Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Manchmal, nein meistens, kostet Bloggen Überwindung, jedenfalls wenn man über solche Themen schreibt wie ich. Was mich schon mehr als einmal davon abgehalten hat, mich mit bestimmten, auch wichtigen, Themen zu beschäftigen, war diese spezielle Mischung aus Ekel, Wut, Trauer und Resignation, das Gefühl Sisyphus, das einen überfällt, wenn man dem eigenen Land beim Untergang zuschauen muss, während einem eine unaufhörliche Propaganda in die Ohren dröhnt, die Titanic sei nicht nur unsinkbar, sondern könne ruhig noch ein paar Lecks mehr vertragen.

Die Fernehsendung über den Kulturkampf im Klassenzimmer zum Beispiel habe ich mir bis jetzt nicht angetan, und auch beim Tod von Kirsten Heisig konnte ich mich nicht aufraffen, die Einzelheiten und besonders die Ungereimtheiten in der offiziellen Version zu dokumentieren und zu analysieren, obwohl es wahrhaftig wichtig war.

Glücklicherweise bewegen wir uns in einem Netz, und was der eine Blogger unterlässt, tut dafür der andere. So hat Judith die bisher bekannten Fakten übersichtlich zusammengestellt und kommentiert: Hier klicken!

15 Antworten auf Überwindung

  • Sarrazin hat jetzt seine Gedanken in einem Buch manifest gemacht: „Deutschland schafft sich ab“, bei DVA. Erscheint im August. € 23,-

  • Hat irgendjemand die Leiche von Frau Heisig wirklich zu Gesicht bekommen? Es gibt eine weitere Theorie, derzufolge sie in eine Art „Zeugenschutzprogramm“ genommen worden sein und ihr inszenierter Tod Spuren verwischen soll. Das wurde in Köln schon mal mit einem Staatsanwalt gemacht, wie die Kommentatorin Paula bei Kewil herausgefunden hat:
    http://fact-fiction.net/?p=4669#comments

  • In diesem Lande beginnen sich die „Leichen im Keller“ zu stapeln. Buback, Barschel, Heisig…

    In Berlin scheint man nicht ohne Grund die Befürchtung zu haben, daß, wenn alle Tatsachen offenliegen würden, es zu einem offenen Ausbruch von Bürgerkrieg (dann nicht mehr zu bremsen) käme. Man fragt sich, wann das Volk die Unterdrückung von Fakten nicht mehr toleriert. Wer setzt den Bohrer wo an? Früher gab’s mal in diesem Lande nachhaltig-investigativen Journalismus. Sich mit ander Leute Betrügereien oder Steuern zu befassen ist halt leichter, als (Aufrags-)Mord und Totschlag zu recherchieren.

  • In Bezug auf Kirsten Heisig kommt folgendes hinzu:
    Sie war Mitglied der SPD.
    Ihr Thema war die Kriminalität.
    Sie glaubte wohl tatsächlich die straffälligen Jugendlichen und deren Familien integrieren zu können.
    Den Zusammenhang zwischen Islam und Gewalt, also das Dschihadsystem hat sie weder gesehen, noch thematisiert, geschweige kritisiert.
    Das schmälert nicht ihren Mut, zeigt aber die Gefahr, in die sich der begibt, der die Zusammenhänge aufzeigt.

  • @ thatcher
     
    die theorie hat paula von mir. ich hatte sie bei kewil aufgestellt, um darzulegen, daß meine – natürlich nicht ernstgemeinte – theorie wesentlich plausibler ist als die verschwörungstheorie der übrigen und wie leicht es ist, aufgrund der bekannten fakten eine neue verschwörungstheorie aufzustellen, noch dazu eine, wozu man keine tiefkühltruhe benötigt:
     
    #  vitzliputzli meint:
    9.07.2010 um 0:36

    corax

    das ist zwar grundsätzlich richtig, aber einfach nur herumzweifeln ist ein bischen doof. pass mal auf: ich mach es dir vor:

    ich bezweifle, daß die richterin überhaupt wirklich tot ist.

    die ganze story wurde offiziell erfunden, weil sie wegen ihrer harten urteile gegen die jugendlichen bedroht wurde und nun lebt sie vermutlich mit neuer identität vermutlich in kleckersdorf.

    besser?

    als begründung biete ich an, daß sie schließlich von den hunden erschnüffelt worden wäre, hätte sie wirklich tagelang da gehangen und ausserdem kommt niemand ohne leiterwagen auf 10m an einer buche hoch.

    ich finde meine theorie viel besser als deine, denn du brauchst noch eine tiefkühltruhe.
     
    http://fact-fiction.net/?p=4588

  • @vitzliputzli
     
    Na fein; so entstehen urbane Legenden und die Verwirrung nimmt immer noch mehr zu. Ich halte die Geschichte mit dem Zeugenschutzprogramm für nicht sehr glaubwürdig, denn da hätte man doch zumindest die beiden Töchter mit einbezogen, also eine ganze „Familientragödie“ oder einen „Autounfall auf der Fahrt in den Urlaub“ inszenieren müssen.
     
    Ob man für eine Theorie, die besser ist als die hanebüchene von an der Leiche vorbei laufenden Polizeihunden, die die Medien vertreten, eine Kühltruhe braucht oder nicht, ist relativ belanglos, solange es keine Leiche gibt. Findet man die, kann man auch sagen, wann die Person starb, und auch, ob der Verwesungsprozeß zwischendurch aufgehalten wurde, was nur durch Kühlung möglich ist. Ohne Leiche ist es enorm schwierig, überhaupt einen Mordprozeß zu führen. Also wo ist die Leiche? Und sind an der nach Verwesung riechenden Plastikplane, die im Wald gefunden wurde, DNA-Spuren der Richterin gefunden worden? Der erschlagene Hund – war das ihrer? Warum erfahren wir eigentlich überhaupt nichts aus der Presse; sie könnte ja wenighstens weitere Lügen dazuerfinden?
     
    Natürlich gibt es ein öffentliches Interesse an der Aufklärung dieses Todesfalls. Eine Presse, die so offensichtlich lügnerisch und schweigsam die Öffentlichkeit im Dunklen läßt, ist mindestens Komplizin der Mörder.
     
    Wenn wir uns an den 10. April erinnern: Da gibt es auch einen klaren Hinweis darauf, dass die in den Medien erzählte Geschichte Schwachsinn ist. Die Flugzeugteile, die überall im Fernsehen zu sehen waren, waren oben grün vor Flechten. Das Flugzeug ist, bevor es zu der Inszenierung verwendet wurde, jahrelang irgendwo der Witterung ausgesetzt gewesen. Nicht mal ein Pole wäre auf die Idee gekommen, mit sowas zu fliegen, und 100 hochgestellte Persönlichkeiten schon gar nicht. Außerdem hätten die gezeigten Trümmerteile gar nicht für ein flugtaugliches Flugzeug ausgereicht. Das hätte überhaupt nicht fliegen, ergo auch nicht abstürzen können.
     
    Wenn die also gar nicht abgestürzt, sondern womöglich samt des wirklichen Fliegers umgeleitet worden sind, dann könnten die Leute vielleicht doch noch leben. Man müsste die Gräber öffnen, um zu sehen, ob da überhaupt jemand beerdigt wurde, und wenn ja, wer. Und wenn es nicht die genannten Leute sind, dann wäre doch mal interessant herauszufinden, ob die noch leben, ggf. wo die jetzt sind und wer zum Henker es vermag, 100 Persönlichkeiten so dauerhaft außer Landes und aus der Öffentlichkeit zu schaffen und zu welchem Ziel.
     
    Wenn die Presse das nicht leistet und statt dessen Märchen verzapft, deren Märchenhaftigkeit Kinder durchschauen könnten, muss sie sich nicht wundern, wenn sich Menschen ihre eigenen Gedanken dazu machen, was plausibel ist und was nicht.

  • „Na fein; so entstehen urbane Legenden und die Verwirrung nimmt immer noch mehr zu.“
     
    nochmals zur klarstellung:
    ich habe diese theorie als beispiel dafür aufgestellt, daß man jederzeit irgendwelche beliebigen theorien aufstellen kann, die genauso plausibel sind. das war – das geht aus dem thread dort zusammen mit meinen anderen beiträgen dort – deutlich hervor:
    das war natürlich keine ERNSTGEMEINTE theorie von mir. aber paula verbreitet das jetzt auch noch als ernst. deswegen wollte ich das hier klarstellen.
    die frau hat suizid begangen und basta. es gibt bisher nicht einen einzigen gegenteiligen anhaltspunkt. alles andere ist großangelegte verschwörungstheorie. habe ich auf meinem blog gerade thematisiert.
    http://vitzliputzli.wordpress.com/2010/07/26/zur-verschworungstheorie-betr-richterin-kerstin-heisig/
     
     
     

  • @ Manfred

    kann dich gut verstehen. Einerseits verfügen die Linken über institutionelle Macht, in der Dimension von mehreren Zigmilliarden Euro wenn man GEZ, Presse, und politische Institutionen zusammen rechnet. Dazu kommt die Totalkontrolle über alle Universitäten und praktisch alle Schulen. Überall wird die linke Weltsicht indoktriniert.

    Auf der anderen Seite eine Hand voll Blogger, sonst nichts. So liegen die Kräfteverhältnisse.

    Die Linken haben die Wertvorstellungen im Westen auf ihre Ideologie hin umgepolt. Und die Bevölkerung hat sie verinnerlicht, fast vollständig.

    Da gibt es hunderttausende Opfer kultureller Bereicherung durch Südländer. Sei es daß man wegziehen muß, weil einen die Südländer täglich ihren lodernden Haß spüren lassen als Ungläubiger, oder daß die Kinder vielfach ausgeraubt, zusammengeschlagen oder gar vergewaltigt werden – all die PädagogInnen und LehrerInnen, die tagtäglich erfahren dürfen, daß man sie für minderwertige Schlampen hält – und alle, wirklich alle schweigen sie.

    Von solchen Leuten liest man nie auf den wenigen Blogs die nicht Links sind. Sie nehmen all das hin wie ein Gottesurteil.

    Für wen sich also einsetzen ? Es wird einem kaum jemand danken. Wenn es Eltern egal ist, ob ihre Kinder ausgeraubt und vergewaltigt werden, zumindest egal genug um weiterhin in totaler Passivität zu verharren, nicht mal einen Kommentar für eine Zeitung abzufassen – dann kann man einfach nichts meht machen.

    Die Allermeisten würden nicht mal gegen eine Steinigung auf dem Marktplatz protestieren, weil sie verinnerlicht haben, daß jede Kritik an fremder Kultur rechts ist, und somit das Abscheulichste, was man nur sein kann. Schlimmer als eine Steinigung zu dulden.

    Ein solches Verhalten ist keineswegs absurd. Es ist zutiefst menschlich. Früher ließen sie es zu, daß ihre Kinder für Kriege verheizt wurden, heute wird eben für Multikulti verheizt.

    Rebellisch werden die Leute nur, wenn man sie dazu animiert und moralisch legitimiert. Das verstehen die Linken perfekt. Aber eben nie die Liberalen. Für liberale Werte engagieren sich die Menschen nicht, sondern nur für radikale. Bzw. radikale Charaktere engagieren sich radikal für radikale Ideen, aber liberale Charaktere eben nicht radikal für liberale Ideen. Darum setzen sich die Radikalen, Intoleranten, die Linken, Islamofaschisten, die Ökonazis, ect. letztlich durch. Weil sie die Energie haben, die die breite Masse nicht mal ansatzweise entfaltet,  selbst wenn die eigenen Kinder Opfer von Mord, Raub und Vergewaltigung werden.

    Trotzdem danke für deine wirklich fundierten, anregenden, und dennoch spannend- unterhaltsam geschriebenen Beiträge hier.

  • @ thatcher
    mir ist das zu theoretisch. ich will die diskussion vom blog hier nicht unkollegial auf meinen lenken, aber ich habe die argumente dafür und dagegen bei mir aufgeführt und will sie hier nicht nochmals wiederholen.
     

  • <i>die frau hat suizid begangen und basta. es gibt bisher nicht einen einzigen gegenteiligen anhaltspunkt. alles andere ist großangelegte verschwörungstheorie.</i>
     
    Erstens ist mir das viel zu apodiktisch, und zweitens liegt die Beweislast für eine Theorie bei demjenigen, der sie aufstellt. Das gilt nicht nur für Amateure wie die als „Verschwörungstheoretiker“ Verunglimpften, sondern auch für die Presse, denn die von ihr vertretene Version des Tathergangs ist zunächst ja auch nur eine Theorie.
     
    Sie verkennen auch, wie es überhaupt zur Bildung von echten Verschwörungstheorien kommt. Natürlich KANN sich jeder Phantasiebegabte irgendetwas frei ausdenken, doch das Ergebnis dieser Phantasie dürfte im Allgemeinen weder frei von inneren Widersprüchlichkeiten sein, noch mit der empirischen Befundlage übereinstimmen, noch belastbares Material oder Zeugen im Hintergrund haben und daher als untaugliches Machwerk sehr schnell zu entkräften sein.
     
    So entstehen echte Verschwörungstheorien also nicht.
     
    Die beiden Hauptmethoden der Entkräftung – Aufdecken innerer Widersprüchlichkeiten der Theorie sowie von Ungereimtheiten zwischen Theorie und Befundlage – sind aber auf die von der Presse herausgegebene Erklärung für den Hergang genauso anwendbar und können daher ebensogut dazu führen, dass die angebotene Erklärung als unglaubwürdig verworfen wird.
     
    Daher ist zu unterscheiden zwischen einem bloßen Bezweifeln der verbreiteten Version und dem Präsentieren einer ernstgemeinten alternativen Erklärung. Ersterem kann keine Beweislast aufgebürdet werden, nur von zweiterem muss ein schlüssiger Beleg verlangt werden.
     
    Die meisten echten Verschwörungstheorien dürften einen wahren Kern haben, d.h. ein geheimes Dokument, eine Zeugenaussage, einen „whistleblower“ oder etwas Vergleichbares. Wenn sich das Wissen darum dann trotz Mediensperre verbreitet, wird reflexhaft vor Verrückten gewarnt, die „Verschwörungstheorien“ verbreiten, als würden für Amateure komplett andere logische Regeln gelten als für die, die Profis, die bezahlten Journalisten. Und das ist eine Konsequenz der sozialistischen Hybris, gleicher zu sein als andere.

  • mir ist das zu theoretisch.
     
    Das betrachte ich als Eingeständnis, dass Sie auf meine Argumente nichts mehr zu entgegnen wissen. Wenn man schon mit Leuten diskutiert, die es wagen, sich ihres Verstandes zu bedienen, dann kann man sich nicht darauf herausreden, man beherrsche die erkenntnistheoretischen Grundlagen solcher Diskussionen nicht, die doch jedem Unvoreingenommenen einleuchten müßten.
     
    Ich werde den geschlagenen Gegner selbstverständlich bis auf sein eigenes Territorium verfolgen. Auf Wiedersehen dort!

  • „Das betrachte ich als Eingeständnis, dass Sie auf meine Argumente nichts mehr zu entgegnen wissen.“
     
    werter thatcher, ich bin schlicht zu faul, mich mit diesen theorien zu befassen.
    seitdem der theoretisch so wunderschöne kommunismus praktisch so furios gescheitert ist und die erde dann doch eher rund ist, habe ich ein gestörtes verhältnis zu theorien :-) . dafür verstehe ich das eine oder andere von menschlichen verhaltensweisen.
    das soll dich aber keineswegs davon abhalten, in die praktischen niederungen herabzusteigen.

  • @spartakus

    Du spendetest trostreiche Worte an Manfred – wohlgetan.
    Aber in Deiner Perzeption der linken Energetik irrst Du.
    Es kann sehr wohl ein radikales Engagement für liberale Ideen geben –
    und es gab – historisch – radikales Engagement für liberale Ideen.
    Entscheiden ist das GEFÜHLTE KOLLEKTIV INTERESSE.
    In unserer Gegenwartsgesellschaft ist die Wahrnehmung und Organisation von Interesse aber von einer starken Matrix fixer Leitbilder geprägt –

    zugelassen sind :
    1.
    Hedonistische Interessen – Genuß, Rauschmittel, Sex, Exhibitionismus, Narzismus
    unbedarfte Zufriedenheit
    2.
    Finanzegoismus, Karrierismus, das „individuelle Eigeninteresse“ schlechthin
    3.
    Ausleben von Verrücktheit, psychische Anomalien, Ausrasterei, Amoklaufen
    4.
    Kollektive „Interessen“wahrnehmung nur innerhalb selektierter Themen/Betroffenheitskomplexe : Umwelt, Klima, Atom, Minderheiten, Geschlechter,
    Kampf gegen Rechts, „gegen Gewalt“, „für den Frieden“

    eine wirklich befreite politische Willensbildung – Volksentscheide – findet unterhalb dieser Ebene nicht statt – und ein massenhaftes politisches Interesse gibt es nicht
    – und gab es aber auch nie als zuverlässige Größe.
    Trotzdem ist es auffällig, wie sehr heute in den westlichen Industrieländern -IM GEGENSATZ ZU FRÜHER – spontane Massenbewegung fehlen, die sich auf die folgenden klassischen Masseninteressen stützen :
    LOHNERHÖHUNG – ARBEITSPLÄTZE – DEMOKRATIE -REGIONALES KOLLEKTIV -ETHNISCHES KOLLEKTIV – NATIONALES KOLLEKTIV
    5.
    Das linke Kollektivinteresse ist kein autonomes, vitales Kollektivinteresse – denn welche arbeitende Klasse sollte sich hier auf welches befreiende Zukunftsmodell
    vorbereiten ? Und welche Avantgarde ihr vorausgehen ?
    Bei dieser Linken handelt es sich um ein gespenstisches, hybrides, fremdgelenktes
    heterogenes compositum mixtum, das sich mit einem Vokabular aus der historischen Unterwelt der Destabilisierung sämtlicher ordnenden Institutionen widmet :
    „Gegen Staat, Kapital, Nation“ stand auf den Fahnen des Nachtmarsches gegen den
    Anti Islam Kongreß in Köln.

    Eine natürliche Radikalität – auf der Achse bedrohter Interessen – stellt sich nicht mehr ein, da eine erfolgreiche Gehirnwäsche die westlichen Völker in einer kollektiven
    neurotischen Konversion – Kolonialismus, Weltkriege, Umwelt – befangen hält – und
    die Installation „Wohlstand“ die Wahrnehmung bedrohter Kollektivinteressen noch zusätzlich überblendet.

  • Der Kommunismus scheiterte ja nun nicht daran, dass er „zu theoretisch“ oder überhaupt eine Theorie war, sondern dass er eine falsche Theorie war. Eine Theorie kann sogar dann falsch sein, wenn sie keine logischen Widersprüche beinhaltet. Dann liegt es an den Grundvoraussetzungen oder Axiomen. Im Falle des Kommunismus waren das die, dass jeder Mensch im Grunde gleich begabt, gutwillig, altruistisch zu jedermann und frei von Gruppenvorurteilen sei. Das hat sich alles als himmelschreiend falsch erwiesen, was aber die Kommunisten nicht aufhält, ihr auf Jahrhunderte angelegtes Spiel weiterzuspielen, da ihre Macht inzwischen so groß geworden ist, die Menschen durch Massenumerziehung an ihre falsche Theorie anzupassen. Auch das wird scheitern, aber der Schaden, den der Versuch unter den Völkern der Welt angerichtet hat und weiter anrichten wird, ist exorbitant und schlimmstenfalls nicht wieder gutzumachen. Ich glaube, dass die führenden Kommunisten dieses Globus das auch wissen, es aber um dieses Schadens willen tun. Die Kommunisten sind denen, neben vielen anderen indoktrinierten Helfershelfern, nur nützliche Idioten, die guten Gewissens die Drecksarbeit machen.
     
    Es gibt Beispiele für richtige, funktionierende Theorien. Schauen Sie sich mal die von Immanuel Kant an, die das preußische Staatswesen maßgeblich beeinflußt haben. Das hat funktioniert, weil es die richtigen Grundannahmen machte und in sich keine Fehler hat. Nichtsdestoweniger wird auch Kants metaphysikkritisches Denken hier und da mißbraucht – Stichwort „Ideal der Machbarkeit“ – für Dinge, die man gerechterweise nicht anstreben darf (Griff nach der „Biomacht“, globale Totalüberwachungs-Infrastruktur, ethnosensible Biowaffen, Abtreibungs- und Selbstmordförderung zu Geschäftszwecken und vieles mehr). Was soll den theoriefernen Pragmatiker eigentlich daran hindern, an solchen Entwicklungen mitzuwirken, wenn nicht eine Theorie der Ethik?
     
    Ohne ein gewisses „theoretisches“ Fundament des Denkens ist auch das Denken selbst gar nicht möglich. Kant klärt nur darüber auf, wie man „richtig“ denkt. Man müsste ihn eigentlich gar nicht lesen, weil es einem selbst unmittelbar einleuchtet und man eigentlich längst „von selbst“ so denkt – und tut es nur, weil man es selbst nicht so genial formulieren könnte.

  • @ thatcher
     
    „Der Kommunismus scheiterte ja nun nicht daran, dass er “zu theoretisch” oder überhaupt eine Theorie war, sondern dass er eine falsche Theorie war. Eine Theorie kann sogar dann falsch sein, wenn sie keine logischen Widersprüche beinhaltet. Dann liegt es an den Grundvoraussetzungen oder Axiomen.“
     
    das ist doch genau das, was ich sage. wenn 2 möglichkeiten bestehen, kann ich doch nicht die eine hälfte der fakten (und wahrscheinlichkeiten) völlig ausblenden und nur die mir genehmen berücksichtigen und darauf eine theorie mit gültigkeitsanspruch aufbauen.
     
    bsp.:
    „sie konnte nicht 5 m hoch klettern, also wurde sie umgebracht.“ woher weiß man das, wenn man den baum und etwaige kletterhilfen wie meterholz nicht kennt?
    es gibt bäume, da geht das. ich habe heute einen fotografiert.
    auf diesem niveau liegen ALLE argumente der v-theorieler.
     
    was kant und preussen betrifft, bist du der gewinner, ich habe keine ahnung davon. ansonsten stimme ich dir zu. siezen tue ich übrigens nur politische „feinde“  und gelegentlich dummköpfe  :-)

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