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kurtagic warum konservative immer verlierenKurtagic: Warum Konservative immer verlieren

41dR7dgQOLL._SL210_Hinz:Zurüstung zum Bürgerkrieg

Dez 122010
 

“Und das Thema ‘Sarrazin – der neue Bundeskanzler’ ist ja auch so’n Ding, das kann er in der BRD werden, aber nicht in Deutschland. Also alle schwärmen, ja! Alle schwärmen von seinem Buch, ich zum Beispiel nicht, weil ich’s noch nicht mal gelesen hab, einfach aus Prinzip nicht, weil er erstens von der SPD kommt – von der kam noch nie so viel Gutes – und weil er natürlich ein ehemaliger Bänker ist. Und Bänker haben auch sehr viel mit Geld zu tun und gerade IWF glaub ich hatte er damals auch die Finger mit im Spiel, laut Herrn Stadtkewitz bin ich eine Verschwörungstheoretikerin, also darf ich Ihnen das ja sagen: IWF hat ja mit Sicherheit auch mit Zionisten zu tun, die wiederum sehr viel für die nicht ganz so rundlaufende Politik in Israel verantwortlich sind und das ist alles ein ganz großer Kreislauf und da möchte ich eben möglichst nichts mit zu tun haben. Also Sarrazin fällt für mich raus.”

DeeEx

  105 Antworten zu “DeeEx erklärt uns die Welt”

Comments (105)
  1.  

    Linke Musiker verfügen meistens auch nicht über bessere politische Bildung, nur stört das niemanden.

  2.  

    “Hättest du geschwiegen, wärest du eine Rapperin geblieben”, so oder ähnlich schreiben es ihr auch immer wieder Kommentatoren in ihr Blog, aber sie hört nicht darauf, und Stadtkewitz und Stein haben sich das Blog wohl auch nicht angeschaut, bevor sie sie auf die Bühne baten.

  3.  

    Die Texte von DeeEx sind so lange gut, wie sie nicht versucht, die Welt zu erklären.
    Ihr Blog ist teilweise auch ein Lernversuch, aber zu spät und zu öffentlich.

  4.  

    Vor allem stürzt sie sich mit sicherem Instinkt auf die Fettnäpfchen-Themen, über die bei uns sogar gestandene Historiker stolpern.

  5.  

    Das Kind ist noch so jung !!……

  6.  

    Besser so, als ignorant. In ihrem Alter darf man aufsässig sein. Sie wird es schon lernen. Wer von uns war in ihrem Alter anders? Hätten wir mehr hinterfragt als wir so alt waren wie sie, sähe es heute vielleicht anders aus. Aber “hätte”, “wäre”, “wenn” ist Schnee von gestern. DeeEx hat mehr Jahre vor sich als die meisten hier. Die Jungen müssen das ausbaden, was die Älteren und auch wir verbockt haben.

  7.  

    Manfred, deshalb schrieb ich “teilweise”.

  8.  

    Submarine, wer Lernen nicht für nötig hält, wird schnell alt.  Oder er muss von seinem zu früh erklommenen hohen Ross des Armeeführers heruntergeholt werden.

  9.  

    Bei aller berechtigten Kritik an verordneter “Distanzieritis” kann man eben an den Punkt kommen, an dem man sich trotzdem dazu herausgefordert sieht. Nicht wegen des Publikums, sondern um der eigenen Redlichkeit willen. Danke, Manfred!

    •  

      Aber nicht doch, Barbara! Wie könnte ich mich von DeeEx distanzieren? Sie verdächtigt mich bloß, ein gekaufter Agent der jüdischen – pardon: der zionistischen – Weltverschwörung zu sein. Und wie könnte ich diesen Verdacht nachhaltiger zerstreuen als dadurch, dass ich die bloglesende Menschheit an ihren Erkenntnissen teilhaben lasse?

  10.  

    Barbara, um Distanzierung ging es hier wohl niemandem.
    Auch Stadtkewitz hat sich bislang rechtzeitig von Leuten verabschiedet, von denen er sich sonst womöglich hätte distanzieren müssen.
    Wer nicht durch Parteigenossenschaft miteinander verkettet ist, muss sich auch nicht distanzieren.

  11.  

    Sie verdächtigt mich bloß, ein gekaufter Agent der jüdischen – pardon: der zionistischen – Weltverschwörung zu sein.

    Irgendwas mach ich wohl falsch, dass ich diese Entwicklungen nie mitbekomme. Das Falling-Out zwischen “Atlas Shrugs” und “Jihad Watch” ggü. “Gates of Vienna” hab ich genauso nicht erfasst wie das zwischen Manfred und Mia. Ich muss wohl echt an meiner “reading comprehension” arbeiten…

  12.  

    DeeEx fragt sich vielleicht nach Zusammenhängen, z.B. der EZB, für die auch Sarrazin tätig war, mit dem IWF und hält das für wichtiger als das Buch. Schliesslich ist das ihre Sache.  

    •  

      DeeEx fragt sich vielleicht nach Zusammenhängen

      Da unterschätzt Du sie aber gewaltig. DeeEx hat keine Fragen, sie hat Antworten. Fragen haben nur so unbedarfte Zeitgenossen wie ich – die es deshalb auch nötig haben, Bücher zu lesen.

  13.  

    @Manfred: Wenn es darum geht, dann tut es mir leid, Manfred. Nun bist Du aufgeflogen. Zerstreuen kannst Du so einen Verdacht, wenn er einmal in der Welt ist, auch nicht mehr. Egal wie, es wird schon eine Bestätigung sein.
    Aber so schlecht ist die Gesellschaft nicht, in der Du Dich dann (wieder) befindest… Willkommen zu Hause! ;-) :-)
     

    •  

      @ Barbara: Das wäre ja noch schöner, wenn jeder Dahergelaufene einen bloß zu verdächtigen bräuchte, um einen um den Ruf zu bringen oder zu diesem oder jenem Verhalten zu veranlassen.

  14.  

    @Bonifaz: Was ist denn der Unterschied zwischen “sich verabschieden” und “sich distanzieren”? Geht es um zeitlichen Vorlauf. Manfred macht doch in dem verlinkten Blogeintrag deutlich, worum es bei der (offiziellen) Distanziererei geht: um Meinungshoheit. Ich halte es für richtig, sich solchen Hoheitsansprüchen zu entziehen. Ich halte aber den Wahlspruch “Hauptsache irgendwie rechts” auch für Ideologie.

  15.  

    Barbara, Stadtkewitz hat mit DeeEx einvernehmlich festgestellt, dass sie unterschiedliche Wege gehen.   Eine gegenseitige  Positionsabgrenzung oder gar Delegitimierung war damit nicht verbunden.
     

  16.  

    Ja, eben, das wäre ja noch schöner… Ist doch egal.

  17.  

    Ach, es entspricht doch genau der goldenen Mitte, wenn man einerseits für einen Zionistenknecht gehalten wird und andererseits als (jedenfalls latent) antisemitismusverdächtig gilt.

  18.  

    Zu “Dee Ex” ersteinmal das Positive: Sie geht ihren Weg, geradlinig. Sie scheint nicht leicht beeinflußbar oder gar käuflich zu sein. Das findet man ausgesprochen selten. Ich sehe hierin schon so etwas wie Charakterstärke.

    Nun zur Kritik. Alles was sie äußert ist “wenig” analytisch, fußt kaum auf erkennbarer Bildung. Also treffender: dümmlich, ignorant. Sie trennt Wahrscheinliches nicht vom Unwahrscheinlichen, folgt “Hypothesen”, die haarsträubender sind, als die offiziellen Verlautbarungen. Sie ist der lebende proletarische Widerspruch zum Intellektualismus der Bildungsbürger.

    Die Kritik scheint das Positive weit zu überwiegen. Aber nur auf dem ersten Blick.
    Auch wenn es unmöglich ist das Folgende zu konkretisieren, mangels harter Fakten: Ich bin mir sicher, daß es “westliche” politische und wirtschaftliche Mechanismen gibt, die uns fast vollständig verborgen bleiben. Eine Geheimpolitik, die das 19. Jahrhundert wohl alt aussehen läßt.
    Daß Schäuble seinem eigenem Land, dem er als Minister dient, nicht nur nicht loyal gegenüber steht, sondern die perfide, offen geäußerte, Absicht hat, diesen Staat abzuschaffen, entgegen der eigenen Verfassung und zwingenden Auslegung durch das höchste Gericht, zeigt dies überdeutlich.
    Es existiert eine politische Metaebene, an der wir in unserer Erkenntnismöglichkeit nur kratzen können. Die Mechanismen, Interessen und Zwänge bleiben uns weitestgehend verborgen. Nur die Tatsache, daß es diese Mechanismen gibt, ist mittlerweile offenkundig geworden.

    An dieser “Dee Ex” achte ich den Willen, dies nicht weiter zu akzeptieren und diesbezüglich keine faulen Deals einzugehen und sich dem Verdacht auszusetzen auch fremden Interesse anzudienen, wie dies meines Erachtens Stadtkewitz gerade vormacht.

    Islamkritik ist nicht(!) das “A und O” einer konservativen oder freiheitlichen Partei. Es ist die zwingende Konseqeunz für eine Partei mit liberalen Ansatz. Selbstverständlich ist Stadktewitz ein Schritt nach vorne. Aber nach vorne in welche Richtung. Nur in Richtung des Aufbrechens des bundesrepublikanischen Parteiensystems. Es ist der erste Ansatz im zwanzigsten Jahr nach der Einheit, eine sehr gemäßigt rechte Partei neben der CDU zu etablieren. Im Ansatz schon dilettantisch. Die CDU hätte man von Innen heraus jederzeit vor sich her treiben können, wenn sich die Konservativen verbündet hätten und ihre Themen und Leute durchsetzen, mit der dauernden Drohung der Abspaltung. Diese hätte, wie die Linke, sofort als “echte” CDU Wahlen gewinnen können. Diese Dilettanten werden wahrscheinlich gar nichts erreichen. Ich bin fest davon überzeugt, daß Stadkewitz der “Dee Ex” tatsächlich Aussicht auf einen Ministerposten eingeräumt hat.

    Israel und die Rechte
    Um auf den dauernd mitschwingenden Punkt Israel einzugehen: In der neuen halbrechten oder expliziten neocon-Bewegungen in der Bundesrepublik scheint die Erkenntnis durchgedrungen zu sein, daß es gegen Israel und den Zentralrat mit ihrem indirekten Einfluß nicht zu gehen scheint. Ob dies nun taktisch oder tiefergründiger fundiert ist, ist dabei gleichgültig. Dabei beginnt man im Primitivsten den Islam “an sich” zu bekämpfen (“natürlich nicht die Muslime!”), weil man von einer dualistischen Feindschaft Israels und des Judentums zum Islam ausgeht und die scheinbar gleichlaufenden Interessen bündeln möchte und sich erhofft, von jüdischer oder israelischer Seite aus geduldet, wenigstens nicht bekämpft zu werden, vielleicht gar gefördert zu werden. – Das ist armseelig, dümmlicher als alles was von der Dee Ex kommt und vor allem charakterlos. Und vor allem: Es wird nicht erfolgreich sein.

    Deshalb gebe ich mal meinen Glaubenssatz zum Islam und zu Israel ab:
    1. Was geht mich Israel an? – Nichts.
    2. Was geht mich der Islam an? – Nichts.
    3. Was geht mich die “westliche Welt” an? – Nichts.
    Das sind alles bestenfalls zweitrangige Punkte.

    Erstrangig ist meine Familie und mein Vaterland. Und da besorgt mich einiges:
    1. Die Geburtenarmut bei gleichzeitiger Abtreibung.
    2. Die hypertrophierenden Sozialleistungen bei gleichzeitiger Abschaffung des Familienverbandes und Enteignung der Leistenden.
    3. Die abnehmende Souveränität des Staates nach innen (Kriminalität, Staatsfeindlichkeit).
    4. Die abnehmende Souveränität des Staates nach außen (als die Möglichkeit sich gegen Aggression, Erpressung und Einmischung zu erwehren – Ermordung Barschels!).
    5. Die Verschuldung des Staates.
    6. Die “parlamentarische Demokratie”, die im Verbund mit einer Einhegung durch die “Siegermächte” die Ursache dafür sind.
    7. Die politische Auswirkung der Psychopathologie der Menschen.
    8. Die Masseneinwanderung.
    9. Offener Verfassungsbruch durch die Regierenden (Auflösung des “Anti-Islamisierungskongresses”, “Lissabon”, “Bail-out” usw. usf.).

    Israel und “den Islam” bin ich als politischer Mensch nur bereit unter dem Aspekt potentieller Verbündeter oder Gegner. Ich sehe derzeit kein Interesse mit einer der beiden Seiten ein “Bündnis” einzugehen. Sich einer Seite gegenleistungsfrei anzubiedern ist nur der Beweis der eigenen Schwäche und Naivität, sei es von links oder rechts.

    Erst wer aus eigener Kraft stehen kann, wird ernstzunehmende Verbündete finden. Sonst bleibt man bloß Spielball fremder Interessen, von denen man egoistisch zu profitieren versucht, bis man wie eine heiße Kartoffel fallengelassen wird. Um eigenständigen Erfolg zu haben braucht es in erster Linie Charakter und in zweiter Linie auch intellektuelle und Analysefähigkeit. Ersteres hat Stadtkewitz nicht, zweiteres Dee Ex nicht und Stadtkewitz kaum.

  19.  

    hat ja mit Sicherheit auch mit Zionisten zu tun, die wiederum sehr viel für die nicht ganz so rundlaufende Politik in Israel verantwortlich sind
     
    Lustigerweise ist der Nebensatz da zugleich am leichtesten belegbar und am blödesten, wenn man bedenkt, was er suggeriert.

  20.  

    @stratomunchkin
     
    Meinen Sie nicht eigentlich ein Zerwürfnis zwischen Little Green Footballs und GoV/Jihad Watch?
     
    Also der Versuch, die erstarkenden Bewegungen in Flandern und anderswo, die auf letzteren Seiten begrüßt werden, durch die Gleichsetzung mit dem Front Nationale und der Attaka mal eben schnell unter die Faschisten zu subsummieren?
    Aber vielleicht täusche ich mich hier.

  21.  

    Was hat es denn mit dem Zerwürfnis von Atlas Shrugs/Jihad Watch und GoV auf sich? Davon habe ich nun wiederum nichts mitbekommen.

    Aus einem mir nicht näher erkenntlichen Grund sind der Baron und seine Frau bei Atlas Shrugs/Jihad Watch nicht mehr wohl gelitten. Zwar verlinkt GoV noch zu beiden Blogs und ruft auch zur Unterstützung von Pamela Geller bez. deren anstehendem Gerichtsverfahren auf, und – soweit ich das einschätzen kann – schreiben alle drei Blogs Beiträge für Andrew Breitbart’s “Big Peace”. Allerdings scheint zwischen den dreien irgend etwas vorgefallen zu sein. Um genaue Auskünfte zu erhalten, müsste man wahrscheinlich den Baron selbst fragen, oder einen der Stammkommentatoren. Für mich persönlich kam das Ganze allerdings aus heiterem Himmel, ähnlich den Verwerfungen der Counter-Djihad Conference in Brüssel 2007.
    Meine beste Einschätzung der Situation ist allerdings, dass GoV sich mehr und mehr europäisiert in seiner analytischen Herangehensweise an die uns betreffenden Problemkomplexe während JihadWatch und Atlas Shrugged immer noch eine relativ monokausal-antiislamische Schiene fahren. In dem Punkt auch interessant: ist Dir und generell den anderen Lesern aufgefallen, dass JihadWatch und Atlas Shrugged im Vergleich zu früher kaum noch bzw. keine Fjordman-Artikel mehr bringen? Gleiches Bild auch im Bezug auf das Brussels Journal. Ich kann das nur an deren breiterer und vielleicht auch kritischerer Perspektive festmachen, und daran, dass in Europa tendenziell Nationalität eine starke ethnische Komponente besitzt (mit allen Vor- und Nachteilen). GoV franst an den Rändern hin aus zu antifeministischen Blogs, zu Dennis Mangan, zu Whiskey’s Blogspot und vielen anderen Strömungen. JihadWatch und Atlas Shrugged suchen öffentliche Aufmerksamkeit und verfolgen auch klare kommerzielle Interessen. Da will man sich von den “radikaleren” Elementen, unabhängig vom Wahrheitsgehalt dessen, was sie sagen, distanzieren.
    Auch scheint es da eine Auseinandersetzung um “Lionheart” gegeben zu haben, den GoV ja unterstützt hat, der allerdings nicht auf viel Gegenliebe bei Spencer und Geller gestoßen ist, u.a. weil er keine sonderlich gute Meinung zum traditionell liberalen jüdischen Establishment im UK zu haben scheint. Naja, wenn die einzigen Juden, die ich “kennen” würde die des Zentralrats wären, hätte ich wohl auch keine so gute Meinung zu “den Juden”…
    Das ist zumindest der Reim, den ich mir in aller Kürze darauf machen kann.

  22.  

    Das Zitat von Dee Ex habe ich auch auf ihrem Blog gelesen, damit hat sie sich endgültig als Diskussionsteilnehmerin diskreditiert. Schon lange vorher war mir ihre eigentümliche Rechthaberei und das völlige Fehlen von Selbstkritik aufgefallen. Wenn jetzt noch Vorurteile wie die über Sarrazin offen zugegeben werden, die sie nicht versucht auszuräumen, verstärkt das noch den Eindruck einer Gutmenschenfrau von rechts, die nicht mehr logisch und schlüssig argumentiert und dabei auch ihre eigene Position hinterfragt, sondern ausschließlich auf einer gefühlsmäßigen und irrationalen Ebene argumentiert. Wer braucht eine solche “Claudia Roth” von rechts, die sich selbst als moralisch überlegen sieht und wer soll sich noch ihre langatmigen , aber inhaltsleeren Schwafeleien durchlesen? Ich jedenfalls nicht!

  23.  

    Meinen Sie nicht eigentlich ein Zerwürfnis zwischen Little Green Footballs und GoV/Jihad Watch?

    Nein, das war ja das bekannte Ereignis 2007.

  24.  

    “Sie ist der lebende proletarische Widerspruch zum Intellektualismus der Bildungsbürger.”

    Sie ist ein kritischer Mensch, unbeleckt von kriecherischem auf der einen Seite und arrogantem Intellektualismus auf der anderen Seite.

  25.  

    Meyer bringt die Stärken und Schwächen von DeeEx auf den Punkt, besonders in den ersten beiden Absätzen.  Beser kann man es kaum sagen.

  26.  

    # Meyer

    Nun zur Kritik. Alles was sie äußert ist “wenig” analytisch, fußt kaum auf erkennbarer Bildung. Also treffender: dümmlich, ignorant. Sie trennt Wahrscheinliches nicht vom Unwahrscheinlichen, folgt “Hypothesen”, die haarsträubender sind, als die offiziellen Verlautbarungen. Sie ist der lebende proletarische Widerspruch zum Intellektualismus der Bildungsbürger.

    Schön und gut – aber was haben denn die intellektuellen Köpfe des rechten Spektrums in 60 Jahren BRD erreicht? Abgesehen von ihrer völligen Selbstmarginalisierung.

  27.  

    Das Gute an Dee Ex Musik war ja, daß sie weitgehend auf Agitprop verzichtet hat… ansonsten ist das leider wirklich eine unfaßbare Dumpfnudel ohne den geringsten Kompaß, und der Stuß blüht immer exotischer…

  28.  

    Submarine, unbeleckt von “arrogantem Intellektualismus” vielleicht ja, von Arroganz definitiv nein.

  29.  

    Also alle schwärmen, ja! Alle schwärmen von seinem Buch, ich zum Beispiel nicht, weil ich’s noch nicht mal gelesen hab, einfach aus Prinzip nicht, weil er erstens von der SPD kommt – von der kam noch nie so viel Gutes – und weil er natürlich ein ehemaliger Bänker ist.

    DAS würde ich für einen archetypisch weiblichen Zugang zum Thema halten. Und der muß, in den Schlüssen zu denen er kommt, nicht notwendig falsch sein, nur weil er dem archetypisch männlichen Zugang zu Problemerkenntnis und -lösung diametral entgegensteht. 

    Der Blogbetreiber beispielsweise, ist ja ein Mensch von analytischer Schärfe. Und wohin hat ihn das in seinem Leben geführt? Nun, wenn ich das recht erinnere, doch wohl als erstes in die SPD, der er dann doch wenigstens ein Dutzend Jahre die Treue gehalten hat. 

    War das nun gut? Oder schlecht? Ich würde sagen, es war einfach notwendiger Teil seines  Entwicklungsweges, durch den er Erkenntnisse gewonnen hat, die er den Lesern seines Blogs in konzentrierter Form vorlegen kann. Und es wäre sicherlich ein gravierender Mangel, wenn diese Analysen der Diskussion der Probleme des Landes fehlen würden.

    Aber sind sie der einzige Zugang zur Problemlösung? Ist analytische Problemerkenntnis  immer die notwendige Voraussetzung zur Problemlösung? Und was ist eigentlich mit der Problementstehung - das ‘Bauchgefühl’ der DeeEx bezüglich etwa der SPD hätte die Mehrzahl sämtlicher Probleme, unter denen dieses Land heute leidet, gar nicht erst entstehen lassen, hätte eine Mehrheit der Bevölkerung es geteilt.

    Sarrazin ist offensichtlich (das belegt die Nachfrage nach seinem Buch) das Heilmittel einer – so nehme ich es zumindest wahr – bis ins Mark sozialdemokratischen Bevölkerung. Wenn es hier überhaupt eine Heilung gibt. Aber soll man darüber vergessen, daß er mit zu denen gehört hat, die in den entscheidenden Jahren die Weichen gestellt haben für genau die Entwicklung, die allmählich sogar Sozialdemokraten unheimlich wird, weil auch die Blinden die Sonne zwar nicht sehen aber ihre Hitze unangenehm zu spüren beginnen?

    Abschließend: Ist der obige Text nicht ein Auszug aus einer Stehgreif-Rede, die sie auf diesem ‘Querfronttreffen’ gehalten hat? Ob man das jetzt unbedingt zum Maßstab einer Beurteilung machen sollte … ?

  30.  

    @ Leser:
    “Schön und gut – aber was haben denn die intellektuellen Köpfe des rechten Spektrums in 60 Jahren BRD erreicht? Abgesehen von ihrer völligen Selbstmarginalisierung.”
    1. Direkte Antwort: Nichts wesentliches.
    2. Nachfrage: Trifft es nicht eher zu, daß DIE Rechte durch staatliches und wahrscheinlich auch fremdstaatliches Handeln von anderen marginalisiert wurde?
    3. Gegenfrage: Was haben Sie denn getan, um DIE Rechte aus der Marginalisierung herauszuholen? – Wahrscheinlich nichts, wie wir alle. Wir waren und sind noch die passiven Empfänger der staatlichen und halbstaatlichen Propaganda. Jeden Tag. Das entfaltet nunmal seine Wirkung. Der Kampf der Innenminister gegen Herrn Schönhuber und die Republikaner sollten noch in Erinnerung sein.

    @ submarine
    “Sie ist ein kritischer Mensch, unbeleckt von kriecherischem auf der einen Seite und arrogantem Intellektualismus auf der anderen Seite.”
    1. Entgegnung: “Intellektualismus” ist weder inhaltlich deckungsgleich mit “Intellekt” noch mit “Bildung”. Weder ist der Besitz von Intellekt kriecherisch oder führt zu einem solchen Verhalten, noch gilt dies für Bildung.
    2. Klarstellung: Ich habe der “Dee Ex” ausdrücklich eine gewisse Charakterstärke attestiert und diese im Gegenzug dem Herrn Stadtkewitz weitgehend abgesprochen.
    3. Ergänzung: Charakterstärke ersetzt weder Bildung noch Intellekt, den ich ihr auch nicht abspreche. Allerdings spreche ich ihr einen analytischen Verstand und eine entsprechende Äußerungsweise ab.
    Allerdings: Intellekt und Bildung ersetzt auch Charakterstärke nicht.

  31.  

    Ich halte es mit Gottfried Benn:

    Das Abendland geht nicht
    zugrunde an den totalitären
    Systemen, auch nicht an
    seiner geistigen Armut,
    sondern an dem hündischen
    Kriechen seiner Intelligenz
    vor den politischen
    Zweckmäßigkeiten.

  32.  

    Wie Rechte und Konservative, die eigentlich ernst genommen werden wollen, sich angesichts von Dee Ex verhalten, ist bislang vor allem peinlich. Ein bisschen bunte Weiblichkeit wird gern genommen – auch wenn man Rap ansonsten vielleicht abscheulich findet – was DeeEx tatsächlich sagt und denkt, interessiert jeodch kaum.
    Das ist infantilisierend. Entweder man legt dieselbe Messlatte an, wie man es bei einem männlichen Diskutanten sonst auch täte oder steht dann bitteschön zu seinen reaktionären Überzeugungen:

    Jeden Unfug unwidersprochen hinzunehmen oder gar noch esoterisch als überlegene weibliche Seherkraft zu veredeln, trägt jedenfalls in keiner Weise zu einem irgendwie verbesserten politischen Urteilsvermögen bei.
     
    @Leser
    Welche verhängnisvollen Weichen soll Sarrazin denn gestellt haben? Er war Zeit seines Lebens höherer Beamter und sein einziges politisches Amt, als Senator in Berlin, hat er verantwortungsvoll und erfolgreich ausgeübt.
     

  33.  

    # Meyer

    zu 3. Da haben Sie leider recht – ich hab nix getan. Allerdings fiel mir beim 
            Nachdenken darüber gerade ein weiterer Grund für die Marginalisierung
    der Rechten auf: Ich habe vor einigen Artikeln einen Text aus den ‘Staatsbriefen’ zu der britischen Vorbereitungsstrategie des 1. WK eingestellt. Diesen Text hatte ich zufällig gefunden durch einen Link eines Kommentators auf irgendeinem Blog. Die ‘Staatsbriefe’, die ja wohl der Theoriebildung der Rechten dienen sollten, habe ich erst dadurch überhaupt (dem Namen nach) kennengelernt – also lange nach ihrem Ableben. Während ihrer Existenz – ich wohne auf dem Lande, kein Zentrum in der Nähe – habe ich nie von ihnen gehört. 

    Genauso war es auch mit ‘rechten Organisationen’; zur NPD hat mich vom Bauch her nichts hingezogen, und wenn man nicht in einem größeren Zentrum gewohnt hat, hat man wohl überhaupt keine Chance gehabt auch nur mal einen Burschenschaftler kennenzulernen. Mit anderen Worten: Wenn man nicht in einem Zentrum gewohnt hat und/oder durch schon bestehende Beziehungen auf Personen/Texte aufmerksam gemacht wurde, gab es eigentlich nicht mal die Chance entsprechender Begegnungen. Ohne Internet wäre es heute noch keinen Deut anders. 

    Allerdings muß ich auch noch hinzufügen: Die Alt-BRD war zwar ebenfalls schon durchgehend links, aber so entsetzlich wie heute war es damals einfach noch nicht. Die Musel hockten in ihren Ghettos und waren mehr oder weniger unsichtbar.  Fischer, Cohn-Bandit etc. saßen noch nicht im Parlament (außer in Hessen) und Claudia Roth etwa beschränkte ihre Tätigkeit wohl im Wesentlichen darauf für einen Kasten Bier die Beine breit zu machen; die Fäulnis insgesamt hatte einfach noch nicht genügend Zeit gehabt das jetzige Reifestadium zu erreichen. Und die Verblödung war ebenfalls noch nicht ansatzweise so weit wie heute; daß die Behauptung, Gene hätten etwas mit Intelligenz zu tun, zu einem Hysterieorkan führen würde wie gerade bei Sarrazin erlebt … – also ich habe auch ein paar Leute in meiner Klasse gekannt, die links waren, aber das hätte keiner von denen angezweifelt oder etwa für ‘rechts’ gehalten.  

  34.  

    @ Manfred
    “Ein kurzes heftiges Gewitter im Kommentarbereich” soll also der Grund für den Diffarmierungsversuch sein? Wo soll das bitte stattgefunden haben? Das letzte Mal, als Du auf meiner Seite zu Besuch warst, (am 3.12.), hast Du geurteilt, anstatt nachzufragen. Ich habe Dich zu keinem Zeitpunkt als “Gekauften” bezeichnet. Es war Dein Kopf, der sich das ausgedacht hat. Ich hatte bis dato dank des persönlichen Kennenlernens einen vernünftigen Eindruck von Dir.
    Dein Spruch “DeeEx hat keine Fragen, sie hat Antworten. Fragen haben nur so unbedarfte Zeitgenossen wie ich” ist daher ziemlich heuchlerisch. Meinst Du nicht auch?

     
    Dein mich als ‘Bezichtigerin’ bezichtigender Kommentar aus heiterem Himmel (zum Palästinenser-Artikel):

    Ich kenne nur einen, der in deinem Blog in diesem Sinne argumentiert hat, nämlich mich selbst. Das heißt dann wohl, dass Du mich unter die „Verblendeten oder Gekauften“ rechnest. Weißt Du, Mia, ich könnte Dir Dein oberflächliches Gequatsche zu Themen verzeihen, von denen Du offenkundig nichts verstehst. Aber nicht einen solchen Satz.

    Meine Antwort darauf:
    Gut. Wenn Du meinst, dass Du Dich angesprochen fühlen musst, dann tu das. Wenn Du weiterhin der Meinung bist, mir „oberflächliches Gequatsche“ unterstellen zu müssen, dann werde ich auch das hinnehmen. Ich habe – falls Du es vergessen hast – auch ein reales Leben. Es ging hier nicht nur um virtuelle Schwätzer. Egal… Hab keine Lust auf sinnlose Streitgespräche. Dachte, unser Treffen war Beweis genug, dass ich von Fall zu Fall entscheide, was ich über die Menschen denke, die ich kennenlerne. Da ich Dich scheinbar falsch eingeschätzt habe, solltest Du ab heute einfach Deinen Weg gehen. Ich gehe meinen. Machs gut.
    Das Dein Weg nun aber so ‘typisch weiblich’ – intrigant – verläuft und Du Dein Ego aufpolieren musst, indem Du jemanden schlechtredest, der Dir keinen Anlass dazu gab, beweist nur, wie sehr ich mich in Dir getäuscht habe und dass ich mich glücklich schätzen kann, dass mir diese weibliche Eigenschaft fehlt. Jetzt könnte ich tatsächlich auf die Idee kommen, Du seist gekauft, um meinem Ruf zu schaden, weil ich Deinen Freunden von der JDL zu gefährlich werde… Aber weißt Du was? Ich tu es immernoch nicht, weil ich Anstand habe, der eigentlich eher bei Deinem Intellekt zu finden sein müsste.
    Überraschung gelungen, wa?
    Man sollte den Menschen, den man sich zum Feind machen möchte, niemals unterschätzen und schon gar nicht anderen Kommentatoren so einen Schmarrn erzählen, ohne vorher eine Selbstanalyse durchgeführt zu haben. Ich wünsche Dir jedenfalls eine besinnliche Weihnachtszeit und all das, was Du mir wünschst.
     
    @ submarine:

    13. Dezember 2010 um 00:16
    “DeeEx fragt sich vielleicht nach Zusammenhängen, z.B. der EZB, für die auch Sarrazin tätig war, mit dem IWF und hält das für wichtiger als das Buch. Schliesslich ist das ihre Sache.”
    Danke für Deine logische Schlussfolgerung. Sie ist richtig, wie man ebenfalls nachlesen kann. Manch andere kommen eben durch ihre komplizierte Denkweise nicht auf die einfachsten Dinge…

     

    •  

      @ DeeEx:

      Wenn man nur zu zitieren braucht, was Du öffentlich gesagt hast, um gegen Dich zu “intrigieren” oder Dich zu “diffamieren” oder “schlechtzureden”, dann muss das wohl mit dem Inhalt Deiner Äußerungen zusammenhängen.

      Im Übrigen danke für die ausführlichen Zitate und die Erläuterungen. Nun kann sich Jeder selber ein Bild machen, ob ich da etwas falsch verstanden habe.

      •  

        Ach ja, und ich unterschätze Dich keineswegs. Wenn ich Dich und das, was Du sagst, für unwichtig hielte, wäre ich nicht darauf eingangen. (Unwichtige Leute, die mich zum Beispiel als kommunistischen Nazi diffamieren und mit Goebbels vergleichen, gibt es genug. Sie verdienen keine Antwort.) So wenig ich von Deinen Welterklärungsversuchen halte, so sehr bin ich mir Deiner Qualitäten bewusst, und kann es deshalb leider nicht ignorieren, wenn Du sie in den Dienst von Leuten stellst, die uns den Islam klein- und schönreden wollen und es deshalb darauf anlegen, Islamkritik als “zionistische” Machenschaft zu verteufeln.

  35.  

    Tja, ist so gut wie immer peinlich, wenn Künstler oder Möchtegernkünstler Politik machen wollen. Bei linken (Möchtegern-)Künstlern ist das freilich auch peinlich, nur stören sich unsere Medien nicht daran, weil sie größtenteils auch abgrundtief peinlich sind.
    Haben “Dee 3x” und ihre No Hoe Army eigentlich Abitur? Studiert die irgendwas? So dümmlich reden normalerweise Nichtakademiker daher, die glauben, man könne auch ohne Studium (was in sehr seltenen Fällen der Fall sein mag) qualifiziert über gesellschaftliche Themen (aber auch ein Studium kann in vielen Fällen bloß dazu führen, daß man unqualifiziert ideologische Aussagen macht, was man ja an unserer peinlichen Medienlandschaft sieht) daherreden.
     
    Im übrigen sollte jeder anständige Konservative größte Achtung vor der alten SPD haben (Sarrazin gehört noch zu der).

  36.  

    “Dee 3x” redet übrigens so daher, als ob sie sich für teutsche Gesangeinlagen bei NPD-Parteitagen bewirbt.

  37.  

    @ Ferdinand
    “Im übrigen sollte jeder anständige Konservative größte Achtung vor der alten SPD haben (Sarrazin gehört noch zu der).”

    Ach ja? Warum denn? Haben Sie denn studiert, daß Sie solch von Hochbildung getragenen Aussagen tätigen?

    Warum sollte ein Konservativer irgendetwas positives von der SPD oder sonst einer Partei denken.

    Im Übrigen kotzt mich Ihre Arroganz an.

  38.  

    “Im übrigen sollte jeder anständige Konservative größte Achtung vor der alten SPD haben (Sarrazin gehört noch zu der).”

    Sonst noch was?
    Achtung? Vor wem denn da?
    Wehner, Brandt, Schmidt?
    Verheugen, Müntefering, Schröder?
    Lafontaine, vor seiner Konvertierung?
    Gabriel, Nahles, Ulla Schmidt?
    Zypries, Steinmeier, Steinbrück?
    Wowereit oder gar Vural Öger?
    Vielleicht Heidemarie Wizorek-Zeul?
    Bodo Hombach, Jörg Taus?
    Wohl doch Bildungslücken, wie?

  39.  

    @ Meyer

    Im Übrigen kotzt mich Ihre Arroganz an.

    Manchmal ist Arroganz die einzig zulässige Umgangsform.

  40.  

    Im übrigen: Die alte Schule. :lol:

  41.  

    @ Manfred
    Es geht nicht darum, dass Du inzwischen von “unseren Freunden” abschreibst und mich “zitierst”, sondern um das Gesamtpaket und vorallem um das, was Du in den Kommentaren von Dir gibst. Den Artikel, aus dem der Teil meiner freien Rede stammt, habe ich auf meinem Blog selbst verlinkt.
    Ich schäme mich also nicht für das, was ich gesagt habe und auch nicht dafür, ‘wie’ ich es gesagt habe. Es war meine erste Rede vor großem und eigentlich auch – so wurde es mir bisher suggeriert – “feindlichem” Publikum.
    Ich wusste nicht, was mich erwartet und trotzdem bin ich hingegangen, weil ich es sinnvoller finde, aus möglichen Fehlern zu lernen, anstatt nichts zu tun und dumm zu bleiben. Zumindest habe ich getan, was getan werden muss und ich wurde nach diesem Schritt positiv überrascht, weil es tatsächlich möglich ist, eine Volksfront von Judäa unterschiedlichen Charakteren und Weltbildern zusammenzubringen, ohne dass man sich gegenseitig abschlachtet oder in die Luft sprengt!
    Die Menschen dort haben z. T. schon verstanden, dass WIR ALLE ein Volk sind, dass sich keine Feindbilder mehr aufschwatzen lassen muss, um gemeinsam nach Lösungen für unsere nationalen Probleme zu suchen. Wer nicht dazugehören will, kann gehen. …Das Prinzip der Freiwilligkeit bewirkt, anders als das der totalitären Machtausübung von unseren “EU”tokraten, wahre Wunder…
    Da Du den Artikel von J. E. schon verlinkt hast, hättest Du ruhig auch lesen sollen, was ich zum Thema Existenzrecht der europäischen Völker geschrieben habe. Ähm… Und dass ich jemandem “diene”, war ja wohl ein schlechter Witz. Außer meiner Familie und meinem Land (nicht zu verwechseln mit dem maroden System) unterwerfe ich mich und die von Dir als solches bezeichneten “Qualitäten” Nichts und Niemandem! Auch das – so dachte ich – sei Dir längst klar. Schade…
    Dein Verhalten wirkt geradezu wie ein persönlicher “wohlgeformter” Racheakt auf etwas, das nicht stattgefunden hat. Du machst Dich damit selbst zum Affen, obwohl Du ihn in mir sehen willst – ich bin nur der metaphysische Spiegel, in dem Du Dich wiedererkennst. ;) Wozu denn das Ganze? Wir hatten nicht einmal Streit?! Du schadest Dir selbst. Lass es doch einfach…
    @ Ferdinand
    Möchtest Du mir / uns Deinen faschistischen Geist offenbaren? Du bist wohl einmal zu oft vom Wickeltisch gefallen?! Wie oft gab´es in Deiner Kindheit keinen Nachtisch?
    Schau mal, Herzchen: Es ist nicht peinlich, was ich mit einem simplen Hauptschulabschluss(!) auf die Beine stelle, sondern was gewisse Klugscheißer trotz angeblich höherem Bildungsgrad nicht hinbekommen.
    Zur Info: Ich habe keine Politik machen “wollen” – ich bin gebeten worden, meine unverkrampfte Menschlichkeit, die ich bisher in meinen unpolitischen Kampf gesteckt habe, in die Politik einfließen zu lassen. Zur Vorgeschichte: Es hieß im Sommer, es würde eine freiheitlich-konservative Partei entstehen, die das, was ich gemacht habe, politisch umsetzen will. Stimmte aber nicht, sonst wäre ich dort geblieben…
    Kirsten Heisig wäre die eigentliche Frontfrau gewesen, aber da sie ja nicht mehr durfte “wollte”, hat man mich um Unterstützung gebeten. Sie hatte übrigens auch keine Probleme mit “Moslems”, sondern mit der “Kriminalität” und der Unlogik von Politik und Justiz! Auch um ihr die letzte Ehre zu erweisen; weil ich von ihrer Arbeit begeistert war; hätte ich den politischen Kampf für die Jugend aufgenommen.
    Immerhin trägt die Parteijugend jetzt den Namen ‘Generation Zukunft’. Er war meine Idee, bis ich nachgegoogelt und festgestellt habe, dass es bereits eine Jugendorganisation in NRW gibt, die sich so nennt. Tja – so ist das. Das Leben überrascht einen immer wieder… :P
    Ja – Ich bin tatsächlich “nur” eine Hauptschulabsolventin, die sich autodidaktisch bilden und nicht von einem kaputten (Schul-)System “verziehen/verblöden” lassen wollte. Na und? Ich habe daraus nie einen Hehl gemacht – bin ich jetzt ein schlechterer Mensch? Wohl kaum.
    Meine Lebenserfahrung (der praktische Kampf – nicht der theoretische) ist in der heutigen Zeit mehr wert, als ein vergängliches Blatt Papier, auf dem man bescheinigt bekommt, wie “allwissend” man doch sei. Selbstvertrauen zu haben, die Fähigkeit, auch mit Andersdenkenden zu sprechen und Zivilcourage zu zeigen kann man nicht studieren oder als späterer “Besserverdiener” kaufen. Also bitte; maße Dir nicht an, über mich zu urteilen, ohne mir jemals begegnet zu sein.
    Im übrigen führe ich meinen Kampf auch für Denunzianten wie Dich. Du solltest schon zweimal überlegen, ob es wirklich so “klug” ist, etwas destruktiv zu kritisieren, was Du selbst nicht besser hinbekämst. Ich habe nie behauptet, die beste Rapperin oder Politikerin zu sein. Im Gegenteil: Ich bewahre mir lediglich mein unperfektes aber dafür freies Leben. Mehr bedarf es nicht im Kampf um die Freiheit der Vaterländer!

    So – ich habe fertig und wünsche allen, die nicht streitsüchtig sind, eine stressfreie Restwoche.

    Manfred, Du hast meine Kontaktadresse und wenn mich nicht alles täuscht, auch meine Nummer. Falls Du Dich nicht öffentlich für Dein “Versehen” entschuldigen willst, kannst Du Dich auch gern privat melden. Es ist schwachsinnig, sich vor Menschen zu duellieren, die noch weniger als ich verstehen, was Du eigentlich damit bezwecken willst. Vielleicht erklärst Du es mir bei Gelegenheit.
    Ich muss jetzt schlafen. Hab´ noch ne harte Woche vor mir… Gute Nacht

  42.  

    Also alles, was ich bislang von Dee Ex mitbekommen habe, ist, dass sie mit irgendwem im Klinch ist und nach ellenlangen herablassenden z.T. beleidigenden Kommentaren, nach irgendwelchen Entschuldigungen verlangt.
     
    Ehrlich gesagt erscheint sie mir persönlich, wie eine typische arrogante, weltverbessernde 14 jährige, die zu jedem Stuss ihre alleinseligmachende Wahrheit verkünden muß.
     
    Alles in allem kein Mensch, den ich gerne kennenlernen würde oder mir wirklich in der Politik vorstellen möchte. Nicht, dass das Gesocks, das derzeit in den Dienstwagen sitzt, mir einen Deut sympathisch wäre.
     
    Nun ja, dies ist nur ein sehr persönlicher Eindruck aus dem bislang von ihr gelesenen.

  43.  

    Genau, “Sunny”. Damit wir uns nicht missverstehen:
    Nur ich muss mich durch unwahre Behauptungen zu meiner Person an den Pranger stellen und von anonymen Ferdinands beleidigen lassen und sobald ich etwas dementiere, ist es logischerweise das Verhalten einer “typisch arroganten, weltverbessernden 14 jährigen, die zu jedem Stuss ihre alleinseligmachende Wahrheit verkünden muß.”
    Was anderes gibt es natürlich nicht zu lesen, denn ich bin immer mit irgendwem im Klinch, der mich besser kennt als ich mich selbst und verlange völlig zu Unrecht nach einer Entschuldigung für die Verleumdungen, die selbstverständlich – so lange sie nicht von mir sind – auch der Wahrheit entsprechen.
    Ist klar; wird zur Kenntnis genommen und ich werde mich hüten, nochmal meinen “ungebildeten” Senf zu irgendetwas abzugeben, nur um einen besseren Eindruck auf Dich zu machen. Meine Güte… Wie konnte ich nur annehmen, es würde jemanden interessieren, was die “Angeklagte” zu sagen hat?!
    Es tut mir leid, dass ich keinen Streit wollte und versucht habe, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Kommt nicht nochmal vor. Nicht, dass Du gezwungen wirst, auch eine andere als die von Dir gewünschte Meinung über mich akzeptieren zu müssen.

  44.  

    Ich glaube es wäre konstruktiver und produktiver DeeEx zu erklären warum man einiges aus dem Text als falsch empfindet und wie es falsch ist.
    Anstatt vorzuführen oder zu schimpfen.
    @DeeEx
    Grundsätzlich würde ich empfehlen Bücher nicht abzulehnen weil sie von “den falschen” sind. Das ist unprofessionell in dem Sinne, das man auch die Argumente und Sichtweisen der anderen kennen sollte. Manche empfehlen auch nach jedem “modernen” Buch auch ein mal ein “altes” Buch zu lesen nur um zu sehen wie vor 50 oder 100 Jahren über das Thema geschrieben worden ist.
    Das nächste wäre auch etwas mit den Banken. Banken sind grundsätzlich genauso böse und gut wie wir. Sie sind notwendig und gleichzeitig eine Gefahr. Ich glaube das ist in allen Dingen so. So eine pauschale ablehnung würde ich nicht wagen. Ich denke es wäre gut wenn Du genauer lernst wie das mit den Währungen funktioniert. Einfach nur damit man besser hantieren kann mit dem ganzen.
    Was mir noch auffällt ist das Problem mit den Juden, ich persönlich bin noch mit anderen Dingen aufgewachsen, das waren die Kommunisten, Stalinisten und andere. Es gibt immer Feindbilder, aber man sollte sich nicht von ihnen blenden lassen. Es sind auch nur Menschen die mit Wasser Kochen und auf der Toilette Gestank produzieren.
     
    Ich kenne Dein Problem mit den Hauptschulen / Schulen. Ich habe mühe mit der Grammatik weil unsere Lehrer sich erstens mit Türken rumstritten und zweitens Auswendiglernerei als Schule ansahen. Erklärungen und mehr gab es nicht. Empathie und Zeit dafür war auch nicht da. Ich musste mir alles selbst beibringen, das frustrierendste ist das man nicht weiss WAS denn wichtig ist. Dafür gibt es eigentlich Schulen.. Und dann steht man da, in den Ruinen unserer Kultur auf der einen Seite hochgebildete Menschen die merken das alles zu bruch geht und auf der anderen Seite Pöbel der um sich gröhlt und gar nichts weiss. Und man steht irgendwo dazwischen und fragt sich was denn nun gemacht werden kann..
     
    Wir haben eine Generationslücke – die heutigen Jugendlichen bekommen von der Hochkultur Deutschlands/Europas fast nichts mehr mit.
    Templarii

  45.  

    Ferdinand, Sie sind bestenfalls ein Attidüdenkonservativer. Mit alter Schule, sei es in Rechtschreibung oder Umgangsform, kokketiert ein Mensch wirklicher alter Schule ganz gewiß nicht.

    Und Arroganz ist die Umgangsform von Menschen, die mehr scheinen wollen, als sie tatsächlich sind. Was daran nun konservativ oder alte Schule sein soll, die alleine Sie sich selbst zuschreiben, dürfte wohl Ihr Geheimnis bleiben.

    Von einem Attidüdenkonservativen ging gewiß noch niemals ein Entwicklungsimpuls aus. Ihnen scheint es um Ihre Außendarstellung zu gehen. Weiterhin viel Spaß dabei!

  46.  

    Also, jüdische Weltverschwörung muß es ja geben, sonst würde sie nicht so hartnäckig geleugnet. Logisch. Oder? Es gibt ja auch die Area 51.
    Jemand der sagt, ich kenn das Buch vom Sarrazin nicht, es ist aber Mist, ist nicht bloß albern, sondern Seite an Seite mit der Bundeskanzlerin. Die hat das ja bekanntlich auch verurteilt, da war es noch nicht mal im Handel.
    Was ich gut an Mia finde, daß wir Deutschen uns zuerst um Deutschland kümmern sollten. Was Israel betrifft, da hängt sie der Naivität an, wenn die geraubten palästinensischen Jagdgründe nur zurückgegeben werden, dann wird der arabische Krieger den Klappstuhl begraben, friedlich die Herden der Olivenbäume weiden und in Harmonie mit der Natur leben. Ich frage mich, wie sie darauf kommt.

  47.  

    Miss Mia vergeudet offensichtlich zuviel Zeit mit sinnlosem Netzgequatsche und größenwahnsinnigem Rumlabern über Dinge, die sie nicht begreift, statt sich um ihre Talente zu kümmern. Aber vielleicht sind die ja schon erschöpft, und es herrscht hier ein akuter Kompensationsbedarf…

  48.  

    Zitat: Karl Eduard

    “Was Israel betrifft, da hängt sie der Naivität an, wenn die geraubten palästinensischen Jagdgründe nur zurückgegeben werden, dann wird der arabische Krieger den Klappstuhl begraben, friedlich die Herden der Olivenbäume weiden und in Harmonie mit der Natur leben. Ich frage mich, wie sie darauf kommt.”

    Sie hat das in der Schule so gelernt!

  49.  

    Wieso zerlegt sich die denkende und politische Rechte in Deutschland eigentlich mit schöner Regelmäßigkeit immer über ein Thema, welches uns eigentlich gar nichts angeht und ganz bestimmt nicht von uns gelöst werden kann?
    Wenn die “Rechte“ in Deutschland endlich damit aufhört sich über Israel/Palästina zu definieren, ist der erste Schritt in die richtige Richtung getan.
     
    Wenn man mal diesen ganze “Veschwörungs“ Kiste, außen vor läßt, ist Dee Ex wichtig für die politische Neuorientierung vieler, gerader junger , Menschen. Ich möchte sogar meinen gerade durch ihrer sture und bockiger Art kommt sie bei der Jugend besser an, als dies solch ein “intelligenter“ Blog, wie eben Dieser könnte. Verstehen sie mich nicht falsch, dies heißt nicht das ich jeden Artikel von Dee Ex gut heiße, aber die Grundstimmung macht es, welche eben den Glauben an eine Renaissance des eigenen Volkes voraus setzt.
     
    Jedem dem hier die Gefahr des Islam bewußt ist( der meiner Meinung nur dieses Gefahrenpotenzial hat weil er in europäischen Gefilden demographisch explodiert, und nicht weil irgend ein Mullah oder Iman zum tausendsten heiligen Krieg ausruft), dem sollte auch bewußt sein daß, wir ohne einen positiven Bezug zum eigenen Volk und unserer Kultur,  nicht den Hauch einer Chance haben zu bestehen!
     
    Vielleicht ist es auch ein bißchen von “Inter Arma Enim Silent Leges”…. ja rümpfen sie die Nase, noch können sie es, aber in 10 Jahren werden wir es sowieso müssen, wenn das politische Trauerspiel in Europa so weiter geht!

    •  

      @ Orkan: Kein Dissens, und ich habe mir schließlich etwas dabei gedacht, dass ich DeeEx so lange unterstützt habe. Sie hat nicht nur Talent, sie hat auch Charisma: Sie hat diese seltene und geradezu magische Gabe, dass ihr wie von selbst die Herzen zufliegen. Sie hat absolut das Zeug dazu, so etwas wie eine kulturelle Integrationsfigur deutscher Patrioten zu werden. Aber sie ist dabei, die darin liegende Chance zu verspielen.

      Ich habe längst mitbekommen, dass die Nahostkiste ein Spalterthema für die deutsche Rechte ist, und dass ich mir meine Bündnispartner nicht nach dem Kriterium aussuchen kann, ob sie für Israel sind. Ich muss sie mir aber nach dem Kriterium aussuchen, ob sie gegen die Islamisierung Europas sind, und Blätter wie “compact” oder “Zuerst!” (über beide werde ich noch einiges schreiben), die das nicht sind bzw. die vom Islam ausgehenden Gefahren systematisch herunterspielen und Andersdenkende als Agenten fremder Mächte verleumden (compact: “Geert Wilders – Israels Mann in Europa”), sind Spalter und keine Verbündeten. (Damit keine Missverständnisse aufkommen: Massenimmigration ist in jedem Fall hochgradig problematisch und destabilisiert auf die Dauer Völker, auch wenn die Einwanderer keine Muslime sind. Die muslimische Einwanderergruppe ist aber die einzige, die schon aufgrund ihrer Mentalität, und ohne dass es dazu eines zentralen Kommandos bedürfte, ein Programm zur kulturellen Überfremdung der Völker praktiziert, in deren Länder sie einwandert. Sie ist nicht einfach Teil einer abstrakten Überfremdung, sondern Speerspitze der Dekomposition.)

      •  

        @ DeeEx:

        Als ich zuletzt in Deinem Blog war, stand dort nur die geschriebene Urfassung der Rede, von der Du selbst sagtest, dass sie mit der tatsächlich gehaltenen Rede nicht übereinstimmt. Eine Niederschrift der entsprechenden Passage fand ich nur in dem linken Hexenjägerblog, also musste ich von dort zitieren.

        Die Menschen dort haben z. T. schon verstanden, dass WIR ALLE ein Volk sind, dass sich keine Feindbilder mehr aufschwatzen lassen muss, um gemeinsam nach Lösungen für unsere nationalen Probleme zu suchen.

        Richtig. Und warum verhältst Du Dich nicht einfach danach? Wenn Du der Meinung bist, man solle keine Feindbilder haben, warum malst Du in jedem zweiten Artikel ein Bild vom zionistischen Feind? Wenn Du zu Recht der Meinung bist, es müsse um unsere nationalen Probleme gehen, was sollen dann Überschriften wie „Zum 33. internationalen Welttag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk (seit 1977 – UNO)“ (Sind das jetzt auch schon Deutsche?) samt dazu passendem Artikel, in dem Du die Argumente von Sympathisanten Israels schreibst, dies seien

        Ausreden der Zionisten und ihrer verblendeten oder gekauften Sympathisanten, es wäre alles „muslimische Propaganda“ oder die orthodoxen Juden, die weltweit gegen den Zionismus protestieren, seien eine „sich selbst hassende Sekte“

        Ganz egal, ob Du mich als Einzelperson oder als Element der Menge der Sympathisanten Israels (in Deinen Worten: „der Zionisten“) gemeint hast: Da ich das nun einmal bin und auch genau diese beiden Argumente Dir gegenüber verwendet habe, gehöre ich ganz objektiv zu dem von Dir verunglimpften Personenkreis – was immer Du selber Dir dabei gedacht haben magst; in Deinen Kopf kann ich nicht schauen, aber ich kann lesen, was Du schreibst. (Und Du hast daraufhin ja auch nur geantwortet, dass jemand anderes gemeint gewesen sein könnte, und eben nicht, dass jemand anderes gemeint war – ein klassisches Pseudodementi!). Wenn hier jemand Anlass hat, sich zu entschuldigen, dann bist Du das. (Höchstens für die zugegebenermaßen unhöfliche Formulierung vom „oberflächlichen Gequatsche“, gut, für die bitte ich um Entschuldigung.)

        Aber ganz abgesehen von der perfiden Unterstellung: Allein die Überheblichkeit, die aus solchen Formulierungen spricht, und die den Andersdenkenden nur als gekauft oder verblendet gelten lässt, die steht Dir einfach nicht zu! (Und es war nicht das erstemal, dass Du Dich in dieser Weise im Ton vergriffen hast, wenn es auch vorher weniger drastisch formuliert war. )

        Weißt Du, ich neige nicht dazu, meinen akademischen Grad vor mir herzutragen (weil ich besser als irgendjemand sonst weiß, dass der einen nicht vor Irrtümern bewahrt), und ich würde niemals jemanden vorführen, nur weil er weniger Bildung genossen hat als ich. Aber wenn eine ehemalige Hauptschülerin, die sich – ihren eigenen Worten zufolge – wesentliche Teile ihres politischen Weltbildes innerhalb weniger Monate im Weltnetz zusammengelesen hat, Andersdenkende als Idioten hinstellen zu dürfen glaubt, deren Argumente man nicht zur Kenntnis zu nehmen braucht – so, wie Du es jetzt wieder mit Sarrazin gemacht hast –, und zwar Leute, die sich zum Teil seit Jahrzehnten sehr gründlich und systematisch mit den Themen auseinandersetzen, über die sie schreiben, tut mir leid, Mia, dann schreit das nach einer Klatsche!

        Bildungsmängel sind kein Makel. Aber sie auch noch mit Stolz vor sich herzutragen, das ist keine Naivität mehr, sondern gewollte Ignoranz.

        Ich hätte es trotzdem ignoriert, wenn ich den politischen Kontext nicht sehen würde: Mein Eindruck ist, dass Du ziemlich unkritisch den Standpunkt der Dir wohlbekannten Journalisten Manuel Ochsenreiter („Zuerst!“) und Jürgen Elsässer übernommen hast, die uns den Islam gar nicht schön genug zeichnen können, und dies nicht etwa, weil sie viel davon verstehen würden, sondern weil sie israelische mit amerikanischen Interessen verwechseln und deshalb glauben, man müsse automatisch für Amerika und den Globalismus der transatlantischen Eliten sein, wenn man zugibt, dass Israel – egal, was es tut – keine Chance hat, von seinen muslimischen Nachbarvölkern akzeptiert zu werden und sich deshalb in einer hochgradig prekären strategischen Lage befindet.

        Anders gesagt: Sie verharmlosen den Islam, um nicht in die peinliche Verlegenheit zu geraten, Verständnis für Israel haben zu müssen. Elsässer hat das in „compact“ in dankenswerter Offenheit geschrieben: Der Islamkritiker, führt er dort explizit gegen Sarrazin an, müsse

        auf einer glitschigen Rutschbahn Platz nehmen, die ihn in die weltweite Front gegen den Islam führt … . Nicht die Verteidigung Deutschlands, sondern die Verteidigung US-amerikanischer Ölinteressen in Nah- und Mittelost ist der Fluchtpunkt dieser Politik, und ihr Lackmustest wird die deutsche Unterstützung für israelische Bomben auf Teheran sein.

        Abgesehen davon, dass es absurd ist, sich einzubilden, Berlin habe auch nur den geringsten Einfluss darauf, ob „israelische Bomben auf Teheran“ fallen, dokumentiert er, dass er nicht nur vom Islam, sondern auch von der islamkritischen Szene nichts versteht.

        Es gibt nämlich nicht nur die liberale Islamkritik, die in der Tat vom Paradigma des „Kampfes der Kulturen“ ausgeht und sich die Verwestlichung der islamischen Welt wünscht, es gibt längst auch eine konservative Islamkritik, die dergleichen für Hirngespinste hält und die eigene Kultur, das eigene Volk, die eigene Religion gegen den Islam und seine Machtansprüche verteidigt, ohne deshalb den Islam in dessen eigenen Stammländern bekämpfen zu wollen und die imperialistischen Ambitionen der USA zu unterstützen. Die Analyse ist also einfach falsch, aber sie hat verheerende Konsequenzen, wenn sie dazu führt, dem eigenen Volk Sand über die ihm unmittelbar drohenden Gefahren in die Augen zu streuen.

  50.  

    @ Orkan

    Wollte gerade ansetzen, etwas mit dergleichen Zielsetzung zu schreiben.

    Wäre mir nicht so gut gelungen!

  51.  

    DeeEx IST eine mutige junge Frau. Wünschenswert wäre wenn es davon sehr viel mehr geben würde. Wenn sie Fehler machen würde, muss sie diese hier nicht verantworten, sie muss sie überhaupt nicht öffentlich verantworten, ausser vor sich selbst.
    Mir scheinen hier gerade die weiblichen Kommentatoren ihr gegenüber eine kleinkarierte, spiessige Bissigkeit an den Tag zu legen, die unangebracht ist.
    DeeEx wird wachsen an ihren Aufgaben, sie hat Charakter und steht zu dem, was sie sagt. Ehrlich gesagt, ich finde sie richtig gut, auch wenn sie nicht perfekt ist.

  52.  

    … ja, gerade weil sie nicht perfekt ist und auch nicht vorgibt, es zu sein.
    Schleimer gibt es ohnehin mehr als genug. Überall!

  53.  

    @Submarine
    Wer sich in die öffentliche Debatte einmischt, hat auch mit Fragen und Kritik zu rechnen. Mein Eindruck ist, wie gesagt, dass die Herren, die DeeEX dazu ermuntern, sie einerseits vielleicht sehr schätzen, es ihnen aber doch gleichgültig ist, wie sie mit den Anforderungen zurechtkommt. (Auf gleicher Augenhöhe nehmen sie sie sowieso nicht wahr.)
    Angesichts ihrer qualifikatorischen Defizite (pardon!) fehlt eine wohlmeinende Autoritätsperson (pardon!), die vielleicht in der Lage wäre einiges Grade zu rücken.
    Davon abgesehen wünsche ich den Initiatoren von compact, dass ihr Revolverblättchen mit Pauken und Trompeten untergeht.
    Bissig und spießig? Ja, gerne!
     
     

  54.  

    Die Aussage, dem neuen “compact”-Magazin den Untergang zu wünschen, ist in nichts besser – IN NICHTS – als “Dee Ex” Weigerung, Sarrazins Buch zu lesen. Genau genommen ist es noch perfider und primitiver.

    Oder haben Sie es schon gelesen?

  55.  

    @ Monalisa

    Die “intellektuellen” “Eliten” halten sich zu diesem Zwecke ja auch dreimal chemisch gereinigte Pressesprecher, Stilberater, Maskenbildner, Friseure und ähnliches Gelichte. :mrgreen:
    Die “Freiheit” ist in dieser Hinsicht noch etwas rustikal aus Mangel an Mitteln.
    Man investiert da eher in Wallfahrten.

  56.  

    @Meyer
    Besteht denn ein wesentlicher Unterschied zur “Islamischen Zeitung”?
    Die Schreibe der meisten Autoren ist mir jedenfalls seit Jahren bekannt und ich werde garantiert kein bares Geld in die Druckausgabe investieren – deren sämtliche Aufmacher zudem völlig ausgelutscht sind und in der Blogsphäre lang und breit thematisiert wurden.
    Für den verbindenden Kit des Projekts, dass US-Imperialismus und zionistische Einflüsterungen o.ä. Deutschlands drängendste Probleme darstellen, fehlt mir ohnenhin jede Geduld. So viel Dummheit muss bestraft werden.
    @Submarine
    Es geht mir um ganz normale Standards.
     
     
     

  57.  

    @ Monalisa

    “Besteht denn ein wesentlicher Unterschied zur “Islamischen Zeitung”?”
    Ich kenne beide Zeitungen (noch) nicht. Ein Urteil fällt daher aus.

    “Die Schreibe der meisten Autoren ist mir jedenfalls seit Jahren bekannt und ich werde garantiert kein bares Geld in die Druckausgabe investieren – deren sämtliche Aufmacher zudem völlig ausgelutscht sind und in der Blogsphäre lang und breit thematisiert wurden.”
    Das ist ja alleine Ihre Sache. Diese Zeitung nicht kaufen zu wollen, unterscheidet sich noch im Wunsch ihres Untergangs! Sie schließen also offenkundig von vorneherein aus, daß dort auch nur ein Fünkchen Wahrheit enthalten sein könnte, daß dieser andere Blickwinkel niemals eine Ergänzung der eigenen Sichtweise zu Folge haben könnte? Naja.

    “Für den verbindenden Kit des Projekts, dass US-Imperialismus und zionistische Einflüsterungen o.ä. Deutschlands drängendste Probleme darstellen, fehlt mir ohnenhin jede Geduld. So viel Dummheit muss bestraft werden.”
    Ob diese Behauptung dumm ist, wie Sie argumentfrei unterstellen, hängt schlicht davon ab, ob sie wahr ist. Darüber lohnt zu diskutieren. Gewiß ist das nicht in zwei Zeilen abzuhandeln, aber anzureißen.
    Daß Amerikanischer Druck wesentlich für die Öffnung der Schleusen für Migration verantwortlich ist, hat sich mittlerweile herausgestellt, in hervorragenden Arbeiten zu den Gastarbeitern. Das gilt im Wesentlichen für die Türkei. Auch der Druck, diese Probleme noch durch einen EU-Beitritt der Türkei zu forcieren, spricht dieselbe Sprache.

    Bis Erdogans Wahl, war Israel einer der besten und wichtigsten Verbündeten der Türkei.
    Ja, der Zentralrat ist nicht Israel. Schon klar. Aber in ihm dürften sich die (verschiedenen) Interessen, die auch in Israel eine bestimmende Rolle spielen, widerspiegeln, wenn auch sicher nicht eins zu eins.
    Eine pro-Einwanderungshaltung, eine pro-Einbürgerungshaltung, eine Haltung, gerichtet gegen eine innere und äußere deutsche Souveränität, ist dort leicht auszumachen. Das sind die immerwährenden primitiven Reflexe. Mit “Moral” hat das wenig zu tun. Mit “Keule” schon eher. das sind die Mechanismen des Niederhaltens. Primitiv, bisweilen brutal. Von denselben Personen, werden dieselben inhaltlichen Forderungen bis auf das Blut bekämpft, wenn Sie (inhaltlich natürlich genauso unberechtigt) gegenüber Israel gestellt werden. Welche Schlüsse lassen sich aus dem Gesagten ziehen?
    Daß Sie mit Ihrer Pauschalität auf jeden Fall unrecht haben. Ja, es gibt Kräfte in Israel, die feindlich gegen Deutschland eingestellt sind, gedämpft um das Wissen der deutschen Unterstützungen Israels. Ein erkauftes stillhalten, solange unterstützt wird. Ja, diese Kräfte gibt es sogar noch im Zentralrat. Es gibt diese Kräfte ebenfalls in den USA. Und diese Kräfte haben auch eine Wirkung in Deutschland entfaltet. Wie groß ihr Anteil an der Entwicklung ist, ist mir gleichgültig. Es ist eine feindliche Haltung. Alleinursächlichkeit ist irrelevant.

    Ich sehe keine Notwendigkeit einer Feindschaft zu ALLEN Amerikanern und ALLEN Israelis, wie dies vielleicht von Zuerst oder compact wohl forciert wird. Aber ich sehe auch keinen Anlaß zu einer hündischen “Freundschaft”. Und gegenüber den Antideutschen, egal wo und wer, erkläre ich eine klare Feindschaft. Diese führt mich allerdings nicht zum Islam. Und nur hier liegt der wirkliche Fehler. Wieso sollte ich den Belzebub mit dem Teufel austreiben wollen? Der Islam ist eine strukturelle Gefahr von außen (nur historisch, heute belanglos) und mittlerweile durch Immigration und Demographie vom Innern. Ich halte den Islam nur wegen seiner traditionalistischen Primitivität für stark. Aber ist es denn etwas anderes, wenn Feinde sich des Islams als Waffe gegeneinander einsetzen? Was anderes macht denn (bis heute) der Zentralrat? Wieso ist es “Böse”, wenn dies von rechter aus geschieht und nicht böse, wenn von anderen ausgeht?

    Also:Am Anfang UNSERER Probleme stand die Immigration. Wer diese aktiv befördert hat, der ist auch für die Gefährdung meines Landes und “meiner Leute” durch den Islam mitverantwortlich.

    Würde die Bundesrepublik ihre Einwanderungs- und Einbürgerungspolitik beenden, gar in Teilen rückabwickeln, würden wir uns in der NATO zu Non-Art.-5-Missionen und in der EU finanziell stärker zurückhalten, dann könnten Sie deutlicher sehen, wer hinter dem Busch hervorkommt. Sichtbar ist es aber auch schon heute. Man muß schon die Augen zukneifen und die Ohren vollstopfen, um das völlig ignorieren zu können.
    ODER: Man teilt diese Bestrebungen. Soll es ja auch geben.

  58.  

    Elsässer ist eben trotz allem Getue immer noch nicht fähig, wirklich zu Ende zu denken, was ein Nationalstaat ist, und welche Grundlagen ihn zusammenhalten. Darum bekommt er weder den globalen noch den nationalen Aspekt der Islamfront wirklich in Griff.
    Mein Herz wird immer kälter für Israel, und erst recht für seine amerikanischen Lobbyisten, die schon längst weite Teile der US-Außenpolitik gekapert haben und steuern. Da hat Elsässer recht: kein amerikanischer Imperialismus ohne amerikanischen Zionismus. Israel ist seit seiner Gründung in einer prekären Lage, aber es hat sich ja auch bewußt zwischen die Wüstenskorpione gepflanzt und nicht viel Federlesens gemacht. Um diese wackelige Stellung zu halten, sind die Zionisten bereit, die ganze Welt in den Untergang hineinzuziehen. Wenn einmal eines Tages alles über Israel zusammenkracht, dann hat es sich das selbst verdient, und ich werde ihm keine Träne nachweinen. Ich werde aber auch nicht weinen, wenn man Teheran bombardiert, aber ebensowenig wird man von mir dann erwarten können, daß ich dann die Fahnen der Bombardierer schwenke, und deren Lügen glaube.
    Israel und seine Unterstützer können sich ihre Freunde aussuchen. Niemand oder nur sehr wenige auf dieser Seite zeigen ein Interesse an Europa und dem Selbsterhalt seiner Nationen. Ja, sie scheinen sogar der Islamisierung und Multikulturalisierung Europas weitgehend gleichgültig gegenüberzustehen, wenn sie sie nicht sogar absurderweise fördern. Die rechtspopulistischen Deppen, die eben nach Jerusalem gekrochen sind, interessieren die Zionisten doch nur, solange sie irgendwie für Israel nützlich sein können, was ohnehin kaum der Fall sein wird, da sie nur wenig Macht haben. Wenn es morgen wieder in Österreich eine schwarzblaue Regierung wie 2000 gibt, wird sich dasselbe Spiel wie damals wiederholen und Israel zum internationalen Boykott aufrufen. Nein, Israel und die Zionisten scheren sich offensichtlich einen feuchten Dreck um Europa oder um Deutschland, warum sollten wir uns um deren Los mehr den Kopf zerbrechen, als es realpolitische Bündnisse erfordern?
    Was letztere betrifft: Vor den Palästinensern oder sonstjemandem. der vielleicht ungerecht behandelt wurde, kommen wir selbst und unser Überleben, und wenn eine Politik Israel nützt oder meinetwegen den US-Interessen im Nahen Osten, so interessiert mich das nur insofern, als es auch Europa nutzt, und ihm dabei hilft, sich gegen den Islam zu verteidigen.
     
     
     

  59.  

    @ Meyer

    Zustimmung.

    Hintergründe gibt es hier:
    http://fjordman.wordpress.com/

  60.  

    @Meyer
    Compact ist schon von Beginn an abgestanden. Hie und da werden sich sicher ein paar verwertbare Fünkchen finden lassen, aber das trifft sogar auf den Spiegel oder die Süddeutsche zu und dafür gebe ich auch kein Geld mehr aus.
    (Wegen des Gruselfaktors vielleicht, sollte Elsässer erst einmal Pierre Vogel interviewen und die beiden gemeinsam auf Angela Merkel oder andere “Agenten des Zionismus” fluchen.)

    Ich kenne beide Zeitungen (noch) nicht. Ein Urteil fällt daher aus..

    Dann könnte etwas mehr Neugier, was diese Allianzen angeht, auch nicht schaden. Bei der Premierenveranstaltung hat einer der moslemischen Gäste (Andreas/Abu Bakr Rieger?) Goethe prompt zum Moslem erklärt und den Islam zur Grundlage des Abendlandes. Okkupation und Geschichtsfälschung wie sie in der Ummah die Regel sind. Wie kann man sich als Konservativer mit solchem Gesocks einlassen? (Offensichtlich waren keine Konservativen anwesend)
    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2010/12/07/compact-magazin-premiere-es-weihnachtet-sehr/#comment-16833
    http://fact-fiction.net/?p=5387#comment-240517
    Oder hier, Elsässers neuester Streich, seine brilliante Anlayse des Attentates in Schweden.
    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2010/12/14/zur-stockholm-bombe/#more-2817
    Verdient fast schon einen eigenen Eintrag in Lawrence Austers Katalog der Non-Islam Theories of Islamic Extremism.
    http://www.amnation.com/vfr/archives/009044.html
    Sehr lehrreich und angesichts des Ausmaßes an intellektuellem Versagen fast schon wieder witzig.

    Daß Amerikanischer Druck wesentlich für die Öffnung der Schleusen für Migration verantwortlich ist, hat sich mittlerweile herausgestellt, in hervorragenden Arbeiten zu den Gastarbeitern. Das gilt im Wesentlichen für die Türkei. Auch der Druck, diese Probleme noch durch einen EU-Beitritt der Türkei zu forcieren, spricht dieselbe Sprache.

    Druck, ja, Zwang, nein. Dass die USA nicht einfach nur der freundliche Hegemon sind, ist klar. So zu tun, als ob Deutschland in allen wichtigen Punkten immer nur Objekt und nicht Subjekt der Geschichte gewesen wäre, ist aber falsch. Dieser Ansatz führt entsprechend regelmäßig in die Sackgasse und in die praktische Unfähigkeit, Fehler zu analysieren und Lösungen zu entwickeln. Opferstatus lähmt!

    Und gegenüber den Antideutschen, egal wo und wer, erkläre ich eine klare Feindschaft. Diese führt mich allerdings nicht zum Islam. Und nur hier liegt der wirkliche Fehler. Wieso sollte ich den Belzebub mit dem Teufel austreiben wollen? Der Islam ist eine strukturelle Gefahr von außen (nur historisch, heute belanglos) und mittlerweile durch Immigration und Demographie vom Innern. Ich halte den Islam nur wegen seiner traditionalistischen Primitivität für stark.

    Da sind wir einig.

    Aber ist es denn etwas anderes, wenn Feinde sich des Islams als Waffe gegeneinander einsetzen?

    Die sägen alle schon längst an dem Ast, auf dem sie sitzen. Die Moslems sind kein Spielball und sie haben ihre eigenen Interessen. Wie extrem destruktiv sich Liberalismus und Multikulturalismus auf die Anglosphäre selbst auswirken, ist mittlerweile doch auch überdeutlich, nicht?
    Der Zentralrat und die “Patrioten” um Elsässer können sich da übrigens die Hand geben, was Realitätsverleugnung und Dämlichkeit angeht.

    Also:Am Anfang UNSERER Probleme stand die Immigration. Wer diese aktiv befördert hat, der ist auch für die Gefährdung meines Landes und “meiner Leute” durch den Islam mitverantwortlich.

    Die Massenmigration ist zumindest eins der großen Probleme. Kulturmarxismus und Feminismus sind m.e. noch zerstörerischer. Die Verantwortlichen wirklich dingfest zu machen, ist dabei gar nicht so einfach. (Nicht, dass die Ostdeutschen noch auf die Idee kommen, einen Bürgerkrieg gegen die Westdeutschen vom Zaun zu brechen. Und ja, ich habe auch einmal grün gewählt.)

    Würde die Bundesrepublik ihre Einwanderungs- und Einbürgerungspolitik beenden, gar in Teilen rückabwickeln, würden wir uns in der NATO zu Non-Art.-5-Missionen und in der EU finanziell stärker zurückhalten, dann könnten Sie deutlicher sehen, wer hinter dem Busch hervorkommt.

    Ja, die Reaktionen könnten ziemlich aggressiv ausfallen. Aber handlungsunfähig sind wir nicht.
     

    •  

      @ ML:

      kein amerikanischer Imperialismus ohne amerikanischen Zionismus.

      Mit Verlaub, ML, das ist Unfug. Die USA waren eine imperialistische Weltmacht, bevor es Israel gab, und sie werden es, sollte Israel untergehen, weiterhin sein. Das Projekt der Umgestaltung des Planeten in eine strukturlose “One World” geht weit über alles hinaus, was mit israelischen Interessen zu tun hat. Die Israelis unterstützen Amerikas Imperialismus in der Region in der – illusionären – Hoffnung, durch eine durchgreifende Umgestaltung würden sie ein befriedetes Umfeld (als westliches Land zwischen verwestlichten Ländern) bekommen. Das bedeutet aber weder, dass sie für diese Politik verantwortlich sind, noch bedeutet es, dass Amerika sie im israelischen Interesse betreiben würde. Der Globalismus ist ein Projekt sui generis.

  61.  

    Die USA waren eine imperialistische Weltmacht, bevor es Israel gab, und sie werden es, sollte Israel untergehen, weiterhin sein.

    Ich beschreibe nur einen momentanen Zustand. Zur Zeit ist das eine vom anderen kaum zu trennen. Überspitzt: die Zionisten haben das Imperium gekapert. Der jüdische Einfluß in den US-Medien und der Politik ist immens, stärker als je zuvor wahrscheinlich. Sämtliche US-Kriege und Interventionen in der arabischen Welt während mindestens der letzten 10 Jahre wären ohne diesen Einfluß undenkbar, insbesondere der Irak-Krieg.

  62.  

    Und so muss für “Unerklärliches” eine Lateinphrase bemüht werden.

  63.  

    Offener Brief an die weiße Rechte von Tim Wise
    http://fjordman.wordpress.com/2010/11/07/offener-brief-an-die-weise-rechte/
     
    Zu wenig und zu spät, Timmy
    http://fjordman.wordpress.com/2010/11/10/zu-wenig-und-zu-spat-timmy/

    Den Brief von Tim Wise sollte man aufmerksam lesen. Und wen es interessiert, der kann auch eine Suchmaschine nach Tim Wise befragen.

  64.  

    Diese Dame liest nicht nur keine Bücher, ihr fehlt wohl auch die Fähigkeit, einfache, speziell auf sie zugeschnittene Texte, wie sie Manfred und andere in diesem Forum mit viel Liebesmüh verfasst haben, zu lesen und zu verstehen.

  65.  

    Auch Talent und Charisma kann man vergeuden und verschütten, wenn nicht Weisheit hinzukommt.  Weisheit fängt bekanntlich mit der Fähigkeit an, sein Nichtwissen zu erkennen.

  66.  

    Dee Ex produziert graue Theorie in der Tradition der allwissenden 68er Studenten.  Der fehlende Sinn für die Grenzen der eigenen Urteilskraft führt, wie man an ihrer Wendung gegen Sarrazin sieht, direkt in einen Gegensatz mit den Lebensinteressen jenes Volkes, das sie zu vertreten glaubt.

  67.  

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass viele Menschen in Europa glauben, wenn der Staat Israel sich auflöst, ist das Problem mit dem Islam gelöst. Alsdann wird der Iran-Führer seine Atombomben friedlich in Kraftwerken verfeuern, der Türkenführer die Völker Europas umarmen, die Taliban die Burka abschaffen oder was weiß ich noch.
    Bei Linken ist diese Meinung ja Programm, das auch Teile der konservativen Rechte in Deutschland diese Meinung vertritt, lässt tief Blicken. Sie verstehen die islamische Ideologie nicht oder wollen sie nicht verstehen.
    Franz von Papen lässt grüssen!
     

  68.  

    (Achtung, dieser Kommentar enthält Sarkasmus. Weiterlesen auf eigene Gefahr)
     
    Immerhin weiß man bei Dee Ex jetzt woran man ist und was man zu erwarten hat. Das ist doch auch was wert…
     
    Wobei ich auch nur innerlich ächzen mußte als ich den verlinkten Beitrag auf ihrem Blog gelesen habe. Offensichtlich fehlt es schon an einfachem Satzverständnis. Denn selbstverständlich besteht kein Unterschied zwischen dem quasi Selbstmord eines Volkes und seiner “Abschaffung” durch ein anderes Volk.
     
    Auch mit ihren Aussagen zum Islam hat sie sich bemerkenswert klar positioniert. Wie gesagt, es ist immer gut zu wissen woran man bei einem Menschen ist.

  69.  

    Die Haaretz ist in Israel, so weit ich weiß, dass was in Deutschland die Süddeutsche Zeitung ist. Das israelische Prantl-Blatt sozusagen.

  70.  

    Die Haaretz ist in Israel, so weit ich weiß, dass was in Deutschland die Süddeutsche Zeitung ist. Das israelische Prantl-Blatt sozusagen.

    Ich finde es lustig, wie instinktsicher die Eurorechten da als “Antisemiten” identifiziert werden… auf welcher Grundlage eigentlich?

  71.  

    Ja, die Dame unterschätzt die kulturelle Wirkung des Islam, aber letztlich ist das Ganze doch… wie sagte Nietzsche, irgendwas von flachen Gewässern mit wild bewegter Oberfläche?… ein Sturm im Wasserglas.

  72.  

    @ML

    Vielleicht auf der gleichen Grundlage wie europäische Linke Islamkritiker und Konservative (Rechte) als Antisemiten identifizieren. Am besten du fragst den Antsemitismusforscher Benz.

  73.  

    @ML:
    Judenhaß kann man ja nur noch schlecht unterstellen, dafür sind die an Israel gerichteten Solidaritätsbekundungen zu eindeutig. Da also das Schlagwort vom guten alten Judenhaß nicht so recht funktionieren will hat man sich erinnert, daß die Völker da unten ja zumeist semitischen Ursprungs sind. Also erklärt man kurzerhand alle Moslems zu Semiten und kann Islamkritiker daraufhin Antisemiten nennen. Das taugt als Moralkeule mindestens genausogut.

  74.  

    # ML

    Welche verhängnisvollen Weichen soll Sarrazin denn gestellt haben? Er war Zeit seines Lebens höherer Beamter und sein einziges politisches Amt, als Senator in Berlin, hat er verantwortungsvoll und erfolgreich ausgeübt.

    Sarrazin gehört zur Alterskohorte derjenigen, die – grob geschätzt – zwischen Anfang der sechziger bis Mitte der siebziger Jahre in die SPD eingetreten sind. Ich kenne seine persönliche Motivation natürlich nicht, aber es liegt nahe zu vermuten, daß sie sich nicht sehr von der Motivation der anderen unterschieden hat. Und dabei handelte es sich wohl um eine Mischung aus Reformbegeisterung; Wille zur Überwindung von Werten und Einstellungen, die man für die Ursache nationalsozialistischer Verbrechen hielt; moralischer Empörung über die Vätergeneration … und Brandt-Euphorie.

    Zum ‘Langen Marsch durch die Institutionen’ gehörte die schrittweise, demographische Eroberung der Medien, der Universitäten … und der Bürokratie. Wollte man es mit den Verhältnissen im menschlichen Körper vergleichen, könnte man vielleicht sagen: Die Medien entsprechen dem Kommunikationsapparat, die Universitäten (und Schulen) dem Gehirn und die Bürokratie entspräche dem Skelett.

    Sarrazin gehört zur Gruppe derjenigen, die den ‘neuen Geist’ sozusagen ins Skelett eingetragen haben – die Saat bzw. die schleichende Radikalisierung der damals neu in den Apparat eingepflanzten Denk- und Empfindungsmuster, ist der überproportional hohe Anteil an Grün-Wählern im heutigen bürokratischen Apparat – so jedenfalls meine Sichtweise. Das meinte ich mit ‘Weichenstellung’ an der er beteiligt war (aber er war es natürlich nicht alleine als Einzelperson).

    Wenn Sie sich seine heutigen Aussagen anschauen, dann müßte eigentlich auffallen, daß er ‘Einwanderung’ nur insofern als Problem wahrnimmt, insofern er findet, daß die falschen Leute kommen – Menschen, deren Qualifikation eher im instinktiven, bauernschlauen Erkennen und Ausnutzen von Schwächen eines möglichen Wirtsorganismus besteht.

    Ich habe ja auch in anderen Blogs schon x-mal darauf hingewiesen, daß allein die Durchsetzung eines Terminus wie ‘Einwanderung’ – seine allgemeine Verwendung ohne irgendwelche Anführungszeichen beweist meiner Ansicht nach seine durchgehende Akzeptanz – für einen Vorgang, der in Wirklichkeit ‘Eroberung durch Einstrom von Fremden aufgrund ausgefallener Immunabwehr’ ist, das katastrophale Ausmaß unserer kollektiven psycho-mentalen Verfassung so deutlich zeigt wie nichts sonst.

    Und Sarrazin hat nun einmal, an den Stätten seines Wirkens, seinen Beitrag zur Entstehung dieser Situation geleistet. Immerhin hat er wohl noch eine schemenhafte Erinnerung daran, daß sich in abgelebten, dunklen Zeiten Völker wohl durch eigene Nachkommenschaft erhalten haben – sein Vorschlag einer ‘Superwurfprämie’ (Lichtschlag) für Hochschulabsolventinnen weist zumindest in diese Richtung.

    Sarrazin hat letztlich ein Problem, das er nicht als Problem erkennt, und das er letztlich mit der gesamten Linken teilt: Linke haben im allgemeinen schlicht keinen Zugang zu dem was man ‘nationale Identität’ nennen mag. Sie empfinden das, was Rechte – und meiner Meinung nach eben inhaltlich zutreffend – als ‘fremd’ empfinden … eben nicht als ‘fremd’. Das war sicher nicht immer so – nicht einmal in der SPD. Die ‘alte SPD’, auf die sich hier auch einige Kommentatoren bezogen haben und die sie gleichzeitig in Sarrazin verkörpert zusehen meinten, hatte diesen Zugang durchaus (noch); diese SPD endet aber wohl mit Kurt Schuhmacher – aber ich bin kein Spezialist für die Mentalitätsgeschichte der SPD … da weiß der Blogger vielleicht besser Bescheid.

    Der erste Ausdruck dieses speziell linken Defektes war wohl der sogenannte ‘Internationalismus’, aber was damals – abgesehen von der UdSSR – wohl noch Minderheitsverständnis war, ist heute eben flächendeckend linkes Mehrheitsverständnis. Und eben nicht auf den Rahmen einer Partei beschränkt, sondern offensichtlich gesellschaftliches Mehrheitsverständnis, denn, daß bis zu einem Fünftel der Bevölkerung bereits aus ‘Migranten’ (wieder so ein Vernebelungseuphemismus) irritiert doch nicht mehr wirklich. Solange neue Autos, Unterhaltungselektronik und Zeitvertreib produziert werden … und der Rubel rollt, ist doch eigentlich alles ok. So jedenfalls die Einstellung der ‘Bevölkerung’ wie ich sie wahrnehme.

    Abschließend: Vor diesem Hintergrund finde ich es eigentlich auch nicht besonders sinnvoll jetzt auf Elsässer loszugehen, weil … sein Magazin doch nur alte Kamellen widerkäue, die im Internet schon lange durchgekaut seien … weil er mit Abu Bakr Rieger kooperiert – konvertierter Überzeugungsmusel und wohl bekennender Antisemit … weil ‘dies’, weil ‘das’ … und weil einem irgendwie halt letztlich die ganze Richtung nicht paßt – Punkt! Was man so natürlich nicht sagt.

    Ich meine, zählen wir doch grade mal durch: Abbonements der JF? Sowas um die 20.000 – liege ich da ungefähr richtig? Nach 20 Jahren Existenz. Keine Ahnung wo ihre verkaufte Auflage liegt, aber ganz bestimmt auch nicht näherungsweise an derjenigen von ZEIT, Spiegel, Stern, Südländischer etc.; was gibt es denn an konservativen Printmedien aus JF und PAZ? Gemeinsame Auflage vielleicht irgendwo im mittleren fünfstelligen Bereich; gemeinsame Auflage linker Printmedien: siebenstelliger Bereich! Von Fernsehen, Radio und natürlich auch Internet gar nicht zu reden. 

    Da gibt es mal einen Ansatz, wo wir in einer wirklich rabenschwarzen Nacht, die uns umgibt, vielleicht mal eine Handvoll flackernde Kerzenstummel sehen – und einer davon ist dieser Querfrontversuch … und was ist die Reaktion? Nicht, wenn der da mitmacht; nicht, wenn der kein Bekenntnis zum Existenzrecht Israels ablegt; nicht, wenn die da …. nicht dieses oder jenes macht. Ja, liebe Leute, nicht für ungut – aber ich denke, da können wir auch selber gleich den Schalter auf ‘Aus’ stellen … is wirklich einfacher. 

  75.  

    @ Leser,

    der deutsche Michel ist nicht von ungefähr mit einer Schlafmütze dargestellt.

    Ich weiss nicht mehr, wo ich es gelesen habe, aber ein Amerikaner hat es zutreffend formuliert, in etwa: „die Deutschen sind wie Teig, eine weiche Masse, man kann sie kneten, teilen, auf- und ausrollen oder auf den Tisch knallen, sie nehmen es hin.”

    Im Fall Sarrazin fragt man sich zwangsläufig, warum setzt sich EIN Mann dem aus, wohlwissend, dass er zeit seines Lebens einige Leibwächter brauchen wird. Warum kommt das Buch erst jetzt. Die Fakten wurden langfristig von den Eliten, zu denen auch Sarrazin gehört, herbeigeführt. Auf einmal entdeckt Sarrazin eine Verantwortung?  Ziemlich unwahrscheinlich nach dem, was in Deutschland abläuft.
    Die Freude darüber, dass endlich jemand “die Wahrheit schreibt”, die zu sagen und zu schreiben in einem demokratischen Staat eine Selbstverständlichkeit sein sollte, hindert uns daran, darüber zu reden, ob Sarrazin wirklich der Einzelkämpfer ist.

    Erst wenn sie aus Altersgründen nicht mehr direkter Nutzniesser des  Systems sind, werden sie zu “Volksfreunden”? Siehe Helmut Schmidt, siehe Roman Herzog, siehe Olaf Henkel u.v.a.

    Wie wäre es schön, wenn man blauäugig glauben könnte……….

    •  

      @ Leser:

      Wenn Du schon zutreffend feststellst:

      Linke haben im allgemeinen schlicht keinen Zugang zu dem was man ‘nationale Identität’ nennen mag. Sie empfinden das, was Rechte – und meiner Meinung nach eben inhaltlich zutreffend – als ‘fremd’ empfinden … eben nicht als ‘fremd’.

      dann gilt das auch für Elsässer, und er stellt es unter Beweis, indem er so tut, als wäre der Islam unproblematisch. Dass er hier nichts zu suchen hat, kommt ihm nicht in den Sinn.

      Und was heißt hier “Querfront”? Wen vertritt Elsässer denn? Etwa die Linke? Dort gilt er als Renegat, ohne einer zu sein, und versucht jetzt, auf der Rechten zu einem Einfluss zu gelangen, den er dort, wo er herkommt, längst nicht mehr hat. Zu diesem Zweck verbreitet er in seinem Blättchen ein paar Thesen, die zwar richtig sind (etwa seine Kritik am Einfluss des 68ertums), die aber rechts längst Allgemeingut sind und in Blättern wie der JF (ganz zu schweigen von der Sezession) in jeder Ausgabe in einer analytischen Tiefe bearbeitet werden, die ihm nie zugänglich sein wird. Und aus den wenigen richtigen, wenn auch platten Einsichten zieht er idiotische Konsequenzen, verbrüdert sich mit Islamisten, reduziert die Komplexität der Krise unserer Zivilisation auf ein holzschnittartiges Schwarzweißbild und denunziert Andersdenkende in bester stalinistischer Tradition – wofür war man schließlich beim Neuen Deutschland? – als Agenten des “Feindes”. (Was würde er, der Geert Wilders ja “Israels Mann in Europa” nennt, wohl dazu sagen, wenn man ihn selbst “Teherans Mann in Berlin” nennen würde – was man mit mindestens ebensoviel Recht könnte?)

      Ich selbst habe weiß Gott viel Kritisches über die liberale Islamkritik (zu der ich auch Wilders rechne) geschrieben, und ich bin mir der grundlegenden weltanschaulichen Differenzen bestimmt stärker bewusst als Herr Elsässer, der offenkundig nicht einmal weiß, dass es so etwas wie eine konservative Islamkritik überhaupt gibt. Aber soll ich jetzt solcher Differenzen wegen Stefan Herre den Krieg erklären? Ich ziehe es vor, zusammenzuarbeiten, wo es möglich ist; wo es nicht möglich ist, verfahre ich nach dem Prinzip des “agree to disagree”; etwas, was kaum möglich sein wird bei einem, der von der Antifa das kommunistische Denunziantentum mitgebracht hat. Undogmatische Marxisten, die etwas zu sagen haben, können Gesprächspartner (wenn auch keine Bündnispartner) sein, und ich weiß schon, warum ich etwa die Bücher von Erhard Eppler, Albrecht Müller und Hans-Jürgen Krysmanski positiv besprochen habe. Jürgen Elsässer aber rechne ich nicht zu diesem Kreis.

      Anders als Mona Lisa habe ich die (zu Recht “Nullnummer” genannte) Erstausgabe von compact gelesen. Es handelt sich um ein simples Blättchen für simple Leser, das weder durch Information noch durch Analyse besticht. Wenn die Sezession ein Meer ist, ist compact eine Pfütze. Wahrlich nicht das Blatt, auf das die Republik gewartet hat.

  76.  

    Leser, Manfred hat es eben schon gesagt: “Ich habe längst mitbekommen, dass die Nahostkiste ein Spalterthema für die deutsche Rechte ist, und dass ich mir meine Bündnispartner nicht nach dem Kriterium aussuchen kann, ob sie für Israel sind. [...]”
    Der Spalter nennt sich in diesem Falle Dee Ex.

  77.  

    @Leser
    Klingt, als wollten Sie Sarrazin nun eine Kollektivschuld aufdrücken, einfach weil er einer bestimmten Generation angehört. Welchen politischen Fehlentscheidungen er persönlich den Weg geebnet haben soll, haben Sie zumindest nicht erklärt.

    Sarrazin hat letztlich ein Problem, das er nicht als Problem erkennt, und das er letztlich mit der gesamten Linken teilt: Linke haben im allgemeinen schlicht keinen Zugang zu dem was man ‘nationale Identität’ nennen mag.

    Mag sein, dass er die Absorptionsfähigkeit Deutschlands immer noch überschätzt, aber dass die Identität der Nation in ernsthafter Gefahr ist, darauf hat er in seinem Buch deutlich hingewiesen. Dass er seiner Heimat tief verbunden ist, hat er erst wieder in der taz deutlich gemacht.

    Das heißt, das Sosein der Völker, die damit verbundene Geschichte und kulturelle Identität, hat für mich ein eigenes Seinsrecht. Was ich auch nicht hinterfrage. [...]

    Stimmt, das Sosein hat seine eigene Ausprägung. Es gibt aber in den Wesenszügen von Sprachen und Völkern auch Konstanten, die über viele Jahrtausende reichen. Wenn man sich beispielsweise die Malerei anschaut, aus der Zeit von Dürer, dann sieht man auf den ersten Blick, ob die Madonna italienisch ist oder deutsch. Und zwar nicht an den Gebäuden im Hintergrund, sondern man sieht es am Gesichtsausdruck.

    An Sarrazin rummosern, aber sich für Elsässer und Co. in die Bresche werfen. Ich versteh’s nicht.

     

     
     

  78.  

    # ML

    Um meine Meinung zu Sarrazin ganz klar zu stellen: Sarrazin ist die (mentale und emotionale) Wende – oder es gibt keine! Er ist der einzige, der diejenigen in … na ja, der BRD eben, erreicht, die soetwas wie die ‘Identitätselite’ bilden; es gibt ja Eliten für alles mögliche – eine Elite der Physik, der Mathematik, der Finanzwissenschaft … und eben auch eine Elite der (kollektiven) Identität.

    Nun unterscheidet sich das Thema dieser Elite von den Themen der vorgenannten Eliten aber dadurch, daß es sich bei deren Themen um etwas handelt, das primär rational erfaßt werden kann – wohingegen es sich beim Thema ‘Identität’ um etwas handelt, daß gerade nicht primär rational erfaßt werden kann. Warum nicht? Weil Identität aus ‘Erfahrung’ besteht, ‘Erfahrung’ ist …. und diese Erfahrung kann man nur empfinden – und sie anschließend je nach dem Maß der eigenen Möglichkeiten in Welt umsetzen. 

    Danach kann man dann natürlich auch anfangen zu räsonieren und das, was als Ausdruck von Erfahrung Form wurde mit rationalen Methoden zu zerlegen, zu analysieren und dabei dieses oder jenes Wissenswerte herausfinden, aber das gehört dann schon zu einem sekundären Bereich – der primäre Bereich ist die Empfindung von Erfahrung aus der Identität besteht. Diese jeweilige Erfahrung ist aber schon immer – und zwar in jenem zeitlosen Bereich für den wir in der heutigen Kultur am verständlichsten den Begriff des Unbewußten verwenden. D.h. sie ist dem absichtsvollen Machen und Wollen von Menschen, dem Kalkül des Ich, entzogen – nicht die Menschen machen die Erfahrung (aus der Identität besteht), sondern diese Erfahrung macht Menschen … zu bestimmten Menschen, die sich von anderen unterscheiden, die an das Empfinden anderer Erfahrung gebunden sind.  Warum ‘gebunden’? Weil sie auf irgendeiner Ebene, die wir, zumal mit ‘rationalen’ Mitteln, nicht erfassen können, in einer bestimmten Weise ‘konstruiert’ sind. Und diese ‘Konstruktion’ konstituiert diese Menschen als Empfänger der Erfahrung einer bestimmten Identität.

    Und diese spezielle gesellschaftliche Schicht, die durch diese Menschen gebildet wird, und die ich jetzt einmal ‘Identitätselite’ nenne, hat eigentlich die Aufgabe und die Fähigkeit die Erfahrung eines bestimmten Kollektivs nicht nur zu empfinden, sondern auch zu formulieren und darüber die große Zahl der anderen Mitglieder des Kollektivs zu orientieren. Zu orientieren worüber? Nun, beispielsweise darüber, wer dazu gehört – und wer nicht. Wird nun beispielsweise in dieser Identitätselite die Fähigkeit die Erfahrung des Kollektivs zu empfinden blockiert, dann verliert über die Länge der Zeit das gesamte Kollektiv die Orientierung darüber wer eigentlich noch dazu gehört und wer nicht … und wer man überhaupt ist. Und das Ergebnis ist ein zerfallendes und schließlich zerfallenes Kollektiv, in dessen ehemaligem Herrschaftsbereich dann eben niederrangigere Kollektividentitäten aus ‘Einwanderern’, die nicht abgewiesen wurden, weil die Fähigkeit sie als fremd zu erkennen innerhalb der Identitätselite verloren gegangen ist, in Form von Gangs respektive Räuberbanden versuchen sich ihre jeweiligen Claims abstecken und die Machtfrage in ihrem Sinne zu entscheiden. Eine Situation, die wir heute ja schon teilweise haben.

    Und diese Identitätselite – das ist bei jedem Volk eine Schicht so zwischen 1 bis 2% der Gesamtpopulation (meine Einschätzung aus Erfahrung) – erreicht Sarrazin offensichtlich (jedenfalls wenn man, wie ich, davon ausgeht, das nicht Hinz und Kunz für sein Buch knapp 23 Euro ausgeben und es lesen, sondern nur diejenigen, die sich eben wirklich inhaltlich dafür interessieren), denn wenn man den Anteil der deutschen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung der BRD im Bereich zwischen 65 – 70 Millionen ansiedelt, dann hat er bei einer mittlerweile verkauften(!) Gesamtauflage von 1,2 Millionen so ziemlich alle erreicht, die er überhaupt erreichen kann. Wenn das nicht reicht … wars das eben. Darin sehe ich seine Leistung einer umstimmenden und neuorientierenden Wirkung auf eben diese Identitätselite - und damit geht er dann zumindest in die Geschichte Deutschlands ein. Und an dieser seiner originären Leistung ‘mosere’ ich auch keineswegs herum. 

    Allerdings teile ich nicht die Reaktion auf Sarrazin, die ich fast schon wie den Willi-Wahn der Brandt-Ära wahrnehme – das ist mir schlicht unheimlich. Also nochmal: Sarrazin ist die GEGENWART! Aber er kann nicht die ZUKUNFT sein. Das ist schon altersmäßig wenig wahrscheinlich – und er ist auch vom Typ her nicht der Mann, der jetzt (noch) eine neue Partei aufmacht, um dann seine Analysen und Vorschläge in aktive Politik umzusetzen. Das sieht und sagt er ja auch selber so – und ich habenicht den Eindruck, daß er damit nur kokketiert. Und insofern stellt sich aus meiner Sicht dann natürlich die Frage: Wie weiter – nach Sarrazin? 

    Wenn er diese Aussage, wie Sie sie aus der TAZ zitieren, gemacht hat … umso besser – und dann nehme ich meine vorige diesbezügliche Einschätzung zu ihm gerne zurück. Allerdings nicht für seine Partei, denn dann gibt es eben 2 SPDs – eine deutsche SPD und eine BRD-SPD; und die Machtverhältnisse zwischen beiden sind ausgesprochen knapp, wenn ihn die mutmaßliche BRD-SPD mit 46% oder 47% ausschließen will und die andere, deutsche SPD ihn mit knapp einigen wenigen Prozent mehr nicht ausschließen will.

    Was nun ihre ‘Kollektivschuldthese’, die ich ihrer Ansicht nach Sarrazin aufdrücken möchte, betrifft … kann ich ihm natürlich nicht persönlich irgendeine zentrale Weichenstellung für die derzeitige Situation zuordnen – das habe ich aber in meinem letzten Kommentar eigentlich schon zum Ausdruck gebracht. Nur – die Leute, die damals den Weg durch die Insitutionen angetreten sind … die haben diesen Weg nun mal kollektiv beschritten und jeder hat in seinem kleinen oder auch größeren Bereich die Denk- und Empfindungmuster umgesetzt, die für das Kollektiv dieser Alterskohort eben typisch waren. Wie, bitte schön, glauben Sie denn sonst, daß die Verhältnisse, die wir heute haben, zustande gekommen sind? Ich meine … nur mal aus meinem kleinen Bereich damals: Ich habe in der siebten Klasse in der ersten Hälfte der siebziger Jahre, in Deutsch einen Studienrat bekommen … das war ein Parade-Neu-SPDler; immer mit roter Krawatte … begeistert von seinem Lehrauftrag und von der SPD bis in die Haarspitzen. Und dann kamen innert 2 Jahren etliche weitere neue Lehrer alle frisch aus der Ausbildung … und die haben gedacht sie erfinden das Rad neu. So hab ichs erlebt – und alle anderen in der Klasse ebenfalls. Da ist es nicht vermessen, denke ich, auch auf die anderen Bereiche zu schließen, in die die eben neuen Geist eingetragen haben – die Bürokratie und die Medien.

    Nebenbei: Ich will hier ja auch nicht alles schlecht machen was die damals neu gemacht haben, nur weil es von eben dieser Seite kam. Die Probleme kamen und kommen – aus meiner Sicht – schlicht dadurch, daß sie kein Gegenregulativ mehr zugelassen haben … eben über ihre nicht auf den Rahmen einer Partei beschränkte, sondern auf die gesamten Medien und die Bürokratie ausgedehnte Macht.

  79.  

    # ML

    Welche verhängnisvollen Weichen soll Sarrazin denn gestellt haben? Er war Zeit seines Lebens höherer Beamter und sein einziges politisches Amt, als Senator in Berlin, hat er verantwortungsvoll und erfolgreich ausgeübt.

    Das war nicht von mir, bitteschön. ;)




  80.  

    Leser, nimm doch lieber einfach alles zurück, was du vorher geschrieben hast.  Was du jetzt schreibst, ist noch immer “Herummosern”, und es ist so kompliziert geworden, dass man kaum noch einen Sinn darin feststellen kann.
    Wer etwas gegen den Autor des maßgeblichen Berichts zur Lage der Nation hat, dem kann an dieser Nation nicht viel gelegen sein.  Das gilt für Merkel ebenso wie für DeeEx.  So einfach ist das leider in diesem Fall.

  81.  

    @Leser:
    Ich glaube ja gerne, daß Du gebildet bist und eine akademische Ausbildung hast. Aber Bildung sollte sich auch darin ausdrücken, daß was man sagen will so auszudrücken, daß das Gegenüber auch versteht was da gesagt werden soll. Obwohl ich mich für einigermassen gebildet halte hatte ich doch Schwierigkeiten den letzten Beitrag zu verstehen. Wie wäre es also, das ganze nochmal so zu schreiben, daß man nicht den Eindruck hat, daß da ein Akademiker spricht der beweisen will wie kompliziert er sich ausdrücken will?
     
    P.S.: Das ist ausdrücklich nicht als Beleidigung oder bösartig gemeint.

  82.  

    O wei. In jedem politischen Lager gibt es Spinner, Zyniker und auch glaubwürdige Aktivisten.
    Allerdings kann sich nur die Linke den Luxus leisten, alle Gruppen gleichmässig zu bedienen, ohne medial abgewatscht zu werden. Sogar den Berliner Treber-Hilfe-Skadal vergaß man irgendwann gnädig.
    Konservative und Liberäre haben diesen Luxus nicht. Wir müssen wirklich genau darauf achten, mit wem wir uns einlassen – das ist keine Distanzeritis. Schade, denn so wurde gleich beim Start der Partei DIE FREIHEIT vieles kaputtgemacht, was sich in einer neuen Partei erst noch entwickeln muss.
    Ein Vorschlag: genauso wie DeeEx sollte auch Stadtekwitz eine Chance von uns bekommen. Anfangsfehler macht jeder, aber uns läuft die Zeit davon, jedes Projekt beim kleinsten Mißverständnis sofort abzubrechen und schlechtzureden.
    PS:
    Ich muss gestehen, daß ich vieles von dem, was DeeEx so schreibt einfach nicht verstehe. Schachtelsätze, in denen man lange nach einer klaren Aussage suchen muss…

  83.  

    # manfred

    Ich habe mir mit einer Antwort ziemlich Zeit gelassen – teils wegen einer gewissen, jahreszeitlich bedingten Lustlosigkeit (Weihnachten denkt man eben eher an anderes als an Islamkritik, Elsässer etc.), teils weil ich als Verständnisvoraussetzung zur Erklärung meiner diesbezüglichen Position einen längeren Text abtippen mußte … wozu ich zum damaligen Zeitpunkt eben auch nicht die rechte Lust aufbrachte. Zwischenzeitlich habe ich den Text (ein Kapitel aus Dethlefsen – ‘Schicksal als Chance’ – Bertelsmann 1978) dann doch abgetippt und schicke ihn sozusagen als Einleitung zu meiner Antwort voraus…

    Das  Similegesetz
     
    Homöopathie
     
     
    Eine der fundamentalsten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Heilkunde ist die Homöopathie, wie sie von Samuel Hahnemann (1755-1843) in ihrer gültigsten Form entwickelt und weitergegeben wurde. Seit ihrem Bestehen wurde die Homöopathie bis heute von ihren Gegnern ebenso leidenschaftlich bekämpft wie von ihren Anhängern vertreten. Wir werden uns im folgenden etwas ausführlicher mit der Homöopathie beschäftigen. Nicht nur, weil in einer Zeit aktueller Gefahr von seiten der Gesetzgeber ein Verständnis gerade der nichtärztlichen Kreise dringend erforderlich erscheint, sondern vor allem deshalb, weil die Homöopathie weit mehr als eine bloße Therapiemethode ist.
     
    Bei näherer Betrachtung wird sich die Homöopathie als das wahre Heilsprinzip dieses Universums entpuppen. Erst um dieser Bedeutung willen erhält auch die konkrete therapeutische Anwendung ihre Legitimation. Des Weiteren soll an diesem Beispiel gezeigt werden, wie das esoterische Weltbild in der Lage ist, Wirkzusammenhänge einfach und klar aufzuzeigen, die für den materiell denkenden Menschen logische Unmöglichkeit zu sein scheinen.
     
    Die Hauptangriffe richten sich meist gegen die Herstellungsart der homöopathischen Arzneimittel. Ein derartiges Medikament sei “so stark verdünnt”, dass es kaum mehr Wirkstoffe enthalten könne. Mit auffallender Unbelehrsamkeit  demonstriert die Presse diesen Vorgang der Öffentlichkeit an dem Beispiel, dass man einen Tropfen einer Substanz in den Bodensee oder die Nordsee tut, symbolisch umrührt und behauptet, ein an der anderen Uferseite entnommenes Fläschchen Wasser entspräche nun etwa der homöopathischen Verdünnung D 30. Noch wissen-schaftlicher wird die Beweisführung, wenn man in der Apotheke fünf verschiedene homöopathische Medikamente kauft, diese mit modernen Geräten bis in die Atomstruktur analysiert, nur um dann festzustellen, dass alle fünf Fläschchen lediglich Alkohol mit einigen Unreinheiten enthielten.
     
    Der Betrug ist entlarvt, und man fordert “im Interesse der Öffentlichkeit” lautstark den Gesetzgeber auf, endlich gegen ihn reglementierend einzuschreiten. Um nicht weiterhin Opfer dieser an der Homöopathie völlig vorbeigehenden Argumentation zu bleiben, wollen wir zuerst der Herstellung eines homöopathischen Arzneimittels zuschauen. Ausgangsstoff für ein Medikament kann fast alles sein, was an Stoffen in dieser Welt vorkommt, aber man beschränkt sich primär auf die Stoffe aus den drei Naturreichen: Mineralien, Tiere, Pflanzen
     
    Wählen wir als Beispiel die Tollkirsche Belladonna (Bell.). Aus dieser pflanzlichen Frucht wird eine Tinktur hergestellt, die den Ausgangsstoff darstellt und deshalb auch Urtinktur genannt wird. Von dieser Urtinktur nimmt man nun einen Teil und gibt dazu 10 Teile Lösungsmittel, wie zum Beispiel Alkohol, um beides miteinander zu verschütteln. Dieses Schütteln, das, genau gesagt, aus einer bestimmten Anzahl von Schüttelschlägen besteht, nennt man Potenzieren. Das Endergebnis dieses Vorgangs heißt nun Bell. D 1, das ist die erste Dezimalpotenz der Pflanze Belladonna. Von dieser Bell. D 1 nimmt man wiederum einen Teil und verschüttelt ihn mit 10 Teilen Lösungsmittel und erhält so Bell. D 2. Dieser Vorgang des Potenzierens wiederholt sich fortlaufend, was zu folgendem Schema führt:
     
    1 Teil Bell.      +      10 Teile Alkohol = Bell. D 1
       (Verhältnis 1:10)
    1 Teil Bell.  D 1  +  10 Teile Alkohol = Bell. D 2
       (Verhältnis 1:100)
    1 Teil Bell.  D 2  +  10 Teile Alkohol = Bell. D 3
       (Verhältnis 1:1000)
    1 Teil Bell.  D 3  +  10 Teile Alkohol = Bell. D 4
       (Verhältnis 1:10000)
    1 Teil Bell.  D 4  +  10 Teile Alkohol = Bell. D 5
       (Verhältnis 1: 100000)
    1 Teil Bell.  D 5  +  10 Teile Alkohol = Bell. D 6
       (Verhältnis 1.1 Million)
    1 Teil Bell.  D 6  +  10 Teile Alkohol = Bell. D 7
       (Verhältnis 1:10 Millionen)
    *
    *
    *
    1 Teil Bell.  D 29  +  10 Teile Alkohol = Bell. D 30
       (Verhältnis 1: 1 Quintillion)
     
    Wir beenden hier unsere Tabelle mit D 30, obwohl die Potenzierung eines Arznei-mittels hier bei weitem noch kein Ende finden muss. Jedes Arzneimittel ist in den verschiedensten Potenzen erhältlich, man kann Belladonna D 3 genauso erhalten wie Bell. D 12, D 30, aber auch D 200, D 500, D 1000, D 10000. Belladonna D 200 entspricht nach obigem Schema einem Verhältnis von einem Teil Bell. zu so vielen Teilen Alkohol, wie die Zahl 1 mit 200 Nullen ausdrücken würde.
     
    Nun weiß man jedoch, dass bei der D 23 bereits kein einziges Molekül der Ur-substanz (in unserem Fall Bell.) mehr vorhanden sein kann. Alles, was aber nach der D 23 noch geschieht, ist ein rituelles Verschütteln von Alkohol. Eine Belladonna D 30 unterscheidet sich von Belladonna D 200, chemisch gesehen, durch absolut gar nichts – beides ist reiner Alkohol und verdient, so gesehen, gar nicht die Aufschrift “Belladonna”. Dennoch arbeitet die Homöopathie mit diesen “hohen Potenzen” – Hahnemann benutzte fast ausschließlich die dreißigste Potenz und führte damit alle Kuren durch.
     
    Der Gegner der Homöopathie freut sich, da hiermit bewiesen ist, dass man mit “nichts” arbeitet. Der echte Homöopath aber benützt die D 30, damit er sicher ist, dass er nicht mehr mit Materie arbeitet.
     
    Der Vollständigkeit halber sollte man hier erwähnen, dass es auch noch die sogenannten C-Potenzen gibt (Centesimalpotenzen), bei denen pro Potenzschritt im Verhältnis 1:100 (statt 1:10 bei den D-Potenzen) verschüttelt wird. Bei den C-Potenzen, die eigentlich die ursprünglicheren sind und denen auch deshalb der Vorzug zu geben ist, verlässt man natürlich noch schneller die materielle Ebene – ab C 12 kein Atom der Ursubstanz. Eine späte Entwicklung Hahnemanns stellen die sogenannten LM-Potenzen (Quinta-Centesimal-Potenzen) dar, die den Hochpotenz-en entsprechen, aber in der Therapie leichter zu handhaben sind. Die damit zu-sammenhängenden fachlichen Probleme interessieren uns hier jedoch nicht.
     
    Stellt schon die Tatsache, dass in den Medikamenten “nichts” von dem, was die Aufschrift verspricht, enthalten ist, vor einige Probleme, so vergrößert die Dosierung die Verwirrung noch um einiges. Bekommt ein Patient zum Beispiel eine D 6 verschrieben, so muss er von dieser eventuell alle zwei Stunden eine Gabe nehmen – eine Gabe = immer sieben Tropfen oder sieben Globuli. Homöopathische Medikamente gibt es nämlich nicht nur in flüssiger Form, sondern auch als kleine Milchzuckerkügelchen, die sogenannten Globuli. In diesem Fall entspricht der Milchzucker dem Lösungsmittel Alkohol.
     
    Von einem Medikament in der dreißigsten Potenz (D 30) darf er nur einmal am Tag eine Gabe einnehmen, eine D 200 bekommt er nur ein einziges Mal und dann sechs Wochen kein weiteres Medikament. Es ist für einen an Tablettenkonsum gewöhnten Bürger ein sehr eigenartiges Gefühl, von einem Medikament sieben Tropfen zu erhalten und zu hören, er möge sich nach sechs Wochen wieder einmal melden – und das bei einer D 200, “wo doch schon so lange gar nichts mehr drin ist”.
     
    Die Verwirrung steigert sich noch, wenn man erlebt, dass ein Homöopath einer Frau das gleiche Medikament, das ihrem Ehemann so gut bei seiner Mandelentzündung geholfen hat, nun gegen ihre Krampfadern verschreibt. Dafür bekommt die Ehefrau bei der nächsten Mandelentzündung wieder ein gänzlich anderes Mittel. So fällt es auch auf, dass auf den Medikamenten keinerlei Hinweise zu finden sind, wo sie helfen.
     
     
    Information als Heilmittel
     
     
    Bei so viel Ungereimtheiten sollte es nicht zu sehr verwundern, wenn die Spötter ein leichtes Spiel haben, Homöopathie als Aberglauben hinzustellen. Auf der anderen Seite stehen die Erfolge, die so eindeutig sind, dass auch Schlagworte wie Placebo-Effekt, Spontanheilungen, Autosuggestion nur wie Ausreden klingen. Einen homöopathischen Arzt, der dreißig Jahre lang seine Praxis ausschließlich homöopathisch führt, zu verdächtigen, er arbeite ausschließlich mit der Einbildungskraft seiner Patienten, ist lediglich ein Zeichen für naive Dummheit. Wenn dem nämlich so wäre, müsste sich die Schulmedizin schämen, nicht ebenso viele Erfolge mit Placebo-Effekten zu erzielen. Warum aber auch Tiere bereit sind, per Einbildungskraft dem Homöopathen Erfolge zu verschaffen, wartet wohl noch auf eine wissenschaftliche Erklärung.
     
    Man könnte an dieser Stelle eine ganze Reihe rein experimenteller Beweise für die Wirksamkeit der homöopathischen Medikamente anführen – Kristallisationstest nach Pfeiffer, Kapillardynamolyse nach Kolisko, Medikamententest nach Voll und so weiter. Doch es geht nicht darum, den Unverständigen etwas zu beweisen, was sie weder verstehen können noch wollen. Vielmehr setze ich die allen anderen schulmedizinischen Verfahren bei weitem überlegene Wirksamkeit der Homöopathie hier voraus. Denn sie ist eine Tatsache, von der sich jeder selbst überzeugen kann, wenn er will. Interessanter als alle funktionalen Beweise sind nämlich die Über-legungen, wie und warum gerade die Homöopathie heilen kann und warum sie in allen Punkten der üblichen medizinischen Vorstellungswelt widerspricht.
     
    Alle Widersprüche lösen sich schnell, wenn wir zwei Begriffe auseinanderhalten: Information und Informationsträger. Betrachten wir eine Tonbandkassette: Sie besteht aus einem Plastikgehäuse und einem beschichteten Kunststoffband. Mit dieser Kassette kann man beispielsweise ein Konzert oder einen Vortrag aufnehmen. Vortrag oder Musik sind die Information, die Kassette lediglich der Informationsträger. Zwei Kassetten, eine mit dem Vortrag, die andere aber mit Musik bespielt, ließen sich materiell nicht voneinander unterscheiden, trügen sie nicht eine unterschiedliche Beschriftung.
     
    Ebenso verhält es sich mit einem Buch. Das Buch selbst besteht aus Papier, Leim und Druckerschwärze. Der Inhalt könnte eine Abhandlung über die Geschichte Europas sein. Gibt man dieses Buch einem Team von Wissenschaftlern mit dem Auftrag, es bis in die Atomstruktur zu analysieren, so würde man anschließend eine Liste erhalten mit dem Gewicht des Buches, seinen genauen Maßen, den Ergebnissen der Spektralanalyse, der genauen chemischen Zusammensetzung und so weiter. Nur eines würde in den Analyse-Ergebnissen nicht mehr auftauchen: die Geschichte Europas. Der Inhalt des Buches, dessen eigentliche Information, ist bei der Analyse verlorengegangen.
     
    Aus der Sicht der Homöopathiegegner müsste das komplexe Buchangebot eine reine Betrügerei sein, denn alle Bücher bestehen im großen und ganzen aus demselben Material und tragen lediglich unterschiedliche Aufschriften. Dass den unterschiedlichen Titeln auch unterschiedliche Inhalte entsprechen, lässt sich messtechnisch im Labor nicht mehr feststellen.
     
    Information ist immer etwas Immaterielles und braucht zur Weitergabe einen materiellen Träger. Ein solcher Informationsträger kann aus den verschiedensten Substanzen – Tonband, Schallplatte, Papier, Holz, Stein, Metall, Luft und so weiter – bestehen und dennoch immer die gleiche Aufgabe erfüllen. Gleiche Informationsträger können die unterschiedlichsten Informationen weitergeben, gleiche Informationen könnten unterschiedlichsten Trägern anvertraut werden. Gewöhnlich kommt es primär auf die Information und nicht so sehr auf das Trägermaterial an. Möchte man Goethes Faust kennen lernen, so ist es sekundär, ob ich den Text  auf Papier gedruckt, Metall geritzt oder auf Band gesprochen habe. Wichtig ist die Information selbst.
     
    Bekomme ich ein Buchexemplar von Goethes “Faust”, so genügt dieses eine Exemplar für die Informations-Übermittlung. Zehn weitere Bände des gleichen Buches bringen nicht mehr Information.
     
    Übertragen wir diese einfachen Beispiele auf unser Problem. Wir sagten bereits, dass bei einer Krankheit immer der Mensch krank ist, niemals die Materie. Materie also solche kann nicht erkranken, weil alle Materie an sich “krank” ist. Im Körperlichen zeigen sich lediglich die Fußspuren der Krankheit. Will man heilen, so muss dies immer – wie wir bereits betonten – mit einer Bewusstseinserweiterung einhergehen. Bewusstseinserweiterung ist aber Informationszufluss. Erhebt ein Medikament den Anspruch “Heilmittel” (= Heilvermittler) zu sein, so muss dieses Heilmittel die dem Menschen fehlende Information übertragen.
     
    Erinnern wir uns an die Entsprechung des Menschen als Mikrokosmos zum Makrokosmos, so muss alles dem Mikrokosmos Mensch Fehlende im Makrokosmos vorfindbar sein. Alle Prinzipien sind im Makrokosmos als Mineralien, Tiere oder Pflanzen individualisiert. Das Wesentliche einer Heilpflanze ist gerade ihre Individualität, ihre Seele als Repräsentant eines Urprinzips, die sich in ihrem körperlichen Organismus ausdrückt. Fehlt einem Menschen ein Urprinzip – der Arzt fragt: Was fehlt Ihnen denn? -, so kann man es im Makrokosmos suchen und dem Kranken diese Information einverleiben. Dafür ist es aber notwendig, die Information einer Pflanze, eines Minerals, Tieres usw. von seiner korporalen Erscheinungsform zu lösen, sie aus dem materiellen Verhaftetsein zu befreien und diese befreite Information an einen geeigneten Informationsträger zu koppeln, um sie weitergeben zu können.
     
    Genau dies geschieht durch die Potenzierung in der Homöopathie. Bei dem beschriebenen Vorgang wird schrittweise (!) das Wesentliche der Pflanze, ihre Individualität, von ihrer korporalen Form gelöst und gleichzeitig die freiwerdende Information an einen neuen, neutralen Träger – Alkohol, Milchzucker – gebunden. Je länger man das macht, um so höher die Potenz wird, um so mehr erlöst man sie aus ihrer materiellen Gefangenheit und um so stärker kann sich ihre Information im nichtmateriellen Raume entfalten.
     
    Deshalb steigt mit der Potenz die Wirksamkeit so gewaltig, dass von der D 200 oft nur zwei Tropfen oder Kügelchen gegeben werden, und bis dahin unheilbare Krankheiten verschwinden für immer. Würde man versehentlich statt zwei Kügelchen ein ganzes Pfund schlucken, so würde auch nicht mehr oder weniger geschehen, denn wir sagten schon bei unserem Buchbeispiel, dass zehn weitere Bücher nicht mehr Information bringen können als eins. Hundert gleiche Visitenkarten sagten nicht mehr über eine Adresse aus als eine einzige. Da es dem wahren Homöopathen nur auf die Information ankommt, arbeitet er fast ausschließlich mit Potenzen über der D 30, weil die niederen Potenzen durch ihre materiellen Anteile noch körperliche Umwege gehen, weshalb sie auch in häufigeren Dosen verabreicht werden müssen.
     
    Wer die Potenzierung als schrittweisen “Vergeistlichungsprozess” der Materie verstanden hat, erkennt auch den Unterschied zwischen einer Verdünnung und einer Potenzierung eines Stoffes. Daher hat das Bild von dem einen Tropfen in den Bodensee keinen Bezug zur Homöopathie, denn es kommt nicht auf die Verdünnung des Stoffes an, das Wesentliche besteht im Potenzieren. Homöopathie im Sinne Hahnemanns ist nicht eine Therapie “mit ganz geringen Arzneimengen”, sondern eine ohne materielle Arzneien.
     
    Dies sei betont, weil eine Gruppe sich “kritisch” nennender Homöopathen sich lautstark gegen die hohen Potenzen ausspricht und die niederen Potenzen über materielle Theorien dem schulmedizinischen Denksystem anpassen will. Anpassung esoterischer Disziplinen durch unkompetente Nachfolger ist jedoch immer Verrat und zeugt lediglich von der Profilneurose derer, die sie betreiben Schon Paracelsus sagte: “Was die Zähne kauen, ist die Arznei nit; niemand sieht die Arznei. Es liegt nit am Leib, sondern an der Kraft.”
     
     
     
    Das Prinzip der Ähnlichkeit
     
     
    Nach diesem Versuch, Herstellung und Wirkung der homöopathischen Mittel zu verdeutlichen, kommen wir zum Kern: Wie kann ich feststellen, welche Information dem Kranken fehlt, und wie erkenne ich, worin sich im makrokosmischen Bereich die fehlende Information manifestiert? Die Antwort finden wir in der klassischen Formulierung Hahnemanns: “Similia similibus curantur”, oder auf deutsch: “Das Ähnliche möge durch das Ähnliche geheilt werden.”
     
    Diese Ähnlichkeitsanweisung ist das Kernstück der Homöopathie und überragt in ihrer Gültigkeit das Gebiet der Heilkunde bei weitem. Die konkrete Durchführung dieser Anweisung geschieht wie folgt: Fast jede in der Natur vorkommende Substanz ist giftig. Die Giftigkeit der verschiedenen Substanzen unterscheidet sich lediglich in der Dosis, die für eine Giftwirkung notwendig ist. So ist für die Giftwirkung von Kochsalz eine wesentlich größere Menge notwendig als für die Giftwirkung von Quecksilber. Doch jede Substanz zeitigt ab einer gewissen Menge Vergiftungserscheinungen im menschlichen Organismus.
     
    Die Homöopathie bedient sich der Arzneimittelprüfung an Gesunden; ein Mensch nimmt von einer Substanz (Mineral, Pflanze usw.) so viel zu sich, dass der gesunde Organismus krank wird. Alle dabei auftretenden Symptome werden auf das genaueste beobachtet und protokolliert. So erhält man das Vergiftungsbild beziehungsweise das Arzneimittelbild einer bestimmten Substanz. Zwar zeigt ein solches durch Vergiftung erzeugtes Krankheitsbild immer nur die individuelle, subjektive Reaktion eines Körpers auf die Substanz, aber durch die wiederholte Prüfung der gleichen Substanz an verschiedenen Individuen lässt sich ein charakteristisches Wirkungsbild eines bestimmten Mittels aufstellen.
     
    Bei der Arzneimittelprüfung nimmt der gesunde Mensch ein Arzneimittel und wird hiervon krank. Findet der Arzt einen Kranken, dessen Summe der Symptome eine große Ähnlichkeit mit dem Krankheitsbild hat, das durch ein bestimmtes Mittel am Gesunden erzeugt wurde, so ist dieses Mittel das “Simile”, das heißt das richtige Arzneimittel, das in der Lage ist, den Kranken zu heilen. Allerdings bekommt der Kranke den Arzneistoff nicht in der materiellen (giftigen) Form.
     
    Es sei nochmals wiederholt: Ein Arzneimittel, z.B. Belladonna, ruft auf Grund der Giftwirkung beim Gesunden eine Krankheit mit charakteristischen Symptomen hervor. Hat ein Kranker, der kein Belladonna genommen hat, ein Symptombild, das mit dem Vergiftungsbild von Belladonna eine Ähnlichkeit zeigt, so ist Belladonna in der potenzierten Form das passende Heilmittel für diesen Patienten. Denn Similia similibus curantur – das Ähnliche wird durch das Ähnliche geheilt.
     
    Hier zeigt sich wieder die ganze Bedeutung des Polaritätsgesetzes: Das, was für den Gesunden Gift ist, ist für den Kranken das Heilmittel. Es ist wohl kein Zufall, dass im Griechischen das Wort Pharmakon sowohl Gift als auch Heilmittel bedeutet.
     
    Auf die beschriebene Weise wurden von den Pionieren der Homöopathie einige tausend verschiedene Arzneimittel am eigenen Körper auf ihre Vergiftungssymptome hin geprüft. Der Arzt machte sich selbst krank und wurde ein Mit-Leidender: Die eigentliche Bedeutung von Homöopath ist homoin – ähnlich, pathein – leiden. So, wie aus dem Gift durch Potenzierung ein Heilmittel wird, so wird aus dem Arzt, der freiwillig in die Krankheit hinabsteigt, der wahrhaft Heilende, weil er im Leid dem Kranken ähnlich wird. Schon an dieser Stelle drängt sich der Gedanke an Christus auf, der als Gott freiwillig ein leidender Mensch wurde, um so homöopathisch – durch ähnliches Leid – den Menschen erlösen zu können.
      Obwohl schon unglaublich viele Stoffe auf ihre Arzneimittelwirkung hin überprüft wurden, müssen immer weitere Stoffe dieser Prüfung unterzogen werden. auch wenn dadurch das Finden der richtigen. “ähnlichen” Arznei im Einzelfall immer schwieriger wird. Doch die Homöopathie ist mit ihrer Arbeit erst am Ende, wenn sie den gesamten Makrokosmos auf seine Gift- und damit auf seine Heilwirkung geprüft hat.
     
    Wenn wir uns erinnern an das, was wir im Zusammenhang mit der Astrologie über die Erkrankung an einem Urprinzip gesagt haben, dann muss die Arbeitsweise der Homöopathie immer klarer werden. Der Mensch als Mikrokosmos enthält in sich die Summe aller Urprinzipien in Form nichtmaterieller Einheiten. Der Makrokosmos enthält ebenfalls all diese Urprinzipien, aber in ihrer gestürzten, sündigen Form, gefesselt in der Dunkelheit der materiellen Erscheinungsweise. Der Sturz aus dem Reiche der Ideen in das Reich der Materie macht die Prinzipien giftig, denn giftig ist der Gegenpol von heil, heilig. Deshalb wurde oben gesagt, dass die materiellen Substanzen nie heilen können, denn sie sind selbst ja noch nicht erlöst.
     
    Nimmt ein Gesunder ein solches Urprinzip in seiner materiellen Erscheinungsform, so vergiftet er sich und wird krank. Im Kranken geschieht jedoch das gleiche. Im Kranken stürzt eines “seiner” Urprinzipien in die materielle Form, “wird dumm” (Fritsche) und materialisiert sich in seinem Körper als Stoff. Dieses verstofflichte Urpinzip vergiftet ihn nun, und so wird er krank. Ihm fehlt jetzt dieses Urprinzip auf der nichtstofflichen Ebene, dafür erlebt er dessen Giftwirkung auf der körperlichen Ebene.
     
    Der Homöopath, dessen schwierige Aufgabe es ist, herauszufinden, an welchem Urprinzip der Kranke erkrankt ist, gibt ihm das fehlende Urprinzip als Arznei, das zwar aus dem Makrokosmos stammt, aber durch die Potenzierung erlöst und so in die nichtmaterielle Form zurückverwandelt wurde. Der Kranke bekommt, was ihm fehlt. Diese Information sorgt dafür, dass im körperlichen Bereich das stofflich und giftig gewordene Urprinzip ausgeschieden wird. Man kann diese Ausscheidung experimentell messen: Bekommt ein Patient eine Gabe Sulfur D 200 (Schwefel), so scheidet sein Körper plötzlich ungefähr sechshundertmal soviel Schwefel aus wie normalerweise – bis zu 5,76 Gramm täglich.
     
    Mit dem Simileprinzip hat Hahnemann ein Urprinzip gültig formuliert. Heilung kann nur durch Ähnlichkeit erfolgen – weshalb man jedes therapeutische System daran messen kann, ob es dem homöopathischen Prinzip gerecht wird oder nicht. Die Schulmedizin denkt allopathisch, sie versucht durch das Gegenteil – per contraria – zu heilen. Das Gegensatzprinzip widerspricht dem Weltgesetz. Widerstand erzeugt immer Widerstand, man kann damit Effekte erzielen, aber nicht heilen. Das wussten alle großen Ärzte; bereits zweihundert Jahre vor Hahnemann sagte der große Paracelsus: “Auf keine Weise wird eine Krankheit per contraria – also mit den gegensätzlichen Mitteln geheilt -, sondern mit Hilfe des Simile” (sed quodlibet suo simile).
     
    Im “Paragranum” schreibt Paracelsus: “Weißt Du, dass eine Krankheit arsenikalisches Gepräge hat, so zeigt Dir das die Kur an. Denn Arsenik heilt Arsenik, Anthrax heilt Anthrax, wie Gift nun einmal Gift heilt. Darum heilt ein Mensch den anderen – und zwar weil die gleiche Anatomie da ist; gleiche Anatomie heilt wechselseitig.” Paracelsus kannte bereits das Simileprinzip, doch noch nicht die Arzneimittelherstellung durch Potenzieren. Statt dessen verarbeitete er seine Arzneien alchemistisch. In der alchemistischen Zubereitung von Arznei geschieht jedoch die gleiche Transmutation vom Gift zur Arznei, lediglich auf eine andere Weise wie bei der Potenzierung
     
    Abschließend sei nochmals an die im vorigen Kapitel skizzierte Astrotherapie erinnert, deren homöopathische Struktur jetzt noch besser verstanden werden kann. Leidet jemand am Saturnprinzip, so bekommt er als Heilmittel ebenfalls Saturnprinzipien verordnet. Der Depressive braucht deshalb einen schwarzen Raum, nicht bunte Farben und so weiter.
     
    Allen gemeinsam ist die Anschauung, dass jedes Kranksein eine mikrokosmische Wiederholung dessen ist, was wir Sündenfall nennen, und deshalb jede Heilung ebenfalls ein Erlösungsprozess im Kleinen sein muss.

    Ich weiß leider nicht wie man die Schriftgröße beeinflußt, weswegen ich vorab um Entschuldigung bitte, wenn das Schriftbild nach Veröffentlichung etwas seltsam aussehen mag – hier am Bildschirm tut es das jedenfalls. Aber das nur nebenbei.

    Ich hoffe, daß der obige Text vielleicht meine Sicht etwas verständlicher werden läßt, wonach die Linke in ihrer Gesamtheit (also in all ihren Spielarten) eigentlich gestürzte Religion ist – analog dem Sündenfall der Engel(!), der erst zur Entstehung der materiellen Welt, die wir üblicherweise als die Welt verstehen, führte. Dazu muß man sich gerade aktuell eigentlich nur Gesine Lötzsch anhören, die ja - wie alle (echten) Religionen – die Rückkehr ins Paradies anstrebt – nur ist ihr Paradies eben ein materielles, da sie nicht begreifen kann, daß die Materie und die materielle Welt an sich schon diese Ausfällung aus der überkosmischen, geistigen Welt darstellen, die wir mit dem Begriff des Paradieses zu fassen versuchen.

    Folgt man also dem Similegesetz, dann kann Heilung immer nur durch Ähnlichkeit, niemals aber per contrario erfolgen. Wenn es die Linke in ihrer unterschiedlichsten Spielarten ist, die letztlich geheilt werden muß, dann ist Heilung hier eben auch nur durch ‘Ähnliche’ (nämlich den einzelnen Spielarten möglichst Ähnliche) zu erreichen. Stellen wir uns ein Podest vor, dessen Seiten unterschiedlichste Längen hätten. Zu jeder dieser Seiten führe nun eine Treppe von einer tief unter dem Podest liegenden Basis. 

    Eine breite Treppe stehe dabei etwa für Sarrazin bzw. die Strömung der Linken insgesamt, die durch ihn repräsentiert wird. Eine wesentlich schmalere Treppe wird durch den Blogger – entsprechend seinem wesentlich spezielleren Thema - repräsentiert. Und eine noch schmalere Treppe stehe für Elsässer bzw. die Antideutschen zu denen er ja lange gehört hat. Und diese Treppe habe noch einmal mehrere Absätze … und Elsässer hat möglicherweise erst den ersten oder zweiten Absatz auf seiner Treppe erreicht.

    ABER – und das ist für mich das Entscheidende: Er ist einen Entwicklungsweg gegangen (egal wie der jetzt im einzelnen aussehen mag), denn sonst wäre er noch immer an der Basis bei denen, die ihn heute als Renegaten betrachten. Und soweit er die Erfahrungen, Gedanken, Einsichten, Gefühle … was-auch-immer-sonst-noch, die ihn zu der Position auf seiner schmalen Treppe gebracht haben, auf der er derzeit steht, formulieren – und natürlich veröffentlichen – kann, kann er zum Simile, zum Ähnlichen werden für die, die eben noch an der Basis sind und in sich eine Resonanz zu seinem Weg entdecken.

    Und gemeint ist hier natürlich das ‘Fußvolk’, nicht die Führungsschicht in diesem speziellen Sektor der Linken, denn die betrachtet ihn ja, wie du schon geschrieben hast, als Renegaten, hat ihn ‘exkommuniziert’ und will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Aber sofern irgendjemand etwa seine Compact-Zeitschrift kauft, weil er in sich eine Resonanz dazu entdeckt, dann kann genau das für ihn zum Heilmittel werden und ihn aus der reinen Verblendung wenigstens in die geringe Höhe bringen, in der sich Elsässer derzeit befindet. Und angesichts der nahezu umfassenden Macht der Linken und ihrer Positionen in der Politik, der Kultur, in den Medien … in der gesamten Gesellschaft halte ich es schlicht und einfach für einen Fehler jemanden wie Elsässer sozusagen prinzipiell zurückzuweisen, denn … die Zahlenverhältnisse (ich bin anhand des Beispiels konservativer Zeitungen in meinem vorigen Kommentar schon darauf eingegangen) - sie sprechen leider nicht für uns. Nirgends.

    Darüberhinaus machst du deine Kritk an Elsässer an seiner Position zum Islam bzw. der Islamkritik fest; darum geht es (mir) aber überhaupt nicht, denn der entscheidende Punkt (für mich) ist sein (geändertes) Verhältnis zum Nationalstaat, den er jetzt prinzipiell bejaht, statt ihn wie vordem bedingungslos zu bekämpfen. Daß er das aus den (aus meiner Sicht) falschen Gründen tut – weil er nämlich im Nationalstaat lediglich ein technisch-funktional geeignetes Mittel sieht dem internationalen bzw. von jeder nationalen Bindung völlig freien Finanzkapital Paroli zu bieten – spielt für mich jedenfalls keine Rolle, denn in diesem Punkt bin ich sozusagen ‘Kewil-pragmatisch’: Wo er was richtiges und meinem Anliegen nützliches sagt und vertritt, bin ich bei ihm – wo er das nicht tut, ist (bzw. bleibt) er mein Gegner.

    Und das ist auch mein Verständnis von ‘Querfront’: Es gibt mit Elsässer keine Querfront beim Thema Islam – habe ich jedenfalls nie behauptet, sondern der Punkt, der Stein, Janich und Elsässer verbindet oder verbinden könnte - der einzige Punkt! – ist die Bejahung des Nationalstaates statt seiner Überwindung, die ja faktisch durch die gesamte politische Klasse der BRD vertreten wird. Elsässers Position zum Islam habe ich weder bejaht noch vertreten.

    ds

    •  

      @ Leser:

      Ich hoffe, Du nimmst mir nicht übel, dass ich auf Deinen langen, durchdachten Kommentar in ungebührlicher Kürze antworte:

      Es nützt mir wenig, wenn jemand den Nationalstaat abstrakt bejaht, aber seine schwersten Gefährdungen nicht zur Kenntnis nimmt; das gilt für Elsässer wie für Janich, der am liebsten alle Grenzen für Massenmigration öffnen würde. Wenn Elsässer es schafft, den einen oder anderen Linken zum Nachdenken zu bringen, schön und gut – aber was haben wir damit zu tun?

  84.  

    Es nützt mir wenig, wenn jemand den Nationalstaat abstrakt bejaht, aber seine schwersten Gefährdungen nicht zur Kenntnis nimmt; das gilt für Elsässer wie für Janich, der am liebsten alle Grenzen für Massenmigration öffnen würde.

    Ja – der Punkt geht wohl an dich. ‘Abstrakte’ Bejahung des Nationalstaates, bei gleichzeitiger Negierung seiner zentralen Funktion – der Abgrenzung nämlich – … das kann natürlich nicht funktionieren. 

  85.  

    Es geht ja nicht nur um die Bejahung des Nationalstaates. Eine zentrale Frage ist auch, wie ich das Staatsvolk definiere. Und ich gehe mal ganz stark davon aus, daß ein Mann wie Elsässer unter Staatsvolk etwas völlig anderes versteht als ein Konservativer.
     
    Um zu einem Volk zu gehören reicht es meines Erachtens nämlich nicht aus, daß ich die jeweilige Staatsangehörigkeit habe und mir nichts zuschulden kommen lasse.
    Der Besitz eines britischen Passes, ein sauberes Führungszeugnis und die Fähigkeit mich auf Englisch zu unterhalten macht mich z.B. noch nicht zu einem Briten. Genauso ist ein Türke der einen deutschen Pass hat, sich auf Deutsch unterhalten kann und sich nichts zuschulden kommen läßt für mich noch kein Deutscher, sondern immer noch Türke. Man kann seine Volkszugehörigkeit nicht einfach so wechseln wie man sich die Haare färbt.
     
    Volkszugehörigkeit besteht eben aus mehr als einem Pass und der Sprache. Und alleine die Tatsache, daß Elsässer prinzipiell den Nationalstaat befürwortet sagt noch nichts darüber aus, wie er das deutsche Volk definiert. Es ist jedenfalls durchaus im Bereich des Möglichen, daß Elsässer (und andere die wie er denken) die Masseneinwanderung an sich schon deshalb nicht als Problem ansieht, weil es für ihn (durch eine andere Definition des Staatsvolkes) gar kein Problem gibt.
     

  86.  

    # Neo

    Diese Volks-Problematik hab ich ja in meinem Kommentar mit der ‘Identitäts-Elite’ schon anzuschneiden versucht. Zu ihrem damaligen Einwand, ob man es vielleicht etwas unkomplizierter darstellen könnte, versuche ich mal ein Bild:

    Wir alle wissen, daß wir in jedem Moment von einer Unzahl von Sendungen sozusagen ‘umgeben’ sind, die auf den unterschiedlichsten Frequenzen durch die Luft schwirren. Wir können sie aber nur wahrnehmen, wenn wir über entsprechenden Empfangsgeräte als Grundvoraussetzung verfügen; und in einigen Fällen - bestimmte private TV-Sender – bedarf es noch eines speziellen Decoders um die empfangene Sendung zu entschlüsseln.

    Übertragen wir dieses technische Beispiel und setzen wir ein:

    -  Empfangsgeräte = Individuen, die ein mögliches Volk konstituieren
    -  Decoder = Identitäts-Elite
    -  Sendung = kollektive Erfahrung
    -  Sender = ein bestimmter Aspekt des Unbewußten (bzw. des ‘Selbst’ als Ausdruck
                     für die Totalität aller möglichen Inhalte jenseits der Welt von Zeit und
                     Raum

    Nehmen wir an, ein Volk bestünde aus 1000 Individuen. Diese 1000 Individuen zerfallen in Gruppen und Grüppchen mit den unterschiedlichsten Interessen, denen sie nachgehen. Was aber verbindet und bindet dann alle und verhindert, daß die Individuen über kurz oder lang auseinanderlaufen wie verschüttete Milch?

    Die gemeinsame Bindung an EINE bestimmte kollektive Erfahrung – weil die Individuen, wenn wir sie uns als ‘Empfangsgeräte’ denken, durch ihre Konstruktion (die sie eben nicht willentlich willkürlich verändern können) auf EINE bestimmte Frequenz fest eingestellt sind, auf der eben nur ein bestimmter Inhalt gesendet wird. 

    Das Problem ist nun, daß diese 1000 Individuen zwar eine Sendung empfangen – aber sie verstehen sie (noch) nicht wirklich – etwa so, wie man beispielsweise sagt “Es liegt mir auf der Zunge …” – d.h. ich spüre den Inhalt, aber mein Ich kann ihn einfach noch nicht bewußt ergreifen … in Worte, Begriffe, Bilder fassen. Und diese Aufgabe hat nun die Identitäts-Elite, denn das sind diejenigen – bzw. sollten diejenigen sein - , die sich von den anderen Individuen dadurch unterscheiden, daß sie sozusagen einen eingebauten Decoder haben, der es ihnen ermöglicht, sich der Inhalte, die alle empfangen, ohne Hilfsmittel direkt bewußt zu werden und diese umzuwandeln in äußere Formen (Worte, Begriffe, Bilder…), die bei den anderen Individuen dieser speziellen Gruppe bei Konfrontation mit diesen äußeren Formen die innerlich empfangene Sendung klar werden lassen. 

    Ein Volk könnte man damit definieren als eine Vielheit von Personen, die aufgrund einer speziellen psychischen Konstruktion/Konstruiertheit, die sich nicht einfach willentlich bzw. durch irgendwelche äußerlichen Maßnahmen (z.B. ‘Umprogrammierung’ mit NLP … Tschakka, Tschakka, Tschakkka, …. ich-kann-wenn-ich-will …) ändern läßt, sozusagen fest eingestellt ist auf den Empfang einer bestimmten Erfahrung aus der Totalität aller möglichen Erfahrungen (die wir mit dem Begriff des Unbewußten zu umschreiben versuchen).

    Was nun in der Bundesrepublik passiert ist, ist, daß mit ihrer Geburt natürlich eine Form etabliert wurde, die natürlich ebenfalls Ausdruck einer bestimmten ‘Sendung’, also einer bestimmten Erfahrung aus der Totalität aller möglichen Erfahrung ist. Und man hat angenommen, daß es insofern zumindest eine Kontinuität zum Vorher gäbe, als auch dies ‘irgendwie eben’ Ausdruck desselben Inhaltes wäre, der in der Geschichte ca. 1000 Jahre lang mit den Begriffen ‘Deutsche/Deutschland/Hl. Röm. Reich deutscher Nation etc.’ bezeichnet wurde – nur halt etwas freiheitlicher, liberaler und natürlich vom Nationalsozialismus befreit.

    Das ist aber keineswegs der Fall. Was tatsächlich passiert ist – jedenfalls aus meiner Sicht – ist folgendes: Es wurde eine Form etabliert – nach Maßgabe der Siegermächte. Diese Form ist aber – wie jede staatliche Form – Ausdruck des Empfangs einer bestimmten kollektiven Erfahrung – nur kommt in diesem Fall die Form vor der Erfahrung, anstatt umgekehrt wie es eigentlich sein müßte. 

    Und diese Form … repräsentiert eine ganz andere kollektive Erfahrung als die, die 1000 Jahre vorher in diesem Raum präsent war – eine Erfahrung, die nicht ‘irgendwie ein bischen anders, ein bischen modifiziert ist, sondern die SO anders ist wie eben die Erfahrung zweier verschiedener Völker anders ist. Mit anderen Worten: Sie repräsentiert die Erfahrung eines völlig neuen Geschichtsvolkes: des Volkes Bundesrepublik! Und weil die Deutschen – gedacht als Erfahrungs-Empfänger mit einer bestimmten, festeingestellten Empfangsfrequenz - eben auf den Empfang einer ganz anderen Erfahrung eingestellt sind, passen sie natürlich nicht zur Form dieses ganz anderen, neuen Geschichtsvolkes ‘Volk Bundesrepublik’. 

    Und müssen deshalb weg. Was natürlich nicht auf einen Schlag geschieht, sondern sukzessive, allmählich - in mal ganz kleinen, mal etwas größeren Schritten. Um ersetzt zu werden von den ’Empfängern’, die tatsächlich zur ‘Form Bundesrepublik’ passen, ihre tatsächlichen Repräsentanten sind – und das sind eben die, die - nicht nur massenmedial, sondern auch hier auf diesem Blog (und ähnlichen Blogs) – als ‘Migranten’, ‘Einwanderer’ etc. bezeichnet werden. Während sie für jeden, der tatsächlich noch in (bewußter) Resonanz zu der kollektiven Erfahrung steht, die sich in den 1000 Jahren vor Beginn der BRD hier ausdrückte, Aggressoren und Okkupanten sein müßten. 

    Aufklären über diese Zusammenhänge, über dieses ablaufende Geschehen müßte eigentlich … die Gruppe, die ich als ‘Identitäts-Elite’ bezeichnet habe. Aber genau das ist nicht möglich, da – Stichwort ’68 – zwischenzeitlich ein Wechsel der Identitäts-Elite stattgefunden hat und die existente (im Sinne von ‘an der Macht befindlich) Identitäts-Elite eben nicht die der Deutschen, sondern die des ‘Volkes Bundesrepublik’ ist (was diese im Eigenerleben selbstverständlich ganz anders sieht!).

    Will man das ändern, muß sich erst eine neue Identitäts-Elite bilden, die in der Lage ist diese Vorgänge bewußt zu erfassen … und in entsprechende äußere Formen umzusetzen, die denjenigen, die tatsächlich Deutsche sind, die ‘Sendung’, den Inhalt auf dessen Empfang (vom Unbewußten her) sie tatsächlich (als Deutsche) ‘fest eingestellt’ sind, sozusagen ‘decodiert’, freischaltet. Was natürlich mit einem entsprechenden Schock des Erwachens verbunden wäre … daß man nämlich in Wirklichkeit dabei ist von einem ganz anderen Geschichtsvolk, dem ‘Volk Bundesrepublik’, ganz allmählich umgebracht zu werden. Was weiter – ich möchte hier nicht zum Heuchler werden – keineswegs moralisch besonders verwerflich wäre, sondern einfach nur dem normalen Gang der Dinge entspricht: Das ‘Volk Bundesrepublik’ will auch ‘nur’ leben und da es in Wirklichkeit eben nicht zwei Völker zur selben Zeit in der selben Form geben kann … muß dasjenige, das nicht zur Form paßt eben sterben. Den Übergang zum Untergang, das Zwischenstadium des (noch) unentschiedenen Ringens nennt man halt ‘multikulturelle Gesellschaft’; ein Begriff, der verschweigt, daß es sich um ein Übergangsstadium handelt, an dessen logischem Ende eine neue monokulturelle Gesellschaft stehen wird – eben die des ‘Volkes Bundesrepublik’.  

    Um die Situation der Deutschen, so wie ich sie sehe, abschließend noch mal in einem – hoffentlich bekannten – Bild zu fassen: Sie kennen vermutlich diese Filmtrilogie des ‘Herrn der Ringe’. Da gibt es diesen König von Rohan, Theodin. Und der ist im zweiten Teil der Trilogie besessen vom Geist des Zauberers Saruman, d.h. sein Geist ist vernebelt durch einen Gehilfen Sarumans, Grima Schlangenzunge. Die Deutschen der Gegenwart entsprechen sozusagen dem Bild des Königs Theodin während seiner Besessenheit – und wenn nicht ein Gandalf kommt (= eine neue Identitäts-Elite), die den bösen Geist zu vertreiben vermag … dann werden sie eben sterben.