Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Zum 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens zeigen die Medien, und weiß Gott nicht nur die, ihre wahre Visage. Wie jedes Jahr.

Da ich heute nicht viel Zeit habe, kann und will ich nicht jeden Aspekt dieser alljährlichen Schande beleuchten. So sei nur kurz angemerkt, dass es den Linken gelungen ist, die ordentlich angemeldete und völlig legale Demonstration rechter Gruppen zu verhindern; dass die Polizei diesen Sieg der politischen Selbstjustiz (angeblich? tatsächlich?) nicht verhindern „konnte“; und dass es eine offene Frage ist, wo das polizeiliche Unvermögen endet und die politisch gewollte klammheimliche Komplizenschaft des Staates mit linken Gewalttätern beginnt.

Ich kommentiere heute nur den Bericht, den ein gewisser Patrick Gensing in tagesschau.de veröffentlicht hat. Also bei einem Medium, das wir alle durch Zwangsabgaben finanzieren:

Neonazis marschieren in Dresden auf

Es versteht sich von selbst: Das sind das alles „Neonazis“, obwohl es bei diesen Trauermärschen genug Teilnehmer gibt, die definitiv keine sind, und obwohl man das auch leicht hätte herausfinden können; keinem Volontär würde man durchgehen lassen, wenn er pauschal alle Teilnehmer einer Demonstration, an der auch Kommunisten beteiligt sind, „Kommunisten“ nennen würde. Wenn es aber um sogenannte oder auch Neonazis (wieso eigentlich nicht „Postnazis“ – wo es doch auch „Postkommunisten“ gibt?) geht, scheint sich soviel Differenzierung zu erübrigen.

Und selbstverständlich „marschieren sie auf“. Hat schon einmal jemand von einem „Aufmarsch“ von Linksextremisten gehört? Das Wort „Aufmarsch“ suggeriert dem Normalbürger: Uniformen, Stiefel, Gleichschritt. Dass dies alles selbst bei Demonstrationen von wirklichen Rechtsextremisten eher die Ausnahme als die Regel ist, interessiert die GEZ-Dichter nicht.

Das Wort „Aufmarsch“ nämlich hat im Zusammenhang mit solchen Demonstrationen schon längst jede inhaltliche Bedeutung eingebüßt, ungefähr so, wie das Wort „Überfall“ zur Bezeichnung des Angriffs auf Polen 1939. Wir haben es hier mit stereotyper Floskelsprache zu tun, deren Gebrauch ideologische Konformität signalisiert. In solcher Sprache äußert sich die Bereitschaft, auf ein eigenes Urteil (das sich zwangsläufig in eigener Wortwahl niederschlagen müsste) zu verzichten und sich einer vorgegebenen Bewertung zu unterwerfen: Aus solchen Texten dampft der Angstschweiß ihrer Verfasser. Wer so schreibt, will einer drohenden Verdächtigung vorbeugen: Keine Differenzierung, man könnte ja der Sympathie mit „Rechts“ verdächtigt werden; kein Satz, der den Leser zum Nachdenken bringen könnte – er könnte ja etwas „Falsches“ denken; keine Objektivität, nicht einmal eine geheuchelte, weil selbst eine bloß vorgetäuschte Objektivität einen als Rechtsabweichler verdächtig machen könnte. Bis in die Formulierungen hinein muss eine Uniformität gewahrt werden, um die der nordkoreanische ZK-Sekretär für Propaganda unsere GEZ-Sender beneiden würde!

Öffentlichen Raum besetzen und braune Propaganda unters Volk bringen, das sind die Ziele rechtsextremer Demonstrationen.

Ei der Donner. Präsenz im öffentlichen Raum zu zeigen und die eigenen Parolen unters Volk zu bringen, gehört nicht etwa zum Wesen und zum Sinn und Zweck politischer Demonstrationen (und ist deshalb durch das Grundgesetz geschützt), sondern zu den besonders üblen Machenschaften von Neonazis, braucht also nicht etwas als Ausübung eines Bürgerrechts respektiert zu werden.

Tausende Neonazis wollen heute in Dresden einen „Trauermarsch“ [Allein für die Anführungszeichen gehört dieser Schreiberling von oben bis unten vollgekotzt!] begehen – und so Deutschlands historische Verbrechen relativieren.

Wieder so eine lächerliche Phrase, die nur den hohlen geistigen Konformismus ihres Urhebers entlarvt: „Deutschlands historische Verbrechen relativieren“, d.h. in Beziehung zur Zerstörung Dresdens setzen – das ist genau das, was die Teilnehmer des Trauermarsches nicht wollen! Nicht sie behaupten, Dresden sei schlimmer als Auschwitz; Auschwitz wird von ihnen gerade nicht thematisiert – wohl aber von der Journaille und der etablierten Politik, die an Dresden – wenn überhaupt – jedenfalls nicht denken kann, ohne ein „Ja. aber Auschwitz…“ anzuhängen.

Erstaunlich nur der Kontrast zwischen dieser Aneinanderreihung von menschenverachtenden Geschmacklosigkeiten und der Sensibilität und dem Verständnis, das dieselben Medien alljährlich im August den japanischen Gedenkfeiern in Hiroshima und Nagasaki entgegenbringen – selbstredend ohne auf das Nanking-Massaker oder ähnliche Verbrechen Japans zu verweisen.

Das ist nicht etwa Schizophrenie: Das ist die notwendige Folge jener geistigen Abhängigkeit vom Nationalsozialismus, in die man sich begibt, wenn man ihn zur Negativfolie für Alles und Jedes macht, weil man „aus der Geschichte gelernt hat“, dass das NS-Regime das absolut Böse war, und dass deshalb nur das genaue Gegenteil dessen, was die Nazis praktiziert haben, moralisch geboten sein kann. Das bedeutet, deutlich: „Aus der Geschichte gelernt“ hat, wer das eigene Volk für lebensunwert und die eigenen Landsleute für Untermenschen hält, deren massenhafte Tötung daher nicht betrauert werden darf, jedenfalls nicht ohne allgegenwärtige Relativierung. Die Antideutschen und ihr „Bomber-Harris, do it again!“ bringen nur auf den Punkt, was die deutschen Müll-Eliten tagein, tagaus über ihre Sender verkünden lassen.

Ausschreitungen werden erwartet.

Und natürlich braucht man nicht zu erwähnen, dass solche Ausschreitungen zwar regelmäßig vorkommen, aber in aller Regel von Linksextremisten ausgehen. So auch diesmal. Ich werde jetzt nicht jeden Satz dieses unsäglichen Geschreibsels auseinandernehmen; nur ein paar, tja, Höhepunkte:

(…)
Zudem wollen sie den Begriff Holocaust umdeuten: Fast genau vor fünf Jahren hatte der NPD-Abgeordnete Jürgen Gansel erstmals vom „Bomben-Holocaust“ gesprochen – im Landtag in Dresden.

Da hat einer schon vergessen, dass der Begriff „Holocaust“ schon in den achtziger Jahren banalisiert worden ist, und zwar von denselben Leuten, die heute vor Pietät kaum laufen können, damals aber keine drei Sätze sagen konnten, ohne vom drohenden „atomaren Holocaust“ zu reden.

Auf vielen Autobahnraststätten drohen Zusammenstöße zwischen Neonazis und Gegendemonstranten, denn auch diese reisen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Dresden, um sich den Neonazis in den Weg zu stellen. Bereits im vergangenen Jahr gab es mehrere Angriffe, unter anderem auf einen Bus von Gewerkschaftern aus Hessen.

Behaupten die beteiligten Linken. Als ich selbst einmal einem ähnlichen Fall nachging und beim zuständigen Staatsschutz anfragte, antwortete mir ein leitender Beamter:

Ihre Recherchen hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes von Aussagen und der tatsächlichen Begebenheiten sind interessant, vor allen Dingen unter den Voraussetzungen, dass endlich … jemand erkennt, dass die „Linken“ auch Unwahrheiten verbreiten. (…) Das Schlimme daran ist nur, dass Leute, die mit diesen Begebenheiten nichts zu tun haben, auf diesen Zug aufspringen und dann teilweise, wie zu DDR-Zeiten eine Stellungnahme(!!) von der Polizei erwarten, wie schlimm sich die „Nazis“ verhalten haben..“

Ob die Redaktion von tagesschau.de wohl auch eine solche Stellungnahme eingeholt hat, bevor sie die Behauptungen von „Kämpfern gegen Rechts“ als „Wahrheiten“ wiederkäute?

(…) Zudem stößt es besonders auf Kritik, dass sich die Neonazis an einem Bahnhof sammeln sollen, von dem die Nationalsozialisten Dresdner Juden in die Vernichtungslager abtransportiert hatten. Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei zeigten sich empört. Das Auschwitz-Komitee kritisierte, Dresden sei zu einem Symbol fehlgeschlagener „Gedenk-Kultur“ geworden.

(Bei „Bomber-Harris, do it again!“ hat die Sorge um die „Gedenk-Kultur“ wohl nicht so gebrannt.) Das Argument, wonach Neonazis sich nicht am Bahnhof von Dresden sammeln dürften, läuft seiner Logik nach auf die Forderung hinaus, sie von der Benutzung der Eisenbahn überhaupt auszuschließen.

Ja, so etwas gab schon einmal. Aber wir haben ja gottlob „aus der Geschichte gelernt“.

22 Antworten auf Dresden

  • Manfred, Du sprichtst mir aus dem Herzen,
    neben dem CD-Ankauf, nun innerhalb von kurzer Zeit die zweite hochoffizielle Rechtsbeugung welche von den Linken nicht nur nicht kritisch hinterfragt, sondern auch noch gefeiert wird.

    Zwischen der Tagesschau und der Aktuellen Kamera gibt es nur noch einen Unterschied: den Aktuelle Kamera Sehern war gröstenteils klar das sie angelogen wurden, die Tagesschaukonsumenten hingegen halten das gesendete für bare Münze.

  • Hier noch ein lesenswerter Artikel von Flash zum selben Thema:
    http://faaanblogg.blog.de/2010/02/13/dresden-1945-8002791/

  • In den ORF-Nachrichten bot sich ein ähnliches Bild: natürlich waren es „Aufmärsche“ die von den Linken und den „Gutbürgern“ gottlob verhindert wurden, und natürlich wurde bei den gezeigten Gewaltszenen nicht dazugesagt, daß das alles Linke waren.
    Die Frage, was denn überhaupt passiert wäre (etwa gar nichts?), wenn man die „Aufmärsche“ einfach hätte stattfinden lassen, wurde nicht gestellt.

    Bleibt nur noch die Frage, warum die Japaner nicht mit solchen Blödheiten geplagt werden, mit denen man deutsche Trauer um Kriegsopfer niedermacht.

  • Die Bilder der Tagesschau widersprachen dem Text: irgendwelche randalierenden Neonazi-Horden waren nicht zu sehen, so sehr man danach auch sicherlich gesucht haben wird.
    Die GEZ-Medien können den Bogen ruhig überspannen, das endet dann wie bei der „Aktuellen Kamera“ – keiner glaubts mehr.
    Die Dresdner haben immerhin einen bleibenden Kommentar ohne viele Worte zustande gebracht – sie haben einen grossen Teil der wunderbaren Bauwerke wiedererstehen lassen.
    Es ist schön, den Canaletto-Blick genießen zu dürfen, ich kannte den nur aus Fritz Löfflers „Das alte Dresden“.
    Einen zweiten Bomber-Harris wird es nicht geben, bei vielen Gesprächen mit Menschen aus Westeuropa und natürlich auch dem UK habe ich in den letzten Jahren festgestellt, daß sich die Einstellung zu Deutschland geändert hat. Die sehen uns teilweise als letzte Insel der Stabilität im MUKU-Europa.

  • die Antifa braucht die „Nazis“ dringendst als Rechtfertigung ihrer Existenz. Deshalb können sie sie nicht einfach in der Versenkung verschwinden lassen. Deshalb muss man sie, koste es was es wolle, daran hindern, sich selbst zu zerlegen (dazu gab es ja genug Anläufe).  Deshalb muss man eine schreckliche Bedrohung suggerieren.
    Gäbe es keine Antifa, hätten wir in kurzer Zeit auch kaum noch Neonazis – die haben schließlich auch keine Lust, unbeachtet und ungehört irgendwo rumzulatschen.
    Und gäbe es ein würdiges Gedenken an die Toten des eigenen Volkes, dann wäre gar kein Raum für „Gedenktagsokkupanten“ von rechts und von links.
    Es könnte so einfach sein…
     

  • Die tieferen Zusammenhänge sind hier wieder wirklich gut ausgeleuchtet. Danke.
    Es mag viele, viele Deutsche geben, die insgeheim auch druchschauen, wie sie belogen werden, aber ich denke, daß dennoch eine überaus große Mehrheit der Deutschen ganz simpel die „Rechten“ für die Verkörperung alles Bösen hält, das gerade dabei ist, die Macht zu übernehmen.
     
    Warum sonst würde der (sicher gut informierte) Staat so viel Geld ausgeben, um das böse Nazitum auszurotten?! Und – da es trotz dieser Millionenausgaben und unzähligen „Netzwerke“ immer noch tausende „Rechte“ gibt – beweist das nicht, daß immer noch zuwenig getan wird?!
    Eine Zukunftsprognose für die weitere Entwicklung der beiden Lager wage ich nicht. Vermutlich wird das linke Lager eher noch wachsen, da die Medien alles dafür tun, was sie können.
    Ich träume von einer großen, rechtskonservativen Tageszeitung. Obwohl es das Internet gibt.
     
     
     

  • Irgendwie sind die Parallelen doch erstaunlich, hat man in der DDR nicht auch alles getan um seine Bürger vor der großen Gefahr des Faschismus zu schützen, bishin zum Bau des „Schutzwalls“ ???
    Nun ist das Feindbild halt nicht mehr der Faschismus des Westens, sondern die Nationalsozialisten im eigenen Land, ob es diese Gefahr wirklich gibt ist zweitrangig.
    Große Machtkonstrukte benötigen augenscheinlich Feinde um zu bestehen, nach Ende des Kalten Krieges hat die Nato sich auch sehr schnell einen neuen Feind regelrecht gesucht und vermutlich sogar mitaufgebaut, um nicht in der geschichtlichen Mottenkiste zu verschwinden, wo sie eigentlich hingehört.
    Und ohne immerwährenden Kampf gegen Rechts wäre die BRD ihre Legitimation los, also muss halt ein bissel dramatisiert werden, wen juckts, machen doch alle.

  • Auch in Orwells 1984 gibt es Krieg und Bedrohung, und Winston fängt an zu überlegen ob manch feindliche Rakete nicht von der Partei abgeschossen wurde.
    Ich würde den Film 1984 in Schulen zeigen, oder den Roman lesen lassen, und die Schüler nach Paralellen zum aktuellen Geschehen suchen lassen, das wäre Erziehung zum mündigen Bürger.
    Aber so sehen sie halt zum x-ten mal Schindlers Liste, cest la vie.

  • Ich glaube nicht, dass es ihnen schadet, beide Filme zu sehen.

  • Tja, und später dann Animal Farm für alle die an Sozialismus glauben, egal ob national oder international, wohl wahr.

  • Auschwitz wird von ihnen gerade nicht thematisiert

    Wenn es nur so wäre. Aber Zwangsneurosen scheinen mir im rechten Spektrum Deutschlands ebenso verbreitet wie im linken.
    http://www.blauenarzisse.de/blog/546/dresden-jlo-trauermarsch.html/dsc02115
    http://www.blauenarzisse.de/blog/505/was-hat-dresden-mit-der-judentoetung-zu-tun.html
    http://www.sezession.de/12126/ich-war-dabei.html
    Wie man liest, wurde von Seiten der Rechten ein Trink- und Grölverbot durchgehalten, was der JLO-Veranstaltung immerhin einen halbwegs zivilen und würdigen Charakter gab.  Im Abgang dann sowas:

    „Nun entlud sich der Frust, der sich stundenlang aufgestaut hatte. Parolen waren verboten gewesen, solange die Veranstaltung lief. Nun galt das nicht mehr. Mit einem Schlag ertönte ein lautstarkes und wütendes „Frei, sozial und national“ durch die Bahnhofshalle. Andere griffen tiefer in die Provokationskiste und riefen den verbotenen Slogan „Ruhm und Ehre der Waffen-SS!“, folgten aber insgesamt dem Aufruf der Veranstalter, die Ruhe zu bewahren und sich nicht provozieren zu lassen.“

    http://www.sezession.de/12148/ich-war-dabei-ii.html/3
    Dieses Gesocks verunmöglicht rechte Bemühungen in schöner Regelmäßigkeit.  Ich bin zu jung, um’s wirklich zu überblicken, aber die Politik der Nachwendezeit unter dem Geischtspunkt: „Neonazis bescheren uns Linksruck“ zu analysieren, klingt vielversprechend. Mag/kann jemand Einschätzungen dazu abgeben?
     

    • Eine angemeldete und legale Demo, zu der ohnehin viele nicht kommen konnten, weil sie gewaltsam daran gehindert wurden, ist durch Gewaltandrohung unterbunden worden, und zwar mit stillschweigender Duldung der Polizei. Die Medien lügen über den ganzen Vorgang, dass sich die Balken biegen. Wenn dir zu einem solchen Vorgang nichts Besseres einfällt, als über Leute die Nase zu rümpfen, die man nach allern Regeln der Kunst bis aufs Blut gereizt hat, und die dann nichts Schlimmeres tun als „Ruhm und Ehre der Waffen-SS“ zu rufen, dann stelle Dir zur Abwechslung mal vor, was los gewesen wäre, wenn man dasselbe mit einer Demo von Autonomen gemacht hätte!

  • Wenn die Bürgerrechte von Amts wegen dem Mob zum Fraß vorgeworfen werden, dann muss ich es ablehnen, den von solchen Praktiken Betroffenen am Zeug zu flicken! Ich muss es auch ablehnen, solche Vorgänge nach dem Sankt-Florians-Prinzip zu ignorieren, nur weil mir die Betroffenen nicht sympathisch sind – das spielt nämlich überhaupt keine Geige: Heute trifft es die, morgen können Du und ich genauso dran sein:
    „Als die Nazis die Kommunisten holten,
    habe ich geschwiegen,
    ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
    habe ich geschwiegen,
    ich war ja kein Sozialdemokrat.

    Als sie die Gewerkschafter holten,
    habe ich geschwiegen,
    ich war ja kein Gewerkschafter.

    Als sie mich holten,
    gab es keinen mehr,
    der protestieren konnte.“

  • Im sogenannten Rechten Spektrum tummeln sich auch überzeugte Nationalsozialisten, nicht schön, aber wohl wahr.
    Seltsamerweise hat es nie jemand gestört das vor dem Aufkommen der Linken die SPD nicht wenige überzeugte Kommunisten und Sozialisten an Bord hatte, und bei Demos wurde über die HO HO HO CI MINH Rufer groszügig drüberweggesehen.
    Aber wehe ein dummer Junge hebt bei eine deutschfreundlichen Demo den Arm im falschen Winkel, dann bekommt er eine Ehrenplatz in der Tagesschau.
    Es ist wie immer die Heuchelei welche mich am meisten ankotzt.
    Nicht wenige der „anständigen Demokraten“ in Dresden trugen kommunistische Plakate vor sich her, keinerlei kritische Anmerkung dazu in der Presse ???
    Würde in Frankreich eine politische Bewegung  „Frankreich verrecke“ rufen wäre sie auf ewig politisch tot, egal wie „ehrenhaft“ die Beweggründe auch immer gewesen seien.

  • Und die besserverdienenden Kommunisten der Akademikerklasse haben ihr neues Zuhause bei den Grünen gefunden, somit haben sich die Grünen zur FDP der Sozialisten gemausert.  😉

  • @Manfred
    bis auf diese Einschränkung gebe ich ich Dir ja vollkommen Recht. Kann ja nicht immer nur lobhudeln. Gerade Deine beiden Artikel zu den alten Genossen fand ich übrigens sehr gut!
    Jedenfalls, in Dresden wurde der Holocaust nicht nur von den Linken in unpassender Weise bemüht.  Das  tut weh und zeigt, dass es mit der seelischen Genesung noch nicht so weit her ist, um’s mal etwas wolkig zu sagen. Wahrscheinlich (hoffentlich) ein Generationenproblem.
    Ich weiß nicht wie hoch der Anteil der NS-Affinen auf der Gedenkveranstaltung war und erlaube mir darüber kein Urteil.  Klar ist, dass solche Ausraster für unsere Antifanten geradezu überlebensnotwendig sind. Und dass Führernostalgik allen wichtigen rechten Positionen zuwiderläuft und uns ungeheuer schadet.
    Die Linken können sich ihre freundschaftlichen Kontakte zu Neokommunisten (ha!), Anarchisten, Antideutschen etc. eher erlauben, weil Buchenwald für’s deutsche Bewusstsein eine größere Rolle spielt als Kolyma. Das verdankt sich linker Medienmacht, aber nicht nur.  Es erscheint mir ein stückweit normal, angesichts des katastrophischen NS, der hier gewütet hat. Während das kommunistische Grauen eben vor allem anderswo.  So ist der Mensch wohl, mit eingeschränktem Horizont, nicht wirklich gerecht oder rational.
    Um nicht nur resignativ oder überkritisch rüberzukommen: selbstverständlich müssen diese linken Doppelstandards bloßgestellt , die grundgesetz- und freiheitsgefährdenden Umtriebe angeprangert und bekämpft werden und muss ein würdiges Gedenken an deutsche Opfer möglich sein.  Ob es sich nun um das Schicksal der Vertriebenen und ihre vielen Toten oder die zahllosen Bombenopfer handelt.
    Hoffnungsfroh stimmt mich der Wiederaufbau der Frauenkirche und anderer Schmuckstücke Dresdens und dass selbst im roten Berlin ein Schloss den PdR ablöst.  So einfach lassen wir uns unsere Geschichte also nicht nehmen oder unterschiedslos in den Dreck ziehen.
     
     
     
     

  • Hier noch ein guter Nachtrag zur Dresden-Debatte in der JF:
    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M54908115c58.0.html

  • Ich glaube nicht, dass es ihnen schadet, beide Filme zu sehen.

    Ich haben selbst in den 80er und 90er Jahren das BRD-Schulsystem durchlaufen und im Rahmen der Holocaust-Erziehung haben wir unter anderem auch den Film „Schindlers Liste“ angesehen, außerdem wurde uns noch von einer israelischen Theatergruppe beigebracht, daß „Überfremdung“ ein ganz schrecklicher Begriff sei, der nur zu neuer Verfolgung von Minderheiten führe und Multikulti etwas ganz Tolles. So wird jede Nachkriegsgeneration aufs Neue dazu erzogen, ihr eigenes Volk zu hassen, sich bereitwillig in die immerwährende Schuldsklaverei zu fügen und sich nicht gegen den Verlust ihrer Heimat zu wehren. Die Leute, die dann in Dresden „Bomber Harris again“ rufen, haben auch nur diese Indoktrination durchlaufen.
    Wer als Deutscher glaubt, daß sein Volk einzigartige immerwährende Schuld auf sich geladen habe und wenigstens eine besondere Kollektivverantwortung trage, der kann auswandern, zur Aktion Sühnezeichen antreten oder sich meinetwegen auch erschießen. Gewiß zwingt ihn keiner, deutsche Kinder in die Welt zu setzen. Wer sich dennoch dafür entscheidet, trägt auch eine moralische Verantwortung, für das Wohl seiner Kinder zu sorgen. Die Indoktrination, so wie sie in Deutschland stattfindet, ist ein Verbrechen, weil sie die Kinder, die ihr schutzlos ausgeliefert sind, zu seelischen Krüppeln macht, und wer dies für seine eigenen Kinder befürwortet, der vergeht sich an ihnen. Dadurch, daß sie den Rufmord am deutschen Volkes nicht nur fast widerstandslos hingenommen, sondern sogar noch nach Kräften selbst mitbetrieben haben, haben die Nachkriegsgenerationen ihre eigenen Kinder verraten.

  • Dazu aus einem Interview mit Helmut Schmidt in der Zeit, dem weite Verbreitung zu wünschen ist.

    „Man kann das Wort Gene von mir aus ersetzen und sagen, dass es irgendeine Veranlagung gibt. Das kann man machen, dann ist die Konnotation, die mit dem Wort Gene verbunden ist, vermieden. Aber das Rätsel bleibt, was die Deutschen hier gemacht haben.“

    Damit ist er de facto derselben Meinung wie dieser türkische Generalkonsul: in unseren Adern fließt eben braunes Blut. Und dabei ist Schmidt noch zu den besseren Kanzlern zu zählen. Schlimm.

     

  • Hallo Manfred,
    hast Du das gesehen? (via Achse des Guten).
    Ich halte es fuer ein gutes Zeichen, dass die Polizeigewerkschaft sich dazu so eindeutig aeussert.

  • Sehr geehrter Manfred,
    es ist gut, dass dieses Thema von Ihnen so deutlich angesprochen wird.
    Bei diesem Thema ergeben sich mehrere Fragen:
    Warum gibt es keine würdige,offizielle Gedenkveranstaltung ?
    Warum beginnen die Historiker zu lügen, indem sie Tatsachen einfach wegleugnen?
    Dazu ein Beispiel:
    Als ich in Dresden studierte, wohnte ich bei einer älteren Dame, die diesen, nennen wir es ruhig Holocaust, überlebt hat, da ihr Wohnhaus (Nähe „Weißer Hirsch“)nicht getroffen wurde. Diese Frau hat selbst beobachtet, wie Tiefflieger die Elbewiesen, auf die sich viele Frauen und Kinder vor dem Feuersturm geflüchtet hatten, angegriffen haben. Das wird offiziell geleugnet.
    Ich selbst, vor unserem brennenden Haus meine jüngeren Geschwister beaufsichtigend, habe gesehen, wie Feuerwehrleute nach dem Bombenangriff von Tieffliegern beschossen wurden und ich selbst habe (üb)erlebt, wie Tiefflieger einen Flüchtlingstreck (kein Militär) total zusammengeschossen haben.
    Die Zahlen der in Dresden ermordeten Menschen werden durch eben diese „Historiker“-kommissionen einfach heruntergerechnet, warum ?
    Nun zu dem Geschehen in Dresden.
    Erstens sollte mal geklärt werden, was eigentlich Faschismus ist. Man kann diesen Begriff nicht einfach als „das Böse schlechthin“ verwenden, wenn man nicht das Wesen dieses Begriffes versteht. Damit relativiert sich auch der Begriff ANTIFA …, der als Antipode, also „das Gute schlechthin“ verwendet wird. Und dann sollte man so deutlich, wie Sie es getan haben, den Rechtsbezug klären. „Recht beugen“ und das „Gute schlechthin“ sind eben auch Gegensätzlichkeiten.
    Und Faschismus hat nicht die Farbe braun für sich gepachtet, er tritt auch andersfarbig auf und er kennt keine Toleranz.
    In Dresden ist Fürchterliches geschehen, als der Krieg faktisch schon zu Ende war. Dieses Geschehen lässt sich auch nicht durch die Opfer des deutschen Faschismus rechtfertigen. Weder zum Zeitpunkt des Geschehens noch nachträglich.
    Man kann einfach nur der Opfer beider Geschehnisse gedenken und vor allem für sich und sein Volk versuchen, zu erkennen, was zu diesem Fürchterlichen geführt hat, um so etwas zukünftig zu vermeiden. Für ganz verfehlt halte ich es, diese Dinge zu instrumentalisieren.
    An dieser Stelle möchte ich noch einmal das, was ich in Ihrem Beitrag „Lebensgegner machen mobil“ kommentiert hatte, wiederholen:
    Bei den genannten Aufrufen, diesen „1000 Kreuzweg“ (hier Gedenkaktion) zu behindern, handelt es sich um den gleichen Mob, der jeden, der keine linken Positionen, was auch immer dazu herhalten muss, vertritt, mit Geschrei, unsachlichen Parolen, Unflätigkeiten und möglicherweise auch mit Gewalt behindert.
    Ein schlimmes Beispiel ist in Dresden geschehen.
    Bei der Gedenkaktion, die von der sog. „Rechten“, durchgeführt wurde, trugen diese Leute ein Transparent, das „den Müttern Dresdens…“ gewidmet war.
    Prompt wurde durch die Gegendemonstranten ein Schild, das diese Mütter als auf „TäterInnen“ bezeichnete, hochgehalten.
    Meine Mutter, die uns sechs Kinder im Krieg großgezogen hat, war keine Täterin.
    Und sicherlich auch nicht die Mehrzahl der Mütter und Großmütter der Gegendemonstranten.
    Und die haben fast nachweislich auch nicht abgetrieben.
    Schlimm genug, dass dort, wo das Täterinnen– Schild hochgehalten wurde auch bundesdeutsche Politprominenz sich antinazistisch zu profilieren versuchte, sich also hinter dieses Schild stellte.
    Wenn denn die jungen Leute auf der anderen Seite wirklich Nazis waren, warum wird denn dann deren Demo zugelassen?
    Dieses kleine Beispiel verdeutlicht nach meiner Auffassung das (linke ?) Wesen aller dieser sog. „Gegenaktionen“ : INTOLERANZ um jeden Preis.

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