren im Supermarkt schreien und dem entnervt nachgegeben wird. Allerdings ist das Geschrei jedesmal größer, wenn es beim nächsten Supermarktsbesuch nicht das Gewünschte geben soll, also gibt man wieder nach, weil es noch schlimmer nervt. Das Üben des Verzichtens angesichts des Überangebotes wäre Erziehung, Disziplinierung.

      Statt dessen werden die Kinder immer dicker und gefräßiger, sprich spießbürgerlicher. Deren unzufriedene Wohlstandskindeskinder werden alles noch verstärkt wiederholen. Wenn schon die Kinder kein Gespür für gesund und ungesund entwickeln, so werden sich die Kindeskinder ebenfalls an den staatlichen Tropf hängen und als „Gerechtigkeit“ die eigene Versorgung unter möglichst geringer Eigenleistung fordern. Es war ja schon immer so.

      Sollen es doch möglichst viele so tun, umso schneller geht es bergab. Umso deutlicher wird der Grund: Schmarotzertum.

      Mein und meiner Familie Schicksal hängt nicht an diesen Mechanismen. Wenn man sich allerdings vor Augen führt, wieviel Prozente des eigenen erwirtschafteten Einkommens zur Durchfütterung dieses Komplexes draufgeht, werde ich zum Anarchisten.

  • @ML

    Wenn es heißt, „die Multikulturalisten haben Israel nicht im Visier“: Natürlich steht Israel nicht in einer Weise im Visier der Multikultis, die sie offen argumentieren lassen würde, dass Israel „weg müsste“.

    Aber:

    1.Es handelt sich bei dem Text hier um eine Satire, die die Realität bewusst stark überzeichnet. Sie soll – mit dem letzten Teil – vor allem auch zum Ausruck bringen, dass der Multikulturalismus seinem Wesen nach antisemitisch ist. Warum ist er das? Weil der Multikulturalismus – und die Grünen als besonders eifrige Multikulturalisten sind hierfür ja das beste Beispiel – die Islamisierung der einzelnen Länder fördert und naturgemäß eine „Allianz mit dem Islam“ eingeht. Und der Islam ist sowohl traditionell als auch durch die Existenz des Palästinenserproblems virulent antisemitisch. Das ist nicht nur eine Frage der Bildung. Ich persönlich z. B. kenne Muslime aus dem Universitätsmilieu, die sehr gebildet und dennoch stark antisemitisch sind.

    Für Juden in Malmö etwa hat die „Multikulturalisierung“ von Schweden schon dazu geführt, dass sie mit einem Krankenhausaufenthalt rechnen können, wenn sie sich in Malmö auf der Straße als Juden zu erkennen geben. Die Juden dort müssen sogar schon eine besondere Abgabe bezahlen, weil es für den Staat unglaublich teuer geworden ist, die Sicherheit von jüdischen Einrichtungen zu gewährleisten. Viele wandern aus. Nach Israel oder in andere Länder.

    Auch in Holland, Deutschland, Dänemark, etc. ist durch die steigende Islamisierung dieser Länder der Antisemitismus stark angestiegen. (Zu einem Anstieg des Antisemitismus gab es neulich einen Artikel in der „Zeit“; zu dem gleichen Problem in Deutschland einen Artikel in der „Welt“). Er war schon früher durch die Gastarbeiter-Einwanderung z.B. in manchen Vierteln etwa von Berlin virulent. (Hierzu sei das Buch „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude – Die Geschichte eines Deutsch-Iraners, der Israeli wurde“ empfohlen. Es beschreibt die Jugend eines jüdischen Persers in Berlin. Er durfte den islamischen Antisemitismus dort in vollem Maße „genießen“.)

    Hier zeigt sich ein Teil der Verlogenheit der Multi-Kultis: Sie geben vor, ganz schrecklich gegen Antisemitismus zu sein, fördern aber durch ihr „Pushen“ der Islamisierung in bisher nicht-islamischen Ländern eine deutliche Verschlechterung der Lebensqualität jüdischer Menschen. Bei Multi-Kultis gilt jede Religion als „gleich viel wert“ und jeder, der Kritik am Islam übt, wird mit dem Argument der „Islamophobie“ in die rechte Ecke gestellt.

    2. Hier wurde Hendryk M. Broder als ein „Multi-Kulti-Anhänger“ genannt. Ach, ist er das? Wäre mir neu. Klar, er hat sicher keine große Liebe zu Deutschland, aber in Talkshows habe ich ihn bezüglich des Multi-Kulturalismus eher kritisch argumentieren hören. So meinte er doch zum Beispiel, dass es absoluter Blödsinn wäre, dass (wie die Multi-Kultis sagen) Einwanderung „eine kulturelle Bereicherung“ für die autochthone Bevölkerung darstellen würde. Broder meinte stattdessen – völlig zurecht – dass sich die Einwanderer materiell bereichern würden. Broder wies auch schon darauf hin, dass Toleranz bei den europäischen Ländern bezüglich des Islam eine reine „Einbahnstraße“ darstellen würde und Christen in islamischen Ländern wie der letzte Dreck behandelt würden. Mein Fazit also: Broder würde es sicherlich NICHT bedauern, wenn Deutschland sich abschaffen würde, aber er ist ein realistischer Mensch und kein utopistischer Multi-Kulti-Freak.

    Aber es geht natürlich nicht nur um Broder. Natürlich gibt es Globalisten und linke jüdische Intellektuelle, die für Multi-Kulti eintreten. Dies tun sie, weil ihnen ihre jüdische Identität nichts bedeutet oder weil sie aufgrund der Tatsache, Juden zu sein, einen Minderwertigkeitskomplex haben (so ein Gefühl tritt bei jüdischen Intellektuellen nicht selten auf und treibt sie zum „Linkssein“ – Robert J. Oppenheimer, der Vater der Atombombe, war so ein Fall; Karl Marx in noch viel krasserem Maße – Marx hatte einen unglaublichen Hass auf alles Jüdische und hoffte durch seine Ideologie wohl, das Judentum zum Verschwinden zu bringen, weil er es sehr stark mit Kapitalismus in Verbindung brachte).

    Es ist allerdings kaum zu vermuten, dass der Großteil der Israelis – von denen viele unglaublich stolz auf ihr Land und ganz erfüllt davon sind, „aliyah“ gemacht zu haben – ihr Land als „Judenstaat“ jemals aufgeben würden. Israel lässt nicht einmal Juden „aliyah“ machen, die lediglich einen jüdischen Vater haben; Konversionen müssen, um (für die Erlaubnis zu einer Einwanderung) anerkannt zu werden, orthodox sein und dauern länger als 1 Jahr. Neuerdings denkt man in jüdischen Kreisen auch darüber nach, einen Gentest durchzuführen. Warum macht Israel das wohl alles? Bestimmt nicht, um sich irgendwann als „Judenstaat“ abzuschaffen und seine jüdische Identität auflösen zu lassen. Durch Globalisierung und Multikulti wird Israel aber irgendwann zwangsläufig in starke Bedrängnis geraten – schon allein deswegen, weil die Länder, in denen Muslime einen starken Anteil der Bevölkerung darstellen, immer zahlreicher werden. Hierdurch wächst die Bedrohung für Israel naturgemäß.

    3. Natürlich argumentieren Linke nicht, dass Israel einen Hinderungsgrund für einen globalen Internationalsozialismus darstellen würde. Aber was ist denn bitte die Utopie der Multi-Kultis (vor allem der linken Intellektuellen bzw. Akademiker unter ihnen)? Etwa nicht die „globale Weltgesellschaft“ ohne Grenzen, am Besten mit „Migration without borders“? Und dem gesellschaftlichen Egalitarismus sämtlicher Minderheiten, die in einem Multi-Minoritäten-Konglomerat in Seligkeit zusammenleben? Sorry, dann habe ich das wohl im akademischen Uni-Diskurs falsch verstanden. Würde Israel bei einer „migration without borders“ mitspielen? Natürlich nicht, weil man die Identität als Judenstaat erhalten will. Würde man dies von außen bis in alle Ewigkeit tolerieren? Irgendwann ist der Holocaust auch mal graue Vergangenheit und man wird Israel dann vermutlich härter behandeln. Man kann jetzt bereits beobachten, wie die Kritik an Israels Nahost-Politik langsam härter wird – auch in Deutschland. Das hängt damit zusammen, dass (unter anderem mit Hilfe des Euro Med-Abkommens, das einen stärkeren Austausch mit der islamischen Welt festschreibt) die EU den Islam hofiert. Warum? Weil die Eliten die Muslime brauchen, um die nationalen Kulturen zu zerschlagen, damit der Staatenbund Europa schnell zum Bundesstaat umfunktioniert werden kann.

    Aber sogar eine Selbstauflösung Israels als Judenstaat aus dem Willen der dort lebenden Juden selbst aus tiefer Liebe zu Global-Multi-Kulti wäre ein Beleg für die Auflösung jüdischen Identitätsgefühls und würde die Juden als Juden aus der Geschichte verabschieden. Keine physische, aber eine ideelle bzw. geistige Vernichtung der Juden; die Erfüllung von Hitlers Traum auf unblutige Art und Weise.

    Übrigens sind alle Utopien, die eine marxistische Prägung aufweisen, ihrem Wesen nach antisemitisch (wie ja auch Marx selbst auto-antisemitisch war). Alle diese Utopien haben nämlich einen „sozialistischen“ Anteil (auch wenn dieser nicht immer ökonomisch verstanden werden kann, sondern z. B. auch gesellschaftlich) und zielen auf Gleichmacherei, Egalitarismus, damit einhergehenden Identitätsverlust, etc. ab. Die Juden sind aber DAS Volk in der Weltgeschichte, das das höchste Identitätsbewusstsein unter allen menschlichen Kollektiven der Weltgeschichte aufweist. Sonst wäre es ihnen nie gelungen, sich in fast 2000 Jahren Diaspora eine Kollektividentität zu bewahren. Sehr häufig ist für Menschen, die Juden sind, diese Tatsache (auch wenn sie Radikalatheisten sind) viel wichtiger als etwa ihre nationale Herkunft.

    Deswegen: Der letzte Teil der Satire spiegelt keine linke Argumentation wider. Er illustriert, was in linken Ideologien enthalten ist, Linken aber teilweise nicht einmal selbst klar ist.

    Die Folgen linker „Umgestaltung der Welt“ laufen – würden sie das Utopia tatsächlich erreichen, das von der „Linken“ erträumt wird – immer auf ein Verschwinden der Juden hinaus. (Dies muss nicht immer mit Gewalt verbunden sein! Es ist nur eine logische Folge und kann auch im Rahmen eines gewaltlosen Prozesses geschehen, wie bereits gesagt wurde!) Wieso? Weil immer ein neuer „Einheitsmensch“ geschaffen werden soll – mit einem neuen Einheitsgefühl, in dem für ein partikulares, „völkisch motiviertes“ Einheitsgefühl der Juden kein Platz mehr ist.

    Das war beim Nationalsozialismus – der sowohl „rechte“ als auch „linke“ Anteile aufwies (wie so böse Historiker wie Sebastian Haffner, Joachim Fest -sogar in der „taz“ oder Walter Laqueur festgestellt haben, genau wie der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaft Friedrich von Hayek… sollte man auch annehmen, wenn es sich um eine Bewegung handelt, die „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“ hieß; ihr Propagandaminister von sich als „nationalem Sozialisten“ sprach und bemerkte „Wir sind die deutsche Linke“; wenn die größte Gefahr von der „Reaktion“ nämlich dem Militär kam; wenn Hitler das Bürgertum verabscheute wie dies sonst nur die Kommunisten taten; wenn Hitler am Ende seines Lebens bedauerte, nicht den „Schlag gegen Rechts“ geführt zu haben; wenn es im Horst-Wessel-Lied hieß: „Kameraden, die Rotfront und REAKTION erschossen, marschiern im Geist in unsern Reihen mit…“) – nicht anders, weil er eben auch ein „Sozialismus“ war und genau deswegen auch so hieß:

    – ein „arischer deutscher Volksgenosse“ kann nicht gleichzeitig Jude sein

    – der „sozialistische Einheitsmensch“ kann nicht gleichzeitig Jude sein

    – der „globale Multi-Kulti-Gendermaingestreamte Einheitsmensch“ kann nicht gleichzeitig Jude sein

    Wo sich alle früheren Kollektividentitäten „auflösen“ und zu einem großen neuen Matsch verbinden (sollen), ist naturgemäß kein Raum für Menschen, die „völkisch“ denken. Und das tun die Juden nun mal. Natürlich würden Linke das nicht offen thematisieren (kritisieren schon gar nicht). Aber in der obigen Satire wurde dies thematisiert, um einen weiteren Teil der Verlogenheit der Linken ans Licht zu zerren: Sie kritisieren alles „Völkische“ – nur nicht bei den Juden. Gleichzeitig arbeiten sie aber mit ihrem Handeln – ohne dies bewusst zu wollen – unablässig auf ein Verschwinden des Judentums hin.

    Das heißt: In der obigen Satire wurden Dinge als offen von den Linken thematisiert präsentiert, weil sie logische Folgen linker Ideologie wären bzw. weil diesbezüglich innerhalb der „Linken“ eine große Verlogenheit existiert. Dies sollte deutlich gemacht werden und im Rahmen einer satirischen Dystopie kein „ausschließlich reales“ Argumentationsmuster der Linken präsentiert werden. Es geht hier um das Wesen linker Ideologie mit allen ihren Folgen.

    • Naja, über das Stoiber-Niveau kommt der Vergleich „Nazi“ zu Sozialisten allerdings nicht hinaus. Daß Nationalsozialisten Sozialisten wie die Roten seien, ist ein ganz schöner Käse, den man noch nicht einmal dann glauben kann, wenn man neben Hayek keine anderen Götter duldet.

      Selbst dann sind die Unterschiede zwischen den Sozialismen so groß, daß ich keine wesentlichen Gemeinsamkeiten außer dem Wort sehe. Denn in diesem (negatorischen) Sinne ist auch ein Ludwig von Mises ein Sozialist. Und zwar ein 100%iger. Spengler und Bismarck sowieso. Außer Hayek und Hoppe eigentlich jeder … selbst Ron Paul.

  • „Hier zeigt sich ein Teil der Verlogenheit der Multi-Kultis: Sie geben vor, ganz schrecklich gegen Antisemitismus zu sein, fördern aber durch ihr “Pushen” der Islamisierung in bisher nicht-islamischen Ländern eine deutliche Verschlechterung der Lebensqualität jüdischer Menschen.“

    Ja, aber komischerweise stellen sich die tonangebenden Juden, ob Pro-Israel oder nicht, trotzdem fast immer gegen die Islamkritiker (wie unser ZdJ). Das ist nur dadurch zu Erklären, daß die jüdischen Affekte gegen die „Mehrheitsgesellschaft“ (und zwar alle Mehrheitsgesellschaften) immer noch stärker sind, als die Angst vor dem Antisemitismus des Islam. Sie identifizieren sich dann nicht mit den Deutschen, sondern mit der Minderheit der Moslems, in denen sie ihre eigene klassische Lage gespiegelt sehen. Bei Ausnahmen wie Broder oder Giordano ist dann auch gleich immer die zweite Front gegen die „völkische Identität“ der Einheimischen drin. Ich möchte einmal einen, nur einen Juden sehen, der tatsächlich sagt: „Die Juden sollen ihre Volksidentität bewahren, und darum die Deutschen ebenso.“ So ein Fabeltier (Ivan Denes war so eines, aber er saß mit JF & Co am äußeren Rande des öffentlichen Sandkastens) wünscht man sich auf PI herbei, aber leider spielts die Nummer nicht.

    Das hier klassifiziert Broder meines Erachtens ausreichend als MK-Anhänger:

    http://korrektheiten.com/2011/03/10/deutschland-schafft-sich-ab-broder-na-und/

    Nicht aus „Utopie“ und Naivität, aber die Genugtuung über die Heterogenisierung ist mit den Händen zu greifen.

    „Keine physische, aber eine ideelle bzw. geistige Vernichtung der Juden; die Erfüllung von Hitlers Traum auf unblutige Art und Weise.“

    Irrtum, denn das wäre genau das, was man früher „Assimiliation“ genannt hat, und sie war Hitlers wie der Zionisten ALPtraum.

    „Sie kritisieren alles “Völkische” – nur nicht bei den Juden. Gleichzeitig arbeiten sie aber mit ihrem Handeln – ohne dies bewusst zu wollen – unablässig auf ein Verschwinden des Judentums hin.“

    Ja, aber das Bild wird erst dann vollständig, wenn man sieht, daß die Juden ja in der Regel das gleiche tun wie die Linken: „Sie kritisieren alles “Völkische” – nur nicht bei den Juden (also bei sich selbst.)“ Mach mal die Probe aufs Exempel – es ist fast immer so, außer bei einzelnen linken Juden, die konsequent jede völkische Identität negieren. Die gelten dann nicht selten als „antisemitisch“ oder „selbsthassend“ (Extrembeispiel Gilad Atzmon). Der Widerspruch der Linken resultiert daraus, daß sie im Banne eines jüdischen Tabus stehen: nur der Jude darf den Juden Jude nennen, wer es sonst tut, gerät schon allein dadurch in den Ruch des Antisemitismus (siehe die Debatte um Sarrazins Juden-Gen).

  • @ Meyer:
    „Naja, über das Stoiber-Niveau kommt der Vergleich “Nazi” zu Sozialisten allerdings nicht hinaus. Daß Nationalsozialisten Sozialisten wie die Roten seien, ist ein ganz schöner Käse, …
    Selbst dann sind die Unterschiede zwischen den Sozialismen so groß, daß ich keine wesentlichen Gemeinsamkeiten außer dem Wort sehe. Denn in diesem (negatorischen) Sinne ist auch ein Ludwig von Mises ein Sozialist. Und zwar ein 100%iger. Spengler und Bismarck sowieso. Außer Hayek und Hoppe eigentlich jeder … selbst Ron Paul.“

    Danke für diese überfällige Klarstellung!
    Ich versuche es auch immer wieder, doch kann ich es nicht mit so klaren Worten, wie Sie.
    Meine Mindestanforderung an Logik ist die: „Selbst, wenn ich mich auf den Vergleich einlasse, daß beides Sozialismen seien, so unterscheidet sie das kleine Beiwort ähnlich stark, wie das „Un“ den Menschen vom Unmenschen. Selbst wenn ich generell ein Zuviel an Sozialismus mit einem Tumor vergliche, so wüßte ich genau, ob mir ein gutartiger oder bösartiger lieber wäre, müßte ich denn einen in Kauf nehmen.“

    Internationalsozialismus (IS) und Nationalsozialismus gleichzusetzen, ist dennoch ein ebenso billiger wie beliebter Vergleich in liberalen Kreisen. (Ebenso wie, die NPD als VS-Partei zu verunglimpfen – als ob die anderen keine wären!).

    DIE Angst der Deutschen nach dem ersten Weltkrieg war nicht Versailles und der niederträchtige Westen, sondern der rote Osten. Das deutsche Bürgertum und der Mittelstand hatten eine noch panischere und begründetere Angst vor ihm, als der fette BRDler vor dem Atom. Der NS war daher in erster Linie dem nach oben strebenden Mittelstand ein Rettungsangebot und nicht dem nach unten strebenden Pöbel, wie im linken „Gegenstück“.

    Viele Möchtegern-Rechte vermögen nicht die kategorialen Unterschiede zwischen NS und Links zu erkennen, die sie wie Feuer und Wasser scheiden; ich nenne nur zwei: Biologismus vs. Behaviorismus (Seinsbestimmtheit durch Gene oder „Umwelt“) und Denken in Grenzen vs. Entgrenzung.
    Diese „winzigen“ Unterschiede hatten immense Folgen, die auch stets „übersehen“ werden:
    Der NS hat die Famile (inkl. Geschlechterrolle) auf geniale Weise gefördert, der IS an ihrer Zertrümmerung gearbeitet(die NS-Siedlungen sind noch heute
    begehrter Wohnraum, die Plattenbauten eher weniger). Der NS hat Mittelstand und Unternehmertum (insbesondere Bauerntum) gefördert – der IS vernichtet. Die christlichen Kirchen standen im NS unter staatlichem Schutz – im IS durften Paffen froh sein, zu überleben. Usw. usf.
    Wer sein Bild über den NS aus der Schule, der brd-Presse und Guido-Knopp bezieht, darf sich über seine Zerstörung eigentlich nicht beklagen.
    Achja: Und die „Wahrheit“ (welche der vielen?) über den hl. Holo bedarf BRUTALSTER SINGULÄRER „rechtsstaatlicher“ Forschungsverbote, um wahr zu bleiben. Wem allein dadurch kein Licht aufgeht, dem ist eh nicht zu helfen!

    Es soll da im WWW ein Reichsarchiv geben, das geeignet ist, die Vergiftungen der brd-Geschichtsindoktrination zu heilen …

  • Der NS hat nicht „die Familie gefördert“, wer dem arischen Ideal entsprach, konnte mehr oder weniger treiben was er wollte. Vgl.

    „Das Ziel der Nazis war es nicht, Sexualität zu unterdrücken, sondern sie als Privileg nichtbehinderter, heterosexueller Arier zu etablieren.“ In der NS-Propaganda wimmelte es von polemischen Darstellungen bürgerlicher Enge und spießiger Prüderie, denen die „arisch-germanische Natürlichkeit“ entgegengesetzt wurde. Das arische Lebensgefühl vereinnahmte Elemente aus der Freikörperkultur und der Lebensreformbewegung für sich. Die „Lebensreformer“, die sich Mitte des 19. Jahrhunders in Deutschland und der Schweiz formierten, predigten unter dem Motto „Zurück zur Natur“ das Landleben, einen antimateriellen Lebensstil und den Vegetarismus als Strategien gegen den Zivilisationsverfall in den Städten. 1934 wurde laut Dagmar Herzog bereits eine interne Anweisung an alle BDM-Führerinnen ausgegeben, die ihnen anvertrauten Mädchen zum vorehelichen Geschlechtsverkehr zu animieren. In der Hitlerjugend galt Promiskuität bei heranwachsenden Knaben als erwünschtes Verhalten. Der Literaturwissenschafter Victor Klemperer, dessen posthum erschienenen Tagebücher aus der NS-Zeit heute als wertvolle Nahaufnahme des damaligen Zeitgefühls gelten, schrieb 1935 über Spitäler, die „voll von schwangeren und geschlechtskranken Mädchen sind“.

    Kondome waren, trotz des offiziellen Gebots zum Kinderreichtum und trotz eines 1933 ausgegebenen Runderlasses gegen „die Aufstellung von Schutzmittelautomaten“, problemlos verfügbar – auch in Automaten auf Bahnhöfen und in öffentlichen Toilettenanlagen. Der Mediziner Ferdinand Hoffmann beklagte 1939 in seiner Publikation „Sittliche Entartung und Geburtenschwund“, dass in Deutschland pro Jahr 72 Millionen Präservative verwendet würden. Außerehelicher Geschlechtsverkehr entsprach der Norm. „Rund um die großen Städte sind die Straßen in den Wäldern Abend für Abend voller Autos, in denen nach amerikanischem Muster so genannte Liebe gemacht wird“, klagte Hoffmann. Sexualität sei offenbar jener Bereich, „in dem es am schwierigsten ist, ein guter Nationalsozialist zu sein“.
    Diese Tatsache schlug sich auch – trotz der offiziellen Reproduktionspropaganda – in der Geburtenstatistik nieder. Ein Drittel aller 1933 verheirateten Paare war nach fünf Jahren noch immer kinderlos; einem Viertel dieser Ehen entstammte nur ein Kind. DIE ZAHL DER WÄHREND DER NS-ZEIT GEBORENEN KINDER KONNTE NIE AN DIE GEBURTENRATE DER ZWANZIGER JAHRE ANKNÜPFEN – trotz drastischer Maßnahmen bis hin zur Todesstrafe gegen deutsche Frauen, die mit Abtreibungen „Sabotageakte gegen die arische Rasse begehen“, wie es im SS-Blatt „Das schwarze Korps“ hieß. In der Praxis hatten jedoch die Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche in ihren Hinterzimmern durchführten, mit schlimmeren Haftstrafen zu rechnen als ihre Patientinnen.“

    http://www.profil.at/articles/0821/560/206700/sex-hakenkreuz-das-lustverstaendnis-nationalsozialisten-wissenschaft

    http://www.perlentaucher.de/autoren/17663/Dagmar_Herzog.html

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43160750.html

    Aus dem SPIEGEL von 1961:

    „In einer Sonntagsrede, mit der er zur Zeit von Ort zu Ort zieht, erregt sich der Minister: „Noch gilt bei uns seit Hitler ein Ehegesetz, das die bürgerliche Scheidung selbst gegen den Willen des die Treue haltenden unschuldigen Gatten zuläßt und darüber hinaus die staatliche Sanktionierung des treulosen Ehebruchs durch spätere Heirat der fremden Ehebrecherin ermöglicht.“

    Wuermeling meint damit das „Gesetz zur Vereinheitlichung des Rechts der Eheschließung und der Ehescheidung im Lande Osterreich und im übrigen Reichsgebiet“, das die nationalsozialistische‘ Regierung am 6. Juli 1938 erlassen hat und das während der Weimarer Zeit vom Zentrum blockiert worden war.

    Dieses Gesetz löste damals die Ehe- und Scheidungsbestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches ab, die bereits im vorigen Jahrhundert konzipiert worden waren. Als wichtigste Neuerung bot das NS-Gesetz von 1938 einem Ehepartner die Möglichkeit, „infolge einer tiefgreifenden unheilbaren Zerrüttung des ehelichen Verhältnisses“ die Scheidung zu begehren, wenn die häusliche Gemeinschaft der Eheleute seit drei Jahren aufgehoben war.

    Der heute noch gültige Paragraph 48* gesteht zwar dem allein gelassenen Partner „Widerspruch“ gegen den Scheidungsantrag zu, doch ist solcher Widerspruch von den Richtern „nicht zu beachten“, wenn sie die Aufrechterhaltung der Ehe „bei richtiger Würdigung des Wesens der Ehe“ für sittlich nicht gerechtfertigt halten. Deshalb trennen die Landgerichte der Bundesrepublik solche Ehen, in denen die Partner seit drei Jahren getrennt leben, in der Regel auch dann, wenn von einem Beteiligten Widerspruch erhoben wird.

    Freilich wollte das NS-Ehegesetz nicht nur dem Wandel der Anschauungen seit der Jahrhundertwende Rechnung tragen, sondern auch, dem nationalsozialistischen Bedürfnis nach rascher Vermehrung des deutschen Volkes Vorschub leisten: Zeugungsfähige Ehemänner, die sich um Jüngerer Frauen willen von ihren alternden Gefährtinnen zu trennen begehrten, sollten ebenso mühelos geschieden werden können wie gebärfreudige Frauen, deren Ehepartner keine Kinder mehr zu zeugen vermochten.“

  • *lol* Klasse Idee. Finde dieses ganze Multikulti/Gender/Regenbogen-Gehabe auch aufgesetzt und künstlich. Fishing for Tolerance. Wir sollten gerade unsere Kinder vor sowas schützen. Hoffe auch, dass der neue Montags-Talk bei Sat 1 da klar Stellung bezieht und man nicht auch dort dann zu dem PI-Schluss kommt, dass Schwule und Lesben die besseren Eltern sind: http://on.fb.me/gnPIns

  • Eine schöne Satire! Allerdings wird nichts davon eintreten. In wenigen Jahren wird sich die SHARIA über ganz Europa ausgebreitet haben. Wie die Sittenwächter zu Homosexualität, Gendermainstream, Sozialismus, Grünlinks usw. stehen dürfte aus Iran hinlänglich bekannt sein. Das die Gutmenschen als nützliche Verräteridioten willkommen sind bedeutet nicht das sie in einer SHARIADIKTATUR eine Überlebenschance haben. Man bedient sich des Verräters aber hasst den Verrat. Die shariagrünlinken und die Surensöhne verbindet zwar der Hass auf das Christentum und die Demokratie aber das ist dann schon Alles. ISRAEL wiegt sich in falscher Sicherheit. Um ISRAEL herum explodieren nicht nur Raketen sondern die Bevölkerung der Vielweiberstaaten. Das Beispiel der unblutigen Übernahme von Spanisch -Sahara durch millionen Marrokaner, die einfach zu Fuss die Grenze überquerten, sollte nicht vergessen werden!

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