Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Sollte selbst jetzt noch irgendjemand daran zweifeln, dass es den Anstiftern des sogenannten Missbrauchsskandals zuallerletzt um den Skandal gaht, dass Kinder missbraucht wurden, sondern vielmehr darum, eine Kampagne zur Diskreditierung, letztlich Zerstörung des Christentums zu inszenieren, dann darf er sich jetzt vom Chefideologen des Atheismus, Richard Dawkins, eines anderen belehren lassen. Dawkins bereitet allen Ernstes einen Prozess gegen den Papst auf der Basis des Völkerstrafrechts wegen „Verbrechens gegen die Menschlichkeit“ vor. Der Papst soll dafür verantwortlich gemacht werden, dass es im Bereich der katholischen Kirche – dort allerdings weniger als in allen anderen vergleichbaren Gesellschaftsbereichen – zu sexuellen Übergriffen gegen Kinder gekommen ist.

Indem hier auf eine Rechtsfigur zurückgegriffen wird, deren Präzedenzfall die Nürnberger Prozesse sind, soll die Kirche – nach dem Motto „Aliquid semper haeret“ – in die Nähe von Völkermördern gerückt werden – so als sei ihr Daseinszweck der Missbrauch von Kindern.

Dabei hat gerade Dawkins doch ein sehr, nun ja, entspanntes Verhältnis zur Kinderschänderei. Calamitas hat unter dem treffenden Titel „Kindersex als gemeinschaftsstiftende Handlung“ dankenswerterweise auf einen Artikel in Dawkins‘ Blog aufmerksam gemacht, in dem er unter anderem dieses hier geschrieben hat:

… Vom Lateinlehrer auf dem Squashplatz befummelt zu werden, war ein unangenehmes Gefühl für einen Neunjährigen, eine Mischung von Peinlichkeit und Gänsehaut-erzeugendem Ekel, aber es war sicher nicht in derselben Liga, wie weisgemacht zu bekommen, dass ich oder jemand, den ich kenne, zum Höllenfeuer verdammt sei. Sobald ich mich von seinen Knien herunterschlängeln konnte, rannte ich zu meinen Freunden, um es ihnen zu erzählen und wir hatten viel Spaß dabei [a good laugh], und unsere Kameradschaft wurde durch die geteilte Erfahrung mit demselben traurigen Pädophilen vertieft. Ich glaube nicht, dass ich oder sie einen dauerhaften oder auch nur temporären Schaden durch diesen unliebsamen physischen Missbrauch von Macht davongetragen haben.

Alles klar? Gar nicht so schlimm mit dem Kindersex – so ein Lehrer will doch auch seinen Spaß haben, nicht wahr, und was ist für einen Neunjährigen schon dabei, einen „traurigen Pädophilen“ ein wenig zu trösten? Wie aber verträgt sich diese, äh, liberale Haltung mit dem Versuch, den Papst für vergleichbare Taten von Priestern vor Gericht zu zerren? Ist das nicht ein Widerspruch?

Durchaus nicht. Das ist völlig konsequent das Verhalten  von Leuten, die sich nicht mehr und nicht weniger als die Zerstörung von moralischen Maßstäben überhaupt, und das heißt: der Zivilisation schlechthin zum Ziel gesetzt haben.

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10 Antworten auf Dawkins und der Kindersex

  • Folge dem Verweis auf den Artikel von Calamitas und von dort aus auf den Artikel von Dawkins. Die Übersetzung habe ich nicht geprüft; ich verlasse mich auf Calamitas.

  • Herzlichen Dank, Manfred, es macht bei uns katholischen Bloggern bereits die Runde, ich habe es über dich gefunden, habe die zwei vias – eins noch zu Flache Erde –  noch bei mir vermerkt ergänzt. Gute Arbeit!

  • Sehr schön. Die Seite von Richard Dawkins bezeichnet sich im Untertitel ja auch noch als die „Oase des klaren Denkens“. Ich bin beeindruckt.

  • ich versteh nicht ganz
    stammt dieses Zitat wirklich von Dawkins ?

  • Weil der quantitativ und qualitativ wahrscheinlich horrendeste Anteil am weltweiten Kindesmissbrauch und am sexuellen Missbrauch überhaupt wohl dort zu finden ist, dieser aber von den MSM nicht thematisiert wird und wohl auch nie thematisiert werden wird, verlinke ich zu diesem Aufsatz von Nikolai Sennels über die im islamischen Bereich anzutreffenden sexuellen Vorstellungen und Praktiken:

     http://europenews.dk/de/node/29811

  • Bei dem zitierten Text handelt es sich nicht um eine Einschätzung Dawkins. Es handelt sich vielmehr um ein Zitat einer Amerikanerin, die ihre Erfahrungen mit einem römisch-katholischen Pfarrer beschreibt, und für sich zum Schluß kommt, dass die Androhung des Höllenfeuers bei ihr einen bleibenderen Eindruck hinterlassen hat als der Kindesmißbrauchs.

  • @ Thomas:
    Das stimmt nicht, die hier zitierte Stelle ist sehr wohl eine Einschätzung von Dawkins selber. Das Zitat der Amerikanerin, auf das Du vermutlich anspielst, steht zwei Absätze davor.

    (Ich hätte mich auch sehr gewundert, wenn Calamitas sich einen derartigen Schnitzer geleistet hätte; ich weiß schließlich, warum ich ihr vertraue.)

  • Pingback: Japan: Die Wahrheit über Fukushima, Sendai und der radioaktiven Verstrahlung des kompletten Landes! (Kolumne) « Indiz1ert

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