Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Clemens Wergin schreibt in der „Achse des Guten“:

Schließlich war der deutsche Außenminister einer der ersten, der die Aufstände in der arabischen Welt emphatisch begrüßte. Man kann aber nicht den Freiheits-Revolten laut applaudieren und sich dann verdrücken, wenn die negativen Auswirkungen dieser Umstürze in zerbrechlichen Kähnen an der europäischen Mittelmeerküste anlanden. Italien und Malta sollten nicht allein den Preis zahlen müssen für die Übergangswehen einer Transformation, die letztlich im langfristigen Interesse ganz Europas ist.

Quelle: Die Achse des Guten

Es ist unglaublich, wie viel ideologischer Müll in drei Sätze passt:

Denn selbstredend kann man sehr wohl das Ende einer Diktatur begrüßen, ohne deswegen deren ehemalige Untertanen im eigenen Haus aufzunehmen.

Und selbstverständlich sind die Migrantenströme keine „Auswirkungen dieser Umstürze“ – wovor fliehen diese Leute denn? Vor der Freiheit?

Und was soll das heißen: „Italien und Malta sollten nicht allein den Preis zahlen müssen“? Warum soll überhaupt irgendein europäischer Staat einen „Preis“ für anderer Leute Revolutionen zahlen müssen?

Und bildet sich Wergin ernsthaft ein, es handele sich bei der Invasion der Tausende um „Übergangswehen“, die sich schon wieder beruhigen würde, sobald die „Transformation“ stattgefunden hat? Auf welchem Planeten hat er eigentlich die letzten vierzig Jahre gelebt?

Und ob eine „Transformation“ stattfindet, ist noch völlig offen: Es kann gut sein, dass die neuen Regime sich nicht wesentlich von den alten unterscheiden.

Wenn sie sich aber unterscheiden, können sie – und dies ist sogar wahrscheinlich – durchaus unter der Kontrolle von Islamisten stehen. Was, bitteschön, wäre daran „im langfristigen Interesse ganz Europas“ – wo uns doch die Türkei täglich vorführt, dass es nicht einmal einer islamistischen Terrorherrschaft bedarf, um einen Staat unter Wahrung „demokratischer“ Formen in einen Dschihad-Staat zu verwandeln?

Das beste aber an dem Artikel ist die unfreiwillige ideologische Selbstentlarvung, die in der Überschrift liegt:

Europa ist für alle da

Dass Afrika für die Afrikaner da ist und Asien für die Asiaten – das versteht sich zumindest für die Afrikaner und Asiaten von selbst.

Aber Europa? Europa ist für alle da!

16 Antworten auf Für wen Europa da ist

  • Herrn Wergin fordert Transformation. Er möge bei sich und seinen Angehörigen anfangen. Transformation von lebender Biomasse zu toter Biomasse. Seine Anhänger und alle die Einwanderung von „Kolateralschäden“ der Globalisten nach Deutschland fordern, müssen persönlich mit gutem Beispiel vorangehen und sich ebenfalls zuvor transformieren.

  • Man könnte sehr wohl illegale Einwanderer, insbesonder solche, die sich an gewerblich organisierten Verletzungen des Territoriums beteiligen, im Gefängnis beherbergen, bis die Haftstrafe abgelaufen ist und sie zurückgekehrt sind.
    Wenn man will, kann man die Frage, ob jemand politisches Asyl erhalten soll, während der in jedem Falle für das Vergehen zu verbüßenden Haftzeit entscheiden.
    Wenn man nicht in der Lage ist, sich Gesetze zu geben, die den Nutzen des Volkes mehren und Schaden von ihm abwenden, kommt es zu dem Eiertanz, den wir in Lampedusa und Manduria beobachten. Der italienische Versuch, die Illegalen zu legalisieren und unter Ausnutzung des Schengener Systems anderswo abzuladen, verdient die Antwort, die jetzt von der Bundesregierung und insbesondere von CSU-Politikern kommt.
    Darauf sollte aber auch eine europäische Anstrengung zur Änderung der Asylregeln folgen, die Italiens Hände binden.
    Es ist eine Schande für Italien, dass es selber diese Anstrengung nicht einmal anzudenken in der Lage ist und stattdessen in weinerlichem Ton am Rockzipfel der EU hängt und die Vergemeinschaftung der Völkerwanderung fordert.
    Die „rechtspopulistische“ Lega Nord stellt den Innenminister, und die ihr hierzulande gerne nachgesagten „Eier“ beschränken sich darauf, gegenüber europäischen Partnerstaaten aufzutrumpfen, um dort die Völkerwanderung abzuladen.
    Dass auch die „Achse des Guten“ von diesem Verantwortungslosigkeitsvirus befallen ist, zeigt, in was für einer ernsten Lage wir sind. Jean Raspail hat nichts karikiert oder übertrieben.

  • Selbst Kewil applaudiert auf PI schadensfroh den italienischen Memmen. Diesmal war auf Friedrich und Uhl mehr Verlass als auf Kewil.

  • „Europa ist für alle da!“

    Ich frage mich ernsthaft, was die globalen Top-Besitz- und Machteliten ausgeheckt haben. Ich gehe mal davon aus, daß diese keinen einheitlich agierenden Monolit darstellen. Dennoch wirkt der laufende Entwicklungsprozess wie aus einem Guß, man hat nicht das Gefühl, daß Vertreter unterschiedlicher Positionen miteinander ringen.
    Sind wirklich mittlerweile (nahezu) alle Top-Besitz- und Machteliten so etwas wie globalisierte, skrupellose Verbrecher, wie es Hans-Peter Raddatz (sinngemäß) behauptet ?
    Wenn ja, dann Gnade uns Gott, dann müssen wir uns „warm anziehen“.

  • Leser schrieb an anderer Stelle von Identitätselite. Damit sind wohl wir gemeint, denn ansonsten sehe ich da in Deutschland kaum jemand, zumindest in führenden Positionen nicht (mit Abstrichen Thilo Sarrazin, doch der ist nicht mehr in Amt und Würden). Eine Identitätselite ohne (das große) Geld und ohne politische Macht, allerdings mit Grips und Selbstbehauptungswillen.

    • Wie wäre es mit „Identitätsavantgarde“?

      Wir gehen voraus, wir sind die Vorhut. Die Frage ist, wann kommt das Marschbataillon nach? In 2 Jahren, in 5, 10, 15, 20 Jahren? Wie groß ist es, wieviel Nachhut? Wer bleibt zurück?

      • Sie brachten mich zum Lachen, Meyer. „Identitätsavantgarde“ ist passend, trifft es besser als „Identitätselite“. Die Vorhut sind wir wohl, rekognizieren das Terrain und liefern uns „Scharmützel“, mit einem Marschbataillon rechne ich (zumindest vorerst) nicht, zurück blieben bislang schon einige, denen fehlte ein „langer Atem“, eine kurze Empörung, kein sichtbares Resultat und dann war die „Luft raus“. Vielleicht bilden diese Menschen dereinst die Nachhut, ich sehe sie eher im Tross bei den Markentenderinnen.

  • Lesenswert ist in diesem Zusammenhang der Beitrag von Hans-Peter Raddatz, „Krieg oder Frieden – eine Frage der Macht“ in der neuen Ausgabe (2/2011) der Neuen Ordnung: http://www.die-neue-ordnung.de/

  • „Aber was tun mit den Flüchtlingen, die schon in Europa gelandet sind? Hier wäre es gut, wenn der Norden Europas ein wenig Großmut zeigte. Denn was ein großes Problem für Italien und Malta ist wird zum kleinen Problem, wenn man es auf 27 Schultern verteilt. Zumal, wenn man sich in Zukunft auch Kompromissbereitschaft vom EU-Süden erhofft.“

    Welch hohles Geschwätz, welch klebriges, gutmenschliches Wortgeklingel. Der alte, naive Moral-Kanon der Gerechtigkeit, dem Anfang aller „Gutmütigkeit“, aller „Billigkeit“, alles „guten Willens“, aller „Objektivität“ auf Erden.
    (Vgl. Nietzsche, Zur Genealogie der Moral -Schuld, schlechtes Gewissen und Verwandtes-).
    Es geht darum unsere deutsche Zukunft zu sichern und Herr im eigenen Land zu bleiben, daß heißt also: zu bestimmen, nach welchen Gesetzen, Bildern und Grundsätzen in unserem Land gelebt wird und nach welchen nicht. Die Übersteigerung lebensferner ethischer Normen in Form einer „Hypermoral“ wird von diesen gemeingefährlichen Dummköpfen wie eine Monstranz vorangetragen, ohne daß sie sich nur annähernd über die Folgen für sich und ihre Kinder (die sie häufig gar nicht haben) im klaren wären. Vier von fünf Schmieranten schreiben und reden so, wie dieser Clemens Wergin.

  • Georg Mogel, danke für die klaren Worte.

  • „Wer den Preis zahlt“

    Ein Freud’scher Lapsus, würde ich sagen. Dahinter steht der Gedanke bzw. das Empfinden, dass „Wir“ etwas gekauft haben – nämlich den Umsturz der Verhältnisse im arabischen Raum – vermeintlich(!) in unserem Sinne. „Wir“ haben gekauft, oder besser: bestellt (bzw. mehr oder weniger aktiv eingefädelt, nachgeholfen, angeschoben, bewaffnet, organisiert oder was auch immer) – nun müssen „Wir“ auch bezahlen (ohne Anführungszeichen!). Ist doch logisch, oder?

  • Herrn Wergin darf man zumindest zugestehen, daß die Überschrift „Europa ist für alle da“ von der den Artikel zitierenden Achse des Guten stammt (und wie ich finde eher einen Hauch Ironie verströmt). Ansonsten volle Zustimmung.

  • „to embark on economic integration with those countries“

    „be able to build more of the European Union inside their countries“

    WE ARE B.O.R.G. YOU WILL BE ASSIMILATED. I AM FULE OF B.O.R.G. RESISTANCE IS FUTILE. YOUR LIFE AS IT HAS BEEN IS OVER. FROM THIS TIME FORWARD YOU WILL SERVICE US. LOWER YOUR SHIELDS AND SURRENDER YOUR SHIPS. WE WILL ADD YOUR BIOLOGICAL AND TECHNOLOGICAL DISTINCTIVENESS TO OUR OWN. YOUR CULTURE WILL ADAPT TO SERVICE US.

  • Moshe Kantor von „European Council for Tolerance and Reconciliation“ für eine neue Willkommenskultur im Bezug auf nordafrikanische Einwanderung

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