Non veni pacem mittere sed gladium. (Mt 10,34)
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Barack Obama hat sich zum persischen Neujahrsfest in einer Videobotschaft an das iranische Volk gewandt. Man darf annehmen, dass die Perser die darin enthaltenen Komplimente über die Größe und Bedeutung ihres Landes geschmeichelt zur Kenntnis genommen haben: Nicht alle Perser sind Islamisten. Aber alle sind Nationalisten und sehr stolz auf ihr Land. Woraus man ihnen keinen Vorwurf machen darf.

Einen kurzfristigen Sympathieerfolg dürfte Obama mit seiner Ansprache beim Volk wohl erzielt haben. Auch bei den Mullahs. Dort allerdings aus anderen Gründen.

Ich habe vor einigen Wochen in dem Artikel „Der Mahdi und das Atomprogramm“ die apokalyptischen Komponenten des schiitischen Islam aufgezeigt und darauf aufmerksam gemacht, dass die iranische Führung möglicherweise unter dem Einfluss einer Ideologie handelt, wonach ein Atomkrieg die Wiederkehr des Zwölften Imam beschleunigen könnte.

Der ehemalige CIA-Agent im Iran Reza Kahlili hat dasselbe Thema aufgegriffen und stützt sich in seiner Analyse [und für alle Spezialisten, die sich fragen, was es wohl mit der geheimnisvollen gepunkteten Linie unter diesem Satz auf sich hat: Dies ist ein Link! Den kann man anklicken, dann kommt man zum englischsprachigen Original von Kahlilis Analyse, gez. M.] auf wesentlich konkretere Quellen, als sie mir zur Verfügung standen. Sein Text ist so brisant und beunruhigend, dass ich ihn unbedingt auf Deutsch zur Verfügung stellen wollte. Ich bitte die Leser, immer im Hinterkopf zu behalten, wie Obamas Friedensbotschaften bei den Mullahs ankommen müssen, wenn die sich an den Vorstellungen orientieren, um die es im folgenden Artikel geht:

Offener Brief an Präsident Obama über das Appeasement gegenüber Iran

Ein nuklear bewaffneter Iran unter Mullah-Herrschaft ist nahe. Seine Absichten nicht zu verstehen wird schlimme Konsequenzen haben

von Reza Kahlili

(„Reza Kahlili“ ist ein Pseudonym für einen ehemaligen CIA-Agenten mit Decknamen „Wally“, der zur Zeit in den USA lebt und an einem Buch über seine Erfahrungen als CIA-Agent in Irans Revolutionsgarden arbeitet.)

Drei Jahrzehnte nach der islamischen Revolution versteht der Westen noch immer weder die politische Struktur des Iran noch die dahinterstehende Mentalität. Diese Ignoranz gefährdet die Welt, weil die Verrückten, die den Iran mit eiserner Hand regieren, auf ein Armageddon eingeschworen sind.

Mehrere amerikanische Präsidenten haben die wahnwitzige Politik unterschätzt, die der Ayatollah Ruhollah Khomeini dem iranischen Volk ab 1979 aufgezwungen hat. Falls Barack Obama diese alptraumhafte Bedrohung nicht ernstnimmt, könnte Israel durchaus vernichtet werden – und diese Vernichtung könnte sich auf Europa und Amerika ausweiten.

Wir brauchen doch nur auf die Geschichte zu blicken, um die Torheit von Washingtons Versuch, Teheran zu beschwichtigen, klar zu erkennen.

Präsident Carter und sein Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski, begannen Amerikas fehlgeleitete Politik gegenüber dem radikalen Islam, Carter, indem er Khomeini einen „Mann Gottes“ nannte, Brzezinski durch seinen Plan, militante Islamisten im Kampf gegen die Sowjetunion zu unterstützen. Unglücklicherweise setzte sich diese Politik des Verhandelns und der Hoffnung auf einen gemäßigten Führer im Iran, der die Türen für den Westen öffnen würde, unter Präsident Reagan fort.

Während ich mitten in der Nacht bei gedämmtem Licht verschlüsselte Nachrichten schrieb, mit denen ich die CIA über die terroristischen Aktivitäten und die Ausbreitung der Revolutionsgarden im Iran und anderswo im Nahen Osten informierte, traf sich die US-Regierung Mitte der achtziger Jahre vertraulich mit den Revolutionsgarden in Genf, Brüssel, Frankfurt und Mainz. Die Unterhändler der Garden bei diesen Treffe, enge Vertraute von Akbar Hashemi Rafsandjani, bekamen die Decknamen „the Engine“ und „the Relative“. Sie trafen sich mehrere Male mit US-Unterhändlern, darunter Oliver North. Die CIA unterstützte eine Reise für „the Relative“ nach Washington, wo man ihm auch das Weiße Haus zeigte.

Zu dieser Zeit wusste die CIA, dass das Kasernenattentat im Libanon, das 241 Amerikaner tötete, das Werk der Garden unter Rafsandjani war, der damals Parlamentspräsident war; von Ayatollah Khamenei, damals Präsident, und von Ayatollah Khomeini, dem obersten Führer. Die CIA war sich der Entführungen, Folterungen und Geiselmorde bewusst – etwa der Ermordung des CIA-Agenten William Buckley, der vom Islamischen Djihad exekutiert worden war – einer Tarnorganisation der Garden für ihr Treiben im Libanon. Ungeachtet Irans Betrug ging die Regierung auf eine lange Liste von Forderungen der Garden ein, die den Weg für verbesserte Beziehungen freimachen sollten.

Washingtons Anstrengungen ergaben die Freilassung von nur wenigen Geiseln, und im Gegenzug erhielten die Garden viele Schiffsladungen von amerikanischen Waffen, von denen einige in den Händen der Terrororganisation Hisbollah im Libanon endeten. Später wurden mehr Geiseln genommen und höhere Forderungen gestellt.

Kazem, mein damaliger Kommandeur bei den Garden, hatte mir gesagt: „Diese dummen Cowboys glauben, wir würden ihnen helfen, ihre Geiseln im Libanon freizubekommen und unsere Beziehungen zu ihnen verbessern. Sie geben uns Waffen, viele Waffen. Haj Agha Rafsandjani weiß, wie man mit diesen Bastarden spielt und sie melkt.“
Die Kurzsichtigkeit setzte sich fort, als Präsident George H.W. Bush [senior] die iranische Verwicklung in den Lockerbie-Anschlag ignorierte (von der ich der CIA berichtet hatte), als er mit Rafsandjani, dem damaligen Präsidenten, verhandelte, der bessere Beziehungen versprochen hatte. Auch dies schlug fehl, ebenso wie Präsident Clintons Verhandlungen mit Mohammed Khatami, dem nächsten Präsidenten. Clinton hatte Irans Verwicklung auf den Khobar-Tower-Anschlag in Saudi-Arabien ignoriert, und Khatami versprach mehr Kooperation, während er heimlich Teile für Irans Atomprogramm einkaufte.

Die Revolutionsgarden haben vor kurzem verschiedene seegestützte Bodenraketen getestet. Man muss fragen, wozu diese Tests gut sein sollen. Könnte es sein, dass sie es darauf abgesehen haben, Raketen gegen einen Feind weit entfernt vom Iran zu feuern, vielleicht von einem Schiff aus, das in der Nähe von dessen Küste operiert?

Mit Unterstützung Nordkoreas arbeiten die Garden an Langstreckenraketen, und zwar in einem Projekt, das durch ihr Weltraumprogramm getarnt ist. Andere Versuchsreihen zielen darauf ab, die Reichweite der Shahab-3-Raketen so zu erhöhen, dass sie nicht nur – wie bisher schon – Tel Aviv, Riad, amerikanische Stützpunkte im Irak und das Hauptquartier der Fünften Flotte in Bahrain erreichen können, sondern auch Europa. Die Garden haben nunmehr mehr als hundert Shahab-3 in ihren Arsenalen, während sie an der Entwicklung eines atomaren Sprengkopfs arbeiten. Gleichzeitig erhöhen die Iraner die Anzahl der Zentrifugen (über 5000 im November 2008) für die Anreicherung von Uran, während bereits genug spaltbares Material für den Bau einer Atombombe hergestellt worden ist.

Ein nuklear bewaffneter Iran unter der Verbrecherherrschaft der Mullahs ist nahe, möglicherweise eine Sache von Monaten, und jeder Irrtum über ihre Absichten würde schlimme Konsequenzen haben.

Verschiedene Hadithe (Äußerungen des Propheten Mohammed und seiner Nachfolger bzw. Nachkommen), die von islamischen Gelehrten zusammengestellt wurden, bilden die Ideologie der Radikalen, die fest ans Mahdaviat glauben. Dieser Glaube beherrscht momentan jeden Aspekt der iranischen Regierung, und ihre Mitglieder glauben, dass es ihre heilige Pflicht ist, die Wiederkehr des Mahdi, des Zwölften Imam der Schiiten vorzubereiten. Die Wiederkehr des Mahdi bedarf nur noch eines einzigen Zeichens, nachdem die im Folgenden genannten Ereignisse alle schon stattgefunden haben:

Die Machtergreifung eines Seyyed (eines Prophetennachkommen) in Fars, der Heimat des persischen Volkes, der die Flagge Allahs führt: Ayatollah Khomeini, ein Seyyed, kam durch die Revolution im Iran an die Macht und errichtete 1979 die islamische Republik.

Ein größerer Krieg zwischen Persern und Arabern, bei dem Gott beiden den Sieg verweigert: Zeit und Ort in diesem Hadith beziehen sich auf Iran und Irak in den achtziger Jahren. Keine Seite siegte.

Die Erstürmung der Ka’ba und das folgende Blutvergießen: 1987 ordnete Khomeini einen Zusammenstoß während der Pilgerfahrten nach Mekka an, um die Wiederkehr des Mahdi herbeizuführen. Ich hatte die CIA vorab informiert. Dieser blutige Zwischenfall (402 Tote , meist iranische Pilger), hatte große Ähnlichkeit mit dem Klima, das im einschlägigen Hadith beschrieben wird.

Ein Licht am Himmel, das den Feind im Namen Allahs schlägt: Der Hadith spricht von einem Ereignis, bei dem ein donnerndes Licht am Himmel die Feinde des Islam zum Lobe Allahs schlägt. Die Mullahs glauben, dass dieser Hadith von den Selbstmordanschlägen vom 11.September 2001 in den Vereinigten Staaten erzählt.

Die Invasion Afghanistans: Dieser Hadith nennt die Besetzung Afghanstans als Zeichen für die Wiederkehr des Mahdi.

Der Himmel über dem Irak wird rot von vergossenem Blut: Dieser Hadith berichtet von einem Krieg im Irak, in dem viele Männer, Frauen und Kinder von den „Ungläubigen“ getötet werden. Schiiten glauben, dass er sich auf die Besetzung des Irak durch die Vereinigten Staaten bezieht.

Wirtschaftlicher Zusammenbruch: Dieser Hadith enthüllt, dass vor dem Ende der Zeiten und der Wiederkehr des Mahdi die Welt schlimme Entbehrungen wird erleiden müssen. Die Menschen werden wirtschaftlich leiden und kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Der Handel wird zum Stillstand kommen. Zwietracht wird sich vervielfachen. Sowohl der Iran als auch Al-Qaida ziehen Ansehen aus der gegenwärtigen Krise. Al-Qaida nennt 9/11 den Beginn dieser Krise, Iran gewinnt Ansehen, weil es amerikanische Truppen im Irak bindet. Die Mullahs im Iran haben schon eine langfristige Einschätzung des Irakkrieges erarbeitet und berechnet, wie er die US-Wirtschaft schädigen wird.

Ein schwarzer Mann kommt im Westen an die Macht und befehligt die größte Armee der Welt: Dieser Hadith, der dem Prophetenvetter und -schwiegersohn Ali zugeschrieben wird, einer der meistverehrten Gestalten im schiitischen Islam, sagt: „Vor der Rückkehr des Mahdi wird ein großgewachsener schwarzer Mann den Westen und die größte Armee auf Erden beherrschen. Er wird ein ‚klares Zeichen‘ meines Sohnes Hussein ibn Ali [des dritten schiitischen Imams] tragen.“ Schiiten glauben, dass Barack Obama, dessen mittlerer Name „Hussein“ lautet, dieser Mann ist.

Und das letzte Zeichen vor dem Kommen des Mahdi:

Chaos, Hunger und Verwüstung werden die Erde ergreifen. Große Kriege mit dunklen Wolken (Atomkriege) werden die Erde verbrennen. Ein Drittel der Erdbevölkerung wird getötet werden und der Rest unter Hunger und Anarchie leiden: Die Mullahs halten es für ihre Pflicht, einen Atomkrieg herbeizuführen, der das letzte Zeichen erfüllen und die Wiederkehr des Mahdi ermöglichen soll. Es fällt dem Westen schwer, diese Ideologie zu verstehen oder einen solch lächerlichen Glauben in Erwägung zu ziehen. Wir müssen aber nur auf den 11.September zurückblicken und daran denken, warum sie taten, was sie taten. War es nur Hass auf das, wofür Amerika steht, oder was der Westen ihnen angetan hat? Oder war es Glaube – das Selbstopfer zum Ruhme des Islam?

Barack Obama und seine Regierung dürfen nicht auf eine Neuauflage der iranischen Taktik der widersprüchlichen Signale in Verhandlungen hereinfallen. Er muss verstehen, was keine der bisherigen Regierungen verstanden hat: Die Ideologie der Mullahs ist in einem fanatischen Glauben verwurzelt, und die Zeit wird knapp. Radikale Islamisten meinen es ernst mit ihrer Hingabe an ihre Sache. Ich weiß es. Ich war jahrelang in ihren Höhlen mit ihnen zusammen.

„Kämpft gegen die Ungläubigen und tötet sie, bis die Verführung aufgehört hat und der Glaube an Allah allgemein ist.“ (Koran 2,192)

[Weitere Artikel zum Thema „Iran“ in diesem Blog]

13 Antworten auf Hussein Obama

  • Ja, schon Jesus sagte:
    Denkt nicht, ich sei gekommen, um Friede auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
    Mt (10,34)

  • Hallo Jupp,

    da liegst Du aber total daneben! Christus hat nie zu Gewalt aufgerufen!
    Das gilt auch in diesem Fall:
    „Aber zurück zu der Stelle bei Matthäus. Ich denke hier kann man bei genauerem Hinsehen die scheinbaren Widersprüche ganz gut auflösen: Jesus ist der Friede-Fürst, er bringt Frieden zwischen Gott und Mensch und er bringt auch Frieden zwischen den Menschen (so z.B. sehr deutlich in Eph. 2,14: Er ist unser Friede – dort bezieht sich der Friede auf das Einssein von Judenchristen und Heidenchristen in Christus). Aber wenn es darum geht (so wie in Mt. 10) an Christus gegenüber Nichtgläubigen festzuhalten, dann ist dieses Bleiben an Christus wichtiger, als alle faulen Kompromisse mit Leuten, die uns von Jesus abbringen möchten.

    Wichtig ist mir dabei, dass es eben um Menschen geht, die uns vom Glauben abbringen möchten und nicht um andere Christen, die eine andere theologische Meinung haben oder die in einer anderen kirchlichen Tradition aufgewachsen sind. Ich werd immer richtig traurig, wenn mir manche Christen begegnen, die meinen ihre eigene “Rechtgläubigkeit” ohne Rücksicht und ohne Liebe verteidigen zu müssen (…und die das dann oft tun, indem sie mit einzelnen Bibelstellen um sich werfen). Natürlich müssen wir als Christen um die Wahrheit streiten und können nicht einfach alles stehen lassen. Aber dieser Streit soll nicht mit dem Schwert geführt werden sondern in Liebe.“

    Das ist es, was mit dem Schwert gemeint war und ist!

    http://windhauch.net/matthaeus-10-34-39-der-friedefuerst-mit-dem-schwert/

  • An den Kommentator „Jupp“, der zu blöde war, das oben genannte Koranzitat in seiner eigenen Koranausgabe zu finden; der deshalb glaubte, mich der Lüge und des fehlenden Quellennachweises bezichtigen zu dürfen; und der hier nie wieder kommentieren wird, weil ich dümmliche und unverschämte Laberfaxe als Kommentatoren ungefähr so brauchen kann wie ein Loch im Kopf:

    Erstens: Mein Text war eindeutig als Übersetzung aus dem englischen Original gekennzeichnet, und die Vorlage ist auch verlinkt. Wenn überhaupt irgend jemand, hätte Kahlili, der Autor des Originals, sich geirrt. Hat er aber nicht, weil nämlich

    zweitens die Zählung von Koranversen uneinheitlich ist. Manche Übersetzungen zählen den Einleitungsvers fast jeder Sure „Im Namen Allahs…[usw.]“ mit, andere dagegen nicht. Du findest deswegen den einschlägigen Vers in Deiner Koranausgabe einen einzigen Vers unter 2,192, also bei 2,193. (In der Übersetzung von Max Henning lautet er: „Und bekämpfet sie, bis die Verführung aufgehört hat und der Glauben an Allah da ist. …“).

    Drittens: Dass Du diesen Vers (der wirklich weltberühmt ist, weil auch Islamapologeten ihn zähneknirschend zitieren müssen, um dann literweise Tinte zu vergießen, um darzulegen, dass er nicht so gemeint sein soll, wie er klingt) nicht kennst, ist eine so gravierende Bildungslücke, dass Du Dich bereits ihretwegen hüten solltest, dazwischenzureden, wenn Erwachsene sich unterhalten. Wenn Du aber nicht einmal auf die Idee kommst, auch nur eine einzige Zeile weiterzulesen, frage ich mich ganz ernsthaft, ob Du zum Kacken eigentlich auch noch zu dumm bist.

  • Wie soll man es deuten, dass zu diesem Beitrag noch niemand einen auf Text und Thema sich beziehenden Kommentar geschrieben hat? Eigentlich hatte ich gerade hier eine lebhafte Diskussion erwartet, aber – Fehlanzeige!

    Ist es darauf zurückzuführen, dass sich keiner vorstellen kann, dass der Verrückte von Teheran solche Wahnideen hegt und sie auch umsetzen könnte und man also kein Wort über sie zu verlieren braucht? Das hatten wir doch schon einmal beim Verrückten aus Braunau . . . .
    Oder ist dieser schiitische Endzeit –
    Wahn – den es ja doch offensichtlich bei der A.-Clique gibt – noch einmal um einen Quantensprung schlimmer
    als Hitlers Endlösung der Judenfrage und die Errichtung der Welthauptstadt Germania usw. und deshalb unwahrscheinlich? Hätte Hitler die Atombombe gehabt, hätte er sie ja sicherlich nicht eingesetzt, – oder etwa doch?

    Wenn denn das tägliche Holokaustgedenkritual, das für uns Deutsche obligatorisch ist, überhaupt einen Sinn hat, dann doch wohl den, dass man sich daran erinnert, dass das Undenkbare grundsätzlich möglich ist und man es einkalkulieren sollte. –

    Man hört und liest, hinter Obamas in Richtung Iran ausgestreckter Hand steckten Überlegungen, dass die USA nun den Iran brauchten, um das Afghanistan/Pakistan-Problem zu lösen (Überflug, Nachschub etc.), zumal die iranischen Schiiten den sunnitischen Taliban nicht gerade freundschaftlich verbunden seien.
    Die Vorstellung, dass die USA den Iran in irgendeiner Weise brauchen, gefällt mit überhaupt nicht: hier deutet sich schon wieder der Kardinalfehler der amerikanischen Geo-Politik an, dass nämlich der Feind des Feindes logischerweise ein Freund, oder wenigstens von Nutzen, ist und man bedenkenlos mit ihm kooperieren sollte. Die Vorstellung, dass die USA den Iran brauchen, dürfte den Machthabern in Teheran eitel Freude bereiten, weil es ihnen ganz neue Handlungsspielräume eröffnet. Da ja wahrscheinlich auch die Obama-Administration nicht in der Lage – oder nicht willens – ist, den Islam als solchen und als ganzen als den Feind zu erkennen, der er ist, sind hier in ganz besonderer Weise die Voraussetzungen für Illusionen darüber gegeben, wie man zugleich den Iran beschwichtigen und mit seiner Unterstützung – in welcher Form auch immer – den Taliban den Garaus machen könnte, ohne dass man in Washington auf den Gedanken kommt, es könnte wieder mal in einem Fiasko enden. Verhängnisvolle Fehleinschätzungen in der Iran-Politik – sprich auf den Falschen setzen – soll es ja auch schon vorher mal gegeben haben. . .

    Ach ja, die perserfeindlichen Golf-Araber habe ich noch vergessen – wie baut man die denn in dies Feind-meines-Feindes=mein Freund – Puzzle ein?

  • @ Before Dawn:

    Ich stimme jedem Wort zu. (Warum bisher keiner kommentiert hat? Vielleicht weil so viel geballter Irrsinn, wie er in Teheran herrscht Jedem die Sprache verschlägt.)

    Ich mache die geneigten Leser noch einmal auf diesen Artikel aufmerksam:

    http://www.korrektheiten.com/2008/01/15/wie-vertrauenswurdig-ist-amerika/

    den ich vor gut einem Jahr geschrieben habe, und in dem ich ziemlich genau die Entwicklungen vorweggenommen habe, die jetzt einzutreten scheinen.

  • Wahrscheinlich habe ich bisher nicht kommentiert, weil mir das Ganze – zwar nicht so ausführlich dargelegt – doch mehr oder weniger geläufig war und es doch der masochistischen Grundeinstellung der Shi’iten entspricht. Das Obama als ein Zeichen des Mahdi gesehen werden kann, also der drohenden Apokalypse… naja, nur so viel dazu: als außenpolitisches Genie hat er sich zumindest bisher nicht hervorgetan. Er könnte also sehr gut in all das hineinstolpern, auch weil er in meinen Augen vollkommen überfordert wirkt.

    Falls es interessiert, hier ein kurzer Beitrag zu Obamas Außenpolitik und seinem Versagen insbesondere ggü. Russland:
    Ich bin übrigens davon überzeugt, dass Russland sich vor Freude über Obamas Präsidentschaft die Hände reibt. 2009/10 wird die Krim und die Ostukraine dran sein…

  • Mir geht es ebenso wie Stratomunchkin, ich wusste das auch schon. Was soll man noch schreiben, ausser das ein Angriff überfällig ist?

  • Hallo
    Ich wollte fragen ob ich den Artikel Offener Brief an Präsident… kopieren und mit Link zu dieser Seite bei PI posten darf? Würde bestimmt ein paar Leute interessieren.

  • wow, alle sollen es wissen

  • Ich sage nur: Iran-Contra-Affäre!!! Bushs Seniors Vorgänger hat gerne Waffen an den Iran vertickt und mit dem Geld Terroristen in Süsamerika finaziert. Alles bekannt. Auch das der CIA in Iran die Demokratie zerstört hat. Operation Ajax. Nix neues aus dem Westen.

  • An Herrn „Manfred“:
    Ihre Artikel passen sehr gut zu den Hassartikeln derjenigen, die Sie anfeinden. Sie und Ihre islamistischen, christlichen oder jüdischen Gesinnungsgenossen sind eine Plage für die Welt. Ihr seid Euch in Sachen Hass und Dummheit extrem einig. Wie schön wäre die Welt ohne Euch – Menschenhasser aller Nationen

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