Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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von Heplev, zuerst veröffentlicht auf seinem Blog „Heplev – Abseits vom Mainstream“

Dass er ein Narziss ist, sollte inzwischen eigentlich jedem klar sein. Dass er schlechte Manieren hat, dürfte jedem, der etwas genauer hinsieht, ebenfalls klar sein. Aber was er sich jetzt mit dem besuchenden Premierminister Netanyahu geleistet hat, hat nichts mehr mit Manieren zu tun, sondern mit einer Überheblichkeit, die ihresgleichen sucht.

Benjamin Netanyahu kam zu Besuch ins Weiße Haus. Wenn man das überhaupt Besuch nennen kann, denn er wurde wie ein niederer Untertan vor dem herrischen König behandelt: absolut keine Fotos, kein Pressetermin, keine „gemeinsame Erklärung“ und die „Unterhaltung“ bestand aus der Vorlage von 13 Forderungen, die der Israelis gefälligst unterschreiben sollte. Diskussion unerwünscht. Und als der Meister der Überheblichkeit seinen Willen nicht bekam, spielte sich folgende Szene ab:

Obama steht auf und verkündet seinem „Gast“: „Ich gehe jetzt in den Wohnflügel, um mit Michelle und den Mädchen zu Abend zu essen.“ Und während er loszog, forderte er Netanyahu auf, über die Fehler seines Verhaltens nachzudenken. „Ich bin da. Lassen Sie mich wissen, wenn es etwas Neues gibt.“

Während er Völkermörder, Despoten, Tyrannen und Terror-Regime hofiert wie eine läufige Hündin den Rüden, werden Verbündete mit einer Arroganz und Hochmütigkeit behandelt, die der vermeintlichen Freundschaft Hohn sprechen. Und im Fall Israels geht das alles noch einen Schritt weiter: Die einzige funktionierende Demokratie des Nahen Ostens, ein Schlüsselpartner, vor allem im militärischen und geheimdienstlichen Bereich, von dem die USA mehr profitieren als von jedem anderen Verbündeten, wird als unwerter Befehlsempfänger behandelt, den man prügelt, wann immer Lust dazu besteht.

Barack Hussein Obama ist kein Präsident. Er ist eine Schande für den Staat, an dessen Spitze er steht. Diese Lachnummer eines Staatsoberhauptes ist nur noch peinlich.

Dass die israelische Delegation sich noch eine ganze Stunde im Roosevelt aufhielt, um darüber zu beraten, wie die beste Antwort auf den Hochfahrenden aussehen sollte, ist mir unverständlich. Es spricht für die Israelis, dass sie überhaupt so lange überlegten, bevor sie gingen.

Letztlich ist Obamas Verhalten keine wirkliche Überraschung, nur noch dessen Ausmaß. Noch erbärmlicher sind nur Medien, die nach dieser Szene Netanyahu für das verantwortlich machen, was da in Washington ablief (z.B. Ha’aretz). Oder solche, die die Absage eines Abendessens 1998 durch Netanyahu mit dem Geschehen im Weißen Haus gleichsetzen (The Telegraph) – damals hatte Bibi den britischen Außenminister Robin Cook ausgeladen, nachdem dieser sich in den „besetzten Gebieten“ in israelfeindlicher Weise verhalten und geäußert hatte.

9 Antworten auf Mieser Charakter – und er kann es immer noch mieser!

  • Hier sieht man, wie der Dalai Lama das Weiße Haus durch einen Nebeneingang verlässt- vorbei an Müllsäcken, da musste ich unfreiwillig schmunzeln.
    http://atlasshrugs2000.typepad.com/.a/6a00d8341c60bf53ef01310f2307a9970c-popup
    Ich weiß nicht, weshalb Obama das macht. Ärger oder gekränkte Eitelkeit alleine wird es wohl nicht sein, dazu ist er zu abgeklärt und überlegt. Wahrscheinlich will er, dass die Israelis in Panik geraten und Netanjahu absägen oder dass zumindest eine Regierung installiert wird, die mehr Zugeständnisse macht.

  • Ich halte ihn nicht für abgeklärt und überlegt. Ich halte ihn für einen linken Ideologen, der unaufgeklärt genug ist, an seinen eigenen Quatsch zu glauben. Nachdem er völlig überrascht feststellen musste, dass sich die Israelis nicht für seine linken Patentrezepte begeistern und insbesondere nicht ihren Kopf dafür hinhalten wollen, meint er jetzt in seinem Größenwahn – denn er ist ja der allweise Weltpräsident, und wie alle Linken glaubt er die Welt retten zu müssen – es mit der Brechstange versuchen zu müssen.

  • Aber eins ist sicher: Der Superpräsi hätte gerne, dass die Israelis Netanyahu absägen. Zu seiner Überraschung und zu seinem unendlichen Ärger machen sie das nicht, sondern scharen sich um den Premier. Und das kann der Narziss nun gar nicht vertragen. Also veruscht er es mit immer mehr Demütigungen. Die werden weiter gehen. Und mit jeder wird Netanyahu mehr Unterstützung bekommen und Obama wird wütender, weil er genau das Gegenteil dessen erreicht, was er erreichen will. Darauf, dass das an ihm liegen könnte, wird er nicht kommen. Fehler machen schließlich die anderen.

  • Ich halte ihn auch für einen selbstverliebten Ideologen. Seine Politik richtet er sicher stark an seinem Ego aus. Dazu gehört wohl auch, dass er sich aufgrund seiner Herkunft als Kind eines schwarzen Moslems und einer weißen Amerikaner dazu berufen fühlt, die Gräben zwischen beiden Kulturkreisen zuzuschütten. Gegen Israel ist er wahrscheinlich auch deshalb negativ eingestellt, weil er immer auf der Seite der Schwachen sein will und die Palästinenser zur Zeit die schwächeren sind.
    Aber ich glaube nicht, dass er aus plötzlicher Verärgerung so gehandelt hat, der überlegt sich schon, was er tut. Ich hab noch nie gesehen, dass er einen aufgeregten Eindruck gemacht hat.  Ansonsten hätte er ja auch zB die Russen anders behandeln müssen, die ihn öfter gedemütigt haben. Vgl zB hier ein kurzes Video von einem Besuch in Moskau, wo ihm sogar der Handschlag verweigert wurde.
    http://www.youtube.com/watch?v=x1C_NWMRs8Q&translated=1

  • Na ja, immer schön bei der Wahrheit bleiben ;-)…, die Sache mit dem verweigerten Handschlag sollte man aus einer anderen Perspektive sehen, dann machts auch wieder Sinn.

  • @Sabine Bachmann
    Was meinst Du damit?

  • Das Video zeigt richtigerweise, wie der amerikanische Präsident dem russischen Präsidenten einige amerikanische Funktionsträger vorstellt.

  • Hallo Chripa,
     
    siehe mein Vorredner, wenn man die Leute im Video nicht zuordnen kann, könnte man deine Sicht der Dinge teilen. Die Erklärung steht aber mittlerweile in den Kommentaren auch unter dem von dir zitierten Video.

  • @Sabine Bchmann und Lurchi
    Kann sein, dass Ihr recht habt. Ich hatte den Eindruck, Obama würde so einen enttäuscht-ärgerlichen Gesichtsausdruck haben, aber vielleicht irre ich mich auch.

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