Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Jeder, der viel im Netz unterwegs ist, dürfte das Kürzel „NWO“ kennen – Neue Weltordnung. Es wird üblicherweise auf der politischen Rechten verwendet und bezeichnet – ja, was eigentlich?

Es gibt Leute wie den Bloggerkollegen Kewil, die schon Pickel bekommen, wenn sie „NWO“ nur hören, zumal wenn es in Verbindung mit Stichwörtern wie „Bilderberger“, „Trilaterale Kommission“, „Council on Foreign Relations“ etc. auftaucht. Da wittert eben Mancher Verschwörungstheorien, und dann fällt bei ihm die Jalousie herunter.

Osimandias, der bisher hauptsächlich auf PI kommentiert hat, hat jetzt in einem sehr lesenswerten Gastbeitrag für den „Counterjihad“ die meines Erachtens zutreffende Vermutung geäußert, dass die Ideologie, die der NWO zugrundeliegt, längst im Bewusstsein breiter Schichten verankert ist, auch in dem vieler liberaler Islamkritiker, und dass deswegen jeder, der die Neue Weltordnung als Realität behandelt, Gefahr läuft, als durchgeknallter Verschwörungstheoretiker abgestempelt zu werden.

Wenn große Teile dieser Ideologie nämlich als Selbstverständlichkeiten verinnerlicht sind, dann tut sich Jeder schwer, der von einem konservativen Standpunkt, und das heißt: auf der Basis völlig anderer Selbstverständlichkeiten argumentiert. Zumindest, wenn er nicht definiert, was er unter der „Neuen Weltordnung“ eigentlich versteht, und dass sie nicht nur eine auf die Zukunft gerichtete Utopie, sondern bereits mindestens zur Hälfte verwirklicht ist. Dass also die Transformation der Welt auf der Basis globalistischer Utopie längst im Gange, dass sie politisch gewollt (und nicht etwa „von selber“ stattfindet) und dass sie dabei ist, das Mark der Zivilisation zu anzufressen.

Beginnen wir also mit dem Ist-Zustand und beschreiben die bereits existierenden Bestandteile der Neuen Weltordnung und die erkennbare Entwicklung:

Seit über einhundert Jahren, genauer seit den Haager Konferenzen von 1899 und 1907 laufen die Bemühungen um eine weitgehende Verrechtlichung der zwischenstaatlichen Beziehungen. Bei besagten Konferenzen ging es um Abrüstung, vor allem aber um die Einführung einer obligatorischen internationalen Schiedsgerichtsbarkeit. Die damals entwickelten Ideen wurden während des Ersten Weltkriegs mit dem Kriegseintritt Amerikas zu Kriegszielen der Alliierten erhoben und nach dem Krieg im Völkerbund institutionalisiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Staaten durch ein immer engmaschigeres Netz multilateraler Vertragssysteme und Organisationen aneinander gebunden und auf das je spezifische Regelwerk festgelegt.

Manche dieser Institutionen sind global, andere regional, aber alle zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Regelwerke die Autonomie der Nationalstaaten systematisch und zum Teil empfindlich beschneiden. Zu diesen Institutionen gehören – natürlich – die Vereinten Nationen als Nachfolger des Völkerbundes, die Bretton-Woods-Institutionen IWF und Weltbank, die WTO, die EU, die NATO, der Internationale Strafgerichtshof und Dutzende, zum Teil weniger bekannter weiterer Organisationen. Dabei ist die Verlagerung von Kompetenzen von den Nationalstaaten auf solche Organisationen ein Prozess, der noch lange nicht an seinem Ende angekommen ist: Das im Entstehen begriffene globale Klimaregime ist der aktuell bedeutendste Schritt dazu, und es zeigen sich Anzeichen, dass die Nationalstaaten einem ganz ähnlichen „Menschenrechts“-regime unterworfen werden sollen, wobei die „Menschenrechte“ im wesentlichen Teilhaberechte und Diskriminierungsverbote zugunsten von Migranten sind und immer dann ins Spiel gebracht werden, wenn es gilt, die Souveränität westlicher Staaten zu untergraben und ihre Völker an der Verfolgung ihrer eigenen Interessen zu hindern.

Um die Bedeutung dieses Prozesses angemessen zu würdigen, müssen wir uns zweierlei klarmachen: erstens, dass internationale Verträge stets und ausnahmslos Vorrang vor innerstaatlichem Recht haben. Es kann sich also kein Staat etwa auf seine eigene Verfassung berufen, um seinen Pflichten aus internationalen Verträgen zu entgehen – an sich ein sinnvolles und für die Rechtssicherheit zwischen Staaten sogar zwingendes Rechtsprinzip, das erst in dem Moment problematisch wird, wo im großen Stil Kompetenzen „internationalisiert“ werden. Dann greift das zweite Charakteristikum multilateraler Vertragssysteme: dass ihr Zustandekommen nämlich völlig undurchschaubar ist. Wenn 27 Regierungen (in der EU) oder gar 153 (in der WTO) zu einstimmigen Ergebnissen kommen sollen, dann sind Kuhhändel hinter verschlossenen Türen nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall. Die Öffentlichkeit wird nur kryptisch informiert, das Verhalten der jeweils eigenen Regierung keiner kritischen Überprüfung unterzogen, der nationale Gesetzgeber vor vollendete Tatsachen gestellt. Kontrolle findet nicht statt, demokratische Willensbildung schon gar nicht.

Dabei unternimmt kaum eine Regierung auch nur den Versuch darzulegen, welcher konkrete Vorteil mit jeder neuen Auslagerung nationaler Kompetenzen verbunden sein soll. Oft genug müssen Phrasen herhalten, wo die Argumente fehlen. Es häufen sich aber die Fälle, wo die politische Klasse es nicht einmal für nötig hält, sich irgendeine konkrete Begründung aus den Fingern zu saugen, sondern ganz offen bekennt, dass die Auszehrung des Nationalstaates für sie per se etwas Gutes ist:

Aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung:

Merkel setzt sich für neue globale Ordnung ein

Es geht darum, Kompetenzen abzugeben: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum 20. Jahrestag des Mauerfalls vehement für eine neue globale Ordnung geworben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine neue globale Ordnung ausgesprochen, in der die Nationalstaaten Kompetenzen an multilaterale Organisationen abgeben. Ein friedliches Zusammenleben in der Welt werde nur in einer solchen globalen Ordnung möglich sein, sagte Merkel am Montag in Berlin auf der anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls stattfindenden Wissenschaftskonferenz „Falling Walls“.

Als Beispiel für solch eine multilaterale Organisation nannte Merkel die EU, die durch ihre Mitgliedsstaaten gestärkt worden sei, obwohl nicht alle Entscheidungen aus Brüssel geliebt würden. Im Vergleich zu den Europäern hätten die Amerikaner mehr Probleme, Kompetenzen abzugeben. Dies sei aber für eine friedliche Zukunft notwendig. „Eine der spannendsten Fragen, um Mauern zu überwinden, wird sein: Sind die Nationalstaaten bereit und fähig, Kompetenzen an multilaterale Organisationen abzugeben.“

Die „friedliche Zukunft“, das „friedliche Zusammenleben in der Welt“ – das sind offenbar die Gesichtspunkte, die jede andere Überlegung verdrängen, und die vor allem jedem Kritiker das Maul stopfen – wer will sich schon nachsagen lassen, er sei gegen den Frieden? Da fragt kaum noch einer nach dem Preis, der für diese Art „Frieden“ zu entrichten ist.

Damit hat die Bundeskanzlerin eines der beiden ideologischen Axiome benannt, die das Ausufern multilateraler Vertragssysteme legitimieren. Es lautet, der Frieden müsse um jeden Preis bewahrt werden. Die auf diesem Axiom basierende Politik, den Krieg buchstäblich unmöglich zu machen (ausgenommen selbstverständlich für den Garanten dieser Ordnung, also Amerika nebst seinen Wurmfortsätzen), wird tatsächlich seit 1899 betrieben. Das klingt human und fortschrittlich; es impliziert allerdings, dass lebenswichtige Interessen ganzer Völker, bis hin zu ihrer schieren Existenz, nicht mehr verfolgt werden dürfen, sofern sie nur mit gewaltsamen Mitteln verfolgt werden können.

(Dies war übrigens der Grund dafür, dass das Deutsche Reich auf den Haager Konferenzen jegliche Einbindung in ein solches System kategorisch abgelehnt hat; man sah darin in Berlin bereits damals den Anfang vom Ende staatlicher Souveränität. Es spricht einiges dafür, dass Deutschland sich genau deshalb und damit die Feindschaft der angelsächsischen Mächte zugezogen hat, die bereits vor dem Ersten Weltkrieg deutlich erkennbar war.)

Inzwischen greift das Völkerrecht bereits in die inneren Verhältnisse der Staaten ein: Der Internationale Strafgerichtshof und allgemein die Globalisierung der Strafverfolgung folgen konsequent der Linie, staatliche Gewaltanwendung einzudämmen: Was als Versuch begonnen hat, zwischenstaatliche Gewalt zu bändigen, legitimiert längst auch den Durchgriff des internationalen Rechtssystems in die Innenpolitik: Die wiederholten Versuche, israelische Politiker vor europäische Gerichte zu zerren, weil sie die Sicherheit ihres Volkes geschützt haben, lassen die Exzesse jener Verrechtlichungs-Orgie ahnen, die uns bevorsteht, und die die Souveränität der Nationalstaaten zur bloßen Fiktion werden lässt.

Ein solches „Recht“ erreicht nicht einmal das, was Recht normalerweise bewirken soll, also die Eindämmung des Faustrechts und die Bindung auch des Stärkeren an Spielregeln. Es erreicht das Gegenteil: Da staatliche Ordnung primär von der Durchsetzung des Gewaltmonopols abhängt (und höchstens sekundär von der Rechtsform, in der dies geschieht), liegt es in der Natur der Sache, dass Menschenrechte und Ordnung kollidieren – selbstverständlich nicht immer und überall, aber doch immer wieder.

Indem man nun – und darauf läuft die immer weitergetriebene Strafandrohung gegen staatliche Funktionsträger hinaus – den Nationalstaaten zur Aufrechterhaltung ihrer Ordnung und ihrer inneren und äußeren Sicherheit nur noch die Mittel zugesteht, die auf keinen Fall mit den Menschenrechten nach innen und mit dem internationalen Gewaltverbot nach außen kollidieren, schafft man im großen Stil Interventionsgründe auf Vorrat – denn letztlich kann man jeden Staat so weit in die Enge treiben, dass er sich nach den Maßstäben des Frieden-um-jeden-Preis-Rechts ins Unrecht setzt. Und dann interveniert man à la carte: gegen die Weimarer Republik, aber nicht gegen Mussolinis Italien. Gegen Ho-Tschi-Minh, aber nicht gegen Pol Pot. In Jugoslawien, aber nicht in Ruanda. Im Irak, aber nicht im Sudan.

Es stimmt schon: Man kann nicht überall intervenieren, wo Menschenrechte oder Völkerrecht verletzt werden. Nur darf man, wenn man das nicht kann, das „Recht“ auch nicht so exzessiv definieren, dass es nicht durchsetzbar ist. Es sei denn, man will Interventionsgründe schaffen:

Ich halte es nach meinem heutigen Wissensstand für wahrscheinlich, dass die kosovarische UCK, eine Mörder- und Terroristenbande, vom Westen schon vor dem Kosovo-Krieg vor allem aus einem Grunde unterstützt wurde: um die serbische Regierung in Aktionen zu treiben, die man ihr als versuchten Völkermord auslegen konnte! Wenn es um die globale Durchsetzung einer bestimmten Ideologie und Lebensweise geht, und ich werde zeigen, dass genau dies das Thema ist, dann setzt eine solche, ja, Weltordnung die globale Herrschaft einer Macht voraus, die genau dieser Ordnung verpflichtet ist. Widerstandsnester wie das Deutsche Reich oder Serbien werden nach und nach beseitigt, und zu diesem Zweck werden selbstredend sehr wohl Kriege geführt. Was den eklatanten Mangel an Unrechtsbewusstsein erklärt, mit dem amerikanische Entscheidungsträger mehr als einmal mutwillig Krieg geführt haben.

Dies ist übrigens einer von zwei Gründen, warum die Europäische Union niemals ein Bundesstaat sein wird: Sie wäre dann eine Supermacht auf Augenhöhe mir den USA, mit ihrem deutsch-französischen Schwerpunkt nicht unbedingt auf ein angelsächsisch-kapitalistisches Gesellschaftsmodell festgelegt. Amerika hat – und zwar nach herkömmlichen Maßstäben ohne Not – zwei Weltkriege geführt (drei, wenn man den Kalten Krieg mitrechnet), um genau diese Konstellation zu verhindern, dass Europa unter die Kontrolle einer Großmacht gerät, die dieses Gesellschaftsmodell ablehnt.

Womit wir – ich habe schon ein wenig vorgegriffen – bei dem zweiten Axiom wären, aufgrund dessen die Internationalisierung immer weiter wuchert: Bereits die oben genannte Liste der Organisationen (IWF, Weltbank, WTO, EU) und die ihnen zugrundeliegenden Prinzipien zeigen an, dass es darum geht, eine von Restriktionen und staatlichen Eingriffen, überhaupt von jeder sozialen Verpflichtung befreite Marktwirtschaft zu institutionalisieren, und dies eben nicht durch innerstaatliches Recht – wodurch sie ja zur demokratischen Disposition stünde – sondern durch Festschreibung in übernationalen, demokratischer Kontrolle entzogenen Vertragssystemen (was der zweite Grund ist, warum die EU kein Bundesstaat wird: Sie soll kein Staat werden, weil sie dadurch aufhören würde, eine institutionalisierte Ideologie zu sein. Es geht den Globalisten ja nicht darum, Kompetenzen, die bisher die Nationalstaaten innehatten, der EU zu übertragen, sondern darum, bestimmte politische Interventionsmöglichkeiten überhaupt zu vernichten.). Wer ein solches Ziel bejaht, und das tut mehr oder weniger jeder Liberale, kann kaum umhin, die internationalen Regeln gutzuheißen, die dieser globalen Marktwirtschaft den Rahmen setzen; will er nicht inkonsequent sein, muss er die Entmachtung der Nationalstaaten billigen.

Was im 19.Jahrhundert als Freihandelsideologie die Politik der britischen Liberalen bestimmt hat, ist längst zu einem Projekt geworden, das darauf abzielt, die platonischen Gedankenmodelle neoliberaler Ökonomen in soziale Wirklichkeit zu übertragen: Diese Gedankenmodelle beruhen auf der kaum noch hinterfragten Idee, dass jegliches Gut, einschließlich Bildung, Gesundheit, Sicherheit am effizientesten durch private Anbieter hergestellt und über den Markt vertrieben wird, vor allem aber auf der Prämisse vollständiger Mobilität aller Produktionsfaktoren einschließlich des Faktors „Arbeitskraft“. Weil das so ist, gehört der Abbau sogenannter „Handelshemmnisse“ zu den Grundlagen aller genannten Institutionen, und dort, wo es geht, wie bei der EU, gehört die Niederlassungsfreiheit auch außerhalb des eigenen Staates zu den „Grundfreiheiten“.

Hier treffen sich die beiden Axiome „Frieden um jeden Preis“ und „Marktwirtschaft um jeden Preis“: Die Bevorzugung inländischer Unternehmer ist ein Handelshemmnis; der aus Heimatliebe nichtmobile Arbeitnehmer ist ein Bremsklotz; desgleichen der Unternehmer, der sich dem Wohl des Gemeinwesens verpflichtet fühlt; der Politiker, der nationale Interessen verfolgt, statt die Globalisierung voranzutreiben; der Soldat, der am Hindukusch Deutschlands Sicherheit verteidigen will statt der Interessen des Westens; der „Fundamentalist“, der gegen die Abtreibung, gegen die Stammzellenforschung und für die Sonntagsruhe ist; die Frau, die sich lieber um ihre Familie kümmert als um ihre Karriere.

Kurz und gut: Soziale Strukturen, die etwas mit Solidarität zu tun haben: intakte Familien, intakte Völker, auch intakte Religionsgemeinschaften, sind die natürlichen Angriffsziele der neoliberalen Ideologie, die Völker und Religionsgemeinschaften außerdem noch im Fadenkreuz ihres Zwillings, der Friedensideologie: Erinnern wir uns daran, dass es darum ging, den Krieg unmöglich zu machen, und dass die Entkernung des Nationalstaates ausdrücklich mit dem Ziel des „Friedens“ begründet wird. Zwischen Entnationalisierung einerseits, Frieden andererseits kann man einen gedanklichen Zusammenhang aber nur auf der Basis einer ganz bestimmten Annahme herstellen, die demgemäß auch dem vorherrschenden Paradigma zugrundeliegt: Diese Annahme lautet, dass die Existenz von Völkern nicht nur schlecht fürs Geschäft, sondern auch schlecht für den Frieden ist. Völker können miteinander in Konflikt geraten, deshalb müssen sie weg!

Die Masseneinwanderung, ein Phänomen, von dem uns apodiktisch versichert wird, es sei ebenso unvermeidlich wie die Globalisierung insgesamt – überhaupt ist es interessant zu sehen, was alles als „unvermeidlich“ verkauft wird und zu welchem Maß an Geschichtsdeterminismus sogenannte „Liberale“ fähig sind – diese Masseneinwanderung also findet seit Jahrzehnten statt und führt dazu, dass die wechselseitigen Solidaritätserwartungen, auf denen Völker basieren, langsam aber sicher zerstört werden. Und diese Masseneinwanderung wird auch in Zukunft stattfinden, weil sie politisch gewollt ist. Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist offizielle Politik, mal mehr, mal weniger verklausuliert eingeräumt (Ich empfehle in diesem Zusammenhang meine Artikel „Verrat mit Ansage“ und „Doktor Schäubles Staatsneurosen“).

Dass sogar solchen Menschen, die es bewusst und ausdrücklich ablehnen, sich als Deutsche zu definieren, unverdrossen ein deutscher Pass in die Tasche gesteckt wird, ist kein Versehen. Es ist der Sinn der Sache. Wenn Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit die größten denkbaren Übel sind, wenn Politiker offiziell verkünden, der Nationalstaat sei anachronistisch (und verschweigen, dass damit auch die Demokratie anachronistisch ist), wenn sogar den bloßen Begriffen „Volk“ und „Nation“ der Kampf angesagt wird („NoNation“), und dies alles vor dem Hintergrund auch institutioneller und struktureller Entnationalisierungsprojekte geschieht, dann kann niemand ein solches Zusammentreffen ideologischer Dispositionen und politischer Strategien für Zufall halten.

(Und es ist nur noch das Sahnehäubchen, dass gleichzeitig mit den Völkern auch die Religionen entkernt werden. Ein „Projekt Weltethos“, wie Hans Küng es propagiert, basiert auf der Idee, es gebe keinen Weltfrieden ohne Religionsfrieden. Eine solche Vorstellung ist vom politikwissenschaftlichen Standpunkt der blanke Unsinn – die wenigsten Kriege sind Religionskriege, und die, die es sind, sind es allein aufgrund der islamischen Aggressivität, nicht weil Religion schlechthin kriegstreibend sei. Dass eine solche Idee aber überhaupt aufkommen konnte, verdanken wir der besagten Denkfigur, dass bereits die Existenz von Menschengruppen überhaupt – hier also die von Religionsgemeinschaften – konfliktträchtig sei und diese Gruppen daher aufgelöst werden müssen. Der Preis dafür ist der Verzicht auf alle miteinander kollidierenden Wahrheitsansprüche von Religionen und deren Reduzierung auf global anschlussfähiges Minimum, also auf die Punkte, in denen angeblich „alle Religionen dasselbe wollen“, im Grunde die Etablierung einer synkretistischen Weltreligion.)

Die Gesellschaft auf individuelle Wahlfreiheit und auf den Markt zu gründen statt auf soziale Bindungen und auf Solidarität: Das ist das neoliberale Projekt. Es schlägt allem ins Gesicht, worauf menschliche Gesellschaft jahrtausendelang aufgebaut war. Da empirisch buchstäblich nichts dafür spricht, dass ein solches Projekt gelingen kann (Vielmehr spricht alles dafür, dass es in der Zerstörung der Zivilisation gipfeln wird), müssen seine Verfechter die Beweislast ihren Widersachern, also den Konservativen bzw. „Reaktionären“ aufbürden und sich selbst davon freizeichnen. Das gelingt ihnen, weil die Gesellschaft die totalitäre Denkfigur vom „Fortschritt“ verinnerlicht hat. Wer „Fortschritt“ sagt, sagt zugleich, dass die Geschichte ein Ziel und eine Richtung kennt (eben das, worauf bzw. wohin „fortgeschritten“ wird), beansprucht für die eigenen Ziele „Unvermeidlichkeit“ und klebt dem Andersdenkenden das Etikett des „Rückständigen“ auf. So setzt sich spätestens seit dem 19.Jahrhundert „fortschrittliche“ Ideologie durch.

Es geht also um die Entkernung der Nationalstaaten, um die Errichtung eines faktisch unabänderlichen globalen Systems aus Rechtsnormen, in denen sich eine Ideologie niederschlägt, die die Auflösung von Völkern und Familien postuliert und praktiziert, die zu ihrer Aufrechterhaltung auf global vereinheitlichte Geschichtsbilder und Religionen angewiesen ist, und den Grundmodus menschlicher Vergesellschaftung austauschen will: von der Solidarität zum Markt. Wenn man ein System, das auf einer solchen Ideologie basiert, nicht „Neue Weltordnung“ nennen darf – was eigentlich dann?

Dabei besteht unter den Funktionseliten mindestens der westlichen Welt, aber mit Ausläufern bis in die der Schwellenländer und des postsowjetischen Raumes hinein, ein nahezu unangefochtener Konsens über diese Ideologie, was unter anderem impliziert, dass es keine nationalen Eliten mehr gibt – jedenfalls nicht in dem Sinne, dass sie mit ihren je eigenen Nationen solidarisch wären. Was es gibt, ist eine globale Elite, und zwar eine, die ihre Absichten gar nicht verbirgt: Man muss nur den Nebel der wohlklingenden Phrasen lüften. Dass die Angehörigen dieser Eliten sich in informellen Zirkeln abstimmen, dass sie Denkfabriken unterhalten, einflussreiche Journalisten kooptieren, PR betreiben – ja, gewiss tun sie das, was denn sonst.

Die Kritiker, die sich zum Beispiel auf die Bilderberg-Konferenzen oder den Council on Foreign Relations einschießen, haben also auf ihre Weise schon Recht, erfassen aber immer nur einen kleinen Teil des Gesamtphänomens. Vor allem machen sie den Fehler, ihren Kontrahenten als „Verschwörungstheoretiker“ eine billige Steilvorlage zu liefern, indem sie zu entlarven versuchen, wo es gar nichts zu entlarven gibt.

Sicher wäre es interessant zu verfolgen, auf welche Weise Ideologie konkret in politische Strategie, in Propaganda und PR umgesetzt wird (wobei nicht gesagt ist, dass die jeweils Verantwortlichen immer zu den üblichen Verdächtigen gehören müssen). Bevor man diese Fragen aber vernünftig diskutieren kann, muss man den, mit dem man sie diskutieren will, davon überzeugen, dass es die NWO und die sie verfolgenden und begründenden Ideologien und Strategien tatsächlich gibt und vcr allem: welche Konsequenzen das hat. Die Implikationen der NWO sind eben nicht Jedem klar: dass die Vereinheitlichung von Geschichtsbildern den Völkern ihr Gedächtnis und damit ihre Identität raubt; dass die Auflösung des Nationalstaates und die der Demokratie ein und dasselbe sind; dass der zwischenstaatliche Friede, wenn erzwungen durch die Kastration der staatlichen Souveränität, den Keim zu dem in sich trägt , was Enzensberger den „molekularen Bürgerkrieg“ genannt hat; dass supranationale Vertragssysteme zu einem Joch zusammengefügt werden, das für Manche leichter, für Andere schwerer zu tragen ist, aber von niemandem mehr abgeschüttelt werden kann, auch nicht, wenn es ganze Völker erdrückt.

Das sind die Implikationen, die man deutlich machen muss. Was aber die Fakten selbst angeht, ist niemand auf Spekulationen angewiesen: Es liegt alles offen zu Tage!

51 Antworten auf NWO – eine Verschwörungstheorie?

  • Trotz aller Komplexität dieses hervorragenden Beitrages bleiben für mich elementare Fragen unbeantwortet.
    1. Wer sind die Ideologen, die Drahtzieher dieser „Ideologie der NWO“?
    2. Warum trifft das beschriebene  Szenario ausschließlich die  westlichen   Industriestaaten?
    3. Wenn ein europäischer Bundesstaat den Zielen dieser NWO nicht dienlich ist, warum wird dann dieser Staat erschaffen?
    4. Wem nutzt ein zwangsgeeintes, aber wirtschaftlich und kulturell zerstörtes Europa ohne Handelsbarrieren?
    5. Wenn es Ziel der NWO ist, jede Form von Gemeinschaftszugehörigkeit zu zerstören, dann frage ich mich, warum der Islam so hoffiert und gestärkt wird.
    6. Welche Rolle spielen die Großmächte China, Indien und Rußland in dieser NWO und wo sind diese einzuordnen?
    Das sind nur einige wichtige Fragen, die mir unbeantwortet erscheinen.
    Unstrittig erscheint mir die Tatsache, daß wir bereits in einer neuen
    Ordnung leben, ich weiß nur noch nicht, von wem sie erlassen ist.
     

    • @ Wolfgang:

      ad 1: Abstrakt gesprochen, sind sämtliche meinungsbildenden Eliten der westlichen Welt verantwortlich, aber das ist natürlich keine Antwort. Wenn Du wissen willst, wer die entscheidenden Akteure sind, dann musst Du die Mühen der Ebene auf Dich nehmen: Mit welchen Mitteln hat wer welche Fachbereiche an Universitäten gedreht? Welche PR-Agenturen haben welche Themen lanciert? Welche Denkfabriken üben (bzw.: übten wann?) entscheidenden Einfluss aus? Wer ist von wem finanziell abhängig? Der Grund, warum ich es vorziehe, mich auf die offensichtlichen Aspekte der NWO zu beschränken, ist der, dass es wichtiger ist, die ins allgemeine Bewusstsein zu heben, als sich in Detailforschung zu verzetteln.

      ad 2: Es trifft über kurz oder lang alle Staaten, aber nur die westlichen Industriestaaten sind potenziell mächtig genug, dieses Szenario zu verhindern, deswegen müssen deren Eliten zuallererst eingebunden werden.

      ad 3: Er wird nicht geschaffen! Die EU ist kein Staat, jedenfalls keiner der üblichen Art, mit einem Akteur (und wäre es das Volk) als Souverän. Souverän sind die europäischen Verträge und die darin verankerte, politischer Entscheidung entrückte (daher darf es kein Staat sein!) Ideologie.

      ad 4: Es handelt sich um Klassenkampf von oben: Materiell profitieren die, für die Einschränkungen der Marktwirtschaft und ein handlungsfähiger Staat geschäftschädigend sind. Zum Beispiel (aber beileibe nicht ausschließlich) Leute wie Murdoch oder Berlusconi. (Was vielleicht eine Teilantwort auf Frage 1 gibt). Im übrigen sollte man das religiöse Moment dieser Ideologie nicht unterschätzen: Ihre Anhänger sehen in der NWO buchstäblich einen Weg zum HEIL. Simple Kosten-Nutzen-Rechnungen treffen das Wesen dieser Bewegung nicht wirklich.

      ad 5: Eine mögliche Antwort (von Mona Lisa zugegebenermaßen zu Recht eine „steile These“ genannt) habe ich in „Islamisierung als Outsourcing“ gegeben: Der Islam ist ein Ordnungssystem, das ohne Staat auskommt und daher eine systematisch in die Anarchie getriebene Gesellschaft re-strukturieren kann. Es wäre ein Alternativmodell für Ideologen, die keinen Staat, aber ein Minimum an Ordnung wollen. Zugegeben eine kühne Idee. Was ich eher vermute, ist, dass der Islam immer noch nicht durchschaut wird. Wenn sich dies ändert, wird man womöglich in Europa in absehbarer Zeit aufhören, ihn zu hofieren, und dazu übergehen, ihn zum Sündenbock für alle Übel zu machen, die mit Masseneinwanderung schlechthin verbunden sind. (Damit die Völker nicht auf die Idee kommen, für ihre schleichende Abwicklung ihre eigenen verräterischen Eliten und die von ihnen praktizierte, auf Destruktion ausgerichtete Euinwanderungspolitik verantwortlich zu machen.)

      ad 6: Keine Ahnung; ich würde sie aber eher auf der Seite der hemmenden Kräfte vermuten.

  • „Warum trifft das beschriebene  Szenario ausschließlich die  westlichen  Industriestaaten?“

    Ich studiere VWL (zwar nur Nebenfach)  und habe mich immer gefragt: Warum hat es eigentlich solange gedauert, bis Marktmechanismen erkannt und systematisch erforscht wurden? Wieso kam das erst vor etwa 200 Jahren auf, wenn es Geld, Handel,  Inflation, Wechselkurse etc. schon seit Jahrtausenden gibt? Und die meisten dieser Vorgänge eigentlich relativ einfach erkannt und verstanden werden können?  Warum haben die alten Hochkulturen nie ein simples Marktmodell entwickelt, aber Mathematik, Philosophie und Architektur, die wir z.T. heute noch nicht verstehen?  Und warum beschäftigt sich niemand mit dieser Diskrepanz?
                                  Außerdem fällt auf, dass es in der Geschichte zwar schon viele globale Handelsmächte gegeben hat, die aber nie „das Rennen gemacht haben“. Athen, Karthago, Venedig, Hanse, Holland – alle sind gefallen, und zwar bevorzugt gegen Gegner, die Handel und hochentwickelte Wirtschaft VERACHTET und abgelehnt haben, wie die Spartaner oder die Römer.  Und wenn man sich diese Konflikte ansieht, bietet sich immer dasselbe Bild: auf der einen Seite Fernhändler, die  technisch weit überlegen sind, auf Bergen von Geld hocken und sich endlose Legionen an Söldner zusammenkaufen können. 
    Auf der anderen Seite stehen meist eine feudale Gesellschaft.  Die erleidet zwar enorme Verluste, kann diese aber dank hoher Geburtenraten und nationalen Zusammenhalt wegstecken. Und schließlich gewinnen die „Primitiven“ Stück für Stück die Oberhand. 
    Hauptgrund ist dabei, dass die Händler fast immer zu langfristigem und nichtmonetärem Denken unfähig sind, während ihre feudalen Gegner ihre Strategie über Jahrzehnte hinweg durchziehen. Das ist auch der Grund, warum es in der Antike keine Wirtschaftswissenschaft gab. Alle Nationen, die sie hätten hervorbringen können, sind ausselektiert worden.

    Offensichtlich ist der transnationale Kapitalismus nicht fähig, überlebensfähige Nationen hervorzubringen. Weil er nämlich – wie Manfred schon oft erwähnt hat – seine eigene Gesellschaft zersetzt und alles, was nicht unmittelbar wirtschaftsrelevant ist, einfach ignoriert.    
    Ich persönlich glaube daher, dass der moderne Kapitalismus eine historische Singularität ist, die sich nur unter den außergewöhnlichen Bedingungen der angelsächsischen Länder entwickeln konnte.  Denn diese Staaten waren dermaßen begünstigt (Insellage, praktisch unendliche Ressourcen), dass dort all seine Schwächen nicht zum Tragen kamen. Stattdessen konnten diese Nationen sogar in die Offensive gehen und zur westlichen Führungsmacht werden.  Der Wirtschafts-Liberalismus wurde damit zur vorherrschenden westlichen Ideologie. 

    Aber heute ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Mächte wie Indien oder China sind so riesig, dass man sie nicht einfach überrennen kann wie das vergleichsweise kleine Deutschland oder das winzige Serbien. Das trauen sich die USA nicht mal mehr beim Iran. 
    Und diese Mächte werden auch nicht per Coca-Cola eingemeindet werden, wie sich das viele Liberale erhoffen. Die Asiaten werden es sich zweimal überlegen, wenn sie ihre einstigen Kolonialherren als abschreckendes Beispiel vor Augen haben. Denn jetzt kommen alle Fehler des Liberalismus zum Tragen: die westlichen Gesellschaften zerfallen, während die westliche Elite unfähig ist, den Niedergang aufzuhalten. Denn dazu müsste man die Probleme als solche erkennen und viel zu viele heilige Kühe schlachten. 
    Die Asiaten dagegen können sich mit ihrer nationalistischen Politik (Handelsbarrieren, Wirtschaftsspionage, Plagiate, Einwanderungsverbote, selektive Schulsysteme, wachstumfreundliche Lohnpolitik, generalstabsmäßiges Aufkaufen westlicher Firmen) ungehindert in den Vordergrund schieben.
    Ich glaube daher nicht, dass die Internationalisierung, wie sie Manfred beschreibt, weiter voranschreiten wird. 
    In 10-20 Jahren werden die Probleme im Westen so gigantisch sein, alle Internationalismen werden durch ihr Versagen so delegitimiert sein, dass ein Wechsel unausweichlich wird.       

  • Sehr guter Beitrag.
    Es gibt zwei Arten von Verschwörungstheorien, die allesamt im Grunde nichts anderes sind als die Legitimation eigener Vorurteile: Die der Gesellschaft des Überflusses, und die der existenzbedrohten Gesellschaft.
    Interessant ist, dass Verschwörungstheorien im zwoten Fall gestreut werden von staatlichen oder nichtstaatlichen Agitatoren, im ersten Fall aber immer ohne äußeren Impuls entstehen und als politische Meinung Verbreitung finden.
    Das ist deswegen so verwirrend, weil die Gesellschaft Erklärungen sucht für Probleme, die sie nicht direkt oder nur sehr indirekt betreffen, manchmal gar solche Probleme erfindet, während die existenzbedrohte Gesellschaft nur einen Sündenbock für ihre Misere sucht.
    Oder ist einer der Foristen hier, bist Du, Manfred, schon mal von der Polizei abgeholt und eingesperrt worden, weil Du bloggst?
    Wie viele Menschen, die solche Verschwörungstheorien streuen, sind je von der Regierung ihres Landes drangsaliert worden?
    Außerdem scheint es heutzutage in Mode zu kommen, die eigene Meinung nicht mehr zu reflektieren und alles andere als Superlative nicht mehr zuzulassen. Es gibt anscheinend nur noch die grundsätzlich bösen Amerikaner und Israelis, die grundsätzlich bösen Banker usw., im Gegenzug ist die favorisierte Seite aber grundsätzlich gut. Und da können Globalisierungsgegner Polizisten in Brand stecken, sie sind trotzdem gut. Grundsätzlich.
    Das eigene Unvermögen, Ereignisse und Vorfälle mit dem eigenen Weltbild in Übereinklang zu bringen, führt zu Verschwörungstheorien. Sicher, ich mit meiner Antipathie gegenüber der politischen Korrektheit, bin selbst nahe dran, Verschwörungstheoretiker zu sein, da ich selbst überall ein „System“ zu wittern beginne. Nur der Punkt ist der: Ich akzeptiere, dass ich mich irren könnte. Der kluge Mensch bedenkt Fakten, und lässt sich durch Unbewiesenes höchstens zu einer Tendenz hinreißen, aber nicht zu einer festbetonierten Meinung.
    Meinungen, die dann lauten wie „9/11 war ein Fake“, obwohl darauf höchstens Indizien hinweisen.

  • Manfred, mal grob drauflosgedacht, frage ich mich, ob du dich mit einer Kritik des reinen Marktes nicht ins Bockshorn jagen läßt: der reine Markt, die Entscheidung des Konsumenten, Bürgers, würde doch? auch die Entscheidung für das Bilden von eigenen Solidargruppen erlauben. Nicht die Marktwirtschaft hebt die (echte, selbstgewählte, gewollte) Solidargemeinschaft auf, sondern ihr Gegenteil, der autoritäre Staat.

    These: das Problem ist nicht der reine Markt, sondern daß unter dem Vorwand reiner Marktwirtschaft ein Wirtschaften, eine Gesellschaftsordnung, betrieben wird, welche eben gerade nicht marktwirtschaftlich, frei, basierend auf den freien Entscheidungen aller Teilnehmer, ist.  Sondern in geschickter Weise, versteckt hinter undurchschaubar komlexen Konstrukten, manipulierbar ist.

    Die derzeitige Wirtschaftskrise beruht ja auch nicht auf dem Kapitalismus, sondern auf dem eklatanten Nicht-Vorhandensein desselben: daß eben nicht Kapitaleigner Entscheidungen treffen und das Risiko tragen, sondern daß eine kleine Gruppe die Zentralbanken beherrscht und sich dort im Tonnenmaßstab das Geld druckt, mit welchem sie alle Güter und Werte der Welt aufkauft, und mit welchem sie jeden anderen Marktteilnehmer aus dem Markt dumpen oder
    sonstwie hinausintrigieren kann.

  • Im Gesellschaftlichen ist die Freiheit ja schon sehr offensichtlich abgeschafft, und es gibt praktisch kein Bemühen mehr, die Parteinahme zu verbergen: gegen Individualentscheidung; und, um das auch klar zu sagen: gegen Weiße, gegen sog. Kaukasier.

    Wenn wir aber ernst machen würden mit der Freiheit, uns selbst zu organisieren, dann würden wir erst spüren, was dabei schon alles zum Verbrechen deklariert worden ist, nämlich jede Gemeinschaftshandlung, welche nur für die eigene Gruppe gelten soll. Damit ist Staatlichkeit für eine selbstgewählte Gruppe ausgeschlossen. Und was man mit dem Nicht-Besitz von Staatlichkeit alles verliert, das würde ich mir mal als Erörterung wünschen (im Bereich Handel,
    internationale Wirtschaft, Märkte; militärisches Verteidigungsrecht, solche Sachen).

    Z.B möchte ich nur in Sozialsolidargemeinschaft mit Deutschen sein: an welchen Stellen wird das verunmöglicht…

    Und weiter: mein Problem ist nicht das Getröte für die mulitkulturelle Gesellschaft.  Sondern die Kriminalisierung und gewaltsame Unterdrückung der Werbung für z.B. eine deutsche Volksgemeinschaft.

    Zur Frage, warum der Islam hofiert wird: ungeachtet der anderen hier genannten Aspekte: ich denke, es geht dabei darum, die große zerstörerische Kraft dieser Ideologie, im Verein mit Massenkolonisierung, gegen etwas wie ein Deutsches Volk, eine Deutsche Nation zu nutzen; gilt natürlich ebenso für alle anderen europäischen Völker. Dieses Vergewaltigen und Demütigen der traditionellen Bindungen durch Massenkolonisation ist viel ausschlaggebender in diesem ganzen Landraubs-, Umvolkungs- und Vertreibungsprozeß als nun gerade die mohammedanische Haßideologie.

    Das ist nur ein Nebeneffekt; wie willkommen oder unwillkommen, darüber hab ich im Moment keine Meinung.

    • @ Pit:

      Ich wundere mich ein wenig; Deine beiden Kommentare passen nicht so recht zusammen: Wenn Du schreibst

      Nicht die Marktwirtschaft hebt die (echte, selbstgewählte, gewollte) Solidargemeinschaft auf, sondern ihr Gegenteil, der autoritäre Staat.

      dann muss ich schon deshalb widersprechen, weil gerade diejenigen Solidargemeinschaften, die auch in existenziellen Krisen halten müssen (und das sind für mich die „echten“) gerade nicht selbstgewählt sind: Volk, Familie, unter bestimmten Voraussetzungen auch die Religionsgemeinschaft. Und das muss auch so sein, weil eine „selbstgewählte“ Solidargemeinschaft naturgemäß eine ist, aus der man auch wieder austreten kann. Das erwartbare Ergebnis selbstgewählter Gemeinschaften ist, dass man ihnen beitritt, wenn sie einem nützen, und wieder geht, wenn das nicht mehr der Fall ist. Da dieser Sachverhalt allen Mitgliedern geläufig ist und sie deshalb wissen, dass sie solidarisches Verhalten der Anderen nicht über ein gewisses Maß hinaus zu erwarten haben, werden sie selbst nicht über dieses Maß hinaus solidarisch sein. Eine selbstgewählte Solidargemeinschaft ist das, in was die Völker Europas gerade verwandelt werden, nämlich in Vereine, denen man beitreten kann. Logisch, dass vor allem diejenigen kommen, die den Sozialstaat schröpfen; logisch auch, dass sie nicht meinen, mit dem Solidarverband „Deutsches Volk“ nun ihrerseits solidarisch sein zu müssen, und sei es nur dadurch, das sie ihren Teil beitragen, weitere Masseneinwanderung zu verhindern, sondern stattdessen die Überlastung des Sozialstaates und derer, die ihn finanzieren, auf die Spitze treiben.

      Wenn ich Deinen zweiten Kommentar lese, dann habe ich den Eindruck, dass ich jetzt bei Dir offene Türen eingerannt habe. Ich lasse es trotzdem stehen, einfach, um mal grundsätzlich begründet zu haben, dass und warum die freie Entscheidung des Einzelnen bestimmte Solidarstrukturen nicht hervorbringen kann.

  • Dass übrigens der Kapitalismus, gemessen an marktwirtschaftlichen Idealen, degeneriert ist; dass er vermachtet ist; dass die Figur des Kapitaleigners und die des Unternehmers schon lange nichts mehr miteinander zu tun haben: Das ist richtig, aber schon Karl Marx hat gezeigt, dass genau dies die Richtung ist, in die der Kapitalismus von sich aus tendiert. Insofern halte ich es für wenig erkenntnisfördernd, ein platonisches Markt-Ideal gegen den realen Kapitalismus auszuspielen.

    Überhaupt könnte es sich lohnen, mal wieder Marx zu lesen.

  • Eine Solidargemeinschaft meiner Vorstellung nimmt eben auch nicht jeden auf, von wegen jemand kann beitreten; jemand kann unter bestimmten Bedingungen aufgenommen werden, das bestimt natürlich die Solidargemeinschaft, der er beitreten will.
    Und daß man aus einer Solidargemeinschaft austreten kann: warum nicht? Ist ja das eigene Risiko. erstens ist der Weg zurück nicht sicher, zweitens wird man vermutlich eine andere Solidargemeinschaft brauchen und die muß man erstmal kriegen. Erscheint mir immer noch sinnvoll.
     
    Daß Kapitalismus automatisch zum Monopol führt, davon bin ich nicht mehr überzeugt, halte es für möglich, daß wenn überall relativ starke regionale Zentren sind, basierend auf lokalen Solidargruppen, daß diese stets genug Gegenmacht gegen Monopole darstellen, und eine Quelle von Konkurrenz und Innovation sein sollten. Ich halte es aber auch für möglich, daß es gewisser Korrekturen der reinen Marktwirtschaft bedarf, habe es aber nicht weit durchdacht. Z.B in Bezug auf endlichen Besitz, wie Grund und Boden (oder kritische Güter wie Trinkwasser, oder gar Atemluft); sollte dieser im Laufe eines Prozesses in wenige Hände geraten, könnte dies eine nicht mehr korrigierbare Machtkonzentration bedeuten. Des weiteren ist m.E. über Währungspluralismus nachzudenken, da eine Zentralbank eine viel zu große, und im allgemeinen, jedenfalls aber de facto, korrumpierte Entität ist. Damit kann es natürlich keine demokratische Selbstbestimmung geben, wenn irgendeine Partei über ein solches Machtmittel verfügt.

  • Hallo Manfred, ich finde deine Analyse sehr gut und in fast allen Punkten entspricht sie dem, was auch ich denke.
    Eine Kleinigkeit jedoch stört mich immer wieder bei Deinen Texten: ich habe den Eindruck, dass immer eine besondere Spitze gegen die USA und die angelsächsiche Welt kommt, die ich für nicht gerechtfertigt halte.
    Ich halte die Neue Weltornung nicht für eine Verschwörung, nicht einmal für eine klugen Plan von denen, die davon profitieren, sondern eher für eine Heilslehre, die sich kollektiv entwickelt hat, ohne dass das jemand schon viele Jahrzehnte im Vorraus wusste, wie sich bestimmte Dinge langfristig auswirken.
    Ich halte die Unis, besser gesagt die geisteswissenschaftlichen Fakultäten, für eine ganz wichtige Triebkraft bei dieser Heilslehre. Ich sehe täglich an der Uni, wie durch die Sozialisation in die entsprechenden Fächer immer neue Studentengenerationen auf die Grundlagen der Neuen Weltordnung eingeschworen werden.
    Wer sich abseits hält, verringert extrem seine zukünftigen Karrierechancen. Nur wer die Ideologie, oder besser gesagt die Heilslehre mitträgt, ist ein Kandidat für wichtige zukünftige Funktionen.
    Ich halte übrigens die USA, mit ihrer wesentlich vielfältigeren Unilandschaft, in der es auch Unis gibt, die diese Heilslehre nicht mittragen, für die einzige Chance von diesen Abweg, der die Grundlagen unserer Zivilisation zerstört, wegzukommen.

    • Die USA sind für den neoliberalen Globalismus ungefähr das, was die Sowjetunion für den Kommunismus war: Ihre Machtpolitik und ihr weltrevolutionäres Projekt sind ununterscheidbar. Im Falle der USA hat das damit zu tun, dass eine Nation, zu deren Kollektividentität eine ganze Reihe von Prinzipien gehören, die als „self-evident truths“ gelten, und die zusammengenommen das liberale Programm bilden, und die dazu neigt, diese Prinzipien zur Religion aufzuwerten, sozusagen gar nicht anders kann, als diese Heilslehre auch der übrigen Welt nahezubringen – und sei es mithilfe von Stealth-Bombern. Es stimmt schon, in Amerika ist der Binnenpluralismus immer noch größer als hier, aber auch bei den schärfsten Kritikern des Liberalismus kommt noch die Prägung durch das liberale Programm durch. Im Oktober war Robert Spencer in Berlin, einer der scharfzüngigsten Islamkritiker der USA. Der sagte, dass Jeder, der sich an die Gesetze halte, als Einwanderer willkommen sei. Ich glaube, als Amerikaner kann man gar nicht anders denken, aber Du erkennst daran, dass es ihnen fast unmöglich ist, nichtliberale Denkweisen zu verstehen. Das ist kein Grund, Amerika zu hassen, aber man soillte nicht die Augen davor verschließen, dass Amerika immer dazu neigen wird, seinem – freundlich formuliert – liberalen Internationalismus nachzugeben, und dass man schon froh sein kann, wenn das nicht mit kriegerischen Mitteln geschieht.

  • Um diesen Themenkomplex NWO halbwegs zu erfassen, sind wirklich umfangreiche Recherche notwendig.
    Diese Fleißarbeit ist auch notwendig, allerdings befürchte ich immer stärker, daß uns allen die Zeit davonrennt. Wichtig ist es unbedingt, jetzt Organisations- und Überlebenstrategien zu entwickeln, um dem kommenden Kladderadatsch irgendwie zu überstehen.
    Gegen die Manipulateure hilft nur Wissen, also Lernen – hierzu der gute alte Konfuzius:

    8. Die sechs Worte und sechs Verdunkelungen.
    Der Meister sprach: »Yu, hast du die sechs Worte und die sechs Verdunkelungen gehört?« (Dsï Lu) erwiderte und sprach: »Noch nicht.« (Der Meister sprach:) »Setze dich, ich werde sie dir sagen: Sittlichkeit lieben, ohne das Lernen zu lieben: diese Verdunkelung führt zur Torheit; Weisheit lieben, ohne das Lernen zu lieben: diese Verdunkelung führt zu Ziellosigkeit; Wahrhaftigkeit lieben, ohne das Lernen zu lieben: diese Verdunkelung führt zu Beschädigung2; die Geradheit lieben, ohne das Lernen zu lieben: diese Verdunkelung führt zu Grobheit; den Mut lieben, ohne das Lernen zu lieben: diese Verdunkelung führt zu Unordnung; die Festigkeit lieben, ohne das Lernen zu lieben: diese Verdunkelung führt zu Sonderlichkeit.«

  • ja, und dieser Traum, aus Europa die zweiten USA zu machen ist tatsächlich weit verbreitet.
    Wobei eine gesteuerte Einwanderungspolitik im Eigeninteresse durchaus auch eine europäische Tradition ist.
    In den kommenden Auseinandersetzungen werden wir nicht darumkommen, uns auch Verbündete aus dem aussereuropäischen Kulturkreis und unter den jetzt schon hier lebenden Zuwanderern zu suchen – das ist immer noch meine Sicht der Dinge, ohne die Einwanderungsgesellschaft jetzt glorifizieren zu wollen. Aber die Realitäten sollte man nicht ignorieren.

  • Vielleicht kommt die Meinung von Robert Spencer und andren Liberalen, die Einwanderer  jeder Couleur willkommen heißen, solange sie sich an die Gesetze halten von der bis heute ja stärkerern christlichen Ausrichtung der USA.
     
    Nicht nur linke Gutmenschenchristen, auch viele moderne Evangelikale haben es nicht so mit dem Nationalen. Solange die Einwanderer wirkliche Christlich sind, können sie gerne aus Afrika oder Indien kommen.
     
    Die Traditionschristen, für die die Nation eine Selbstverstänlichkeit ist, werden bei uns langsam ziemlich selten.

  • Es erstaunt mich immer wieder, daß bei allen Artikeln und Kommentaren nicht die Möglichkeit in Betracht gezogen wurde, daß die NWO benuzt wird, dem bösen Imperialisten aus Amerika in der öffentlichen Wahrnehmung eine Schuld zuzusprechen und anzuheften, um so vom eigendlichen Initiator abzulenken.
    Genau so wenig, wie sich der gesamte SED Kader nach dem Mauerfall in Luft aufgelöst hat ist die Idee eines sozialistischen Europa mit dem Fall des eisernen Vorhanges gestorben.
    Ich habe noch einmal die Ausführungen von Vladimir Bukowski, die er Anfang 1976 über die „EUDSSR“ gemacht hat,  gelesen.
    Seine Ausführungene erscheinen mir im Hinblick auf die heutige, politische Situation , schlüssiger – zumal sie teilweise bereits umgesetzt sind.
     
     

  • Mag sein, dass ich (ohne geisteswissenschaftliche Ausbildung) zu sehr dem Pragmatischen verhaftet bin – als Frau sowieso *grins.

    Kann mir denn einmal jemand der Diskussionsteilnehmer erklären, wem wann und wie diese bedrohliche Entwicklung nutzen wird?

    Selbst die heutigen Eliten haben Nachkommen, für deren priviligiertes Dasein sie doch nicht auf ewig vorsorgen könnnen?

    • Erstens haben die durchaus nicht Alle Nachkommen, zweitens können sich die wirklichen Top-Eliten Sicherheit, Freiheit und Luxus auch in Zukunft jederzeit kaufen, drittens ist das Fußvolk der Ideologen und Claqueure fest davon überzeugt, an einer schönen neuen Welt zu arbeiten, an einer Art diesseitigem Paradies – wie immer bei diesen Ideologen, die die Welt vom Reißbrett aus verbessern wollen, werden sie sich erst hinterher wundern, dass wieder einmal eine ihrer großartigen Ideen nicht funktioniert hat.

  • „Im Oktober war Robert Spencer in Berlin, einer der scharfzüngigsten Islamkritiker der USA. Der sagte, dass Jeder, der sich an die Gesetze halte, als Einwanderer willkommen sei. Ich glaube, als Amerikaner kann man gar nicht anders denken, aber Du erkennst daran, dass es ihnen fast unmöglich ist, nichtliberale Denkweisen zu verstehen.“
    Immerhin haben die Amerikaner mit dem <a href=“http://en.wikipedia.org/wiki/1924_Immigration_Act“>Immigration Act von 1924</a> noch versucht, die Dominanz der europäischstämmigen Weißen in der Bevölkerungszusammensetzung zu bewahren, indem sie die Einwanderung anderer Rassen weitgehend unterbanden. Ein wichtiger Faktor in dem Prozeß, der dazu führte, daß diese Einwanderungspolitik schliesslich aufgegeben wurde, ist in <a href=“http://www.kevinmacdonald.net/Immigration.pdf“>diesem Aufsatz</a> beschrieben.

  • Das ist die gründlichste und beste Erklärung, die ich zur NWO  je gelesen habe. Manfred, danke für diese Arbeit.

  • Die Analyse gibt auch meine Gedanken gut wieder. Danke.
    Warum muss ich bei NWO nur immer an den Antichristen denken …
    Gruß
    Mega Dux

  • Man kann nicht alles bis ins letzte Detail durchschauen.
    Man kann aber den festen Willen haben, weiter zu leben und seine Überzeugungen an Andere weiter zu geben.
    Dieses System fährt schnellstens auf eine Wand zu. Fragt sich nur, was die Überlebenden des Crash dann tun?

  • Ich finde die NWO doch sehr sichtbar zu sehen. Im Kleinen angefangen, daß überall die selben Supermarktketten entstehen und die gemütlichen Tante-Emma-Läden platt gemacht werden, was im Kleinen schon zur Entwurzelung eines Volkes führt. Im Großen ist der Plan auch sichtbar, daß die EU-Eliten, auch Amerika nicht mehr im politischem Sinne auf Nationalstaaten & völkische Eigenheiten setzen. Die Einwanderung in Europa gefüllt mit islamischen & afrikanischen Zuwanderern, weil diese mit ihren Überschußgeburten am einfachsten für die Volksvermischung, für den „Melting Pot“ sorgen. Das dabei die Religionen gestutzt werden, finde ich allerdings aus persönlicher Sicht ok, wenn Religionen generell in private Kreise/Communities verlegt werden und nicht die Basis sind. Ein Gesetzesregelwerk würde für ein Zusammenleben auch ausreichen.
    Die NWO denkt, ohne Religionen/Nationalstaaten, gibt es keine konkurrierenden Völker, die sich bekriegen können. Sie denken sie sichern damit den Weltfrieden, auch wenn sie dabei selbst über Leichen gehen. Der Kaufpreis des Kuhhandels ist der „künstliche Mensch.“
    Ob 9/11 fingiert war oder nicht, laß ich offen. Dafür sind mir die Thesen viel zu wackelig. Generell ausschließen werde ich auch nicht.
    Die Begriffsdefinition „liberal“ ist mir dabei etwas schwammig, da es doch auch sozialistische Elemente sind, wie die der Gleichmacherei, Einheitsparteien ohne Demokratiebasis oder einer zentralen Leitstelle, wie Brüssel. Irgendwie ein Gemisch. „Liberal“ basierend der NWO ist es; die „Freie Marktwirtschaft“, als auch auf diesen Grundsatz (Auszug Wikipedia), die keinen Abwehrschutz & Spielraum mehr bei Überfremdung anbietet, siehe :
    Freiheit des Individuums [Bearbeiten]
    Das allgemeine liberale Prinzip lautet: Jeder hat die Freiheit, alles zu tun, was er will, sofern er nicht die Freiheit eines anderen verletzt. John Stuart Mill formulierte es so: „dass der einzige Grund, aus dem die Menschheit, einzeln oder vereint, sich in die Handlungsfreiheit eines ihrer Mitglieder einzumischen befugt ist: sich selbst zu schützen. Dass der einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gesellschaft rechtmäßig ausüben darf: die Schädigung anderer zu verhüten.
    Am Ende der NWO kommt man dann bei „Orwell 1984“ an. Der künstliche Mensch ohne seine Wurzeln, eigenen Verstand &  seinen Eigenschaften (wie Traditionen, usw.)
    Das versteht die NWO unter „Freiheit.“ Wer der Gehirnwäsche unterliegt, kann nicht mehr selbst denken und wird deshalb auch gar nicht erkennen können, in welcher Matrix er sich befindet. Das fällt dem Durchschnittsmensch ja jetzt schon nicht auf, wie das Spiel läuft.
    Beim „Fortschritt“ bleibt unsere NWO-Elite dann gerne mal hängen, was unsere kleine Gesellschaft angeht. Wenn man sich Deutschland ansieht,  läuft eine Rückentwicklung. Nur die NWO macht evtl. dabei ihre Fortschritte. Momentan hakt sie aber selbst etwas mit ihrer EU-Agenda.
    Auch nicht schlecht von Osimandias gewählt ist, daß er die NWO jetzt als Weltanschauung deutet. Schreckt weniger Zuhörer ab und kommt einer Neuen Weltenordnung ja auch gleich.
    DenText sollte man auch auf PI ruhig mal reinstellen. Manfred, Sie schreiben aber auch immer mal wieder gute Artikel.
    Man fragt sich natürlich, in wie weit die Einschneidungen für den einzelnen Bürger noch werden? Wie schädlich wird die NWO weiter ausfallen? Die ganzen Arbeitsplatzverluste, EU-Diktatur, Identitätslosigkeit des Bürgers – ohne Religion, Tradition, Eigenstaatlichkeit, Nation, Begriffe, Wortbegrifflichkeiten, die in gegenteilige NWO-Propaganda verkehrt werden, wie „Zivilcourage ist, wenn jeder Migrant aufgenommen wird“  & ihren eigentümlichen Sinn dabei verlieren, die gewollte Islamisierung/Einwanderung und Verdrängung der einheimischen Bevölkerungen (Völkerwanderungen), usw.?
    Die NWO ist eigentlich gar nicht übersehbar. Aber so denkt der Schildbürger nicht. Der ist in dem Prozess so vertieft, daß ihm die Matrix nicht auffällt, allensfalls nur ein kleines Puzzleteil. Und das nutzt nichts, um das Gesamtbild zu erkennen.
     

  • (http://fjordman.wordpress.com/2010/01/28/die-nwo-der-kleinen-leute/#comment-467)

    Natürlich kann man NWO nun anstatt für eine Bezeichnung für eine Verschwörung als eine Bezeichnung für ein neues Denken definieren. Damit erhält der Begriff der NWO aber eine neue Bedeutung, oder? Dieser Geisteswandel, wie hier (http://fjordman.wordpress.com/2010/01/28/die-nwo-der-kleinen-leute/#comment-467) beschrieben, gibt es tatsächlich. Ein Wandel von einer alten Weltauffassung zu einer neuen Weltauffassung. Aber daraus auf die Existenz einer „Weltregierung“ zu schließen, ist gewagt, daran glaube ich noch immer nicht. Man kann eine globale Gesellschaft nicht so gut so aus dem Hintergrund steuern, zu viele Unabwägbarkeiten. Es ist die Überschätzung der Macht von zentralen Planungsstellen (die Marktwirtschaft ist trotzdem effektiver als die Planwirtschaft). Könnte ein solches „NWO-Denken“ nicht genauso ohne zentrale Führung auskommen wie der Islam, wo es zwar für kleinere Grüppchen eine Leitung oder Führung gibt, aber nicht für den gesamten Islam…

    Und dann stellt sich mir die Frage: Was ist an dieser neuen Weltauffassung (ohne die unheimliche zentrale Verschwörungsinstanz) so schlimm?

    Sollte es ganzheitlichen Islamkritikern nicht gerade darum gehen den Islam vollständig abzulehnen, nicht nur hier, sondern weltweit, so wie weltweit der Kommunismus abgelehnt wurde (wenn auch aus praktischen Gründen in einem gewissen Rahmen toleriert, so wurde doch versucht ihn einzudämmen und zwar Global).

    Es geht ja gerade darum, das die zentralen, für alle Menschen gültigen Menschenrechte erhalten bleiben und nicht in Bezug auf den Islam wegrelativiert werden…

    @Manfrad, zu deinem Beitrag:

    Ich sehe schon einen enormen Schritt zwischen den hier -> http://fjordman.wordpress.com/2010/01/28/die-nwo-der-kleinen-leute/#comment-467 beschriebenen Geisteswandel und dem von dir beschriebenen Ausufern der Praxis, Details und politische Konzeptionen in internationale Verträge zu verankern, insofern sind solche Verträge institutionalisierte Weltanschauung. Dabei sollte ein Staat beim Abschluss eigentlich die Interessen der eigenen Nation im Auge haben und den Vertrag folglich daran nach ganz praktischen Gesichtspunkten gemessen werden, stattdessen stellen sie oft eine sakrosankte Grundlage dar, an der zu Rütteln abgelehnt wird, weil ja dann ein ganz großes Fass wieder aufgemacht werden würde. Diese sakrosankte Grundlage regelt dann Details die in ihrem Rang selbst über verankerten grundlegenden Idealen, wie in der Verfassung verankerten Bürgerrechten, stehen…

    Daher bin ich auch für einen europäischen Bundesstaat, aber selbst dieser wird nicht umhinkommen Freihandelsabkommen zu schließen und in (völkerrechtlichen) Verträgen wirtschaftliche Ziele festzuschreiben, da nicht alle Staaten sich gleich zu einem Bundesstaat zusammenschließen wollen, die aber heute trotzdem z.B. zum europäischen Wirtschaftsraum zählen. Ich sehe mich selbst als Neoliberaler (im Sinne von ordoliberal) und denke daher, dass Freihandel durchaus für alle Beteiligten die beste Lösung ist und in wirtschaftspolitischen Fragen möglichst an einem Strang gezogen werden sollte, anstatt das man durch Protektionismus und ähnlichem gegeneinander arbeitet. Das Dumme ist, dass ein vertraglich festgelegter Rahmen dann aber fast sakrosankt ist, da es eben keine übergeordnete (Meta-)Rechtsnorm (wie eine Verfassung) gibt, die die politischen Spielregeln festlegt und die Grundlage für Veränderungen zur evt. Verbesserung legt. Stattdessen sind die konkreten Bestimmungen teilweise bis in Detail selbst Teil der Grundlage der Zusammenarbeit, die man dann ja nicht antasten darf, weil es dann gleich an die Grundlage der Zusammenarbeit geht (und das große Fass aufgemacht wird). Das wäre natürlich in einem Bundesstaat anders, wo die Verfassung die Grundlage der Zusammenarbeit liefert, aber wie schon gesagt, dem würden sich zu wenige anschließen, so dass man dann doch wieder völkerrechtliche Verträge bräuchte…

    Die EU stellt derzeitig gerade so einen Kompromiss da, wo aber eben noch viele Details in den grundlegenden Verträgen stecken. Insofern Teile ich deine Forderung nach eine europäischen Bundesstaat, die du mal geäußert hast, sehe aber die oben genannte Probleme…

    Da aber gleich ein ganz düsteres Szenario von einer schrecklichen “Neuen Weltordnung” zu bauen, wenn auch bei dir ohne Verschwörung, sondern mehr als sich durchsetzende weltanschauliche Strömung gezeichnet, erscheint mit übertrieben und konstruiert. Auch wenn du mit dem immer dichter werdenden Gestrüpp multilateraler Verträge recht hast, allerdings scheint mir die dahinter stehende Geisteshaltung ja gerade die zu sein, aus der auch ein Rückschrauben der EU auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit (durch multilaterale Verträge geregelt) gefordert werden kann, aber gerade solche Forderungen kommen oft aus dem “NWO-phobischen” Lager. (Anm.: Während der Wunsch nach einer EU-Wirtschaftsregierung gerade oft aus dem eher linken oder “kapitalismuskritischen” Lager tönt.) Es erscheint mir zu sehr nach einem zusammengebauten Weltbild, dies alles unter “NWO” zusammenfassen zu wollen, die Entwicklung zu immer mehr EU-artigen Gebilden und Verankerung von politischen Weltanschauungen und einmal getroffenen Entscheidungen in Verträgen ist einfach eine logische Folge, wenn man einsieht, dass man sich für bestimmte Themen eventuelle auf höherer Ebene organisieren muss, man sich aber nicht gleich zu einer bundesstaatlich aufgebaute Ebene zusammenschließen will. Das erklärt auch, das es keineswegs nur eine homogene Strömung ist, die auf dem Weg multilateraler Beschlüsse ihre Weltanschauung durchsetzen möchten, sondern die verschiedensten Interessengruppen und politisch-weltanschaulichen Strömungen (freier Handel vs. Regulierung im Sinn der der Globalisierungskritiker von Attac, um ein extremes Beispiel zu nennen, oder Forderung nach einer Übereinkunft gegen die “Beleidigung von Religionen“ vs. sehr meinungsfreiheitsfreundliche Positionen der OSZE).
    Insofern müsste die praktikable und sinnvolle Alternative zu der von dir skizzierten “NWO” das anstreben eines (föderalistischen und rechtsstaatlich, demokratischen) Weltstaates sein, wenn auch nicht um jeden Preis, sondern nur so weit jeweils möglich und sinnvoll ohne westliche Wert zu verraten oder zu relativieren.

    Eine Frage die sich dann noch stellen würde ist, wo die Grenze zwischen akzeptablen und inakzeptablen multilateralen Verträgen ist. Was ist z.B. mit den OSZE- Helsinki- Schlussakte von 1975? Liegt die Grenze dort (wie ich oben schon angedeutet habe) zwischen dem Wunsch, eine politische Positionen, die durch die politische Weltanschauung bestimmt ist, über die internationale bzw. völkerrechtliche Ebene durch die politische Autorität eines multilateralen Beschlusses, auf lange Sicht zu verankern, auf der einen Seite und dem Taktieren unter eher praktischen statt ideologischen Gesichtspunkten in einer politischen Auseinandersetzung (wie der zwischen dem Ostblock und dem Westen) auf der anderen Seite. Kann man das trennen? Wo liegt die Grenze?

    Das waren jetzt einige spontan zusammen gewürfelte Gedanken, die ich selber noch nicht ganz sortiert habe, aber ich wollte sie schon einmal heute Abend los werden. Ich würde mich über Anregungen und Kommentare zu meinen Gedankengängen und Fragen, die ich mir stelle, freuen.

  • Nehmt ihnen ihre Identität und es wird keine Konflikte mehr geben, meint Traugott Schöfthaler. Was ist ein Mensch ohne Identität?

  • Entschuldigen Sie bitte, aber Ihr Beitrag offenbart gehörige Bildungslücken beim Völkerrecht. Internationale Verträge treten nur in den Staaten in Kraft, die sie auch unterzeichnet haben (die EU hat nichts mit Völkerrecht zu tun). Wenn also schon eine NWO geschaffen wird, dann wohl mit Zustimmung aller Staaten!!!
    Weiters widerspricht sich Ihr Beitrag in veritablem Ausmaß: auf der einen Seite postulieren Sie das Streben diffuser Hintergrundmänner eine neue NWO zu errichten und bezeichnen andererseits die freie Marktwirtschaft als ein Mittel dafür.
    Ganz abgesehen davon, dass im Moment sämtliche Tendenzen in die Richtung mehr Staat, also genau das Gegenteil Ihrer These, gehen, wäre die Konstituierung der freien Marktwirtschaft genau das Gegenteil von dem, was Ihre NWO Gestalten wollen, nämlich eine Ordnung. In einem freien Markt herrscht die rule of law, aber keine obrigkeitliche Instanz wie ein Staat oder sonstiges.
    Insgesamt ist Ihr Beitrag leider wenig ausgereift und entbehrt so mancher Logik. Schade, denn für Ihren Beitrag warum der Islam nicht zur Demokratie passt, habe ich Sie bewundert.

    Manfred antwortet: Die Bewunderung von Leuten, die offenkundig nicht lesen können und deswegen mit “Argumenten” kommen, die nicht auf den Beitrag Bezug nehmen, geht mir am Allerwertesten vorbei. Mir die schwachsinnige Aussage in den Mund zu legen, wonach Staaten an Verträge gebunden seien, die sie nicht unterschrieben haben und daraus zu folgern, ich verstünde nichts vom Völkerrecht, ist eine Unverschämtheit, zu der man in diesem Blog bestenfalls einmal die Gelegenheit bekommt, aber garantiert nicht zweimal. Sie brauchen weitere Kommentare nicht einmal zu versuchen.

  • Der Beiträg enthält viele interessante Punkte, die ich teile. Das Problem zwischen dir und anderen ist wohl nur, dass der Begriff NWO eher von Spinnern gebraucht wird.

    Manfred: Ich gebrauche ihn auch und halte mich nicht für einen Spinner. Im übrigen werden die irrwitzigsten Wahnideologien nicht von den sog. Spinnern in die Welt gesetzt, sondern von ngehörigen des Mainstreams.

    Dass diese politische Globalisierung ein Problem ist, wird wohl keiner abstreiten. (Wobei ich die EU bzw. europäische Vereinigung an sich nicht als Problem sehe. Nur die politischen Eliten die sie durchführen.)

    Manfred: Ich glaube hinreichend begründet zu haben, dass nicht die beteiligten Personen, sondern die Art und Weise der Vereinigung das Problem ist. Ein Europäischer Bundesstaat wäre nur dann sinnvoll, wenn er eine klare Innen-Außen-Differenzierung vornehmen würde, ungefähr wie das Deutsche Reich nach der Vereinigung 1871. Das geschieht aber genau nicht, weil die europäische „Vereinigung“ auf der Basis einer Ideologie vorangetrieben wird, die gerade die Auflösung von Grenzen überhaupt anstrebt. Diejenigen Leute, die das nicht wollen, hängen verständlicherweise an den vorhandenen Nationen und sind NICHT bereit, Europa als „Nation höherer Ordnung“ zu betrachten. Ich selbst könnte es mir rein theoretisch vorstellen, aber wenn es nun einmal empirisch keine politische Basis dafür gibt, dann ist ein Projekt, Europa nach Art der USA vereinigen, eine reine Kopfgeburt ohne Fundierung. Ich habe das früher auch anders gesehen, aber irgendwann muss man ja Realitäten zur Kenntnis nehmen. Mit Luftschlössern ist niemandem gedient.

    Die Verschwörungstheorie fängt da an, wo man behauptet das es eine einzelne Gruppe von Verschwörern oder eine einzelne Ideologie sei, die das Ziel des Weltstaates vorantreibt, und man kaum etwas dagegen tun könne.

    Manfred: Ich habe nichts dergleichen behauptet und bin es langsam leid, auf Dinge zu antworten, die ich nicht gesagt habe. Was es gibt, ist ein ideologischer Zusammenhang.

    Diese Vereinfachung ist das Problem.

    Manfred: Nein, die Abstraktion ist die Voraussetzung dafür dass man einen Wald sieht und nicht nur lauter Bäume.

    Die Schaffung einer „gerechten“ Welt wird aber von verschiedenen Gruppen erhoben, und auch _einige_ reiche Leute teilen diese Vision aus idealistischen Gründen. Andererseits ist ein gewisses Mass an Internationalismus auch ein Schutz für den Weltmarkt und den Kapitalismus. Eine zielgerichtete Politik unserer ganzen Elite gibt es trotzdem nicht, jede Gruppe hat ihre konkreten Interessen und zusammen sind sie in der Mehrheit.
    Ein anderes Problem, ist das man sich zu sehr auf diese angebliche NWO-Verschwörung richtet und dann glaubt man müsste einen riesen Revolution machen, oder man hätte von vornherein keine Chance. Die tatsächlichen Unterstützer der Massenzuwanderung und Schwächung des Staates findet man aber in der eigenen Nachbarschaft, in der Schule, in den Kirchen und Gewerkschaften. Man soll sich auf das konzentrieren was man verändern kann, statt über eine globale Verschwörung zu spekulieren und recherchieren.

    Manfred: Und was glaubst Du, wie eine Ideologie, die allem ins Gesicht schlägt, was zu allen Zeiten als Common Sense galt, in die Köpfe Deiner Nachbarn gekommen ist? Die haben alle zufällig entschieden, ab morgen Schwachmaten sein zu wollen? Nein, es werden nach und nach die Konsequenzen aus ganz bestimmten ideologischen Grundannahmen gezogen. Zuerst von den Eliten, und dann wird es auf allen möglichen Kanälen unters Volk gestreut. Ich empfehle Dir jetzt schon das Buch „Meinungsmache“ von Albrecht Müller, einem linken Sozialdemokraten, das ich demnächst besprechen werde. Müller analysiert die Mechanismen der liberalen Massenverblödung von sozialistischen Standpunkt, dass heißt im Hinblick auf andere Fragestellungen, aber nichtsdestoweniger hoch instruktiv.

    Dafür das fast alle mitmachen gibt es eine Erklärung: Massenspsychologie, Mitläufertum.

    Manfred: Was Du nicht sagst. Nur setzt ein „Mitläufertum“ voraus, dass eine Richtung, in die man mitlaufen kann , vorgegeben ist.

    http://liberalerechte.wordpress.com/2010/01/29/ein-gedanke-zu-verschwoerungstheorien
    Ausserdem zum tausendsten Mal: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland liegt in der Hand von internationalistisch (links) eingestellten Organisationen: Kirchen, Sozialverbände, Gewerkschaften, Umweltgruppen, Parteien.

    Manfred: Daher auch der tägliche Börsenbericht.

    Das hat enorme Auswirkungen auf die Politik. In den meisten EU-Staaten wird es nicht anders sein.

    Manfred: In Frankreich und Italien ist es ganz und gar anders. Dort sind die Medien in den Händen von Sarko und Berlusconi.

    Das die nichteuropäischen Staaten ihre Interessen vertreten, auch mit Korruption und Erpressung sollte auch klar sein.

    > Ein friedliches Zusammenleben in der Welt werde nur in einer solchen globalen Ordnung möglich sein

    Und warum wollen das die Leute hören? Warum nicht ihre Interessen vertreten haben? Warum ist da kein Ehrgeiz reicher und erfolgreicher zu sein? Der Antinationalismus und Sozialismus ist in Deutschland tief verankert, z.B. durch die 68er.

    > Dies ist übrigens einer von zwei Gründen, warum die Europäische Union niemals ein Bundesstaat sein wird:

    Kannst du die Zukunft vorhersagen?

    > Sie wäre dann eine Supermacht auf Augenhöhe mir den USA, mit ihrem deutsch-französischen Schwerpunkt nicht unbedingt auf ein angelsächsisch-kapitalistisches Gesellschaftsmodell festgelegt.

    Es gibt keine Alternative zum Kapitalismus.

    Manfred: Neoliberale Ideologie. Mit solchen Kraftsprüchen wird das Soziale der Sozialen Marktwirtschaft, also das kontinentale Erfolgsmodell zerstört.

    Die EU wird kapitalistisch oder schwach sein.

    > Amerika hat – und zwar nach herkömmlichen Maßstäben ohne Not – zwei Weltkriege geführt

    Wenn totalitäre Diktaturen den Grossteil der Rohstoffe in der Welt unter ihre Kontrolle gebracht hätten, wäre das kein Problem für die USA gewesen?

    > Wenn man ein System, das auf einer solchen Ideologie basiert, nicht „Neue Weltordnung“ nennen darf – was eigentlich dann?

    Es gibt keine neoliberale Ideologie die das fordert, sondern verschiedene Gruppen die den Weltfrieden und Humanismus über alles setzen, einige davon sind liberal, andere christlich andere sozialistisch, und wieder andere wollen so mehr Macht für ihre Gruppe auf Kosten der Industriestaaten, oder mehr Macht für ihre Bürokratie.
    Wozu sollte man das ausgerechnet NWO nennen? Warum nicht ein Begriff der nicht belastet ist, und weniger nach Spinnerei klingt z.B. politische Globalisierung?

    Manfred: Der Begriff „NWO“ wird stigmatisiert, damit die Entgrenzung, die Entstrukturierung, die Entdifferenzierung, die Verflüssigung, mit einem Wort: die Liquidierung der Zivilisation als unaufhaltsamer Prozess dasteht, gegen den nur „Spinner“ irgendwelche Einwände haben können. Wer über die Stöckchen springt, die ihm hingehalten werden, spielt a priori das Spiel des Feindes.

    > ber auch bei den schärfsten Kritikern des Liberalismus kommt noch die Prägung durch das liberale Programm durch

    Und bitte höre endlich auf die Linken als Liberale zu bezeichnen, nur weil sie sich in den USA als Liberals bezeichnen. Das sind zumindest Linksliberale.

    Manfred: Ich bezeichne nicht Linke als Liberale, sondern Liberale als Linke, und das tue ich schon, seit es diesen Blog gibt; und nicht in Anlehnung an irgendwelche angelsächsischen Nomenklaturen, sondern weil Linke und Liberale zwar nicht dieselbe Ideologie, wohl aber dieselbe Meta-Ideologie vertreten, d.h. ihre ideologischen Positionen unter demselben leitenden Gesichtspunkt entwickeln, nämlich unter dem Gesichtspunkt der Herrschaftskritik. Beide ideologischen Positionen beurteilen Gesellschaft danach, welche MACHTUNGLEICHGEWICHTE in ihr bestehen, und bekämpfen diese Ungleichgewichte. Damit geraten praktisch alle gesellschaftlichen Strukturen, insbesondere überkommene Solidargemeinschaften (Volk, Familie, Religionsgemeinschaft) in ihr Visier, weil sie Menschen zu solidarischem Handeln verpflichten, d.h. in ihrer Freiheit einschränken. Nur dass eben die Linken sie durch ihre sozialistischen Alternativen ersetzen wollen – was erwartbar nicht funktioniert und bloß zur totalitären Diktatur führt, während die Liberalen sie ersatzlos streichen wollen, was zunächst zur Anarchie, dann zum Faustrecht, dann ebenfalls zur Gewaltherschaft führt. Dass man liberale Positionen – wie Deine – für „rechts“ hält, ist eine >Denkgewohnheit, die aus dem Kalten Krieg stammt, als alle innen- und außenpolitischen Konflikte durch das Nadelöhr Kapitalismus-Sozialismus, Ost-West, gezogen wurden, den Liberalen also die Besetzung des „rechten“ Spektrums verblieb. Mit Konservatismus hat das überhaupt nichts zu tun. Konservatismus stellt ZUERST die Frage, unter welchen Voraussetzungen so etwas wie menschliche Gesellschaft möglich ist – das ist nämlich etwas ganz und gar Unwahrscheinliches; der Eindruck, es sei selbstverständlich, kommt nur deshalb auf, weil Gesellschaften, die sich um die Voraussetzungen ihrer Existenz nicht kümmern, ganz schnell aufhören zu existieren. So wie unsere, wenn wir noch zwanzig Jahre so weitermachen wie bisher.

    Liberalismus meint individuelle Freiheit, durchgesetzt gegen den eigenen Staat oder die eigene Gesellschaft, desswegen muss man noch lange nicht für Einwanderung sein. Wer die Gleicheit aller Menschen will ist links.

    Fazit: Man muss sich anschauen, welche Organisationen sich konkret in Deutschland und Europa für Einwanderung und Internationalismus einsetzen. Ich meine nicht die Politik, sondern wer die Politik dazu drängt. Dann muss man diese Einrichtungen schwächen, unterwandern, zersetzen und zerstören. Mitglieder zum Austritt bewegen, Skandale aufdecken, die öffentliche Meinung aufhetzen, eigene Leute einschleussen und Misstrauen verbreiten, zwecks Spaltung Alternativen gründen, staatliche Privilegien abschaffen, etc.

  • @Rechter Europär:

    Der Beitrag spricht mir aus der Seele, er bringt gut auf den Punkt was mich an diesem Artikel von Manfred gestört hat. Man muss aber zugestehen, dass dieser Blog eine erstaunliche intelektuelle Tiefe besitzt, die mich immer wieder überrascht und die sich auch oft in den Kommentaren fortsetzt.

  • Sehr guter Artikel, Manfred, der exzellent den staatsrechtlich-institutionellen Aspekt dessen beleuchtet, wovon Osimandias‘ Beitrag die populärkulturelle Seite behandelt.

    „Rechter Europäer“, ich glaube, Du bist ungefähr so „rechts“ wie die DDR „demokratisch“ war.

    Ein zum Thema passendes Zitat von Takuan Seiyo ist mir soeben im „Brussels Journal“ untergekommen:

    <em>Without discrimination, neither physical existence nor a moral or intellectual system can obtain, except as miasmatic pap. Without wise discrimination between the inside and the outside, any society is destined for the flush hole of history.</em>

  • Henry Kissinger admits to the New World Order
    http://www.youtube.com/watch?v=aVmtbLc4t6M&feature=player_embedded
     
    Those Who Doubt the NWO Conspiracy…Listen Closely
    http://www.youtube.com/watch?v=OxPYa5mVlYU&feature=player_embedded
    Gordon Brown New World Order Speech
    http://www.youtube.com/watch?v=Uv5cqh26CC0&feature=player_embedded
     
    EU Calls For ‚New World Governance‘
    http://www.youtube.com/watch?v=a7D21rPpBrk&feature=player_embedded#
    Obama Calls For New World Order In Berlin

    Bush Sen. und Bush Jun., Clinton, Blair reden zum Spass und zur Verwirrung der Russen über die NWO oder was?
     

  • Deep Roots:
    > “Rechter Europäer”, ich glaube, Du bist ungefähr so “rechts” wie die DDR “demokratisch” war.

    Super Argument.
    Ich halte mich halt nicht an die Vorgabe das nur Personen die zu Verschwörungsdenken neigen als rechts gelten dürfen.

    submarine:
    > Bush Sen. und Bush Jun., Clinton, Blair reden zum Spass und zur Verwirrung der Russen über die NWO oder was?

    Das bei denen von einer neuen Weltordnung die Rede ist, heisst noch nicht das alle diese Theorien die da reininterpretiert werden wahr sind.

  • „Manfred: Neoliberale Ideologie. Mit solchen Kraftsprüchen wird das Soziale der Sozialen Marktwirtschaft, also das kontinentale Erfolgsmodell zerstört.“

    Neoliberalophobie.
    Kapitalismus heißt nicht unbedingt Kapitalismus amerikanischer Prägung. Der kanadischer Prägung sagt mir viel mehr zu als Kompromiss zwischen sozialer Gerechtigkeit und möglichst viel marktwirtschaftlicher Freiheit. Mit dem skandinavischen Modell könnte ich mich auch zur Not anfreunden.

    „während die Liberalen sie ersatzlos streichen wollen, was zunächst zur Anarchie, dann zum Faustrecht, dann ebenfalls zur Gewaltherrschaft führt.“

    Eben nicht, das sind Anarchokapitalisten, es gibt auch noch den Ordoliberalismus.

    „Ich glaube hinreichend begründet zu haben, dass nicht die beteiligten Personen, sondern die Art und Weise der Vereinigung das Problem ist. Ein Europäischer Bundesstaat wäre nur dann sinnvoll, wenn er eine klare Innen-Außen-Differenzierung vornehmen würde, ungefähr wie das Deutsche Reich nach der Vereinigung 1871.“

    Insbesondere dem ersten von mir zitierten Satz kann ich unumwunden Zustimmen. Aber die beteiligten Personen kommen noch oben drauf, was allerdings müßig ist zu bekämpfen, weil es ja gerade die Art der Organisation ist, die den Einfluss solcher Leute eindämmen soll und den Schaden den sie anrichten können, auch wenn sie in bedeutende Positionen gelangen sollten, möglichst gering halten muss. Insofern läuft alles auf die Frage der Organisation, also die Verfassung, hinaus.

  • @ umdefiniert + Rechter Europäer,
    es gibt zwei Sorten von Kommentatoren: die, die mich mit originellen und verblüffenden Sichtweisen zum Nachdenken bringen, mir also beim Denken helfen. Und die, die mich mit dogmatischen Deklamationen, Spitzfindigkeiten und ollen Kamellen langweilen. Ich muss Euch leider sagen, dass Ihr beide zur letzteren Kategorie gehört. Ihr versteht nicht, was ich schreibe, wollt es offenkundig auch nicht verstehen (allein schon dieser Schwachsinn, die Feststellung eines ideologischen Elitenkonsenses, noch dazu aus der Feder eines diplomierten Sozialwissenschaftlers, zur „Verschwörungstheorie“ umzubiegen!), zwingt mich aber, mich mit Thesen auseinanderzusetzen, die ich für mich schon bis zum Erbrechen durchgekaut habe, und mit Argumenten, die jeden Bezug zu meinem Text vermissen lassen, tötet mir den Nerv und stehlt mir die Zeit. Ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr in Zukunft hier nicht mehr kommentieren würdet.

  • „Weltbürokratur“ ist m. E. wohl der beste Begriff für das, was sich da bilden soll, nicht „Weltstaat“, denn es gäbe ja nur den einen. – Die Frage, was mit China, Indien, Russland ist, ist aus demographischen Gründen eine der entscheidenden Fragen. Wenn die (weißen) Westler im Laufe des Jahrhunderts auf 6 % der Weltbevölkerung zusammenschnurren, wird dies Globalisierungsmodell der NWO von vornherein auf den eigenen Raum beschränkt bleiben, wenn die drei genannten Länder sich nicht an Ziele und Praktiken des NWO-Modells angleichen.

    Was China angeht, ist davon nichts zu sehen. Die oberste chinesische Gesellschafts- uns Staatsmaxime heißt „Harmonie“ und das heißt praktisch: ein jeder denke und handle wie ein Chinese, er sei Chinese; wer das nicht tut, verschwindet langjährig im Gefängnis. Das ist das Gegenmodell zu der Heterogenisierung der Bevölkerungen im Westen, auch wenn diese nur als Übergangsphase bis zur völligen Auflösung  der Unterschiede gedacht ist: bis es soweit ist, vergehen aber noch viele Jahrzehnte. Natürlich ist China am freien Welthandel interessiert, um seine Produkte abzusetzen, aber mit wachsendem Wohlstand wird der Binnenmarkt wichtiger. Auf jeden Fall läßt sich China auf nichts ein, was nicht China nützt, am Rest der Welt hat sich China nie interessiert gezeigt. Warum sollte es auch?

    Für China, wie für alle anderen asiatischen Länder, ist nicht in Sicht, dass sich dort auch die Strukturen (Familie etc.) wie bei uns auflösen, bzw. die Auflösung sogar zum bewussten politisch-gesellschaftlichen Programmpunkt wird. Indien ist ebenfalls so groß, dass es eine Welt für sich ist, mit wachsendem Selbstbewusstsein gegenüber dem Westen, allerdings mit einer beträchtlichen und wachsenden muslimischen Minderheit. Warum sollten die Milliarden Asiaten sich den Konzepten des schrumpfenden Westens aufgeschlossen zeigen?

    Russland ist ein anderer Fall; wie der Westen mit einem riesigen demographischen Problem und wachsendem Moslem-Anteil; aber es ist und bleibt aller Aussicht nach autoritär geführt und bereit zur Gewaltanwendung in seinem Vorfeld und sicher auch im Inneren.

    Das Absurde im Westen ist ja, dass er physisch immer schwächer wird und gleichzeitig immer konsequenter auf Gewaltverzicht setzt: dies kann man im Effekt nur als ein suizidales Programm ansehen.

    Kann es sein, dass diese ganze Programmatik der Selbstauflösung bei gleichzeitigem Versuch, die eigenen Werte und Lebens- und Wirtschaftsformen zu exportieren – wie die EU es vor allem vor seinen Außengrenzen macht, nämlich einen EU-kompatiblen Ring um sich zu legen – letztlich schon aus einem Angstreflex heraus stattfindet, der Versuch ist, die eigene Schrumpfung zu kompensieren? So wie das Appeasement gegenüber dem Islam ebenfalls: je kleiner man wird, desto nötiger wird es, den Versuch zu machen, den Feind an sich anzugleichen, desto freundlicher muss man ihm gegenüber sein,  am besten aber hilft, den Feind einfach zum Freund umzuetikettieren.

    Die demographischen Fakten sind ja auch der Politelite bekannt und jede Ideologie, jede praktische Politik, hat nun mal auch einen psychologischen Hintergrund, aus dem sie entspringt, und demographische Verhältnisse haben schon immer starke psychologische Wirkungen gehabt.

    Man kann vielleicht die ganze gegenwärtige auf die Schaffung der Neuen Weltordnung  gerichtete Politik des Westens psychologisch als Kompensation seiner ihm bewussst werdenden Marginaliserung, als letzten Versuch, noch einmal auf die Welt Einfluss zu nehmen, ansehen, nicht mehr wie früher mit Waffen, durch Eroberung und Unterwerfung, sondern nun durch Entgrenzung, Verschmelzung, Identitätsaufgabe im Ganzen der Welt aufzugehen. Die Gewaltlosigkeit, der Friede, das Heil als letzter Wille des Westens, der – seinem gegenwärtigen Selbstverständnis nach – früher so schrecklich wie niemand sonst die Welt heimgesucht hat. Am deutlichsten wurde ja wohl dieser Verlust an Bezug zu den Realitäten und damit der Verdacht, dass sich hier psychische Dinge Bahn brechen, in der letzten Zeit in der Form der  zunehmend wahnhaften Klimaszenarien.

    Ich habe Texte von EU-Vordenkern gelesen, in denen deutlich wird, dass sich die EU als Vorbild der Gewaltlosigkeit und also als die fortgeschrittenste Zivilisation auf der Welt begreift: nur leider wollen das bislang die Moslems noch nicht einsehen, aber die Hoffnung besteht ganz klar in der EU-Kaste: man sieht sich auf einem heilsgeschichtlichen Weg. Und je weiter man auf diesem Bewusstseinsweg fortschreitet, desto unbegreiflicher wird es offensichtlich den (West-)Europäern, dass man an anderen Orten in der Welt solches Denken nur als Schwäche und Dekadenz ansieht. 
    So, nach Manfreds klarer Analyse der politischen Strukturen und Institutionen habe ich mich hier mal aufs Glatteis des Diffusen begeben, der Spekulation über die psychologischen Implikationen einer völligen Umkehr der demographischen Weltverhältnisse: am Ende des Jahrhunderts stehen nach allem, was die Demographen sagen (wenn man sie denn hört), sechs weißen Westlern 94 andere gegenüber – wenn man sich das in den Begriffen von physischer Kraft und/oder Territorium zu denken traut, also im traditionellen Macht- und Einflussdenken als knallharte Realitäten, wundert man sich nicht so sehr über die zwanghafte Vorstellung des Islams als der Friedensreligion und über die Verehrung des Schwarzen Messias. 

  • Und was ist eigentlich mit den 5 Millionen Juden in Israel? Ihr Festhalten an einem jüdisch dominierten Nationalstaat mit dem Recht auf Selbstverteidigung mit allen Mitteln muß doch den Akteuren der NWO ein entsetzlicher Dorn im Auge sein?! Juden und Muslime wollen sich einfach nicht vermischen? Oder anders gesagt: die Juden wollen einfach nicht ihre Identität und kulturell-religiösen Wurzeln aufgeben? Tja, das bringt die NWO-ler zum Toben und Schäumen…
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich Israel internationalen Veträgen oder gar einer internationalen Strafgerichtsbarkeit unterwirft. Bisher zeigte es keine Neigung dazu. Auch gegenüber sämtlichen UN-Resolutionen blieb Israel standhaft und zog seine Politik durch.
    Mir scheint, es wird trotz aller „Gleichschaltung“ noch sichere Häfen und Nischen für „Andersdenkende“ geben, und sei es am Ende nur noch Israel.  Aber auch in allen anderen Weltgegenden wird es Menschen geben, die geistig frei bleiben, die sich der Manipulation entziehen, die sogar Gegenpropaganda machen.
    Ich kann mir übrigens auch nicht vorstellen, daß die Herrschaft der NWO die letzte Entwicklungsphase der Weltgeschichte darstellt. Ich denke eher, selbst wenn diese Mechanismen, die du beschreibst, flächendeckend eingeführt sind, werden die erhofften Ziele bei weitem nicht erreicht werden können. Es wird nicht das Geplante herauskommen, sondern etwas ganz anderes.
    Menschen (oder Gruppen von Menschen) sind nicht in der Lage, sich einen Plan für die Weltgeschichte auszudenken und ihn dann adäquat auszuführen. Das heißt nicht, es gäbe keinen solchen Plan. Es gibt ihn, und er steht in der Bibel. Gott ist selbstverständlich in der Lage, seine Pläne auszuführen.
    Das ist sozusagen die „Verschwörungstheorie“ der Christen. *lach*
     
     
     
     

  • Manfred,
    : -)

  • Und wer ist „die NWO“?
    Wer steht dahinter?
    Nickname: NWO.

  • Wenn man sich so theoretisch mit der Materie befaßt, läuft man Gefahr, gerade durch dieses Eintauchen in juristische und ökonomische Phantasiewelten erst die Grundlage für ihre Machbarkeit zu legen.

    Realistisch gesehen steht es nicht zu befürchten, daß Völker ihre Identität vergessen werden. Um das überhaupt nur im Ansatz glauben zu können, muß man in seinem Denken Volk zunächst durch Staatsvolk ersetzen. Aber da hapert es schon. Volk kommt von Gefolgschaft und ist historisch auch genau das, eine Gruppe von Menschen, deren Ahnen demselben Ansatz vertrauten. Und wenn man sich auch nur für fünf Minuten besinnt, wird man einsehen, daß es auch immer so bleiben wird. Völker bilden Staaten, Staaten bilden keine Völker. Freilich kann ein Volk jederzeit Gleichgesinnte aufnehmen und also auch sein Staat, nur ändert dieser Vorgang den definierenden Charakter des Volkes nicht.

    Auch sind Kriege ja nicht rechtsabhängig. So sehr Ihre Analyse stimmt, entscheidet, und entschied auch schon früher, lediglich die Kosten-Nutzen-Abschätzung darüber, ob es zu einem Waffengang kommt oder nicht. Was nützt es schon, wenn Sie Menschenrechte mißachten, wenn Sie zugleich Atomwaffen und Trägerraketen besitzen?

    Wenn Sie sich die jüngeren geschichtlichen Entwicklungen ansehen, so steht außer Frage, daß die USA davon als Staat nicht profitiert haben, sondern daß vielmehr eine mächtige Gruppe ihnen als Staat ganz offenbar mißtraut und gezielt ihre Macht beschnitten hat. Es ist also der Versuch, eine globale Oligarchie aufzuziehen, wahrscheinlich in der aufrichtigen Hoffnung, dadurch die bestmögliche Ordnung zu gewähren.

    Das wird nicht gelingen, aber wundern sollte man sich auch nicht darüber. Es ist immer so, daß die wahrhaft Mächtigen glauben, sie könnten alles und wüßten, wie die Welt funktioniert und dem entsprechend handeln. Konkret kommt den heutigen Himmelsstürmern die Effektivität der Produktion und der finanzindustrielle Wasserkopf in die Quere. Sie täten besser daran, gleich 1% der Menschheit zu versklaven und das Stimmrecht auf ein weiteres 1% derselben zu beschränken, nur das Problem bestünde auch dann, was die übrigen 98% anstellen sollten.

  • Nur kurz ein Einwurf, zu spät und nur subjektiv:
    „Mit Konservatismus hat das überhaupt nichts zu tun. Konservatismus stellt ZUERST die Frage, unter welchen Voraussetzungen so etwas wie menschliche Gesellschaft möglich ist – das ist nämlich etwas ganz und gar Unwahrscheinliches; der Eindruck, es sei selbstverständlich, kommt nur deshalb auf, weil Gesellschaften, die sich um die Voraussetzungen ihrer Existenz nicht kümmern, ganz schnell aufhören zu existieren. So wie unsere, wenn wir noch zwanzig Jahre so weitermachen wie bisher.“
    Ich danke Dir Manfred für diesen Satz, er wunderbar. :) I love the german language.. 😉
     
    Templarii

  • Ich stoße erst jetzt auf diesen Artikel von Manfred und bin völlig begeistert, wie schlüssig er – mal wieder! – Beobachtungen auf den Punkt bringt, die man selbst bisher nur als mosaikhaften Endruck von dieser und jener Entwicklung hatte – mit dem sicheren Gefühl, daß dahinter ein großer Plan steht – ohne dieses Gefühl allerdings untermauern zu können.
    Nach dem Lesen dieses Artikels, der mich in meinen Beobachtungen einschränkungslos bestätigt, sehe ich viel klarer.
    Ich werde ihn all meinen „Verschwörungskritikern“, die mich bisher blächelten, zugänglich machen.
    Ganz vielen Dank dafür!

  • Was halten Sie von der These, dass die von Ihnen beschriebene „NWO-Denke“ der westlichen Lenker (und letztlich auch die überwiegende Akzeptanz derselben in der breiten Masse) im wesentlichen ihren Ursprung in der sich im letzten Jahrhundert stark veränderten Waffentechnik (ABC-Waffen mit bisher nie gekanntem Zerstörungspotential) hat? Immerhin sind die heutigen Staaten zu einer Zeit entstanden, in der es diese Waffen noch nicht gab.

  • Wirklich ein sehr interessantes Thema. Ich habe in letzter Zeit viel darüber gehört, genauso auch über die Bilderbergkonferenzen bei denen angeblich oft darüber gesprochen wird. Unter anderem soll ja auch Hillary Clinton darein teilgenommen haben. Interessant würde ich auch finden ob im Zuge dieser neuen Weltordnung auch die vermeindlichen Inside Jobs realisieren werden. Man hört ja auch viel daovn das der 9/11 ein Inside Job war, wirklich beweisen konnte man es aber bisher nicht …

  • # Silvia

    Zu 9/11 zwei Quellen, die sich ausführlich und seit langem mit dem Thema befassen. Der dritte Link verweist auf die Artikelsammlung vom ASR-Blog – ist manchmal mit Vorsicht zu genießen, hat aber, was 9/11 betrifft viele interessante Sachen ausgegraben. Gleich auf der Startseite finden Sie in der Mitte – unter ‚Themen‘ – 9/11 mit 207 Artikeln. Genug Material, um ausgiebig zu schmökern…

    http://www.journalof911studies.com/beginners.html

    http://www.911-archiv.net/world-trade-center/wtc/steven-e-jones-14-punkte-uebereinstimmung-mit-nist.html

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/search/label/9%2F11

  • Wer hinter der NWO steckt ? Wer davon profitiert ?

    Zunächst ist es naheliegend, daß das internationale Finanzkapital davon profitiert. Darüber hinaus profitieren aber natürlich auch prinzipiell alle anderen „Interessengruppen“ davon, die an einer engeren globalen Verflechtung und der Auflösung diesen Bestrebungen entgegenstehender traditioneller Strukturen interessiert sind.

    David Rockefeller, einer einflußreichsten und politisch umtriebigesten Finanzoligarchen der Welt, hat z.B. in seiner Autobiographie offen bekannt, daß seine Familie seit über 150 Jahren verschwörerisch daran arbeitet eine „integrierte globale politische und ökonomische Struktur“ eine „One World“ zu schaffen.
    Dies ist also schriftlich und autobiografisch dokumentiert. Jeder kann es nachlesen.

    Der Gründer des Jüdischen Weltkongresses, Nahum Goldmann, hat ebenfalls ein ähnliches solches Bekenntnis schriftlich hinterlassen. Er sah es als die Aufgabe seiner Zeit an, die sozialen Schichtungen und gesellschaftlichen Formungen, die das alte System geschaffen hat, zu vernichten und die einzelnen Menschen aus ihren angestammten Milieus herauszureißen und zudem die Tradition nicht mehr als heilig gelten zu lassen. Auch den Kapitalismus und die Demokratie erwähnt er als Werkzeug hierzu. Was Goldmann 1915 in „Der Geist des Militarismus“ beschreibt und also schriftlich dokumentiert, kann man beinahe schon als offengelegten Plan beschreiben.

    Ich habe diese Bekenntnisse, sowohl Rockefellers als auch Goldmanns, in den beiden gedruckten Schriften selbst nachgelesen.

    Die Zitate sind natürlich auch im Internet auf vielen sogenannten „Verschwörungsseiten“ im vollen Wortlaut nachzulesen.

  • Man sollte übrigens vielleicht nicht in an den undiffernzierten Denkmustern des kalten Krieges hängen bleiben, oder in diese verfallen.
    Es ist mir schön öfter aufgefallen, daß der Kritik an der NWO und damit auch der damit verbundenen Kapitalismuskritik mit der Feststellung begenet wird, daß es zur Martwirtschaft keine Alternative gebe.
    Zudem wird darauf hingewiesen, daß es nicht zuviel Liberalismus, sondern zuwenig davon, also zuviel staatliche Intervention gäbe.
    Dazu ist zu sagen daß bei diesen Entgegnungen in entsprechenden Denkmustern veschiedene Dinge durcheinandergebracht werden: Internationaler Finanzkapitalismus ist etwas anderes, als traditionelle Marktwirtschaft. Schon Nahum Goldmann unterschied hier zwischen dem, was er Kapitalismus nennt und der traditionellen Wirtschaft im Deutschen Reich.
    Der Mangel an Marktwirtschaft, also die bisweilen falschen staatlichen Interventionen, sind eher eine Folges des internationalen Finanzkapitalismus. Hier werden auf Kosten der „traditionellen Wirtschaft“ bzw. des Steuerzahlers Entscheidungen im Sinne der Hochfinanz getroffen. Der internationale Finanzkapitalismus neigt durch seine Geld- und Machtmonopolisierung dazu, sich staatliche Organe international dienlich zu machen. Es geht den Finanzoligarchien ja nicht um das ethische Ideal eines freien Kapitalismus an sich, sondern nur um die Macht, die sich für sie daraus ergibt. Dadurch entstehen die scheinbaren Widersprüche.

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