Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Heute geht es mal nur ums Bloggen:

Falls einer meiner Leser sich mit dem Gedanken trägt, selbst unter die Blogger zu gehen, stellt sich für ihn zunächst die Frage, bei welchem Anbieter er ihn einrichten will. Für jemanden, der keine Erfahrung mit eigenen Netzseiten hat, wird ein selbstgehosteter Blog normalerweise nicht in Frage kommen. Es ist ja auch viel einfacher, eines der vorhandenen kostenlosen Angebote zu nutzen.

Ich selbst bin bekanntlich vor knapp drei Jahren mit einem wordpress.com-Blog eingestiegen, was vor allem damit zusammenhing, dass einige meiner Lieblingsblogs zur wordpress.com-Familie gehörten. Mehr Gedanken machte ich mir darüber zunächst nicht.

Nach einiger Zeit stellte ich fest, dass man mit wordpress.com doch einigermaßen limitiert ist. Solange es einem nur darum geht, Texte zu veröffentlichen, ist man dort gut aufgehoben: Die Benutzeroberfläche ist bequem, die eingebaute Statistik einigermaßen aussagekräftig, außerdem gibt es noch allerhand nützliches Spielzeug, das man als Widget auf der Randleiste plazieren kann.

Wer aber mit dem Bloggen erst anfängt, kann normalerweise nicht wissen, was ihm im Laufe der Zeit so alles einfallen wird, und ob wordpress.com ihm dann noch reicht.

Mir fiel zum Beispiel eines Tages ein, dass ich zwei Randleisten haben wollte statt nur einer. Das bedeutete, ich musste die Designvorlage, das sogenannte Theme, ändern, da meines nur eine einzige Randleiste vorsah. Nun gab es damals bei wordpress.com zwar über fünfzig (inzwischen über neunzig) Themes zur Auswahl, darunter auch einige mit zwei Randleisten, aber die gefielen mir nicht, und ändern konnte man an den vorhandenen Themes nur den CSS-Code, also solche Dinge wie Spaltenbreite, Schriftart, -größe und -farbe. Dafür musste man nicht nur bezahlen, man musste sich auch in CSS einarbeiten.

Überhaupt merkte ich sehr bald, dass auch eine große Vielzahl an Themes nicht verhindern kann, dass es hunderte von anderen Blogs gibt, die genauso aussehen wie der eigene. Das muss einen nicht stören, aber mich störte es eben. Mir wäre es lieber gewesen, ich hätte wenigstens die Hintergrundfarben beeinflussen können.

Hinzu kommt, dass wordpress.com grundsätzlich keine ausführbaren Skripte zulässt, was unter anderem bedeutet, dass man dort keine Werbung schalten kann, die über einen bloßen Verweis hinausgeht (und selbst dies ist offiziell verboten). Auch Suchmaschinenoptimierung ist ein Problem, und für Feeds (d.h. die Kurzanzeige von Inhalten anderer Blogs) musste man mit dem auskommen, was wordpress.com zur Verfügung stellte. Kurz und gut, für meinen Geschmack war ich nicht frei genug, deshalb stieg ich Ende 2008 auf einen selbstgehosteten Blog um, der zwar mit dem WordPress-Programm gesteuert wird, aber mit wordpress.com nichts zu tun hat.

Der langen Rede kurzer Sinn: Falls jemand mit dem Bloggen beginnen und dabei ein kostenloses Angebot nutzen möchte, sollte er darauf achten, einen Anbieter zu wählen, bei dem er größtmögliche Gestaltungsfreiheit hat.

Das Angebot von blogger.com (Das sind zum Beispiel die Blogs mit „*.blogspot.com“ im Namen) bot zwar schon immer einiges, was weder bei wordpress.com noch bei anderen Umsonst-Anbietern möglich war – Werbung zum Beispiel ist dort nie ein Problem gewesen -, aber bis vor kurzem zeichneten sich die Designvorlagen dort durch bleierne Langeweile aus. Es gab eigentlich nur zwei, die überhaupt erträglich waren, und denen begegnet man im Netz folgerichtig auf Schritt und Tritt.

Ich weiß ja, dass es unter meinen Bloggerkollegen Puristen und Bilderstürmer gibt, die das nicht stört, weil sie ohnehin alles, was nicht Text ist, für dekadenten Schnickschnack halten.

Ich selber liebe aber gutes Blogdesign (und habe dementsprechend lange genug meine Leser mit Designexperimenten genervt – danke, dass Ihr mir trotzdem treu geblieben seid! :-) ), und bin jetzt bei blogger.com auf einen neuen Vorlagen-Editor gestoßen, mit dem jeder Blogger das Gesicht seiner Seite individuell gestalten kann.

Er kann die Farben (fast) völlig frei wählen, ein Hintergrundbild aussuchen (oder auch darauf verzichten), die Anzahl und Breite der Spalten bestimmen. Auch die schicke, moderne Option, eine transparente Seite zu wählen, steht zur Verfügung, und das alles ist relativ frei miteinander kombinierbar. Entsprechend gering ist die Gefahr, auf zwei völlig gleich aussehende Blogs zu stoßen.

Gewiss ist man in der Gestaltung nicht ganz so frei wie bei einem professionellen Programm wie Artisteer (das mittlerweile auch für blogger.com-Blogs nutzbar ist), mit dem die „Korrektheiten“ gestaltet sind, aber wenn man nicht gerade ein Design-Fanatiker oder, wie ich, von einem unbezähmbaren Spieltrieb besessen ist (also noch die schrillste Idee ausprobieren muss), ist man mit dem neuen Editor mehr als nur gut bedient. (Und was die Hintergrundbilder angeht: Man kann zwar nur aus – vielen – vorgegebenen Bildern wählen, also keine eigenen einstellen aber dafür belasten die die Ladezeiten auch nicht so wie bei Artisteer.) Das Ganze ist einfach zu handhaben und führt mit wenigen Mausklicks zu Ergebnissen, die einfach geil sind.

Eine Antwort auf Neuer Vorlagen-Editor bei blogger.com

  • Ich nutze auch Blogger – habe mir die Templates bei Deluxe geholt – und unproblematisch eingebaut. Soweit kann ich Blogger nur empfehlen.
    Jedoch hatte ich beim Einbau von Facebook oder Flatr meine Probleme.
    Manch einem wird die Google – Zugehörigkeit stören. Mich allerdings nicht 😉

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