Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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In politischen Debatten benutzen wir Begriffe wie „links“, „rechts“, „liberal“, „konservativ“, „extremistisch“ usw. mit großer Selbstverständlichkeit – so als hätten sie einen allgemein feststehenden Inhalt, und als hinge der nicht vom Weltbild dessen ab, der sie benutzt. Ich hatte schon seit einiger Zeit vor, ein paar wichtige Anmerkungen zu diesem Thema zu machen, fand nur keinen passenden Aufhänger. Dankenswerterweise hat Time mir mit einem seiner letzten Kommentare eine Steilvorlage geliefert:

… wer von rechts auf die rechteste der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien, die CDU und CSU, blickt, mag zutreffend konstatieren, dass sie sich in den letzten 30 Jahren in die Mitte bewegt haben. Die Schlussfolgerung, die politischen Gewichte hätten sich in Deutschland insgesamt also nach links verlagert, halte ich jedoch für fragwürdig.

Denn auch auf der gegnerischen Seite hat eine Bewegung stattgefunden. Während vor 30, 40 Jahren die Propagierung der globalen Planwirtschaft und die Akzeptanz der Ein-Parteien-Diktatur in der DKP sowieso über die Jusos hinaus bis in die Mitte der SPD Akzeptanz genoss, ist die bolschewistische Spielart des Sozialismus seit dessen winselndem Untergang völlig erledigt. “Die Linke” leistet sich eine dekorative kommunistische Plattform, aber die politischen und ökonomischen Theorien des Kommunismus sind abgehakt – und jeder weiß das. Die Waage neigt sich mE. nicht nach links, sie ist in der Balance, aber die Schwergewichte sind nicht mehr an den Polen platziert. In diese Richtung gingen sinngemäß etliche Analysen der letzten Ausgaben der FAZ: Langweiliger Wahlkampf? Vielleicht, aber dass es nicht mehr um Grundsatzfragen wie “FREIHEIT oder SOZIALISMUS” geht, zeigt doch vielleicht eher, wieviel wir in den letzten Jahrzehnten bearbeitet und erledigt haben. Formal langweilig? Wünschen Sie sich denn die Qualitätskeiler Strauß oder Wehner zurück?

Um die letzte Frage zuerst zu beantworten: Eindeutig ja! Und das nicht etwas deshalb, weil die genannten Herren unterhaltsamer waren als die heutigen Politiker – das außerdem -, sondern weil sie noch wussten, worum es in der Politik im Kern geht – nämlich um Leben und Tod ganzer Völker -, und worum es nicht geht, nämlich um Koalitionsaussagen, Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, Kanzlerkandidaturen, Imagepflege, Political Correctness, Dialog, verletzte Gefühle (von Moslems oder wem auch immer) und all die anderen Rubriken auf der endlosen Liste politischer Nichtigkeiten, mit denen man das Publikum so lange berieselt, bis es sich gelangweilt oder verärgert abwendet und nicht mitbekommt, was hinter seinem Rücken geschieht.

Die Wahrnehmung aber, dass die politischen Flügel sich in der Mitte treffen, ist schon deshalb fehlerhaft, weil sie auf der Prämisse beruht, dass es so etwas wie eine Linke und eine Rechte gebe (und dazwischen die Mitte). Das ist falsch: Es gibt keine Rechte, und Parteien wie die deutsche CDU, die britischen „Konservativen“, die französischen Gaullisten, die US-Republikaner sind keine konservativen, sondern liberale Parteien, die sich allenfalls ein wenig sentimentale christliche oder patriotische Phraseologie leisten, um konservative Wähler bei der Stange zu halten. (Und unter Angela Merkel hält die Union selbst derlei Lippenbekenntnisse für entbehrlich.)

Wenn ich der Union abspreche, konservativ zu sein, so tue ich das nicht deshalb, weil ich so weit rechts stünde, dass ich die etablierten Parteien nur noch durch ein fernes Hitzeflimmern am Horizont wahrnehmen würde, sondern weil für mich die Begriffe „links“ und „rechts“ qualitativ bestimmt sind und auf einer bestimmten Gesellschaftsauffassung beruhen. Rechts ist nicht dort, wo der Daumen links ist; rechts ist dort, wo man sich fragt, wieviel Freiheit eine Gesellschaft sich leisten kann, ohne zu zerbrechen, und diese Frage wird bei der Union, wo man sich von der Linken deren „Fortschritts“-Verständnis diktieren lässt, schon lange nicht mehr gestellt, wenn sie denn je gestellt wurde:

Dass Freiheit per se als etwas so unhinterfragbar selbstverständlich Gutes gilt, dass die Frage nicht mehr verstanden wird, ob die Freiheit – nicht nur von Zwang, sondern auch vom Recht, von Sitte, von Anstand, von Verantwortung, von Solidarität, vom Vaterland und von Gott – etwas Gutes sei, ist das deutlichste Indiz dafür, dass der politische Wettstreit sich nur noch zwischen zwei Flügeln der Linken abspielt.

Zum Teil ist dieVerwechslung von Liberalismus mit Konservatismus sicherlich auch ein Produkt des Kalten Krieges. Zwei Nachkriegsgenerationen sind darauf konditioniert worden, den ideologischen Gegensatz von Ost und West, von Sozialismus und Liberalismus (bzw. Kapitalismus) mit dem von Links und Rechts zu verwechseln. Tatsächlich sind aber beide Ideologien revolutionär und zielen darauf ab, den Menschen, und dies notfalls gegen seinen Willen, von Bindungen aller Art zu „befreien“. In diesem Sinne sind Liberale keinen Deut „konservativer“ als Sozialisten, und ist die Abwendung der Linken von der Doktrin der Staatswirtschaft und ihre Neigung zum Liberalismus keine Bewegung in die „Mitte“.

Dabei ist dieses Verständnis von Freiheit als etwas selbstverständlich Gutem eine sehr junge geistesgeschichtliche Entwicklung. Jahrtausendelang hatten Menschen mit derselben Selbstverständlichkeit, mit der sie heute von der Freiheit schwärmen, die Notwendigkeit von Bindungen betont, und es ist auch nicht schwer zu erkennen, warum:

Weil eine Gesellschaft auf die Dauer nur existieren kann, wenn der Einzelne sich „irrational“ verhält, indem er seine eigenen Interessen hinter denen der Gesellschaft zurückstellt, und das heißt: sich solidarisch verhält. Die Möglichkeit menschlicher Gesellschaft beruht auf der Verbindlichkeit von Normen. Geraten solche Normen in den Verdacht „alte Zöpfe“ zu sein, die „abgeschnitten“ gehören, weil sie die „Freiheit einschränken“, und werden sie dann tatsächlich abgeschnitten, dann ist das Ergebnis zunächst zweifellos ein Gewinn an Freiheit, zugleich aber ein Verlust an Zivilisiertheit.

Das alles wäre weniger problematisch, wenn die Bewegungsrichtung nicht einseitig feststehen würde. Einen „Fortschritt“ aber (das Wort beinhaltet eine Bewegung „weg von“ und „weiter“) erkennt man als solchen daran, dass stets Normen beseitigt werden und Freiheiten dazukommen, nie umgekehrt. Es ist normalerweise ja nicht so, dass irgendjemand schrankenlose Freiheit propagieren würde – auch Liberale betonen zum Beispiel die Bedeutung und Bindewirkung von Recht. Dass dies bedeutungslos ist, wenn man zugleich eine Ideologie vertritt, deren Leitwert „Freiheit“ moralisch (und das heißt ohne Anerkennung der Legitimität von Gegenpositionen) begründet wird, erkennt man daran, was Liberale früher vertreten haben, heute aber kaum noch: Verantwortung, Bürgersinn, Patriotismus, Sittlichkeit usw. Eine Ideologie, die eine Bewegungsrichtung weg von Bindungen vorschreibt, zwingt die ihr anhängende Gesellschaft zu einem permanenten Mikadospiel, im Zuge dessen die stützenden Elemente immer rarer werden und der Einsturz der ganzen Struktur immer wahrscheinlicher und am Ende unvermeidlich wird. Dass unter den Trümmern einer solchen Ordnung auch jene Freiheit begraben liegen wird, in deren Namen sie zerstört worden ist, versteht sich von selbst.

Was bleibt, ist die konservative Familienpolitik, das Gejammer um ungeborene Babies und Kinder, die angeblich deshalb Zuhälter oder Nutten geworden sind, weil ihre Mütter durch die Propaganda der “68er” dazu “gezwungen” worden seien, ein Handwerk oder einen anderen ehrbaren Beruf zu erlernen.

Es gibt keine konservative Familienpolitik – wer soll deren Exponent denn sein? Etwa Ursula von der Leyen?

Woran auch immer es liegen mag: Die Tatsache, dass den Deutschen und etlichen anderen europäischen Völkern der Volkstod droht, liegt für jeden auf der Hand, der bis drei zählen kann – ich bin nicht bereit, über die Geltung der vier Grundrechenarten zu diskutieren. Ebenso liegt auf der Hand, dass zwischen erstens einer Doktrin, die solidaritätsstiftende Normen verächtlich macht, zweitens einer schrankenlosen Entfaltung von Egoismus – pardon: Selbstverwirklichung – und drittens der Weigerung, die Mühen von Elternschaft auf sich zu nehmen, ein Zusammenhang besteht. Eine Doktrin aber, deren Anwendung zum Ende der sie anwendenden Gesellschaft führt, ist offenkundig eine absurde Perversion menschlichen Denkens.

Sehen die “fünf letzten Konservativen” denn gar nicht, dass ihr Konservatismus hier deckungsgleich ist mit dem von Al-Kaida?

Es hätte der polemischen Gleichsetzung der Qaida mit dem Islam, des Islam mit Konservatismus schlechthin gar nicht bedurft: Der Islam ist (nach innen) tatsächlich in dem Sinne konservativ, wie es jede andere traditionelle Wertorientierung auch ist. Nochmal: Die Verabsolutierung von Freiheit ist ein junges Gewächs. Sie ist nicht nur dem Islam unbekannt, sondern auch allen anderen Kulturen und Zivilisationen der Weltgeschichte. Vielleicht haben die alle etwas richtig gemacht.

Die islamische Kritik an der westlichen Zivilisation, an ihrem Materialismus und ihrer Dekadenz ist schlicht zutreffend. Die Moslems werden uns die Richtigkeit dieser Kritik auch höchst handgreiflich belegen, indem sie uns vorführen werden, wie man geistig und materiell weit überlegene Völker ins ethnologische Museum verbannt – sofern es solche Museen dann noch geben wird. Ihre Hauptwaffen sind die Demographie, und gegen diese Waffe ist die Mein-Bauch-gehört-mir-Gesellschaft machtlos, und die blanke Gewalt, tödlich für eine alternde Gesellschaft aus kindischen Gesinnungspazifisten und ebenso gottlosen wie vaterlandslosen Egoisten, die für nichts und niemanden außer sich selbst und ihre „Selbstverwirklichung“ irgend etwas riskieren würden. Mit einer solchen Gesellschaft den Counterjihad führen zu wollen, ist aussichtslos. Wer will, dass unser Volk so liberal bleibt, wie es ist, der will nicht, dass es bleibt.

Nein, ich mache die Freiheit nicht verächtlich, und der Vergleich von Konservativen mit Terroristen ist so bösartig, niederträchtig und infam wie der von Israelis mit Nazis.

Es hat ja seinen Grund, warum Freiheit ausgerechnet im Abendland zu einem positiven Wert werden konnte, und dieser Grund ist die jüdisch-christliche Idee der Gottesebenbildlichkeit des Menschen – eine Idee, die die seiner sittlichen Autonomie und seiner unverfügbaren Würde enthält. Sie enthält aber nicht die Verherrlichung der Bindungslosigkeit. Kennzeichnend für de Identität unserer Kultur ist das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Bindung, nicht die Entfaltung des einen auf Kosten des anderen. Wenn ich den Islam bekämpfe, weil er eine totalitäre, die Autonomie des Menschen negierende Ideologie ist, dann bin ich noch lange nicht gezwungen, ins entgegengesetzte Extrem zu verfallen und die schrankenlose Freiheit, einschließlich der zur Barbarei, zu bejahen.

19 Antworten auf Was ist konservativ?

  • Manfred, Kompliment!

  • Lieber Manfred,

    hier Ausführungen meinerseits zu Deinem neuen Aufsatz.

    Ich stimme Dir zu, wenn Du schreibst: „In politischen Debatten benutzen wir Begriffe… mit großer Selbstverständlichkeit – so als hätten sie einen allgemein feststehenden Inhalt, und als hinge der nicht vom Weltbild dessen ab, der sie benutzt.“

    Unabhängig davon, wie einzelne Menschen Begriffe benutzen, gibt es jedoch einen mehr oder weniger großen Konsens darüber, was sie bedeuten, es gibt festgelegte Definitionen. „Konservatismus“ oder „Konservativismus“ bedeuten im Kern „am Hergebrachten festhaltend, auf Erhalt der bestehenden Ordnung gerichtete Haltung“. Die bestehende Ordnung aber ist eine freiheitlich bürgerlich-demokratische.

    Eine Haltung dagegen, die sich Militärdiktaturen vorstellen kann, oder die sich die Zeit der deutschen Monarchie (Deutsches Reich) zurücksehnt, so wie wir dies von Thatcher (Ich grüße Sie!) u.a. kennen, ist KEINE konservative, sondern eine REAKTIONÄRE Haltung, die üblicherweise auch keine Scheu hat, revolutionäres Gebaren an den Tag zu legen (Dass die Linke den Begriff „reaktionär“ usurpiert hat und inflationär gebraucht, ändert nichts daran, dass er hier zutrifft).

    Im eigentlichen Sinn des Wortes kann man also mE. durchaus davon sprechen, dass – von ihren marginalen Randflügeln abgesehen – ALLE Parteien zZ. konservative Parteien sind, denn keine stellt unsere Demokratie oder die freie Marktwirtschaft in Frage, vielmehr wollen alle eigentlich das Bestehende bewahren. Der fatale Fehler der Linken besteht für mich aber diesbezüglich darin, dass sie aufgrund ideologischer Verblendung den wahren Charakter des Mohammedanismus verkennt – ebenso wie weite Teile ihrer seinerzeit den Bolschewismus verkannten – und die Ansicht vertritt, sie müßte auch die Mohammedanisten integrieren bzw. dies sei möglich. Tatsächlich bringt sie unsere Gesellschaft dadurch in die Gefahr, durch die Mohammedanisten wesentlich verändert zu werden. KONSERVATIVE UND REAKTIONÄRE MÜSSEN daher mE. antimohammedanistisch sein, und sie müssen DIESEN Aspekt als ZENTRALEN Fehler der Linken brandmarken.

    Eher am Rand Deiner Betrachtungen, die aus meiner Sicht vor allem dem Liberalismus gewidmet sind bzw. dem, was Konservatismus nicht ist, scheinen Begriffe auf, die Du ebenso wie ich für wichtig hältst, und von denen Du aber meinst, sie seien nur noch einer marginalen Minderheit wichtig, eben vielleicht jenen Kleinstparteien, die nicht im Bundestag vertreten sind.

    Gegen den Begriff der „Freiheit“, den Du mit „Bindungslosigkeit,“ „Zivilisationsverlust“ u.ä. negativ konnotierst, setzt Du „Solidarität“, „Verantwortung“, „Bürgersinn“, „Patriotismus“, „Sittlichkeit“. 71% Deiner Mitbürger haben sich an der Wahl beteiligt und wie bekannt gewählt. Willst Du Ihnen absprechen, die genannten Begriffe für wichtig zu halten?

    Solidarität zB. ist mit unserem – global gesehen – vorbildlichen Bildungs- und Sozialsystem gegeben. Der Bürger auf der Straße ist in der Regel zuvorkommend, hilfsbereit, freundlich und guten Mutes. Viele Millionen Bürger wirken in Parteien, Vereinen oder Initiativen mit. Das Fahnenmeer bei der letzten Weltmeisterschaft, das den Stolz der überwältigenden Mehrheit auf unsere Nation ausdrückte, war beeindruckend („Deutschland über alles“ ist in der Tat vorbei, und ich muß auch nicht jedem Militärputsch eines germanischen-römischen Offiziers huldigen – zumal ich ja durchaus auch Hunnenblut in meinen Adern haben könnte, so what?).

    Mit der Sittlichkeit, einem höchst relativen, vagen und vieles tangierenden Begriff ist es vielleicht nicht so eindeutig, aber Pressefreiheit und freie Marktwirtschaft zB. sind auch ein hohes Gut. Freiheit bedeutet eben nicht eindeutig Bindungslosigkeit oder Schrankenlosigkeit, sondern vor allem Wahlfreiheit und Vermehrung der Möglichkeiten. Inwiefern einer am „R’n’R-Circus“ teilnimmt, bleibt jedem selbst überlassen. An den Westler darf aber schon der Anspruch gestellt werden, dass er eine geschmacklos gekleidete junge Frau regungslos an sich vorbeistolzieren läßt, ohne wie ein Ork gleich in Vergewaltigungsfantasien zu verfallen. Die Causa Seehofer (Kind mit Geliebter) oder die Lewinsky-Affaire sind zweifellos Zeichen für Unsittlichkeit, aber diesen als einzigen Programmpunkt eines rechts von der CDU stehenden „Konservatismus“ halte ich für nicht ausreichend. Ich denke, dass die Mehrheit der sich als rechts stehend identifizierenden Bürger ebenso denkt, denn die CDU hat zwar 920.000 Stimmen an die Nichtwähler verloren und 1.110.000 an die FDP, aber kaum eine an die Republikaner o.ä.

    Bleibt – und es ist schade, das es dabei bleibt, denn eine Außenpolitik zB. mit einem imperialistisch-kolonialistischen Selbstverständnis halte ich für dringend geboten, hier bin ICH also reaktionär – wieder mal die „Familienpolitik“, die ich richtiger „Frauenpolitik“ nennen sollte. Es ist mE. keineswegs infam sondern zutreffend, diesbezüglich eine Parallele zwischen den – sich selbst mE. fälschlicher Weise (s.o.) so bezeichnenden – „5 letzten Konservativen“ und dem radikalen Mohammedanismus zu ziehen. Gemeinsam ist beiden Haltungen nämlich, dass sie es für ein zentrales Desaster, für die Ursache des Untergangs der bestehenden Gesellschaft halten, dass die Frau aus ihrer subalternen Rolle gleichberechtigt in die Welt des Mannes vordringt und von ihm (wirtschaftlich) unabhängig wird. Was für die Mohammedanisten durch die Globalisierung bevorsteht, und was sie mit aller Macht zu verhindern suchen, ist „Fitna“, die Unordnung ihres Sklavenhaltersystems durch den Aufstieg des Sklaven, der Frau.

    Die „5 letzten Konservativen“, die am Ende dieser Entwicklung stehen, denn die Frauen sind ja bei uns weitgehend gleichberechtigt, weshalb, so ihre Argumentation, wir keine Kinder mehr bekommen und aussterben werden, sollten sich also, so müßte man doch schließen, vor dem Scherbenhaufen unserer Gesellschaften sehen. Aber was sehen SIE denn? Ich sehe Gesellschaften, die in jeder Hinsicht – wirtschaftlich, militärisch, kulturell, wissenschaftlich – in globalem Maßstab führend sind. Es sind unsere Gesellschaften, die die Probleme lösen, die andere verursachen.

    Du schreibst, Manfred: „Die Verabsolutierung von Freiheit ist ein junges Gewächs. Sie ist nicht nur dem Islam unbekannt, sondern auch allen anderen Kulturen und Zivilisationen der Weltgeschichte. Vielleicht haben die alle etwas richtig gemacht. Die islamische Kritik an der westlichen Zivilisation, an ihrem Materialismus und ihrer Dekadenz ist schlicht zutreffend.“

    Aber niemand bei uns verabsolutiert Freiheit, im Gegensatz zu den tausenden saudi-arabischen Prinzen, die von hemmungslosem Drogenkonsum bis zur Vergewaltigung von Babies jeden denkbaren Exzess ausleben, und den Abermillionen mohammedanistischer Männer, die sich LEGAL regelmäßig schrankenlos gewälttätig an ihren Frauen vergehen. Was sollen diese unterentwickelten Mistkäfer denn bloß richtig gemacht haben? Ich kann rein gar nichts finden!

    Ich mag mich irren, aber nach Deinen Worten halte ich es für möglich, dass es Dir weniger um „Dekadenz“ als um die „Mein-Bauch-gehört-mir-Gesellschaft“ bzw. die Gleichsetzung von beiden Begriffen geht (Korrigiere mich ggf. bitte). Bist Du denn der Meinung, dass einer Frau ihr Bauch NICHT gehört? Wer hat dann über ihn zu befinden? Der Staat? Eine Art Besamungswart?

    Wenn eine Frau einen Beruf lernen möchte und finanziell unabhängig sein möchte, dann gewinnt sie auf der einen Seite Freiheit, aber auf der anderen übernimmt sie Verantwortung. Ist das dekadent? Wenn eine Frau selbst bestimmen kann, wann sie mit welchem Mann oder ob sie überhaupt ein Kind haben will, kann es geschehen, dass sie nur ein oder gar kein Kind bekommt. Ist das dekadent? Wenn es demgegenüber also NICHT dekadent und also RICHTIG sein sollte, dass sie das nicht selbst bestimmen dürfte, dann müßte sie konsequenter Weise GEZWUNGEN werden, mit einem Mann oder mehreren drei Kinder zu gebären (bevor sie zB. wirtschaftlich selbstständig werden darf). Das ist aber mE. weder gerecht noch freiheitlich noch demokratisch noch bürgerlich noch notwendig.

    Ich meine, dass die Gesellschaft einen Weg finden muß – und finden wird – unsere Bevölkerungszahl wieder zum Wachsen zu bringen (so dies denn nachweisbar ein unabdingbares „Muss“ ist, was ich schön des öfteren in Frage gestellt habe), OHNE FREIHEITEN (= Möglichkeiten) von Bürgern EINZUSCHRÄNKEN. Ich hatte in vergangenen Jahren zB. Gelegenheit, Hunderte von Kindergärten und Schulen in Deutschland und Skandinavien kennenzulernen und zu vergleichen, und da war mein Resümee, dass bei uns (bei aller vorhandenen Qualität) dringender Handlungsbedarf gegeben sei. Warum werden Baby- und Kinderartikel nicht subventioniert, wohl aber Risikosportarten und Flugbenzin, warum ist das deutsche Kindergartenpersonal oftmals so erschreckend unterqualifiziert?

    Elektrizität galt „Konservativen“ vergangener Zeit als Hexerei, als Fluch. Genauso ist es mit der Freiheit, aber tatsächlich ist sie ein göttlicher Segen, so sehr die Krummsäbelschwinger auch dagegen keifen mögen. Grundlage unserer Gesellschaft sind Gleichberechtigung und möglichst weitgehende individuelle Freiheit für ALLE Bürger. Für unsere Gesellschaften ist Freiheit LEBENSELIXIER, für die Sklavenhaltergesellschaften aber GIFT.

    Das ist der fundamentale Unterschied!

    Ich grüße Dich herzlich!

    Time

  • Konservative und Nichtkonservative unterscheiden sich nicht dadurch, dass die einen Demokratie und Marktwirtschaft aufrechterhalten wollten, die anderen aber nicht – das ist nur der Rahmen, auf den man sich verständigt hat, um Konflikte gewaltlos auszutragen. Worum es geht, ist das Netz von strukturen, die die Gesyellschaft schlechthin zusammenhalten. Es spricht Bände über Deine Ahnungslosigkeit und Deinen – für Liberale allerdings typischen – verantwortungslosen Leichtsinn, dass Du glaubst, die Gesellschaft als befriedeter Raum sozialen Lebens sei von diesem oder jenem politischen System, von dieser oder jener Wirtschaftsordnung abhängig. Ich bin doch der Letzte, der die – zumindest potenzielle – Leistungsfähigkeit demokratischer Strukturen in der Politik und marktwirtschaftlicher in der Wirtschaft in Abrede stellt. Nur sind es nicht diese Strukturen, denen wir es verdanken, dass es so etwas wie Ethik gibt, und dass wir einander nicht den Schädel einhauen. Das verdanken wir der gesellschaftlichen Geltung von Normen und den Strukturen, die diese Normen aufrechterhalten. Diese Normen beinhalten – ganz allgemein gesprochen – die Verpflichtung, zur Aufrechterhaltung der Gesellschaft und der sie tragenden Normen und Werte beizutragen. Diese Normen und Werte abzuschaffen, ohne sich über ihre Bedeutung Recenschaft abzulegen, einfach nach dem Motto „Wird schon gutgehen“ ist, deutlich gesagt, kriminell! Mir dann noch etwas von Verantwortung vorzuflöten, ist eine Beleidigung meiner Intelligenz.
    Soso, die Existenz eines Sozialstaates ist also Beweis für so etwas wie „Solidarität“? Ich würde sagen, das ist der Beweis für die Existenz einer starken Bevölkerungssschicht, die an der Nadel öffentlicher Zuwendungen hängt, einer Politik, die sich über deren Interessen nicht hinwegsetzt, einer Mittelschicht, die sich regelmäßig melken lässt, ohne zu protestieren, und einer daraus resultierenden Moral, wonach es keine Schande sei, von anderer Leute Geld zu leben. Diese Moral – gib mir Dein Geld – mit dem Wort „Solidarität“ zu bezeichnen, ist grotesk.
    Soso, die Bedeutung politischen Vokabulars steht fest, und deshalb müsse man jeden, der die Bewegungsrichtung dieses sogenannten „Fortschritts“ umdrehen möchte, einen „Reaktionär“ nennen – mit all dem pejorativen Beigeschmack dieses Begriffs? Dies ist natürlich eine ganz und gar undogmatische und unideologische Position, mit der man nicht mehr und nicht weniger aussagt, als dass die eigene Weltanschauung so etwas wie ein göttliches Gesetz ist, gegen das man nicht opponieren darf, weil das sonst „reaktionär“ sei. Man nennt das auch „Geschichtsdeterminismus“. Diese totalitäre Selbstüberhebung für liberal zu halten dürfte besser als jedes meiner Argumente illustrieren, dass die Bedeutung politischen Vokabulars alles andere als feststeht, und wie wichtig daher die Offenlegung der ideologischen Prämissen ist.
    71 % meiner Mitbürger haben sich an der Wahl beteiligt und Parteien gewählt, denen eben nicht an der Aufrechterhaltung der Demokratie liegt, sondern am Transfer von Kompetenzen an supranationale, demokratisch nicht legitimierte Institutionen und an der Unterwanderung, schließlich Zerstörung der Völker Europas. Und dies nicht nur aus Irrtum, weil sie es nicht besser wüssten, sondern aus einem „Nach mir die Sintflut“, analog zu Deinem „Wird schon gutgehen“. Verantwortung? Bürgersinn? Da lachen ja die Hühner!

    Ich meine, dass die Gesellschaft einen Weg finden muß – und finden wird – unsere Bevölkerungszahl wieder zum Wachsen zu bringen

    71 % unserer Mitbürger haben Parteien gewählt, die diesen Weg schon deshalb nicht finden werden, weil sie ihn gar nicht suchen, dafür aber jeden als rechtsradikal verleumden, der auf das Problem hinweist und sich nicht Masseneinwanderung als „Lösung“ verkaufen lässt!

    …dann müßte sie konsequenter Weise GEZWUNGEN werden, mit einem Mann oder mehreren drei Kinder zu gebären…

    Tja, Gesellschaften, deren „Moral“ das exakte Gegenteil von dem ist, was jahrtausendelang darunter verstanden wurde, und in denen man Formulierungen wie „Gejammer um ungeborene Babies“ verwenden kann, ohne als asoziales Schwein zu gelten, die stehen tatsächlich irgendwann vor der Alternative: Gebärzwang oder Untergang. Selbstverständlich entscheiden sie sich dann für den Untergang. Deswegen sind solche Dinge wie traditionelle Ethik ja so wichtig!
    Im Übrigen kann man natürlich hochnäsig an allen Untersuchungen vorbeigehen, die einen Zusammenhang von Religiosität bzw. Patriotismus einerseits, der Kinderzahl andererseits belegen, und stattdessen von Freiheit labern. Man sollte dann nur nicht Worte wie „Verantwortung“ in den Mund nehmen.
    Und erst recht sollte man dann nicht vom „Counterjihad“ faseln. Es ist, freundlich gesagt, inkonsequent, tagtäglich über den Islam herzuziehen, sich aber nicht zu fragen, wie es kommen kann, dass eine rückständige Gewaltkultur wie der Islam unsere Gesellschaft ernsthaft zu bedrohen vermag. Das liegt doch nicht am Islam, das liegt an dieser Gesellschaft! Wer darüber nicht reden will, weil er lieber in seinen kindischen Illusionen schwelgt, kann sich sein neckisches bisschen Islamkritik getrost in die Haare schmieren.

    Was sollen diese unterentwickelten Mistkäfer denn bloß richtig gemacht haben? Ich kann rein gar nichts finden!

    Diese unterentwickelten Mistkäfer werden auf unseren Gräbern tanzen, wenn wir auf Einfaltspinsel wie Dich hören!

  • @ Time:
     
    <i>“Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt, frei zu sein“.</i>
     
    Ich halte Sie in keiner Weise für konservativ.
     
    Gruß, Thatcher
    der „kaisertreue Reaktionär“

  • Zum Thema ´Pervertierung der Freiheit´ – und darum geht es ja hier – haben wir gerade auch auf dem Counterjihad-Blog etwas:

    http://fjordman.wordpress.com/2009/09/20/der-intellektuelle-und-moralische-bankrott-der-heutigen-linken/

  • Na denn…

    Hasta la vista, die Herren.

    Time

  • Diese unterentwickelten Mistkäfer werden auf unseren Gräbern tanzen, wenn wir auf Einfaltspinsel wie Dich hören!

    Auf den Gräbern tanzen stört die darin Liegenden nicht mehr, sie werden uns aber nicht einmal in dieselben befördern, nachdem sie uns die Hälse …..zensiert…

    Die Einfaltspinsel lassen einen schlicht verzweifeln.
    Man hat keine Chance sie zu erreichen. Sie sind blind.

  • Ich folge zwar der These, dass wahrer Konservatismus nicht bloß mit der Haltung zu Staats- und Wirtschaftssystemen begründet werden darf, sondern unbedingt aus tiefergehenden Strukturen der Ethik (und des nationalen und kulturellen Zusammenhalts) bezogen werden muss. Was sich ja auch von selbst versteht, denn wie sollte ein Verfechter des Parlamentarismus und der Marktwirtschaft, der zugleich Multikulturalist ist und Atheist ist, auch konservativ sein?
    Aber in einem ist Time doch unbedingt Recht zu geben: die Niederlage des Islam (an die ich auf Dauer auch glaube), wird nur durch die zunehmende Freiheit der islamischen Frau zustande kommen und nicht dadurch, dass wir vermeintliche Erfolgsstrategien des Islam übernehmen. Klar gehen mir die angeblich befreiten und selbstbewussten Kopfttuchtanten unsagbar auf den Senkel, aber die sind in keiner Weise „die islamische Frau“ und meines Erachtens auch nur eine Übergangserscheinung. Und zum Glück haben die auch nicht zehn Kinder!
    Und, wenn ich mir diesen Hinweis erlauben darf: Wie viele der geschätzten männlichen Mitdiskutanten haben denn nun mehr als ein/e Kinder/in? Ist das nicht geheuchelt, wenn man die Verantwortungslosigkeit „der Frau“ bedauert, die heutezutage angeblich keine Kinder mehr will, weil sie „frei“ sein möchte – und gleichzeitig sich selbst die Freiheit nimmt, keine Kinder zu haben? Ich kenne mehrere Frauen, die gerne Mutter werden wollen, aber ihr Partner lehnt es ab, Kinder zu haben, weil er sich nicht „belasten“ will oder sie findet keinen Partner, wenn sie von vornherein klar macht, dass zu einer richtigen „Beziehung“ (dämliches Wort!) auch Kinder gehören.
    Ich habe immerhin drei und bin zeit meines Lebens berufstätig gewesen und bin sehr froh darüber, dass ich Beruf und Familie habe vereinbaren können. Hätte ich nicht mitverdienen können, hätten wir uns drei Kinder schlicht nicht leisten können. Da liegt nämlich der Hase begrabe: in völlig falschen Familienförderungsprogrammen. Ich brauche kein Kindergeld. sondern sehr gute Kindergärten, sehr gute Schulen und sehr gute Ausbildungsstätten und Universitäten. An denen selbstverständlich vermittelt wird, dass unsere deutsche/europäische Kultur wertvoll und unbedingt zu erhalten ist.
    Gäbe es das alles hier – und nicht Geld bar auf die Kralle für jedes Kind: Ich bin sicher, wir hätten kein Islamproblem!

  • bitte Manfred, lösche doch die aus Word mitgeschleppten Formatierungen raus (kann von meinem eigenen Rechner aus nicht direkt in Dein Kommentarfeld schreiben – k.A., wieso)

    Ich will doch nicht, dass es heißt: Die ist genau richtig für uns – hat drei Kinder, aber ist zu blöde, um Kommentare zu schreiben…

    Und, damit es nicht nur ein Kommentar in eigener Sache bleibt: Bitte, kommt alle, wenn irgend möglich zur Demo am Sonnabend in Berlin. Ich halte das Anliegen dieser Demo für zutiefst und im besten Sinne konservativ!

    • Erledigt.

      Ich will doch nicht, dass es heißt: Die ist genau richtig für uns – hat drei Kinder, aber ist zu blöde, um Kommentare zu schreiben…

      Meine Güte, Du musst uns hier ja wirklich für Taliban halten! 😀

  • Bei einer Meinungsumfrage auf der Strasse würden nicht einmal fünf Prozent der Befragten den Begriff „Ethik“ verstehen. Und ich denke, die Ohren würden jedem humanistisch Erzogenen schlackern, wenn er zu hören bekäme, wie der Begriff „Freiheit“ mehrheitlich interpretiert würde.
    Erfahrungen von Generationen über Jahrhunderte, die Grundlage der Zivilisation, werden negiert und verschwinden im Orkus des Vergessens. Was tritt an dessen Stelle?

  • @ Lepanto:
    Also zunächst: Ich habe zwei Kinder großgezogen, und beide sind jetzt erwachsen. Meine Tochter lebt noch zu Hause, mein Sohn ist schon vor ein paar Jahren ausgezogen.
    Ich habe auch an keiner Stelle von der „Verantwortungslosigkeit ‚der Frau’“ gesprochen, sondern ich habe in einem sehr allgemeinen Sinne beklagt, dass die Zerstörung ethischer Normen und solidaritätsstiftender Strukturen im Namen einer unreflektierten Freiheitsideologie den Bestand der Gesellschaft gefährdet.
    Als Beispiel dafür habe ich die „Mein-Bauch-gehört-mir“-Ideologie angeführt – aus dem einfachen Grund, dass die Zerstörung der Gesellschaft durch exzessiven Liberalismus bei keinem anderen Thema so unwiderlegbar auf der Hand liegt wie bei diesem, wo man den Mangel an „Nachhaltigkeit“ (von der die Gutmenschen sonst so gerne sprechen) mathematisch beweisen kann. Da gibt es nichts zu diskutieren, deshalb ist es ein starkes Argument. Damit habe ich nicht gesagt, dass der Feminismus und seine Tochterideologien die einzige oder auch nur die dominante Art linker und liberaler Gesellschaftszerstörung wäre. Erst recht habe ich nicht behauptet, dass nur Frauen, nicht aber Männer die Verantwortung für die demographischen Fehlentwicklungen trügen. Dein Hinweis auf Deine Freundinnen, die keinen Partner finden, widerlegt nicht, sondern bestätigt mein Argument, dass eine hedonistische Gesellschaft nicht überlebensfähig ist.
    Was die Befreiung der islamischen Frau angeht, so gehört die – von höherer Warte aus betrachtet – zwar zu den Ergebnissen einer fortschreitenden Verwestlichung der islamischen Welt. Es gibt ja nicht nur die Islamisierung des Westens, sondern auch den umgekehrten Prozess. Am Ende wird aber keine Mischzivilisation stehen, sondern es wird sich entweder das eine oder das andere Gesellschaftmodell durchgesetzt haben. Beide Zivilisationen liefern sich also einen Wettlauf darum, die jeweils andere zu zerstören. Es ist schon richtig: Wenn die muslimischen Frauen Feministinnen wären, wäre der Islam erledigt. Es könnte nur sein, dass wir diesen Tag nicht mehr erleben werden, weil der Islam vorher uns erledigt.
    Über die Chancen einer wie auch immer gearteten Befreiung der hier lebenden Musliminnen sollte man sich keine Illusionen machen: Erstens werden viele von ihnen importiert (und zwar aus möglichst rückständigen Bereichen) und viele der hier Aufgewachsenen exportiert, so dass wir es immer wieder mit einer ersten Immigrantengeneration zu tun haben werden; und die Jungs wissen ja, warum sie das machen: eben weil sie genau wissen, dass ihre Kultur auf der Unterdrückung und Entmündigung der Frau beruht und aufhört zu existieren, wenn ihnen die Kontrolle über die Frauen entgleitet. Zweitens ist Freiheit nicht etwas, das von jedem Menschen automatisch angestrebt wird; sie kann auch Angst machen. Musliminnen davon zu überzeugen, dass unsere Lebensart erstrebenswert ist, ist alles andere als ein Selbstläufer: Die haben doch auch Augen im Kopf und sehen die Schwächen dieser Gesellschaft, sehen die Geburtenraten, sehen die Scheidungsraten, sehen Männer, die sich dafür entschuldigen, dass sie das sind, sehen Frauen wie Deine Freundinnen, die keinen Partner finden, sehen, dass aus der Not „Patchworkfamilie“ eine Tugend gemacht wird, und damit ist die Liste der Kritikpunkte noch lange nicht erschöpft. Warum sollten sie das gut finden?

  • Könnte es nicht sein, dass wir die Psyche der islamischen Frau zur Gänze falsch einschätzen?
    Wer sagt uns denn, dass die islamische Frau ihre Geschlechtsgenossin in Deutschland beneidet oder deren Status nacheifern will?
    Gut, es mag Ausnahmen geben, aber ich denke nicht, dass das die Norm ist. So, und damit sind wir beim Thema Gleichberechtigung. Wer sagt uns, dass die Frauen -und nicht nur die Ungebildeten- es vielleicht vorziehen, bequem und relativ versorgt mit einigen Kindern und im Geschwätz um Alltäglichkeiten mit anderen Frauen bei einem Glas Tee zuhause zu verbringen, anstatt sich dem Stress der Behauptung im Berufsleben auszusetzen?
    Ist die Frau in der muslimischen Gesellschaft wirklich so unterdrückt? Braucht die muslimische Frau die Nabelschau der westlichen Frauen und alle damit verbundenen Exzesse vielleicht gar nicht, um sich wertvoll zu fühlen? Schaut man sich die Frauen in einem islamischen Land an, so sind sie zwar separiert von der männlichen Gesellschaft, ich hatte aber nie das Gefühl, dass sie im Haus und in der sie umgebenden Gesellschaft nicht das Sagen hatten. Auf eine andere Art zwar, als die westlichen Frauen, aber nicht weniger bestimmt, mit weitaus weniger mentalem Einsatz und femininer obendrein.
    Das in Deutschland überwiegend vorhandene muslimische Prekariat, das weder willens noch in der Lage ist, seine Nachkommen zu erziehen,lässt nicht wirkliche Rückschlüsse auf die Stellung der Frau in der islamischen Gesellschaft zu.

    Das heisst nicht, dass ich die westliche Frau in der gleichen Lage sehen möchte wie die Muslimin. Aber wir sollten aufhören, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
    Die okzidentale und die orientalische Lebensauffassung passen, jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt, nicht zueinander.

  • Hier etwas zum Schmunzeln:
    Desaster-Koalition (30.9.2009)
    http://www.michaelwinkler.de/Pranger/Pranger.html
    😉

  • @submarine: gut beobachtet. Trotzdem ist das die Freiheit der Sklaven, was Du bei den Musliminnen gesehen hast. Es ist nur ein genau eingegrenzter Bereich, in dem sie etwas zu sagen hat. Abweichungen von dieser Rolle führen unweigerlich zum Ehrenmord.
    Ich habe selbst Musliminnen kennengelernt, die stolz auf diese „Freiheit“ sind, nun ein rotes oder ein blaues Kopftuch tragen zu dürfen -toll!!
    Und sie sind auch ganz stolz, dass sie nicht diese Doppelbelastung der Westlerinnen mit Beruf und Familie haben – das Sozialamt zahlt ja schliesslich alles.

  • Um das Ganze nochmal zu präzisieren:
    Die westliche und islamische Gesellschaft sind sich so ähnlich wie Licht und Schatten – beides kommt ist ohne das jeweils andere nicht denkbar.
    Die westliche Gesellschaft verstößt Frauen, wie Eva Hermann.
    Die islamische Gesellschaft verstößt/ermordet Frauen wie Hatun Sürücü.
    Wer will jetzt bestimmen, was das Maß aller Dinge für die Frauen sein soll?
    Eva Hermann, die sich in unserer westlichen Gesellschaft nach Familie sehnt?
    Hatun Sürücü, die sich in der islamischen Gesellschaft nach mehr individueller Freiheit gesehnt hat?

  • apokryphe:

    Die westliche und islamische Gesellschaft sind sich so ähnlich wie Licht und Schatten – beides kommt ist ohne das jeweils andere nicht denkbar.

    Wieso nicht?
    Aus welchen Gründen sollte die westliche Gesellschaft nicht ohne eine islamische Gesellschaft auskommen?

  • Schließe mich Submarines obigem Kommentar an und ergänze dies mit ein paar Zeilen aus Eisvogels Artikel „Das Streichholz“:

    Werte Moslems, wenn wir auseinanderbrechen,
    dann werden wir überleben!
    Dann werden wir uns trotz unsrer Schwächen
    über uns selbst erheben.
    Wir werden außer Euch gar nichts verlieren,
    nicht die Hoffnung und nicht den Verstand.
    Wir werden uns wehren mit allen Vieren,
    Ihr drückt uns nicht an die Wand.

    Gutmenschlichkeit ist eine seltsame Waffe,
    sie ist niemals entspannt,
    sie ist immer auf einen selbst gerichtet
    und man hat sie nicht in der Hand.
    Doch Ihr werdet uns nicht verletzen,
    wir wollen nicht unter Mohammeds Wahnsinn leiden.
    Ihr, werte Moslems, seid ganz leicht zu ersetzen,
    wir befrein uns von uns beiden.

    Werte Moslems, wenn wir auseinanderbrechen,
    – gestattet uns diesen Vergleich –
    wie ein ungebrauchtes Streichholz,
    dann sagen wir Euch eines gleich:
    Wir werden nicht die Hälfte sein,
    die jeden Wert verliert.
    Nein! Wir werden die Hälfte sein,
    DIE IMMER NOCH FUNKTIONIERT.

    Und noch ein paar Lesetips – kennt ihr die Seite VDARE?
    http://vdare.com/
    Eine amerikanische Seite von nationalkonservativer Ausrichtung; vor allem die Artikel von Patrick J. Buchanan (aber bei weitem nicht nur die!) sind sehr lesenswert:

    http://www.vdare.com/buchanan/index.htm

    Viel Lesestoff, gewissermaßen als Überbrückung, bis sich hier wieder mehr tut…

  • Ein Lesetip zum Thema, gefunden im Blog von Dennis Mangan:
    http://mangans.blogspot.com/2010/01/coherence-of-conservatism.html

    Zur Erläuterung des Kürzels „HBD“, das dort mehrmals genannt wird: das steht für „Human Biodiversity“.

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