Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat den Medien vorgeworfen, nicht ausreichend über den versuchten Brandanschlag auf die Mainzer Synagoge berichtet zu haben. Es sei ihr „unbegreiflich, warum ein Anschlag auf ein jüdisches Gotteshaus in Deutschland offensichtlich nicht mal mehr eine Meldung in den Hauptnachrichten und Schlagzeilen wert ist“, erklärte Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch am Montag in München. …Es erschließe sich ihr nicht, „warum dieser Angriff auf unsere freiheitlich demokratische Gesellschaft in der veröffentlichten Meinung sang- und klanglos verpufft“, erklärte Knobloch weiter. Sie habe wirklich gehofft, „dass in Deutschland 72 Jahre nach der Reichspogromnacht, einer Initialzündung des Holocaust, ein stärkeres Verantwortungsbewusstsein und höhere Sensibilität vorherrschen.“ Es sei „bedenklich“, dass dem offenkundig nicht so sei. Dies sei eine Gefahr für die Demokratie.

(stern.de)

Nun, Frau Knobloch, dann wollen wir Ihrem Kapee einmal auf die Sprünge helfen: Die Täter sind noch unbekannt. Sollte sich herausstellen, dass sie Deutsche waren, dann werden Sie Ihre Schlagzeilen schon noch bekommen, und die gesamte deutsche Journaille wird im Chor ein markerschütterndes „Wehret den Anfängen!“ schmettern.

Waren die Täter aber Muslime, wird nichts dergleichen geschehen. Darüber könnte man nämlich nicht berichten, ohne den völlig abwegigen Verdacht zumindest zu suggerieren, die Tat könne irgendetwas mit dem Islam zu tun haben. Und wer solches suggeriert, kann sicher sein, dass der Zentralrat der Juden ihn mit der Nazikeule erschlagen wird. Da hält man sich lieber bedeckt.

Wie immer gehen die „Korrektheiten“ den MSM mit gutem Beispiel voran. Würdigen wir also den Sachverhalt:

Laut ersten Ermittlungsergebnissen warfen die Unbekannten einen Brandsatz, eine Art Molotowcocktail, von der Straße an einen Baum, von wo er abprallte und auf dem Boden verpuffte. Schaden entstand an der Synagoge nicht. (Focus-online)

Mit Verlaub: Ein solcher Vorgang ist ungefähr so schlagzeilenträchtig wie der vielzitierte Sack Reis, der in China umfällt. Fällt er aber vor einer Synagoge in Deutschland um,dann, ja dann ist das „Angriff auf unsere freiheitlich demokratische Gesellschaft“. Weswegen auch in den Netzausgaben der meisten wichtigen Medien darüber berichtet wurde. Lieber die Leser mit Lappalien langweilen als den Zentralrat der Juden verärgern.

Aber nein, das genügt nicht, es muss auf Seite 1, es muss in die Tagesschau, und möglichst soll wohl noch der Bundestag zu einer Sondersitzung zusammentreten! Und wenn das nicht geschieht, erlässt Frau Knobloch eine Fatwa, wonach die Deutschen ihrer Verantwortung vor der Geschichte nicht gerecht werden.

Ihre Sorge um die deutsche Demokratie ehrt Sie, Frau Knobloch. Ich wüsste nur gerne, warum diese Sorge bei anderen und dramatischeren Gelegenheiten so viel weniger brennt.

8 Antworten auf Wenn ein Sack Reis umfällt

  • Der Sack Reis ist umgefallen: „Swastika Brand„.

  • Anmerkung
    Vor etwa einem halben Jahr wurde auf die Synagoge in Worms ein Brandanschlag verübt, welche die hiesigen Mannheimer Grünen als Begründung zum verstärkten Kampf gegen Rechts nahmen.
    Bis heute ist der Brand in Worms nicht geklärt – zuletzt (im Juli) wurde bekannt, dass der Brand nur durch jemand gelegt werden konnte, der einen der wenigen Schlüssel zur Synagoge besitzt. Danach wurde die anfänglich hysterische Berichterstattung deutlich ruhiger… .

  • „… warfen die Unbekannten einen Brandsatz, eine Art Molotowcocktail, von der Straße an einen Baum, von wo er abprallte und auf dem Boden verpuffte. Schaden entstand an der Synagoge nicht.“
     
    hört sich verdammt nach brd-rechten an.
     

  • Die Kirche meiner Heimatpfarrei ist seit einigen Jahren außerhalb der Gottesdienstzeiten abgeschlossen. Warum wohl? Eine Liste im Eingangsbereich, aus der ich leider nur dem Gedächtnis nach zitieren kann, gibt ausführlich Auskunft: Innerhalb von etwa vier Jahren wurde circa 40 bis 50 mal „grober Unfug“ getrieben, z. B. diverse „Verunreinigungen“ (Details erspare ich mir) inner- und außerhalb, Verwüstung der Weihnachtskrippe, Versengen einer massiven Kirchentür aus Holz, Zerstören von Kirchenfenstern durch Steinwürfe, Beschädigung von Skulpturen, Besudelung durch flüssiges Wachs aus den Opferkerzen, Verstreuen von Schriften aus dem Schriftenstand im gesamten Kirchenraum, Beschmieren der Wände und vieles mehr. Das alles scheint so normal und alltäglich zu sein,dass es, wenn überhaupt, allenfalls in einer Fünf-Zeilen-Mitteilung in der Lokalpresse veröffentlicht wird.
    Was passieren würde, wenn es sich statt um eine Kirche um eine Synagoge oder Moschee handeln würde, brauche ich den Lesern dieses Blogs wohl nicht zu schildern.
     
     

  • Quod licet Iovi, non licet bovi.

  • Es scheint als ob sich das Interesse der Bevölkerung an Meinungsäusserungen der Zentralräte der Bayern, Juden, Christen, Moslems, Hindus, Kaninchen und Erdnusszüchter in diesem Land gegen NULL bewegt.
    Gut so, wenn dieses Lobby Geheule irgendwann nicht mehr in unserem Parlament wiederhallt, kann vielleicht wieder eine Politik für das Volk Einzug halten

  • Ergänzung: Weiterer „Grober Unfug“,der mir noch eingefallen ist: Zerdeppern von Bierflaschen und Zünden von Knallkörpern im Kircheninneren, Besprühen der Außenwände. Ich denke, das reicht wohl.

  • Was Kirchenschändungen angeht sind es oft Satanisten/Black Metal Fans.
    In Norwegen gab es vor einigen Jahren eine ganze Reihe von Brandstiftungen.

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