Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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„Wie … möchte man das bitte verstehen, daß einerseits 80-95% der Menschen den Thesen Sarrazins zustimmen und andererseits aber alle wieder geschlossen genau wie immer die Parteien wählen, die genau diese Misere verursacht haben und erklärtermaßen keinen Furz unternehmen wollen, um Linderung zu schaffen?

Im Speziellen will nach einer aktuellen Umfrage in Hessen die Mehrheit rotgrün wählen. (…)

Ich habe mich schon des öfteren gefragt, woran es liegt, daß uns die Politiker immer so ein bisschen für blöd verkaufen. Die einfache Antwort lautet: wir sind mehrheitlich so blöd.“

Vitzliputzli

8 Antworten auf Blöde Republik Deutschland

  • Einerseits richtig, denn die breite Masse ist (noch) nicht in Lage, die enorme Wichtigkeit und Brisanz der Thematik zu erfassen, bzw lässt sich vom medialen mainstream wieder einlullen.

    Andererseits: gäbe es bspw einen entsprechenden Volksentscheid, würde die Bevölkerung sicherlich „pro Sarrazin“ entscheiden.*

    Und: gäbe es so etwas wie die „Sarrazin-Partei“ (bzw DIE EINE islamkritische Partei Deutschlands), bekäme die sicherlich auch zweistellige Umfragewerte. Dass es die nicht gibt, ist aber nicht die Schuld des Wählers. Ich hoffe inständig, dass sich diese Partei bis 2013 noch aus dem unsäglich zerklüfteten konstervativen Lager herauskristallisiert.

    * wobei sich an dieser Stelle die Frage stellt: warum gibt es eigentlich keinen?

  • Ist so, ganz offensichtlich, denn eine andere Erklärung dafür kann ich nicht finden.
    „Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber“. Was aber ist die Ursache dieser Dummheit?
     

    • Wie mir aus gut unterrichteter Quelle zugetragen worden ist, ist der gegenwärtige demoskopische Höhenflug der Grünen nicht auf deren eigene Stärke zurückzuführen, sondern auf das Anwachsen des Nichtwählerlagers, wovon vor allem die sogenannten Volksparteien betroffen sind.

  • An Manfred (zum Kommentar):
    Den Gedanken hatte ich auch mal. Ich habe ans ZDF-Politbarometer geschrieben, daß mich die sog. Sonntagsfrage immer besonders interessiere, daß die Umfrage aber doch noch aussagekräftiger wäre, wenn es auch eine Angabe zur Wahlbeteiligung gäbe. Wer antwortet z.B.: „Ich gehe (diesmal) nicht zur Wahl.“ oder „Ich weiß (noch/wieder) nicht, wen ich wählen soll.“ – Man hat sich für mein Interesse bedankt und die Anregung weitergeleitet… Leider scheint sie aber niemanden überzeugt zu haben. 😉

  • In der Tat ist das Nichtwählerlager das Problem in Deutschland. Deshalb wird auch vom Parteienkartell jede ernsthafte Konkurenz bekämpft die für Nichtwähler eine Alternative zur Nichtwahl stellen würde.
    Auf der anderen Seite halte ich viele Zeitgenossen schon für bescheuert. Sie halten alles was unterhalb des Parteienkartells auf dem Wahlzettel steht, entweder für unwählbar oder meinen, dass das nichts bringt.
    Ich halte es durchaus für möglich, dass die Grünen bei einer Wahlbeteiligung von 50% die stärkste Partei werden können und ein Grüner Türke Bundeskanzler wird. Das staatlich finanzierte Bildungsbürgertum samt Sozialindustrie wählt grün, schon weil der Ökologismus ihre Ersatzreligion darstellt.
     

  • Man sollte mal darüber nachdenken, ob das Nichtwählerlager tatsächlich nicht etwas kleiner ist, als es offiziell auszusehen scheint.

    Beispiel: In meinem Stadtteil war die Anzahl der Stimmen für eine rechte Partei kaum höher, als die Anzahl der Personen, die sich in meinem Bekanntenkreis dazu bekannten, diese zu wählen.
    Wenn man dann noch schaut, wie die Wahlhelfer geworben und eingesetzt werden, so erhöht das den Verdacht, der Manipulation.

    Daß bei allen Stimmennachzählungen bspw. die NPD fast die doppelte Stimmenzahl erhielt, ähnliches in Bremerhaven mit der BiW, scheint mir darauf hinzudeuten, daß es einen allgemeinen Trend gibt, es mit den Stimmen für rechte Parteien nicht allzugenau zu nehmen. Für einen Rechtsstaat ein Skandal. Nur schert das den Rechtsstaat offensichtlich einen Dreck.
    Dieser „Trick“ wurde schon in der DDR „erfolgreich“ angewendet – bis zu deren Ende.

    Andererseits darf man zwei Faktoren nicht übersehen: Die Dummheit, Feigheit und Faulheit vieler und den Anschein, das sich das „System“ selbst gibt, nämlich ein autokratischer abgeschlossener Block zu sein. Das dürfte viele Resignationen nach sich ziehen. Man könne ja eh nichts ändern!

    Noch dazu kommt die nicht ganz abwegige Vermutung, daß dem Personal in den rechten Parteien eine fähige Staatsführung kaum zuzutrauen ist. Dem schließe ich mich auch ausdrücklich an. Nur sind hier noch zwei andere Dinge zu berücksichtigen.
    Erstens versagen gerade auch die aktuellen Parteien bereits seit 20 Jahren, sie sind also in nichts besser, als das schlimmste, was man rechten Parteien vorwerfen könnte. Die Altparteien sind nur etablierter.
    Zweitens geht es bei der Wahl einer rechten Partei ja realistisch nicht um Regierungsbeteiligung. Das kann man getrost selbst bei einem überwältigendem Wahlerfolg ausschließen. Es geht statt dessen um die prinzipielle Veränderung des Parteienspektrums und dessen Wahrnehmung.

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind das doch alles Telefonumfragen. Nun, ich gehöre zu denjenigen, die Grundsätzlich keine Fragen beantworten, bzw. gleich wieder auflegen. Es wird also hauptsächlich ein bestimmter Menschenschlag(naiv, blauäugig, links/grün) bereitwillig Auskunft geben. Das würde auch diese widersprüchlichen Umfrageergebnisse erklären. Ich will einfach nicht glauben, dass die Masse der Deutschen wirklich so doof ist.

  • Nur mal so zur Information:
    Beteiligung an Bundestagswahlen seit 1949 in Prozent 40er-Jahre
    14.08.1949: 78,5
     50er-Jahre
    06.09.1953: 86,0
    15.09.1957: 87,8
    60er-Jahre
    17.09.1961: 87,7
    19.09.1965: 86,8
    28.09.1969: 86,7
    70er-Jahre
    19.11.1972: 91,1
    03.10.1976: 90,7
    80er-Jahre
    05.10.1980: 88,6
    06.03.1983: 89,1
    25.01.1987: 84,3
    90er-Jahre
    02.12.1990: 77,8
    West: 78,6
    Ost: 74,5
    16.10.1994: 79,0
    West: 80,5
    Ost: 72,6
    27.09.1998: 82,2
    West: 82,8
    Ost: 80,0

    22.09.2002
    79,1
    West: 80,6
    Ost: 72,6

    18.09.2005
    77,7
    West: 78,5
    Ost: 74,3

    Nur 72,2 Prozent der wahlberechtigten Deutschen haben ihre Stimme zur Bundestagswahl 2009 abgegeben.

    http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/themkarten/tk_wahlbeteiligung_l_99.html

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