Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Nochmal der Counterjihad:

Thatcher analysiert ebenso stringent wie provokant das Scheitern des Staatsstreichs vom 20. Juli 1944 und berücksichtigt dabei vor allem den Kontext der damaligen Politik der westlichen Alliierten. Für manchen vielleicht verstörend, aber allemal lesenswert: [Hier klicken!]

11 Antworten auf Stauffenbergs Scheitern – Tragik oder Dummheit?

  • Ich stimme deiner Einschätzung Stalins zu. Er hätte damals allerdings selbst vor seinem Volk Probleme gekriegt, Frieden mit Deutschland zu schließen, obgleich er das mit einiger Sicherheit gewollt hätte. Die einzige – rein theoretische – Möglichkeit hätte wohl darin bestanden, daß Deutschland zumindest formal sozialistisch geworden wäre. Was bei den betroffenen Personen an Verrenkung nicht mehr zu steigern gewesen wäre, aber wer weiß zu welchen schauspielerischen Leistungen sie in der Lage gewesen wären. Stalin selbst hatte mit diesen ideologischen Umdeutungen natürlich nicht die geringsten Schwierigkeiten.

    Aber das ist alles reichlich müßig. Wäre Deutschland nach geglücktem Attentat (nicht Putsch) in die Hände der Westmächte gefallen, so hätte Hitler nicht zu dem Mythos werden können, zu dem er so geworden ist. Zu einem anderen schon, dann hieße es wohl, daß der Krieg nur deswegen verloren wurde. Aber zum Fleisch gewordenen Bösen, welches nur die vereinte Anstrengung der Welt besiegen konnte, wäre er dann nicht geworden.

    Übrigens gibt es auch keine Garantie für den Erfolg einer Umerziehung. England hat heute im wesentlichen dieselben Probleme wie Deutschland. Man kann sogar mit Fug und Recht sagen, daß es uns noch besser geht. Ist die Macht des deutschen Volkes besiegt? Wohl kaum.

    Allerdings läuft in Deutschland mittlerweile sehr vieles schief, insbesondere psychologisch. Ist daran wirklich die Umerziehung schuld? Ich würde sagen, zu einem Teil, ja, aber der hat wohl kaum mehr als 10% Gewicht.

    Thatcher irrt sich auch, wenn er glaubt, daß es 1946 keine Kampfhandlungen mehr gab. Die gab es sehr wohl noch, da muß er nur mal einen Soldatenfriedhof in Lettland besuchen.

    Nein, die eigentliche Schuld an der heutigen kulturellen Situation in Deutschland haben schon die Deutschen selbst, und zwar weil sie – wenn man mal ehrlich ist – keinerlei Traditions- oder Generationenbewußtsein besitzen. Und das haben sich nicht die Alliierten ausgedacht, das ist ein Gedanke, mit dem sich schon Goethe auseinander setzte als er schrieb: „Was du von deinen Vätern ererbt hast, erwirb es, um es zu besitzen.“

    Die Geschichte von den Niederländern, welche ihr Land dem Meer abtrotzen müssen.

    Worum geht es da denn sonst, als gerade darum, daß der Durchschnittsdeutsche einen Scheiß auf das Ererbte gibt, solange er nicht weiß, wie schwierig es ist, es zu erwerben.

    Natürlich ist auch althergebrachte kulturelle Homogenität etwas wertvolles, aber wenn eine ganze Generation Deutscher darauf keinen Scheiß gibt, so ist das wahrscheinlich schlicht arteigenes Verhalten.

    • Übrigens gibt es auch keine Garantie für den Erfolg einer Umerziehung. England hat heute im wesentlichen dieselben Probleme wie Deutschland.

      Das ist allerdings frappierend, dass die Umerziehung sogar den Umerzieher selber umerzogen hat. Übrigens wäre es gut, wenn Du Deinen Kommentar auch im Counterjihad einstellen würdest; zumal meiner, auf den Du Dich beziehst, auch dort steht.

  • Das ist allerdings frappierend, dass die Umerziehung sogar den Umerzieher selber umerzogen hat.

    Die Erfinder der Umerziehung haben sicher besser aufgepaßt, daß dieser Schuß nicht nach hinten losgeht. Es sind nur nicht die, die Du dafür hältst. Die Engländer (nicht deren verkommene Regierungen seit 1871) sind arme, mißbrauchte und mit Propaganda vollgepumpte Schweine, die einem leidtun könnten. Sie „durften“ zweimal gegen Deutschland kämpfen, und danach wurden sie genauso multikultisiert wie alle. Nur die Begründung läuft bei ihnen über den Kolonialismus. Aber das Konzept der „Umerziehung“ ist auf anderem als englischem Mist gewachsen.

  • Siehst du, Manfred, ich wußte das Thatcher das sagen würde, deshalb habe ich den Kommentar auch hier eingestellt. Natürlich ist es leicht zu sagen, daß es in Israel keinen Multikulturalismus gibt, aber so recht erklären tut das nicht, wieso Labourpolitiker zwecks Machtsicherung ansannen, mehr Immigranten ins Vereinigte Königreich zu holen.

    War das reiner Opportunismus? Selbsthaß kann es ja eigentlich nicht gewesen sein, denn England hatte ja keinen Hitler.

    Oder auch das Fernsehprogramm, diese „Talkshows“ am Nachmittag. Die gibt es auch auf der Insel. Jedem verantwortungsbewußten Menschen ist klar, daß so ein Programm die Gesellschaft zum Schlechten verändert und trotzdem wird es gesendet.

    Es wäre an sich leicht sich darüber zu empören. Und keine Medienmacht könnte eine solche Empörung ersticken. Die Sache ist nur, daß zu viele denken, daß es ja nicht für sie gedacht ist und daß es vielleicht doch gar nicht so schlecht ist, wenn jene ihr Leben mit sowas vollstopfen.

    Die Herrschaft der Kapitalisten (wenn ich mich mal so ausdrücken darf) beruht ganz wesentlich darauf, daß die breite Masse der Bevölkerung das Bedürfnis empfindet auf jemanden herabzusehen und selbst etwas besonderes zu sein.

    Der Perversion sind dabei scheinbar keine Grenzen gesetzt. Und es ist nicht etwa überraschend, daß Politiker, welche Gesamtschulen fordern, ihre eigenen Kinder auf Privatschulen schicken, wie jüngst in Dänemark wieder, sondern es folgerichtiger Ausdruck des Strebens etwas besonderes zu sein und auf andere herabzublicken.

    Ich kann nun nicht von der Hand weisen, daß eine derartige gesellschaftliche Entwicklung im jüdischen Interesse ist, aber niemand muß die Süßigkeiten nehmen, welche ihm der fremde Onkel anbietet, egal wer der fremde Onkel nun konkret ist, denn selbstverständlich ist eine solche Entwicklung im Interesse aller Kapitalisten.

    Menschen werden von ihren Lebensumständen geformt. Rechtsanwälte beispielsweise besitzen nur selten noch ein natürliches Rechtsempfinden, sondern sehen es irgendwann als gerecht an, wenn jemand irgendeiner Spitzfindigkeit wegen freigesprochen wird. Aber nicht nur Rechtsanwälte werden geformt, und wann immer ich die New York Times zu diesem Thema lese, wird dort mit schöner Stetigkeit gesagt, daß dies ganz normal sei und die Zukunft jenen gehöre, welche sich am besten formen lassen.

    Das Bewußtsein selbst für seine Lebenumstände verantwortlich zu sein, das Bewußtsein dafür, daß es der Mensch ist, welcher seine Umwelt gestaltet, und nicht umgekehrt, insbesondere auch die Gesellschaft, in welcher er lebt, das Beharren auf seiner eigenen Gestaltungsfreiheit, unterschwellige oder ganz offizielle Begrenzungen derselben ohne Überlegung auszuschlagen, weil es mit der eigenen Würde unvereinbar ist, ist die Grundvoraussetzung für einen Neuanfang, für eine nachhaltige Regeneration. Dazu gehört auch, daß wenn man nach Ergebnissen fragt, man auch nur Ergebnisse als Antwort akzeptiert und sich nicht vollschwatzen läßt.

    Soviel Eigenständigkeit, soziale Verantwortung und Ernst muß sein.

    Natürlich können sich nicht alle Deutschen so wie ich irgendwo ein Stück Land kaufen und da mehr oder weniger autark leben. Sie könnten sich aber organisieren und als Gruppe ihre Forderungen erzwingen. Der einfachste Weg dahin wäre die direkte Demokratie. Daß indes vielen Deutschen diese Vorstellung nicht gefällt, ist wahrlich kein gutes Omen. Ich meine, wer die direkte Demokratie ablehnt, verdient es ein Sklave zu sein, das liegt doch irgendwo auf der Hand. In den Staaten kämen an dieser Stelle natürlich Einwände bzgl. Umverteilung etc., aber die Nähe der Schweiz lehrt die Deutschen, daß das realitätsferne Einwürfe von Profiteuren des Systems sind, mit dem einzigen Ziel Mißtrauen und Verwirrung zu stiften, so daß man sich damit hier wenigstens nicht herumschlagen muß. Dafür gibt es hier aber die Sorte: „Ich trauen meinen Mitbürgern das nicht zu. Die Politiker machen das ganz bestimmt besser. Das sind Experten.“

    Es wäre ratsam, ihnen das Gegenteil zu beweisen, selbst das Heft in die Hand zu nehmen, soweit es die Gesetze irgendwie zulassen, und ihnen zu zeigen, zu was man in der Lage ist.

    Jedenfalls muß man aus der Entmündigungsfalle ausbrechen. Ohne Schwerkraft bilden sich sogar die Knochen zurück.

  • @Fremder

    Auch Freimaurer, Rotarier, Lionsclubmitglieder folgen einer philosophischen(?) Grundhaltung, die die sie tragende Identität nivelliert und das begünstigt, was man „NWO“ nennen kann. Wie hoch ist die Zahl der Freimauerer, etc. in der britischen Oberschicht? Oder in Frankreich? Es sind eben nicht nur die „Kapitalisten“.

    Das mit der direkten Demokratie ist so eine Sache:
    Sie ist für Massendemokratien ungeeignet, weil die Masse beeinflusst werden muss. Eine Masse kann genau genommen keinen Willen bilden, sondern nur einen annehmen. Für Deutschland ist die direkte Demokratie daher auf Bundesebene (fast und heute) nicht wünschbar. Direkte Demokratie ist nur da sinnvoll, wo die Leute sich kennen, insb. der Wähler den Erwählten, bzw. die sachlage sie unmittelbar selbst betrifft.

    • Also, ich bin bis jetzt noch auf keine Erkenntnislücke gestoßen, bei der die Hypothese einer „jüdischen Weltverschwörung“ – oder wie immer man das nennen will – mir irgendwie weitergeholfen hätte. Dafür aber auf etliche Erkenntnisse, die mir verbaut geblieben wären, wenn ich einer solchen Hypothese folgen würde.

  • @Fremder
    „““
    Ich meine, wer die direkte Demokratie ablehnt, verdient es ein Sklave zu sein, das liegt doch irgendwo auf der Hand.
    „““
    Nein, tut es nicht. Persönliche Freiheit, die Wahlmöglichkeit zwischen Alternativen, die Freiheit, über das eigene Eigentum und den eigenen Körper zu bestimmen, kann durchaus im Namen einer Mehrheit beschränkt werden und wird dies auch. Sie wird dies obendrein mit einer besonders schwer zu durchbrechenden Rechtfertigung, nämlich dem Volkswillen. Übrigens ein Produkt der französischen Revolution.

    Persönliche konkrete Freiheit hat nichts mit Demokratie zu tun.

    Literaturtip dazu : http://www.amazon.de/Freiheit-Wieviel-Demokratie-vertr%C3%A4gt-Mensch/dp/3423343877

  • @Manfred. Man sollte sich spaßeshalber mal die Protokolle der Weisen von Zion durchlesen. Meiner Meinung nach die Abrechnung einer frustrierten russischen Aristokratin mit den korrupten Pariser Verhältnissen in der Zeit nach Napoleon, aber gerade darum auch ziemlich interessant.

    @Druide. Sie haben nicht Unrecht, aber es spricht ja auch nichts dagegen so regional es irgend geht zu entscheiden, also möglichst viele Entscheidungen auf eine möglichst kommunale Ebene zu ziehen.

    Die wenigen Entscheidungen, welche wirklich national sind, betreffen dann aber auch die ganze Nation und können getrost wieder von ihr entschieden werden.

    @nk. Parteiendemokratie bedeutet, daß sie zwischen Abtreibungsbefürwortern und Schußwaffenbefürwortern wählen können, jedenfalls in den Staaten und bald wird es hier auch so sein.

    Was sie bzgl. der Einschränkungen direkt demokratischer Entscheidungen sagen ist selbst ein Gesetz, welches die Mehrheit der Bevölkerung jederzeit unterstützen würde, nämlich daß über Gesetze, welche Menschen, welche Müller mit Nachnamen heißen, doppelt so hoch besteuern würden wie den Rest, gar nicht erst abgestimmt wird.

    Es gibt weder Freiheit noch Recht ohne direkte Demokratie. Jedenfalls nicht wenn man lange genug wartet.

    Und der Grund dafür ist schlicht, daß Parteien ihre Pakete nur so schnüren müssen, daß sie gerade eben gewählt werden. Es muß ja kein Erdrutschsieg sein. Und das gibt ihnen viel Spielraum für unpopuläre Entscheidungen, d.h. viel Spielraum für Lobby-Einfluß und Korruption.

    Geschichtlich gesehen ist die „Parteiendemokratie“ auch ein Witz. Was meinen Sie, was Ihnen die Athener oder später die Venezianer (meinetwegen auch Sachsen und Friesen vor der Christianisierung) gehustet hätten, wenn Sie Ihnen damit gekommen wären, daß es besser wäre Parteien einzurichten, welche mit Versprechungen, welche sie prinzipiell nie halten würden, um ihre Gunst würben und nach der Wahl ins Amt tun könnten, was immer sie wollten?

    Sparen Sie sich Ihre Literaturtips, ich habe besseres zu tun als mich aktiv zu verblöden.

  • Es ist mir zwar verborgen geblieben, was das Gesamtthema dieses Strangs ist („Stauffenbergs Scheitern“ ist es offensichtlich nicht), es finden sich hier aber interessante Unterthemen:

    eins davon ist die Verfassung der Republik Venedig, die fünfhundert Jahre lang funktioniert hat und, wie es im Wikipedia-Artikel heißt, auf einem pessimistischen Weltbild beruht, oder, wie man mit Fug und Recht sagen könnte, das institutionalisierte Misstrauen ist:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_der_Republik_Venedig

    Kommentare zum Thema ´Stauffenberg´ finden sich im Counterjihad!

  • @ Fremder
    Es ist auch nicht so, dass ich Ihnen nur widersprechen möchte. Das Problem bei derlei Erörterungen ist bloß, dass sie regelmäßig auf einen fiktiven deutschen Staat nach einer fiktiven Revolution abzielen, mithin theoretisch geführt werden.

    Auch ich bin für die Beendigung der Parteienherrschaft und kann mich für ein Regionenparlament wie in Norwegen grundsätzlich begeistern. Auch eine Implementierung direktdemokratischer Elemente in Kombination mit einer klassischen Diktatur (siehe Antike, Alleinherrschaft für zwei Jahre ohne die Möglichkeit diese Grenze auszuhebeln) halte ich für denkbar. Genauso verstehe ich nicht, wieso ein Bundesland nicht auch monarchisch geführt werden sollte und dennoch am demokratischen Bundesstaat teilhaben könnte. Aber das ALLes ist im Prinzip Gerede am Grundgesetz vorbei, weshalb man sich hüten sollte die Leute moralisch zu verurteilen, wenn sie gutgemeinte Verschlimmbesserungen im Rahmen des Grundgesetzes nicht wollen. Direkte Demokratie im gegenwärtigen Rahmen halte ich eher für kontraproduktiv.

  • @BeforeDawn. Das Geheimnis des venezianischen Erfolges war schlicht, daß der Große Rat Zeit des Bestehens der Republik der Souverän blieb und im Falle einer Schieflage der Machtbalance gegensteuern konnte, also neue Institutionen gründen und Kompetenzen umverteilen.
    Genau darum geht es doch im „Kaufmann von Venedig“, manchmal ist der vertragsgemäße Lauf der Dinge eben unannehmbar, und dann braucht man einen Souverän, welcher die Lage retten kann, ohne Blut zu vergießen.
    Das ist eine wichtige Lektion. Wie es scheint, wurde sie aber wohl nicht gelernt, wenn man sich die heutigen Bestrebungen ansieht, die Welt durch Verträge zu beherrschen.
    Ich finde es im Übrigen nicht ganz fair da von einer Oligarchie zu sprechen. In Athen haben die Sklaven auch nicht gewählt und selbst die Sachsen sorgten für ein Stimmenverhältnis von 3 : 2 : 1 zwischen Edlen, Freien und Knechten, mit Ausnahme der Entscheidung über Krieg, da war es 1 : 1 : 1. Venedig war also in der Beziehung auch nicht schlimmer als alle anderen so genannten Demokratien bis dato.

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