Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Da wir schon bei den Unwörtern sind: Von grüntürkischer Seite läuft wieder einmal ein Versuch, das Volk über ein sprachliches Stöckchen springen zu lassen:

grüne Landtagsabgeordnete Mürvet Öztürk fordert neue Sprachregelung: keine "Integration", kein "MigrationshintergrundDie Termini „Integration“ und auch „Migrationshintergrund“, wie sie Sarrazin benutze, seien „diskriminierend und rassistisch“, sagte die kurdisch-stämmige Islamwissenschaftlerin Öztürk vor etwa 160 Teilnehmern. Denn Menschen mit Migrationshintergrund seien für den SPD-Politiker ausschließlich Muslime. Deswegen schlug Öztürk vor, den Terminus „Integration“ durch Begriffe wie Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe, Pluralität oder Demokratie zu ersetzen.

(Quelle: welt-online)

Nun ist dies zunächst nicht viel mehr als der übliche Versuch, missliebige Sachverhalte mit der Wahrheitsliebe von Werbetextern schönzuschminken und mit der Einführung neuer Wörter (bei Diskreditierung der alten) in der Einführung eines Orwellschen Sprachregimes voranzuschreiten.

Selbstredend werden genug Mitglieder der meinungsmachenden Zünfte auf den Zug aufspringen – freilich nur bei einem der beiden inkriminierten Wörter.

Frau Öztürk übersieht nämlich, welche unersetzlichen Dienste das Wort „Migrationshintergrund“ bei der Vernebelung der gesellschaftlichen Wirklichkeit spielt: Es stimmt zwar, dass meist Muslime gemeint sind, wenn von Menschen mit „Migrationshintergrund“ die Rede ist. Das liegt in der Natur der Sache, weil diese Vokabel normalerweise in Verbindung mit gesellschaftlichen Problemen und Fehlentwicklungen verwendet wird – und die gehen nun einmal meist von Muslimen aus.

Findige Ideologieproduzenten, namentlich in der sogenannten Wissenschaft, haben aber längst entdeckt, dass der „Migrationshintergrund“ ein weiter Mantel ist, unter dem man eben diesen Sachverhalt verstecken kann. Da wird umständlich der Nachweis geführt, dass ein Migrationshintergrund statistisch nichts mit Kriminalität zu tun habe oder dass die Geburtsrate von Mihigrus sich der der Deutschen annähere usw. Indem man Osteuropäer, Italiener, Spanier, Russlanddeutsche usw. mit den Muslimen in einen Topf wirft, verdünnt man gleichsam die von Letzteren verursachten Probleme. Gerade weil der Normalbürger beim Wort „Migrationshintergrund“ vor allem an Muslime denkt, ist der „Migrationshintergrund“ ein so treffliches Vehikel für den, der Unwahrheiten suggerieren will, ohne direkt beim Lügen erwischt zu werden.

Nein, der „Migrationshintergrund“ wird bleiben, weil die Orwellsche Sprachpolizei ihn immer noch braucht.

Ganz anders sieht es bei der „Integration“ aus:

„Integration“ setzt bereits dem Begriff nach voraus, dass die Gesellschaft, die das Fremde zu integrieren gedenkt, ein definierbares, sinnvoll zusammenhängendes, eben „integeres“ Ganzes darstellt; dass sie einen Begriff von ihrer eigenen Ganzheit hat; dass es über diesen Begriff einen Konsens gibt; und dass auch auf Seiten der zu Integrierenden der Wille besteht, sich dem durch diesen Begriff definierten Ganzen anzuschließen, also sich zu integrieren.

(Das Dschihadsystem, S.241)

Darum geht’s!

Die Verwendung des Wortes „Integration“, wie sehr auch immer es von den Integrationspolitikern missbraucht wird, enthält ein Kompromissangebot an das Selbstverständnis der Einheimischen, ein Volk zu sein, und eine Aufforderung an die Fremden, sich diesem Volk anzuschließen!

Dies ist selbstverständlich das genaue Gegenteil von Diskriminierung, aber „Diskriminierung“ ist in diesem Zusammenhang ohnehin nicht mehr als einer jener aufgeblasenen Kampfbegriffe, mit der die Linke immer dann operiert, wenn es gilt, vom eigentlich Gemeinten abzulenken.

Gemeint ist, dass das deutsche Volk aufhören soll, sich als solches zu empfinden (weswegen es auf Vokabeln verzichten soll, die ohne Bezugnahme auf ein Volk sinnlos wären ), nicht aber die Parallelgesellschaften mit starker ethnischer Gruppenidentität.

Deshalb wird die Sprachpolizei das Wort „Integration“ auf den Index setzen.  Wahrscheinlich schon 2011.

7 Antworten auf Das Unwort des Jahres 2011 – eine Prognose

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