Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Julius Streichers Hetzblatt „Der Stürmer“ hatte bekanntlich so seine Lieblingsthemen.

Dazu gehörte selbstverständlich alles, womit man die Juden verteufeln konnte; gleich danach kamen aber schon die angeblichen oder tatsächlichen sexuellen Verfehlungen von katholischen Priestern. Wenn es gegen das Christentum ging, war man nicht zimperlich.

Die Traditionen der deutschen Qualitätspresse sind eben nicht totzukriegen.

8 Antworten auf Qualitätspresse

  • Der Spiegel ist ja auch das selbsternannte „Sturmgeschütz der Demokratie“.  Besonders unterschiedlich klingt Stürmer und Sturmgeschütz (un)komischerweise nicht…

  • Wenn sie die Qualitätspresse nicht finden müssen sie besser suchen! Wenn das nächste mal die Müllabfuhr vorbeikommt einfach mal hinten in den Wagen reinschauen, da ist eine „Qualitätspresse“ drin 😉

  • Nun bin ich evangelisch. Ja, man könnte sagen: protestantisch durch und durch. Besonders katholikenfreundlich bin ich dementsprechend auch nicht. Man könnte sogar sagen: antirömisch.
    Das liegt aber weniger daran, daß ich dies aus Glaubensgründen bin, sondern aus der Geschichte heraus. Rom ist seit Jahrhunderten Feind des Hl.Röm Reiches, Preußens, sogar der Habsburger, und selbstverständlich des zweiten Deutschen Reiches gewesen. Als deutscher und preußischer Patriot sehe ich in der Kurie einen alten Feind, in den Ultramontanen ihre Büttel. Punkt.
     
    Dennoch kotzt mich der Spiegel gerade in diesem Punkte so unendlich an. Es ist diese verdammte „moralische Überheblichkeit“, die meine Wut zum kochen bringt. Es ist sogar blanker Haß auf dieses Drecksblatt aus der Perlenstadt an der Nordsee. Mit gleichem geifernden Eifer gehen sie auf Evangelikale los. (Evangelikal bin ich auch nicht, sondern lutherisch!)
     
    Heute sehe ich in allen ehrlichen christlichen Glaubensgemeinschaften (also nicht den Staatskirchen) nur noch eine Schicksalgemeinschaft. Es geht um unser aller Überleben, das Überleben unserer Völker und Kulturen. Und ich erkenne, daß sich unser alter Erzfeind, genau wie sein jahrhundertealter Verbündeter und unser zweiter geschichtlicher Hauptfeind, die Franzosen ebenfalls nicht mehr unsere Gegener sind. Im Gegenteil. Im Kampf um unsere Nationen und Kultur müssen wir zusammenhalten.
    Heute glaube ich, daß die christliche Renaissance wohl die einzige Chance ist, die wir noch haben, den Zeitenwandel halbwegs friedlich zu überstehen. Gelingt dies nicht, muß gekämpft werden. – Wird gekämpft werden.
     
    Im Übrigen möchte ich auf die Schrift Martin van Crevelds hinweisen: Aufstieg und Untergang des Staates. Hier wird das zwingende Ende der Staatenwelt, wie wir sie kennen, beschrieben. Wie alles von van Creveld: Sehr lesenswert.

  • Danke für den Hinweis auf das Buch; das werde ich mir mal zu Gemüte führen.

  • André F. Lichtschlag vom ef-magazin findet passende Worte::
    http://www.ef-magazin.de/2010/02/10/1859-spiegel-und-co-gegen-die-katholische-bastion-die-scheinheiligen#comments
    Konservative und Libertäre sind so oder so in einer Querfront vereint, auch wenn der Staatsbegriff unterschiedlich ist.

  • Großartiger Artikel! Gut, dieser Punkt geht an Dich bzw. die Libertären.

  • Ich bin der festen Überzeugung, daß die Libertären letztendlich völlig unrecht haben. Sie verallgemeinern etwas, was für die Wirtschaft nachgewiesener Maßen zutreffend ist, auch auf die anderen Bereiche.
    Aber im ökonomischen Zusammenhang haben sie schlicht recht. Ich denke eher, daß die Libertären ein Teil jener Kraft sind, die das Böse will und das Gute schafft. Sie rücken dem Staat von ideologischer Seite, meist mit völlig zutreffenden Analysen, auf die Pelle. Der Staat, der sich aus tatsächlichen Gründen sowieso schon längst verabschiedet hat. Dies sagt Martin van Creveld.
    Es wird die Phase des Chaos‘, der Auflösung, so sicher kommen, wie das Amen in der Kirche. Zwischen dem Zustand „staatliches Gewaltmonopol“ und dem des „failed state“ sind wir schon ein ganzes Stück vorwärts gekommen.
     
    Um den Staat von den Aufgaben zu lösen, die er nicht bewältigen kann, brauchen wir die Libertären. Nur tun wir dies, damit der Staat seine eigentlichen Aufgaben wieder mit Erfolg angehen kann, indem er von dem Ballast, den er nicht leisten kann, befreit wird. Und dann brauchen wir sie nicht mehr. Bis dahin sollten wir gemeinsam schreiten.
     
    Dennoch werden wir feststellen, daß wir es nicht schaffen werden, zumindest gibt es kein Indiz dafür, nicht das kleinste. Deswegen müssen wir schon heute uns so organisieren, daß wir aus dem nächsten dreißigjährigen Krieg  gestärkt hervorgehen. Wir müssen heute schon erkennen, wie der moderne Staat von Morgen aussieht. Ob das noch der heutige absolutistische Territorialstaat sein wird? Wehl eher unwahrscheinlich.

  • Matthias Matussek veranschaulicht in seiner “Strafpredigt zum Aschermittwoch”, wohin sich in der postreligiösen 68er Theologie die 7 Todsünden sublimiert haben:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/02/21/wie-ich-aus-versehen-theologe-wurde/

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