Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Auch wenn ich unter „Empfehlungen“ schon darauf hingewiesen habe, empfehle ich noch einmal ausdrücklich zwei zufällig am selben Tag erschienene Artikel, die den geisteskranken Masochismus linker Ideologie illustrieren, nämlich den von Irmin Vinson über Amy Biehl im Counterjihad und den von Michael Stürzenberger über Katja Schneidt in PI.

Katja Schneidt hatte vor 20 Jahren ein Verhältnis mit einem Muslim, und sie hat die dabei gemachte Erfahrungen von Gewalt, Bedrohung und Unterdrückung in einem Buch verarbeitet:

Mahmud verbietet Katja die Arbeit in der Kneipe. Der erste große Knall, der fast zur Trennung geführt hätte. Aber noch hat Katja die Fäden in der Hand. Sie leidet, sucht Mahmud und findet ihn. «Wenn du mit mir zusammen sein willst, musst du dein ganzes Leben verändern. Ich kann unmöglich mit einer Frau zusammen sein, die in Diskotheken geht, Miniröcke trägt und Alkohol trinkt. Ich möchte auch nicht, dass meine Freundin mit anderen Männern redet oder sich schminkt.»

Die ersten Schläge gibt es, als sie zu spät von ihrer Mutter nach Hause kommt. Die Angstspirale aus Gewalt und Drohungen beginnt. Die Regeln werden immer dichter, erst das Verbot, mit Männern zu sprechen, dann lange Kleidung, Kopftuch, das Haus nur mit Erlaubnis verlassen. Zwischendurch Schläge und Rippenbrüche.

Nicht Ungewöhnliches, möchte man meinen. Nur gelernt hat die Dame daraus nichts, jedenfalls nichts Vernünftiges:

Was sie dennoch wütend macht, sind die typischen Kommentare, wenn Leute hören, dass sie in einer deutsch-orientalischen Beziehung Gewalt erfahren hat: dieses ‹das hättest du doch wissen müssen, wie kannst du dich mit so einem einlassen›. «Man ist Opfer und schämt sich sowieso, und dann wird man noch zum Buhmann. Nein, das weiß man nicht, es steht keinem auf die Stirn geschrieben!»

Michael Stürzenberger kommentiert zu Recht:

Einem Moslem, der den Koran gelesen hat, steht zumindest auf der Stirn geschrieben, dass dahinter der „Islam-Chip“ tickt, wie es der islamerfahrene ägyptischstämmige Politikwissenschaftler Hamed Abdel Samad so schön beschreibt. Aber Katja verteidigt den Quell all des Hasses, der Gewalt und der Intoleranz mit einer erstaunlichen Inbrunst:

Nichts liegt ihr ferner, als Öl ins Feuer der Islampolemik à la Sarrazin zu gießen: «Der Islam ist eine friedliche Religion, die die Frau in keinster Weise benachteiligt. Ich finde es unfair, etwas zur Verantwortung zu ziehen, was nichts damit zu tun hat. Was da passiert, hat nur einen Hintergrund: gelebte Tradition.» 20 Jahre ist Katja Schneidts Beziehung mit Mahmud inzwischen her, sie hat sich viel mit dem Islam beschäftigt. Davon, dass Männer ihre Frauen züchtigen dürften, stehe in der arabischen Originalfassung des Koran zum Beispiel nichts. Weil es für viele arabische Worte keine deutsche Entsprechung gibt, sind Übersetzungen Interpretationen – und da wird aus «strafen» im weitesten Sinne auch mal «züchtigen».

Harter Tobak. In welcher Welt lebt diese Frau? Eine „friedliche“ Religion, die die Frau „in keinster Weise benachteiligt“? Keine halbe Wertigkeit als Zeugin vor Gericht und beim Erben? Die Frau hat dem Mann auch nicht jederzeit sexuell zur Verfügung zu stehen? Der Mann soll sich also auch nicht reinigen, wenn er Geschlechtsverkehr mit einer Frau hatte, genauso, wie wenn er auf der Toilette war? Welche Koranausgabe hat Katja Schneidt gelesen? Das arabische Original? Das ist ja noch härter als die oft weicher gespülten deutschen Übersetzungen. Man weiß auch nicht, ob sich Katja den Prügelvers 4:34 mit dem „Schlagen“ absichtlich schönfärbt oder ob sie diese Indoktrination vom örtlichen Imam oder ihrem muslimischen Ex-Freund bekommen hat.

Der masochistische Irrsinn geht noch weiter, aber dazu empfehle ich die Lektüre des ganzen Artikels.

Geradezu harmlos ist dieser Irrsinn jedoch verglichen mit dem, was Irmin Vinson über die Familie von Amy Biehl berichtet. Biehl war in den neunziger Jahren nach Südafrika gegangen, um dort nach dem Ende der Apartheid am Aufbau einer schwarzen Demokratie mitzuwirken. Sie wurde von einem schwarzen Mob gelyncht, einfach weil sie weiß war.

Das Gutmenschenestablishment, aus dem sie kam, war selbstredend weit davon entfernt, in sich zu gehen und die Tatsache zur Kenntnis zu nehmen, dass der „Antirassismus“ ausschließlich von Weißen ernstgenommen wird und daher besser „Autorassismus“ heißen sollte. Es machte stattdessen aus Amy Biehl eine Märtyrerin der heiligen Sache des Antirassismus – was insofern konsequent ist, als sie ja noch leben würde, wenn sie nicht durch „antirassistische“ Ideologie verblendet gewesen wäre, den Rassismus der Schwarzen richtig eingeschätzt und sich nicht für die Rechte ihrer späteren Mörder eingesetzt hätte.

Diesem politisch motivierten Masochismus die Krone aufgesetzt hat allerdings ihr Vater:

Amys Vater, der demonstrierte, wie voll er die antirassistischen Überzeugungen seiner Tochter teilte, schüttelte ihren Mördern die Hände und ermutigte zu ihrer Freilassung. Peter Biehl sagte den Reportern: „Wir hoffen, daß sie die nötige Unterstützung erhalten werden, um ein produktives Leben in einer gewaltlosen Atmosphäre zu führen. Tatsächlich hoffen wir, daß der Geist von Amy und anderen wie sie eine Kraft in ihrem neuen Leben sein wird.“ Zwei der freigelassenen Killer wurden jedoch in weiterer Folge wegen Vergewaltigung angeklagt, einem üblichen Zeitvertreib im „Neuen Südafrika“ und haben sich seither der Strafverfolgung entzogen; Amys Eltern nahmen selbstlos die Bürde des Weißen Mannes auf sich und freundeten sich mit den beiden anderen an. Zweifellos hätte auch Amy selbst sich mit den Mördern ihres Vaters angefreundet, wenn er an ihrer Stelle von einem schwarzen Mob getötet worden wäre. So ist die Natur des antirassistischen Idealismus: Er gedeiht auf Basis der empörendsten Verletzungen normaler menschlicher Loyalitäten.

Und lest auch hier das Ganze.

72 Antworten auf Die linke Geisteskrankheit

  • Tja, was soll man dazu noch sagen?

    Vor allem wird diese unfassbare, geisteskranke „Toleranz“ fast immer von einer nicht weniger krassen Intoleranz und Unbarmherzigkeit gegenüber dem ideologischen Gegner begleitet.
    Ein Imam ruft in Deutschland zum Kampf gegen Deutsche auf? Da muss man Verständnis für haben. Ein „Nazi“ lässt sich mit der alten kaiserlichen Fahne beerdigen? Los, sofort exhumieren und raus damit! Auch nach dem Tode müssen Rechte noch bekämpft werden! (Lebkuchenmann Mannichl hat das mal gemacht).
    Gerade bei linken FRAUEN ist diese Diskrepanz am schlimmsten: den eigenen Männern möchte man noch vorschreiben, wie sie die Toilette benutzen sollen – den Kulturbereicherern lässt man munter Schläge, Vergewaltigung, Beschneidung, Zwangsheirat etc. durchgehen…

  • Der Wahrheit ins Auge zu blicken ist oftmals zu schmerzhaft; stattdessen belügt man sich und andere um des Eigenschutzes lieber selbst:

    – Katja Schneidt kann die Scham nicht ertragen, selbst an ihrem Schicksal zumindest eine Mitschuld zu haben, die Scham, als aufgeklärte Frau in die Falle des Islam gegangen zu sein, der deshalb schön geredet wird:

    «Man ist Opfer und schämt sich sowieso, und dann wird man noch zum Buhmann. Nein, das weiß man nicht, es steht keinem auf die Stirn geschrieben!» und «Der Islam ist eine friedliche Religion, die die Frau in keinster Weise benachteiligt.»

    – Amy Biehls Vater kann es nicht ertragen, dass der Tod seiner Tochter sinnlos und umsonst gewesen sein soll. Deswegen stellt er ihn in ein höheres Ganzes: den Märtyrertod als nötigen Opfertod für den Durchbruch des Kampfes gegen den Antirassismus (ähnlich dem Opfertod Jesu).

  • Nun, zu der Geschichte von Amy Biehl kann ich nur Folgendes sagen:

    Amy Biehl selber wird im Rahmen ihrer universitären Ausbildung kräftig mit „white guilt“ und „Wissenschaften“ wie „Kritisches Weißsein“ indoktriniert worden sein, so dass sie vermutlich am Ende „die Weißen“ (bzw. die „westliche Zivilisation“) als die Verursacher allen Übels auf der Welt ansah. Schließlich ist das ja die Doktrin des „intellektuellen“ Milieus, das sich mit Rassismus und Dingen wie „postkolonial studies“ beschäftigt.
    Dabei wird völlig ausgeblendet, dass keine Zivilisation auf diesem Planeten jemals unfehlbar war und es Hass und Gewalt auf allen Seiten gab und gibt.

    Ich denke, dass die Menschen, die die angesprochene Ideologie lehren oder verinnerlicht – wie Amy Biehls Vater ja ebenfalls – haben, einfach nicht damit klarkommen, dass der Mensch an sich ein fehlbares Wesen ist. Sie können partout nicht akzeptieren, dass der Mensch nicht grundsätzlich „gut“ ist und nicht nur „durch die Verhältnisse“ zu „schlechtem Verhalten“ veranlasst wird, sondern dass Menschen eben von Natur aus „fehlbar“ sind.
    Deswegen bauen sie sich ein Weltbild zurecht, in dem auf der einen Seite „die Bösen“ stehen und auf der anderen Seite „die armen Unterdrückten“. Greueltaten der letzteren Gruppe werden dann stets auf „strukturelle oder gesellschaftliche Diskriminierung“ geschoben und man kann sich den Kinderglauben an eine einfach gestrickte schwarz-weiße Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) erhalten. Es muss einfach auch Gruppen von Menschen geben, die einfach „gut“ sind und vom Bösen überwältigt zu werden drohen.

    Amy Biehl und ihr Vater gehören zu einer Gruppe von Menschen, die im Grunde nie erwachsen geworden sind und die Welt, wie sie ist, einfach nicht ertragen. Sie sind unreif. Amy Biehl hat diese Haltung leider sogar das Leben gekostet und ich finde es geradezu pervers, wie ihr furchtbares Schicksal von den Ideologen des „Antirassismus“ rücksichtslos ausgeschlachtet und missbraucht wurde und wird. Wer weiß denn, ob Amy Biehl, wäre sie nicht gestorben, sondern lediglich verletzt worden, nicht doch ihre Meinung geändert hätte? Im Gegensatz zu ihrem Vater, dem auch der Tod seiner Tochter nicht die Augen geöffnet hat?
    Irgendwie erinnert mich das entfernt an Anne Frank und ihren Tagebucheintrag „Ich glaube an das Gute im Menschen“. Der wird auch fortwährend ausgeschlachtet. Es weiß aber keiner, ob Anne Frank nach ihren KZ-Erfahrungen immer noch so gedacht hätte.

    In Bezug auf Katja Schneidts Verhalten wird sicherlich der Grund eine große Rolle gespielt haben, den Bartholomäus genannt hat. Weiterhin kommt aber noch die unglaubliche Schizophrenie ins Spiel, die in unserer Gesellschaft permanent zu beobachten ist, wenn es um „negative Ereignisse“ geht, die mit dem Islam zu tun haben:

    Politisch nicht extreme Menschen würden in diesem Lande nie behaupten, dass die schlechten Lebensverhältnisse in der ehemaligen DDR nichts mit dem dort „real existierenden“ Sozialismus zu gehabt hätten oder KZs nichts mit dem Nationalsozialismus. Bei einer Kritik am Kommunismus weist in der Regel auch niemand darauf hin, dass es „den“ Kommunismus ja nie gegeben habe oder gäbe, sondern mehrere Spielarten davon existieren oder existierten.

    Man kann auch Strömungen wie den Kommunismus bzw. den „real existierenden Sozialismus“ kritisieren, ohne dass sofort jemand einwendet, man würde damit etwa alle ehemaligen DDR-Bürger verächtlich machen und in unangemessener Weise diskriminieren.

    Beim Islam verhält es sich hingegen ganz anders. Sowie jemand Kritik am Islam als Religion bzw. Ideologie äußert, hagelt es sofort Vorwürfe, man würde damit ja sämtliche Muslime diskrimieren, wäre islamophob, kulturrassistisch, es gäbe „den“ Islam ja gar nicht, etc.

    Erdreistet sich jemand, darauf hinzuweisen, dass in sämtlichen islamischen Ländern die Menschenrechte verletzt und religiöse Minderheiten wie etwa die dortigen Christen diskriminiert werden, kommt sofort „Das hat nichts mit dem Islam zu tun, das ist kulturell bedingt“ oder „Da wird der Islam lediglich missbraucht, der wahre Islam ist ganz anders“.
    Katja Schneidt hat ja in Bezug auf ihr Schicksal auch damit argumentiert, dass die Brutalitäten ihr gegenüber durch „kulturell bedingtes“ Verhalten motiviert gewesen wäre. Dass Kultur in höchstem Maße durch Religion geprägt wird, blendet man hier einfach aus.
    Auch im vermeintlich so unglaublich säkularen Deutschland ist das Denken der Menschen noch – da sie in einer christlich geprägten Kultur sozialisiert wurden – von christlichen Vorstellungen geprägt.
    Beispielsweise läuft doch ständig folgendes Diskussionsmuster ab: Jemand weist etwa auf muslimische Intoleranz hin, woraufhin ihm entgegnet wird, „wir sollten doch trotzdem mit gutem Beispiel vorangehen“. Woher kommt diese Haltung? Natürlich aus dem Neuen Testament: Wenn man auf die eine Wange geschlagen wird, soll man noch die andere hinhalten, so sagt ein Jesus-Wort. Genauso verhält es sich mit der ähnlichen Argumentation, „wir sollten doch erst einmal vor unserer eigenen Tür kehren“. Viele derjenigen, die in Kommentarbereichen von Online-Artikeln ihrem Hass auf das Christentum („Christentumophobie“, die ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ darstellen könnte, gibt es ja nun seltsamerweise nicht…) freien Lauf lassen, wissen dies allerdings gar nicht mehr.

    Was die bereits angesprochene weitere Argumentation („Das ist nicht der wahre Islam“) angeht, die stets vorgebracht wird, wenn man negative Auswirkungen dieser Ideologie kritisiert, so habe ich einmal in einem Online-Forum gefragt, wer denn festlege, was „der wahre Islam“ denn sei. Weiterhin fragte ich (die dort anwesenden mehrheitlich grünen oder linken Mitschreiber), wieso überhaupt immer zwischen „dem wahren“ und „dem falschen“ Islam differenziert würde. Ich meinte, es bringe doch nichts, sich irgendeine Ideologie perfekt zurecht zu träumen, wenn ihre „real existierende Version“ doch nun einmal sehr unperfekt wäre – wem hilft das? Selbst wenn man tatsächlich davon ausginge, dass der Islam forwährend nur missbraucht würde, beweise das ja nichts anders, als dass diese Ideologie hochgradig problematisch sein müsste. Sonst wäre sie ja nicht so einfach zu missbrauchen.
    Und dass es moderate Kommunisten, Nationalsozialisten, Abweichler von diversen Ideologien bzw. Dissidenten, etc. auch immer gegeben habe – dies sei doch nun auch nichts Neues (dies auf den Einwand hin: „den“ Islam gibt es nicht oder „es gibt auch säkulare Muslime“), würde aber keine problematische Ideologie als solche besser machen.
    Daraufhin kamen von den Mitschreibern nur noch Beleidigungen, woraus ich geschlossen habe, dass man mit vielen Grünen oder Linken einfach nicht diskutieren kann. Wer eine Ideologie über die Realität stellt, kann nur argumentativ Schiffbruch erleiden, wenn auf reale Verhältnisse hingewiesen wird, und zieht sich dann in seiner argumentativen Hilflosigkeit auf Beleidigungen zurück.

    • Ich hoffe, Du wirst hier in Zukunft öfter kommentieren.

    • @Bisa

      Deswegen bauen sie sich ein Weltbild zurecht, in dem auf der einen Seite “die Bösen” stehen und auf der anderen Seite “die armen Unterdrückten”. Greueltaten der letzteren Gruppe werden dann stets auf “strukturelle oder gesellschaftliche Diskriminierung” geschoben und man kann sich den Kinderglauben an eine einfach gestrickte schwarz-weiße Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) erhalten. Es muss einfach auch Gruppen von Menschen geben, die einfach “gut” sind und vom Bösen überwältigt zu werden drohen.

      Der Haken an der Sache ist nur, dass die Schwarz-Weiss-Denke schon im Menschen angelegt ist, und zwar als Ueberlebensmechanismus. Bei vielen Weissen ist der Mechanismus nur eben zu etwas Selbstzerstoererischem ueberpraegt worden, indem die natuerliche FFI (Friend-Foe-Identification) umgekehrt wurde. Deshalb gibt es Stockholm-Opfer und Islamversteher.

      Um als Zivilisation zu ueberleben muessten wir Weiss wieder als Weiss sehen und nicht als Schwarz. Grauschattierungen helfen da auch nicht. Islam ist boese, schwarze Rassistenmobs sind boese, ganz einfach, weil sie Feinde sind.

  • Dazu noch eine dritte Geschichte.
    Vor ein paar Jahren wurde in Nanjing ein Mercedes-Benz-Mitarbeiter mitsamt dem Großteil seiner Familie ermordet.
    Die Mörder wurden kurz darauf gefasst und zum Tode verurteilt.
    Daraufhin setzten die verbliebenen Angehörigen dieser Familie alle Hebel in Bewegung, um gegen die Todesstrafe zu protestieren und deren Milderung in eine Haftstrafe zu erwirken.
    Erfolg hatten sie damit nicht.
    Die Nanjinger Bürger konnten dieses Verhalten nicht verstehen und mutmaßten, diese Hinterbliebenen müssten wohl entweder verrückt sein oder mit den Mördern unter einer Decke stecken.
    Ersteres stimmte wohl.
    In ihrem Geist waren die zu erwartenden natürlichen Regungen von einem im post-christlichen Nachkriegsdeutschland antrainierten Moralwahn überlagert worden.

  • Es ist wohl auch der Wahn des Antichrist laut Solowjow, der an keine Auferstehung mehr glaubt aber dafür christlicher als Christus sein will.

  • Eine hier lebende chinesische Bekannte wurde von ihrem deutschen Mann im Bund mit hiesigen Ärzten gezwungen, ein geistig behindertes Kind auszutragen. Seitdem ist sie aber nicht ihr Mann ganztags damit beschäftigt, und später wird der Sozialstaat damit beschäftigt sein. In China hätte man sie, die mit fast 40 gebar, ermutigt, die Gesundheit frühzeitig zu untersuchen und ggf abzutreiben. Hierzulande ist Abtreibung erlaubt aber ihre Nutzung zur Vermeidung von Tragödien verboten. Der deutsche Vater handelte in diesem Falle nicht aus Liebe zu einem ihm ans Herz gewachsenen Fötus sondern aus dem Bedürfnis, nach den ihm hierzulande eingeimpften Maßstäben ein Guter zu sein.

  • Auch das Grundgesetz verkörpert den Selbstabschaffungswahn, indem es in seinem ersten Artikel, wo von der Gründung eines Gesellschaftsvertrageas zum Zwecke der Wahrung von Leben, Eigentum und Freiheit seiner Teilnehmer o.ä. die Rede sein sollte, stattdessen die laut Rousseau und Montesquieu unbegrenzbare Volkssouveränität mit wolkigen Begriffen begrenzt.

  • Der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeld hat in dem 1988 erschienen Buch „Der Mensch – Das riskierte Wesen“ unter der Überschrift „Zuviel des Guten – Übertreibungen der Nächstenliebe“ dieses Verhalten analysisert.

  • Schade, daß scheinbar noch eine ausreichende Anzahl von linken Spinnern gibt, in deren Gehirn eine rassischtische kleine Ecke noch genug Angst produziert, um nicht gleich bei der nächsten Hilfsorgansiation anzuheuern.

    Würden diese Spinner dem, was deren restliches Gehirn an Schwachsinn produziert, nachgeben, so wären wir sie endlich dauerhaft los. Schade.

    Wenn man sich mal eine linke veranstaltung anschaut, so kann man beobachten, dass es sich um eine Ansammlung ultra-arischer Art handelt. Anti-AKW, Anti-Autobahn, Anti-Stuttgart-21, Anti-Massentierhaltung, Gender-Schwachsinn, „Gleichberechtigungs-Schwachsinn“, pro-Abtreibung, usw.

    Wäre ich zu mehr Mitgefühlt veranlagt, würde ich sagen, Rechtsgeschäftsfähigkeit versagen, um diese Spinner vor sich selbst zu schützen.

    Aber im wesentlichen beschränken sich diese Geisteskranken ja darauf, andere die Suppe auslöffeln zu lassen und selbst zu feige zu sein, die nötigen bewußtseins- und substanzverändernden „Erfahrungen“ zu machen. Daher: Ab nach Afrika und Haiti. Zugweise. Dort wird denen schnell das Maul gestopft. Hier sind wir leider zu „zivilisiert“ dazu.

    Sich von einem blonden Hühnchen „helfen“ zu lassen … So viel stolz wird ein anständiger Bantu schon noch aufbringen, daß er weiß, wobei ihm eine devote Neunzehnjährige einzig helfen kann … Kann ich ihm das ernsthaft verübeln? Da versagen meine „Vaterinstinkte“ völlig!

  • Das hab ich vorhin bei der Quotenqueen gepostet, passt aber auch gut hierhin – also ein kleiner Doppelpost:

    .. als Ex-Gutmensch hab ich mich ja lange geziert, das „Heerlager der Heiligen“ zu lesen. So, jetzt bin ich gerade dabei und sehr überrascht.

    Geht Euch das auch so? Ein Buch von 1973, und ich kann beim Lesen sofort jede Person der Romanhandlung einer im Jahr 2011 lebenden Person zuordnen.

    Es läuft alles, wie 1973 vorausgesehen…

    • Ja, genauso geht mir das auch. Ich lese es nämlich auch gerade. Sogar das Schicksal von Amy Biehl und das lächerliche Getue, sie sei als Märtyrerin des Antirassismus gestorben, findet seine Entsprechung in dem Buch.

      • .. wobei man zugeben muss, daß die Romanfigur Clément Dio viel geistreicher schreibt, als Typen wie Bahners. Nun gut, aber auch Dio ist ja dem Hirn eines unverbesserlichen Rassisten entsprungen – vielleicht sollte die Kulturjournaille gleich Raspail zum Schuldigen an der kommenden Katastrophe erklären, genause wie Reverend Jones mit seiner Koranverbrennung natürlich Schuld an den Gewaltausbrüchen der Mohammedaner ist. Aber nicht mal dafür reicht es noch.

        Man entwickelt wirklich einen schwarzen Humor in dieser Zeit.

  • Und das beweist, daß sich seit 73 nicht viel getan hat, denn, wie Raspail im Vorwort schreibt, handelt es sich bei vielen Reden, Schriften et cetera um Zitate seiner Zeitgenossen.

    • Ja, im Vorwort der Ausgabe von 1985, die ich gerade lese, schreibt Raspail aber auch, daß er bewußt Hindus ausgewählt habe, um (schon damals!!) gewisse Zustände nicht zu verschlimmern.

      Es geht in dem Roman ja auch gar nicht um Völkerkunde, sondern um die Selbstaufgabe der Westeuropäer. Immerhin stellt Raspail Australien und Südafrika als widerstandsbereite Nationen vor. Zumindest auf Australien scheint das ja heute noch einigermasse zuzutreffen.

      • Ich verstehe es aber nicht. Seine Hauptthese ist ja durchaus, daß man Reichtum in mühsamem Kampf erwerben muß und ihn nicht einfach so hergeben kann, weil das Leben halt so ist.

        Könnte ich vor dem Hintergrund einen unwahrscheinlicheren Bittsteller finden als ein Volk, das seit 3500 Jahren streng in Kasten eingeteilt ist?

        Zumindest mir gibt das das Gefühl für dumm verkauft zu werden, einem Theaterstück zuzusehen, das auf etwas ganz anderes abzielt, als auf was es offen sagt.

        Das moralische Dilemma, welches er da entwickelt, gibt es nämlich so nicht. Anständige und friedliebende Menschen, Schafe, tun so etwas nicht. Nicht weil sie sich vor dem bösen Wolf fürchten, sondern weil sie wissen, daß ihre Handlung unverantwortlich wäre. Und wenn es anders wäre, so hätten die unteren Kasten in Indien sich schon längst gegen die oberen gewandt, dazu müßten sie auch keine Ozeane überqueren oder sonstwas. Aber offenbar verstehen sie gut genug, daß ihre Probleme durch einen solchen Aufruhr nicht verschwinden.

        Warum spricht er das nicht aus?

        Wenn Mütter in Marokko ihren Kindern sagen, sie mögen ruhig nach Europa gehen, weil die Europäer Schwierigkeiten damit hätten, Kinder in die Welt zu setzen, so schwingt in diesen Worten selbstverständlich Verachtung und Hohn mit.

        Er zeigt die Welt, dadurch, daß er die Guten böser macht als sie es sind, und die Bösen also unter den Guten subsumiert, als ein auswegloses Problem für einen moralisch denkenden Menschen.

        Warum tut er das?

        Glaubt er wirklich, es wäre besser mit diesem moralischen Zirkus ein für alle Mal Schluß zu machen?

        So sieht es nämlich aus.

        • Ehrlich gesagt, verstehe ich das Argument nicht. Er hat genau den Zustand des Westens, sicherlich in satirischer Zuspitzung, auf den Punkt gebracht. (Wobei die Satire immer weniger eine ist.)

          • Das habe ich doch auch gar nicht bestritten. Nur, was gehört schon dazu? Der Typus des bürgerlichen Linken hat sich in den letzten 40 Jahren ja auch nicht verändert.

            Doch das Szenario, welches er zeichnet, läßt es so aussehen, als wenn der naive moralische Kinderglaube der Massen prinzipiell ungeeignet wäre, die Geschicke eines Landes zu lenken.

            Das spricht er doch geradezu explizit aus. Und um das zu beweisen, kreiert eine Handlung, in welcher Barmherzigkeit auf beiden Seiten in die Katastrophe führt.

            Das ist so noch nie passiert, und das wird auch nicht so passieren, wie er es dargestellt hat.

            Er diskreditiert mit diesem Ansatz ganz nebenbei den Protestantismus, in welchem es kein weiser Papst besser weiß und solche Fehler natürlich vermiede.

            Er diskreditiert die Demokratie an sich.

            Er hat Indien nicht gewählt, „um die Lage nicht noch schlimmer zu machen“, sondern um genau das tun zu können.

          • Verzeihung, ich verstehe immer noch nicht, wo das Problem ist. Abgesehen davon, dass er gerade nicht behauptet, es habe auf beiden Seiten Barmherzigkeit gegeben, oder sie habe beide Seiten in die Katastrophe geführt. Sie führt nur die eine Seite in die Katastrophe; die andere hat bekommen, was sie wollte.

          • Ich habe auch nicht behauptet, daß beide Seiten in eine Katastrophe geführt werden, sondern daß die Barmherzigkeit auf beiden Seiten in die Katastrophe führt.

            Auf Seiten der Inder ist es die Barmherzigkeit der Mütter ihren Kindern gegenüber.

          • Na schön, war mißverständlich ausgedrückt, man muß es klammern:

            (Die Barmherzigkeit auf beiden Seiten) in die Katastrophe führt.

            Und nicht:

            Die Barmherzigkeit (auf beiden Seiten in die Katastrophe führt).

      • „Zumindest auf Australien scheint das ja heute noch einigermassen zuzutreffen.“

        Geht so… im selben Jahr, als das „Heerlager“ herauskam (1973), hat es seine Einwanderungspolitik, die den Zuzug von Nicht-Weißen stark beschränkt hat, und die von Raspail positiv hervorgehoben wird, aufgegeben.

  • Nicht zu vergessen Joanie de Rijke:
    http://www.brusselsjournal.com/node/3946xbWilders Causes Another Row. Pre-Captivity Stockholm Syndrome

    From the desk of Thomas Landen on Mon, 2009-06-01 11:29

    In November 2008 a Dutch journalist, Joanie de Rijke, was abducted by Taliban fighters in Afghanistan. She was held captive, raped repeatedly, and released after six days for a ransom of 100,000 euros ($137,000). After her ordeal, she acknowledged that her captors “did horrible things to me,” but added in several media interviews “They also respected me,” and emphasized “They are not monsters.”

    In a speech in the Dutch Parliament last Thursday, the Dutch opposition leader Geert Wilders referred to Joanie de Rijke’s case.

    “She was raped, but she was not angry. The journalist who went looking for the Taliban in Afghanistan saw her curiosity end in a cruel ordeal of multiple rape. While this would make others angry or sad, this journalist shows understanding. She says: ‘They also respected me.’ And she was given tea and biscuits.”

    “This story” Wilders said,

    “is a perfect illustration of the moral decline of our elites. They are so blinded by their own ideology that they turn a blind eye to the truth. Rape? Well, I would put this into perspective, says the leftist journalist: the Taliban are not monsters. Our elites prefer to deny reality rather than face it. One would expect: a woman is being raped and finds this unbearable. But this journalist is not angry because the Muslim involved also showed respect. Our elites, whether they are politicians, journalists, judges, subsidy gobblers or civil servants, are totally clueless. Plain common sense has been dumped in order to deny reality. It is not just this raped journalist who is suffering from Stockholm syndrome, but the entire Dutch elite. The only moral reference they have is: do not irritate the Muslims – that is the one thing they will condemn.”
    […]

  • Bei Raspail werden die Multikulti-Propheten zu den ersten Opfern der Einwandererflut, sogar die Farbigen unter ihnen …

  • Jetzt habe ich auch angefangen Raspail zu lesen. Lassen wir die Kleinigkeiten mal beiseite. Im wesentlichen plädiert er doch für effektive Entwicklungshilfe. So gesehen befinden wir uns heute ganz und gar nicht in dem Szenario, das er beschreibt.

    Indien und China können sich schon um ihre Einwohner selbst kümmern, was auch immer ihn veranlaßt haben mag, das zu bezweifeln.

    Ja, die Leute bei der FED müssen sich doch wie Helden vorkommen, wenn sie das lesen. „Den Untergang Europas abgewehrt, hurra!“

    Natürlich… was da abgewehrt wurde, ist ein reichlich unrealistisches Szenario. Was statt dessen jetzt realistischerweise kommt, beunruhigt mich mehr.

    Ein Lehrstück, sicher, aber momentan sind es eher die Griechen, Portugiesen, Spanier, Italiener und… Franzosen, die sich unter den Nagel reißen, was ihnen großzügig angeboten wird, als die Inder.

    Indische Immigranten sind zusammen mit japanischen die besten, so weit meine Erfahrungen reichen.

  • ML wies auf die Schickse hin, die sich in Haiti vergewaltigen lies und froh drüber ist. Deep Roots hat übersetzt:

    http://fjordman.wordpress.com/2011/04/03/wir-sind-nicht-eure-waffen-wir-sind-frauen/

  • Von der Nächstenliebe

    [324] Ihr drängt euch um den Nächsten und habt schöne Worte dafür. Aber ich sage euch: eure Nächstenliebe ist eure schlechte Liebe zu euch selber.

    Ihr flüchtet zum Nächsten vor euch selber und möchtet euch daraus eine Tugend machen: aber ich durchschaue euer »Selbstloses«.

    Das Du ist älter als das Ich; das Du ist heilig gesprochen, aber noch nicht das Ich: so drängt sich der Mensch hin zum Nächsten.

    Rate ich euch zur Nächstenliebe? Lieber noch rate ich euch zur Nächsten-Flucht und zur Fernsten-Liebe!

    Höher als die Liebe zum Nächsten ist die Liebe zum Fernsten und Künftigen; höher noch als die Liebe zu Menschen ist die Liebe zu Sachen und Gespenstern.

    Dies Gespenst, das vor dir herläuft, mein Bruder, ist schöner als du; warum gibst du ihm nicht dein Fleisch und seine Knochen? Aber du fürchtest dich und läufst zu deinem Nächsten.

    Ihr haltet es mit euch selber nicht aus und liebt euch nicht genug: nun wollt ihr den Nächsten zur Liebe verführen und euch mit seinem Irrtum vergolden.

    Ich wollte, ihr hieltet es nicht aus mit allerlei Nächsten und deren Nachbarn; so müßtet ihr aus euch selber euren Freund und sein überwallendes Herz schaffen.

    Ihr ladet euch einen Zeugen ein, wenn ihr von euch gut reden wollt; und wenn ihr ihn verführt habt, gut von euch zu denken, denkt ihr selber gut von euch.

    Nicht nur der lügt, welcher wider sein Wissen redet, sondern erst recht der, welcher wider sein Nichtwissen redet. Und so redet ihr von euch im Verkehre und belügt mit euch den Nachbar.

    Also spricht der Narr: »Der Umgang mit Menschen verdirbt den Charakter, sonderlich wenn man keinen hat.«

    [325] Der eine geht zum Nächsten, weil er sich sucht, und der andre, weil er sich verlieren möchte. Eure schlechte Liebe zu euch selber macht euch aus der Einsamkeit ein Gefängnis.

    Friedrich Nietzsche
    Also sprach Zarathustra

    • „Also sprach Zarathustra“ habe ich komplett gelesen und auch noch gut in Erinnerung.

      Aber wie immer redet Nietzsche Blödsinn. Das „Du“ ist nicht älter als das „Ich“.

      Mein Kleiner kann „Ich“ jetzt schon in zwei Sprachen sagen und versteht auch genau, was damit gemeint ist. „Du“ hingegen versteht er bisher in keiner Sprache.

      Meine Fresse, manchmal sitzt er da und sagt euphorisch „Ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich.“

      Naja, da kann man wenigstens ganz gut absehen, was noch kommt.

      • Es wäre verwunderlich, wenn Ihr (?) „Kleiner“ nicht schon polyglott zur Welt gekommen wäre und auch bereits die Bedeutung von „ich“ erfaßte, worüber manch einer sein Lebtag nachdenkt und keine Erklärung findet.
        Nicht alles, was man nicht versteht, ist „Blödsinn“.

        • Tut mir leid, Herr Mogel, aber Nietzsche ist nicht schwer zu verstehen.

          • Bewundernswert.

            Behutsames Schweigen ist das Heiligtum der Klugheit.
            B. Gracian

          • Ja… das könnten Sie auch Nietzsche mit auf den Weg gegeben haben.

            Sehen Sie, Ihren Einwand, daß das „Ich“ etwas schwer zu verstehendes sei, hätten Sie bei Kant bringen können, aber Nietzsche war kein Erkenntnisphilosoph und hat sich sogar spöttisch über die Erkenntnisphilosophie geäußert, ja, spöttisch der Erkenntnis an sich gegenüber geäußert.

            Nach Nietzsche sollten wir einfach unserem Bauchgefühl folgen. Zuviel zu verstehen ist schlecht.

            Und was er in der von Ihnen zitierten Stelle tut, ist ein reine Albernheit, die er ständig tut, nämlich irgendeine kirchliche Argumentation willkürlich in ihr Gegenteil zu verkehren.

            Er macht das z.B. auch mit der ewigen Wiederkehr. Lesen Sie mal Augustinus. Nietzsches ganze intellektuelle Leistung besteht darin, Augustiunus Wort für Wort abzuschreiben, aber überall dort, wo Augustinus „Fortschritt“ schreibt, „ewige Wiederkehr“ zu schreiben und dort, wo Augustinus „ewige Wiederkehr“ schreibt, „Fortschritt“ zu schreiben.

            Alles Spiele eines unreifen Geistes.

            Selbstverständlich werden wir als Egoisten geboren, welche erst den Umgang mit anderen lernen müssen und nicht als Altruisten, welche erst sich selbst finden müssen. Und wenn Sie Kinder hätten, dann wüßten Sie das auch.

            Übrigens ist das auch ein Punkt, über den Augustinnus schreibt, ihn erschreckt besonders, wie ein Säugling den anderen ansieht, wenn sie beiden an der Brust einer Amme hängen (Stirb! Stirb auf der Stelle!)

            Am wertvollsten an Nietzsches Schriften ist seine Auseinandersetzung mit Paulus. Denn Paulus ist wirklich sehr seltsam, gelinde gesagt. Aber obwohl Nietzsche das bemerkt hat, kommt er doch auch wieder nicht dazu, die eigentlich relevanten Fragen zu stellen.

            Sehen, abschließend, Nietzsche mag durchaus der intelligenteste Philosoph des 19ten Jahrhunderts gewesen sein, aber wie Schopenhauer richtig festgestellt hat, ist Intelligenz nicht unbedingt eine Grundvoraussetzung der Philosophie und nützt ihr auch nicht übermäßig. Es kommt darauf an eine interessante Frage zu finden. Wenn man die hat, ist die Antwort immer leicht. Es kommt darauf an, auf etwas bestimmtes zu schauen.

            Intellektuelle können das in der Regel nicht ausstehen, und Nietzsche selbst hat seine Intellektualität auch nach Kräften verleugnet, nicht gesagt, wenn er zitiert hat (wie bei Augustinus… ein früher Guttenberg), das auch an sich kritisiert, weil es doch nur Professoren interessiere und das Publikum der Philosophie aus ungebildeten jungen Männern bestehen sollte und so weiter. Das hat aber nichts geändert, diese jungen Männer, welche Nietzsche da meint, interessieren sich nicht übermäßig für ihn, sondern hauptsächlich… nun ja… „white trash“, der intellektuell mehr scheinen will, als er ist.

        • Warum setzen Sie „Kleiner“? Das ist nun wirklich schwer zu verstehen.

          Und was das „Ich“ angeht… da haben Sie natürlich wieder so Unrecht nicht, aber auch dieser Punkt ist ein reines Mißverständnis, selbstverständlich hat er es nicht begrifflich zergliedert, aber er bringt diesen Begriff „Ich“ mit der Anschauung in Verbindung, auf welche er sich bezieht.

          • Nochmals:
            Behutsames Schweigen ist das Heiligtum der Klugheit.
            B. Gracian

            Bitte erwarten Sie nicht, daß ich ihre Interpretationen kommentiere.

          • „…..aber wie Schopenhauer richtig festgestellt hat, ist Intelligenz nicht unbedingt eine Grundvoraussetzung der Philosophie und nützt ihr auch nicht übermäßig. Es kommt darauf an eine interessante Frage zu finden. Wenn man die hat, ist die Antwort immer leicht. Es kommt darauf an, auf etwas bestimmtes zu schauen…..“

            Si tacuisses philosophus mansisses.

          • Sie haben natürlich auch hier Recht, sich selbst an Ihren eigenen Ratschlag zu halten.

            Was mich angeht, da gilt:

            „Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel.“

  • Das erste Rechtsbuch der Weltgeschichte, das die Leibeigenschaft und
    – a fortiori – die Sklaverei verwirft, ist der „Sachsenspiegel“ von 1235, verfaßt von Eike von Repgow: Unfreiheit sei ein Unrecht, das durch Gewohnheit für Recht gehalten werde. Das Gleichnis Jesu vom Zinsgroschen zeige, daß die Münze dem gehöre, dessen Bildnis sie trägt; da der Mensch Gottes Ebenbild ist, gehört er nur Gott, sonst niemandem. Im Frankenreich erklärte um 650 die Synode von Chalons: „Die höchste Frömmigkeit und Religion gebieten, daß Christen vollständig von den Fesseln der Sklaverei befreit werden.“ Im Jahr 922 beschloß die Synode von Koblenz, daß der Verkauf eines Christen als Mord zu gelten habe. Das Beispiel der Normannen nach 1066 zeigt allerdings, daß sie zwar die Sklaverei rigoros unterdrückten, sie jedoch durch die Leibeigenschaft ersetzten. In der Zeit der hegemonialen und imperialen Dominanz der europäischen Kultur war es nirgendwo in den Imperien der Briten, Franzosen, Niederländer oder Italiener statthaft, andere Menschen zu kaufen oder zu verkaufen, zu verschenken oder ihnen ohne staatliche Beauftragung, also im Strafvollzug, schwere körperliche Grausamkeiten zuzufügen. Erst die britischen und französischen Interventionen öffneten Afrika nach einer 1000 jährigen Geschichte von blutigster Gewalt und Völkermorden neue Wege; freilich unter kolonialer Aufsicht. Als die Muslime ihr Weltreich eroberten, errichteten sie das größte und langlebigste sklavistische System der Weltgeschichte. Die islamische Sklaverei wird seit dem 19. Jh. beschönigt. Da der Scharia-Islam keine intermediären Formen von Unfreiheit kennt, gerieten alle Unfreien in den eroberten und islamisierten Gebieten in dem Maße in „Herdensklaverei“, wie die Scharia sich als einzig gültiges Recht durchsetzte. Dieses größte sklavistische System der Weltgeschichte erforderte einen ständigen und riesigen Zustrom an Sklaven. Auch deswegen war das permanente Kriegführen, die unablässigen Angriffe auf die nicht-moslemischen Nachbarn von entscheidender Bedeutung. Nur durch die Stabilisierung der beiden karolingischen Nachfolgerreiche und das englische Königtum im 10. Jh. entging das westliche Europa dem Schicksal Afrikas und der russischen Steppe.
    Dieser heute von meist kenntnislosen Weißen gepflegte Schuldwahn ist pathognomonisch für das maligne Seelenleiden der Europäer. Gerade in Afrika droht bereits die Wiederkehr der Sklaverei. Es wird abgestritten, daß nur die europäische Kolonisierung die Sklaverei in Afrika beendet hat; dies in mühsamem Kampf gegen die afrikanischen Eliten und die Versklaver-Ethnien, die heute Fakten einträchtig leugnen, um der westlichen Kultur die Schuld an der Sklaverei zuzuweisen. Inzwischen geht diese Schuldzuweisung mit der Forderung nach hohen Raparationsleistungen einher. Bemerkenswerterweise sind es großteils die Angehörigen der ehemaligen Versklaver-Ethnien, die heute die Opferrolle spielen. Auf der Durban-Konferenz 2001 forderte der Justizminister des Sudan – wo seit 20 Jahren wieder Schwarze versklavt werden – Reparationen von den westlichen Staaten. Die Kernländer des Islam müssen endlich damit beginnen, sich zu ihrer jahrhundertealten Schuld gegenüber Schwarzafrika zu bekennen und sie materiell zu tilgen. Der pathologische „Schuldstolz“ des weißen europäischen Mannes jedenfalls hat keine belegbare geschichtliche Begründung. Er paßt lediglich in das grassierende hypermoralische Fieber einiger „Intellektueller“.

    • @Georg Mogel

      Na, wer macht denn hier den Karl-Theodor….

      also wenn sie schon aus Egon Flaigs „Weltgeschichte der Sklaverei“ zitieren, dann sollten sie dies auch kenntlich machen und darauf verweisen

      • Das Buch von Egon Flaig über die Geschichte der Sklaverei, das ich für die Faktenlage des obigen Kommentars benutzte, ist ein sehr lesenswertes Werk, das v.a.über die islamische Sklaverei aufklärt und dem ein großer Leserkreis zu wünschen ist. Eine Schmückung meines Kommentars mit fremdem (Flaig`schen) Federn lag mir fern. Die Kenntlichmachung von wörtlich übernommenen, längeren Textpassagen ist u.a. ein Gebot intellektueller Redlichkeit. Allerdings handelt es sich hier um einen Internet-Blog und nicht um die juristische Fakultät der Universität Bayreuth, was auch Zitationsregeln relativiert.

  • Egon Flaig hat er zwar gelesen, aber nicht wörtlich daraus zitiert. Glaube ich wenigstens.
    Nur weil er Mogel heißt…….

    • Ein Zitat ist die Wiedergabe eines fremden GEDANKENS. Eine Wortwörtlichkeit der Wiedergabe ist nicht erforderlich, um gegen das Urheberrecht zu verstoßen. Also auch ein indirektes zitieren bedarf eines Beleges, um der STRAFBARKEIT zu entgehen!

      Die Notwendigkeit, ein Zitat zu belegen, ergibt sich also einerseits aus dem Urheberrecht und anderseits aus dem Erfordnis der wissenschaftlichen Methode.
      Ein Beleg unterstützt dabei die eigene Haltung durch einen anderen Wissenschaftler und erlaubt es dem Leser den Gedanken in seiner Vollständigkeit und in seinem ursprünglichen Kontext nachzuvollziehen. Nur aus letzterem Grund empfiehlt es sich bei wissenschaftlichen Arbeiten manchmal, nicht nur die Erstquelle, sondern auch Folgequellen zu zitieren, die diesen Gedanken ebenfalls zitierten, um erkennen zu lassen, wer diesem Gedanken später noch folgte und in welchen Kontext dieser integriert wurde.

      Aber wer Marco Polo las, der konnte all das schon vor Flaig wissen.

      • „Ein Zitat ist die Wiedergabe eines fremden GEDANKENS. Eine Wortwörtlichkeit der Wiedergabe ist nicht erforderlich, um gegen das Urheberrecht zu verstoßen. Also auch ein indirektes zitieren bedarf eines Beleges, um der STRAFBARKEIT zu entgehen!“

        Natürlich ist kein Mensch der Urheber aller Gedanken, die er, irgendwann in schriftlicher/mündlicher Form aufgenommen und die Quelle meist vergessend, tagein und tagaus mündlich und schriftlich verbreitet. Nach Ihrer oben formulierten, abseitigen Meinung, bliebe nur ein Leben getreu der Regel Ludwig Wittgensteins: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.“ (Tractatus logico-philosophicus, 7.). Dann allerdings wären auch Internet-Blogs, wo Experten ohne Zahl ihr Wissen zum besten geben, rasch obsolet und manch ein Zeitgenosse könnte nicht mehr auf dieses beliebte Mittel der Ego-Kräftigung zurückgreifen.

        • Ich habe die zutreffende Rechtslage wiedergegeben, die nicht abseitig ist, sondern herrschende Rechtsprechung. Wenden Sie sich doch bitte mit Ihren – aus meiner Sicht sachlich zutreffenden Gedanken – an die Neue Zeitschrift für Strafrecht! Dabei wird das ganze Urheberrecht wohl dran glauben müssen. Gut so!

  • Zum Irrtum der Linken über die Sklaverei und den Kolonialismus

    Mich interessiert nicht der Irrtum der Linken. Dieser in diesem Falle leicht vermeidbare Irrtum in dieser einen und vielen anderen Sachen ist NICHT die Wurzel des Linksseins. Linke sind nicht links, weil sie falsche Ansichten haben.

    Die falsche Ansichten der Linken kommt von deren Linkssein. Das Linkssein ist die Wurzel für die massiven Irrtümer in annähernd allen Sachfragen.

    Die Frage ist also, woher kommt das Linkssein so weiter Teile der Menschen, der Europäer, der Deutschen.
    Hat das psychische, gar pathologische Ursachen? Hat es physische Ursachen, die sich psychisch auswirken, Ernährung, Trinkwasser, Medikamente?
    Es fällt auf, daß man die Mitglieder verschiedener Fraktionen in einem Stadtrat leicht anhand der Physiognomie und den Äußerlichkeiten, Haar- und Barttracht, Kleidung, zuordnen kann. Zwischen den „bürgerlichen“ und den „Linken“ ist dies wirklich sehr leicht. Bei Frauen fällt dies am leichtesten, zumal der Anteil von Frauen bei Linken sehr viel höher ist. Das gleiche gilt für den Anteil an weichen Gesichtern von Männern.
    Hat das Linkssein also letztlich hormonelle Ursachen? Oder Hirnphysiologische? Hier ist an die männliche oder weibliche Prägung des Gehirns durch Hormone noch in der Schwangerschaft zu denken.

    Welche Wirkung hat die Masseneinnahme „der Pille“?

    Welche Wirkung hat das Medium „Fernseher“? Leben wir nicht in der TV-Epoche. Alle anderen Bezeichnungen sind doch hinfällig, wenn man sieht, wie oft selbst bei der gebildeten und arbeitenden Bevölkerung der Kasten flimmert.

    Ich bin überzeugt, es gibt Ursachen, die nicht leicht zu beeinflussen sind, die die Grundhaltungen massiv beeinflussen. es ist zwar schön, wenn jemand Fakten sammelt, wie die der Sklavenhaltergesellschaft des Islam, der Kriegsorientierung des Islam usw. usf.
    Aber damit wird man keinen Linken beeinflussen können.

    Wenn jemand vom Linken zum Nichtmehrlinken selbständig wechselt, hat das Ursachen, die IN dessen Personen zu suchen sind, nicht mit der Qualität der Argumente. Solche Informationen diesen letztlich also nur dazu, einen Umschwung bei jemanden zu beschleunigen, der dem Grunde nach bereits eingesetzt hat.

    OB JEMAND LINKS IST, ODER NICHT, LÄSST SICH ALSO KAUM BEEINFLUSSEN.

    Wer den Weg geht, in dem Islam etwas gegnerisches zu sehen, tut dies nicht, weil er ein Liberaler geworden ist oder weil er von guten Argumenten überzeugt wurde und den Islam aus dieser Grundhaltung heraus kritisiert. Diese Person wird nur im Durchgangsstadium zum Liberalen, weil es der erste stringente Gegenposten zu Islam darstellt.
    Jemand wird zum Gegner des Islam, weil der Islam eine Herausforderung ist. JEMAND wird zum Islamgegner, weil er MENSCHLICH wehrhaft ist. Es ist eine fast reine Charakterfrage, nicht aufzugeben, sondern sich behaupten zu wollen.
    Es wird also nicht allzulange dauern, bis er feststellt, daß der Liberalismus keinen ausreichend harten Grund für einen Kampf gegen den Islam darstellt. Sicher, viele werden nicht ausreichend Mut und gedankliche Konsequenz besitzen, um zu erkennen, daß der Liberalismus der Grund für die Islamische Ausbreitung darstellt. Und es wird auch nicht lange dauern, bis noch mehr Menschen erkennen, daß einen Grund für unsere Form des Liberalismus gibt. An diesem Punkt befinde ich mich.

    DIE WEHRHAFTEN ALS BASIS EINER NEUEN BEZUGSGRUPPE, DIE SICH SELBST BEHAUPTEN WILL.

    Wie der Liberalismus ist die alte Nation insoweit kein ausreichender Grund zur Wehrhaftigkeit, als ihr der Wehr- und SELBSTBEHAUPTUNGSWILLE fehlt. Sie ist faktisch gar keine Nation mehr. Auch der die derzeitige Religionsgruppe, die Nominalchristen, stellen keinen Verteidigungsgrund dar. Auf dem Boden des überkommenen Christentums steht eine Verteidigung schlecht. Letztendlich ist die katholische Variante grundpazifistisch und romhörig. Der freidliche Priester gilt nach wie vor als das Ideal. Und: entschiede sich Rom gegen eine Wehrhaftigkeit, was dann?
    Der deutsche Lutheranismus, der an sich geeignet wäre, findet kaum noch wahrnehmbar statt. Nietzsches Kritik am praktizierten Christentum ist im Ganzen schon recht zutreffend.

    Zu der Erkenntnis gehört auch, daß die Nation als Grund ebenfalls nicht ausreicht. Letztlich deswegen, weil ich zwischen Linken und mir, sowie zwischen Opportunisten und mir kein gemeinsames „Wir“, sehe, nur weil unsere Väter mal einer gemeinsamen Nation angehörten. Eine Nation ist die Manifestation des Wehr- und Selbstbestimmungswillens eines Volkes. Der ist objektiv nur in einem kleinen Teil des Deutschen Volkes feststellbar. Mit denen fühle ich mich verbunden, aber nicht mit allen Deutschen. Die Deutschen mögen eine ethnisches Volk sein. Eine Nation mit Selbstbestimmungswillen sind sie genausowenig, wie eine Religionsgruppe oder eine liberale Ideologie.

    KEINE VERTEIDIGUNG DES ALTEN

    Mein Schluß ist, daß jede VERTEIDIGUNG des Alten letztlich chancenlos ist. Das Alte ist alt, weil es den machtpolitischen Herausforderungen nichts ausreichendes entgegensetzen kann.
    Will man selbst wehrhaft und selbstbestimmt leben, so können nur diese Prinzipien der Kern einer neuen Gruppenbildung sein, einer neuen „Nation“. Nur in einer ausreichend großen und modern organsisierten Gruppe ist das Überleben dieser Gruppe selbst gesichert. Historische, kulturelle und religiöse Homogenität und – in Grenzen – auch die genetische, sind dabei allerzeiten und allerorten Mindestvoraussetzungen gewesen. Es muß etwas NEUES her, das den Kern seiner eigenen Ausweitung als Attraktivität in sich trägt. Dies darf, eher muß!, durchaus in Kontinuiät stehen. Aber es muß auf das Neue in der heutigen Zeit angepaßter sein, als die Konkurrenten es sind. Macht man nicht mir, wird der Kuchen Bundesrepublik von anderen aufgeteilt. Besser: Wie von Haifischen zerissen.

    Und in sofern sind die Moslems bloß Konkurrenten um denselben Brei, um den seit zehntausenden von Jahren ständig gekämpft wird. Diejenigen, die verhindern wollen, sich weiter zu entwickeln und den Kampf mit Chance auf Erfolg zu führen, sind die wirklichen Feinde.

    Viele der Linken sind übrigens deswegen Zerstörer des Alten, weil sie die Aussichtslosigkeit erkennen. Sie riechen bereits die Schwäche. Jedes Nachgeben der CDU ist ein untrügliches Anzeichen für die Schwäche.
    So schätze ich den nicht mehr wegzudenkenden schwarzen Block ein, wenn es um Gewalt auf der Straße geht. Aber irgend etwas fehlt – bei den meisten – von denen, um zu erkennen, daß sie nur der erste Schritt sind. Sie zertreten das, was sich selbst kaum noch auf den Beinen halten kann. Gleichzeitig haben sie bereits längst innere Strukturen entwickelt, die eine unabhängige Entwicklung mit hoher Selbstständigkeit in sich tragen. Linke erkennen sich auf der Straße!
    Der schwarze Block hat bereits hocheffiziente Strukturen. Er ist paramilitärisch, faschistoid in Denken und Auftreten, hochoffensiv, hat für 70% der Studierenden an einer „PhilFak“ ein hohes Identifikationspotential, also eine Attraktivität und somit ein Umfeld, in dem er „wie Fische im Wasser“ agieren kann. Er selbst ist der Nukleus einer neuen, entstehenden Nation. Das sind die neuen Bauernaufständler! Bei Erfolg wären auch diese zur neuen Nation in Deutschland geworden. Aber sie hatten keinen Erfolg. Sie kamen zu früh, waren militärisch letztlich unfähig und konnten den Landsknechten somit nichts ausreichendes entgegenhalten. So dürfte es den Linken um den schwarzen Block auch ergehen, – wahrscheinlich. Viel zu viele befinden sich als Lehrer und Beamte am Tropf des Staates, den sie treten. Sie funktionieren nur als Totengräber. Es fehlt die ökonomische Selbständigkeit ihrer Aktionisten. Ohne Staat ist Ende.
    Die Wirkung der Zeitenwende entfaltete sich erst nach den Bauernaufständen, andere haben dann das Zepter übernommen. Selbst die Landsknechte mußten ihre Herrschaft abgegeben.

    Die Linken, mit dem schwarzen Block und einer neuen zukünftigen RAF, werden verlieren, sie sind zu früh, zu unorganisiert und schlicht zu dumm, um zu erkennen, daß sie keine Alternative nach der Zerstörung des Überkommenen haben.

    Aber sie läuten die ERKENNBARKEIT der Erosion des Alten ein, wie es auch der Islam tut. Der Islam ist nicht die Ursache des Untergangs des Alten, er ist die Folge. Kann ich es dem Islam „ethisch“ verübeln, daß er das macht, was er schon immer machte, nämlich sich dezentral nach Mitteleuropa ausweiten, was seiner unausrottbaren Natur gemäß ist? Nein!
    Kann ich es den Linken verübeln, daß sie die Schwäche des Alten erkennen und diese gezielt ausspielen? Nein!
    Kann ich es den Politikern verübeln, daß sie das tun, was sie glauben tun zu müssen, um es den Mächtigeren recht zu machen und gleichzeitig zu versuchen Wahlen zu gewinnen? Nein!
    Kann ich es Sarkozy verübeln, daß er die historische Schwäche Deutschlands nutzt, um das aus seiner Sicht richtige durchzusetzen? Nein.

    Das alles ist menschlich. Das zu kritisieren, bedeutet etwas zu kritisieren was unabänderlicher Bestandteil menschlicher Natur ist. Das alles würde ich an deren Stelle, ähnlich tun.
    Diese Kritik ändert michts, weil es keine Deutsche Nation mehr gibt, die durch diese Fakten in ihrem Wehrwillen geweckt werden könnte. Diese Informationen weckt den Wehrwillen in wenigen, die sich dadurch ganz deutlich von der Mehrheit unterscheiden.

    Es kommt darauf an, dieses zehntausend Jahre alte Ben-Hur-Wagenrennen mitzuspielen um „am Ball“ machtpolitischer Art zu bleiben. Und wenn die alten Pferde (1945?, 1991?, 1998? – es ist gleichgültig!) schlappgemacht haben, wird es Zeit, neue einzuspannen. Dem alten Gespann hinterherzuweinen bringt nicht viel.

    Die Frage ist letztlich, wer dieses „Wir“ ist und wie man es in mittlerer Zukunft gestaltet. Es gibt eben nicht nur die oben genannten. Die Sieger der Bauernaufstände waren die Fürsten, gegen Papst und Kaiser. Die Bauern, der Buchdruck und Luther waren nur Katalysatoren für ein sterbendes System. Aber die Fürsten gab es schon und standen in den Startlöchern, um das Machtvakuum mit eigener Macht zu füllen.

    Wer zurückweicht wird definitiv irgendwann verlieren. Die Zeit spielt mit. Man muß sich in die Startlöcher stellen. Davon ist man aber noch weit entfernt. Eigentlich sind „unsere Splatter-Politiker“, die Islamisten und die Linken unsere besten Verbündeten. Vergleichbar, wie ein Fürst dem anderen auf dem Reichstag zu Worms Verbündeter und existenzieller Feind zugleich war. Verbündet um das Alte zu beseitigen, verfeindet im Kampf darum, das Machtvakuum zu füllen. Vergleichbar mit der Opposition in der Ukraine und Jugoslawien zu Zeiten der Diktatoren. Nur geht es längst nicht mehr um obsolete und zunehmend machtlose Ministerposten. Es geht um die Ersetzung des Alten durch etwas qualitativ neues.

    Die Wehrwilligen zu finden, zu organisieren und sich von dem Ballast zu trennen ist das Notwendige, was bald geschehen muß. Für viele ist es noch zu früh. Aber ab irgendeinem Zeitpunkt muß man anfangen. Man kann nicht Rücksicht auf jeden Nachzügler nehmen und darauf aufpassen, ihn nicht zu verschrecken. Denn irgendwann trifft das verfälschte Gorbatschow-Zitat zu, wonach derjenige vom Leben bestraft würde, der zu spät komme.

    • Wenn ein Volk definitionsgemäß eine Solidargemeinschaft ist, gehören dann die, die diese Solidarität bewusst ablehnen, überhaupt zum Volk? Und wäre es nicht, statt zu behaupten, das deutsche Volk existiere nicht mehr, richtiger zu sagen, dass es bloß zahlenmäßig wesentlich kleiner ist als es aussieht?

    • Ein sehr guter Kommentar, Herr Meyer!
      Er spricht mir sehr aus dem Herzen, er ist Teil meines Wähnens, meiner Hoffnung.

      Ich erlebte bereits einige Ansätze, die mangels Herrschaftswissen zerschlagen wurden.
      Deutschwillige, die sich für die Umwälzungen rüsten wollen, denken oft in alten Kategorien und in Kategorien der ‚kleinen Leute‘, die keine Krieger sein können.

      Als einen der Gründe, warum viele Projekte mißlangen, habe ich die deutsche Neigung mit „offenem Visier“ kämpfen zu wollen, keine Geheimnisse zu haben.

      Ich glaube, hier muß man einiges von den Juden lernen, will man Erfolg haben. Sie haben als Kollektiv die Bedeutung des Zugangs zu Informationen und dessen Abwehr internalisiert. Sie wissen: ein winziger Informationsvorsprung kann über Gewinn oder Verlust entscheiden.

      Wir Deutschen sind stolz auf unsere Entdeckungen und teilen sie gerne mit aller Welt.
      Doch mächtig werden jene, die kunstreich zu Verdecken wissen, was ihr Eigen ist.

      Viel Erfolg Ihren Gedanken!

      • Sie haben in allem recht.
        Nur das Wort „Kämpfer“ hätte ich bewußt nicht verwendet.

        Es geht weniger (kaum gar nicht) um den Kampf (vielleicht eher um eine abstrakte Befähigung dazu), sondern mehr um die Einnahme verdeckter oder halboffener Strukturen. Diese sind im wesentlichen ökonomisch.

        Ihr Vergleich mit der jüdischen Diaspora ist in insofern interessant. Nehmen Sie die Wall Street oder die FED. Das sind die Organsisationsformen, auf die es ankommt. Alles andere ist nachrangig. Allerdings nutzen die Wall-Streetler den Staat; ohne ihn können sie nicht leben, er ist die eine Seite ihrer Macht. – Es kommt aber in der Zeit der sterbenen westlichen Welt darauf an, den Staat zu ERSETZEN, also jede zum menschlichen Zusammenleben NOTWENDIGE Aufgabe langfristig selbst zu übernehmen zu können (für die eigenen Leute! – nicht für alle), um im Strudel des Abgleitens der westlichen Welt nicht mit in den Sog gerissen zu werden.

        Hat man eine wirtschaftlich und politisch unabhängige Position erreicht, ist man organsiert, dann kann man sogar daran denken, positive Impulse für einen vielleicht noch bestehenden Staat zu geben. So wie die Hohenzollern 250 Jahre nach dem faktischen Ende des alten Reiches.

        Man stelle sich einen informellen Kreis von Männern vor, die eigene kleine Unternehmen aufgebaut haben, die sich die Aufträge gegenseitig vergeben, die sich Vertraute in das Unternehmen holen, die versuchen, die Auftragslücken, die entstehen, gegenseitig zu schließen. Nach dem letzten Krieg war es nicht anders. Wenn die Deutschen bald selbst in der Minderheit im eigenen Lande sind, dann ist eine Verbindung, die diesen Kreis aufrecht erhalten kann, die deutsche Komponente.

        Wenn man also politisch erfolg haben will, muß man dazu die Basis schaffen. – Deswegen kommt die Bundesrepublik auch niemals in den Sicherheitsrat, schon gar nicht mit Veto-Recht. Es fehlt die Machtbasis. Innenpolitik und Außenpolitik unterscheiden soich nur noch graduell. Säße China nicht bereits im Sicherheitsrat, so würde es bald aufgenommen werden. Oder es würde sich um China eine Opposition sammeln und die ersten Staaten würden bald aus der UNO austreten und einer entsprechenden Konkurrenzveranstaltung beitreten.

        Es geht also darum, eine Machtbasis nicht-öffentlich zu entwickeln. Die ist heute in erster Linie wirtschaftlich, aber in zweiter Linie auch die Befähigung, sich als Gruppe zu wehren, irgendwann auch gegen staatliche Übergriffe. Das nach dem Prinzip: Wer stark genug ist, braucht keine Kriege zu führen.
        Das alles läßt sich völlig legal unternehmerisch-wirtschaftlich lösen. Wenn man will!

        • Meyer, Sie scheinen wenig Hoffnung auf einen politischen Wandel zu haben. Beispielsweise auf ein Erstarken konservativer/rechter Positionen durch eine entsprechende Partei, mit einem daraus folgenden „Roll-Back“ selbstzerstörerischer linker/liberaler Politik.
          Ihe Verweis auf die Bauernkriege ist interessant und lehrreich, aber kann man das so auf die heutige Zeit übertragen ? Wie wirkte sich seinerzeit beispielsweise die Niederlage der und die Tötung vieler tausender Bauern auf die Ernährungslage aus. Nahrung ist ja die Grundlage aller menschlichen Kultur und auch die von Zivilisation. Auch die Macht- und Herrschaftseliten müssen essen, was sich aufgrund der eher geringen Anzahl wohl noch relativ leicht machen läßt, aber ihre Helfer und Helfershelfer (militärisch, verwaltungstechnisch, organisatorisch u.s.w.) sind zahlreicher. Wenn Sie sich die Geschichte der Zivilisationen anschauen, dann sehen Sie zuallererst einen Nahrungsmittelüberschuss (durch Bewässerung (Mesopotamien), Überschwemmung (Ägypten), später dann eine fortschrittliche Landwirtschaft (griechisch-römische Antike, spätes Mittelalter etc.). Nach dem Zusammenbruch der römischen Zivilisation im Westen brach eine wenig schöne Zeit an (um es einmal milde auszudrücken), Subsistenzwirtschaft war angesagt, dazu ein Kampf zwischen den verschiedenen germanischen Stämmen um Hegemonie.
          Wird der Niedergang des „Alten“ ein Ende der (rohstoffbasierten) Zivilisation bedeuten oder „nur“ ein Ende der Nationen ? Wer wird Hegemon, wird es einen (militärischen) „Kampf“ um die Hegemonie geben und wenn ja, wie wird der aussehen? Welche Interessen wird der zukünfige Hegemon verfolgen, wird er autonome oder nach Autonomie strebende Bevölkerungsgruppen tolerieren oder wird er sie bekämpfen?
          Oder wird es Zustände Geben, die mit den Jahren 1922/23 vergleichbar sind, also eine Hyperinflation und einen Währungsschnitt (mit einer Vernichtung aller Sparguthaben)? Wenn man sich die Reaktion der damals davon betroffenen ansieht, dann ist das Ergebnis eher ernüchternd (es mag damit zusammenhängen, daß es seinerzeit zumindest noch eine Vollbeschäftigung gab, im Gegensatz zur Rezession ab 1929).
          Meyer, ich erwarte mit Spannung weitere Beiträge von Ihnen.

          • Von Peter Heather gibt es zwei lehrreiche und erkenntnisfördernde Bücher über die Zeit der Völkerwanderung. Die Geschichtswissenschaften werden, wie nahezu die gesamten Geisteswissenschaften, vom kulturmarxistischen Hegemon dominiert, was sich darin niederschlägt, daß man statt von Vernichtung der römischen Zivilisation von friedlicher Transformation mit lediglich marginalen, vernachlässigenswerten Gewaltanteilen schreibt.
            Peter Heather setzt pointierte Gegenpositionen: „„Invasion der Barbaren“ ist die Fortsetzung der epischen Studie zum „Untergang des Römischen Weltreichs“, die Heather vor sechs Jahren veröffentlicht hat (die deutsche Übersetzung erschien 2007). Polemisierte er darin mit guten Gründen gegen eine neuere, soziologisch geprägte Richtung in der Geschichtswissenschaft, die das Ende der Antike als Ergebnis mehr oder minder friedlicher Transformationsprozesse versteht, so hat er nun jene Kollegen im Visier, deren Bild von Migrationen im Frühmittelalter sich vor allem aus gewaltlos vordringenden Kleingruppen (“wave of advance“) und wandernden kulturellen Oberschichten (“Elitetransfer“) zusammensetzt.“ http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468/Doc~E9709CF642EE24BACA5FB4D010291EDBF~ATpl~Ecommon~Scontent.html

          • Ich bitte um Entschuldigung, ich habe Ihren Kommentar erst gerade eben gesehen.

            Sie vergleichen den derzeitigen Niedergang mit dem Niedergang historischer Dekadenzen. – Damit haben Sie völlig recht.

            Vielleicht kommen wir zu einem Kraftpunkt (eher Zeitraum), wo zwei verschiedene epochale Bewegung ihre Wirkung entfalten, vergleichbar einer Springflut. Einerseits befinden wir uns (ganz nach marx’schem Denkschema) in einer Veränderung der Wirtschaft, gleichzeitig sehen wir eine Veränderung in der Kriegsführung und wir sehen eine Veränderung des Leitmediums. Jede dieser Änderunmgen hat je für sich immer eine neue Epoche ausgelöst. Nun haben wir diese drei gleichzeitig.
            Andererseits beschreiben Sie das klassische Niedergangsphänomen anhand des Zerfalls des Römischen Reiches. Auch diese Phase könnte nun für die westliche Welt zutreffen. Erzeugt wirtschaftlichenr Wohlstand regelmäßig den Untergang einer Kultur? Stand diese Kultur gerade wegen ihrer wissenschaftlich-technischen Spitze deswegen auch ökonomisch und rüstungstechnisch an der Spitze? Folgten auf diese Phasen nicht notgedrungen Dekanz, da man sich auf Technik und Ökonomie verließ und die tatsächlichen Überlebens-„skills“ vernachlässigte, ja vergaß, ihre Notwendigkeit nicht mehr sah? – Ich denke so war es. So konnten die jeweiligen „Barbaren“ leicht, sogar ohne allzugroße Brechstangenanwendung das ganze übernehmen. das Vorhandensein der Brechstangen dürfte wohl genügt haben, um die Türen zu öffnen, so wie heute auch.
            Keine Kinder, keine Kämpfer. Das war’s. Hat jemals eine Gesellschaft überlebt, in der die Geburtenrate auf das heutige Niveau gefallen ist? – Wohl kaum.

            Wenn nun beide Entwicklungen a) Hochkultur-Dekadenz einerseit und b) die „Phasenverschiebung“ der technischen Basis andererseits zeitgleich zusammentreffen, so mag dies eine Melange ergeben, die anders werden könnte, als alle oder die meisten epochalen Umbrüche.

            Der nächste Welthegemon steht mit China wohl fest. Aber welche Macht er in Europa entfalten wird, ist eine Frage der konkreten Entwicklung. Auch wird sich Amerika wohl kaum sang- und klanglos aus der Sphäre globaler Ansprüche verabschieden. Noch können sie unglaublich viel bewirken, wie man sieht.

            Ein Kommentator schrieb, daß Jack the Ripper ein Deutscher gewesen sein soll. Auf Lizas Welt hat man ernste (vor 20 Jahren undenkbare) Sympathien für die Zerstörung deutscher Städte im WK-2. In der letzten Spiegel-Ausgabe drohte ein „französischer“ Intellektueller mit Strafe für Deutschlands ENTHALTUNG im Sicherheitsrat. Das alles ist blanker Haß. Es ist in etwa derselbe Haß, der zum Ausbruch des WK-1 geführt hat.

            Natürlich ist Deutschland von Natur aus neutralistisch. Was denn sonst? Das hat noch niemand bis heute zu ändern gefordert, wenn es um ERoberungsfeldzüge präkolonialer Art ging. Brandt hat ohne großes Brimborium eine deutsche Beteiligung an Vietnam abgelehnt. War der Schlußschwenk der Obama-USA im Sicherheitsrat ein absichtliches Manöver, gerichtet gegen Deutschland? Angst vor Isolation? Wir SIND isoliert, wir waren es IMMER! Es hat nur keiner gemerkt.

            Wir Deutschen sitzen in der Mitte all dieser Entwicklungen. Die Deutschen als (ehemalige) Nation fühlen, daß sie sich nur unter Vakanz ihrer physischen Existenz noch selbstbestimmen könnten. Dieser Druck zerschmettert diese Nation völlig, wie er letztlich jede Nation zerschmettern würde. Jedoch wäre der Zusammenhalt der Nation die wichtigste Voraussetzung um überhaupt eine Chance zu haben. Jetzt wittern natürlich alle Leichengeruch. Die Geier kreisen. Amerika will mehr Soldaten in Afghanistan, Frankreich Geld und Soldaten unter französischem Kommando in Libyen. Die Türkei will freie Hand im Inneren Deutschlands in Bezug auf seine Staatsbürger. Polen verhindert ein Vertriebenenzentrum. Frankreich und die Rest-EU erwarten deutsche Zahlungen und beklagen gleichzeitig eine angebliche deutsche Machtübernahme in der EU (aufgrund der Zahlungen).

            Ich vermute, Deutschland wird, so wie immer, der Zentralpunkt der gesammten zukünftigen Entwicklungen werden. Sollte dies zutreffen, so folgt daraus, daß Deutsche im Ausland weniger sicher sind, als in Deutschland; daß in Deutschland Deutsche gegen Deutsche antreten werden; daß die Bundesrepublik, wie einst das HRDN, Partei sein wird, nicht Zentralmacht, aber kräftig genug um mitzumischen.

            Die Zeiten werden spannend. Ich gebe zu, ich kann die Entwicklung kaum abwarten. Ich sehe einige Menschen mit Gestaltungswillen, auch hier. Es kommt darauf an, diesen zu verbinden, ohne sich unbedingt gemeinsam (fest) zu organsisieren.

        • Naja, das entspricht alles dem, was ich selbst bereits hier geschrieben habe, indes…

          Ich habe mich gestern an einen Ausspruch von Marion Gräfin Dönhoff erinnert, daß es im Osten, also zwischen Weichsel und Peipussee, immer zunächst um das Land gegangen sei und erst dann um die Volkszugehörigkeit.

          Ich hatte mich zunächst gefragt: „Das Land?“ Aber es stimmt schon, wenngleich es nicht ganz einfach ist dies in Begriffen ohne Anschauung der Lage zu erklären. Ohne hier in Romantik ausbrechen zu wollen, aber die Mentalität ist die der gemeinsamen Ausbeutung einer Ressource, im vollen Bewußtsein, gemeinsam für das eigene Leben in ihr verantwortlich zu sein.

          Und das ist so wirklich einmal auf der Welt. Da kommen zwei Dinge zusammen, einerseits das verteilende Prinzip: „Hier nimm das und sieh was du damit anfangen kannst. Das ist jetzt deine Verantwortung.“, wie es überall in der Angelsächsischen Welt gilt, und zum anderen das Bewußtsein für etwas zu leben, wie man es nirgendwo in der Angelsächsischen Welt antrifft, wo die Ansicht vorherrscht, daß es irgendwie umgekehrt sein müsse und die Welt für einen da sei.

          Die Russen haben es geschafft, die Mentalität der Deutschen zu versauen, ich hätte Lust mich zu revanchieren und ihnen ihre Unterwerfungsmentalität auszutreiben. Die Deutschen sind natürlich genau so drauf wie die Russen, aber sie sind kein lohnendes Ziel. Wenn man diese Art von Kultur will, braucht man Land. Die Bevölkerungsdichte wird einen gewissen Wert nicht überschreiten dürfen, und Städte eine gewisse Größe nicht.

          Angenommen die Russen würden sich darin ändern, daß sie nicht zuerst fragen würden: „Und tust du alles, was Moskau sagt?“ (bzw. „Tust du alles, was ich sage?“ bei verkommeneren Exemplaren), sondern „Und respektierst du den Besitz anderer im selben Maße wie andere deinen Besitz respektieren?“ (was nur funktionieren kann, wenn der eigene Besitz als wertvoll erachtet wird), dabei aber nicht ihren Verantwortungssinn für das Gemeinwohl ablegen würden, so wäre das definitiv der Beginn eines neuen Zeitalters.

          Und ähnlich wäre es, wenn die Kanadier aufhören würden von der Welt zu leben und statt dessen für sie. Ich denke indes, daß das wohl nicht geht. Das eigene Verhältnis zwischen sich und der Welt kann kein Mensch ändern, das ist letztlich das wofür wir überhaupt existieren, nämlich gemäß diesem unseren Verständnis durch’s Leben zu gehen und sich vom Leben dabei richten zu lassen.

          Wer diese Dinge auch nur halbwegs versteht, wird keinen Krieg im Osten wollen. Bismarck hat es wahrscheinlich verstanden. Sowohl Deutschlands als auch Rußlands Frankreichfimmel ist hochgradig idiotisch. Frankreich ist der Kopf des romanischen Europas und entsprechend gewichtig, von jedweder Imitation sollte man hingegen strickt absehen. Es spielt letztlich keine Rolle, daß Frankreichs Elite historisch germanisch ist, da der Preis für diese Herrschaft von Beginn an die Aufgabe der eigenen Kultur war. Entsprechend neigen gerade Franzosen zur Überhöhung des biologischen Elements (von Gobineau bis Simone de Beauvoir), aber man sollte sich das als Deutscher oder Russe klar machen, letztlich ist man für einen Franzosen ein Pin-Up-Model (also das hier: http://www.christies.com/lotfinderimages/d48932/d4893269r.jpg).

          Narzißmus ist unausweichlich, aber eine Schwäche.

          Nun ja… das im Auge behaltend. Eine mögliche Strategie ist Subversion nach kommunistischem Sieg. Letztlich können die Linken viel labern, machen werden sie nicht eine Sache, die Moskau nicht paßt. Biologisch ist das eine reizvolle Option, kulturell… tja… sehr wahrscheinlich nicht.

          Es wäre nicht nur für Deutschland, sondern für die Zukunft der gesamten Menschheit von unerhörter Wichtigkeit, daß Deutschland in dieser Phase jetzt gerade seine Wirtschaftmacht ausnutzt, um Druck auf Rußland in der richtigen Richtung zu machen. Es sieht aber freilich nicht danach aus, daß das die richtige Richtung ist, in welche Deutschland zurzeit Rußland und andere drückt.

          Berechtigte Hoffnung auf eine Wandelung hin zu einer weitflächigen Kultur des selbständigen Füreinanders kann man sich eigentlich nicht machen.

          Andererseits… ich würde nicht sagen, daß etwas anderes überhaupt wert ist, darauf zu hoffen.

  • Manfred, Du sagst Doch immer, es geht nicht um die „Wertegemeinschaft“, sondern darum, dass wir ein Volk sind. Dieses kannst Du dann doch nicht auch über Werte (wie Zusammenhalt) definieren,

    Meiner Meinung nach können wir die Verräter in den eigenen Reihen nicht einfach aus dem Volk „ausschließen“ (die Ausländer, egal wie solidarisch sie sind, aber schon). Wir müssen mit ihnen leben, bzw. sie für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen, wie man es mit Verbrechern und Verrätern eben macht.

    • Solidarität ist kein „Wert“, sondern gehört zur Substanz des Volksbegriffs.

    • @ Kairos

      Sie „leben“ noch in der letzten Epoche.

      Wollen Sie innerhalb einer Gemeinschaft ihr Schicksal selbst bestimmen, so darf man innerhalb dieser Gemeinschaft diejenigen nicht mitentscheiden lassen, für welche die Selbstbestimmung höchstens zweitrangig ist. – Das heißt: Ausschließen! Wieviel Prozent müßten Sie in der heutigen Gesellschaft ausschließen? 70 bis 85%. Geht das überhaupt? Nein.

      Es ist also viel pragmatischer nicht die Übermehrheit „auszuschließen“, sondern diejenigen zu finden, zu organsieren, also „einschließen“, die den selbstbehaupterischen Grundvoraussetzungen entsprechen. Das bedeutet nichts anderes, als den mental, geistig und auch physisch wehrhaften Kern der Deutschen zu sammeln und sich unabhängig vom sterbenden Staat zu organisieren.

      Selbstverständlich: Die Deutschen sind noch ein Volk. Geht es um das Volk? Nein. Es geht um den Unterschied zwischen einem Volk und einer Nation.
      Für eine Nation gibt es zusätzlich noch einen (einzigen!) „Wert“: Selbstbestimmung, Wehrhaftigkeit, Existenz, – mithin: Die Selbstbehauptung.
      Und das ist die einzig sinnvolle begriffliche Unterscheidung zwischen einer Nation und einem Volk. Der voluntative Aspekt überwiegt: Der Wille.
      Und genau den gibt es bei 70-85% der Deutschen nicht mehr. das ändert nichts an ihrem Volksstatus. Aber es ändert etwas an ihrem Status als Nation. Es gibt diese Nation nicht mehr. Somit ist die Nation nur eine Teilmenge vom Volk, eine sehr kleine noch dazu.

      Niemand ist gezwungen seine Sympathie vür das überkommene Volk, gerade aufgrund der historischen Kontinuität aufzugeben. Aber das Volk ist nicht mehr das handelnde, was es wohl auch niemals war. Die handelnden unterscheiden sich positiv von der Menge. Nur die
      Handelnden bilden genügend Willen aus, genügend Charakterstärke um die Zukunft zu gestalten – die Nation. Das „Volk“ mag als Schwanz hintendranhängen und mitgeschliffen werden. So war es immer. Da alle alten Institutionen, wie bspw. die Armee oder die Kirchen oder der Staat diese Funktion nicht mehr erfüllen, muß der handelnde Nukleus anders aktiv werden. Er muß sich seine Organisation erst suchen.

      Hier zu lesen, zu kommentieren, ist bereits der zweite Schritt. Uns ist wohl allen klar, daß es in „this shape“ nicht weitergehen wird. Man muß sich aber in einem weiteren Schritt das Revolutionäre dieses beginnenden Epochenwandels klarmachen! es wird kein Stein auf dem anderen bleiben.

      @ Manfred
      Akzeptiert.

      Es ist eine reine definitorische Frage, ob ich den grünen Erdkundelehrer zum objektiv-ethnischen Deutschen Volk aber nicht zu einer noch entstehenden Willens-Nation zähle, oder ob ich begrifflich Nation=Volk setze und den Erdkundelehrer definitorisch ausschließe. Dann wäre er allenfalls „deutschig“ oder „postdeutsch“.

      Ist das Volk wirklich eine Solidargemeinschaft? Sind die Hutus eine Solidargemeinschaft? Sie sind doch eher eine Wehrgemeinschaft gegen die Tutsis? Ethnisch fast identisch. Unterschieden nur durch die Abstammung. Und dem Willen!

      Man sollte die Begriffe so setzen, daß man sein Ziel am besten erreicht. Die begriffliche Abgrenzung geht übrigens auch gleichzeitig. Objektiv-ethnische Gruppe, Solidargemeinschaft, Handlungsgemeinschaft.
      Aber es handelt sich „nur“ um Begriffe. Jedoch wer die Begriffe setzt, bestimmt das Denken! Keine Frage, die man in zehn Minuten beantwortet.

      Ansatz: Ich persönlich bevorzuge, das Denken von der Wirkung aus. Wirksam ist nur das Handeln. Dazu ist Voraussetzung, daß es sich um Menschen handelt, die Handlungswillen haben und (technisch) eine Mindesthomogenität aufweisen. Der Wille ergibt sich aus dem Charakter, die Homogenität aus der Ethnie. Wille – Nation; Homogenität – Volk.

  • „Alle Welt“, so der gescheite, leider zu früh gestorbene Publizist Johannes Gross, „will vom deutschen Schuldkapital leben – und von den Zinsen obendrein.“ Anfang Mai 2010 wurde in Brüssel eine weitere Umdrehung der Daumenschrauben vollzogen, während A. Merkel mit einem der Sieger in Moskau die verheerendste Niederlage ihres eigenen Volkes feierte. Das Ausbluten des gegenwärtigen deutschen Staatswesens ist weit fortgeschritten. Die psychische und materielle Desarmierung scheint den deutschen Regierenden keine Sorge zu bereiten. Im Gegenteil, sie befördern sie und rechnen sich in maßlosem Selbsthaß zu den Siegern von 1945. Ein Staat, der völkerrechtlich zulässig, jederzeit bei entsprechender Unbotmäßigkeit, von den Feinden von 1945 erneut besetzt werden dürfte, alimentiert rundum seine bislang ärmeren Nachbarn unter Übernahme zusätzlicher Lasten für das eigene Volk. Die Tributpflicht wird zur „Europäischen Union“ schöngeredet. Die den Deutschen aufgenötigten „Rettungsschirme“ für die weit über ihre Verhältnisse lebenden Nachbarn und „Freunde“, werden bald zu Mühlsteinen um den Hals der wahnsinnig gewordenen Spender werden. Der Staat, das weltliche Regiment zur hoheitlichen Ordnung der gemeinschaftlichen Aufgaben eines Volkes bedarf notwendigerweise der Identität und der Tugenden seiner Bürger: Rechtschaffenheit, Pflichterfüllung, Diensttreue, Tapferkeit, Ehre, Ehrfurcht, Opfermut, Solidarität und Patriotismus, wenn er Bestand haben soll. Der Köhlerglaube deutscher „Eliten“, man müsse alles nur 180 Grad anders machen, als dies der Deutsch-Österreicher unserer national-masochistischen Dauerretrospektive getan hat, dann sei es schon gut und richtig, hat uns als Volk -nicht als Bevölkerung !- an die Klippe zur Selbstvernichtung geführt. Das Schwert, das man aus der Hand legt, ergreift ein anderer. Dieses Prinzip gilt, solange es Menschen gibt.

  • Faszinierend wie schnell alles zerbricht, ich wundere mich wie viel in Wirklichkeit hohl und leer ist. Es stellt sich die Frage inwieweit das, was ich als Wirklichkeit wahrnehme nur heisse Luft ist. Ehemals eherne Gesetze sind schlicht verschwunden, was früher Thema der Kriminalfilme war – ist heute Alltag auf den Strassen des Landes. Es gab mal Serien Folgen in denen eine ganze Polizeistaffel einen Mörder eines Kindes jagte. Inzwischen sehe ich das alles als unrealistisch und übertrieben an, Morde werden so nicht mehr verfolgt.

    Eine Ordnung nach dem Chaos wird gebraucht – aufgrund der Veränderung unserer Technik ergeben sich auch neue Möglichkeiten. Wir können Wissen auf Festplatten speichern, durch kleine Geräte kommunizieren und uns effizient Fähigkeiten vermitteln. Einige Gedanken können in Blogs und den dazugehörigen Kommentaren festgehalten werden.

    Mir scheint es wie ein evolutionäres Konzept. Die Nächstenliebe und der Altruismus waren und sind ein funktionierendes Verhaltensmuster um stabile und starke Kulturen aufzubauen die sich nicht zerfleischen. Diese grossen Kulturen bringen hochentwickelte Technologien und Organisationen hervor (Unternehmen, Firmen). Das Konzept des Friedens zieht sich durch alle Bereiche, ab einer bestimmten Menge an „Friedensgläubigen“ kannibalisiert sich das aber. Vor allem wenn eine Kultur weltweit in Aktion tritt und überall auf andere Kulturen trifft – und mit ihrer überlegenen Art Feinde hervorruft. Nun folgt der zweite Schritt der Evolution, ein „erwachsen-werden“. Die Erkenntnis von Konsequenz. Die Erkenntis der Verantwortung – auch und vor allem gegenüber sich selbst, der eigenen Kultur:

    Das Toleranz gegenüber Intoleranten etwas schlechtes und dummes ist. Das man eine Gesellschaft nicht auf Rechtsansprüchen aufbauen kann – diese reduziert Menschen und Gemeinschaften auf Rechtsbeziehungen. Das Bewusstsein dafür, dass das Verbot des Tötens nur nach sich zieht das nun die Bösen die Guten töten. (Analog dazu das Verbot des Waffenbesitzes für Bürger) Das Bewusstsein dessen, das „Denken an sich“ nicht allein das Beste ist – sondern das hinterfragen des Denkens, ABER auch das hinterfragen der emotionalen Grundlage für das Hinterfragen des Denkens, besser ist. Dies wiederrum führt dann dazu, das man erkennt das Menschen fehlerhaft sind – Sündig. Letztere Erkenntis führt dazu, das man Menschen entweder hasst (Tierschutzwahn, Depressionen) oder ignorant liebt (Oder beides gleichzeitig! Hass auf Weisse, liebe gegenüber allen anderen). Dies führt wiederrum zur Zerstörung – ausser man findet aus der These und Antithese die Synthese. Das ist genau das was das Christentum gemacht hat, DARUM ist es auch so erfolgreich. „Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder“ oder „Versuch nicht alle Menschen zu zwingen so zu denken wie du selbst meinst das es richtig ist, du bist auch ein Sünder und kannst es nicht wirklich wissen ob du es besser weisst.“ und so weiter..

    Es erscheint mir wie eine „höhere Stufe“ des Denkens die wir jetzt erreichen müssen, man wird abstrakter, man erkennt die Transzendenz in den Handlungen und Glaubenssätzen der eigenen Kultur. Dementsprechend kann man auf dieser Ebene auch denken und handeln. Dies müssen wir bewahren und weiterentwickeln. Im zukünftigen Kampf wird es notwendig sein – und ein Antrieb zum überleben.

    Wir als Hochkultur, und das ist im Westen weiterhin so, müssen erkennen was die weissen Südafrikaner inzwischen erkannt haben: Die Wildnis ist überall, die Wildnis ist kein romantischer Ort sondern grausam, effizient und brutal. Nur durch entschlossenes Handeln und weitsichtiges Denken überlebt man. Es dauert nicht mal eine Generation um eine Hochkultur völlig wehrlos zu machen und sie innerlich zu schwächen – damit sie äusserlich zerrieben werden kann.

    Inzwischen verlieren wir zwar die territoriale Integrität (ich liebe dieses Wort, erinnert mich an Star Trek..) aber wir gewinnen das Bewusstsein dafür, wie sehr wir uns von anderen Kulturen unterscheiden – und das wir BESSER sind als andere. Nicht zwingend militärisch, nicht nach Menge der Forptflanzung (ist ein veraltetes Konzept für das überleben von Gruppen, im Zeitalter der Technologie braucht es nicht viele Familienangehörige – sondern weniger aber dafür gebildetere (emotional und kognitiv). Ein guter Techniker kann eine ganze Familie von 5 Mann ernähren, zusammen mit einer Frau die weiss wie man kocht.) Aber in der Fähigkeit zur Selbstkritik und in der Fähigkeit zu denken. Natürlich kann man sagen das die Selbstkritik uns zerstört hat – das hat sie aber nicht. Was uns zerstört hat war das fehlen der Liebe zu uns selbst, die Selbstkritik wurde zum selbstzertörerischem Denken. Wer sich liebt kritisiert sich liebevoll, wissend das er sich selbst im guten bewahren will. Genau das fehlt ja.

    Der Innenkrieg wird ein ganz anderer sein als wir vorher hatten. Frontverläufe wird es nicht geben, sondern vermaschtes Chaos. Stadtteil „soundso“ wird von denen besetzt, der andere Stadtteil wird von anderen bewohnt. Die einen produzieren, die anderen werden rauben. Wie früher im Mittelalter wird es lokale Gruppierungen haben die massive Festungen als Rückzugsgebiet haben werden. Doch diesmal mit Internet, Satellitenschüsseln, Selbstschussanlagen, Roboter, Drohnen, Mikrowellenwaffen, Kampfanzügen, Scharfschützengewehren und so weiter. Es wird sich zeigen welche Kultur die bessere ist, welche Menschenart ist eher fähig eine Kultur überhaupt zu leben sowie zum Höhepunkt zu bringen.

    Wir können uns ja jetzt schon organisieren, informieren und Schlüsse ziehen. Im Falle eines echten Innenkrieges in Europa haben wir ausserdem noch weiteres was wir tun können:

    Informationen in Form von mathematischen Formeln an Wände schreiben – nur Menschen mit einem bestimmten IQ und Bildung können das überhaupt verstehen. RFID Chips als Erkennungssysteme verwenden – um in Wohnbereichen Ruhe und Sicherheit aufrecht zu erhalten. Mit Wärmebildkameras und anderem die Gebiete durchsuchen, aufräumen und Schritt für Schritt zurückerobern. Die Reconquista von Spanien hat einige hundert Jahre gedauert.

    Durch das ganze kann sich das Denken schärfen und umstellen. Südafrika zum Beispiel ist nicht voll von Menschen, die wirklichen Menschen sind sehr wenige. Um sie herum herrscht pure Wildnis. Johannisburg und andere Städte sind wie ein Urwald – was vor 1500 Jahren noch die Wildnis (Wälder, Wetter, Sturm, wilde Tiere, Krankheiten) war, sind heute (leider) die vielen mörderischen Clans und marodierende Gruppen. Auch in Frankreich oder Teilen Deutschland ist es schon so. Man soll nicht vergessen dass die Mehrheit der jetzt lebenden Menschen nicht fähig sind für sich zu sorgen. Sie können ohne Nahrungsmittellieferungen nicht überleben. Weder die Türkei, noch Ägypten oder sogar China. Wir werden einige Milliarde Tote haben, von den Kriegen zwischen Pakistan, Indien und China ganz zu schweigen (Atomkriege).
    Haben früher weisse Siedler mit Demut, Fleiss und Mut die Wildnis überwunden und grossartige Kulturen aufgebaut, so müssen wir Heute auch gegen die Wildnis kämpfen – uns schützen, unterstützen und langsam aufbauen.

    Seltsamerweise ist es genau das was in vielen Filmen, Sci-Fi Büchern und Computerspielen (vor allem Fallout) vorkommt. Mental gesehen bin ich auf die Problematik vorbereitet – ich hab nur lange gebraucht um zu kapieren das die Fiktion im Spiel keine Fiktion ist… Selbst ein „Resident Evil“ hat ein Szenario gezeichnet das diese Situation umschreibt (Hirnlose Zombies belagern die Städte und zerfleischen alles was noch lebt.. auf der Jagdt nach Hirnen).. Manchmal kommt es mir so vor als wären wir vorbereitet worden. Seltsam das ganze.

    Naja, wie gesagt – bereiten wir uns doch weiterhin vor, denken wir das was gedacht werden muss. Organisieren wir uns ruhig und schauen gelassen darauf, was da kommt. Und nicht in Melancholie verfallen…

    Templarii – recognoscere.wordpress.com

    • Sie wollen das nicht rettbare retten. Sie halten sich an Strohalmen fest.
      Dieses Wir, das Sie letztlich voraussetzen, gibt es nicht – mehr.

      Geburtsrate und Wehrfähigkeit waren zu allen Zeiten der Schlüssel zum Überleben der eigenen Gruppe. Technologie und überlegene Wirtschaftskraft sind diesen Faktoren dauerhaft unterlegen. Die Grundlagen, die für die Entwicklung von Technik, Wissenschaft und Wirtschaftkraft verantwortlich sind, scheinen auch für die Reduktion der Überlebensvoraussetzungen verantwortlich zu sein.

      Übrigens: Ihnen scheint es um das Überleben des Individuums zu gehen. Das steht fast im direkten Widerspruch zum Überleben der Gruppe.

      • Was Sie so alles glauben was ich will.. Ich suche nach einem Konzept um zu überleben – sonst nichts.

        Wissen und Technik ist überhaupt nicht unrettbar. Unsere gesamte Geschichte besteht aus dem Retten von Wissen und Technik. Wir haben jetzt einen evolutionären Test. Was übersteht das Chaos – was nicht.

        Wie sie auf das Individuum – was ich retten will (welches meins?) kommen, ist mir nicht klar. Ich dachte es wäre offensichtlich das ich nach Gruppenüberlebenstrategien greife.

        Es ist eine Herausforderung des Schicksals, so wie die Weltkriege und der Marxismus, die Pest und so weiter.. Was unrettbar ist, zeigt sich erst wenn es zerbricht. Wer hätte zum Beispiel gedacht dass das Britische Imperium unrettbar ist? Am allerwenigsten die Briten. Und wo sind sie jetzt? In „Little Britain“..

        Templarii

      • Nun verstehe ich Sie besser.

        Ich habe nicht behauptet, daß Technik, Wissenschaft und moderne Wirtschaft unrettbar sind. Ich behaupte, daß sie in einem reinen Überlebenskampf hinter die schlichten Strategien Nachwuchs, Kampfkraft und Minimalversorgung zurücktreten werden. Wenn Sie eine Möglichkeit finden die notwendigen „skills“ (Nachwuchs + Kampfkraft + Minimalversorgung) mit den überaus hilfreichen (Wissenschaft, Technik und Wirtschaft) so zu verbinden, daß möglichst keine Seite allzu sehr leidet, dann haben Sie die Struktur gefunden, welche den Epochenumbruch überlebt. Nur können Sie diese Struktur niemals von jetzt an beginnend auf die gesammte Bundesrepublik übertragen. Das ist völlig ausgeschlossen. Sie können nur versuchen, ab heute so viele geeignete Menschen wie möglich dazu zu verbinden und zu organisieren: Als Gruppe überleben.

        Wenn Sie die nötigen inneren Strukturen, vor allem den nötigen gruppeninneren Zusammenhalt dazu entwickeln, ist wird diese Gruppe eine neue Bezugsgruppe, die die alte, nicht mehr vorhandene Nation ersetzen wird – ob man will oder nicht.
        Wenn Sie es versuchen wollen – so habe ich Sie verstanden – alle deutschen „mitzunehmen“, wird es ihnen mangels Macht nicht gelingen. Diese Macht, alle Deutschen zu retten, wird Ihnen keine Machtkonkurrent einräumen, weder die alte Bundesrepublik, noch andere Akteure. Das bedeutete, daß ab jeztt in den letztlich offenen Machtkampf um Deutschland innen und außenpolitisch eintreten müssen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei. Betrachten Sie die Gegener und sagen sie mir, wie das anstellen wollen, was in zwei Weltkriegen nicht gelang, mit bedeutend besserer Ausgangsbasis. Mit der Bundesrepublik und der Medien-, Behörden und Parteienkonstellation als Satrapenorganisationen kommen noch eine weitere Gegner hinzu.

        Wenn man kleine und unentdeckte Organisationen sich im Rahmen der Legalität entwickelen läßt, möglichst eigendynamisch, dann kann man die nötige machtpolitische Schwere erreichen, um irgendwann als offener Konkurrent um das Vakuum der westlichen Welt aufzutreten. An der Zerstörung der Bundesrepublik sollte man sich überhaupt nicht beteiligen. Als schwächster und gleichzeitig entgegengesetztester Gegner würde die Bundesrepublik jedes Mittel auf die Vernichtung konzentrieren.
        Erst wenn man in aller Stille sich legal organisiert und entwickelt hat, dann kann man mit viel guten Willen auch viele Deutsche mitnehmen. Muß man aber nicht. Genau diesen Streit führte Wilhelm I (nein) mit Bismarck (ja).

        • Interessant wie sehr man sich missverstehen kann – aber auf beiden Seiten völlig anders als man dachte das man sich missverstand.

          Tatsächlich können Ihnen einige Fakten über meine Person helfen meine Aussagen besser einzuordnen. Zuallerlerst, ich bin kein Deutscher. Ich liebe zwar diese Kultur, schätze die hochstehende Denkstruktur und das Genie was ich dahinter wahrnehme – doch sehe ich mich nicht so intensiv mit dem was man Bundesrepublik nennt, verbunden. Im Grunde war diese „Republik“ schon immer Blutleer und nur ein Bollwerk der Deutschen gegen die völlige Vernichtung.

          Meine Aussagen waren genau für die gedacht, die sich davon angesprochen fühlen.

          Ich entspringe einer Kultur die einige hundert Jahre Unterdrückung hinter sich hat, der Höhepunkt war vor einem dreiviertel Jahrhundert. Holodomor und Russifikation haben auch ihre Eindrücke in meine Mentalität hinterlassen. (Darum finde ich den Holocaust-Kult etwas lächerlich, so etwas ist meinem Volk ebenso geschehen – genauso wie den Russen, Polen, Esten, Letten, Litauern, Weissrussen, Georgiern und vielen unbekannten und ausgerotteten kleinen Stämmen in Sibirien – von denen keiner mehr was weiss..)

          Anders gesagt – wenn jemand weiss wie man eine Hochkultur bewahrt, dann ist es Osteuropa.. Es ist anstrengend, aber es funktioniert. Wie schon mal erwähnt, die Kirchenkultur der Westeukrainer (Ruthenhen..) überlebte Jahrzehntelang nur noch in Kanada, im eigendlichen Land ist nichts davon übrig geblieben. Und nun? Sind wir die grösste der uinierten Kirchen.. :)

          Das elementarste was nötig ist, um als Kultur zu überleben das sind LIEDER.

          Templarii

          • Auch auf die Gefahr hin, daß Sie das nicht mehr lesen: Ich teile Ihre Auffassungen. Ich stelle überhaupt große Übereinstimmung in den Grundannahmen über die anstehende Zukunft und den notwendigen Maßnahmen in diesem Blog fest.

            Sehr richtig: Die Lieder!

            Ich bin evangelisch – wegen Bach. Und dem Choral von Leuthen!
            Ich bin Deutsch gesinnt wegen den alten Liedern. Studentenlieder, Volkslieder, selbst Kinderlieder.
            Ich bin kämpferisch wegen der Soldatenlieder, die ich bis zum Exzess lernen mußte und immer noch kann. Meine Kinder lernen sie auch – die harmlosen.

            Unbewußt haben sie den Deutschen Geist von den Deutschen und die Bundesrepublik von Deutschland getrennt. Auch und gerade das teile ich!

          • Ich lese es aber – das was ich schrieb war mir wichtig. Bin selber griechisch-katholisch.

            Luther schätze ich nicht, genausowenig wie ich Wut gegen die Renaissance schätze. Doch die Menschen dahinter, die sich ehrlich dem stellten was sie als richtig empfanden – die respektiere ich. Also Protestanten / evangelen. Auch die Quäker und andere, welche in den USA die WASP bildeten, respektiere ich. Dennoch ist mir die Kirche sehr am Herzen gelegen. – Bach verehre ich, wundervoll diese Art Göttlichkeit zu vermitteln.

            „seht ihn, wie? als wie ein Lamm.“ – da schmelze ich dahin..

            So phantastisch kann man gar nicht singen und schreiben.. *seuftz*

            Templarii

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