Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Sehr geehrter Herr Westerwelle,

wir haben uns schon an allerhand Eigenheiten Ihrer Amtsauffassung gewöhnen müssen: Wir haben uns daran gewöhnt, dass Sie unsere hart verdienten Steuergelder an die Mäzene und Sponsoren Ihrer Partei weiterreichen. Wir haben uns daran gewöhnt, dass die polnischen Interessen bei Ihnen in guten Händen sind. Wir haben uns daran gewöhnt, dass sie die beleidigte Diva geben, wenn Kabarettisten Sie aufs Korn nehmen. Wir haben uns daran gewöhnt, dass Sie ihren Lebenspartner auf buchstäblich jede Auslandsreise mitnehmen, notfalls auch nach Warschau, Moskau und Riad, und bestimmt werden Sie ihn demnächst auch im Vatikan vorstellen.

Wahrscheinlich entspricht es auch Ihrer Auffassung von Diplomatie, auf diese Weise Ihren Gesprächspartnern zu demonstrieren: „Ich pfeife auf Euer (rückständiges) Anstandsempfinden.“ Dass Sie in Ländern, in denen eine deutlich konservativere Sexualmoral herrscht als hierzulande, verachtet werden, wenn Sie mit Ihrem Lebenspartner auftauchen, schert Sie möglicherweise nicht. Auch nicht, dass Sie damit in den Augen Ihrer Gesprächspartner die Dekadenz und den Niedergang Deutschlands illustrieren. Selbstverständlich begreifen wir, dass unser Interesse am Ansehen Deutschlands schon einmal zurückstehen muss, wenn es mit dem Interesse der Schwulenlobby kollidiert, in prestigeträchtigem Rahmen demonstrativ vertreten zu sein.

Sie sehen also, wir sind nicht intolerant, zumal in einer Regierung wie der gegenwärtigen selbst ein Hanswurst wie Sie kaum unangenehm aufzufallen vermag. Wir verbitten uns aber, dass Sie unsere Sprache versauen, nur um uns Ihre Ideologie unterzujubeln:

Da der Opposition die politischen Argumente ausgehen, versuchen sie es jetzt mit persönlichen Attacken gegen mich und meine Familie

Herr Minister, Sie haben keine Familie! Es sei denn in Ihrer Eigenschaft als Kind Ihrer Eltern. Eine Familie besteht aus Vater, Mutter und mindestens einem Kind. Sie wollen das für sich nicht, gut, Sie müssen ja auch nicht. Aber bombardieren Sie uns nicht mit Neusprech, da sind wir empfindlich!

4 Antworten auf Was für eine Familie, Herr Minister?

  • Ach so, er könnte mit „Familie“ auch seinen Bruder gemeint haben, dem auch unterstellt wird, seine persönlich Nähe zum Minister geschäftlich genutzt zu haben. Wenn das so ist, wird ihm das Missverständnis wahrscheinlich trotzdem recht gewesen sein.

  • Das ist aber eine äusserst  konservative Einstellung zum Begriff „Familie“.
    Vater männlich, Mutter weiblich, Kind/er war gestern, heute ist Alleinerziehende/r und gleichgeschlechtliche Partnerschaft mit auch adoptierten Kindern modern, erwünscht, gefördert. Mannfrau/Fraumann
    Westerwelle/Mronz, das ist die Zukunft . Kinder kann man addieren, durch Adoption, Leihmutter, Insemination der selben, ggf. klonen.  Jawohl!

  • Soweit ich weiß, ist die Möglichkeit für zwei Männer, auf natürliche Art und Weise Kinder zu zeugen (noch) nicht möglich, trotz Gendermainstream. Somit könnte man allenfalls von einer Schwulenehe sprechen.
    Der Begriff „Ehe“ ist jedoch nach jüdisch-christlichen Kriterien wie folgt belegt:
    Ein Mann (männlich), eine Frau (weiblich), also  monogam,
    mit freiwilligen öffentlichen Versprechen (kein Zwang),
    in guten und schlechten Zeiten (egal was kommt),
    lebenslänglich (bis zum Tod eines Partners),
    zusammenzuleben,  und alles zu teilen, (nicht nur das Bett).
    Nach jüdisch-christlichen Verständniss ist die „Ehe“ die höchste und unauflöslichste aller menschlichen Gemeinschaften. Sie steht noch über der Eltern-Kind-Beziehung. Der Mann wird Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen und sie werden sein ein Fleisch.
    Alle anderen Formen des Zusammenlebens, ob gleichgeschlechtlich oder gegengeschlechtlich, auf Zeit (solang wie es gut geht,) ohne öffentliches Versprechen, aber auch sog. Zwangsehen, und polygame Lebensgemeinschaften sind keine Ehen, sondern allenfalls Lebenspartnerschaften und man sollte sie auch so nennen.
    Ich bin konservativ und das ist gut so!
     
     
     
     
     

  • Rucki,
    die Ehe ist nach juedischem Verstaendnis durchaus aufloesbar.

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